Ausgabe 
29.3.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

13 *n ötil oberbjn. oon Verchier. LlJ «'gen. hin Wochenende.

ieder des Stadt- n §i!cher und auch aus Herrn ochen dem Stadt- m Bericht vom stützt und Land' e,Firma Heinrich mdel zeigt, ferner n der Ausstellung

le Tiehen. Man veranstaltete die einen Llternnach- ernste Gedichte zu de neben heiteren llachttvachter" von n der Anstalt mit schliehend sand ein den Bäumen der Die Beranstaltung ch besucht und sehr e, das Berhältnis e enger zu gestalten

agen.

abt

sorgfältigste lüd« tandschchtMd.das zgericht aus bietet m Hangelstein u|tt>.) n einiges reizvoller iu8 diesem Grunde i hoch weiden. So der Stadt bis zum deslust ein Haltiger

Ebereschen sollen

ill man den A u s >rt geschossen werden ch hier wird man ittersläche der Land- Da die Schule von benützt werden sol^ iche vor der Schm Id äußerlich vervoll- bre in den Ti-^er Aich am Deg ju >ntfernt wcrden.ve'l ' ;n der Enlw^lung andvirtschastlich be- Saummatenaf.

und Unterhaltung 5 im stadvschm m« «*ys

a.^ Friedhof

^*1 iiW*1'

I <'«' "Lg «ierltls Sm«6 *

OH

[In plan»'" A-rSi S?2S:

in.

ussage- s tf

Ä, *

Obecheffen.

Zu Ehrenbürgern ernannt,

Eberstadt, 28. März. Durch einstimmigen Beschluß des h esigen Gemeinderats wurden Herr Reichspräsident von Hindenburg, Herr Reichskanzler Adolf Hitler und der Herr Staatspräsident Dr. Werner zu Ehren- bürgern der Gemeinde Eberstadt ernannt. Außerdem wurde die Umbenennung einer Straße in Adolf-Hitler-Etraße beschlossen.

Geländespiel derHafsia^Zugend.

is. Steinbach, 28.März. DaS am vorigen Sonntag abgehaltene Geländespiel der H a ssi a" - 2 u g e n d fand seinen ÄuSgang süd­lich von Steinbach. Die rote Partei, bestehend aus den Bezirken Gießen, Grünberg und Alsfeld, bezog ein biwackmäßiges Lager mit Abkochen auf einem Berge in unserer Gemarkung, dem sog. Hohenstein. Bei herrlichstem Frühlingswetter hatten sich viele Einwohner von Steinbach und Umgebung eingefunden, so daß sich hier ein reges Leben entwickelte. Die hiesige Stahlhelmlapelle unter Leitung von Herrn Schleuse gab ein Konzert. Auf der Anhöhe wehte die schwavtz- wcißrote Fahne am hohen Mast. Iugendabtei- lungsführer S e r t h von Steinbach hielt eine Ansprache über Zweck und Ziel der Hassiajugend, woraus das Deutschlandlied von allen Anwesen­den gesungen wurde. Um 15 Uhr erfolgte der Abmarsch, voran die Musik, anschließend die Ju­gend und alle Zuschauer in gemeinschaftlichem Zuge nach Steinbach.

Gtahlhelm»Au marsch in Alsfeld.

AlSfeld, 28 März. Arn Samstag. 1. und Sonntag. 2. April, veranstaltet der Gau Hes­sen - Nord des Stahlhelm einen Auf­marsch in AlSfeld. Die Veranstaltung i nimmt am Samstagnachmittag mit einem Füh­re r a p p e l l ihren Anfang. Am Sonntag sind nach dem Kirchgang beider Konfessionen in der Hauptsache Wehrsportübungen besonderer Wchrsportableilungen vorgcs.hen. 3m Laufe des Tages trifft der bekannte Ozeanflieger Kamerad Hauptmann Köhl in Alsfeld ein. bei günstiger Witterung mit dem Flugzeug. Rach den Uebun- gen marschieren am Abend die Fahnengruppen in den großen Saal des Deutschen Hauses ein. Anschließend spricht Hauptmann Köhl über seinen Ozeanflug.

Landkreis Gießen.

is. Steinbach, 29. März. Die unter Leitung von Fräulein S t r a ck, Gießen, stehende Hand­arbeitsschule hatte am vorigen Sonntag hier zum ersten Male die Einwohner zur Be­sichtigung ihrer Arbeiten eingeladen. Was da auf dem Rathaus ausgestellt war, gab Zeugnis von sachlicher und vorbildlicher Arbeit. Den Schü- lern und besonders der Lehrerin Fräulein S t r a ck wurde lobende Anerkennung ausge­sprochen. Fürstl. Rottmeister i. R. Heinrich Keßler I., der älteste Einwohner unserer Ge­meinde, feiert am Freitag, 31. März, seinen 9 0. Geburtstag. Am 1. Juni d. 3. hofft er mit seiner Gattin, die im 86. Lebensjahre steht, das seltene Fest der eisernen Hochzeit zu feiern.

gd. Großen. Buseck, 21. März. Gestern fand im Saale des Gastwirts Wagner ein Kon­zert statt, ausgcführt von ehemaligen Militär­musikern unter Leitung von Musikmeister A. Schleuse. Sowohl die im ersten Teil gebotene Streichmusik, wie die nachher folgende Blas­musik erntete mit Recht stürmischen Beifall, denn eine bessere Musik haben wir hier noch nicht zu hören bekommen. Solist Heuser bewährte sich mit seinemCapriccio" und einer stürmisch ge­forderten Zugabe als hervorragender Violin­spieler, der nicht nur Über eine glänzende Tech­nik verfügt sondern es auch versteht, den geisti­gen 3nhalt der schwierigen Komposition zum Ausdruck zu bringen.

H Lollar, 28. März. Am Montag wurde Altveteran Christian Diehl 86 3ahre alt. Er ist zweitältestcr männlicher Einwohner und als Kriegsteilnehmer von 1870/71 einziger noch lebender Altveteran unseres Ortes. Er hat im ehemaligen 3. Hess. 3nf.-Dgt. Rr. 117 gedient. Seit 11. Februar 1868 ist er Mitglied bzw. Ehren­mitglied des Veteranen- und Kriegervereins Lol­lar. 3n früheren 3ahren hat der 3ubilar aus Veranlassung des hiesigen Kriegervereins als Ehrungen das Bild des Großherzogs von Hessen und des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg mit eigenhändigen Llnterschrif- ten erholtem

Kreis Alsfeld

H Alsfeld, 27. März. Auf Einladung der hiesigen Dürergesellschaft sprach im Phy­siksaal der Oberrealschule Tlniversitätsprosessor D.

Bornkamm, Gießen, über den Philosophen 3alob B.hme. 3n tiefgründigen, fesselnden Aus­führungen legte der Gießener Theologe die Grund­züge und die Bedeutung der B.hmeschen Philo­sophie bot. die noch im Zeitalter der Romantik ton sta ler Wirkung war QUit Liefern Vortrag hat die Dürergesellschaft ihr Winterprogramm been­det. Die auf hoher geistiger Warte stehenden Vor­träge, die vorwiegend von Professoren der Hessi­schen LandeSuniversität abgcbilten werden, stellen der Leitung der Dürergesellschaft das beste Zeug­nis aus und sind in unserer Stadt für das geistige Leben von hoher Bedeutung.

Beurlaubungen bei der Offenbacher Stadtverwaltung

WER. Offenbach a. M., 28. März. Aus Anordnung des hessischen 3nnenmin.sters wur­den bei der Offenbacher Stadtverwaltung bis zur endgült gen Entscheidung beurlaubt: Oberbürgermeister Granzin. Verwaltungs­direktor R e i n i ck e . die Beigeordneten Bürger­meister Rech und Dr. Aull, sowie der Vor­sitzende des Aeltestenrates, der frühere Direktor des Offenbacher Arbeitsamtes. Z s ch e ch. Zum kommissarischen Oberbürgermeister wurde ernannt Regierungsrat S ch ö n h a l s von der Landes­kriminalpolizei Darmstadt (f übe: Finanzamt Offenbach'. Zum un'e'oldcten Beigeordneten wurde Gustav Lang-Ls enbach ernannt.

Beamte und Warn'w rt'cbast.

Die im Landeskartell Hessen des Deutschen Beamtenbundes zusammenLe- schlossenen Verbände der Reichs-. Staats- und Ge- mcindebeamten rücken - wie uns von dem Lan- deskartell mitgeteilt wird nachdrücklich ab von sämtlichen Beamten-Wi. t chaftkuitem hmungen. Sie verurteilen aufs schärfste den Waren- ver trieb und denSchleichhandel" in den Dienststellen und Behörden und fordern so­fortige restlose Einstellung. Die (Beamten» Organisationen haben auch nichts zu tun mit den Unternehmungen des Deutschen Beamten-Wirt- schastsbundes Wo noch Verbindungen dorthin be­stehen sollten, müssen sie gelöst werden. Aus­genommen sind hierbei die CBeamtenban- f e n und die Versicherungseinrichtun­gen. Das Landeskartell hat seine sämtlichen Kreis- und Ortskartelle im ganzen Lande aufge» fordert, etwa noch bestehende örtliche Deamten- Wa envcrsorgungsst.llen, Bezugsgenossenschaslen, Konsumvereine und dergleichen unverzüglich auf­zulösen und die Mitglieder anzuweisen, ihren Be­darf bei dem schwer notleidenden Mittelstand und dem Einzelhandel zu decken. Der Landeskartell­vorsitzende. Dr. C l a ß, hat gestern beim Empfang im Staatsministerium dem Herrn Staatsprä­sidenten und Herrn Staatsminister Dr. Mül­ler dahingehende bindende Erklärungen abgege­ben, die hiermit in der Öffentlichkeit wiederholt werden.

Oie Strafanträge im Darmstädter Volksbankprozeß. WSR. Darmstadt, 28. März. 3n der heu­tigen Sitzung des Volksbank-Prozesses hielt der Vertreter der Anklage, Staatsanwalt Dr. Katz, seine Anklagerede. Unter Zusammen­ziehung der verschiedenen Einzelanträge stellte er folgenden Gesamtstrafantrag: Gegen den früheren Direktor Becker ein 3ahr acht Mo­nate Gefängnis und 170 Mk. Geldstrafe, gegen Direktor Habicht drei Monate Gefängnis und 80 Mk. Geldstrafe, gegen den Auffichtsratsvor- sitzenden R o h l neun Monate Gefängnis und 1300 Mk. Geldstrafe, gegen die Aufsichtsratsmit- glieber P a e ch fünf Monate Gefängnis und 800 Mark Geldstrafe, Werner drei Monate und drei Wochen Gefängnis und 675 Mk. Geldstrafe, Emmerich drei Monate zwei Wochen Gefäng­nis und 475 Mk. Geldstrafe, Kalbfleisch an Stelle von zwei Monaten Oefär g is 600 Mk. und weitere 700 Mk. Geldstrafe, Mayer an Stelle von einem Monat Gefängnis 300 Mk. und wei­tere 520 Mk. Geldstrafe, Schneider an Stelle von einem Monat Gefängnis 600 Mk. und außer­dem 380 Mk Geldstrafe, Klump an Stelle von zwei Monaten Gefängnis 600 Mk. und weitere 550 Mk. Geldstrafe. Die Plädoyers der Verteidi­ger beginnen am Donnerstag.

Oer Marburger Oberbürgermeister beurlaubt.

Marburg 28. März. (WSN.) Die nativ- nalfozialistische Stadtverordneten­fraktion hat die Teilnahme an der für heute nachmittag angcsehten ersten Stadtverord­netensitz ung abgelehnt. Die Kreisleitung der RSDAP. g.bt dazu folgende Erklärung

ArS schwerwiegenden Differenzen zwischen Ober­bürgermeister Muller und der nationaisozia- listi chcn Bewegung ist es den Marburger natio­nalsozialistischen Stadtverordneten nicht möglich, auch nur in irgendeiner Beziehung mit dem der­zeit g n S.a t be.Haupt zusammenzuarbeiten Die Ratianalsoz a.iften, die feit 3ahren in schärf­ster Opposition zum Oberbürger­meister Müller gestanden haben, m sicn es ablehnen, sich heute von ihm zum Wohle der Stad' ^Pflichten zu lassen. Darüber hin- a s ve t itt die nationalsozialistische Fraktion die Au fu,. ,.g, daß sie das Vertrauen, das der weit überwiegende Teil der Marburger Bevölke­rung in sie seht, nicht rechtfertigen würde, wenn die Rotionalsozialisten auch nur einen Tag oder eine Stunde mit dem Oberbürgermeister Müller zusammenarbeiken."

Oberbürgermeister Müller hat heute mittag einen Urlaub angetreten, der ihm vom Re­gierungspräsidenten bewilligt wurde.

Große Strafkammer Gießen.

Gießen, 28. März Als am 2. März d. I. ein am Postamt Lauterbach beschäftigter Posthelfer mit seinem Rad auf der Straße Dirlammen Lau­terbach fuhr, kam plötzlich aus einem Tannenwäld­chen ein maskierter Mann heraus, hielt ihm einen Revolver vor und rief .Hände hoch! Geld her!" Der Pofthelfer rief um Hilfe und versuchte auf sei­nem Fahrrad zu entkommen, kam aber gleich zu Fall, so daß er vgp dem Räuber eingeholt wurde. Es kam zu einem kurzen Handgemenge, in dessen Verlauf es dem Posthelfer gelang, dem Angreifer den Stock abzunehmen und ihn in die Flucht zu schlagen. Der Verdacht fiel auf einen heute ange­klagten jungen Mann, einen Maler und Schindler aus Salzschlirf Dieser wurde bei der Gegenüber­stellung von dem Ueberfallenen wledererkannt. Bei der Durchsuchung sand sich in seiner Wohnung ein

gestreiftes Stück Tuch, in das die In der Nähe de, Tatorts gefundene Gesichtsmaske genau paßte. Darauf gab er die Tat zu. Heute hotte er sich wegen versuchten Straßenraubs zu verantwor« tcn. Nach dem Gutachten des Gerichtsarztes ist er voll zurechnungsfähig. .Er stellt sich dümmer, als er ist. Das Urteil lautete unter Annahme mildernder Umstände, die in der Jugend des Angeklagten, sei­ner Unbestraftheit und in der Totsache gesunden wurden, daß fein Schoden entstanden ist, onder- eits aber auch mit Rücksicht auf die Notwendigkeit »er Abschreckung, do die Uebcrfälle auf Postboten ich erschreckend vermehrt hoben, auf ein Jahr zehn Monate Gefängnis.

In zwei weiteren Fallen verhandelte die Straf­kammer als Berufungsinstanz. Ein Arbeiter aus Bad-Nauheim, der wegen Rückfalldiebstahls zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war, erzielte auf feine Berufung Freisprechung, obwohl sehr großer Verdacht gegen ihn bestehen blieb. Es wurde ihm zur Last gelegt, einen Guten» erpel aus einem verschlossenen Garten gestohlen zu haben. Der Beweis war darin gesehen worden, daß in feinem House eine Entengurgel und eine Enten­feder gefunden worden waren. Er behauptete, es handle sich um einen Racheakt politischer Feinde. Da immerhin ein gewisser Zweifel möglich war, zumal der Sachverständige die, wenn auch entfernte Möglichkeit zugob. daß die gefundene Feder eine Gänsefeder war, wurde das Urteil dos Bezirksschöf­fengerichts aufgehoben.

Gleichfalls aufgehoben wurde ein Urteil des genannten Gerichts, durch das ein Schuhmacher wegen fahrlässigen Falscheids zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden war Er hatte bei der Leistung des Offenbarungseides seinen An­teil an einem von feinem Vater hinterlassenen Grundstück verschwiegen Seine Behauptung, er Hobe geglaubt, dos Grundstück gehöre feiner Mutter allein, die es auch stets bewirtschaftet habe, konnte nicht widerlegt werden

Wirtschaft.

(Siebener ZrühfahrSpferdemarkt.

Unter starker Anteilnahme der städtischen und der ländlichen Bevölkerung fand freute morgen der Gießener Frühjahrspferdemarkt statt. Aufgetrieben waren 217 Pferde und 34 Fohlen. Gute schwere Pferde kosteten bis zu 1200 Mark. Mittlere Qualitäten wurden mit 700 bis 900 Mark gehandelt: leichtere Pferde wurden mit 500 bis 700 Mark bezahlt. Der Handel vollzog sich anfänglich sehr schleppend, wurde später etwas reger, ohne jedoch größeres Ausmaß anzunehmen.

Mit dem Pferdemarkt war auch diesmal wieder eine Prämiierung verbunden, über deren Er­gebnisse wir noch berichten werden. Eine weitere Ausgestaltung erfuhr der Pferdemarkt durch mu­sikalische Darbietungen, sowie durch die Veran­staltung eines interessanten Reitturniers.

Berlin flau.

Berlin, 29. März. (WTB. Funkspruch.) 3m Zusammenhang mit dem bevorstehenden Monats­ende erfolgten heute zu Beginn des offiziellen Verkehrs an verschiedenen Märkten noch einige Verkäufe. Auf der anderen Seite war die llnter- nehmungslust aus dem gleichen Grunde nur recht klein. So kam es, daß die Anfangsnotierungen häufig 1 bis 3 Prozent, in einigen Fällen bis zu 4,5 Prozent unter dem gestrigen Schluß lagen. 3m Verlaufe zeigte es sich, daß die Glattstellun- gen zu Ende waren, und sofort trat auf dem er­mäßigten Niveau wieder Nachfrage hervor. Pressemeldungen über neue Auslandaufträge, so­wie das festere Neuyork regten an. Unter Füh­rung von Siemens, die 4,5 Prozent anxogen, Schubert & Salzer, die sich um 3 5 Prozent besser­ten und BMW., die weitere 2 Prozent gewannen wurde es allgemein fester. Die Besserungen gegen den Anfang gingen im Durchschnitt bis zu 1 Prozent, verschiedentlich bis zu 2,5 Prozent.

Deutsche Anleihen eröffneten schwächer, Alt- besih verloren 1,45 Proz., Neubesih 65 Pfennig. 3m Verlaufe wurde auch an diesem Markte die Hälfte der Verluste wieder hereingeholt. Reichs­schuldbuchforderungen zogen nach l,5prozentiger schwächerer Eröffnung um 1 Prozent an. Am Rentenmarkt dürften Die Kassakurse ebenfalls nicht fo niedrig werden, wie man dies zunächst ange­nommen hatte. Ausländer lagen ruhig, 5prozent. Mexikaner und 5proz. (Rumänen sowie 4prozentige Türken verloren je etwa 30 Pfennig.

Der Geldmarkt lag weiter steif. Der Satz für Tagesgeld zog auf 4,75 Proz. an, vereinzelt wurde noch 4,63 Proz. bezahlt. Privatdiskonten waren weiter angeboten. Die Umsahtätigkeit in Reichs­wechseln und Reichsschahanweisungen zu den alten Terminen war weiterhin kleine

$ranffurf schwach.

Frankfurt a. M., 29. März. (WTB. Draht­meldung.) Die Rückbewegung der Kurse setzte sich zu Beginn der heutigen Mittagsbörse fort. Die Notwendigkeit zu Bereitstellungen für die besonderen Ansprüche des Frühjahrsultimo führten zu stärkerem Angebot, dem nur eine ge­ringe Aufnahmefähigkeit gegenüberstand. Eine gewisse Rolle bei der Gestaltung der Kursentwick­lung mögen auch wirtschaftliche Besorgnisse für die näch te Zeit gespielt haben, die durch die rasche Beilegung des braunschweigischen Zwi­schenfalls nicht völlig aufgehoben werden konn­ten.

Neben Abgaben der Spekulation drückte auch größeres Angebot des Publikums auf die Märkte, und zwar dergestalt, daß wiederholt Minus-Mi­nus-Zeichen an den Mallertafeln erschienen. Es handelt sich hierbei um Scheideanstalt, Zement Heidelberg und ßaurafrütte. Letztere tarnen schließ­lich 2,50 Prozent niedriger $ur Notiz. 3m übri­gen erreichten die Kursrückgänge allgemein nicht Das Ausmaß des Vortages, sie betrugen im Durchschnitt etwa 1,50 Prozent. Verstärkter Kurs­druck bestand am Elektromarkt mit Rückgängen bis zu 3,50 Prozent. Der Montanmarkt wies Ab­schwächungen bis zu 2,50 Prozent auf. Relativ widerstandsfähig lagen aber Phönix und Stahl­verein. Von Spezialwerten fiel besonders der Verlust von 3G. um 3,50 Prozent auf. Andere chemische Werte gaben bis zu 1 Prozent nach. Schiffahrts» und Derkehrswerte, sowie Reichs­bankanteile gingen von 0,25 bis 0,75 Prozent zu­rück. Schwach eröffneten noch Zellstoff Waldhof mit minus 3 Prozent und Gebr. 3unghans mit minus 1,50 Prozent. Altbesih und späte Reichs­schuldbuchforderungen verloren bis zu 1,50 Proz., Neubesitz 1 Prozent und Schutzgebiete etwa 0,39 Prozent. Von 3ndustrieobligationen gingen Stahlvereinbonds um 1,25 Prozent zurück. Auch Reichsbahnvorzugsaktien ließen um weitere 0,50 Prozent nach.

Am Pfandbriefmarty bestand neues An- aebot, so daß Rückgänge bis zu 1,50 o. H. eintraten. Eine Ausnahme machten die Werte der Preußischen Landespfandbriefanstalt, die trotz Angebot unver­ändert blieben. Stark angeboten waren Stadtan- leihen, die bis zu durchschnittlich 3 v. H. nachgaben. Auch Staatsrenten wiesen meist Abschwächungen auf, ebenso Jndustrieobligationen. Von fremden Werten gingen Zolltürken um 0,25 v. H. zurück, während Goldmexikaner unverändert blieben.

Im Verlaufe trat zunächst eine leichte Erholung ein, bei IG.-Farben mit plus 1,50 o. H., Siemens plus 2 v. H. und Stahlverein plus 1 v. H. Später bröckelten die Kurse meist wieder ab.

m m Rj

B & Ul T II

IHRE DAUERNDE ZUFRIEDENHEIT

Auf den Automobilkäufer pras­selt eine Fülle von Schlagworten nieder. Da gilt es, den Blick für das Wesentliche zu behalten. Es kommt lediglich darauf an, was ein Wagen bietet, leistet und

kostet, ob seine Konstruktion umfassend erprobt ist und sich bei den tausendfältigen Möglichkeiten der Praxis bewährt hat.

Wenn Schlagworte auf Sie eindringen: Nur ruhig Blut! Der praktische

Beweis gilt mehr. Je besser Sie sich auf Automobile verstehen, desto größer wird bei einer unverbindlichen Opel - Probefahrt Ihre Freude über die hervorragende Leistungsfähigkeit, die unübertroffene Sicher­heit und Zuverlässigkeit und den vorbildlichen Fahrkomfort sein. Sie werden mit Genugtuung erkennen, wieviel Sie heute für Ihr gutes Geld bekommen können. Sie werden sich überlegen, wofür Sie eigentlich mehfl ausgeben sollen, wenn ein Opel Ihnen doch alles praktisch Wertvolle, Nützliche und Angenehme bietet.

0 P E L

LITER 4 ZYLINDER AB RM 1890 1,2 LITER 4 ZYLINDER AB RM 2190 1,8 LITER 6 ZYLINDER AB RM 2695 REGENT MODELLE AB RM 2890 Preise ab Werk Rüsselsheim am Mair» Die günstigen Bedingungen der Allgemeinen Finanzierung« G.m.b.H. und der Opel Automobil Versicherung» A G. erleichtern Ihnen Anschaffung und Betrieb «o,ssE^Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m. b.H. Telephon Nr. 2847.