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27.11.1933 Erstes Blatt
 
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Ur. 278 Erstes 183. Jahrgang Montag, 27. November 1933

GietzeimAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Frankreichs neues Kabinett gebildet.

Auch die Negierung Lhautemps trägt Llebergangscharakter.-Gchmale parlamentarische Basis. Geringe personelle Veränderungen.

Die Ministerlifte.

Paris. 27. Nov. (1BI23. Funkspruch.) Um 2.50 Uhr französischer Zeit Hai Ministerpräsident Lhautemps sein Kabinett wie folgt gebildet: Minislerptäsidlum und Inneres: Lhautemps, Abgeordneter, Radikal;

Justiz.- Raynaldy, Senator, Radikal;

Auswärtiges: Paul-Boncour, Senator, Un- abhängig;

Finanzen: Bonnet, Abgeordneter, Radikal; Budget: Marchandeau, Abgeordneter, Radikal; Krieg: Daladier, Abgeordneter, Radikal;

Lhautemps.

Kriegsmarine: S ar raut. Senator, Radikal;

Luftfahrt: Lot, Abgeordneter, Radikal-,

Rationale Erziehung: de Monzie, Abgeordneter, rechtsstehender Sozialist;

Ocffenttiche Arbeiten: paganon, Abgeordneter, Radikal;

handel und Industrie: Laurent-Eynac. Ab­geordneter, radikale Linke;

Landwirtschaft: 2 u e u i l l e, Abgeordneter, Radikal; Kolonien: Dallmier, Abgeordneter, Radikal;

Arbeiten und soziale Fürsorge.- Lamoureux, Ab­geordneter, Radikal;

Pensionen: Ducos, Abgeordneter, Radikal;

Post und Telegraphen: Mi stier, Abgeordneter, Radikal;

Oeffentliche Gesundheitspflege: Israel, Senator, Radikal;

Handelsmarine: Frot, Abgeordneter, rechtsstehen­der Sozialist, bei keiner Fraktion eingeschrieben.

Die Liste der Unterstaatssekrekäre liegt noch nicht vor.

Ministerpräsident Lhautemps hat heute früh nach der Bildung seines Kabinetts folgende L r - kläru ng abgegeben:

Einige Kreise werden finden, dost die neue Re­gierung keine neuen Persönlichkeiten aufweist. Ich für meinen Teil erachte es für sehr nützlich, durch Beibehaltung der gleichen Persön­lichkeiten in Zellen politischer Krisen eine ge­wisse Stabilität zu wahren. In meinem Ka­binett herrscht das radikale Element vor. Die Devise der neuen Regierung wird sein, den na­tionalen Notwendigkeiten Rechnung zu fragen. SHs Hauptaufgabe der Jetztzeit bezeichnete Lhan- temps den Ausgleich des Budgets, die Sicherung des regelrechten Funktionierens der par- lamentarischen Einrichtungen und die Wahrung der außenpolitischen Linie.

h e r r i o t, der mit Rücksicht auf seine Gesund­heit eine unmittelbare Beteiligung an den Regierungsarbeilen a b g e l e h n t hat, hat, wie havas meldet, um seine Solidarität mit der neuen Regierung zum Ausdruck zu bringen, sich bereit erklärt, Delegierter Frankreichs beim Völkerbund zu sein und außerdem etwaige diplomatische Sondermissio- nen im Auslande zu übernehmen, die die neue Regierung ihm anvertrauen werde.

Der neue Führer.

Der neue ftanzösische Ministerpräsident und In­nenminister C. Lhautemps wurde im Jahre 1885 als Sohn des im Jahre 1918 verstorbenen Vizepräsidenten des Senats in Paris geboren. Er hat die Iuristenlaufbahn eingeschlagen und sich gleich seinem Vater früh dem Parlament und der Politik gewidmet. Seit dem Jahre 1919 gehört er der französischen Kammer an und zählt zu den führenden Persönlichkeiten der radikalsozia- l i st i s ch e n Partei. Im Jahre 1924 übernahm er in der Kartellregierung herriots das In­nenministerium und im Oktober 1925 unter Pain - lev 6 das Justizministerium. Später war er in einem Kabinett Vriand und im zweiten Kabinett Herri o t wieder Innenminister. Vom 21. bis 25. Februar 1930 hat er als Nachfolger Tardieus

schon einmal ein Kabinett gebildet, das sich aber nicht als lebensfähig erwies. Danach hat er in den Kabinetten Steeg, herriot, Paul-Voncour, Daladier und Sarraut das Innenministerium ver­waltet.

*

Frankreich hat innerhalb weniger Tage wieder ein Kabinett erhalten, aber niemand weiß, ob es eine Regierung von Dauer sein wird. Die Wahrscheinlichkeit spricht sogar dagegen, daß der neue Ministerpräsident Lhautemps lange im Amte bleiben wird, denn die parlamentarische Lage hat sich nicht geklärt und die Basis der neuen Kombination ist noch schmaler als die der vor- hergehenden. Die neue Ministerliste wirkt wie eine Wiederholung des Experimentes, das Lhautemps im Jahre 1930 mit einer rein radikalen Regierung versucht hat. Damals wurde er bei seinem er­sten Auftreten vor der Kammer ge- stürzt. Seit den Wahlen vom vorigen Jahre lie­gen die Verhältnisse etwas günstiger, aber immer­hin so, daß entweder die Sozialisten ober die rechts

Scharfe Kritik

Paris, 27. Nov. (WTB. Funkspruch.) Obwohl sich in der linsstehenden und in der Regierungs­presse eine gewisse Enttäuschung darüber zeigt, daß es Ministerpräsident Lhautemps nicht gelungen ist, die von ihm geplante Konzentration durch­zuführen, nehmen sie das Kabinett freundlich auf. Man hält Lhautemps für geeignet, das Parlament zu zwingen, endlich Farbe zu bekennen. So schreibtOeuvre": Man darf jetzt nicht mehr zögern; entweder muß man mit sofort wirksamen Mitteln den Haushaltsausgleich schaffen ober man treibt in b i e schlimmsten Aben­teuer hinein. Die Aufgabe ber neuen Regierung besteht daher darin, das Parlament unverzüglich vor seine Verantwortung zu stellen. Der Name Lhautemps und seine Vergangenheit sind nach Auf­fassung desHomme Libre" eine Garantie gegen d i e Demagogie von rechts und links, die Frankreich an den Rand des Abgrun­des bringe.Unser Freund Lhautemps", erklärt Ere Nouvelle", besitzt in höchstem Maße die not­wendige Umsicht und Autorität, um einem jeden den Weg der Pflicht zu weifen. Die ihres Namens würdigen Republikaner werden ihm folgen. Das Land hat ihm feit langem Vertrauen geschenkt. Weiterhin gibtEre Nouvelle" der Er- Wartung Ausdruck, daß Lhautemps sich außenpoli­tisch weder in das Schlepptau Italiens noch in das Englands nehmen lassen wird.

V e r l i n, 25. Nov. (TU.) Der französische Bot­schafter in Berlin, F ranxois Poncet, wurde gestern vom Reichskanzler Adolf Hitler empfangen. Der deutsche Botschafter Roland Köster hat am Samstag den Generalsekretär am Quai d'Orsay, Leger, einen Besuch abgeplattet. Es handelt sich um einen der üblichen Besuche, die der deutsche Botschafter von Zeit zu Zeit dem Quai d'Orsay abftatfet.

Die Unterredung des Führers mit Francois Poncet, die in der Pariser Presse zunächst als der Auftakt für die kommenden deutsch - fran ; ösisch en Besprechungen bezeichnet wurde, wird heute anscheinend auf höhe­ren Wink lediglich als ein allgemeiner Mei- nungsaustausch fjingeffellt. Immerhin betont man, daß dieser Meinungsaustausch zur Klä­rung der gegenseitigen Absichten gedient habe. Diese vorsichtige Einstellung der Blätter verfolgt den Zweck, jeden Eindruck zu vermeiden, als ob F r a n k- reich öle Initiative für die Besprechungen ergriffen habe, um dadurch von vornherein einer späteren Verantwortung zu entgehen. Der

TrennungvonderVerlmerReichs- leitung der Glaubensbeivegung.

Stuttgart, 25. Nov. (TU.) In Zusammen­hang mit den gegenwärtigen Erörterungen über das Verhältnis von Kirche und Glaubensbewegung Deutsche Christen" haben die Tübinger Theologieprofessoren Fezer, Weißer und Rückert ihre Beziehungen zur Glaubensbe-I wegungDeutsche Christen" gelöst. Fezer hatte dem |

von den Radikalen stehenden Gruppen zur Mehr- heitsbilbung notroenbig sinb. Chautemps hat aber weder von ber einen noch von ber anberen Seite Zusagen erlangen können; nicht einmal bie N e u s o z i a l i st e n sinb gewonnen worben.

Seine drei Vorgänger auf bem Posten des Ministerpräsibenten, Paul-Boncour, Dalabier .mb Sarraut hat Chautemps in ben Fachministerien, die sie bisher innehatten, b e i b e h a l t e n , so daß trotz der unsicheren parlamentarischen Lage und der Schwieriokeiten grundsätzlicher Entscheidungen 'ine gewisse Kontinuität ber Regierungspolitik ge­wahrt ist. Die wirkliche Entscheibung über bie Orientierung ber französischen Politik innerhalb Europas ist mit Rücksicht auf bie brängenben Fi­nanzprobleme roieber einmal vertagt worben. Chautemps hat bie Absicht, nach bem Voubilbe Poin- carö vom Sommer 1926 einProgrammrück- sichtsloser Einsparungen burchzuführen. Es fragt sich aber, ob er unter ben gegenwärtigen Umständen über genug Zeit unb Autorität verfü­gen wirb.

auf der Rechten.

Dagegen will bie Rechtspresse voraussagen können, baß bem Kabinett Chautemps keine lange Lebensbauer beschieben sei, unb baß es nur eine vielleicht letzte Etappe auf bem Wege für nationale (Einigung barsteile.Seit 1932", schreibtEcho be Paris",hält eine Clique unfähiger unb ungeschickter Politi- f e r bas Kommanbo. Viermal wurden sie davon- gejagt und zum fünften Male kehren sie wieder. Aber die Ereignisse gehen schnell. Die natio­nale Einigung ist im Anzug und sie wirb sich burch- setzen, weil nur sie bas Lanb vor einer schrecklichen Katastrophe retten kann. Man wirb bann nicht wehr um bie Auflösung ber Kammer unb bie Re­vision ber Verfassung herumkommen."Figaro" kritisiert insbefonbere bie Beibehaltung Paul- Boncours als Außenminister. Sie sei sehr gefährlich gerabe in ber Stunbe, in der Ver­handlungen mit Deutschland beginnen sollten. Der Zeitung Herv6s,Victoire", der wieder­um für die deutsch-französische Aussprache eintritt, liegt vor allem die Frage am Herzen, ob auch das Kabinett Chautemps in seiner Regierungserklärung sich über bie Frage ber deutsch-französischen Zwie­sprache ausschweigen -wirb, unb, so wie bas Kabinett Sarraut, aus Mangel an Mut unb Entschlossenheit es kläglich ablehnen würbe, hierzu Stellung zu nehmen.

T e m p s legt besonderen Nachdruck auf die Fest­stellung, daß im Laufe der Unterredung keine Frage ausführlich behandelt worden sei, sondern daß sich der französische Botschafter darauf beschränkt habe, die Auffassung des Füh­rers anzuhören, um sie seiner Regierung zu übermitteln.Paris Soit betont, daß es sich um eine Fühlungnahme gehandelt habe, deren Zweck darin lag, den Charakter der künf­tigen Unterredungen zu umreißen. Die Aussprache zwischen dem Führer und dem franzü- fischen Botschafter habe sich sehr günstig abgewickett und könne greifbare Ergebnisse zeitigen, sobald das französische Kabinett gebildet sein werde.

Im Zusammenhang mit der Unterredung zwischen dem Führer und Franxois Poncet wird von der Presse auch die Rede Sir John Simons besprochen. DieL i b e r t 6 schreibt, England wolle, daß die Versöhnung unter seiner Führung und mit seinem Segen sich vollziehe. Die diplomatische Formelbilaterale Verhandlungen ändere an dem Stand der Dinge nichts. Hitler habe die Partie schon zu dreivisrtel gewonnen.

Derfassungsausschuß ber Deutschen Evangelischen Kirche als Vertrauensmann ber Deutschen Theo­logischen Fakultäten angehört. Er hatte kürzlich einen Ruf an bie Berliner Universität abgelehnt. Bei ber Wahl bes Reichsbischafs auf ber National- ftjnobe in Wittenberg leitete Prof. Fezer bie Wahl­handlung. Seine Trennung von ber Berliner Reichs- leitung ber Glaubensbewegung hat ferner vollzogen Prof. Dr. Friedrich G o g a r t e n (Breslau) unb mit ihm die hinter ihm stehenden Pfarrerkreise in Schle­sien, Sachsen unb Thüringen, ferner Professor Dr.

Schuma nn (Halle), früher in Gießen, ber wäh­rend der letzten Monate im Stabe bes jetzigen Reichsbischofs an bem kirchlichen Reformwerk füh­rend beteiligt war unb neben Prof. Fezer ber einst­weiligen Leitung ber Deutschen evangelischen Kirche bis zur NationalsynoNe angehörte. Seinem Protest­schritt hat sich Prof. Kohlmeyer (Halle) ange­schlossen, ebenso ber Tübinger Professor Gerhard Kittel. Auch bie in ber Glaubensbewegung ber Deutschen Christen in Hessen fllhrenben Theo­logen ber Gießener Universität Prof. Heinrich Born kämm unb Prof. Hänchen haben ihre Beziehungen zur Berliner Reichsleitung abgebrochen. Bischof Thom, Stubienrat Ca11iebe unb Prof. Dr. Beyer haben für ben Gau Pommern ber Glaubensbewegung Deutsche Christen eine län­gere Erklärung abgegeben, in ber sie sich in Treue hinter ben Reichsbischof stellen, aber ablehnen, von ber Berliner Reichsleitung ber Glaubensbewegung weitere Weisungen entgegenzunehmen.

lieber bie Auseinandersetzungen in ber Glau­bensbewegungDeutsche Christen" liegen weiter fob genbe Meldungen vor:

Die ßanbesleitung ber Glaubensbewegung i n Bayern übergibt ber Öffentlichkeit eine Erklä- lung, in ber folgenbe Forberungen ber bayerischen Vertreter auf ber Weimarer Tagung ber Glaubens­bewegung aufgestellt werben: Die Glaubensbewe- gung sollte bas, was im Berliner Sport­palast geschehen war, öffentlich unb ein­deutig verurteilen, ihre Mitglieber i m Sinne bes Erlasses bes Reichsbischofs auf Schrift unb Bekenntnis verpflich. te n unb jebe Kirchenpolitik untersagen, sollte ga­rantieren, baß Absetzungen künftig nur noch auf Grunb eines orbnungsmäßigen Gerichtsverfahrens vorgenommen werben dürfen, endlich sollte eine Neubildung der Reichsleitung erfolgen. Der Reichsleiter, der erst sehr spat erschienen sei, habe eine inzwischen veröffentlichte Kundgebung vorgelegt, in der gefordert wurde, daß sich die Amtswalter der Bewegung geschlos- fen hinter ihn zu stellen hätten. Das sei, so fährt bie Erklärung fort, nach allem, was ge­schehen war, eine Forderung, ber bie bayerischen Vertreter aus ihrem Gewissen heraus w i b e r spre ch e n mußten. Da biefer Standpunkt von bem Reichsleiter entgegen seinen früheren Erklärungen nicht mehr anerkannt worben sei, habe ber baye­rische ßanbesleiter für bas ßanb Bayern ben Austritt aus ber Glaubensbewegung Deutsche Christen ausgesprochen.

DieThüringische Staatszeitung" veröffentlicht eine Bekanntgabe ber ßanbesgemeinbe Thü­ringen berDeutschen Christen", wonach am Frei- tagvormittag bie Trennung zwischen ber Kirchen- beroeaung berDeutschen Christen" Thüringens und der Glaubensbewegung des Bischofs Hoffenfelder Berlin vollzogen worden sei. Die Führung der bisherigen GlaubensbewegunqDeutsche Christen" in Württemberg, die sich von der Reichslei­tung getrennt bat, hat beschlossen, dem Pfarrer- N o t b u n d beizutreten, desgleichen die kirchlich- theologische Arbeitsgemeinschaft. Damit haben rund 800 Pfarr-r Württembergs und die hinter ihnen stehenden Gemeinden nach einer Mitteilung bes bor­kigen Evangelischen Pressedienstes mit ber Glau­bensbewegung Deutsche Christen gebrochen.

Reichsbifchof Mütter zur ftr<6hd>en Lage.

Königsberg, 26. Nov. (OB.) Am Token- fonnlag weltte Reichsbischof Müller hier, um sich von seinen Königsbergern zu verabschieden. Reichsbischof Müller gab dem Vertreter des Lontt-Büros seine Stellungnahme zu der derzeitigen kirchlichen Lage bekannt. Auf die Frage über die Gründe des Austritts der Tübinaer Theologieprofessoren F e; e r , w e i ß e r und R ü k - kert aus der Glaubensbewegung Deutsche Christen betonte, der Reichsbischof, daß die Loslösung auf rein persönlichen Auseinandersetzungen beruhe und tnlf ber Sache selbst nichts zu tun habe. Die vorwürfe, die von der Gegenseite erhoben wurden, entbehrten ieder Grundlage, seitdem er erklärt habe, daß sich die neue evangelische Kirche aufBibelundBe- f en n tn i 5 gründet, wer daran zu deuteln wage, sei ein Verbrecher an der Einheit des dentschen Vol­kes. Er, der Reichsbischof, sei nicht gewillt, auch nur im geringsten den Unruhestiftern nachzuaeben. Er wolle mit ber nationalsozialistischen Bewegung. die das Dritte Reich verkörpere, die Kirche bauen und denke nicht daran, geaen diese Beweaung oder ihre Ziele auch nur irgend etwas zu unternehmen. Wir sind, so betonte Reichsbischof Müller zum Schluß seiner Ausführungen, aus der nationalsozialistischen Bewegung herausgekommen und halten ihr und dem Führer die Treue und wollen zusammen mit Adolf Hitler die neue deutsche Kirche bauen.

Rücktritt des KirchenministerS D. Schöffel.

Berlin, 25. Nov. (TU.) Amtlich wird durch den Evangelischen Pressedient gemeldet:

Der Kirchenminister D. Dr. Schöffel, La n- desbischof von Hamburg, hat heute dem Reichsbischof um seine Entlassung aus seinem Amte als Kirchenminister ge­beten. Der Reichsbischof hat diesem Anträge ent- sprachen. Nach ber Verfassung ber deutschen evan­gelischen Kirche werden bie Führer ber lutherischen ßanbeskirchen für feine Nachfolge Vorschläge zu machen haben. Die Geschäfte bes bisherigen Kir­chenministers D. Dr. Schöffel werben vorläufig

Die Ausnahme in der Presse.

Der sranMche Mschaffer beim Reichskanzler.

Vorspiel zum deutsch-französischen Meinungsaustausch.

DieAuseinandersehung bei derGiaubens- bewegungDeutsche Christen"