Ausgabe 
26.6.1933 Frühausgabe
 
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185. Zahrgcmg

Montag, 26.3:mil953

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Dr. Fnedr. Will). Panqe. Verantwortlich sür Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr. y.Tbyriot; für den übrigen Te.l Ernst Mumschein und für denAn» »eigenlei! i.Ä.TH.Kllmmel inmtlid) in (Biegen.

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unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Lietzen.

Poftfd)edfonto:

Rranffurt am Main 11686.

Die Einsetzung des Gtaaiskommiffars für die Evangelische Kirche Preußens.

Die ersten Verfügungen Kommissar Jägers. Pfarrer Hoffenfelder von der Glaubens­bewegungDeutsche Christen" kommissarischer Vizepräsident des Oberkirchenrais. D. von Bodelschwingh gibt seinen Auftrag zurück.

Berlin, 24. Juni. (WTB.) Der Kommis­sar für die evangelischen Landeskir­chen Preußens, Zöger, hat u. a. folgende Verfügung erlassen:

Getragen von der Verantwortung gegenüber dem Werk der Reformation und beseelt von dem unbeug­samen Willen, der Zerrissenheit im Kirchenvolk ein Ende zu machen, hat mich der Herr preußische Mi­nister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung zum Kommissar für sämtliche evangeli­schen Landeskirchen Preußens nut der Vollmacht bestellt, die zur Beseitigung der vorhan- denen Verwirrung und zus Verhütung weiterer Zerreißung und Aufspaltung erforderlichen Maß­nahmen zu treffen.

Ich übernehme hierdurch die Führung der Ge­schäfte der sämtlichen evangelischen Landeskirchen Preußens. Ich beauftrage mit der vorläufigen Wei- Verführung der Geschäfte die bisherigen Stellen.

Der Geschäftsverkehr der evangelischen preußi­schen Landeskirchen mit dem Deutschen Evange­lischen Kirchenbund erfolgt ausschließlich über meine Person.

Ich beurlaube mit sofortiger Wirkung den Vizepräsidenten des Evangelischen Obcrkirchenrates Hundt in Berlin und den Generalsuperintenden- ten S ch i a n in Breslau.

Ich löse mit sofortiger Wirkung sämtliche gewählten kirchlichen Ver­tret ü n g en in den evangelischen Landeskirchen Preußens auf.

Ich bestelle zum kommissarischen Prä­sidenten des Evangelischen Oberkirchenrates der Altpreußischen Union den Rechtsanwalt Stadtrat Dr. Friedrich Werner (Berlin). Gleichzeitig über­trage ich auf den kommissarisches Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrates sämtliche Befugnisse des Kirchensenates. Weiter bestelle ich zum k o m - missarischen Geistlichen Vizepräsidcn- t e n des Evangelischen Oberkirchenrates den Pfar­rer Joachim H o s s e n f e l d e r (Berlin), zum kommiffarischen Weltlichen Vizepräsidenten des Evangelischen Oberkirchenrates den Konsistorialrat Dr. 5 ü r 1 e (Breslau).

Zu meinen Bevollmächtigten ernenne ich a) für den Bereich der Evangelischen Kirche der Alt­preußischen Union u. a. für die Kirchenprovinz Westfalen: den Pfarrer Qlöfcr (Weslarn), für die Kirchenprovinz Rheinprovinz: den Landrat Dr. Krummacher (Gummersbach), b) für den Bereich der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover: den Pfarrer Hahn (Elmlohe),

c) für den Bereich der Evangelisch-Reformier­ten Landeskirche der Provinz Hannover: den Universitätsprofessor D. Goeters (Bonn),

d) für den Bereich der Evangelisch-Lutherischen Kirche Schleswig-Holstein: den Konsisto­rialrat Dr. Kinder (Kiel),

c) für den Bereich der Evangelischen Landes­kirche in Hessen -Kassel, sowie für den Bereich der Evangelischen Landeskirche von Waldeck und Pyrmont: den Stadtrat Dr. P a u l- m a n n (Kassel),

f) für den Bereich der Evangelischen Landes­kirche in Rasfau, sowie für den Bereich der Evangelischen Landeskirche Frankfurt a. QH.: den Pfarrer Albert Walther (Wiesbaden- Bierstadt).

Kommissarische Llebernahme desEvangrlischenpreßverbandes

Be r I i n , 24. Juni. (TU.) Dom Evangelischen prchoerband für - Deutschland wird mitgeteilt: Die Herren privakdozent Dr. Hans Michael Müller (Dena) und Stadtverordneter Max Grevemeyer (Berlin) sind kommissarisch mit der Uebernahme der Geschäftsführung des Evangelischen Drehoerbandes für Deutschland e. D. beauftragt. Zunächst werden die Herren Direktor vcosessor Dr. hinderer und Dr. Liepmann mit sofortiger Wirkung beurlaubt.

3 ä g c r, als Kommissar für sämtliche eoangel. Landeskirchen Preußens.

Ge;.: Ludwig Müller, der Beauftragte des Reichskanzlers für die Angelegenheiten der evangelischen Kirche.

Zur Begründung der Llebernahme des Es. P r e ß v e r b a n d e s wird mitgeteilt: .Die Aktion gegen die bisherige Leitung des Ev. Preß» verbautes für Deutschland ist eine entschei­dende Teilhandlung innerhalbder Mn Kommissar Jäger durchgeführ- lenRotmaßnahme. Da der Verband ein eingetragener Verein ist, untersteht die Aktion zu­gleich dem Bevollmächtigten des Reichskanzlers, Wehrkreispfarrer Müller.

Die nationalsozialistische Revolution steht in ihrer vielleicht entscheidenden zweiten klappe. Es geht um die restlose, von unse­rem Führer Adolf Hitler gerade in der let>-

Zeit neu geforderte Einheit von Volk

und Staat nicht zuletzt auch in der Evangeli­schen Kirche. Die hier nach den letzten Vorkomm­nissen der letzten Woche nun unvermeindlichen Maßnahmen betreffen die Kirche a l s irdische Organisation und völkische Ge mein» schäft.

Die Souveränität des Evangeliums und seine freie Verkündung bleibt davon unberührt. Sie sind unantastbar. Es ist der feierliche Wille von Wehrkreispsarrer Müller, daß alle hierher gehörenden Fragen alsbald ihre Klä­rung vor der breiten Oeffentlichkeit erfahren: Die Stellung der getauften Nichtarier in­nerhalb der einen christlichen Kirche, der Zusammenhang der deutschen evangelischen Kirche mit den deutschen evangelischen Kirchen außerhalb des Reiches usw. Vielfache Miß- Verständnisse und Tartarennachrichten gehen um. Es ist die dringlichste Aufgabe des neu geleiteten Evangelischen Presseverbandes für Deutschland, restlose Klarheit zu schaffen und die Wege zu der neuen kirchlichen Arbeit abzustecken. Neu wird sie sein, sofern sie zu der gesamtdeutschen Volks- erneuerung gehört. Aber zugleich ist es die eine blei-

Berlin, 24. Juni. (TU.) Zu Ehren der ersten Vorkämpfer der NSDAP, in Groß-Berlin fand am Sonntag in Spandau ein von der 1. Nord­deutschen Standarte veranstalteterTag der alten Garde" statt. Die ganze Stadt Span­dau war in ein Meer von Zahnen getaucht. Auch die öffentlichen Gebäude zeigten die Ratio­nalflaggen. Die alte Garde und der Traditions­sturm, sowie Abordnungen der Reichswehr und der Polizei traten vormittags vom Marktplatz aus einen gemeinsamen Kirchgang nach der Garnisonki.che an, in der Standortpfarrer Schütz im Rahmen einer mit dem Gottesdienst verbun­denen Heldengedenkfeier die Predigt hielt. Während des Glockengeläutes wurde am Ehren­mal durch eine SA.-Abordnung ein Kranz nieder­gelegt. ilm 14 Ufjr trat dann mit klingendem Spiel die alte Garde zusammen mit dem S.- Eturmbann 14 vom Rathaus aus einen Fest- marsch durch die Stadt an, bejubelt von den Massen, die die Straßen dicht umfäuten. Berechtigte Siegesfreude leuchtete in den Augen der ersten Kämfer um ein deutsches Berlin. Mit der SA. und der zivilen Parteigenossen­schaft schritten zahlreiche Teilnehmer an den Kämpfen im Baltikum und in Oberschlesien, sowie Angehörige der ehemaligen Schwarzen Reichs- roehr und des Frontbannes. Reben Staats­kommissar und SS-Führer Daluege sah man in dem Zuge auch Staatskommissar Engel Prinz August Wilhelm von Preußen und viele andere Führer der Bewegung. Der Marsch führte wieder zum Rathausvorplah zurück. Hier erfolgte dann die feierliche Uebergabe des Feldzeichens und die Erhebung das S-Eturmbannes 14 zur Standarte.

Reichsminister Or. Goebbels

hielt dann am Sonntagabend eine Ansprache an die zehntausend« versammelter Mitkämpfer.

Magdeburg, 25. Juni. (ERB.) Der Grün- dergau des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, Magdeburg -Anhalt hielt auf dem Dom- Platz einen großen Appell ab. Der Bundesführer Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e hielt eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Seit 1918 steht der Stahlhelm auf der Schanze. Er hat nicht nachgegeben, und heute nun steht der Stahl­helm nicht mehr allein. Ich habe eine Glut der Freude und ein Aufatmen empfunden, als mir der Volkskanzler Adolf Hitler sagte: »Jawohl, so muß es sein, drei Säulen nebenein­ander: Braun, Schwarz und Feldgrau: SA., SS. und Stahlhelm." Diele drei Säulen stehen nebeneinander, und ebenso stehen die drei Sym­bole in Deutschland nebeneinander: Das Sym­bol des Eisernen Kreuzes, das der alte Feldmarschall während eines ganzen Mbens getragen hat, als zweites Symbol da­neben Adolf Hitlers Hakenkreuz, aus dem gleichen Gedanken heraus geboren, aus der Schlammflut der Revolution als Beschwörungs­zeichen des nationalen Willens entgegengehalten gegen alle Widersacher, das dritte Symbol, das Symbol unseres Stahlhelms. Das

f bende, von unseren Vätern übernommene Arbeit im Dienst an der Verkündigung des Evangeliums, das allen Völkern gilt und in Ewigkeit bleibt.

D. v. Bodelschwingh zurückgetreten.

Berlin, 24. Juni. (ERB.) Der von einem größeren Teil der bisherigen kirchenregicrungen zum Reichsbischof ausersehene Pastor von Bodelschwingh hat heule abend, wie seine Kanzlei milteiM, in einer Sitzung des Deut- schen Evangelischen Kirchenausschusse» folgende Er­klärung abgegeben: Durch die Einsetzung eines Staatskommissar» für den Bereich sämtlicher evangelischer Landeskirchen Preußen» ist mir die Möglichkeit genommen, öle mir übertragene Aufgabe durchzufüh­ren. Da» nötigt mich, den mir vom Deutschen Evan­gelischen Kirchenbund erteilten Auftrag zorückzu­geb e n.

Mit minutenlangem Jubel begrüßt, gab der Minister zunächst einen Mcberblid über die Jahre des Kampfes der Berliner Bewegung. Heute stehe die alte Parteigarde vor der Tatsache, daß ihr unerschütterlicher Glaube zum Siege verhalfen habe. Man falle nicht glauben, daß die nationalsozialistische Re­volution zu Ende fei. Sie geh« erst dann zu Ende, wenn die REDAP. den ganzen Staat besitze. Es dürfe außer dieser überhaupt keine Partei und keine Organisatio­nen mehr geben. Die nationalsozialistische Bewegung habe niemals einen Zweifel darüber gelassen, daß sie auf dem Totalstand­punkt steht.Wir sind die Vollstrecker des Volkswillens. Es braucht niemand Angst zu haben: Es kommt jeder heran. Wir werden auch die Revolution zu Ende führen. Pardon wird nicht gegeben. Die nationalsozialistische Bewegung erhebt den Anspruch, das Reich zu besitzen. Ob die Regierung Erfolg haben wird, hängt nicht allein von ihren Taten, sondern auch von der Gefolgstreue ihrer alten Anhänger ab." Dr. Goebbels gedachte zum Schluß der Toten der nationalsozialistischen Bewegung, die ihre Liebe zu dem Führer mit dem Leben bezahlt hätten und erflärte, daß zwar iiod) viele Parteigenossen heute ohne Arbeit und Brot seien, sie sollten aber nicht glauben, daß der Führer nicht Tag und Rächt darauf (inne, dieses Hebel abzustellen. Seine große Lebensaufgabe bestehe darin, dem deutschen Volk wieder zu Brot und Ar­beit zu verhelfen. Die Rede schloß mit Heil­rufen auf die alte Garde, die nationalsozialistische Bewegung und ihren Führer Adolf Hitler. Das Horst-Wessel-Lied schloß die mit gewaltigem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Mi­nisters.

dürfen die Träger der drei Symbole für sich in Anspruch nehmen: Alle drei halten heute durch für dasselbe Ziel, und alle drei ge­hören zusammen. Kein innerer und kein äußerer Feind darf die Kraft und den Erfolg haben, uns, die Eymbolträger, nicht zusammen­kommen zu lassen. Mögen sie reden, was sie wollen, mögen sie die braune Front mit Unflat beschmutzen: mögen sie auf den Reichspräsidenten scheel sehen: mögen sie auf Adolf Hitler schimp­fen: mögen sie als Provokateure uns, die alten feldgrauen Freiheitskämpfer, als Reaktionäre be­zeichnen, all das schütteln wir ab. Ich spreche angesichts dieses Domes, an dieser Stelle der Gründung des Stahlhelms, es noch einmal aus:

Ich gelobe für den ganzen Stahlhelm den beiden Männern Hiller unö Hindenburg die Treue, solange ich lebe, und ich gelobe meinen Feinden, sie niederzuschlagen, wo ich sie (reffe. ZBir haben e» erreicht, daß eine nationale Revolution zum Siege getragen wurde, wir verbitten nn» als alte Frontkämpfer, daß man unsere Revolution antaflet wir Kämpfer von 1918 verbitten uns

Oer Tag der allen Garde."

Nationalsozialistische Wiedersehensfeier in Spandau.

DieEinheilsstonlASDW.llndSlahlhelm

Seldtes Treubekenntnis zu Hindenburg und Hitler.Stahlhelm-Appell in der Gründungsstadt Magdeburg.

eine zweite Revolution von Rovemberlingen oder von immer UmgcfaUcnen. Es geht vor­wärts in Dcutschlcud und nicht rückwärts. wir geloben der Regierung Treue, wir geloben Treue unserem allen stolzen Freiheitsziel, wir geloben, daß mir nicht ruhen, bis sich die Ge­danken, die unser volkskanzler uns oorge- fchlagen hat, durch uns zum Siege durch­gerungen haben.

Franz Seldte übergab dann den neuen Forma­tionen ihre Fahnen. Unter den Fahnen, die am Domplatz Aufstellung nahmen. war auch eine neue Fahne, die neben drei Stahl­helmen die Siegesrune trägt. Rach dem Lippe!I auf dein Domplay fand ein Dorbeimarf ch tot Franz Seldte und den Ehrengästen statt. Rach dem Vorbeimarsch trafen sich die Ehrengäste zu einem gemütlichen Beisammensein in der Magde­burg .Harmonie", too Re chsr.rbcilsminister Seldte noch einmal erklärte, es sei von außer- ord-entlicher Bedeutung für die Zuk'.mst, daß der Reichskanzler die Bedeutung des- Stahlhelms er­kannt habe und sie verbinden wolle mit der po­litischen Krast feiner Bewegung, die auf den Schienen der Partei und der SA. laufe. So sei das Zusammengehen in teil oberen Schichten eigent­lich leicht gewesen. 3n ten unteren Kreisen werde allerdings noch einige Zeit vergehen, es gehöre Geduld dazu, um gewisse Enttäuschungen zu überwinden, doch werde auch das gelingen RSD AP. - Führ e r und Führer des Stahlhelms würden in Berchtesgaden als Gäste des Führers am Samstag nächster Woche zusammenkommen, und dort tolle beschlossen werten, welche end­gültige Form man dem Zusammenschluß ge­ben wolle. Dabei müsse aber jeder Vorbe­halt ausgeschaltet werten.3d) schließe das Bündnis mit Adolf Hitler nicht mit irgend­einem Vorbehalt, entweder siegen wir zusammen oder gar nicht."

Kronprinz Wilhelm zur Eingliederung desGlahlhelm.

Breslau, 24. Juni. (EN2.) Kronprinz Wil­helm hat an Graf P ü ck l e r, den Landes- führer des Stahlhelms des Landes- oerbanbes Schlesien, folgendes Schreiben gerichtet:

Lieber Graf Pückler! In meiner Eigenschaft als Ehrenmitglied des Landesverbandes Schlesien des Stahlhelm, Bund ter Front- falteten, drängt ?s mich. Ihnen ein Wort über die letzt erfolgte Vereinbarung zwüchen dem Reichskanzler Adolf Hitler und dem Führer des Stahlhelm Franz Seldte zu sagen: Ick) b c grüße es freudigen Herzens, daß es endlich gelungen ist, die Grundlage für den engen Zusammenschluß auch für die Einheitsfront der im Nationalsozialismus und im Stahlhelm vorhandenen nationalen Kräfte zu fchafien. Ick) sehe darin nicht nur eine Bürgschaft für Oie Sicherung der bisherigen Erfolge, sondern vor allem mich ten^Betveis für die Erkenntnis und den Wil­len ter Führer, daß zur glücklichen Lösung der vor uns liegenden gewaltig schweren Aufgaben ter Na­tionalsozialismus ter kraftvollen aktiven Mithilfe des Stahlhelms auf dem Bo­den voller Gleichwertigkeit bedarf. In Würdigung dieses Gedankens müssen alle Schmie- rigteiten und Hemmnisse überwunden werden, die sich in letzter Zeit an manchen Stellen ergeben haben. Die Größe der Ausgabe und das hohe Ziel verlangen rücksichtslosenEinsatz aller nationalen Kräfte. Daß dabei mich cyif sach­lichem und persönlichem Gebiet Opfer gebracht, Wünsche zurückgestellt, hier und te» auch Einschröi. fungen in Kauf genommen werden müssen, ist selbst­verständlich. Dem Stahlhelm hat es n o ch n i e a n Opfersinn und Dpfcrfrcuöigfeit ge­fehlt, wenn es galt, den großen vaterländischen, völkischen Gedanken zu unterstützen. Für die natio­nalen Verbände heißt es jetzt, ten Beweis dafür zu liefern, daß ter Sinn und Zweck ter großen deutschen Freiheitsbewegung und die ihnen dabei zufallende Rolle an dieser Mitarbeit richtig er- kannt und danach gehandelt wird.

Mit herzlichen Grüßen Froncheil!

Wilhelm, Kronprinz."

Oie Neuordnung

beim pommerschen Stahlhelm.

Berlin, 24. Juni. (TLl.) Wie ter Amtliche Preußische Pressedienst mitleilt, hat ter Preu­ßische Ministerpräsident Goring an Polizeiprä­sident Heines, zur Zeit Stettin, folgendes Te­legramm gerichtet.

.Ich beauftrage Sie hiermit, bis auf weiteres in Pommern zu bleiben und a l s mein Son­derbeauftragter bie ganze Organi* sationdesdvrtigenStahlyclms gemäß den Anordnungen tes Buntesfuhrcrs, Ministers Seldte, und des Stabschefs, Staatssekretärs Röhm, in meinem Auftrage und in Ihrer Eigenschaft als Polizeipräsident zu über­wachen und durchzuführen. Ich erwarte, daß Sie diesen Auftrag mit ebenloviel Takt w.e auch, wenn notwendig, mit rücksichtsloser Energie ausführen werten. Mitteilungen an mich unmit­telbar. Zur Durchführung dieses Auftrages un­ter ft e 11 e i ch Ihnen hiermit die ge­samten Polizeimittel Pommerns. Der Oberpräsitent von Pommern ist verständigt.-

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Auf Abordnung deS thüringischen Innenmini­steriums wurden mehrere Stahlhelmführer ver­haftet. 3n Eisenach wurde der erste Stahl- tehnfübrer Oberstleutnant v. Lindwurm ins Polizeigefängnis eingeliefert Der ehemalige