Ausgabe 
28.4.1933 Erstes Blatt
 
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starker Hand

'Der Schluß der Sitzung.

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Liedes gemeinsam gesungen.

Vortragende

Sehr geehrte Mit,

des Stadtrates!

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d«r städtischen Behörden sollte das Bekenntnis der engen Verbundenheit unserer städtischen Beamten­schaft mit der neuen Stadtratsocrtretung der Bür- aerschaft, sowie den Willen und das Bekenntnis iur freudigen Zusammenarbeit aus Grund der hohen Wiederaufbauziele der Mehrheit des Stadtrats zum Ausdruck bringen.

r Flehn, gehn, i Ruh', röste du. eder Kraft, den schafft.'

j)anb anb.

und Ehr', mb Wehr. Betrug unb Berral, )er Tot.

difchen Mut, stes Gut.

) stets fei: , , mach uns sretl

Damit war die Tagesordnung der ösfentt yrer Sitzung erledigt. Während die sozialdemo' sn 0 schen Etadtratsmitglieder den Sitzungssa-'ichichtc liehen, brachte der nationalsozialistische-. Dals- tionsführer ein im Stadtrat und bei bei Zuhörermenge mit Begeisterung ausgeniner 2In- dreimaliges Sieg-Heil a urer i. R. Volkskonzler Adolf HitlerIst das schließend wurde der erste Vers des Ho»r Heilige Liedes, sodann der erste Vers des D Kritik an

»kn Staat

^et; im Sinne der eis für Kultus und . Wunsch btn Text inerzeit von Staats- tischen Schulen ein.

htige Hand, id Vaterland, staft und Ehr , Basse und Wehr, re« Landes Verrat reienbt Tat. sreiheit!"

Hierauf folgten die Reden der Herren Refe­rendar Hahn und Rechtsanwalt Zimmer, über die wir morgen früh berichten werden.

Die Ernennung von Ehrenbürgern.

Der Führer der Rationalsozialistischen Stadt- ratsfraklion, Etadtralsmi:glicd Hahn, bean­tragte hieraus, als äußeres Zeichen der Ehrung und des Dankes die Herren

Generalfcldmarscholl Reichspräsident von Hin­denburg,

Reichskanzler Adolf Hitler.

Staatspräsident Professor Dr. Werner

zu Ehrenbürgern der Stadt Gießen zu ernennen. Oberbürgermeister Dr. Keller machte die Mitteilung, daß die SiadtratSmitglic- der der SPD. erklärt hätten, sie würden sich bei der Entscheidung über diesen Antrag und über den nächsten Punkt der Tagesordnung (Umbenen­nung von Straßen) der Stimme enthalten. Bei der Abstimmung wurde der vorstehende Antrag der nationalsozialistisch n Stadtra!sfraktion bei Stimmenthaltung der SPD. einstimmig an­genommen.

Umbenennung von Straßen.

Der nationalsozialistische Fraktionsführer be­antragte weiterhin folgende Umbenennung von Straßen:

Ostanlage in hitl§r - wall,

Südanlage in hindenburg-wall, weslanlage in hör st Wessel, wall, Rordanlage in Werner-Wall.

Diese Umbenennung der schönsten Teile der Stadt auf die Ramen der Führer des neuen nationalen Deutschlands und auf den Ramen des Dichters der RSDAP. soll gleichfalls die dank­bare Verbundenheit mit der Stadt Gießen zum Ausdruck bringen. Auch diesem Antrag wurde bei Stimmenthaltung der SPD. einmütig zu- gestimmt.

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Damit fand die geschichtlich denkwür des Ältci ihren Abschluß. <i»Üte, dos

Telegraphische Benachrichtig^" «m der neuen Ehrenbürger, mgcg<m- Der Oberbürgermeister Hot

Ehrenbürgern sofort telegraphisch vo Ernennung zu Ehrenbürgern unserer Kenntnis gegeben. ö

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us Darmstadt noch Belastung für die

Oie Eröffnung des neuen Gießener Gtadtrats.

Eine eindrucksvolle, würdige Feier. Gießen ehrt die nationalen Führer durch Verleihung des Ehrenbürgerrechts und Benennung der schönsten Straßen mit den Namen der neuen Ehrenbürger.

Deutschen Reiches mit der kraftvollen Wie­dergeburt der deutschen Nation ver- binden.

Ls muh die erste Aufgabe des neuen Sladtratv sein, ein Bekenntnis abzulcgen, zu feinem Teile alles dafür einzusehen, daß das von der natio­nalen Regierung erstrebte Ziel, unser Vaterland wieder zu Macht und Ansehen zu führen, durch tatkräftige Mitarbeit auch erreicht wird.

Bei dem ersten großen lltzer-Toge am 21. August 1921 habe ich zu den Versammelten folgende Worte gesprochen:Darum muß es unsere Aufgabe sein, den Glauben zu bewahren an die deutsche Zukunft, den Glauben, daß aus dunklen Tälern der Weg wieder emporführen wird zu lichten höhen, den Glauben an den Sommertag des deutschen Volkes. Aber dieser deutsche Sommertag wird nur dann Heraufziehen, wenn wir ein Volk der Einigkeit, der Ordnung und der Zucht, ein Volk pflichttreuer Ar­beit und nimmermüder Tat sind." Was ich da- mols au den ehemaligen 116crn sagte, ist der deutsche Zukunftsglaube, den wir fest­halten und erfüllen helfen wollen, so viel in un­serer Straft liegt!

Der heute seine Tätigkeit beginnende Stadt­rat ist berufen nach dem sogenannten Gleich­schaltungsgesetz, das die llebereinstim- mung der politischen Kräfteverteilung in Reich, Ländern, Gemeinden und sonstigen Selbstverwal- tungskörpern herbeiführt. Die außerordentlich große Zahl von Stimmen, die sich am 5. März dieses Jahres auf eine Partei vereinigte, hat für die Stadt Gießen die Wirkung, daß einer Partei mit 16 von 28 Sitzen die überwiegende Mehrheit im Stadtrat eingeräumt und damit in ihre Hand das Schicksal der Stadt Gießen ge­legt ist. Das ist in der Geschichte der Stadt Gießen ein nie dagewesenes Ereignis von ganz besonderem Inhalt: denn es bedeutet außer­gewöhnlich große Verantwortung und ein Ver- antwortungsbewuhtsein, das wie ich über­zeugt bin in jedem einzelnen lebendig ist und zum Wohle unserer Stadt sich answirken wird.

Herr Reichskanzler Adolf Hitler hat bei der Eröffnung des Deutschen Reichstages am 23. März dieses Jahres ein vortreffliches Wort gesprochen, indem er sagte:

Länder und Kommunen bedürfen des Schuhes eines starken Deutschen Reiches.

Als im ersten Jahrzehnt des vorigen Jahr­hunderts die Erneuerung des niedergebrochenen preußischen Staates zur Rotwendigkeit wurde, gründete der Freiherr vom Stein die Wiedergeburt der preußischen Ration auf die Selbstverwaltung des Städtebürgertums. Rach dem GrundsätzeVertrauen gegen Vertrauen" hoffte er, daß aus der städtischen Selbst­verwaltung zum Vorteile des Staates her­vorgehen werde Belebung des Eemeingeistes und Bürgersinnes, sowie Stärkung der Vaterlands­liebe und Rationalehre. Heute stehen die Kom­munen unter dem Schutze des Deutschen Reiches.

3m Schuhe und zum Besten eines starken Deutschen Reiches muß das Wirken aller deut­schen Gemeindevertretungen sich vollziehen.

Wenn die berufenen Vertreter der Bürgerschaft der Stadt Gießen heute zum ersten Male zusam­mentreten, ist es darum ihre Pflicht, mit allem Rachdruck zu bekennen, daß alle im Rahmen freier städtischer Selbstverwaltung zu leistende Arbeit nicht nur dem Wohle der Stadt Gießen, sondern darüber hinaus zugleich dem Wohle des hessischen Staates und dem Wohle des Deutschen Reiches zu dienen hat. Deshalb muß die Losung sein:

Für die Stabt Gießen, für unser Hessenland, alles für Deutschland!"

Ttur im Zusammenwirken von Reich, Ländern und Seibstverwaltungskörpern kann der unteilbare deutsche Staat seine Aufbauarbeit für die deut­sche Zukunft verrichten.

Dieses Zusammenwirken von Reich, Ländern und Gemeinden ist in der Gegenwart von besonderer Bedeutung auf dem Gebiete des Finanz­wesens. Es ist kein billiges Schlagwort, sondern ein Wort von tiefem Ernst und ergreifender Wahr­heit, wenn gesprochen wird von der Schicksals- ge mein schäft von Reich, Ländern und Gemeind en. Auf finanziellem Gebiete ist diese Gemeinschaft jedoch insolange nicht vollkommen her- gestellt, als der Zustand besteht, daß die Hauptlast der Ausgaben für tue Wohlfahrtspflege Öen Gemeinden aufgebürdet ist. Darum erhoffen die Städte, die den Unterbau des Staatsgefüges bilden und deren Gesunderhaltung eine Lebensnotwendig­keit für Staat und Reich ist, daß die neue Reichs­regierung auch hier die bessernde Hand anlegen und eine andere Verteilung dieser Lasten herbeiführen werde.

Die Finanzen der Slabt Gießen, denen ich seit meiner Wahl zum Oberbürgermeister im Januar 1914 meine besondere Aufmerksamkeit zuwandte, sind geordnete. 3m Gegensatz zu der Mehrzahl anderer Städte konnte unsere Stadt ihre Slabt- rechnung für das Rechnungsjahr 1931 ohne Fehlbetrag abschließen. Als einzige der fünf größten hessischen Städte hat die Stadt Gießen den Ausgleichsstock des hessischen Staates noch nicht in Anspruch genommen.

(Braoo-Rufe aus dem Hause.) Wenn steigende Wohl- ^.^^ousgaben und sinkende Steuererträgnisse ihre Wirkung auch auf die Finanzen unserer Stadt aus- üben. Io sind dies Umstände, denen gegenüber die städtische Finanzpolitik machtws ist und die ihr deshalb nicht zur Last fallen.

Wenn Sie mit Ihrem Amte als Stadtratsmit- glieder näher vertraut geworden sein werden, so werden Sie ersehen, daß das Arbeitsgebiet des Stadtrates ein außerordentlich um­fangreiches und schwieriges ist und daß Ihnen reiche Arbeit in den nächsten Jahren bevor­steht. Ich hoffe, daß Sie gern und freudig der Mit­arbeit am Wohle der Stadt Gießen sich unterziehen werden und daß es Ihnen gelingen werde, die an Sie herantretenden Fragen so zu lösen, wie es im Interesse unserer Stadt geboten ist.

Wallen Sie 3hres bedeutsamen und oeranf roortungsoollen Amtes mit Ernst, Sachlich­

tament

Wertere Ehrungen des NeichskarizlerZ in Oberhessen. -

Gießen, 27. AprU 1933.

Der neue Gießener Stadtrat trat heute .um 11 Ahr im Sitzungssaals deS Stadthauses Bergstraße zu seiner feierlichen Eröff­nungssitzung zusammen.

Um es vorweg zu sagen: Es war ein eindrucks­voller Festakt, der allen, die ihn erlebten, in dauernder Erinnerung bieben wird. Die Feier er­hielt nicht nur durch da- äußere Bild der Sitzung, sondern vor allem auch durch die Ansprachen des Oberbürgermeisters Dr. Keller, des national­sozialistischen FraktionssührerS Hahn und des deutschnationalen Sprecher- Zimmer ihre be­sondere bedeutsame Prägung und Vertiefung. Die Begrüßungsansprache des Oberbürgerm.isters an die neuen StadtratSmitglieder lassen wir nach­stehend im Wortlaut folgen. Die Reden der Her­ren Stadtratsmitglieder Hahn und Zimmer können wir, um die rechtzeitige Fertigstellung der heutigen Rachmittagsausgabe nicht zu gefährden, erst in unserer Frühausgabe von morgen mit- teilen: soviel sei aber heute schon berichtet, daß die Redner in packender Weise sprachen und zu erkennen gaben, daß sie sich in vollstem Aus­maß mit ihren Kräften und denen ihrer Bewegung in opservoller Weise dem Dienst für das Ge­meinwohl unserer Stadt zu widmen gewillt sind. Die Reden hinterließen durch diese- Bekenntnis, aber auch durch die eindrucksvolle Formulierung ihrer größeren, über die Kommunalpolitik hin- ausreichenden Grundsätze und Ziele einen sympa­thischen Eindruck. Auf den Umschwung in unserer Kommunalpolitik werden wir in anderem Zusam­menhänge noch zurückkommen.

Mit großer Befriedigung wird zweifellos von der Gesamtheit unserer Bürgerschaft die begrü­ßenswerte Ernennung des Reichspräsidenten von Hindenburg, des Reichskanzlers Adolf Hit- 1 e r und des Staatspräsidenten Professor Dr. W e r nerzu Ehrenbürgern unserer Stadt sowie die Um­benennung der schönsten Straßen auf die Namen der nationalen Führer zur Kenntnis genommen werden.

Das äußere Gepräge der Sitzung

Das Stadthaus war zur äußeren Kennzeichnung der Bedeutung des Tages mit der Hakenkreuzfahne, der schwarzweihroten Fahne und der rotweißen Fahne geschmückt. Vor dem Stadthaus, am Eingang zum Zuhörerraum des Sitzungssaales, stand eine große Menschenmenge in der Hoffnung, noch im letzten Augenblick vor der Sitzung Zutritt zu dem bereits überfüllten Zuhörerraum zu erhalten, eine Hoffnung, die auch für manche noch in Erfüllung ging Die große Menschenmenge im Zuhörerraum stand offensichtlich ganz unter dem Eindruck der be­deutsamen Feier.

Der Sitzungssaal war mit Blumen, Zierbäumen und sonstigem Grün reich ausgeschmückt. Nicht min- der reich war der Schmuck mit Hakenkreuzfahnen und schwarzweißrvten Fahnen, sowie mit Flaggen­tuch an der Empore der Stadtoerwallung. Hinter dem Sitz des Oberbürgermeisters waren zu beiden Seiten die Flaggen des nationalen Deutschland mit den Bildern des Herrn Reichspräsidenten v. Hin­denburg und des Herrn Reichskanzlers Adolf Hitler in eindrucksvoller Dekoration angebracht, die Mitte dieser festlichen Gruppierung bildete die Gießener Stadtfahne mit dem Wappen der Stadt Gießen.

Landkreis Gietzen.

4= Saubringen, 26. April. Der Geburtstag des Volkskanzlers Adolf H it I e r wurde auch hier festlich begangen. Der Einladung der hiesigen Orts­gruppe der Nationalsozialistischen Deutschen Aröei- terpartei waren die Ortseinwohner sehr zahlreich ge­folgt, so daß am Abend der Saal der Wirtschaft Weimer dicht gefüllt war. Einleitend sprach Bürger­meister P r e i s für die Gemeinde. In kernigen Wor­ten feierte er den Geburtstag des wahren Führers. Alsdann sprach Frau Schneider ein selbstverfaß­tes Geburtstagsgedicht. Im Mittelpunkt der Feier stand ein Vortrag von Lehrer Henkel über den seitherigen Lebenslauf des Kanzlers und ein Licht­bildervortrag über das Diktat von Versailles. Zwi­schendurch wurden das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied gesungen.

Wr. Odenhausen, 25. April. Zur Ge - burtstogsfeicr des Reichskanzlers Adolf Hitler versammelten sich die hiesigen Vereine, sowie fast die ganze Gemeinde im Saale von Be11ing. Der Führer der SA., Forstwart Schmidt, hielt eine Begrüßungsansprache und schloß mit einem Sieg-Heil. Sodann wurde das Horst-Wessel-Lied gesungen. Die Festrede wurde vom Vorsitzenden des Gesangvereins Bott ge­halten. Er schilderte den Lebensweg des Füh­rers. Anschließend sang man das Deutschland- Lied. Der Vorsitzende des Kriegervereins We­ber gedachte mit ehrenden Worten der im Welt­krieg und im Freiheitskampf Gefallenen. Die Pausen wurden von der Kapelle Schweitzer mit guter Musik ausgefüllt. Alte Volks- und Vater­landslieder erklangen. Die Feier nahm einen har­monischen Verlauf.

Ärcis Alsfeld.

-et. Homberg, 25. April. Aus Anlaß des Geburtstages des Reichskanzlers, der bereits Ehrenbürger von Homberg ist, wurde auf dem freien Platz vor der Wohnung des Kauf­manns (Biller eine Hitler-Linde ge­pflanzt. Das Lutherlied leitete die Feier ein. Bürgermeister Schweiker hielt eine Ansprache, die mit einem dreifachen Sieg-Hell! auf den Reichskanzler schloß. Eine weitere Ansprache hielt Herr Oetker, der das Leben und Wirken des Führers Adolf Hitler schilderte. Rach dem Ge­sang des Deutschland-Liedes übernahm Bürger­meister Schweiker die Hitler-Linde in den Schutz der Gemeinde und teilte dabei mit, daß er dem Gemeinderat Vorschlägen werde, den Platz auf dem die ßinbe stehe, »Adolf-Hitler- Platz" zu benennen. Zum Schluß sang die Menge unter Begleitung der SA.-Kapelle das Horst-Wessel-Lied.

Die Sitzung.

Um 11 Uhr betraten Oberbürgermeister Dr. Heller und die Bürgermeister Dr. S e i b und Dr. Hamm den Sitzungssaal und nahmen auf der Empore der Verwaltung Platz. Die nationalfoAiali» iriiche Stadtratsfraktion hielt darauf unter Füh. rung des Herrn kommissarischen Beigeordneten Rechtsanwalt L u I e y ihren Einzug in den Sit. 'ungsfaal, wobei die Mitglieder der Fraktion mit dem Hillergruß dem Oberbürgermeister als Leiter ' der Stadtverwaltung ihre Aufmerksamkeit erwie­sen. Die übrigen Stadtratsmitglieder hatten kurz vor dem Einmarsch der nationalsozialistischen Frak- Hon ihre Plätze eingenommen. Der kommissarische Beigeordnete Luley nahm aus der Empore der Verwaltung Platz.

Oberbürgermeister Dr. Keller I lujf zunächst ui; dll Stadtratomikglieder Sol - im ui?d Ärrj (NSDA,R > -ü Urkundspersonen iu bestimmen. Der Stadtr.it ffimmie diesem Vor­tlage einhellig zu. Hierauf Hirst Oberbürgermeister tr. Keller folgende eiche:

keil und Gerechtigkeit, mit Hingabe, Treue und Gewissenhaftigkeit, handeln Sie bei den viel­fachen wünschen, die aus dem fireife der Bür­gerschaft Ihnen entgegengebracht werden, und bei den vielgestaltigen Interessen, die in einer Staöl wie Gießen Berücksichtigung erheischen, nach dem Grundsätze gerechten Aus­gleichs und stets und ausschließlich unter Boran ftellung de» Gesamlwohle». Hollen Sie sich immer vor Augen, was Herr Reichskanzler Adolf Hitler am 6. April zu den Bertrefern der Presse sprach:Die berech­tigten Interessen des Individuum» müssen in Uebereinftimmung gebracht werden mit den

Interessen der Gesamtheit.-

Ich kann Ihnen die Pflichten eines Stadtverordneten nicht besser kennzeich­nen als mit den Worten aus alter Zeit, die heute und für alle Zukunft Geltung haben:Die erste Städteordnung, die es gibt, die preußische Städte­ordnung vom Jahre 1808, sagt von den Stadt­verordneten:Das Gesetz und ihre Wahl sind ihre Vollmacht, ihre lleberzeugung vom gemeinen Besten ihre Instruktion, ihr Gewissen aber die Behörde, der sie deshalb Rechenschaft zu geben haben."

3hre heute beginnende Tätigkeit gilt der Stadt Gießen, der Hauptstadt der schönen, treudeutschen Provinz Oberhessen. Cs ist eine erfreuliche Tat­sache, die ich besonders hervorheben möchte, daß in der Person des Herrn Staatspräsiden­ten Dr. Werner ein Mann an der Spitze unseres geliebten Hessenlandes steht, der wie jeder Oberhesse weih ein treuer und be­währter Freund der Provinz Ober­hessen ist. Er hat seine Jugend-, Schul- und Studentenzeit in unserer Stadt verbracht, hat spä­terhin fast ausschließlich in Oberhessen gewirkt und seine Liebe und Treue zu Oberhessen stets mit herzlicher Wärme bekundet.

Die Stadt Gießen, die alte Universitätsstadt, die alte Garnisonstadt, die Stadt, in der in allen Ständen Bürgersinn und Bürgerfleiß von jeher heimisch sind, bietet ein Bildäußerst m a n n i a- faltigen kommunalen Lebens. Für diese Stadt an verantwortungsvoller Stelle zu wirken, muß für jedes Stadtratsmitglied eine Ehre und eine Freude sein!

Meine sehr geehrten Mitglieder des Stadtrates! Nun bitte ich eie, an Ihre Arbeit beranzugehen

mit dem Geist der Treue gegen das Deutsche Reich und der Liebe zu unserem Hessenlande

und zu unserer Stadl Gießen!

Ich schließe mit dem heißen Wunsche, daß Ihre Tätigteit eine segensoolle sein möge. Das walle Gott! (Bravorufe.)

Oie Verpflichtung der neuen Stadtratsmitglieder

wurde im Anschluß an die Rede vom Oberbürger­meister Dr. Keller in der Weise vorgenommen, daß er zunächst die Mitglieder der nationalsozia­listischen Fraktion, dann die Vertreter der Liste der Vereinigten nationalen Rechten und anschlie­ßend die Vertreter der SPD. in ihr Amt ein­führte und verpflichtete.

ll. Rieder-Ohmen, 25. April. Aus An­laß des Geburtstages des Reichskanz­lers wurde hier aus dem Schulhof unter starker Beteiligung der Bevölkerung eine junge Eiche gepflanzt und geweiht. Das Lutherlied eröffnete die Feier. Landtagsabgeordneter Hart­mann sprach sodann über das Leben und Wir­ken des Führers Adolf Hitler. Pfarrer A11 sprach den Weihespruch, dann gedachte er in einer Ansprache der Gefallenen des Weltkrieges, ferner trug er ein Gedicht zur Regierungsüber­nahme Adolf Hitlers vor. Mit einem dreifachen Hell auf Reichskanzler und Vaterland beschloß er seine Ansprache. Gemeinsam wurde dann das Deutschlandlied gesungen. Im Anschluß daran sprach der RSDAP.-Ortsgruppenführer Otto Erb. Das Horst-Wessel-Lied beschloß die Feier. 2m Saale von Soll gedachte Landtagsabgeord­neter Hartmann der gefallenen Kameraden im Braunhemd.

Streik Schotten.

* Gedern, 27. April. Dem Bericht (Nr. 94 des Gießener Anzeigers vom 22. April) über die Feier des Geburtstags des Reichskanzlers in Gedern ist nachzutragen, daß der Iungoolkmann Rudolf Gerlach nach der Weiherede von Pfarrer Saal ein Gedicht zum Vortrag brachte, bas sinnvoll aus die Hitler-Eiche Bezug nahm.

* Romrod, 25. AprU. Aus Anlaß des Ge­burtstages des Reichskanzlers wurde am Freitag auf der Anhöhe rechts der Straße nach Eicheljachjen ein HiN erst ein errichtet und ein- geweiht. Es handelt sich um einen Findling aus unserer Gemarkung, der von Schmiedemeister Karl Bing kunstvoll behauen und mit Inschrift veriehen wurde. Zu beiden Seiten des Steines wurden Tan­nenbäumchen, dahinter eine Eiche gepflanzt. Ein stattlicher Fackelzug bewegte sich am Abend zum Gedenkstein. Hitler-Jugend, Frauenschaft, SA., SA.- Reserve von hier und aus Ulfa, die Arbeitsdienst- willigen. Vereine und zahlreiche Einwohner des Dorfes nahmen teil. Ein Choral eröffnete die Feier. Der Ortsgruppenleiter der NSDAP, begrüßte die Menge. Wilhelm Straub III. hielt die Weiherede. Lehrer L e h m e r hielt ebenfalls eine Ansprache, die im Rütlischwur ausklang. Bürgermeister Dechert schilderte ausführlich das Leben und Wirken des Reichskanzlers und schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer. Musik füllte die Pausen. Der Gesangverein verschönte die Feier mit einigen vaterländischen Liedern, der Turnverein zeigte bei Farblichtbeleuchtung zwei schöne Flaggenpyramiden. Ein Herr aus dem Arbeitsdienstlager hielt ebenfalls eine Ansprache. Das Horst-Wessel-Lied beschloß die erhebende Feier.

Es ist nach dem Gesetz m.fing Aufgabe, die Mit- . n nDty - -lieber bes neuen Stadtr«k s in ihr Amt einzufüh- umreit! Ieix unb burch HandsMWpd verpflichten.

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Die Mitglieder der nationalsozialistischen Stabt- ratssraktion waren im braunen Ehrenkleib erschie- ; ntn, von den übrigen Stabtratsmitgliebern hatten Die Vertreter ber Liste ber Vereinigten nationalen Rechte Feiertagskleibung angelegt.

Weiter waren zugegen als Vertreter ber Beamten- , schast Verwaltungsbirektor Kolb, Verwaltungs- i ietretär Georg Pfeil als erster Vorsitzenber bes ÜcnbesDcrbanbes hessischer Gemeinbebeamten unb ; Angestellten c. V., Ortsgruppe Gießen, Verwallungs- M Gcrechligktit unl> j ietretär Karl Rothermel als erster Vorsitzender Siebe. 4es Beamtenausschusses bei der Stadtverwaltung deutscher Soll uno Gießen, Verwallungspraktikant Georg Wahl als ' $aterlanb. Schriftführer. Die Anwesenheit dieser vier Herren unb fBalerlanbswnat