Ausgabe 
27.10.1933 Erstes Blatt
 
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m in btt Presse.

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Sechs Monale in der Gewalt chinesischer Straßenränder.

($01; .Ts chang tschun ,26. Okt. (TU.) Der amerika- "M uni«6 Nische Missionar Dr. Nils Nilsen, der vor sechs 1! Monaten von chinesischen Straßenräu- Mj.j, oern überfallen - id in die südöstlich von ''Voltes Mzl« Mukden gelegenen Berge geschleppt wurde, ist dieser ,r ,u, boBJ gjir |irt> Tage nach abenteuerlichen Befreiungsversuchen ent- n verleid^ öaV': kommen. Die Banditen verlangten damals ein ,ilier N 2üseg." ' ~ "

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über die Freilassung Nilsens oerhi ____

Mo wurde aber ebenfalls überfallen und »nt führt. Inzwischen nahmen die Behörden mit

Das LuftschiffGraf Zeppelin" flog am Donnerstag mehrere Schleifen über dem Zentrum Chicagos und der Weltausstellung und landete so­dann um 14.10 Uhr MEZ. auf dem Flugplatz Cur- tißwright, wo 250 Infanteristen als Landemann­schaft warteten. Dr. Eckener verließ das Luft- schiff und begab sich in die Stadt zur Besichtigung der Weltausstellung. Nach einem offiziellen Emp­fang fährt er mit der Eisenbahn nach Acron zu­rück.Graf Zeppelin" siva nach schnellem Passagier- und Postwechsel über Milwaukee nach Acron zurück. Um 9.45 Uhr Ortszeit (16.45 Uhr MEZ.) überflog auilw Vas Luftschiff Seattle Creek, um 12.15 Uhr Ostnor- ab Halt« Malzeit die Stadt Detroit.

Zwei deutsche Flugboote nach Rio unterwegs.

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;elö in Höhe von einer Million Pen, aber die innen1 'nen ®a' mandschurischen Behörden lehnten es ab, auch nur (f. ist unl«,I; ^,nPn Pfennig zu zahlen. Später wurde in Zusam- .r anj, (i* 3-itenarbeit mit ja . manischen Truppen eine Straf- @od 1 jjoÖtNrre i> i1: non in Marsch gesetzt; die Straßenräu-

nnd urruf un' ju evc-T1' $ev* itifyten indessen ständig andere Schlupfwinkel - a auf, wodurch sich das Beffeiungswerk in den Ber­

gen außerordentlich schwierig gestaltete. Ein in ---J - '*=rL japanischer Po- tc am 16. Okto-

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ebütben. Str bisherige Bud euxistaurbuMmlimiiste i)at aber Georges B°n5ti m behalten. Sn ben übrigen gewisse Verschiebungen inner, '"als einottreten Unferftaats- isitrn unb Inhaber technischer schen Mnistem anfgeriidt.

51 ar teil greift bie Regie, hinaus. Abgesehen von zwei nb einigen unabhängigen W> H^inettsmilgfieber anerfonnie nner ber Radikalen ere ist eine Erweiterung^ Lumahme von Reusozialifter iS Äabinett Carraul stellt flq itr Rekonstruktion bei uf bentbar schmälster. ausgefprodjent Minderheit--! nn es nur als eine 11/ btt> b Erwartung einte Umgnp' 5er politischen Fronten de-

Christenheit der gesamten Welt wen­den, um des guten Gewissens und um der Wahr- heU willen: Bei dem großen Streit der Meinungen, die entstanden sind durch Deutschlands Austritt aus dem Völkerbund, geht es ja um viel mehr als um die Dinge des äußeren vergänglichen Lebens. Es geht darum, ob im Leben der Völker und Menschen die Wahrheit herrschen soll oder die Luge. Wir leben in Deutschland wie auf einer Insel, die umgeben ist von waffenstarrenden Soi­fern. Wir sind abgerüstet und wehrlos gemacht wie kein Volk der Erde. Uns ist heilig und teuer versprochen, daß alle Länder der Welt ihre Rüstungen einschränken würden, wenn Deutschland abgerüstet sei. Dieses Versprechen ist nicht gehalten. Dafür verstärken alle Völker rings um uns noch in wahnsinniger Verblendung ihre Rüstungen. Sie reden von Frieden und meinen den Krieg. Gegen die Herrschaft eines solch christusfeindlichen Gei st es der Lüge und Unwahrheit rufe ich die gesamte Christenheit der Welt auf zum flammenden Protest. Aus solch gottfremdem Geist kann kein ehrlicher und gerechter Friede unter den Völkern werden. Haß und Zwietracht vergiften Menschen und Völker. Sie bringen Unglück und Not über alle Länder. In dieser Notzeit, wo es um die ent­scheidende Frage geht, ob die Wahrheit oder die Lüge die Welt regieren soll, bitte ich alle christ­lichen Kirchen im Kampf um die Wahrheit zu­sammenzustehen, damit wieder Gott die Ehre ge­geben wird und Gottes Wahrheit die Völker er­leuchte und heilige."

Aus aller Wett.

Ständiger Rückgang der verbrechen in Berlin.

. Der neue Leiter der Berliner Kriminalpolizei, Re- gierungsdirektor Schneider, äußerte sich, wie der Angriff" meldet, eingehend über die Maßnahmen zur wirksamen Bekämpfung des Verbre- ch e r t u m s in Berlin, die zu einem erfreulichen Rückgang der Kriminalität geführt haben. Seit der Machtübernahme durch die Männer der nationalsozialistischen Revolution, so erklärte er u. a., sind besonders die Raubüberfälle zu­rückgegangen. Auffällig ist dabei das völlige Auf­hören der schweren Raubüberfälle unter Anwen- düng von Waffen. Desgleichen haben die Plün- derungen von Lebensmittelgeschäften im ver- gangenen Jahre eine wahre Großstadtplage voll- kommen aufgehört. Im Jahre 1933 ist bisher nicht ein einziger Fall zur Anzeige gelangt. In der Zeit vom März bis September hat sich in Groß-Berlin fein einziger Raubmord ereignet. Wenn sich seitdem leider wieder zwei Raubmordfälle zuge­tragen haben, so steht diese Zahl in keinem Ver- hältnis zu früheren Jahren, in denen monatlich durchschnittlich zwei bis drei Raubmorde zu ver­zeichnen waren. Der Berufsverbrecher weiß heut­zutage ganz genau, was ihm blüht, wenn er wie­der mit feinen Spezialvergehen vor Gericht erschei- nen muß. Die Richtigkeit der Abschreckungstheorie hat sich schon jetzt durchaus erwiesen.

Zwei Todesopfer eines Verkehrsunglücks.

Ein schweres Verkehrsunglück ereignete stch auf der Einfahrtstraße nach Haltern (West­falen). Ein Lastwagen, der einem die Fahrbahn überquerenden Radler vorschriftsmäßig nach rechts ausgebogen war, überfuhr diesen Radfahrer, als er sich plötzlich wieder umwandte und die Mitte der Fahrbahn benutzte. Gleichzeitig überfuhr der Lastwagen auch noch eine Radfahrerin, die an­scheinend auf der falschen Straßenseite gefahren war. Schließlich überfuhr der Wagen noch, bevor er zum Stehen kam, eine Frau, die den Sommer­weg überqueren wollte. Der Radfahrer und die Radfahrerin waren beide auf der Stelle tot. Die Fußgängerin erlitt erhebliche Verletzungen. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht restlos ge­klärt. Man nimmt aber an, daß der Radfahrer durch sein unvorschriftsmäßiges Fahren Schuld an dem Unglück hatte.

Graf Zeppelin" über der Weltausstellung von Chikago.

l MW.'Funkspnlch.) Das Tb sch, m»Figaro" chnch heutigen Dahlen an, er Kammer vvrsteller liitertrift vorher }u vermeid- me des neuen Kabinetts m de indeitllch; man glaubt mb» it keine Schonens' :.Ä ich

iiebergangscharaliec.

Karis' fragt ob ber neue ) wagen werbt, mutig «eg»

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,n F/fufi btm Willen dir - Zwei Dornier-Wal-Flugboote, die am Donners- er ihr fagmorgen von Travemünde zu einem Versuchs- Ij'-VW* loeKlij? .U>R i o d e Janeiro aufge-

Begen und/ trafen a 3m Donnerstagnachmittag um

, 15.3) Uhr MEZ. im e englischen Seeflughafen Wool-

y /L fbm bet Southampton s'ol ein. Trotz schlechtem Wetter

'/eHpalyll fn$ der Flug der be;.beröen deutschen Flugboote, die > W( tnttr der Führung t e Jer Flugkapitäne v. Stud - ' . 1 u ri rh unb v. C l a s b r u d) standen, glatt von fatten. Die Besatzu imngen sind in glänzender Ver- ktl w\ll U/W'lf nhnr .v99- -««gfrüh erfolgte der Start nach 1 D 2a Coruna an der spanischen Westküste, wo die , zweite Zwischenlandung vorgenommen werden soll.

Hekll'lviuv' Wie der Londoner Vertreter der Lufthansa mit- ...................................

teilt, ist dieschwimmende Insel" das Zwischen­landungsschiffWestfalen", das die Flugboote unterwegs anfliegen werden, auf seiner Position 6,rdle erlebt. »» im Südatlantik auf der Flugstrecke zwischen Afrika mrs in hi und Südamerika eingetroffen.

1 jdi fjjjjj MtiE uH gen außerordentlich schwierig ges gelegt' mandschurischen Diensten stehender j . . , ,

bei ltb?L itf* Ilzei-Offizier, namens Torihata, stellte am 16. Okto- - ' kirchl^ ihsil, ber den Aufenthaltsort der Banditen fest, mit denen unb er über die Freilassung Nilsens verhandelte. Tori-

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allem Nachdruck die Verfolgung auf. Torihata ge­lang es am 19. Oktober, zu entkommen; er unter­richtete die japanische Garnison in Hsiuyen über den neuesten Schlupfwinkel der Banditen, die darauf­hin von japanischen Truppen umzingelt wurden. Die darauf bei den Straßenräubern entstehende Verwirrung nutzte Nilsen zur Flucht aus. Er traf wohlbehalten in Hsiuyen ein.

Auflösung bet Universität Warschau.

Wie Berliner Blätter melden, ist die War­schauer Universität auf Grund der blutigen Zwischenfälle am Mittwoch, wobei ein Student g e - tötet und 20 weitere verletzt wurden, von der Regierung a u f g e l ö st worden. Sämtliche Profes­soren der Universität wurden pensioniert. Der Rek­tor der Warschauer Universität, Stanislaus P i en- ko w f k«, wird vor Gericht gestellt werden, weil er es unterlassen hatte, die Polizei herbeizuholen. Die Auflösungsoerfügung wird mit einem vor zwei Monaten erlassenen Gesetz begründet.

vom eigenen Vater im Streit erstochen.

In einer der letzten Nächte ereignete sich in dem pfälzischen Orte Rülzheim eine schwere B l u t - t a t. Im Verlaufe eines Wortwechsels in Familien­angelegenheiten kam der 52jährige Landwirt Eduard Kerner so in Erregung, daß er zum Messer griff, blindlings auf seinen 33 Jahre alten Sohn Albert einstach und ihn dabei so schwer ver­letzte, daß seine sofortige Ueberführung ins Kran­kenhaus notwendig war. Doch erlag Albert Ker­ner schon auf dem Transport seinen schweren Ver­letzungen. Der Täter wurde verhaftet und in das Landauer Untersuchungsgefängnis eingeliefert.

Diewandelnben Rabloempfänger" lm Völkerbunds- Palast.

Das politische Interesse an ber Sitzung des Hauptausschusses beim Völkerbund in Genf wurde dieser Tage durch eine merkwürige tech­nische Neuerung des Völkerbundssekretariats abgelenkt. Zum allgemeinen Erstaunen und Ge­lächter bewegten sich in den Wandelhallen des Völkerbundssekretariats und im Pressesaal die meisten Persönlichkeiten mit eigenartigen Hörern am Kopf, verschiedene Drahtschlingen um den Kör­per gelegt. Es handelt fick hierbei um die neueste funktechnische Errungenscyaft des Völkerbundes, ourch die jede Person außerhalb des Sitzungssaales überall im Völkerbundspalast mit anhören kann, was im Sitzungssaal selbst vor sich geht. Man ist also in Zukunft nicht mehr gezwungen, im ver- räucherten Sitzungssaal zu sitzen, sondern kann friedlich im Völkerbundsgebäude spazieren gehen, an der Bar feinen Kaffee oder Coctail trinken und dabei mit diesen Kopfhörern alles in verstärkter Deutlichkeit mit anhören. Der kleine Apparat, den sich jeder beschaffen kann, ist keineswegs irgendwie angeschlossen. Mit dieser Erfindung soll es in Zu­kunft der Presse möglich gemacht werden, selbst in der Telefonkabine bei gleichzeitigem Gespräch mit einer europäischen oder außereuropäischen Haupt­stadt den Verhandlungen im Sitzungssaal folgen zu können. Angelsächsische Kreise erklären diese neue funktechnische Einrichtung lediglich als eine Erfin­dung der Völkerbundsbar und befürchten eine wesentliche Abwanderung aus dem Sitzungs­saal zugunsten des Restaurationsbetriebes.

Unwetter über England.

Die englische Ostküste wurde in den letzten Tagen von schweren Stürmen heimgesucht, die teilweise eine StunLengeschwindigkeit von 110 km erreichten. Gleichzeitig gingen Gewitterregen und Hagel nieder. Im Hafen von Scarborough s a n- k e n mehrere Fischer- und Segelboote. Einige . Dampfer wurden von den Vertäuungen losgerissen. Schwere Seen haben das Dach desPierpaoMons zer- I

schmettert und mehrere Schornsteine von den Häu­sern gerissen. In Lowestoft verursachte der Sturm einen Erdrutsch. Teile der Felsenküste lösten sich los und stürzten ins Wasser. Mehrere am Rande der Felsenküste stehende Häuser sind in großer Gefahr. Ein Teil der Gärten ist bereits in die See gestürzt. Die Stürme waren von einem heftigen Tempera­turfall in ganz England begleitet.

Verheerende Stürme in Kanada.

Verheerende Stürme haben während der letz­ten 20 Stunden ungeheueren Schaden in den atlan­tischen Drovinzen Kanadas angerichtet. Sieben Holz- i slößer, die auf einer kleinen Insel im Lorenzstiom Zuflucht gesucht hatten, wurden von den Fluten überrascht und ertranken. In Neu-Braun- schweig wurden viele Brücken weggerissen, Straßen unter Wasser gesetzt und Eisenbahndämme zerstört. Der Verkehr ist teilweise völlig lahinaelegt; im westlichen Teil der Provinz sind viele Dörfer von der Umwelt abgeschnitten. Die gesamte Schiff­fahrt in den Häfen wurde ebenfalls lahmgelegt.

Wildererbande in der Lüneburger Heide festgenommen.

Der Kriminalpolizeit und den Landjägereibeamten gelang es in Wintermoor in der Lüneburger Heide 20 Personen f e st z u n e h m e n, die sich als Wild­diebe ober Abnehmer des Wildes betätigten. In dem reichen Hochwildbestand der großen Forsten suchten die Wilderer durch regelrechte Treibjagden nach ihrer Beute. Sie schossen u. a. Hirsche, Rehe und Schwarzwild. Von Iagdvächtern angrenzender Jagden wurde sehr oft verludertes Wild gefunden, das offenbar krank geschossen, auf der Suche nicht gefunden und dann verendet ist. Soweit das Wild von den Wilderern nicht im eigenen Haushalt ver­braucht wurde, gelangte es zum Verkauf. Dem Wild ist mit Gewehren und Schlingen nachgestellt wor­den. Bei einem der Täter würbe eine große Menge Rehgehörne gefunben, 16 Gewehre aller Art, bar­unter brei umgebaute Militärgewehre, zwei Revol­ver, Fuchseisen unb Munition würbe beschlag­nahmt.

Den eigenen Vater erschossen. Elf Jahre Zuchthaus.

Das Schwurgericht in Kempten (Allgäu) verur­teilte ben 41jährigen verheirateten Landwirt Josef Fickte! aus Untergermaringen wegen Totschlags an feinem Vater, bem 63jährigen Austragsbauem Georg Fichtel, zu elf Jahren Zuchthaus unb fünf Jahren Ehrverlust. Josef Fichtel hatte am 16. März b. I. seinen Vater nach einer Streitigkeit über Gelbfragen burch einen Revolverschuß in ben Unterleib getötet, nachbem ein erster Schuß bie Kleibung seines eigenen Kinbes burchbrungen hatte, bas sich schützenb vor ben Großvater stellte, unb in bem Gebetbuch steckenblieb, bas der alte Mann in ber Brusttasche über bem Herzen zu tragen pflegte.

Großer hoteldiebstahl in Berlin.

Ein noch unaufgeklärter Hotelbiebstahl würbe in einem Luxushotel im Berliner Westen verübt. Dort wohnte ein Schweizer Gutsbesitzer, Graf K. Er hatte in Deutschlanb größere Einkäufe getätigt unb au diesem Zwecke Bargeld flüssig ge­macht. In seinem Koffer, der mit einem Sicher­heitsschloß versehen war, verwahrte der Graf 10 000 Mark in Tausend-, 5000 Mark in Hundert­markscheinen, den Rest in kleineren Noten. Da er beabsichtigte, in Kürze wieder in die Schweiz zu­rückzureisen und bereits Fahrkarten besorgt waren, brachte er das Geld nicht mehr in den Hotelsafe, sondern ließ es im Koffer. Als er von einem Aus­gang zurückkehrte, war das Geld verschwunden. Während ber Abwesenheit hatte sich ein Hoteldieb eingeschlichen unb mit Nachschlüsseln ben Stoff er ge­öffnet. Alle Nachforschungen näch dem Dieb waren bisher erfolglos.

Fünf weitere Todesopfer des französischen Eisenbahnunglücks.

Havas meldet aus Evreux, daß fünf in den Kran­kenhäusern liegende Opfer des Eisenbahn-Unglücks ihren Verletzungen erlegen find. Unter den Trümmern liegen übrigens noch immer Lei­chen; ihre Bergung wurde durch die technische Untersuchung über die Ursache des Unglücks ver­zögert.

Kleine politische Nachrichten.

Wie bereits gemeldet, wird die Rede des Reichs­kanzlers Adolf Hitler am Freitag um 22.15 Uhr von Wachsplatten wiederholt. Neben der Funk stunde Berlin, dem Bayerischen Rund­funk und der Schlesischen Funkstunde werden auch der Ostmarkenrundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk diese Rede übernehmen.

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Der amtierende Präsident des Völkerbundsrats hat entsprechend dem letzten Beschluß der Völker- bundsversammlung zum Oberkommissar für die Flüchtlinge aus Deutschland nach Rückfragen bei verschiedenen Regierungen den amerikanischen Professor James Macdonald er­nannt.

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Der Newyorker Bürgermeister O' Brien hat die für den 29. Oktober geplante Feier eines Deutschen Tages in* Newyork untersagt.

Papst Pius XI. hat Bischoff Hilf rich von Limburg in Prioataudienz empfangen.

Der Herr Reichspräsident hat den Reichskommis» sar Domänenpächter Backe zum Staatssekre- t ä r im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft ernannt.

Der Reichspräsident empfing den zur Zeit in Berlin weilenden langjährigen Präsidenten des japanischen Herrenhauses, Fürst T o k u g a w a, der von dem japanischen ^Botschafter begleitet war.

Die deutsch-holländischen Transfer- Besprechungen konnten im Haag zu einem befriedigenden Abschluß gebracht werden. Die hol­ländischen Forderungen sollen zu 50 o. H. in bar und zu 50 v. H. in Strips beglichen werden, wobei die Strips jedoch zu 100 o. H. eingelöst werden. Eine zweite deutsche Delegation wird Vorbespre- chungen über die Verlängerung des bis zum Iah- resende ablaufenden Handelsabtommens vom 27. April 1933 haben.

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Frankreich hat den Z o 11 w a f f e nft iIIft a nb gekündigt.

Wettervoraussage.

Die Störungstätigkeit über Zentraleuropa hat sich erheblich verstärkt. An der Rückseite des Wirbels über der Nordsee fließt fortgesetzt kühle maritime Luft abwärts und gestaltet das Wetter unfreundlich und regnerisch. Da keine Anzeichen für die Verlage­rung des Tiefs vorhanden find, ist auch vorläufig nicht mit einer Wetterbesserung zu rechnen.

Aussichten für Samstag: Vielfach be­wölkt und regnerisch, ziemlich falt.

Aussichten für Sonntag: Fortdauer des unfreundlichen und naßkalten Wetters.

Lufttemperaturen am 26. Oktober: mittags 7,9 Grad Celsius, abends 6 Grad; am 27. Oktober: mor­gens 4,6 Grad. Maximum 11 Grad, Minimum 3,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. Oktober: abends 7,9 Grad; am 27. Oktober: mor­gens 6,7 Grad Celsius. Niederschläge 3,8 mm. Sonnenscheindauer 3% Stunden.