Verbundenheit mit dem Stahlhelm zum Ausdruck brachten
Oer Ortsgruppenführer, Oberstleutnant a. O. Loppe, dankte hierauf allen Teilnehmern für ihr Erscheinen zu der Feierstunde, ferner für die herzlichen Wünsche und für die Ehrengaben. Damit fand die Feier ihren Abschluß.
Kameradschaftliches Zusammensein
Am Samstagabend vereinigten sich die Stahl- Helmer mit zahlreichen Gästen und Frauen des Bundes Königin Luise in den Räumen des Heims zu einem kameradschaftlichen Zusammensein, das bei flotter Musik der Stahlhelmkapelle, gemeinschaftlichem Liedgesana und frohgestimmter Unterhaltung allen Teilnehmern schöne Stunden brachte. 3m Verlaufe des Abends brachte Hauptmann'von Herfs, der Chef der l.Kom- pagnie unsere- Bataillons, die Anerkennung der Wehrmacht für die ausgezeichnete Arbeit des
Stahlhelm in markigen unb treffenden Worten zum Ausdruck, gleichzeitig betonte er die enge Zielrerbundenheit und die ausgezeichnete Kameradschaft zwischen unserer Reichswehr und dem Stahlhelm, ebenso auch die dankbare Anerkennung der Soldaten für die Erziehungsarbeit, die der Stahlhelm zur Wiedererweckung und Festigung deS Wehrwillens am deutschen Volke bisher geleistet habe und auch weiterhin in der trefflichsten Weise vollbringen werde. Wiederholter stärkster Beifall der Versammlung gab dem Sprecher unserer Siebener Garnison starken Widerhall. Ferner hielt der Landessührer, Ka- pitän a. D. Weihe, noch eine Ansprache, in der er die deutsche Frau feierte und dabei insbesondere des Bundes Königin Luise gedachte, zugleich aber die Frauen auf forderte, ihre Männer bei der praktischen Betätigung des Wehr- Willens im Stahlhelm immer zu stärken und zu fördern.
Heber den Verlauf der Veranstaltungen vom Sonntag werden wir morgen berichten. D. Red.
Ser Reichsftafthaller in Oberhessen.
Riesige Menschenmengen bringen dem Reichsstatthalter überall begeisterte Ovationen dar.
(Eigene Drahtberichte des .Gießener Anzeiger-").
Wir berichten nachstehend über die Empfänge des Herrn Reichsstatchalters an den planmäßig festgesetzten Haupthaltepunkten. Bei der außerordentlich großen Anzahl der außerdem passierten Dörfer, die durchweg ihr Bestes gegeben haben, ist es uns leider nicht möglich ohne ungerecht zu fein, einzelne Orte noch durch Sonderbertchte hervorzuheben.
Friedberg.
Der Einzug deS Reichsstatthalters für Hessen, des Gauleiters Sprenger, in die ehemals Freie Reichsstadt Zriedburg gestaltete sich zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Die geschmückten Straßen und der unübersehbare Fahnenwald in den Hauptstraßen der Stadt schufen einen Rahmen, wie er würdiger nicht hätte sein können. 3n der Burg — die dorthin führende Kaiser- straße diente im besonderen den Schulen zur Aufstellung — hatten sich die Spitzen der Parteileitung der RSDAP., des Kreisamts, der Stadt, der Behörden, ferner Vertreter der Schulen, der Beamtenschaft, der vaterländischen Verbände, Vereine, Feuerwehr, Eisenbahner usw. eingefunden, um den Reichsstatthalter zu erwarten. Auf dem St. Georgsbrunnen gruppierten sich die Fahnenträger mit ihren Bannern, ileberall leuchteten die Hakenkreuzfahnen des neuen, geeinten Vaterlandes. Prachtvoller Sonnenschein lag über dem Burghof.
Gegen y.35 Llhr kam Bewegung in die Reihen der Zuschauer. SA.-Gruppen hielten in langer Kette die Fahrbahn frei; die ersten Vorboten — Meldefahrer — überbrachten Rachrichten vom Eintreffen des Statthalters. Die Welle stürmischer Heilrufe kommt näher: der Reichsstatt- halter, überallhin freundlich grüßend, ist zur Begrüßung der Kreisbevölkerung angetommenl Der Kennerblick des Reichsstatthatters geht über die Gruppen der ES. und SA. Er sieht, daß alles in Ordnung ist. Die Kleinsten überreichen ihm freudig Blumensträuße.
Kurz ist der B e g r ü ß u n g s a k t durch Kreis- leitet «Seipel, der in Reichsstatthalter Sprenger nächst Göring eine der zuverlässigsten Stützen des Führers sieht. Mit dem Gelöbnis ihm die Treue 3u halten, schloß Kreisleiter Seipel feine Aus- führungen. Bürgermeister Dr. Seyd gab seiner Freude über den Besuch des Reichsstatchalters m Friedberg Ausdruck und überreichte ihm ein Album mit Bildern von der Kreisstadt. Gauleiter Sprenger stellte an die Spitze seiner Ausführungen das Gelöbnis, das Vertrauen des Führers niemals zu enttäuschen. Was er — der Reichsstatthalter — in zehnjährigem Kampfe in Hessen mit aufgebaut habe, das 'roeröe festgehalten. Der Nationalsozialismus müsse dis in die letzte Bauernstube getragen werden. Volksverbundenheit bedeute, mit dem deutschen Boden verwachsen zu sein. Der deutsche Boden werde allezeit heilig bleiben; in ihm säßen die Wurzeln der Kraft unseres Volkstums. Erdverbunden und scholleverbunden werde der Bauer auch mit dem kleinsten Stückchen Land wieder die festeste Stutze des Volkstums. Alle Stände rankten sich am beut- schen Bauerntum empor. Wir müßten wieder werben ein Volk ber stolzen freien Männer. Allen Gewalten 3um Trotz würben wir uns wieder burchsetzen, niemals wieder demütigen lassen und immer das Beispiel des Führers vor Augen haben.
Mit schlichten Dankesworten an Reichsstatthalter Sprenger schloß Kreisleiter Seipel die imposante Kundgebung. Machtvoll erklang die elfte Strophe des Horst-Wessel-Liedes über den Burghof. Ein kurzes Abschiedswinken, begeisterte „Heil!"-Rufe, dann fetzte der Reichsstatthalter seine Fahrt nach Bad-Nauheim fort.
Bad-Nauheim
prangte in reichem Flaggenschmuck. Der Reichsstatt. Halter traf mit kleiner Verspätung ein. Er fuhr durch
Buhbach.
Sämtliche Häuser der Stadt Butzbach prangten gestern im Flaggenschmuck, über die Straßen zogen sich Ouirlanben, die teilweise bas Hakenkreuz in Blumenschmuck zeigten. Die öffentlichen Gebäube, namentlich bie Post unb das Rathaus, waren mit Grün bekränzt, und allenthalten in den Straßen wehten Fahnen von den Masten. Ungefähr 50 Me< ter vor der Einmündung der Weiseier Straße in den Marktplatz war die Ehrenpforte aufgebaut, die ebenso wie alle öffentlichen Gebäude mit ber Haken- kreuzsahne unb den schwarzweißenroten Farben, sow'e den Stabtfarben geschmückt war unb den Will- kommensgruß trug. Auf bem Marktplatz hatte sich bie Lanbespolizei mit brei Bereitschaften unb der Darmstädter Kapelle ausgestellt, gegenüber bie SA., so daß diese Verbände ein großes Viereck bildeten. Don hier nach der Ehrenpforte bildeten die Hitlerjugend, die Feuerwehr, Sanitätskolonne unb Krie- geroerein Spalier. Vollem Rathaus hatten die Fahnenabordnungen ber^Bereine und die Behörden- Vertreter Aufstellung genommen. Der Markt bot ein farbenfrohes, buntbewegtes Bild, als 10.15 Uhr der Reichsstatthalter unter den begeisterten Heil-Rufen ber Bevölkerung eintraf. An ber Ehrenpforte wurde er von bem Ortsgruppenleiter ber NSDAP. Butzbach, Forstassessor Schneib er, empfangen unb ihm von ber Hitlerjugenb unb dem Bund Deutscher Mädchen Blumensträuße mit finnigen Begrüßungsworten überreicht. Unter immer steigender Begeisterung durchschritt der Reichsstatthalter das Spalier, bis er zu der Landespolizei kam, wo der Kommen- deur, Major Baron v. d. Recke, Meldung er- stattete und bann den Reichsstatthalter bei bem Abschreiten ber Fronten ber Polizei unb der SA. begleitete, während bie Kapelle ben Präsentiermarsch spielte.
Der Reichsstatthaller begab sich vor das Rathaus,
die Adolf.Hitler- unb bie Terrassenstraße, in denen Einheimische, Kurgäste und die Schulen Spalier bil- beten unb ben hohen Besuch mit „Heil!"-Rufen empfingen, nach der Kurhausterrasse. Hier wurde er von dem Ortsgruppenleiter der NSDAP., dem kommissarischen Beigeordneten Götz, durch Generaldirektor Meier vom hessischen Staatsbab unb durch Bürgermeister Dr. A h l empfangen und schritt mit seiner Begleitung die Fronten ber aufgestellten Verbände unb Vereine ab. Dann begab er sich auf ben Balkon bes Kurhauses; Zwei große Lautspre- cher übertrugen die dort gehaltenen Ansprachen.
Nach kurzer Begrüßung durch Ortsgruppenleiter Götz, ber ein breisaches „Sieg-Heil!" auf den Reichsstatthalter ausbrachte, nahm dieser selbst das Wort unb bankte allen anwesenden deutschen Volksgenossen für ben herzlichen Empfang, ben er als Treugelöbnis unb Willenskunbgebung zum beut- schen Daterlanb unb zu seinem Führer ausfasse. Er erinnerte bann baran, baß er in seinem mehr als 10jährigen Kampf für Hitler unb seine Bewegung den nationalsozialistischen Gedanken mehr als einmal in die Bevölkerung ber Dabestadt getragen habe unb erklärte, er benke vor allem an bas Fahr 1924 zurück, wo er in einer großen Kunbgebung unter Widerspruch behauptet habe, nur daraus komme es an, bah jeder Deutsche der Stimme (eines Blutes folge. Heute fei in allen deutschen Her- zen dieser Gedanke Hitlers fest verankert. Deutschland sei berufen, der Welt ein neues Gepräge zu geben, das beweise die einzigartige Feier des Tages der nationalen Arbeit. Die Führer des neuen Reiches seien aus bem Volk gekommen, unb sie würben mit ihm stets oerbunben bleiben. „Es ist meine Aufgabe", so schloß Reichsstatthalter Sprenger, „Mittler ber Reichsregierung zwischen Führer unb Volk unb zwischen Volk und Führer zu sein. Treu wollen wir zusammenstehen, e i n Volk unb ein Führer!"
Nach dem Gesang ber ersten Strophe des Horst- Wessel-Liedes durch die begeisterte Menge fuhr der Reichsstatthalter über Nieoer-Mörlen weiter nach Butzbach.
wo sich Bürgermeister Dr. Scheller ihm vor- stellte. Der Ortsgruppenleiter hielt bann bie Begrü- hungsansprache, in welcher er u. a. dem Reichsstatt. Halter für den bisherigen Kampf dankte und ihm bas Treugelöbnis ber Butzbacher Bevölkerung barbrachte. Er schloß mit einem Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten v. H i n b e n b u r g , ben Reichskanzler Adolf Hitler unb ben Reichsstatthalter Sprenger. Dieser bankte bem Ortsgruppenleitcr unb ber Bevölkerung für ben Empfang. Er wies daraus hin, daß der Führer Adolf Hitler das große Werk Bismarcks vollendet und die Reichseinheit geschaffen habe. Er werde als fein Stellvertreter dos Amt stets tm Sinne des Führers verwalten und dahin streben, daß in dem großen Reichsgeschehen das Hessenland und das Hessenvolk den seinem Wesen unb seiner Eigenart gebührenden Platz einnehmen werde. Nach- dem nunmehr der Sieg errungen sei, gelte es das ganze Volk für die nationalsozialistische Idee zu gewinnen, Parteigezänk und Parteihader seien verschwunden unb hätten in bem Dritten Reich keinen Platz, Der Reichsstatthalter schloß mit einem Sieg- Heil auf ben Führer unb Dolkskanzler Aböls Hitler.
Hierauf verließ ber Reichsstatthalter unter ben bauernben Heilrufen bie Stabt, begleitet von dem Motorsturm, der den Reichsstatthalter bis an bie Kreisgrenze begleitete.
Lauterbach.
An der Kreisgrenze hinter Reuters wurde bie Autokolonne des Reichsstatthalters durch das RS.-Kraftfahrkorps empfangen und einem Triumphzug gleich durch die festlich geschmückten Straßen unter beständigen Heilrufen der begeisterten Menge bis zum Adols-Hitler-Plah geleitet. Am ehrwürdigen Denkmal von 1870 71 wurde Reichsstatthalter Sprenger von dem Kreisleiter Dr. Lang, seinem Adjutanten Ass. Scheer, dem Ortsgruppenführer Dr. Kissel. Reg.-Assessor Kessel und dem Vürgermeister der Stadt Lauterbach Dr. Mahr begrüßt und unter dem 3ubel der spalierbildenden Menschenmenge über einen Weg von Blumen und frischem Grün zur Freitreppe des Rathauses begleitet, wo ihin zwei Schlitzet: Mädchen in ihrer kleidsamen Tracht und Angehörige des Jungvolks Blumen überreichten. Kreisleiter Dr. Lang richtete dann an den Reichsstatthalter herzliche Worte der Begrüßung und gelobte treue Gefolgschaft dein Führer, dann überreichte er dem Reichsstatthalter Erzeugnisse des heimischen Gewerbes, und zwar ein sogenanntes Illgill (3ll-Töpfer, Gill-Reiter mit Pferd) und einen Wandteller der Töpferkunst, eine Schachtel Käse und Butter aus der hiesigen Molkerei und Erzeugnisse der heimischen Weberei. Desgleichen bewillkommnete Bürgermeister Dr. Mahr den Reichsstatthalter und verkündete unter dem Beifall der Bevölkerung. daß ihn der Rat der Stadt Lauterbach in seiner heutigen Sitzung zum
Ehrenbürger von Lauterbach ernannt hat. Er übergab ihm darauf ben kunstvoll gehaltenen Ehrenbürgerbrief, ber in Schweinsleber gebunben, auf ber Dorberfeite bas alte Lauterbacher Stabtwappen zeigt, innen mit einem Stabtbilb ge> Shrnückt, unb mit einem Siegel ber Stabt aus bem ahre 1347, bas mit Bänbern ber Stabtfarben gehalten wirb, versehen ist. Der Ehrenbrief trägt Die Inschrift:
„Jakob Sprenger, Reichsstatthalter von Hessen, bem unerrnüblichen Kämpfer für Deutschlanbs Erwachen, ist bas Ehrenbürgerrecht ber Stabt Lau- terbach verliehen worben. Dessen zum Zeugnis ist biese llrfunbe ausgefertigt, mit bem Siegel ber Stabt versehen unb vom Bürgermeister, ben Bei- georbneten unb bem Rate ber Stabt unterschrieben worden. — Lauterbach, ben 28. Mai 1933" (folgen Unterschriften).
Sichtlich gerührt bankte Reichsstatthalter Sprenger für bie ihm zuteil geworbenen Ehrungen. Seine markigen Worte, in benen er desonbers Oberhessen als ben immer starken Hort ber Hitlerbewegung pries, fanben lebhaften Beifall. Er erinnerte an ben beispiellosen Kampf, ben bie nationalsozialistische 3bee hinter sich habe, gegen Parteiherrschast, Verrat unb Korruption. Der Nationalsozialismus werbe für immer unb ewig bem großen beutfchen Volk fein Gepräge geben; er wirb nicht ruhen unb rasten bis es in Deutschlanb nur noch eine Partei, ein Denken unb einen einheitlichen Willen gibt. Dabei aber soll bie Eigenart ber Bevölkerung erhalten bleiben. Die Stammesoerdunbenheit bes Hessenvolkes zu wahren unb zu förbern, betrachte er als seine vornehmste Pflicht. Im aläubigen Vertrauen zum Führer, Reichskanzler Abolf Hitler, soll bas angefangene Werk geformt werben zum Segen der ganzen beut- schen Nation. Seine begeistert aufgenommene Rebe ließ er ausklingen in einem breifachen „Sieg-Heil!" auf ben Re^chspräsibenten unb ben Dolkskanzler. Im Anschluß baran intonierte bie SA.-Kapelle bas Horst-Weffel-Lieb, in bas bie Bevölkerung begeistert einstimmte. Hierauf marschierten bie braunen Kämpfer an bem Reichsstatthalter vorbei. Das NS.-Kraft- fahrkorps gab bem Reichsstatthalter bis an bie Schottener Kreisgrenze das Geleit.
pfingstreisenmitZestiagsrückfahrlarten
Von der Reichsbahndirektion Frankfurt wird und mitgeteilt:
Um das Reisen mit der Eisenbahn über Pfingsten zu verbiUigen, werden in der Zeit vom 1. bis 7. Juni sog. Festtags-Rückfahrkarten zu Eonn- tagskartenpreisen ausgegebcn. Diese Fahrkarten
sind also um ein Drittel billiger als die gewöhnlichen Fahrkarten. Sie gelten in der Zeit vom 1. bis 7. Juni unbeschränkt, d. h. man kann mit einer selchen Festtags-Rückfahrkarte an jedem beliebigen Tag die Hinreise wie auch die Rückreise vornehmen, nur muß a m 7. 3 u n i um 2 4 Uhr die Rückreise beendet sein. Di« Festtags- Rückfahrkarten gelten auch für Schnell- und Sil- züae. jedoch muß dann noch der tarifmäßige Zuschlag bezahlt werden. Wie au Ostern werden bie verbilligten Karten von jedem Bahnhof nach jedem Bahnhof der Deutschen Reichsbahn ausgegeben. Da da» Ausschreiben der Karten für Reise- wegc unb Ziele, für die gedruckte Fahrkarten nicht vorliegen, einige Zeit beansprucht, w rd empfohlen, sich diese Kartenschon einige Tag« vor dem b e a b s i ch t i g t en R e ise a n t ri t t zu lösen. Das für die Reisenden unbequeme Anstehen vor den Fahrkartenschaltern läßt sich dadurch vermeiden. Zu erhalten sind die Festtags- Rücksahrkarlen von allen Fahrkartenausgaben der Reichsbahn unb allen Stellen des Mitteleuropäischen Reisebüros.
Aus Der Prvvmzialbauptfiadt.
Boruotizcu.
— Tageskalender für Montag: Stabt- theater, 20 bis gegen 23 Uhr, „Schlageter" (geschloffene Vorstellung für die Militärvereine). — Zirkus Krone, Trieb, 20 Uhr, Eröffnungsvorstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Vielleicht bist du bas große Glück .. .*
— Aus bem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute abenb, 20 Uhr, geschlossen« Darstellung ber Arbeitsgemeinschaft ber Militärver- bänbe mit einer Aufführung bes Schauspiels „Schlageter" von Hanns I o h ft. — Dienstag, 30. Mai, erst- unb einmalige Aufführung des Eifen- bahnromans: „Die Nacht zum Donnerstag" von Leo Lenz. Spielleitung dieser interessanten Szenensolg« eines spannenden Kriminalstückes hat Karl Hehler. In ber weiblichen Hauptrolle gastiert unser früheres Mitglieb Alix K r a h m e r. Diese Erstausführung ist außer Abonnement und zu gewöhnlichen Preisen. Vorletzte Gelegenheit zur Einlösung von Gutscheinen. Anfang 20 Uhr; Ende 22 Uhr. — Am Mitt- wach, 31. Mai, findet die letzte Abonnementsvor- fteUung im Mittwoch-Abonnement statt. Zur Aufführung kommt als letzte Vorstellung ber Spielzeit 1932/33 bas beutsche Schauspiel: „Schlageter" von Hanns Johlt unter der Spielleitung bes Intendanten Dr. Rolf Prascd. Zugleich bildet diese letzte Vorstellung auch den Abschiedsabend für den scheidenden Intendanten Dr. P r a s ch. Aus diesem Anlaß sindet im Anschluß an die Vorstellung eine kurze, ösfent- liche Abschiedskundgebung auf der Bühne statt. Auf besonderen Wunsch Dr. Praschs ist bie Feier nur in schlichtem Rahmen geplant.
Frankfurter Schlachtvichinarkt.
Frankfurt a. M., 29. Mai. Auftrieb: 1225 Rinder, darunter 252 Ochsen, 61 Dullen, 425 Kühe, 336 Färsen, ferner 1946 Kälber, 21 Schafe, 5666 Schweine. Es wurden notiert: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten SchlachtwertS (jüngere) 30 bis 33 Mk.» (ältere) 26 bis 29. sonstige vollfleischige (jüngere) 21 bis 25; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 26 bis 20, sonstige vollfleischige oder auSgemästete 22 bis 25; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 25 bi- 27, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 21 bis 24, fleischige 17 bis 20, gering genährte 12 bis 16; Färsen (Kalbinnen, 3ungrinöer): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 30 bis 33, vollfleischige 27 bis 29. fleischige 21 bis 26. — Kälber: beste Mast- und Saugkälb.'r 37 bis 41, mittlere Mast- und Saugkälber 32 bis 36, geringe Kälber 25 bis 31. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 33 bis 35, von etwa 20) bis 240 Pfund 32 bis 35, von etwa 160 bis 200 Pfund 30 bis 34, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 30 bis 33 Mk- — Marktverlauf: Rinder ruhig, ausverkauft; Kälber schleppend; Schafe mittelmäßig, geräumt; Schweine schleppend, fieberst and.
Wettervoraussage.
Vorhersage für Dienstag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, mäßig warm, noch einzelne Schauer.
Vorhersage für Mittwoch: Noch kein beständiges Wetter.
Lufttemperaturen am 28. Mai: mittags 18,5 Grad Celsius, abends 13,5 Grad; am 29. Mai: morgens 11,4 Grad. Maximum 19,0 Grad, Minimum 10,5 Grad. Niederschläge 4,2 mm. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. Mai: abends 19,2 Grad, am 29. Mai: morgens 13,4 Grad Celsius. — Sonnen- fcheindauer 9 Stunden.
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