Crvd vnb Verlag: vrühl'sche Univeifität§-Vuch- und Zleindruckerei R. Lange in Siesten. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchul'traste 7.
Oie deutsche Aufklärung wirkt
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big abgedruckt.
Die Auslösung des Siahlhelms in Vraunschweig
tfkicbten.
8. März. mbad)t.
iWrz.
Bei der Besetzung des Krankenkassengebäudes kam es zu Z u s a in m e n ft ö fj e n zwischen den Schuhpolizeibeamlen und den Insassen des Hauses, wobei es 21 Verletzte gab. Liner der Verletzten ha« einen Bauchschutz erlitten. Betont wird, dah Die Schutzpolizei, als sie mit zwei Zügen das Gebäude besetzte, feststellte, datz auf dem Dach des Orts- krankenkasfengebaudes zahlreiche Leute mit dem Gewehr im Anschläge lagen. Ls stellte sich heraus, datz einige dieser Personen frühere Schuso-Leute und Kommunisten waren. Heber den Koppeln, die zum Teil auf dem Schlotz Sichel und Hammer trugen, hatten die Leute Stahlhelmwaffen gezogen. Auch der politische He* fecent des Landesverbandes des Stahlhelm Kremst e l ist in Schutzhaft genommen worden. Ls befinden fich nunmehr sämtliche Stahlhelmführer mit Ausnahme des Stahlhelmgeschäftsführers, der noch in der Rächt nach Berlin gefahren war. in polizeilichen Gewahrsam. Ls wird angenommen, datz | weitere Maßnahmen im Einvernehmen mit der
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Minister Klagges teilt umfangreiche Verhaftungen im Gebäude der Ortskrankenkaffe mit.
Englische Blätter rücken von der Lügenhehe ab.
Annahme von Mnjeigen für die Tagesnummer Dis zum Nachmittag vorher.
Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Re- hlameanieigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" , mehr.
Chefredakteur
Dr. Friede. Wilh. Lange. • Derontwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton vr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in Biegen.
wurde unter Führung des Kommandeurs zur Ueberholung der Krankenkasse eingesetzt, während SA. und SS. Plätze und Straften in der Umgebung absperrten und säuberten. Die Stahlhelm- Hilfspolizei wurde entwaffnet, Hunderte von Zivilisten, die sich in dem Gebäude auf- hielten, namentlich feftgcffellt und ganze Pakete von ausgefüllten Anmeldungen beschlagnahmt. Unter den sichergestellten Papieren befinden sich mifglieberliften geschlossener Schufo-Formationen. Beichsbannermitgliedsbücher und weiteres belastendes Material, aus dem hervorgeht. daft die Stahlhelmführer bemuftt die Marxisten in ihrer Organisation sammelten. Ls ist ferner feftgcffellt, datz die Schufo-Abteilungen auf Befehl und Verabredung an den Stahlhelm herangetreten sind, um auf diese Weise den Kampf gegen die NSDAP, und die nationale Erhebung führen zu können.
Mehrere im Hause befindliche S t ahlhelm- führe r und sämtliche dort feffgeftellten Zivilisten wurden wegen des verdachtes, eine gegenrevolutionäre Unternehmung vorbereitet zu haben, in haft genommen. Unter den verhafteten Stahlhel-
I mern befinden sich u. a. die Landesführer N o w a ck, Rechtsanwalt L l s m a n n . Dr. 5 pillner und Ingenieur Seidel. — Die verhafteten Marxisten setzten sich aus Reichbannerleuten, Sozialdemokraten und Kommunisten zusammen: unter ihnen befindet sich der Reichsbannersührer hedermann, der bereits zugegeben hat, mit dem Stahlhelm verhand-
I lungen über einen geschloffenen Eintritt seiner verbotenen Organisation in den Stahlhelm geführt zu haben.
sammelte sich eine erregte Menge von Korn- muniften und Sozialdemokraten an, aus deren Mitte drohende Rufe gegen Adolf Hitler und gegen die NSDAP, laut wurden. Unter Duldung des Stahlhelm nahm der rote Mob, der feit Wochen sich nicht mehr aus feinen Schlupfwinkeln herausgewagt hatte, eine drohende Haltung gegen Nationalsozialisten und hitlerjungen an. Ls kam sogar zu Mißhandlungen von hitlerjungen durch Stahlhelmer.
Infolge dieser unerhörten Haltung des Stahlhelm, durch die der Erfolg der nationalen Erhebung in Braunschweig aufs schwerste gefährdet wurde, bemächtigte sich der nationalen Bevölkerung der Stadt eine unbeschreibliche Erregung. Minister K l a g g e s sah sich gezwungen einzugreifen. Schutzpolizei
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fein mögen, so ist dies sicher bedauerlich. 2lber gleichzeitig ist zu sagen, datz nie in der Geschichte eine revolutionäre Umwälzung, tote die jetzt in Deutschland vollzogene, stattgefunden hat, ohne dah gewisse Härten damit verbunden waren.
Meines Erachtens zeugt es von der ungeheuren, dem deutschen Volke innewohnenden Disziplin, dah derartige Eigenmächtigkeiten nur in äußerst wenigen Fällen und auch dann nur in verhältnismätzig milder Form vorge- kommcn sind.
Sie werden selbst bemerkt haben, dah die energischen Aufrufe des Herrn Reichskanzlers und von Minister Goring, welche vor einigen Tagen derartige eigenmächtige Handlungen einzelner unter strengste Strafe stellten, „einen durchschlagenden Erfolg hatten und Falle eigenmächtigen Dorgehens nicht mehr bekannt geworden sind.
Deutsche Wirtschastssührer gegen die ausländische Greuelpropaganda.
Berlin, 27. März. (TU.) Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, Dr. Grund, hat an die Deutschamerikanische Handelskammer in Neuyork ein Telegramm gerichtet, in dem es u. a. heißt: Wir sind sehr erstaunt über Nachrichten von weitreichenden Gewaltakten gegen die jüdische Be-
Aeuhork, 28. März. (WTD. Funkspruch., In der von 20 000 Menschen besuchten Madi - son - Square - Garden - Hall wurde gestern eine Protest Versammlung veranstaltet. Die einzelnen Redner betonten in ihren Ansprachen durchweg ihre Freundschaft für Deutschland und das deutsche Volk und beschränkten ihre Proteste auf die angeblich vorhandene oder in Zukunft mögliche Absicht der deutschen Regierung, gegen die deutschen Iuden vorzugehrn. Die Versammlung, die überaus ruhig und ohne Demonstration verlief, nahm zum Schluß eine Entschließung des Rabbiners Wise an, in der die deutsche Regierung aufgefordert wird, ,ihre judenferndliche Politik und die Ausweisung der Ostjuden zu unterlassen". Sn ihren Berichten über die Protestversammlungen heben die Blätter hervor, daß keine Angriffe auf Deutschland erfolgen würden. Zum erstenmal fielen heute dieMel- dungen überGreuelnachrichten aus Die deutschen Dementis wurden d o Ir f* " "
Oer Abwehrkampf gegen die Greuelpropaganda im Ausland
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llärz. Die Getreide- Haltung, die Üml-Jh' , Angebot aus erber zeldarbcitcn in engen
auch kaum Aach- ber, da das MHI- rtittcl brodelten z.L. e leicht an. 3m all- iveau gegenüber der Leizen 210 bis ri>, > 180, Hafer l« d's und niederrh:in 30 -Soggenllcic 8,40 bti ) 75, Palmkuchen ) Treber 12,10 M "4,50, Mizen. oder gebündelt 2.20. r Getreide je Tonne, [[ogramm in iftric hiesiger W» m bei Waggonbezugz
Lrlcheini täglich, außer Lonniogs und feiertags Beilagen: Die Illustriert. Di,neuer FamUienblatter Heimat m Bild Die Scholl.
monats: Bezugspreis: Mn 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 180 Zustellgebühr .. . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.
Hernsvrechanschlüsse unter Sammelnummer 2251. Anlchrift lür Drahtnachrichten Anzeiger Liehen, pofischeckkonta:
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zubringen vermögen. .
Wie von gut unterrichteter natwnalsoztallst.scher Seite mitgeteilt wird, werde die Regierung nunmehr zulassen, daß alles im Rahmen des Gesetzmäßigen geschehe, was zur Abwehr der Auslandspropaganda geeignet sei. Es handele sich dabei um eine reine Ab- wehrmatznahme. Die Regierung werde sich dieser Abwehrbewegung gegenüber genau so ver- halten, wie sich die ausländischen Regierungen gegenüber der Greuelpropaganda verhielten. Wenn das Ausland dagegen einschreite, werde die Reichsregierung auch gegen die Ad- wehrbewegung in Deutschland einschreiten. Wenn das Ausland dagegen nichts tue, werde Die Reichsregierung in Deutschland den Dingen ihren Lauf lassen.
Die deutschen Kirchen appellieren an amerikanische Kirchenführer.
Berlin, 27. März. (TU.) Die in Amerika geplanten Protestkundgebungen, an denen auch l i r dj l i d& e Greife beteiligt lern sollen haben den Präsidenten des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses D. Kapier veranlaßt, an D. Ladman - Reuyork, einen der hervorragendsten Führer des kirchlichen Lebens in Amerika, die dringende Ditte zu richten seinen Einfluß dahin geltend zu machen, daß nicht auf Grund falscher Berichte Kundgebungen gegen Deutschland erfolgen. Dr. Kapier weist darauf hin. dah die Reichsregierung Ordnung und Sicherheit gewährleistet. — Oberdomprediger D. Burghard t hat als Präsident des deutschen Weltbundes für Freundschastsarbeit der Kirchen sich an die amerikanische Gruppe des Weltbundes sowie an führende Persönlichkeiten des amerikanischen Kirchenbundes gewandt und die dringende Warnung ausgesprochen, übertriebenen und erdichteten Berichten über angebliche Terrorakte in Deutschland Glauben zu schenken.
Oer ReichsauHenmmister spricht zu Amerika.
R e u h o r k, 27. März. (WTB. Funkspruch.) In einer Unterredung mit Dem Chef-Korrespondenten Der Assoiated-Preß erklärte Der Reichsauhenrnmi- ftcr Freiherr von Reurath, Daß der Desorganisierte Berwaltungsapparat nicht ausreiche, um jeDer einzelnen böswilligen Falschmeldung auf Den Grund zu gehen und sie zu dementieren. Ich kann mir", fuhr der Reichsminister fort, diese zur Zeit gegen die deutsche Regierung entfachte Propaganda nicht anders erklären, denn als eine bewußte Miedergeburt der während des
Weltkrieges betriebenen Hetzkampagne.
Wie absurd diese Propaganda ist, haben Sie ja erst vorgestern persönlich erlebt Sie konnten noch am Morgen von unglaublichsten Mißhandlungen lesen, die angeblich den Herren B r e i t s ch e i d und Wels zuteil geworden seien und hatten am Rachmittag Gelegenheit, die beiden Herren als Teilnehmer der Reichstagssihung zu sehen. Mir scheint, daß sich allein mit diesem Hinweis ein Eingehen auf weitere Einzelheiten erübrigt. Wenn zu Beginn der nationalen Revolution gewisse älebergriffe einzelner vorgekommen
Dotierung. Keinerlei organisierte Akte Dieser Art haben stattgcfunden. Jüdische Gc- sa,iftswelt geht unbelästigt ihren Geschäften nach. Ausnahmeakte von Gewalt sind streng mißbilligt und energisch von Der deutschen Regierung unterdrückt worden. Das Geschäftsleben setzt seinen normalen Gang fort. — Auch von dem Präsidenten der Deutschen LanDesgruppe Der Internationalen HanDelskammern, Fr owein, ist an Die amerikanische LanDesgruppe Der Internationalen Handelskammer ein ähnlich lautenDes Telegramm gerichtet worDen.
Reichsarbeitsminister Seldte an Amerikas Frontkämpfer.
•Berlin, 28. März. (ERB.) ReichsarbeitS- minifter Seldte hat in einem Kabeltelegramm an die amerikanischen Frontkämpfer-Organisationen gegen die Greuelpropaganda in fdjärf- ft er Weise Protest erhoben. Der Reichs- arbeitsminister appelliert als Frontsoldat an d i e ehemaligen Frontsoldaten Amerikas und weist sie darauf hm, dah sie trotz erbittertsten Kampfes 1917/18 immer anständige Gegner waren, und daß sie sich an diese Zeit erinnern sollten, wenn jetzt Güge.i- melöungen ihnen das Bild vom deutschen Charakter zu verdunkeln suchen.
M ü n ch e n. 27. März. (ERB.) Wie die Ratio- nalsozialistijche Parteikorrespondenz nutteut, toirD nunmehr Die RSDAP. den Abwehr kampf gegen Die internationale jüdische ®reuel- unD Boykotthetze gegenüber Deutschland x n s ch a rf- st e r F o r m ausnehmen. Es verlautet, daß bereits am Dienstag die Anordnungen für Die Organisation einer gewaltigen Volksbewegung 8 ur Bi 1 - Dung dom Boykottkomitees gegen Die ju- Dischen Geschäfte in Deutschland als Antwort auf Die Boykottdrohungen Des internationalen Iuden- tums ergeben. Gleichzeitig soll in einer ungeheuren Propagandawelle Der Forderung nach Einführung des n u m e r u s clausus für die Beteiligung des Judentums an bestimmten akademischen Berufen und öffentlichen Einrichtungen Ausdruck gegeben werden. Heber 8 Millionen Menschen sind in Deutschland arbeitslos, und unser eigenes Intelligenzproletariat zahlt nach vielen Hunderttausenden. Trotzdem hat das Deut- sche Bolt Hunderttausenden von jüdischen Intellektuellen die Teilnahme an diesen akademischen ‘Berufen gestattet. Dieselben jüdischen Akademiker find eS in erster Linie, Die heute Deutschland als Dank Dafür vor Der Welt in einer wahrhaft schamlosen Lügenhehe heruntersetzen.
Zur Abwehr Dieses Treibens wird nunmehr die Forderung erhoben werden, dem Iudentum in D eutschland an den Hochschulen, in den ‘Berufen der Rechsanwälte und der Aerzte nur Dieselbe Quote zuzubilligen, die sie in oer Gesamtzahl der Einwohnerschaft Deutschlands ausmacht. Der Abwehrkampf soll durch Bildung besonderer Aktionskomitees mittels einer riesenhaften Aufklärungspropaganda geführt werden. Damit wird vielleicht gerade dieser jüdisch-internationale Hahfeldzug gegen Deutschland anläßlich einer Revolution, in der Dem Iudentum kein Haar gekrümmt wurde, zum Anlaß toetDen einer schon längst erwünschten Klarstellung des BerhältnisseS zwischen dem Deutfd) en Staatsvolk und jenen, Die für Die ihnen gewährte GastfreunDschaft kein Berständms auf-
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Keine Sinmischunq Washingtons
Washington, 27. März. (TU.) Staatssekretär Aull und Die amtlichen Kreise Des Staatsdepartements fühlen sich Durch Den Bericht Der Berliner amerikanischen Botschaft erleichtert. Staatssekretär Hüll befürchtete offenbar, unter Dem unbeschreiblichen Druck Des amerikanischen IuDentums gegen seine eigene Absicht zu irgendwelchen amtlichen Schritten gezwungen zu werden. Er betont beson- Ders im Hinblick auf Die bevorstehenDe Weltwirt- schaftskonferenz, daß Die amerikanische Regierung nicht beabsichtiae. Das Deutsche Volk Durch eine Einmischung in feine eigenen Angelegenheiten zu irritieren. r v _
Die amtlichen Kreise Washingtons sowie Der Zen- traloerein Deutscher Staatsbürger jüDischen Glaubens haben, allerbings erfolglos, alles v e r - sucht, um Die für Den heutigen Montag angekün- Digten Prote st Versammlungen zu verhin- Dern. Die Deutschen Juden haben betont, sie befürchteten, Daß eine übertriebene PropaganDa gegen Deutschland sich als Bumerang auswir- k e n könnte.
Stärkere Zurückhaltung in Reuyork.
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Angebot, auch rlahl- nach. Späte Reichs mit 84,50 d. f) Brief lag schwach und 0,50 nbbriefen lagen ein- ip. Bank 0,75 v fj, ,40 bis 14,2-5, Silbe mtzgebielsanleihe 8,75, -ichsbahn-M. 10025, ), Gelsenkirchen 60.2- • 5, AEG. 36, Daimler 3. Farben 136.13 bü - 136.50, Rhein GW« ,50, Siemens 164-50,
Nr 74 Erstes Blatt 183. Jahrgang Dienstag, 28.März 1935
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Ein weiterer amtlicherBericht.
Braunschweig, 27. März. (MTB.) Der braunschweigische Jnnenminisker teilt ferner amtlich mit: „Der Stahlhelm. Ortsgruppe Braunschweig, nahm feit Tagen ganze Scharen neuer Mitglieder aus Den aufgelösten und niedergeschlagenen Organisationen auf. heute nahm diese Eintrittsbewegung Massencharakter an. Hunderte ehemalige Reichsbannermitglieder, Sozialdemokraten und Kommunisten zogen jum Teil in geschlossenen Abteilungen und unter Bedeckung durch Slahlhelm-hilss- Polizei zum wachtlokal des Stahlhelm indem Gebäude der Ortskrankenkasse. Fortgesetzt wurde Freiheit, Front heil und Rot Front gerufen.
Bot dem Hause und in den anliegenden Straßen
London, 28. März. (WTB. Funkspruch.) Die Blätter berichten eingehend über den Beschluß der deutschen Regierung, für den Fall der Fortdauer der unter jüdischer Führung in Gang befindlichen Propaganda im Auslände schärfste legale Gegenmaßnahmen zu treffen. Ebenso veröffentlichen sie die nachdrückliche Zurückweisung DeS BersucheS einer Wiederbelebung Der ©rcuel- propaganDa, Die Der Reichsaußenminister erteilt hat.. Meistenteils beschränken sich die Zeitungen in Dieser Frage auf einfache Tatsachenberichte und es zeigt sich das offenbare Bestreben, kein Oel in Das Feuer zu gießen. — Eine Ausnahme macht leDiglich Der sozialistische DailhHeral D“,Der sich aus polnischer Quell e mit neuem Material versorgen läßt. Auch „S aiii) M i r r o r‘‘ i “na „toiaen
bezieht DaS seinDliche PropaganDamaterial aus Reichsregierung erso g . ,
einem Warschauer Blatt- Besprechungen M
An1ch°uldigun°g«n F°uch,w°nä-r^°°rösi°nttich"ha" Berlin 28. Mörz. <CN». MM erklärt heute unter Der Ueberschrift „Wie Die links- halb Der 'Reid)5regierung roaren Besprechungen über radikalen PropaganDisten übertriebene MelDungen Die m
über antijü^ische Grausamkeiten in DeutschlanD be- Minister SelDte hat als erster BunDessuhrer Des nutzen um ihren eigenen Zwecken zu Dienen", es Stahlhelms Die Untersuchung Der Borgange s e l b f wüste'festgestellt werben, Daß Die Aktion auf sozia- in die hanD genommen Cr sich bereits von listische Propaganda zurückzuführen ist. Die Links- einem führenden Mitglied des Brcmnschwemer Lun radikalen versuchten jetzt, ihre eigene Schlacht unter desverbandes Bericht er ft alten taffen unö bem Banner von Juda zu kämpfen. Deutschland hat hatte Dann eine längere Besprechung mit Reichs zwei btallge Revolutionen erlebt, Die Dritte äugen- Minister Göring. Da es sich um em-^nDermaß. blickliche ist bisher fast ohne Blutvergießen vorbei- nähme hanDelt, Die m das Ressort Des Relchsinnen gegangen. Es mehren sich jetzt auch Die Stimmen Ministers gehört, ist natürlich auch Dr. Frick an von vernünftigen JuDen in EnglanD. Das bekannte Der Klärung Der Dinge maßgebend teteilrßt. Im Mitglied des Manchester Judentums, Nathan Las- Laufe des Tages wird auch die B u n d e s l e l t u n g k i trat ber Einberufung einer Protestkundgebung Des Stahlhelms sich zu Den Vorgängen äußern, so- unD Dem Boykott Deutscher Waren entgegen unD balD Klarheit geschaffen ist. T_... m . . betonte. Daß Der FrieDe Europas jetzt an einem In Kreisen der nationalsozialistischen gartet Dünnen FaDen hänge. Auch er weist Darauf hin, und der SA. besteht die Auffassung, von links
wenn man Die Deutsche Geschichte lese, so werDe man werde lebhaft versucht, die nationalen Berbande
finDen, Daß keine Deutsche Revolution in Der Ver- von innen her SU zersetzen und sie
aanaenheit f o unblutig gewesen sei wie Die g e g e n e i n a n d e r z u h e h e n. Wenn zett zum
btziae. Premierminister MacdonalD tue äugen- ersten Male der geschlossene Tiebertritt von Or-
blickllch sein äußerstes, um Den FrieDen ganisationen der Eisernen Front zum Stahlhelm
Europas und Deutschlands zu sichern beobachtet worden fei, so sei diese Aktion natur-
und fo heißt es Dann weiter, „wir wollen ihm sich durch E i n 5 e I e i n t r x. tt e ü o>r ber e 1 -
I nicht m Wege stehen." tet gewesen. In Kreisen der RSDAP. ist man
9 ' 9___________ der Auffassung, nachdem der Charakter dieser
Zersetzung durch Provokateure einmal klar erkannt sei, dürfte die Angelegenheit damit erledigt sein und weitere derartige ZersehungS- manover dürften unwirksam bleiben. Matt erwartet, dah nach einer Umorganisierung des Braunschweiger Stahlhelm daS Verbot deS Stahlhelm wieder aufgehoben
wird.
Eine Erklärung des Giahlhelm-Bundesamis.
H a l! c, 28. März. (ERB. Funkspruch.) Zu der Meldung über die Auslosung des Stahlhelms in Braunfchweig wird vom StahlhelmbundeSamt in Berlin mitgeteift, eine geschlossene Aufnahme von roten Berbänden im Stahlhelm Braunschweig sei n i ch t v 0 r g e n 0 m m e n worden. Allerdings seien solche Berbäickie in ge- schlossenem Zuge zwecks Aufnahme z u m Werbebureau deS Stahlhelms gezogen. Etwaige gegen die BeidjSregietung gerichtete Rufe in diesem Zuge fallen also nicht dem Stahlhelm zur Last. Der Geschäftsführer des braunschweigischen Stahlhelms weile beim Stahlhelmbundesamt in Berlin und werde dort vernommen. Im übrigen schweben die Der-


