Ausgabe 
28.12.1933 Zweites Blatt
 
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** Ausfall von Perfonenzü

gen zwi - Vom Bahn-

Zur

Obecheffen

Gedenket der hungernden Vögel!

im

Sonnwendfeiern der Mr-Jugend

Am

uns voran" wurde die schlichte Feier

be­

endet.

Gefolgschaft Gröningen.

Auf

am

Preußen

für hat, einmal einen Theater-Agenten

Freie evangelische Pfarr st eilen. Wiederbesetzung wurden ausgeschrieben die

Gefolgschaft Garbenteich.

Samstagabend flammte auf einer in der

Opfersinn - Kameradschaftssinn.

Das erste Weihnachtsfest im neuen Reich beging der Sturm 7/M 147 Gießen mit einer Weih­nachtsbescherung, die am Samstagnachmittag im Sturmlokal unter Leitung des mit der Führung des Sturms beauftragten Kamerad B e h n e einigen Sturmkameraden und 37 von der Stadt Gießen namhaft gemachten armen Kindern bereitet wurde. Kam. Kocherbeck leitete die schöne Feier mit einem Musikstück ein. Anschließend wurde beim

14 Uhr das bekannte Grimmsche Mär<enAschen- brödel" als Märchentonfilm im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, zur Aufführung.

Besetzung fallen ab 2. Januar 1934 die Personen­züge Nr. 788 W Lollar ab 22.58, Gießen an 23.08, ab 23.12, Lang-Göns an 23.24 Uhr und 789 W Lang-Göns ab 23.37, Gießen an 23.49 Uhr zwischen Gießen und Lang-Göns und umgekehrt aus.

** Eine Ehrung von Hausange st ell- t e n plant der Alice-Frauenverein vom Roten Kreuz 3U Ostern nächsten Jahres. Man beachte die heutige Anzeige.

schenGießenundLang-Göns.

Hof Gießen wird uns mitgeteilt: Wegen schlechter

** Evangelische Pfarrpersonalien. Durch die Kirchenregierung wurden Pfarrer Adolf D ärmer zu Rockenberg aus sein Nachsuchen von der Uebernahme der ihm übertragenen Pfarrstelle zu Queckborn, Dekanat Grünberg, und Pfarrer Ju­lius Diefenbach zu Eudorf auf sein Nachsuchen von dem Amt des Dekanstelloertreters des Deka­nats Alsfeld unter Anerkennung seiner treuen Dienste entbunden. Aus dem Dienst der Hessischen Landeskirche schied aus: Pfarrverwalter Rudolf Scheuer-Grünberg, aus Gießen stammend.

an das großdeutsche Reich. Er gedachte der Besten der Nation, die durch ihren fanatischen Glauben und ihr Sterben diese Morgenröte herbeigeführt haben, aber beute die Früchte ihrer Arbeit nicht mehr ernten können. Er ermahnte seine Kameraden, diesen nachzueifern, um das begonnene Werk rest­los zu Ende zu führen.

Gefolgschaft Ock».

Am 21. Dezember versammelte sich die gesamte Hitlerjugend der Gefolgschaft Lich mitsamt dem Jungvolk, um auf dem Erlesberg in der Nähe von

Gemarkung Garbenteich gelegenen Anhöhe gegen 21 Uhr ein großes Sonnenwendfeuer auf, zu dem sich die gesamte Hitlerjugend eingefunden hatte. Kurze Ansprachen, Gedichte, von einzelnen Hitler- Jungen vorgetragen, und Lieder umrahmten die schlichte Feier. Geff. Buß hielt die Weiherede. Er wies auf die Bedeutung der Sonnenwende hin und ermahnte die Jungen, dem Geiste und dem Glauben unseres Führers nachzueifern, um das begonnene Werk zu vollenden. Mit dem LiedUnsere Fahne flattert

stände der deutschen Rechts chreibu na". Nach Erledigung des geschäftlichen Teils durch Be­zirksobmann K a l b e r l a h wurde die letzte Konfe­renz des Jahres 1933 im NSLB. mit dem Horst- Weisel-Lied und einemSieg-Heil!" auf den Füh­rer geschlossen. Im Saale des GasthausesZum Löwen" fand eine gut besuchte Versammlung der NSDAP, statt. Nachdem Organisationsleiter Schröder einige organisatorische Fragen erledigt hatte, kamen die einzelnen Abteilungsleiter, die Führer der Fachschaften und Untergliederungen nacheinander zu Wort, um über die Arbeit der ver- vergangenen drei Monate, sowie über die künftigen Maßnahmen Bericht zu erstatten. Ortsgruppenleiter Klein (Gedern) sprach über die außenpolitische Lage, ferner über Innenpolitik, Steuerwesen, Erb­hofrecht usw. Gemeinderatsmitglied Hch. Erk gab Aufschluß über die Kommunalpolitik in Gedern. Aus seinen Ausführungen war zu ersehen, daß die seit Mai durchgeführten Sparmaßnahmen, sowie der mit Erfolg durchgeführte Angriff gegen die Arbeitslosigkeit eine wesentliche Entlastung der Oe» meindefinanzen herbeigeführt haben.

. der Höhe von Grüningen leuchteten .....

Samstagabend die Flammenzeichen der HI. zur Wintersonnenwende auf. Ein Feuer der Freude, der Freude darüber, daß die unheilvolle Nacht und die graue Finsternis sowohl in der Natur, als auch in den Herzen der noch verzagten Volksgenossen mit dem Tag der Sonnenwende weichen muß. Nach dem Gesang des LiedesFlamme empor" ergriff Gefolgschaftsführer Buß das Wort. Er sprach von der hoffnungslosen Niedergeschlagenheit, die nun endlich überwunden sei, dem strahlenden Morgen­rot, dem Glauben an Deutschland, dem Glauben

Kerzenschein des Tannenbaums gemeinsam das Lied Stille Nacht, heilige Nacht" gesungen. Sturmführer Dehne wies dann in einer kurzen Ansprache auf den Sinn dieser ersten Weihnacht im neuen Reich und auf die Opferfreude der Sturmkameraden zum Gelingen dieser Weihnachtsbescherung hin. Die Be­reitschaft zum Helsen und zum Lindern der Not, der Wille zizrn Freudeschaffen habe die Sturmkameraden zu dieser Feier veranlaßt. Sie hätten damit bekundet, daß sie Nationalsozialisten sind, die sich im Geiste des ' Führers bemühten, die kleinen, hilfsbedürftigen deut­schen Volksgenossen die Weihnacht 1933 mit Freude miterleben zu lassen. Nach dem Gesang des Weih­nachtsliedesO du fröhliche, o du selige" trugen einige Mädels hübsche Weihnachtsgedichte vor. Dann folgte die Gabenoerteilung, bei der die Kinder voll Freude und mit leuchtenden Augen ihre Weihnachts- paketchen in Empfang nahmen. Von mancher mit- gekommenen Mutter wurde erklärt, daß sie ihren Kindern feit langer Zeit eine solche Freude wie in dieser Feierstunde nicht habe bereiten können: manche Mutter war vor Freude zu Tränen ge­rührt. Der Sturm 7 M 147 kann mit froher Genug­tuung auf diese schöne deutsche Weihnacht 1933 zu- rückblicken.

Oie Verschrottung der steuerfrei ersetzten Maschinen.

In Ausführung des Gesetzes über Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen ist die Verschrottung alter Gegenstände durch eine Durchführungsverordnung vom 13. Dezember 1933, die sogenannte Verschrot- tungsDerorbnung, geregelt. Grundsätzlich müssen die alten Gegenstände außer Betrieb gesetzt und ver­nichtet oder verschrottet werden. Eine Außerbetrieb­setzung und Vernichtung oder Verschrottung ist nicht erforderlich, wenn der Steuerpflichtige den alten Gegenstand im Betrieb als Aushilfsgegenstand be­läßt, um ihn in Notfällen einzusetzen. Die Belassung der alten Gegenstände im Betrieb als Aushilfe­gegenstand muß dem Finanzamt angezeigt werden. Werden die alten Gegenstände nicht im Betrieb belassen, sondern außer Betrieb gesetzt, so kann sie der Steuerpflichtige entweder selbst vernichten, ober er muß sie an einen vorn Reichswirtschafts­ministerium zugelassenen unb ber FachschaftDeut­scher Schrottverbanb" angehörigen Schrotthänbler zur Verschrottung veräußern. Die Liste ber zuge­lassenen Schrotthändler wird demnächst imReichs­anzeiger" veröffentlicht werden. Die Vernichtung der alten Gegenstände durch den Steuerpflichtigen und ebenso die Veräußerung an den Schrotthändler muß dem Finanzamt gemeldet werden. Der Mel­dung über die Veräußerung alter Gegenstände an den Schrotthändler muß eine Verschrottungserklä­rung des Schrotthändlers beigefügt werden.

Die Anzeigen an das Finanzamt müssen inner­halb bestimmter Fristen erstattet werden, und zwar die Anzeige über die Belassung alter Gegenstände im Betrieb als Aushilfegegenstände und die Am zeige über die Vernichtung alter Gegenstände inner­halb einer Woche nach Inbetriebnahme des neuen Gegenstandes, die Anzeige über Veräußerung alter Gegenstände zur Verfchrottung an Schrotthändler spätestens eine Woche nach der Veräußerung. Für die Fälle, in denen die Inbetriebnahme des neuen Gegenstandes vor dem 20. Dezember 1933 erfolgt ist, müssen die Erklärungen bis zum 31. Januar 1934 abgeaeben werden Soweit Gegenstände vor dem 20. Dezember 1933 zum Zwecke der Ver­schrottung veräußert worden sind, genügt Glaub­haftmachung, und zwar muß die Verschrottung in diesen Fällen bis zum 15. Februar 1934 glaubhaft gemacht werden. Die erforderlichen Anzeigenformu­lare werben von den Finanzämtern kostenlos ab­gegeben.

Gießener Wochcnmarktpreise.

Gießen, 28. Dez. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,50 Mark, Landbutter 1,30 bis 1,40, Kochbutter 1,15 bis 1,20, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier (inlänbische) 14 bis 15, Wirsing, bas Pfund 15 bis 20, Weißkraut 10, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 10, Spinat 25 bis 30, Unter-Kohlrabi 8, Grünkohl 20, Rosenkohl 30 bis 35, Feldsalat 1, bis 1,20 Mark, Meer- rettich 40 bis 50 Pf., Schwarzwurzeln 25 bis 30, Aepfel 15 bis 20, Birnen 12 bis 15, junge Hähne 70 bis 75, Suppenhühner 60 bis 65, Gänse 65 bis 75, Blumenkob', bas Stück 35 bis 50, Enbivien 8 bis 15, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 25.

Bornotizcn.

Tageskalenber für Donnerstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Fräulein Hofsmanns Erzählungen". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: Abenteuer in zwei Erbteilen".

Aus bem Stabttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen Freitag, 29. Dezember, 20 Uhr, als 12. Vorstellung im Freitag-Abonne- ment die Erfolgsoperette:Anneliese von Dessau" von Keßler-Winterberg. Spielleitung Hub; musi­kalische Leitung Kapellmeister Cuj§: Tanzregie Hannah Spohr. Operettenpreise. Spieldauer von 20 bis 23 Uhr Samstag, 30. Dezember, von 15 bis 17.30 Uhr. das luftige MärchenspielSchnee- Weibchen und Rosenrot" von Stelter: Spielleitung Karl D o l ck. Kleine Preise von 0,30 bis 1,50 Mark.

Aschenbr.öde l" im Lichtspielhaus. Am Samstag und am Sonntag gelangt jeweils um

evangelische Pfarrstelle zu Geiß-Nidda, Dekanat Nidda: wiederholt: die II. evangelische Pfarrstelle zu Alzey, Dekanat Alzey: die evangelische Psarrstelle zu Eppelsheim, Dekanat Alzey.

bergs aus drei Herzen bestehe, welche von einem Mittelpunkt ausgingen und trotz ihrer verschiedenen Richtung doch immer nach einem Mittelpunkt hin- zielten.

ck. Bieber, 26. Dez. Dieser Tage hielten hier im Saalbau Scherer die NSDAP, und die N S B O. ihre Mitgliederversammlungab, zu der auch der stellvertretende Kreisleiter Pg. H a u s (Wetzlar) erschienen war. Der stellvertretende Kreisleiter sprach zunächst über die Arbeitsfront und betonte, baß jebes NSBO.-Mitglied ber Deutschen Arbeitsfront angehören müsse. Die hiesigen Müller seien verpflichtet, sich ber Deutschen Arbeitsfront, ober ber NS.-Hago anzuschließen. Die kommenden Gemeindevertretungen würden, so führte der Red­ner u. a. aus, den Bürgermeister als den Allein- verantwortlichen sehen, bem der SA.-Führer und der NSDAP.-Ortsgruppenführer zur Seite stehen mür­ben. Schließlich wies der Redner noch auf die »u er­wartenden neuen Regelungen hinsichtlich der kran­ken-, Invaliden- und Altersversicherung hin, und gab davon Kenntnis, daß die Möglichkeit zur Errichtung eines Erholungs- unb Freizeitheimes im Biebertal bestehe. Das Jahr 1933 sei als bas Schicksalsjahr, bas Jahr 1934 als das Entwicklungsjahr zu bezeich­nen. Mit besonderem Interesse wurde die Mittei­lung ausgenommen, daß es vielleicht möglich sein werde, den Betrieb auf der Grube Eleonore wieder aufzunehmen, wenn auch nicht in dem Ausmaß rote vorher. Außerdem sei die Inbetriebnahme der Grube Morgenstern und Frieberg zu erhoffen. Der Sira-

-t- Eichelsdorf, 27. Dez. Das Ansingen des Weihnachtsfestes, uralter Väterbrauch, wurde auch in diesem Jahre bei starker Beteiligung der Dorfgenossen in unseren beiden Filialdörfern Ober-Schmitten und Eichelsdorf durch, geführt. Während des Singens brannten in allen Häusern die Christbäume. Merkwürdigerweise findet das Ansingen in beiden Gemeinden nicht zum selben Zeitpunkt statt. Ober-Schmitten singt am Bescherabend, Eichelsdorf am Frühmorgen des ersten Feiertags Weihnachten an. Das Morgen- singen dürfte wohl der ältere Brauch fein und einer Zeit entstammen, in der der Bescherabend noch keine Bedeutung hatte. Der Christbaum wurde erst in der Frühe des ersten Weihnachtstages ange­zündet, an einem Zeitpunkt, wo der Körper aus- geruht, der Geist gesammelt ist, den heiligen Christ würdig zu empfangen.

l. Gedern, 26. Dez. In der Versammlung des VH C. - Zweigvereins Gedern wurde be­schlossen, das dem Zweigverein zur Hälfte gehörige Badehaus amGroßen See" unentgeltlich abzn- geben, da die Vereinsmittel zur Wiederinstand­setzung und Unterhaltung des Hauses bei weitem nicht ausreichen. Die Jahreshauptversammlung des Gesamt-VHC. findet im Jahre 1934 in Gedern statt. In den Werbeausschuß wurden als Obmänner VHC.-Bruder Flagmeyer und Ortsgruppenpro­paganda-Leiter W. L i m p e r t berufen. An Stelle

y..l^[tcP Attraktionen zu bieten. Wer Interesse da- ' Blick hinter die Kulissen eines Theater-Agenten oder engagierenden Theaterdirek- tors zu tun, dem ist an diesem Abend die denkbar und banbar beste Gelegenheit dazu geboten. Und was sich da alles auftut, das gibt einen solchen bunten Reigen kabarettistischer Abwechslungen, daß dies alles hier gar nicht aufgeführt werben kann. Verraten darf nur noch werben, baß sogar von auswärts Angebote zum Vorspielen unb Vorspre­chen vorliegen. Nach allebem kann es für unsere Theaterbesucher nicht mehr fraglich sein, wo man die vorletzten Stunden bes alten Jahres verbringen wird. Diese fröhlichen Vorsiloesterstunben erlebt man mir von 20 bis 22.30 Uhr im Stadttheater Gießen. Kleine Preise von 0,50 bis 2,50 Mark.

Kreis Wetzlar

(D K r o f d o r f, 27. Dez. Arn zweiten Weihnachts- feiertag konnten die Eheleute Philipp S u ch a n unb Margarethe, geb. Bender, bas Fest ber g o 1 b e n e n Hochzeit begehen. Beibe Ehegatten stehen im 76. Lebensjahr unb erfreuen sich noch großer körper­licher unb geistiger Rüstigkeit. Phil. Suchan war lange Jahre Holzhauermeister in ber hiesigen staat­lichen Försterei.

A Vetzberg, 26. Dez. Am Freitag war ganz Vetzberg in drangvoller Enge im Saale des Gast­wirts Becker versammelt. Die Schule hatte die Gemeinde unter dem erhebenden Eindruck der ge­schlossenen Frontwendung bei der Wahl am 12. No­vember zu einer besonders festlichen Feier der Weihnacht einaelaben. Mit markigen Wor­ten begrüßte Lehrer Müller im Namen der Schule bie Erschienenen: jetzt habe sich für Vetzberg die Weihnachtsbotschaft erfülltFriede auf Erden 1^ In roechfelvoller Reihe folgten Gesänge, Deklamatio­nen unb Aufführungen ber beiden Schulklassen unter Leitung ihrer Lehrer. In geradezu andächtiger Spannung folgte die große Zuhörerschaft, bie zum Schluß mit ihrem Beifall bezeugte, daß sie mit Freude und Vertrauen auch ihrerseits die Hand reiche zu einem Bund zwischen Schule und Ge­meinde, Elternhaus und Lehrerschaft. Es sei nicht unerwähnt, daß unser Pfarrer V ö m e l wohl auch solches im Auge hatte, wenn er in feiner An­sprache daraus hinwies, daß bas Wappen Betz-

I Lich die Wintersonnenwende zn begehen. Gefolg­schaftsführer Walter Schmidt begrüßte die ein­zelnen Scharen, die sich rings um den Holzstoß auf- gestellt hatten. Während die Jugend das Lied Flamme empor" sang, wurde der Holzstoß ent­zündet. Gefolgschaftsführer Walter Schmidt führte in seiner Ansprache folgendes aus: Ueberall in ganz Deutschland schart sich jetzt die Jugend um die Sonnenwendfeiern, um beim Abrennen der Feuer Bekenntnisse der Treue zu 'Führer unb Vaterland abzulegen. Er verglich die vergangenen Jahre mit den Jahren der Finsternis, bie nun end­lich im Jahre 1933 zu hellem Lichte entflammt sei. Er forderte die Flammen auf, über die Grenze zu fluten, um alle Welt fühlen zu lassen, daß hier eine Jugend steht, die in stolzem Selbstbewußtsein auf die Zukunft vertraut. Darauf gab er fünf in die SS. überwiesenen Jungen das Geleit mit den Worten: Nie die Hitlerjugend vergessen! Zum Schluß fand die feierliche Vereidigung der neuen Fahnenträger statt, denen der Geff. mit der Mah­nung, dem Führer die Treue zu halten, ihr Ban­ner übergab. Die erhebende Feier fand ihren Ab­schluß mit dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes, so­wie einem dreifachen Sieg-Heil! auf unseren Führer Adolf Hitler. Unter dem Gesang des HJ.-Liedes Unsere Fahne flattert uns voran" marschierte die Jugend wieder in ihr Heimatstädtchen zurück.

Gefolgschaft Merlau.

Am Abend des 20. Dezember fand in der Nähe von Flensungen eine Sonnenwendfeier der Ges. Merlau statt. Durch Lieder, Sprechchöre und Feuer- sprüche verschiedener Jungen wurde die Feier ver­schönt. Unterbannschulungsleiter Erb wies in einer Ansprache auf die Bedeutung der Sonnenwende hin und ermahnte die Jungen, dem Führer in Treue bei seinem großen Werk zur Seite zu stehen. Darauf marschierte die Gefolgschaft in ihren Ver­sammlungsraum, wo eine schlichte Weihnachtsfeier stattfand.

weggezogener Mitglieder werden VHC. - Bruder Riedel und O s n e r in die Markierungskommis­sion bestimmt. Vor der Hauptversammlung des VHC. in Gedern, am Sonntag nach Pfingsten, müssen sämtliche Markierungen aufgefrischt sein, mit Ausnahme des rot-weißen Bandes. Zum Ab­schluß der diesjährigen pädagogigen Arbeiten im NSLB. hielt Kreisschulrat Dr. Steuer (Schot­ten) ein ausführliches Referat über dieN o t -

rern H. Schaaf und W. E i f f für bie große Mühe, bie sie sich um biefen herrlichen Abenb ge­macht hatten. Amtswalter Pg. Benber be­nutzte bie Gelegenheit, um im Auftrage ber Amts­walter ben verdienten Zellenleiter unb zukünftigen Ortsgruppenleiter burch Ueberreichung eines Führer- Bilbes zu ehren.

U Nonnenroth, 27. Dez. Unter Leitung von Lehrer Flach gelangte biefer Tage im Rahmen einer Weihnachtsfeier im SaaleZu ben brei Lin­den" ein Märchenspiel burch bie Schulkinber zur Aufführung, bas stärksten Beifall fanb. Die Kinder vermochten ihre Rollen recht überzeugend wieder­zugeben. Mit einem gemeinsam gesungenen Weih­nachtslied fand die Feier ihren Abschluß. Für die Weihnachtshilfe wurden in unserer Ge­meinde 45 Kuchen und einige Körbe voll Weih­nachtsgebäck gesammelt. Die Sammlung wurde un­ter Leitung von Frau Fritz durch die NS.-Frauen- schaft vorgenommen. Im Herbst wurden von unserer Gemeinde 180 Zentner Kartoffeln und 15 Zentner Frucht gesammelt.

Kreis Schotten.

8 U l r i ch st e i n , 27. Dez. Von der hiesigen NS. - Frauenschaft wurde unter Mitwirkung der Schule am ersten Weihnachtsfeiertag für alle Kinder ber Oemeinbe eine Weiynachtsfeier veranstaltet, für bereu Ausgestaltung sämtliche Ver­eine bie Unkosten tragen wollten. Dieser Beweis rechten Gemeinsinns fanb gerabe deshalb viel An­klang, weil bie Gemeinbe zur Zeit keinen Pfarrer hat unb aus diesem Grunde fein Gottesdienst am Heiligen Abend ftattfinben konnte. Die Feier würbe burch Choral- unb Gebichtvorträge eingeleitet. Dann spielten Schüler ber Oberklasse ein beutsches Krip­penspiel. Eine Bescherung burch einen Nikolaus beschloß bie stimmungsvolle Feier, bei ber burch eine Tellersammlung noch ein schöner Betrag für bie Winterhilfe gelöst würbe.

Landkreis Gießen.

CO Klein-Linben, 27. Dez. Nachbem in ben Tagen vor Weihnachten abenbs unter bem brennenben Christbaum an ber Straßengabelung Frankfurter unb Wetzlarer Straße burch bie NSDAP, runb 150 Pakete für Weihnachten ge­sammelt worben waren, fanb bie Weihnachts- fammlung am Samstag mit bem Einsammeln des Kuchens für unsere bebürftigen Volksgenossen ihren Abschluß. Viele fleißige Hänbe waren bis tief in bie Nacht hinein bamit beschäftigt, bie ge­sammelten Gaben zu orbnen unb bie Pakete zur Ablieferung bereitzustellen. Den Abschluß bes Weih­nachtshilfswerks bilbete eine Gemeinbefeier an ber Sammelstelle am Samstagabenb. Die Partei­organisationen traten bazu geschlossen an. Der Posaunenchor eröffnete bie Feier, bie oberen Klassen ber Volksschule trugen unter Leitung ihrer Lehrer Weihnachtschöre unb Gebichte vor. Dr. Cröß - mann als Zellenleiter betonte bie Bebeutung bes großen Hilfswerks für unsere Volksgemeinschaft unb bankte allen, bie mit ihren Gaben bas Werk unterstützt hatten. Mit bemSieg-Heil" auf ben Führer unb Volkskanzler Abolf Hitler unb einem gemeinsam gesungenen Weihnachtslieb klang bie Feier aus.

T2111 e n b o r f a. b. Lahn, 27. Dez. Am Samstagabenb feierten bas Jungvolk von hier unb von Klein-Linben an bem Allenbörfer Wälb- chen in Anwesenheit bes Unterjungbannführers Karl Heinz Stroh unb ber Stammesführer Karl Thron unb Hans Ebe vom Stamm Geusen unb Welfen ihre Sonnenwenbfeier. Die Ju- genb sang gemeinsam beutsche Lieber, einige ©lie­ber bes Jungvolks trugen Gebichte vor. Beim lo- bernben Feuer klang bas LiebFlamme empor" hinaus in bie bunkle Nacht. Stammesführer Karl Thron sprach über ben Wieberaufstieg unseres Vaterlanbes. In geschlossener Drbnung marschierte bie Jugenb nach Beenbigung ber Feier singenb nach Hause.

<£ Großen-Buseck, 27. Dez. Mit einer Neuerung erfreute am ersten Weihnachtsfeiertag ber hiesige Posaunenchor unser Dorf. In ber Frühe versammelte er sich vor ber Kirche unb spielte einige Weihnachtschoräle. Feierlich erklangen bie alten, schönen Weisen in ben bämmernben Morgen. Möchte Daraus eine dleibende Sitte werben! Unser Dorf wirb bem rührigen Posaunenchor dafür Dank wis­sen. Im Festgottesbienst am ersten Weih­nachtsfeiertag wirkte Der GesangvereinGermania" mit, abenbs in Der Liturgischen Feier Der Posaunen­chor und ein Schülerchor. Am zweiten Weihnachts- feiertag fang Der Kirchenchor zwei schöne Weih­nachtsweisen. Gestern am zweiten Feiertag, begingen die Eheleute, Rentner Karl S t ü h l e r unb Frau Lina, geb. Loch, in geistiger unb körperlicher Rüstig­keit bas Fest Der g o l b e n e n H o ch z e i t. Der Reichspräsibent unb Die hessische Staatsregierung sanbten herzliche Segenswünsche. Im Namen bes Kirchenvorstanbes überreichte Der Ortsgeistliche eine schöne Bibel. Möge Dem Jubelpaar vergönnt fein, noch weiterhin manches Jahr zusammenzubleiben.

ch. Saasen, 27. Dez. Dieser Tage hielt Pg Rechtsanwalt Linb (Grünberg) in einer von Bür­germeister Schepp geleiteten Versammlung einen Vortrag über bas Reichserbhofgesetz. Die Zuhörer erhielten habet in umfassenber Weise Auf­schluß über alle wissenswerten Einzelheiten bieses neuen Gesetzes. Mit einem breifachenSieg-Heil!" würbe bie Versammlung geschlossen.

< Queckborn, 27. Dez. Nachbem unsere Pfarr­stelle über 4 Jahre verwaist war, erhielten wir bie- fer Tage in Pfarroerwalter W. Grünewalb einen neuen Pfarrer. Am ersten Weihnachts- feiertag hielt er in ber festlich geschmückten, bis auf ben letzten Platz besetzten Kirche seine Antrittspre- bigt. Der GesangvereinJugenbtreu" unter Leitung von Lehrer Jochem umrahmte ben Gottesbienst mit bem Vortrag von zwei Chören in würdiger Weise. Mit der Besetzung der Pfarrstelle wurde | einem langgehegten Wunsche der hiesigen B.völke- rung Rechnung getragen.

(D Weitershain, 26. Dez. Die N S. - Frauenschaft Weitershain veranstaltete dieser Tage im Saale der Gastwirtschaft Dietz einen Weihnachtsabend. Nach einem gemein­sam gesungenen Lied begrüßte die Führerin Frau Erb die Mitglieder unb Gäste. Nach einigen Ge- dichtoorträgen ber Schulkinber unb schönen Weih- nachtsliebern kam ber Nikolaus unb verteilte an bie Kinber kleine Geschmkpcickchen mit Gebäck unb Aepfeln, bie von ben Mitgliebern ber Frauenschaft in ansprechenber Form zusammengestellt waren. Frau Erb bankte zum Schlüsse ben Lehrern Fay unb Röhrig für bie Mitwirkung unb schloß mit einem breifachenSieg-Heil" auf ben Führer bie Veranstaltung.

# Grüningen, 27. Dez. Unsere NS.- Frauenschaft halte gemeinsam mit ber Schule am ersten Feiertag zu einer Weihnachtsfeier eingelaben. Ueberaus zahlreich waren bie Einwohner bazu erschienen, so baß unsere Turnhalle dicht be­setzt undbestanden" war. Begrüßungsworte spra­chen die Führerin der NS.-Frauenschaft Frau H. Schaaf und der Zellenwart Otto Marsteller. In ihnen kam die Besonderheit der Weihnachten 1933 zum Ausdruck: Weihnachten, das Fest des Lichtes, der Freude, aber auch des Gebens und Opferns. Echte Weihnachtsfreude konnte man bald in der großen Weihnachtsgemeinde verspüren. Das vielstimmige" Begrüßungslied des 1. unb 2. Schul­jahres bildete den Auftakt. In bunter Folge wechsel­ten Gedichte, Lieder, Advents- und Weihnachtsspiele. Als gewisse Höhepunkte der Veranstaltung seien hier bie Spiele ber Unterklasse: Das Abventsspiel unb Ihr Kinberlein kommet, unb bie ber Oberklasse: Weih- nachtsabenb im Forsthaus unb ber böse Robert ge­nannt. Zum Schluß erschien natürlich auch Knecht Ruprecht unb verurteilte bie von ber Frauenschaft ge­stifteten Geschenke unter bie Kinber. Zellenleiter O 2JI u . ft e 11 e r bankte bann noch ben beiben Leh-