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Montag, 26.3:mil953
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Die Einsetzung des Gtaaiskommiffars für die Evangelische Kirche Preußens.
Die ersten Verfügungen Kommissar Jägers. — Pfarrer Hoffenfelder von der Glaubensbewegung „Deutsche Christen" kommissarischer Vizepräsident des Oberkirchenrais. — D. von Bodelschwingh gibt seinen Auftrag zurück.
Berlin, 24. Juni. (WTB.) Der Kommissar für die evangelischen Landeskirchen Preußens, Zöger, hat u. a. folgende Verfügung erlassen:
Getragen von der Verantwortung gegenüber dem Werk der Reformation und beseelt von dem unbeugsamen Willen, der Zerrissenheit im Kirchenvolk ein Ende zu machen, hat mich der Herr preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung zum Kommissar für sämtliche evangelischen Landeskirchen Preußens nut der Vollmacht bestellt, die zur Beseitigung der vorhan- denen Verwirrung und zus Verhütung weiterer Zerreißung und Aufspaltung erforderlichen Maßnahmen zu treffen.
Ich übernehme hierdurch die Führung der Geschäfte der sämtlichen evangelischen Landeskirchen Preußens. Ich beauftrage mit der vorläufigen Wei- Verführung der Geschäfte die bisherigen Stellen.
Der Geschäftsverkehr der evangelischen preußischen Landeskirchen mit dem Deutschen Evangelischen Kirchenbund erfolgt ausschließlich über meine Person.
Ich beurlaube mit sofortiger Wirkung den Vizepräsidenten des Evangelischen Obcrkirchenrates Hundt in Berlin und den Generalsuperintenden- ten S ch i a n in Breslau.
Ich löse mit sofortiger Wirkung sämtliche gewählten kirchlichen Vertret ü n g en in den evangelischen Landeskirchen Preußens auf.
Ich bestelle zum kommissarischen Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrates der Altpreußischen Union den Rechtsanwalt Stadtrat Dr. Friedrich Werner (Berlin). Gleichzeitig übertrage ich auf den kommissarisches Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrates sämtliche Befugnisse des Kirchensenates. Weiter bestelle ich zum k o m - missarischen Geistlichen Vizepräsidcn- t e n des Evangelischen Oberkirchenrates den Pfarrer Joachim H o s s e n f e l d e r (Berlin), zum kommiffarischen Weltlichen Vizepräsidenten des Evangelischen Oberkirchenrates den Konsistorialrat Dr. 5 ü r 1 e (Breslau).
Zu meinen Bevollmächtigten ernenne ich a) für den Bereich der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union u. a. für die Kirchenprovinz Westfalen: den Pfarrer Qlöfcr (Weslarn), für die Kirchenprovinz Rheinprovinz: den Landrat Dr. Krummacher (Gummersbach), b) für den Bereich der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover: den Pfarrer Hahn (Elmlohe),
c) für den Bereich der Evangelisch-Reformierten Landeskirche der Provinz Hannover: den Universitätsprofessor D. Goeters (Bonn),
d) für den Bereich der Evangelisch-Lutherischen Kirche Schleswig-Holstein: den Konsistorialrat Dr. Kinder (Kiel),
c) für den Bereich der Evangelischen Landeskirche in Hessen -Kassel, sowie für den Bereich der Evangelischen Landeskirche von Waldeck und Pyrmont: den Stadtrat Dr. P a u l- m a n n (Kassel),
f) für den Bereich der Evangelischen Landeskirche in Rasfau, sowie für den Bereich der Evangelischen Landeskirche Frankfurt a. QH.: den Pfarrer Albert Walther (Wiesbaden- Bierstadt).
Kommissarische Llebernahme desEvangrlischenpreßverbandes
Be r I i n , 24. Juni. (TU.) Dom Evangelischen prchoerband für - Deutschland wird mitgeteilt: Die Herren privakdozent Dr. Hans Michael Müller (Dena) und Stadtverordneter Max Grevemeyer (Berlin) sind kommissarisch mit der Uebernahme der Geschäftsführung des Evangelischen Drehoerbandes für Deutschland e. D. beauftragt. Zunächst werden die Herren Direktor vcosessor Dr. hinderer und Dr. Liepmann mit sofortiger Wirkung beurlaubt.
3 ä g c r, als Kommissar für sämtliche eoangel. Landeskirchen Preußens.
Ge;.: Ludwig Müller, der Beauftragte des Reichskanzlers für die Angelegenheiten der evangelischen Kirche.
Zur Begründung der Llebernahme des Es. P r e ß v e r b a n d e s wird mitgeteilt: .Die Aktion gegen die bisherige Leitung des Ev. Preß» verbautes für Deutschland ist eine entscheidende Teilhandlung innerhalbder Mn Kommissar Jäger durchgeführ- lenRotmaßnahme. Da der Verband ein eingetragener Verein ist, untersteht die Aktion zugleich dem Bevollmächtigten des Reichskanzlers, Wehrkreispfarrer Müller.
Die nationalsozialistische Revolution steht in ihrer vielleicht entscheidenden zweiten klappe. Es geht um die restlose, von unserem Führer Adolf Hitler gerade in der let>-
Zeit neu geforderte Einheit von Volk
und Staat nicht zuletzt auch in der Evangelischen Kirche. Die hier nach den letzten Vorkommnissen der letzten Woche nun unvermeindlichen Maßnahmen betreffen die Kirche a l s irdische Organisation und völkische Ge mein» schäft.
Die Souveränität des Evangeliums und seine freie Verkündung bleibt davon unberührt. Sie sind unantastbar. Es ist der feierliche Wille von Wehrkreispsarrer Müller, daß alle hierher gehörenden Fragen alsbald ihre Klärung vor der breiten Oeffentlichkeit erfahren: Die Stellung der getauften Nichtarier innerhalb der einen christlichen Kirche, der Zusammenhang der deutschen evangelischen Kirche mit den deutschen evangelischen Kirchen außerhalb des Reiches usw. Vielfache Miß- Verständnisse und Tartarennachrichten gehen um. Es ist die dringlichste Aufgabe des neu geleiteten Evangelischen Presseverbandes für Deutschland, restlose Klarheit zu schaffen und die Wege zu der neuen kirchlichen Arbeit abzustecken. Neu wird sie sein, sofern sie zu der gesamtdeutschen Volks- erneuerung gehört. Aber zugleich ist es die eine blei-
Berlin, 24. Juni. (TU.) Zu Ehren der ersten Vorkämpfer der NSDAP, in Groß-Berlin fand am Sonntag in Spandau ein von der 1. Norddeutschen Standarte veranstalteter „Tag der alten Garde" statt. Die ganze Stadt Spandau war in ein Meer von Zahnen getaucht. Auch die öffentlichen Gebäude zeigten die Rationalflaggen. Die alte Garde und der Traditionssturm, sowie Abordnungen der Reichswehr und der Polizei traten vormittags vom Marktplatz aus einen gemeinsamen Kirchgang nach der Garnisonki.che an, in der Standortpfarrer Schütz im Rahmen einer mit dem Gottesdienst verbundenen Heldengedenkfeier die Predigt hielt. Während des Glockengeläutes wurde am Ehrenmal durch eine SA.-Abordnung ein Kranz niedergelegt. ilm 14 Ufjr trat dann mit klingendem Spiel die alte Garde zusammen mit dem S.- Eturmbann 14 vom Rathaus aus einen Fest- marsch durch die Stadt an, bejubelt von den Massen, die die Straßen dicht umfäuten. Berechtigte Siegesfreude leuchtete in den Augen der ersten Kämfer um ein deutsches Berlin. Mit der SA. und der zivilen Parteigenossenschaft schritten zahlreiche Teilnehmer an den Kämpfen im Baltikum und in Oberschlesien, sowie Angehörige der ehemaligen Schwarzen Reichs- roehr und des Frontbannes. Reben Staatskommissar und SS-Führer Daluege sah man in dem Zuge auch Staatskommissar Engel Prinz August Wilhelm von Preußen und viele andere Führer der Bewegung. Der Marsch führte wieder zum Rathausvorplah zurück. Hier erfolgte dann die feierliche Uebergabe des Feldzeichens und die Erhebung das S-Eturmbannes 14 zur Standarte.
Reichsminister Or. Goebbels
hielt dann am Sonntagabend eine Ansprache an die zehntausend« versammelter Mitkämpfer.
Magdeburg, 25. Juni. (ERB.) Der Grün- dergau des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, Magdeburg -Anhalt hielt auf dem Dom- Platz einen großen Appell ab. Der Bundesführer Reichsarbeitsminister Franz S e l d t e hielt eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Seit 1918 steht der Stahlhelm auf der Schanze. Er hat nicht nachgegeben, und heute nun steht der Stahlhelm nicht mehr allein. Ich habe eine Glut der Freude und ein Aufatmen empfunden, als mir der Volkskanzler Adolf Hitler sagte: »Jawohl, so muß es sein, drei Säulen nebeneinander: Braun, Schwarz und Feldgrau: SA., SS. und Stahlhelm." Diele drei Säulen stehen nebeneinander, und ebenso stehen die drei Symbole in Deutschland nebeneinander: Das Symbol des Eisernen Kreuzes, das der alte Feldmarschall während eines ganzen Mbens getragen hat, als zweites Symbol daneben Adolf Hitlers Hakenkreuz, aus dem gleichen Gedanken heraus geboren, aus der Schlammflut der Revolution als Beschwörungszeichen des nationalen Willens entgegengehalten gegen alle Widersacher, das dritte Symbol, das Symbol unseres Stahlhelms. Das
f bende, von unseren Vätern übernommene Arbeit im Dienst an der Verkündigung des Evangeliums, das allen Völkern gilt und in Ewigkeit bleibt.
D. v. Bodelschwingh zurückgetreten.
Berlin, 24. Juni. (ERB.) Der von einem größeren Teil der bisherigen kirchenregicrungen zum Reichsbischof ausersehene Pastor von Bodelschwingh hat heule abend, wie seine Kanzlei milteiM, in einer Sitzung des Deut- schen Evangelischen Kirchenausschusse» folgende Erklärung abgegeben: Durch die Einsetzung eines Staatskommissar» für den Bereich sämtlicher evangelischer Landeskirchen Preußen» ist mir die Möglichkeit genommen, öle mir übertragene Aufgabe durchzuführen. Da» nötigt mich, den mir vom Deutschen Evangelischen Kirchenbund erteilten Auftrag zorückzugeb e n.
Mit minutenlangem Jubel begrüßt, gab der Minister zunächst einen Mcberblid über die Jahre des Kampfes der Berliner Bewegung. Heute stehe die alte Parteigarde vor der Tatsache, daß ihr unerschütterlicher Glaube zum Siege verhalfen habe. Man falle nicht glauben, daß die nationalsozialistische Revolution zu Ende fei. Sie geh« erst dann zu Ende, wenn die REDAP. den ganzen Staat besitze. Es dürfe außer dieser überhaupt keine Partei und keine Organisationen mehr geben. Die nationalsozialistische Bewegung habe niemals einen Zweifel darüber gelassen, daß sie auf dem Totalstandpunkt steht. „Wir sind die Vollstrecker des Volkswillens. Es braucht niemand Angst zu haben: Es kommt jeder heran. Wir werden auch die Revolution zu Ende führen. Pardon wird nicht gegeben. Die nationalsozialistische Bewegung erhebt den Anspruch, das Reich zu besitzen. Ob die Regierung Erfolg haben wird, hängt nicht allein von ihren Taten, sondern auch von der Gefolgstreue ihrer alten Anhänger ab." Dr. Goebbels gedachte zum Schluß der Toten der nationalsozialistischen Bewegung, die ihre Liebe zu dem Führer mit dem Leben bezahlt hätten und erflärte, daß zwar iiod) viele Parteigenossen heute ohne Arbeit und Brot seien, sie sollten aber nicht glauben, daß der Führer nicht Tag und Rächt darauf (inne, dieses Hebel abzustellen. Seine große Lebensaufgabe bestehe darin, dem deutschen Volk wieder zu Brot und Arbeit zu verhelfen. — Die Rede schloß mit Heilrufen auf die alte Garde, die nationalsozialistische Bewegung und ihren Führer Adolf Hitler. Das Horst-Wessel-Lied schloß die mit gewaltigem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Ministers.
dürfen die Träger der drei Symbole für sich in Anspruch nehmen: Alle drei halten heute durch für dasselbe Ziel, und alle drei gehören zusammen. Kein innerer und kein äußerer Feind darf die Kraft und den Erfolg haben, uns, die Eymbolträger, nicht zusammenkommen zu lassen. Mögen sie reden, was sie wollen, mögen sie die braune Front mit Unflat beschmutzen: mögen sie auf den Reichspräsidenten scheel sehen: mögen sie auf Adolf Hitler schimpfen: mögen sie als Provokateure uns, die alten feldgrauen Freiheitskämpfer, als Reaktionäre bezeichnen, all das schütteln wir ab. Ich spreche angesichts dieses Domes, an dieser Stelle der Gründung des Stahlhelms, es noch einmal aus:
Ich gelobe für den ganzen Stahlhelm den beiden Männern Hiller unö Hindenburg die Treue, solange ich lebe, und ich gelobe meinen Feinden, sie niederzuschlagen, wo ich sie (reffe. ZBir haben e» erreicht, daß eine nationale Revolution zum Siege getragen wurde, wir verbitten nn» als alte Frontkämpfer, daß man unsere Revolution antaflet wir Kämpfer von 1918 verbitten uns
„Oer Tag der allen Garde."
Nationalsozialistische Wiedersehensfeier in Spandau.
DieEinheilsstonlASDW.llndSlahlhelm
Seldtes Treubekenntnis zu Hindenburg und Hitler. —Stahlhelm-Appell in der Gründungsstadt Magdeburg.
eine zweite Revolution von Rovemberlingen oder von immer UmgcfaUcnen. Es geht vorwärts in Dcutschlcud und nicht rückwärts. wir geloben der Regierung Treue, wir geloben Treue unserem allen stolzen Freiheitsziel, wir geloben, daß mir nicht ruhen, bis sich die Gedanken, die unser volkskanzler uns oorge- fchlagen hat, durch uns zum Siege durchgerungen haben.
Franz Seldte übergab dann den neuen Formationen ihre Fahnen. Unter den Fahnen, die am Domplatz Aufstellung nahmen. war auch eine neue Fahne, die neben drei Stahlhelmen die Siegesrune trägt. Rach dem Lippe!I auf dein Domplay fand ein Dorbeimarf ch tot Franz Seldte und den Ehrengästen statt. Rach dem Vorbeimarsch trafen sich die Ehrengäste zu einem gemütlichen Beisammensein in der Magdeburg .Harmonie", too Re chsr.rbcilsminister Seldte noch einmal erklärte, es sei von außer- ord-entlicher Bedeutung für die Zuk'.mst, daß der Reichskanzler die Bedeutung des- Stahlhelms erkannt habe und sie verbinden wolle mit der politischen Krast feiner Bewegung, die auf den Schienen der Partei und der SA. laufe. So sei das Zusammengehen in teil oberen Schichten eigentlich leicht gewesen. 3n ten unteren Kreisen werde allerdings noch einige Zeit vergehen, es gehöre Geduld dazu, um gewisse Enttäuschungen zu überwinden, doch werde auch das gelingen RSD AP. - Führ e r und Führer des Stahlhelms würden in Berchtesgaden als Gäste des Führers am Samstag nächster Woche zusammenkommen, und dort tolle beschlossen werten, welche endgültige Form man dem Zusammenschluß geben wolle. Dabei müsse aber jeder Vorbehalt ausgeschaltet werten. „3d) schließe das Bündnis mit Adolf Hitler nicht mit irgendeinem Vorbehalt, entweder siegen wir zusammen oder gar nicht."
Kronprinz Wilhelm zur Eingliederung desGlahlhelm.
Breslau, 24. Juni. (EN2.) Kronprinz Wilhelm hat an Graf P ü ck l e r, den Landes- führer des Stahlhelms des Landes- oerbanbes Schlesien, folgendes Schreiben gerichtet:
„Lieber Graf Pückler! In meiner Eigenschaft als Ehrenmitglied des Landesverbandes Schlesien des Stahlhelm, Bund ter Front- falteten, drängt ?s mich. Ihnen ein Wort über die letzt erfolgte Vereinbarung zwüchen dem Reichskanzler Adolf Hitler und dem Führer des Stahlhelm Franz Seldte zu sagen: Ick) b c • grüße es freudigen Herzens, daß es endlich gelungen ist, die Grundlage für den engen Zusammenschluß auch für die Einheitsfront der im Nationalsozialismus und im Stahlhelm vorhandenen nationalen Kräfte zu fchafien. Ick) sehe darin nicht nur eine Bürgschaft für Oie Sicherung der bisherigen Erfolge, sondern vor allem mich ten^Betveis für die Erkenntnis und den Willen ter Führer, daß zur glücklichen Lösung der vor uns liegenden gewaltig schweren Aufgaben ter Nationalsozialismus ter kraftvollen aktiven Mithilfe des Stahlhelms auf dem Boden voller Gleichwertigkeit bedarf. In Würdigung dieses Gedankens müssen alle Schmie- rigteiten und Hemmnisse überwunden werden, die sich in letzter Zeit an manchen Stellen ergeben haben. Die Größe der Ausgabe und das hohe Ziel verlangen rücksichtslosenEinsatz aller nationalen Kräfte. Daß dabei mich cyif sachlichem und persönlichem Gebiet Opfer gebracht, Wünsche zurückgestellt, hier und te» auch Einschröi. fungen in Kauf genommen werden müssen, ist selbstverständlich. Dem Stahlhelm hat es n o ch n i e a n Opfersinn und Dpfcrfrcuöigfeit gefehlt, wenn es galt, den großen vaterländischen, völkischen Gedanken zu unterstützen. Für die nationalen Verbände heißt es jetzt, ten Beweis dafür zu liefern, daß ter Sinn und Zweck ter großen deutschen Freiheitsbewegung und die ihnen dabei zufallende Rolle an dieser Mitarbeit richtig er- kannt und danach gehandelt wird.
Mit herzlichen Grüßen Froncheil!
Wilhelm, Kronprinz."
Oie Neuordnung
beim pommerschen Stahlhelm.
Berlin, 24. Juni. (TLl.) Wie ter Amtliche Preußische Pressedienst mitleilt, hat ter Preußische Ministerpräsident Goring an Polizeipräsident Heines, zur Zeit Stettin, folgendes Telegramm gerichtet.
.Ich beauftrage Sie hiermit, bis auf weiteres in Pommern zu bleiben und a l s mein Sonderbeauftragter bie ganze Organi* sationdesdvrtigenStahlyclms gemäß den Anordnungen tes Buntesfuhrcrs, Ministers Seldte, und des Stabschefs, Staatssekretärs Röhm, in meinem Auftrage und in Ihrer Eigenschaft als Polizeipräsident zu überwachen und durchzuführen. Ich erwarte, daß Sie diesen Auftrag mit ebenloviel Takt w.e auch, wenn notwendig, mit rücksichtsloser Energie ausführen werten. Mitteilungen an mich unmittelbar. Zur Durchführung dieses Auftrages unter ft e 11 e i ch Ihnen hiermit die gesamten Polizeimittel Pommerns. Der Oberpräsitent von Pommern ist verständigt.-
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Auf Abordnung deS thüringischen Innenministeriums wurden mehrere Stahlhelmführer verhaftet. 3n Eisenach wurde der erste Stahl- tehnfübrer Oberstleutnant v. Lindwurm ins Polizeigefängnis eingeliefert Der ehemalige


