Ausgabe 
28.3.1933 Erstes Blatt
 
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Gipfel bezwingen liefe.

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3. Dieser Nachtrag tritt mit dem 1. April 1933 iu Kraft.

Ausübung der Jagd in ni Jagden des Staates, sowie cfeen, die gemäß §§ 8 bis ordnung einem nichtoerpachteten staat­lichen Eigenjagdbezirk angeschlosten wer­den. bleibt steuerfrei.

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Nach Artikel 39 des Feldstrafgesetzes wird mit Geldstrafe oder Haft bestraft, wer Gänse, Hühner oder andere Haus­tiere außerhalb einaefriedigter Grund­stücke ohne gehörige Aufsicht herurnlaufcn läßt, so daß dadurch eine Gefahr der Be schädigung fremden Feldes besteht. Die Bürgermeistereien sind vorn Kreisamt be­auftragt, das Feldschutzpersonal zu stren- ger Ueberwachung und Anzeigeerstattung in Uebertretungsfällen anzuweisen.

Kreis Lauterbach.

Zur Versorgung der Hühnerhaltungen mit billigcmWeizen hat die Reichsregierung verbilligten inländischen Weizen zur Ver­fügung gestellt. Nach den für den Bezug des Eosin-Weizens geltenden Bestimmun­gen erhält derjenige Hühnerhalter, der im Jahre 1932 keinen oder bis 1 ha Weizen und Sommergerste (zusammengerechnet) angebaut hat, die Berechtigung zum Be­züge von 7 k$ verbilligten eosinierten in­ländischen Wetzen je Tier. Hat der Hüh­nerhalter im Jahre 1932 mehr als 1 ha Weizen und Sommergerste (zusammen­gerechnet) angebaut, so ist er zum Bezüge des verbilligten eosinierten Weizens nur für eine über 100 hinausgehende Zahl der Hühner im gleichen Verhältnis berechtigt. Maßgebend für die Feststellung des Hüh- nerbestandes ist die bei der Viehzählung am 1. Dezember 1932 festgestellte Zahl von Hühnern. Weitere Auskunft erteilen

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Familienausflug nach dem Philosopyenwald halte eine zahlreiche Beteiligung aufzuweisen. Wieder waren es die Kapelle Einbrod und der ge­meinschaftliche Gesang, die auch hier in freudiger Stimmung die Alterskameraden lange beisammen hielten. Für die am 29. April im Saale des Cafö Leib stattftndende Mitgliederversammlung mit Familienangehörigen ist ein Dortrag mit Lichtbildern von Alterskamerad Stephan über .Erinnerungen eines alten Afrikaners" vorge­sehen.

Strafkammer Gietzen.

Giefeen, 24. März. Gin Arbeiter, der we­gen Beleidigung von Polizeibeam­ten durch das Amtsgericht Giefeen zu entspre­chenden Geldstrafen verurteilt worden war, gab in der heutigen Berufung-Verhandlung etn« Ehrenerklärung ab. Dach E.nholung einer Acu- fecrung der vorgesetzten Polizeibehörde wurde di« Einstellung des Verfahrens in Aussicht genom­men.

Gegen die Führerin eines Krastwaaens hatte das Amtsgericht Giefeen w?"en fahrlässiger Körperverletzung auf eine Geldstrafe er­kannt. Zum Zwede ihrer o-eisprcchung verfolgte sie gegen das Urteil Berufung, indem sie jeg­liches Verschulden an dem Zusammenstoß bestritt. 3m vergangenen Jahre hatte die Angeklagte in der Frankfurter Strafe« in Klein-Linden einen die Strafee überquerenden Arbeiter angefahren, der hierbei nicht unbedeutende Derletzungen er­litt. Der Unfall ereignete sich auf der äufeersten linken Seite der Fahrbahn. Während die An­geklagte behauptete, dafe der Berletzte ihr plötz­lich unvermutet vor den Kraftwagen gesprungen sei und sie dadurch gezwungen gewesen wäre, ihren Wagen nach lin.s Herumzureißen. gibt der Berletzte an, dafe er in dem Augenblick, als er fast die andere Strafeenseite erre.cht hatte, von einem plötzlich hinter ihm auftauchrnden Kraft­wagen angefahren worden wäre, was im übri­gen auch durch einen unbeteiligten Zeugen be­stätigt wurde. Das Gericht erblickte darin, dafe die Angeklagte bei dieser Sachlage den Fufe- gänger links überholen wollte, ein von ihr zu vertretendes Verschulden und verwarf kostenfällig die eingelegte Berufung.

die Bürgermeistereien, an die sich die Hüh­nerhalter wegen Bezug des verbilligten Weizens wenden wollen.

Kreis Wetzlar.

Die Steuerordnung über die Erhebung einer Jagdsteuer im Kreise Wetzlar vom 26. März 1931 ist bis zum 31. März 1934 verlängert worden. Mit dieser Bekannt­machung gibt der Krcisausschuß noch fol­genden Nachtrag zur Ordnung über die Erhebung einer Jagdsteuer im Kreise Wetzlar bekannt:

1. Der § 2 erhält folgende Fassung: Die Steuer beträgt jährlich 10 o.H. des Pacht­preises. Die Steuer erhöht sich auf 2O v.H., wenn der Jagdberechtigte seinen ständigen Wohnsitz außerhalb des Kreises, aber in­nerhalb des Deutschen Reiches hat. Für Jagdberechtigte mit ständigem Wohnsitz außerhalb des Deutschen Reiches und der Staaten Belgien, Frankreich und Luxem­burg erhöht sich die Steuer auf 50 v. H. des Pachtpreises. Sind mehrere Jagd­pächter an einer Jagd beteiligt, so wird die erhöhte Steuer nur von dem Teil des Pachtpreises erhoben, der auf den ober die Pächter entfällt, auf die die Voraus­setzungen der erhöhten Steuer zutreffen. Bei Personen, die im Kreise zwar keinen Wohnsitz, aber Grundbesitz im Umfange von mindestens 75 ha haben und auf die­sem Grundbesitz oder dazu gepachteten Besitz das Jagdrecht als Eigenjagdbesitzer ausuben, kommt ein Steuersatz wie für kreisangehörige Jaadberechtigte vorgesehen ist, zur Erhebung. Als Pachtpreis gilt das vom Pächter auf Grund des Pachtvertra­ges zu entrichtende Pachtgeld einschl. et­waiger Nebenleistungen. Der Geldwert der Nebenleistung wird, soweit erforderlich, vom Kreisausschuß nach Anhörung eines von ihm zu benennenden geeigneten Sach­verständigen festgestellt. Bei nichtverpach- teten Jagden ailt als Pachtpreis der Preis, der nach Beschaffenheit der Jagd unter Berücksichtigung aller den Pachtpreis be> einflusfenden Umstände gewöhnlich bei einer Verpachtung zu erzielen märe; un-

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Die Zuhörer folgten den Erzählungen des Redners über diese 48stündige Bergtour mit gesteigertem Interesse und dankten zum Schlufe mit lebhaftem Beifall, der insbesondere auch der bescheidenen Art galt, in der der Redner von seiner Person sprach. 3n den anschließend ge­zeigten Lichtbildern (die übrigens in technischer wie auch in künstlerischer Hinsicht ausgezeichnet waren) führte Dr. Gretschmann feine Zu­hörer in die Gebiete feiner Klettertouren und vertiefte so das Verständnis für die bergsteigeri- schen Leistungen und die Erlebnisse im Hoch­gebirge.

Lietzener Wochenmarktpreisc.

* Giefeen, 28. März. Es kosteten auf d em heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110 Pf., Landbutter 100, Kochbutter 80, Matte 20 bis 25, Wirsing (gelb) 12 bis 15, (grün) 20 bis 25, Weifekraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, Rüben (gelbe) 10 bis 12, (rote) 10, Zwiebeln 10, Spinat 20 bis 25, Anterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 18, Feldsalat 80 bis 100, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3 (pro Zentner 2,50 Mk.), Düsse 40, Aepfel 20 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Obstmus 40 bis 45, Suppenhühner 70 bis 80, junge Hähne 70 bis 90 Pfennig pro Pfund: Tauben 40 bis 60, Eier (inl.) 7, Käse 5 bis 10, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 20 bis 25, Lauch 5 b.s 10. Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30, Endivien 10 bis 20 Pf. pro Stück: Radieschen 15 bis 20 Pf. pro Bund.

* Evangelisch-kirchliche Persona­lien. Durch die evangelische Kirchenregierung wurden Pfarrer Heinrich Becker zu Alzey mit Wirkung vorn 1. Avril 1933 und die Pfarrer Wilhelm Scheid zu Reichenbach, Wilhelm Kraemer zu Steinbach bei Giefeen und Pfarrer Wilhelm Graf zu Gambach mit Wirkung vom 1. Mai 1933 sämtlich auf ihr Dachsuchen und unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt.

' Reue Fridericus-Marken. Die Deutsche Reichspost gibt noch vor Ostern zur Erinnerung an die Feier in der Garnison- tirche zu Potsdam aus Anlaß der Eröffnung des Reichstages am 21. März 1933 eine Gedenkpost­karte und Freimarken mit dem Bildnis Friedrichs des Großen in den Werten zu sechs, zwölf und 25 Reichspfennigen heraus. Die Gedenkpostkarte trägt auf der linken Hälfte ein Bild der Gar­nisonkirche mit einem Hinweis auf den feier­lichen Staatsakt.

Bund Haus und Schule. Den jüngsten Familienabend des Bundes Haus und Schule lei­tete Pfarrer Aus seid. Eingangs erwähnte er kurz die veränderten Verhältnisse der letzten Zeit in unserem Vaterland und gab dabei her Hoffnung Ausdruck, daß nunmehr wieder in unseren Häusern und Schulen wie im ganzen Volk ein wahrhaft christlicher Geist einziehen und herrschen möge. Die­sem Ziel gelte ja auch die Arbeit des Bundes. Als Redner des Abends war Amtsgerichtsrat Gros gewonnen. Er las selbstverfaßteOberhessische Er­zählungen" vor, die seine innige Vertrautheit mit

Eharakterstück von Marx Reger und recht schmissig einen Walzer desselben Meisters.

Immer wieder wird in unseren Tagen mit Recht auf die Pflege der Kammermusik und die Bedeutung der Musik für die harmonische Bil­dung dcS Menschen h.ngewiesen. Wer bei diesem Konzert die Wusizierfreudigkeit der Ausübenden empfand, der wird von der Richtigkeit jener For­derungen überzeugt sein und der Lehrerin, Frl. Holzapfel, Dank zollen, die durch ihre plan­volle Tätigkeit die Liebe zu derholden Kunst" weckt und lebendig hält.a

Erlebn sie in den Bergen.

Die SektionOberhesfendesDeut sch- Oesterreichischen Alpenvereins hielt am Samstay im Singsaal des Realgymnasiums einen Lichtbilder-Vortragsabend.

Regierungsrat Dr- Gretschina n n, Darm­stadt, der schon zum fünften Wale in Gießen sprach, erzählte von seinen Erlebnissen in den Alpen. 3n interessanter Weise plauderte er von einem eindrucksvollen Erlebnis in der Heider- wend, bei deren Besteigung er durch einen riesi­gen abbrechenden Stein, der nur um Halbmeter- orcite an ihm vorüber in die Tiefe raste, m gröfete Gefahr geriet. Er wies auf die Zu­fälligkeit dieses Vorganges hin, der nicht etwa in irgendeiner Anvorsichtigkeit eines anderen Bergsteigers (der den Stein gelöst haben konnte) seine Ursache gehabt habe. 3n einer weiteren Schilderung hörte man von einem Aebergang über den Fermakaletschcr während einer Dacht, die der Redner als die herrlichste seines Lebens darstellte, denn gerade während jener Stunden habe der nächtliche Himmel in beispielloser Sternenpracht erglänzt, die nur durch die un­endlich reine Luft sich dem Auge so darbieten konnte. Sodann schilderte der Vortragende die Besteigung des Rindfischhorns in den Walliser Alpen. Die Besteigung dieses über 4000 Meter hohen Berges habe er mit noch einigen Kame­raden bei schlechtestem Wetter gemacht, gegen Debel und Flugschnee gekämpft, ohne den üb­lichen Lohn für die aufgewandte Mühe, die schöne Aussicht, zu erhalten. Schwere Stunden habe der Abstieg den Kletterern bereitet: die (der Dcbel erschwerte die Orientierung unendlich) Gruppe verirrte sich und nur ein glücklicher Zu- sall, daß der Debel für kurze Zeit den Blick in das Tal frei liefe, habe die Bergsteiger die Hütte finden lassen. Mit der dramatischen Schil­derung, der Besteigung der Totenkirchl-West- wand fesselte der Redner seine Zuhörer in außer­ordentlichem Maße. Er schilderte den ungeheuer schwierigen Aufstieg, das große Anglück, das der Verlust des Rucksacks mit seinem wertvollen und für den Abstieg unentbehrlichen Inhalt be­deutete, er sprach von den beiden Aebernachtun- gen in der Wand und den Strapazen des Durstes, der die Willenskraft zum äufeersten herausgefor­dert habe, solange bis abermals ein glücklicher Z>. all in Gestalt eines wohlgefüllten Rucksackes des Freundes Kadner (dem vier Wochen früher das gleiche Anglück in dieser Wand passierte) den Lebenskräften neuen Auftrieb gab und den

lianö und teuren unterer Heimai |oroie lern ausge­zeichnetes Erzählertalent erneut bewiesen. Im Totengräber" führte er uns Typen des Lumda­tales vor. Den Mattemann, den buckligen Toten­gräber, den groben Christian und seine junge Frau, die Eckmarie. In der ErzählungAlle Vier" zeich­nete er zwei Juden aus Storndorf und Meiches und einen Schäfer treffend und lebenswahr. Einzig in ihrer Art erschien die humorvolle ErzählungDer Dompfaff", worin dargestellt wird, wie das Vogels­berger Butterschnittche dem Großherzog einen Dom­pfaff nach Darmstadt bringt.Die Bornjule" ent­behrt einer gewissen Tragikomik nicht, während die beiden GerichtsszenenDas Vermächtnis" und Ohne Brell gihts net" rein heileren Charakter tragen. Den musikalischen Teil hatten Frau Land­gerichtsrat Strack und Pianist H a h n über­nommen. Sie eröffneten den Abend mit einem stimmungsvollen Jnstrumentaloortrag für Harmo­nium und Klavier. Des weiteren trugen sie eine Arie von Händel vor. Zum Schlüsse hörte man den 1. Satz der 1. Symphonie von Haydn vierhändig, flott und eindrucksvoll auf dem Klavier wiederge­geben. So trugen beide durch ihre Kunst wesentlich dazu bei, den Abend genußreich zu gestalten.

Der Bienenzüchterverein Giefeen und Amgegend hielt am Sonntag imTann­häuser" seine Frühjahrsversammlung ab, zu der sich über 50 Mitglieder eingefunden hatten. Dach der Tegrüfeung referierte b:r Vorsitzende G. B o - denbender (Gießen) über Frühjahrsarbetten auf dem Bienenstände und befaßte sich dabei besonders mit der Dosemaseuche und ihrer Be­kämpfung. Besondere Lehren erteilte er den an- wesenden Iungimkern bezüglich der nun fällig werdenden Standarbeiten. Von der Errichtung eines Zuckerkontos soll Abstand genommen wer- den. Für die Jahresversammlung des Ober- hessischen Imkerbundes, die zu Ostern aus An- lafe der goldenen Jubelfeier des Bezirksvereins Hungen nach Hungen verlegt wurde, bestimmte man Döhn (Lollar), Pfeiffer (Launsbach) und Koch (Rödgen) als Vertreter. Eine rege Aussprache loste die Besprechung der Frage des Königinzeichnens mit Stanniol oder Farbe aus. Es wurde beschlossen, alle Mitglieder zur prak­tischen Durchführung dieser neueren bienenwirt­schaftlichen Frage zu veranlassen und dann über Jahresfrist eine Klärung herbcizuführen. Gläser» bestellung und Verteilung von Mittelwänden bil­dete den Beschluß der Tagung.

"Alters-Vereinigung 1883193 3. Aus Einladung der im ersten Vierteljahr gebore­nen Alterskameraden fand am Samstag im Saale des Hotel Schütz das erste Quartalsessen der Al- ters-Vereinigung 18831933 statt. Anter den schneidigen Klängen der Musik der Kapelle C i n - brod und von den übrigen Alterskameraden herzlich begrüßt, vollzog sich der feierliche Ein­marsch der mit Veilchensträußchen geschmückten Ge- burtstagskinder. Die Eröffnungsansprache des 2. Vorsitzenden, Kamerad Götz in Vertretung des 1. Vorsitzenden, Kamerad Appel wurde mit großem Beifall ausgenommen. Vorträge ern­ster und heiterer Dafür und gemeinschaftlich ge­sungene Lieder trugen zur Verschönerung des Abends bei. Die Feier nahm einen schönen und

gewöhnliche nicht in der jagdlichen Gig« nuna begründete Preisoerhältnisse sind hierbei nicht zu berücksichtigen. Bei glaub­haftem Nachweis der tatsächlichen Roh- einnahmen aus der Jagd hat auf Antrag des Steuerpflichtigen das Doppelte der Roheinnahmen als Pachtpreis zu gelten.

2. Der § 3 erhält folgende Fassung: Die

Kreitz Schotten.

Um die ordnungsgemäße Weiterführung der Gemeindekasiengejchäfte zu sichern, weist das Kreisamt Schotten darauf hin, daß die Verordnung des Reichspräsiden­ten über den landwirtschaftlichen Voll- streckungsschutz vom 14. Februar 1933 nur eine Stundung der Rückstände bis zum 31. Oktober 1933 ausspricht. Für be- stimmte Rückstände ist sogar die Fortfüh­rung der Zwangsbeitreibung möglich. Es wird von der Bevölkerung erwartet, daß sie, soweit es in ihren Kräften steht, nach wie vor Zahlungen an die Gemeinde- taffen leistet, um die Gemeinden instand zu fetzen, ihren Verpflichtungen nachzu- kommen. Es geht nicht an, daß ein Teil der Bevölkerung feinen Perpflichtungen nachkommt, während der andere Teil hohe Rückstände besitzt und nicht die tzeringsten Zahlungen leistet. Es liegt auch tm Inter- esse der Bevölkerung selbst, wenn sie Ab­stattungen an ihren Rückständen vornimmt und diese nicht noch mehr anwachsen läßt, zumal ein Erlaß auf keinen Fall zu er­warten ist. Die Vollziehungsbeamten wer­den die Beitreibung der Gemeindegelder usw. im Rahmen der gesetzlichen Möglich­keiten demnächst weiterführen.

M. G. Grode

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Arbeitsamtsvorsitzender beurlaubt.

MSN. Mainz, 27.März. Der Vorsitzende des Arbeitsamtes Mainz, Oberregierungsrat Engel­mann, der Mitglied der SPD. ist, ist durch den Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mit sofortiger Wirkung von seinen dienstlichen Obliegenheiten beurlaubt worden. Die Dienstgeschäfte führt der stellvertretende Vorsitzende des Amtes, Arbeitsamtsdirektor Grün- t h a l e r.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bi» 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.