Ausgabe 
29.9.1933 Erstes Blatt
 
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dem zwischen NSKK. und ADAC. getroffenen Uebereinkommen wurde nunmehr

Der Deutsche Aukomobil-Llub (DDAC.) mit dem Sitz in München gegründet, in dem der ADAC, hiermit aufgeht. Aufgabe des DDAC. ist es, gemeinsam mit dem NSKK. die Motorisie­rung Deutschlands zu fordern und die Belange der deutschen Kraftfahrer durch Zusam- menschlich aller geeigneten Kräfte zu vertreten. Wie notwendig dieses Ziel wurde, beweist die Tatsache, daß es zwar eine unerträglich gewordene Vielheit von Klubs gibt, daß aber in deren Reihen nur etwa der zehnte Teil der Kraftfahrer oraanisiert und obendrein infolge der Zersplitterung dauernd geschwächt worden ist. Die nunmehrige Gründung des DDAC. beseitigt diesen unhaltbar gewordenen Mißstand. ., v

Das NSKK. mit den Motorstürmen der SA. und SS. wird als im langjährigen Kampf erprobter Wahrer des nationalsozialistischen Ideengutes und als alleiniger Träger des Wehr- kraftfports die Führung der deutschen Kraftfahrer verkörpern und deren aktivistischen Kräfte vereinen.

Der DDAC. als maßgebende Organisation der übrigen deutschen Kraftfahrer widmet sich neben ge­wissen sportlichen Ausgaben den wirtschaft» lichen, touristischen und technischen B e l an g e n. Seine Einrichtungen letztgenannter Art stellt der DDAC. auch den NSKK.-Mitgliedern zur Verfügung. Ebenso wird der DDAC. durch die regelmäßige Abgabe ein"s Beitragsanteils den Kraftfahrgeländesport des NSKK. fördern.

Die Entscheidungen in wichtigsten Maßnahmen des DDAC. erfolgen in stetem Einvernehmen mit dem Korpsführer des NSKK., der als der Beauf­tragte des Kraftfahrsports und in seiner Eigen­schaft als der Präsident der Obersten nationalen Sportbehörde auch die kraftfahrsportlichen Ange­legenheiten Deutschlands bestimmt.

Der DDAC. wird als sichtbaren Ausdruck seines vom nationalsozialistischen Geiste durch­drungenen gesamten wirkens in seiner Flagge das Symbol des neuen Deutschlands tragen und jeden deutschstommigen Kraftfahrer aufneh­men, der sich dieser Auszeichnung würdig er­weist.

An die Automobilklubs und insbesondere an die große Masse der bisher noch nicht organisierten Kraftfahrer ergeht heute der Ruf: Schließt die Reihen! Zeder ist nunmehr in der Lage, am ge­meinsamen Ziel mitzuwirken und sich seiner Eig­nung oder Neigung entsprechend im NSKK. oder DDAC. einzugliedern, um an Stelle der bisherigen Zersplitterung den Zusammenschluß zu setzen zu- aunsten der deutschen Kraftfahrt und der deutschen Kraftfahrer!

27. September 1933. Nationalsozialistisches Kraft­sahr-Korps (gez.) Hühnlein. Der Deutsche Auto­mobil-Club (gez.) Fülle.

In dem zwischen dem NSKK. und dem ADAC, getroffenen

LlebereinkommenZ

heißt es:

Alle Aktiven und Passiven des alsdann bis­herigen ADAC, gehen auf den DDAC. über. Dadurch sind auch sämtliche organisatorischen Ein­richtungen des ADAC, dem DDAC. übertragen worden. Das Präsidium des DDAC. besteht aus: dem Präsidenten Fülle und den Vizepräsidenten Filser und Kroth vom ADAC.: weitere Vizepräsi­denten sind der stellv. Korpsführer des NSKK. Prof. Oppermann und ein noch zu bestimmender behördlicher Vertreter. Die Gauleitungen und son­stigen wichtigen Außenstellen des DDAC. werden im Einvernehmen mit dem Korpsführer des NSKK. vom Präsidium des DDAC. bestimmt.

Das Personal des ADAC, wird vom DDAC. zu den bisherigen Bedingungen übernommen, und zwar zunächst bis zum 31. Dezember 1933. Mitte November 1933 wird über die endgültige lieber- nähme eine Vereinbarung zwischen DDAC. und Personal getroffen. Bis zur endgültigen Ernen­nung eines Verwaltungsdirektors des DDAC. wird Major a. D. Guth vertretungsweise mit der Füh­rung der Geschäfte beauftragt.

Sämtliche Vertragsabschlüsse des ADAC, ein­schließlich solcher über Betriebsstosfe gelten hiermit als gekündigt. Der DDAC. wird nach eigenem Er­messen bestimmen, ob und wie weit neue Verträge getätigt werden sollen.

Die Mitglieder des ADAC, werden vom DDAC. übernommen mit Ausnahme der nichtarischen ADAC.-Mitgliedcr.

Die Beitragshöhe des DDAC. ist die bisherige des ADAC., nämlich jährlich Gruppe I Kraftwagen 30 Mark, ©nippe II Motorrad 20 Mark, Gruppe III Motorboot 30 Mark und Gruppe IV Wirtschafts­mitglieder 10 Mark. Aufnahmegebühr in allen Ab­teilungen 5 Mark.

Den Mitgliedern des DDAC. werden die gleichen Leistungen wie bisher beim ADAC, geboten; eine Steiaeruna dieser Vorteile der Mitgliedschaft gehört zu den Hautpflichten des DDAC. Satzung und Satzungsänderungen des DDAC. bedürfen der Be­stätigung des Korpsführers des NSKK.

Der DDAC. fördert den Kraftfahr-Geländesport des NSKK. durch Abgabe eines regelmäßigen Bei­tragsanteils, und zwar in einer bereits verein­barten Höhe. Die bisherigen Ortsgruppen des ADAC, werden die offiziellen Ortsgruppen des DDAC. Die Aufnahme anderer Verbände und der­gleichen sowie Abkommen mit ihnen unterliegen ^nmb^öölicf) der Entscheidung des Korpsführers des

An die übrigen Klubs.

An die Präsidien des Automobilclubs von Deutschland (AvD.), des Nationalen Deutschen Automobilclubs (NDA.) und des Deutschen Tou- ring-Cluds hat Obergruppenführer Hühnlein gleichzeitig folgende Zuschrift gerichtet:

In der Anlage erlaube Ich mir. Ihnen einen Durchschlag der heute der Presie übergebenen DDAC.-Kundgebuna zu übersenden.

Die gewählte Lösung, die absichtlich zeitraubende Auseinandersetzungen um abwegige Einzelinteressen ausschaltet, entspricht dem einzig zu verantworten­den Prinzip, auf der Grundlage des weitaus grüß- ten Automobilklubs in Gemeinschaft mit dem NSKK. die einigungsbereiten Kräfte durch organi­schen Ausbau dem Zusammenschluß zuzusühren.

Ich würde es beorüßen, wenn Sie in gleichem Sinne Ihre Mitglieder dieser für das Einigungs­werk maßgebenden Organisation zuleiten würden."

Es erscheint dringend erwünscht, daß dieser Einigungsruf auch die übrigen Automobilklubs ver­anlassen wird, ihre Mitglieder dem DDAC. zuzu- führen, um der Zersplitterung endlich ein Ende zu bereiten. Im übrigen ist mit dem vorstehenden Uebereinkommen bereits ein weitgreifender Zusam­menschluß erzielt worden, denn im NSKK. und DDAC. sind heute weit über eine Viertel- million deutsche Kraftfahrer orga­nisatorisch erfaßt worden. Eine der näch­sten Hauptaufgaben wird es sein, die noch nicht organisierten Kraftfahrer im NSKK. oder DDAC. au vereinen. Angesichts der zunehmenden Bedeu- Dung der Motorisierung Deutschlands und der man­nigfachen Ausgaben der Kraftfahrer wird das nun­

mehrige Elnigungswerk allseits freudig begrüßt werden.

Handball im Gau XII der OT.

Garbenleich L To. Albach L 5:6 (3:2).

Am Sonntao trafen sich obige Mannschaften zu ihrem ersten Verbandsspiel in Garbenteich. Das Spiel selbst war sehr spannend, bald führte die eine, bald die andere Mannschaft. Der Gast konnte dann mit dem Schlußpfiff das Siegestor erzielen. Die Platzbesitzer enttäuschten etwas, das Fehlen des linken Verteidigers macht sich stark bemerkbar.

Neue Segelflugwelthöchstleistung von Hanna peitsch.

Die (Segelfliegerin Hanna Reitsch, die in Rossitten für die Ufa als Fliegerin tätig ist, hat ihren vorjährigen Segelflugweltrekord für Frauen durch einen neuen Flug von 10 Stunden und 7 Min. gebrochen. Der von ihr im Riesengebirge ausgestellte Segelslugweltrekord für Frauen währte 5 Stunden und 15 Min. Die Flugzeit von 10 Stunden und 7 Min. wurde nur durch die Dunkelheit abgekürzt. Die Fliegerin hätte sich zweifellos noch viel länger in der Lust halten können. Bekanntlich filmt die Ufa in Rossitten einen (Segelfliegerfilm.

Oberheffen.

Licher Kirchweihmarkt.

* Lich, 29. Sept. Am Montag, 2. Oktober, fin­det der bekannte Licher Kirchweih markt (Schweine- und Krämermarktl statt. Die Güte der hiesigen Schweinezucht ist so oekannt, daß es eines besonderen Hinweises nicht bedarf. Es ist zu hoffen, daß der Auftrieb und Absatz der Ferkel sich auf der gleichen Höhe hält, wie man das von den Licher Schweinemärkten gewohnt ist. Auf die heutige Marktanzeige sei hingewiesen. Bemerkt sei noch, daß die sonst üblichen Veranstaltungen am Kirchweih, sonntag (1. Oktober) mit Rücksicht auf den Ernte- Danftag um eine Woche verschoben werden mußten. Vor der Bad-Nauheimer Herbst-Woche

Der Festzug.

Aus Bad-Nauheirn erhalten mir folgende Zuschrift:

Die Bad-Nauheimer Herbstwoche, mit der das vielgestaltige Wirtschaftsleben der hessischen Bade­stadt in der Zeit vom 30. (September bis 9. Oktober erstmals in größerem Maße zu geschlossener Wer­bung heroortritt, bringt am nächsten Sonntag, dem ersten Tag der traditionellen Nauheimer Kirmes, einen großen Festzug. Dieser wird ein an­schauliches Bild vermitteln von den einzelnen Zwei­gen des heimischen Wirtschaftslebens. Die Gestal­tung der insgesamt 43 Schaunummern steht nicht im Belieben des einzelnen Teilnehmers, sondern ist an die Entwürfe gebunden, die für jeden Wagen und für jede Gruppe vom Leiter des Zuges, dem bekannten Kunstmaler G e i l f u ß , angefertigt wor- den sind. Dadurch wird einmal die einfach fünft« lerifche Linie gewahrt, wie anderseits dem Beschauer Wiederholungen erspart bleiben.

Der große Festzug zerfällt in drei Abtei­lungen. Der erste Teil, der der Landwirtschaft gehört, verbindet in glücklicher Weise den Tag des deutschen Bauern mit dem Erntedankfest. Ihm wird das Symbol des Bauern, der Pflug, Dorausgetragen. Auch die treuen Gehilfen des Landwirts, Pferde, Ochsen und Kühe, fehlen nicht. Es folgen dann u. a. ein bäuerlicher Hochzeitszug, ein FestwagenDer Bauer ist die Seele des Vol­kes", eine GruppeHat der Bauer Geld, hat's die ganze Welt", alles in charakteristischer Darstellung.

Der zweite Houptteil des Festzuges wird vom Handwerk bestritten, das sich mit 16 Wagen in hervorragender Weise an der Veranstaltung be­teiligt.Gebt dem Handwerk Arbeit!" Das ist die Mahnung, die von einer Gruppe auf einem gro­ßen Schild vorangetragen wird. Dem WagenEhret eure deutschen Meister!" folgen dann die Wagen und Gruppen der einzelnen Handwerkszweige. Alle werden sie in ihren Darstellungen sich abwenden van dem materialistischen Denken der Vergangen­heit und versuchen, wieder hinzuführen zur Seele des edlen Handwerks, dessen Bedeutung für die deutsche Kultur leider vielfach vergessen worden ist.

Die dritte Abteilung des Festzuges ist mehr I o - k a l abgestimmt. Sie führt in die Entstehungszeit des Bades vor hundert Jahren, wirbt für den Bad- NauheimerRiesling" und spielt zum Schluß in heiterer Weise mit dem BildKönig Kurgast" auf den Haupterwerbszweig der Badestadt, die Frem­denindustrie, an.

Als Ganzes wird derFestliche Aufmarsch des heimischen Gewerbes" einen nicht all­täglichen Anschauungsunterricht über das Wirt­schaftsleben Der Badestadt erteilen. Daß Festzugs­kultur im besten Sinne des Wortes geboten wird, dafür bieten die künstlerische Leitung und der Eifer, mit Dem alle MitwirkenDen bei Der Sache finb, beste Gewähr. Man beachte Die gestrige Anzeige.

Friedberger Stadtrat.

FrieDberg, 28. Sept. (WSN.) Der Stabt- r a t beschloß in seiner gestrigen Sitzung Die Ein­führung einer Warenhaus st euer. Äugleich wurDe eine Erhöhung Der FiliaIsteuer von 100 auf 200 Prozent Der allgemeinen Ge­werbesteuer für Das Rechnungsjahr 1933 beschlossen. Im Verlauf Der Sitzung wurDen Die Voranschläge Der Augustinerschule, Der Schillerschule unb Der Ge­werbeschule für Das Rechnungsjahr 1934 einstimmig gutgeheißen. Der StaDtrat beschloß ferner. Die Na- men aller wegen FelDfrevels zur Anzeige ge» langenDen FrieDberger künftig z u veröfscnt-

lichen und die Diebe von SA-Männern durch die Straßen führen zu lassen.

Landkreis Gießen.

5 Steinbach, 28. Sept. Im Anschluß an die Obstversteigerung der Gemeinde wurde auch das Obst der Pfarrei versteigert. Die Ernte war sehr gering, nur wenige Bäume waren gut be­hangen. Da das Obst hier in diesem Jahre allge­mein ziemlich knapp ist, wurden dennoch mehr als 200 Mk. erzielt. Die Versteigerung des Gemeinde­obstes ergab unter ähnlichen Umständen über 400 Mark, dazu kommt der Erlös aus der Frühobst- oerfteigerung mit zirka 50 Mk.

Kreis Büdingen.

Büdingen, 27. Sept. Die Organisa­tion Der NS. - Volkswohlfahrt ist im Kreise Büdingen in wenigen Tagen beendet worden. Zum Kreiswalter wurde vom Gauwalter Bürger­meister Haug (Darmstadt), Regierungsrat Dr. Lotz (Büdingen), zu seinem Stellvertreter auf dessen Vorschlag die Kreisleiterin Der NS.-Frauenschast, Frau Tilli Knaus (Bübingen), zum Geschäftsfüh­rer Kreiskasseninspektor Hofmann, zum Kassen­wart Iustizinspektor Kraft (BüDingen) bestellt. In allen Ortsgruppen wurden Die Gruppenwalter, Ge­schäftsführer unD Kassenwarte bestimmt. Mit der Werbung von Mitgliedern wurde bereits mit gutem Erfolg begonnen. Zur Durchführung Der ersten Auf­gabe der NS.-Volkswohlfahrt, dem Winterhilfswerk 1933/34 Des Deutschen Volkes, hatte Der Kreiswalter Die Vertreter Der Staats- unD Kommunalbehörden, Die Vorsitzenden der Verbände Der freien Wohlfahrts­pflege, Der Kirchen unD Schulen, Vertreter Der poli­tischen Leitung der NSDAP., Der SS., der SA., der NSBO., Der NS.-Frauenschaft, Der HI., Des BDM., Der Beamten- unD Bauernschaft, Der Indu­strie, Des Gewerbes unD Des Handels und Die Grup­penwalter Der NSV. zu einer Besprechung einge­laden. Die von Der Reichsführung gegebenen Richt­linien wurden eingehend besprochen und eine A r beitsaemein schäft zur Durchführung Des Winterhilfswerks gebildet. Mit Den Drtsgruppenroaltern wurden alsdann noch Fragen Der örtlichen Organisation der NS.-Volkswohlfahrt und Des Winterhilfswerkes erörtert. Die bisherigen Erfahrungen lassen erwarten, Daß Die DpferfreuDig- feit Der Kreisbauernschaft und Der übrigen Bevölke­rung Der Parole unseres Volkskanzlers Adolf Hit - I e rIn diesem Winter soll niemand hungern und frieren!" zum Siege verhelfen wird.

+ Mus dem Niddatal, 28. Sept. Der von Den Regierungsstellen angeorDnete Kampfgegen Das Bettelunwesen macht sich in unserem Tal bereits stark bemerkbar. Die Bettlerplage ist ab geflaut, und nur ganz vereinzelt ist noch ein FechtbruDer anzutreffen. Der scheu und verstohlen die Dorfstraßen durcheilt, seine Pfennige zu kassieren. Auch die Zahl Der Hausierer, die vielfach noch als lästiger empfunden werden, hat sich etwas ver­mindert. An ihrer Aufdringlichkeit ist leider noch kein Nachlassen zu verzeichnen. Die Wiesen- gründe zeigen in diesem Herbst ein sattes, fast fr ühlinghastes Grün. Die beinahe sommer­liche Wärme Der Tage unD Nächte hat das Wachs­tum des Grases so gefordert, daß ein dritter Gras­schnitt möglich wäre. Auch Die übrige Natur weist ein Aussehen auf, Das nicht an Den Beginn Des großen Sterbens mahnt.

Kreis Schotten.

± Groß-Eichen, 28. Sept. Gestern fanD bei herrlichstem Wetter Der übliche Herb st markt statt. Es. ftanDen 95 Ferkel zum Verkauf, Die bei­nahe restlos abgesetzt würben. Die Preise betrugen 12 bis 15 Mk. je nach Qualität. Der Krämer- markt war Diesmal befonDers reich beschickt unD lockte viele Kauflustige an.

i. © e D e r n , 26. Sept. Bürgermeister Beyer eröffnete Die Sitzung mit Dem Deutschen ©ruß. Die Steuerausschlagssätze für Das Rechnungs­jahr 1933/34 wurDen in Der vom Kreisamt vorge­schlagenen Form genehmigt. Von Dem Vertrag Des hiesigen Rentamts Der Fürstlich Stolberg-Wernige- roDschen Verwaltung wegen Abbruchs Des Brunnenhäuschens am Schloßberg wurde Kenntnis genommen. Der Vertrag soll dem Turn­verein zur Stellungnahme zugeleitet werden. Da Der Antrag auf Entfernung Des Brunnenhäuschens

vom Turnverein gestellt wurDe. Der restliche Teil Der Otto-Müller-Straße soll ebenfalls in 21 D o I f Hitler-Straße umbenannt werben. Arn Sonntag veranstaltete ber hiesige Kriegervcr- e i n auf bem Schießstanb bes Kleinkalibcrschützen- Vereins ein Preisschießcn. Die Beteiligung war sehr rege, ältere Kameraben bis zu 70 Jahren, die seit langer Zeit nicht mehr geschossen hatten, er­zielten zum Teil recht gute Resultate. Abenbs würbe im GasthausZur Traube" bie Preisver- teilung vom Dereinsführer, Postschaffner K. D i e h 1 ausgeführt. Preise erhielten: 1. Preis (35 Ringe) W. Deckenbach, 2. Preis (34 Ringe) Jean Oberheim, 3. Preis (34 Ringe) Postschaffner Karl Diehl, 4. Preis (33 Ringei Karl Menzel unb 5. Preis (33 Ringe) Karl Hohl fr. Weiterhin konnten 23 Karne, raben Trostpreise erringen.

Kreis Alsfeld.

st. Ober-Gleen, 25. Sept. Nachbem ber hie­sige ßanbbunb seine Liguibation vollzogen hat, fanb biefer Tage in ber Gastwirtschaft Ruppert eine Bauernoersammlung unter Leitung bes lanbwirtschaftlichen Ortsfachberaters Lubwig Bel­ker statt. Die Einzeichnung in bie Mitglieberliste ber Hessisch-Nassauischen Bauernschaft, ber jeber Lanbwirt beizutreten hat, würbe vorge­nommen. Erster Führer würbe lanbwirtschaftlicher Ortsfachberater L. Becker, dessen Stellvertreter von ihm noch ernannt wird.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

0 Hochelheim, 27. Sept. Am Sonntag fanb in ber Gastwirtschaft Franz eine Versammlung zwecks Zusammenschluß ber Käserei­besitzer bes hiesigen Bezirkes statt. Erschienen waren 36 Käsereibesitzer aus Hörnsheim, Hochel­heim unb Lang-Göns. Käsefabrikant Birken- st o ck - Hochelheim, ber bie Versammlung leitete, be­grüßte bie Erschienenen. Der Direktor bes Reichs- verbanbes beutscher Käseinbustrieller, Borne- mann- Berlin, wies in einem Vortrag auf bic Entwicklung ber Käseinbustrie in ben letzten Jah­ren hin. Wichtig fei, baß sich sämtliche Käserei­besitzer zusammenschlössen. Käsereibesitzer Briicke 1 - Lang-Göns erwähnte u. a., Daß Die Warenhäuser, unb insbesondre bie Iuben, preisxerrüttenb auf ben KäsenKirkt eingewirkt hätten, inoem sie bie Ein­kaufspreise einfach biftierten, unbekümmert barum, ob Die Käsereien Dabei bestehen konnten unD Die LanDwirtschaft geschäDigt wurDe. Dies sei Durch Die Maßnahmen Der heutigen Regierung enDgültig vorbei. Käsereibesitzer Mehl- Hochelheim stellte Die ForDerung auf. Daß nunmehr von VerbanDsseite mit Nachdruck auf Die Herstellung von Qualitäts­rohmaterial (Quart) hingearbeitet werbe. Der neu- gegrünbete Unteroerbanb bes Reichsverbanbes ber deutschen Käseinbustriellen, bem nach ben Ausfüh­rungen von Direktor Bornemann sämtliche Sauermilchkäsereien in Hessen-Nassau unb Ober­hessen angeschlossen werben sollen, erhält ben Namen: Käsereiverband für Hessen- Nassau unb Oberhessen. Auf Vorschlag von Direktor Bornemann würbe Käsefabrikant Birken st ock - Hochelheim zum einstweiligen Vor- sitzenben bes neugegrünbeten Verbanbes gewählt.

0 Großrechtenbach, 28. Sept.' Auf ber Provinzialstraße WetzlarButzbach würbe bas O b st oer ft einer t. Die Versteigerung war aut besucht, bie Nachfrage recht groß. Es würben fol- genbe Preise bezahlt: Für Goldparmänen, Eiser- apfel usw. 6 bis 8 Mark pro Zentner am Baum, Schafnase unb Bohnäpfel 3 bis 5 Mark. An- schließend fanb bie Obstversteigerung ber ©emeinbe Großrechtenbach statt. Es mür­ben bezahlt: für Acpfel 5 bis 8 Mark, für Birnen 3 bis 5 Mark je Zentner am Baum, Zwetschcn 1,20 bis 2 Mark pro Zentner am Baum.

* Hohensolms, 28. Sept. In ber Heim- Volkshochschule, bie sich seit neun Jahren in ben Räumen bes hiesigen Schlosses befinbet, beginnt am 1. November roieberum ein b r e i m o t i - ger Lehrgang für Mäbchen. Der Lehrplan wird, wie seither, praktischen und theoretischen Unter­richt umfassen. Die evangelischen Heimvolkshochschu- len wollen jungen Mädchen helfen, baß sie zu Frauen heranwachsen, bic ihre Heimat unb ihr Volk lieb haben, und wollen ihr Können unb Wissen so förbern, daß sie bic Aufgaben, bie ihnen vom Leben gestellt werben, recht erfüllen können.

Berliner Frühbörse.

Berlin, 28. Sept. (WTB. Funkspruch.) Nach­bem schon gestern abend an Der Frankfurter Abend­börse größte ©eschäftsstille bei unveränderten Kursen geherrscht, lag Der heutige Frühverkehr unoer- ändert ruhig abwartend. Realisationen zum Ultimo sind kaum noch zu erwarten, im Zu- fammenhang mit Der morgigen Entscheidung hin­sichtlich der Maklerneuzulassungen Dürfte aber ber Handel an ber heutigen Börse recht beschränkt blei­ben. Man taxierte Farben unverändert mit 116 bis 116,25 unb nannte später Schulbbücher mit 82,75 bis 83. Arn Devisenmarkt hörte man Pfunde gegen Paris mit 79,63; Mailand 59,20, Spanien 37,20, Amsterdam 7,7250, Schweiz 16,08 unb Kabel mit 4,7375 bis 4,74.

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