Ausgabe 
26.7.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Aus der provinzialhauptstadl

Berlin. 26. Juli. (CAD. Funkspruch.) Die

RD. Funkspruch.) Die . amerikanische Präsident in seinem Ap- g wird noch einmal die I pell für den Bereich der. nordamerikanischen wirtschaftskonfe - Union getan hat.

Aus aller Welt

Lotterie für Arbeitsbeschaffung.

Der Landesverband der katholischen Clternvereinigungen in Bayern hat

morgige Schlußsitzung Mitglieder der Weltwirtschaftskonfe-> Union getan hat.

schoß, da die Fliehenden auf Anruf nicht stehen blieben und tötete beide auf der Stelle.

Vom Blitz erschlagen.

Auf der Straße Ulm-Weiblingen wurden zwei junge Leute, der 20jährige Alois Sch meng er und der verheiratete Former Anton K o ch , die wäh­rend eines Wolkenbruches unter einer Pappel Schutz gesucht hatten, vom Blitz erschlagen. Die beiden waren sofort tot. Ein weiterer junger Mann der ebenfalls während des Blitzschlages unter dem Baum stand, wurde derartig betäubt, daß er erst nach einer Stunde wieder zur Besinnung kam.

Zwei tödliche Abstürze im Allgäu.

Der 20jährige Maler Rudolf Duenssev stürzte wie aus Oberstdorf gemeldet wird, bei der Ersteigung des Südgrots des Himmelhorns, des sogen. Rädler-Grats, ohne Seilsicherung vor den Augen seiner beiden Kameraden etwa 150 Meter tief ab. Die verstümmelte Leiche des Abgesturz- ten wurde geborgen. Ein zweites Unglück er­eignete sich an der Trettach-Spitze. Der 27jährrge Malermeisterssohn Wilhelm S ch u ck h a r t aus Stuttgart, der eine Bergtour mit seiner Braut unternommen hatte, stürzte dort tödlich ab. Die Braut mußte, am Seil hängend, die Rächt zu- bringen, bis Touristen auf ihre Hilferufe aufmerk-, sam wurden. Das Mädchen wurde ins Waltender- ger Haus gebracht. Die Leiche des Abgestürzten wurde nach Oberstdorf übergeführt.

Versteigerung von Liebesbriefen Napoleons.

Bei einer Versteigerung der berühmten Rosebery- Bibliotheken in London erzielten acht Liebes- b r i e f e Napoleons, die er an seine spätere erste Gemahlin Josephine geschrieben hatte, den Preis von 4400 Pfund. (Nach dem neuen Stand des Pfundes etwa 61 600 Mark.) Die Briefe waren in der Zeit von März bis Juni 1796 und im Mai 1800 geschrieben. Der letzte Besitzer hatte ße vor über 100 Jahren von einem Polen erworben, der sie von einem Dienstboten der Josephine bekommen hatte. Dieser wieder hatte die Briefe nach Josephines Tode entwendet. Ein Abschiedsbrief Napoleons an die Kaiserin Marie Luise, den er von Elba aus geschrieben hatte, der aber sein Ziel nie er­reichte, weil der Bote, der den Brief überbringen sollte, die Kaiserin nicht finden konnte, erzielte 1000 Pfund. (14 000 Mark.) Der Teil der Bibliothek, der die Erinnerungsstücke an Napoleon enthielt, hat ins­gesamt 13 000 Pfund gebracht.

Todesurteil

gegen den Kapitän eines russischen Dampfers.

Der oberste Gerichtshof in Moskau ver­urteilte den Kapitän der am 13.3uli auf der Wolga bei Iaroslaw gesunkenen Barkasse, An­drejew, zum Tode. Die übrigen zehn An­geklagten erhielten Freiheitsstrafen verschiedenen Ausmaßes. Bei dem Unglück waren, wie seiner­zeit gemeldet, etwa 90 Passagiere ums Leben, gekommen.

auf die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Einkom­mensteuerstatistik genannt und dadurch der Eindruck erweckt, daß es sich dabei um amtliches Material handelt. Demgegenüber ist darauf hinzuweiten, daß das Vermögen des Preußischen Königshauses sich aus den in der preußischen Gesetzessammlung von 1926 veröffentlichten Verträgen zwischen Staat und Krone vom 6. Oktober 1925 und 12. Oktober 1926 klar ergibt, und daß der heutige Wert dieses Ver­mögens nicht annähernd den zehnten Teil der oben genannten phantastischen Zahl dar- stellt. Dabei ist zu berücksichtigen, daß das Königs- haus unter den damaligen Umständen auf fünf Sechstel feines Privatvermögens zu Gunsten des Staates verzichten mußte, und daß aus dem ihm verbliebenen Vermögen die Unterhaltung von 17 prinzlichen Haushaltungen mit 49 Personen und die Versorgung der zahlreichen vom Königshaus über­nommenen Beamten und Angestellten zu bestreiten find."

(Eröffnung der Wallfahrt zum heiligen Rock in Trier.

Der nahtlose Rock Christi in Trier ist in An- wesenheit des Vizekanzlers v. Papen. Staatssekretärs G r a u e r t, des Oberpräsidenten der Rheinprovinz Frhr. v. Lüninck, mehrerer Vertreter der Saarregierung und zahlreicher Be­hördenvertreter zur Verehrung durch die Gläu­bigen ausgesetzt worden. Da diese Feierlichkeit nur etwa alle 40 bis 50 Jahre einmal stattfindet, gilt sie als ein Ereignis nicht nur für ganz Deutsch­land, sondern auch für zahlreiche andere Länder. Die Stadt Trier hat reichen Flaggenschmuck an­gelegt. Die Ehrengäste wurden von Bischof Dr. Bornewasser am Hauptportal des Domes empfangen. Er hieß Vizekanzler v. Papen herzlich willkommen. 3n Begleitung des Domkapitels und von 17 Malteserrittern führte der Bischof den Vizekanzler zur Cvangelienseite des Hohen Chores, wo der Vizekanzler den Stuhl des Bischofs ein» nahm. Dann wurde der Erzbischof von

Vor dem Abgesang in London

Ein Interview des Reichswirtschastsministers Schmitt.

r e n z zusammenführen, der die unter der Geißel der Arbeitslosigkeit leidende Menschheit mit io großen Hoffnungen entgegengesehen hatte. Die gestrigen Beschlüsse des Konferenzbureaus lassen kaum einen Zweifel daran, daß cs sich nunmehr um einen Abgesang handeln wird. Die Tat­sache, daß man einen f e st e n Termin für den Wiederzusammentritt der Konferenz nicht b e st im men will und auch ein 12 - Männer-Kollegium, das gewissermaßen eine kleine Weltwirtschaftskonferenz in Perma­nenz sein sollte, nicht einsehen wird, weist deut­lich darauf hin, daß

die Möglichkeiten eines Wiederzufammentritts nicht allzu hoch eingefchäht werden.

Das Konferenzbureau, dem die Vertreter der größeren Staaten angehören, soll allerdings eine Wiedereinberufung in Erwägung ziehen. Doch kommt in diesem Beschluß mehr das Bestreben zum Ausdruck, dasGesichtderKonferenz wenigstens nach Möglichkeit zu wahren. Hat schon die bisherige Zusammenkunft unter dem Mangel einer sorgfältigen diplomatischen Vorbe­reitung gelitten, wie der italienische Ministerprä­sident kürzlich zu Recht feststellte, so würde eine Wiedereinberufung, die spätestens am 1. Septem­ber erfolgen sollte, nur wenige Wochen zur Vor­verhandlung lassen, die nach dem bisherigen Versacken doppelt erforderlich wären. Sind es also gewichtige Gründe, die es unmöglich er­scheinen lassen, der Konferenz eine günstige Pro­gnose zu stellen, so zeigt auch eine rückschauende Detra<ytung, daß

das (Ergebnis dieses mit so viel Aufwand an Menschen und Material eingeleiteten Experi­mentes selbst in den einzelnen Unterfragen, mit Ausnahme des gewissen (Erfolges in der Silber­frage, recht bescheiden ist. Man hat angesichts dieser Tatsache allen Grund, auf die strukturellen Fehler des gesamten Konferenzsystems hinzu­weisen, die gerade in London mit besonderer

Deutlichkeit zutage getreten sind.

Richt nur die mangelnde diplomati­sche Vorbereitung ist weitgehend verant­wortlich zu machen, sondern auch der Llmstcmd, daß es bei dieser Konferenz sich um die Zu­sammenkunft von etwa 2000 Vertretern a u s 6 7 Ländern gehandelt hat. Diese Lleber- tragung veralteter Begriffe einer schon im innerstaatlichen Leben in Krisenzeiten ver­sagenden Demokratie auf weltweite Ver­hältnisse mit den hier noch viel stärkeren Inter­essengegensätzen hat selbstverständlich von vorn­herein die Arbeiten der Konferenz gelähmt.

(Es hätte den politischen und -ökonomischen Kräfteverhältnissen mehr entsprochen, wenn man dasDutzend der wirklich ausschlaggebenden

Mächte" vereinigt hätte.

Trotz allem kann man als positives Ergebnis der Weltwirtschaftskonferenz die Erkenntnis buchen, daß es für die einzelnen Staaten mehr denn je darauf ankommt, alle Möglichkeiten zum Wiederaufbau auszunützen, die sich im Rahmen ihrer nationalen Wirtschaft ergeben. Auf diese Rotwendigkeit einer schöpferischen Wirt­schaftspolitik hat Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt in seinem gestrigen Interview mit der gleichen Eindringlichkeit hingewiesen, wie es der

Leitung der Volksschule zu Michelstadt, Kreis Er­bach L O., entzogen.

Oie gestrige Fahndungsaktion in Gießen.

Die auf Anordnung der Regierung am Dienstag­mittag in Hessen ebenso wie im Reiche durchgeführle Fahndungsaktion verlies, wie wir hören, reibungs­los. Es ergab sich, daß eine größere Anzahl von Personenkraftwagen, Lastkraftwagen und Motor­räder sich in unvorschriftsmäßigem Zustande befan­den. Führer und Insassen nicht die vorgeschriebenen Papiere besaßen und schließlich eine Reihe von Per- onen sich nicht genügend ausweisen konnten. Einige Personen wurden wegen unbefugten Waffenbesitzes sistiert. Zum Zwecke der Durchführung der angeord- neten Maßnahmen wurde die gesamte Polizei (ein­schließlich Kriminalpolizei), verstärkt durch SS., em- gesetzt. Die Hauptzugangsstraßen und einige Zen­tralpunkte in der Stadt waren durch starke fton» trollkommandos besetzt. Die Aktion setzte Punkt 12 Uhr ein und war, wie vorgeschrieben, um 12.40 Uhr beendet.

ZnstandsehungSarbeiien auch an historischen Baulichkeiten.

Der neueste Erlaß des Reichsarbeitsministers über die Durchführung der Arbeitsbeschaffungs- Maßnahmen bringt neue Erläuterungen über den Begriff der Jnstandsetzungs- und Crgänzungs- arbeiten an Gebäuden, die aus öffentlichen Mit­teln gefördert werden sollen. Wie das DDZ.« Bureau meldet, gelten danach als Bauten, deren Instandsetzung und Ergänzung gefördert werden kann, die Verwaltungsgebäude, Wohn­gebäude, Drücken und andere Bau­lichkeiten, die sich im Eigentum der Gemeinde usw. befinden. Dazu gehören insbesondere auch Schulen, vor allem, wenn hier im Zusammen­hang mit neuen Siedlungen Ergänzungsarbeiten erforderlich werden, Kirchen und Kranken­häuser. Auch die Instandsetzung und Ergän­zung von Bauten mit besonderem geschicht­lichem oder künstlerischem Wert kann in diesem Rahmen gefördert werden. Die Förde­rung soll sich hauptsächlich auf größere Arbeiten erstrecken, von denen eine fühlbare Auswir­kung auf den Arbeitsmarkt zu erwar­ten ist. Wenn Instandsetzungen unwirtschaftlich oder technisch unmöglich sind, können an ihrer Stelle ausnahmsweise Umbauten gefördert werden. Eine Beteiligung der Träger der Arbeitenan den Kosten ist nachdrück­lichst anzustreben. Arbeiten, bei denen der Träger einen Teil der Kosten aufbringt, werden bevor­zugt behandelt. Grundsätzlich werden nur Kredite von 20 000 Mk. und darüber bewilligt Iedoch können mehrere Einzelmaßnahmen, vor denen jede für sich unter diesem Betrag bleibt, zr einem Antrag zusammengefaht werden.

»um Abschluß des Konkordats ein Danktelegramm 1 an den R e i ch s k a n z l e r gerichtet, wml durch diesen Vertrag der katholischen Elternschaft die Erziehung ihrer Kinder in Bekenntnisschulen neuerdings verbürgt sei.

Die Reuhorker Blätter bringen Mitteilungen aus dem heute erscheinenden BuchHitlers Reich' Der Verfasser ist Hamilton Fish Arm­strong, Schriftleiter der ZeitungSoreign Rfsairs", der Mitteleuropa kürzlich einen Be­such abgestattet hat. Er vertritt in dem Buch die Auffassung, daß der Rationalsozialis­mus in Deutschland eine Erscheinung von bleibender Dauer sein wird.

beton- 3rt

Das Valdo-Geschwader auf der heimreife.

Das Balbo-Geschwader ist am Diens­tag um 15 Tlhr MEZ. vom Gordon-Bennett- Flugplatz nach Shediac (Reubraunschweig) ge­startet. Von dort soll der Weiterflug nach Shoal Harbor (Reufundland) angetreten werden. Die Wetterberichte lauten günstig. Balbo erklärte, er wolle den Rückflug gemächlich äusführen und keinerlei Risiko eingehen. 2m Augenblick der Uebcrflicgung der Grenze der Vereinigten Staa­ten richtete General Balbo von Bord seines Flaggflugbootes an den Präsidenten Roose­velt ein Telegramm, in dem er seinen tiefsten Dank für die freundliche Aufnahme seines Ge­schwaders in den Vereinigten Staaken über­mittelte Balbos Geschwader überflog um 17.55 ilfjr MEZ. die Stadt Portsmouth im Staate Rew Hampshire. Ein Flugzeug ist infolge eines Bruchs des Oelzuführungsrohres in der Rähe von Rockland im Staate Maine notgelandet. Der Schaden konnte schnell behoben werden. Ein zweites Flugzeug mußte wegen Brennstoffman­gels bei St. Iohn auf Reubraunschweig not­landen. Alm 20.56 Ahr MEZ. ist das Geschwader in Shediac (Reubraunschweig) gewassert. Die italienischen Flieger wurden von einer gro­ßen Menschenmenge begeistert empfangen. Ge­neral Balbo beabsichtigt am Mittwoch zum Weiterfluge nach Reufundland zu starten, wenn er günstige Wetterberichte erhält. Die beiden notgelandeten Flugzeuge sind mit kurzer Ver­spätung ebenfalls in Shediac eingetroffen, so daß das Geschwader wieder vollzählig ist.

Das vermögen Kaiser Wilhelms.

Von der Generalverwaltung des Preußischen Königshauses wird mitgeteilt:Trotz früherer Be- richtigungen erscheinen neuerdings in der Tages- presse wieder Nachrichten, nach denen Kaiser Wilhelm II. mit einem Vermögen von 700 Mil­lionen der reichste Deutsche sei. Diese völlig aus der Luft gegriffene falsche Zahl wird unter Hinweis

und Reichsbannerangehörige mit Waffen ausrüsten lassen. Die Verhaftung seiner Angehörigen erfolgte als Gegenmaß­nahme gegen die durch Worch vom Auslande aus verbreiteten unwahren Berichte über feine angebliche Behandlung in Deutschland.

Kleine politische Nachrichten.

Die Stadtverordnetenversammlung von Aachen hat dem preußischen Ministerpräsidenten Gö­ring das Ehrenbürgerrecht von Aachen verliehen.

liotfttol die ecke für. z,7 Dur

Jäten . t

'nennen Anwesende' 9 au6'»e arobe

begonnen- ÄttU its Sürste die tzMauheun ßr DvchaNen, ou j

Abteilungen fu E und Gartenbau, fS

te Michtich. m» i W im amtei« von XnS Montag, 31..^ " unb ein 4°uiggewMs »indem besonders emps zu haben sein,, aus d' Honig in der täglichen und wie er oft m Leb

Am Freitag HM im Kerckhoff-Jnstldlt Kraftquelle für das Ä Dienenstaates".

Die Imker werden Lag über beraten: ab Rogener Fest- und Heir »ensaal des Kurhauses, hat. In den beiden K gganzen Woche die Fi! Degen für dich". Man b apolitische und deutsche

Die Philosophische Facf meinsamkeit mit dem 2In an der Unioerfität am M Lula einen Mragsabenb. 25onn sprach über bas The tn) deutsche Hochschule". Redners sei folgendes entn

Dir Mische Hochschule Es gelte jene Maten, ä cmfzurütteln, die nur um Universität besuchen. Die' aber das Vaterland sich RIniversitöt arbeiten, mii1 land arbeiten. In der Fachschule besonders im effes. Die politische Gr; nuffe mehr Raum gern Regung, die jetzt an die1

ß o n b o n, 25. Juli. (TU.) Der zur Zeit in Lon­don anwesende Reichswirtschaftsminister Schmitt hat dem Vertreter des Reuterbüros ein längeres Interview gegeben, in dem er einleitend erklärte,- daß fein Londoner Besuch nur mittelbar mit dcr Konferenz Zusammenhänge. Er habe vor allen Dingen die Absicht gehabt, Ministerpräsident M a c b o n a l b seine Aufwartung zu machen und sein Interesse für die hohen Ziele der Konferenz zu bekunden. Wenn diele auch nicht den allgemein in der ganzen Welt sehnsüchtig erwarteten Erfolg habe, so hoffe er doch, daß die geleistete Arbeit einen solchen für die Zukunft vorbereitet habe und damit die großen Anstrengungen der beteiligten Re­gierungen ihren Lohn finden würden. Uebergehend auf Deutschland sagte der Reichswirtschafts­minister:

Was Deutschland betrifft, so ist jedenfalls für den Augenblick unsere Wirtschaftspolitik klar vorgezeichnet. Wir müssen alles tun, um aus eigener Kraft in die höhe zu kom­men und-unseren Arbeitslosen Beschäftigung zu geben. Wir verfolgen dabei keine Theo­rie, sondern benutzen jede reale Mög­lichkeit.

Wenn auch die Lage in der ganzen Welt schwierig ist, so ist sie doch in keinem anderen großen Lande mit der Deutschlands zu vergleichen. In Deutschland besteht die Arbeitslosigkeit am längsten und am intensivsten und lastet dabei auf einem Lande, dessen Wirtschaft und Bevölkerung in weitestem Aus­maße ihre Vermögensreseroe verloren hat. Ich bin davon überzeugt, daß die Welt mehr und mehr da­für Verständnis haben wird, daß bei solch fefjroierigen Verhältnissen nur starke und in ihrer Durchfüh­rung auf lange Sicht gesicherte Maßnahmen helfen können.

Wenn ich aus meinem bisherigen Berufe her­aus dem Rufe des Reichskanzlers gefolgt und in die Regierung eingetreten bin, fo tat ich das deshalb, weil ich davon durchdrungen bin, daß er die großen Aufgaben der Wiederaufrichtung Deutschlands lösen kann und lösen wird. Hit­ler hat das große verdienst, daß er die das ganze Volk erfassende Bewegung der innerlichen und moralischen (Erneuerung hervorgerufen hat. Unter feiner Führung wird sich in Deutschland überall der Grundsatz durchsetzen, daß das Inter­esse der Gesamtheit d-r Ration dem Ligeninter­esse voranzustellen ist.

Ich glaube, es wäre ein großer Schritt vor­wärts in der Gesundung der weltwirtschaftlichen Beziehungen, wenn auchdie Völker im Ver­hältnis zueinander nicht nur ihre vermeint­lichen Eigeninteressen von morgen zu wahren ver­suchen, sondern in ehrlicher Berücksichtigung der Le­bensinteressen der anderen einen Ausgleich suchen würden, deren Gesamtinteressen der Welt­wirtschaft am besten dient. Deutschland, auf sich selbst besonnen und wirtschaftlich gesundet, wird sich jedenfalls nicht von der Welt ab­schließen, sondern wird immer Wert darauf legen, getreu seiner Vergangenheit ein angesehe­ner und wertvoller Beteiligter im Kreise der Völker zu sein.

Nie Krise der Konferenzidee.

Oie Bedeutung der Seimatpreffe.

Eine Zeitung, die Mitarbeiten will, aus- schalten, wäre gegen den Willen des Führers." Reichsstatthalter S a u d e l versammelte alle Pressevertreter Thüringens um sich und sagte in einer Ansprache: Wir wollen Hund in Hand arbei­ten. Keine Zeitung, die mitarbeiten will, soll aus­geschlossen oder bedrängt werden. Das wäre gegen den Willen unseres Führers. Keine Eingriffe in die Wirtschaft und keine mißvergnügten Menschen! Keine mechanische Gleichschaltung, sonst ersticken wir daran. Neue Werte sind nur aus Vertrauen zu schaffen, alle konstruktiven Mittel zu einem Ausbau haben die früheren Regierungen, auch die SPD., restlos ausgeschöpft. Nur Hitler verstand es, durch die Zusammenballung des deutschen Existenzwillens die Grundlage für den Aufbau und Aufstieg zu schaffen, die Wirtschaft soll wieder Einsätze wagen können. Ich lehne es ab, die Wirtschaft nur nach dem Parteiabzeichen zu werten; auch Loyalitäts­erklärungen besagen wenig. Danach wird gewertet: wieviel Arbeit geleistet wurde. Auch die kleinste Kraft hilft mit und viele Wenig machen ein Viel. Die NSDAP, hat nicht das Bedürfnis, in unzähli­gen örtlichen Organen der Heimatpresse Konkurrenz zu machen; er (der Kanzler) würde das für ein Ver­brechen halten. Nur verlangt er, daß diese andere Presse die Regierung unterstützt, dem Volkswillen Rechnung trägt und unvoreingenommen vier Jahre mit Vertrauen die schwere Aufgabe der jetzigen Re­gierung unterstützt. Es gibt kein Zurück! Spartakus ist nicht tot, und nur ein geschlossenes ,Hinter-die- Regierung-treten" kann unser Land und Volk, Kul­tur und Wirtschaft vor dem Untergang retten.

Akademische Berufungen.

Von der Pressestelle der Universität wird mitgeteilt: Der planmäßige außerordentliche Professor an der Universität Würzburg Dr. Helmuth Bohnenkamp hak einen Ruf an unsere Univer­sität als Nachfolger des ^eh. Medizinalrats Professor Dr. V o i t erhalten und angenommen. Dr. Will). Kleberger, außerordentlicher Professor für Agri- kulturchernie an unserer Universität, hat einen Rus an die Landwirtschaftliche und Veterinarmedizmische Hochschule in Angora (Türkei) erhalten.

Hessische Personalien.

Aus dem hessischen Staatsdienst entlassen wurden auf Grund des § 4 des Gesetzes zur Wie- derherstellung des Derussbeamtentums vom 7. April 1933 mit Wirkung vorn 1. August d. I: der Lehrer Hans Dang an der Volksschule zu Obertshausen, Kreis Offenbach, der Gewerbelehrer Christian H u rn rn e l an der Berufsschule zu Rüs­selsheim, Kreis Groß-Gerau, der Rektor Karl K a i s e r an dcr Volksschule zu Worms, und die Lehrerin Elisabeth Wagner an der Volksschule zu Langen, Kreis Offenbach a. M.

Mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres beur­laubt wurden: der Rektor Iulius Reiber zu Darmstadt, der Lehrer Heinrich Run ne zu Worms, die Lehrerin Eugenie H a u ck zu Worms, die Lehrettn Marie Hornef zu Worms, die Lehrerin Luise Schmeel an der Volksschule zu Worms.

In den Ruhestand verseht wurde auf Rachsuchen: der Rektor an der Volksschule zu Mainz, Kaspar Winter, unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste vom 1. August 1933 an.

Dem Lehrer Franz Fischer zu Michelstadt, Kreis Erbach i. O., wurde mit sofortiger Wirkung die ehrenamtliche Leitung der Volksschule zu

Einen und ganz selbst. Lugend, die später die Kraftvollen zu erziehen, ein hellsichtiger, lebensv Oie Unwersität zu nütze, den herrschenden Deuts, «nan sich politisiere, tönt E"? P°Wehe. tbe#e Doll wieder Ää?» in i 'Ä liehe, sei nicht frei. Ee dienen. Mensch, ^7"nen- Der Staat d Schaft und S,e Dissenfck

E'!" bei Staate, fe* i

denn er sein Ä^eits Mals lein

kennen in t Qnb Veit formen. Dnz F .?M)ei! Erdung,^LAe fc Sy»

ÄS; HM SSS-s ifigteit hat begon lein

: Reichsregierun! , Aen [jl "ringen L na aeaangen. Be ÄAen fejÄe

Whe^eudig in Aw £ der Pn auf. ra KS* if i der a^en-e

Köln, Kardinal Dr. Schulte in seitlicher Prozession zum Dom geleitet. Rach feierlicher Li­turgie zog der Erzbischof den seidenen Vorhang von dem Heiligen Rock weg. Die Reliquie ist auf weißer Seide aufgeheftet. Sie steht so hoch und wird so intensiv beleuchtet, daß sie auch den ent­fernt stehenden Dombesuchern deutlich sichtbar ist.

Elli Beinhorn über ihren Afrikaftug.

Der Deutsche Rundfunk übertrug am Dienstag­abend aus Rom ein Gespräch Ellh Beinhorns mit Ernst von Salomon, der die Fliegerin bei ihrer Rückkehr von ihrem Afrikaflug in Rom empfangen hat. Elly Beinhorn hob hervor, daß der Zweck ihres Fluges der Besuch der ehe­maligen deutschenKolonien gewesen sei. Das glückliche Gelingen des Tlnternehmens sei insbesondere der vortrefflichen Heinkel - Maschine zu danken, deren Konstrukteur, Hellmuth H i r t h, ein Instrument geschaffen habe, das die Flie­gerin zii wirklichen Leistungen verpflichtete. Mit diesem Flugzeug, das durchschnittlich 170 bis 180 Stundenkilometer zurücklegte und einen Akttons­radius von 2000 Kilometer habe, habe die Flie­gerin die 2000°Kilometer°Strecke der ersten Etappe BerlinKonstantinopel mit Leichtigkeit zurückle- gen können. Als gefährlichste Flugstrecke bezeich­nete Elly Beinhorn die afrikanische Westküste, da sie dort keine geeigneten Landungsplätze angetrvf- fen habe. Zum Schluß ihrer eindringlichen Schil­derung gab die deutsche Afrikafliegerin ihrer leb­haften Freude über das bevorstehende Wieder­sehen mit der Heimat in höchstens zwei Tagen und den für Mittwochabend vorgesehenen Emp­fang bei Mussolini Ausdruck. Die Strecke von Rom über die Alpen beabsichttge sie ohne Zwischenlandung zurückzulegen.

Neuer Berliner verkehrslarif ab 1. September.

Der Aufsichtsrat der Berliner Verkehrsgesell­schaft hat beschlossen, vom 1. September ab einen neuen Tarif für Straßenbahn, Omnibus und U-Bahn einzuführen. Die wesentlichste Neuerung dieses Tarises besteht darin, daß der Einzelfahr- schein für eine Kurzstrecke, die etwa 2,2 Kilo­meter lang ist, 10 Pfennig kostet.

Zwei kommunistische Mörder auf der Flucht erschossen.

Die Mörder des Hitlerjungen Ernst L i e b s ch aus Dechsel (Kreis Landsberg a. d. Warthe), Erich und Gustav Rudolf aus Dühringshof (Ostbahn), wurden jetzt nach einem Iahr verhaftet und haben ein umfassendes Ge­ständnis abgelegt. Sie hatten sich in Lands­berg bei zwei Kommunisten verborgen gehalten, die ihnen auch Papiere zu einer Flucht nach Sowjetruhland geliefert hatten. Als die Mord­buben jetzt von Landsberg aus mit dem Kraft­wagen nach dem Gerichtsgefängnis in Vieh (Ost­bahn) transportiert werden sollten, unternahmen sie einen Fluchtversuch. Die Begleitmannschaft

Die Schlacht gegen die Arbeitslos nen; mit größter Energie ist die Reichsregierunj an das Werk der Arbeitsbeschaffung gegangen. Be> reits konnten 2 Millionen deutscher Volksgenosse! wieder in den Arbeitsprozeß eingeschaltet werden Die Durchführung großer Arbeitsbeschas- fungsprojette ist für die nächste Zukunft ge­plant. Die Hoffnung auf siegreiche Durchsührun! Des Kampfes zur Ueberwindung der Arbeitslosig feit, dieser Geißel der Menschheit, ist also begründe! Aber die erfolgreichen Anfänge dürfen nicht über di Schwierigkeiten dessen hmwegtäuschen, was noch z< Michelstadt, Kreis Erbacd"i. O., übertragen. Dem | leisten ist. Erst wenn die Millionen Arbeitsloser Rektor Christian Lerch zu Michelstadt, Kreis die heute noch ohne Beschäftigung sind, ebenfaü Erbach L O., wurde mit sofortiger Wirkung di^ 1 Arbeit und Erwerb gesunden haben, ist das groß