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Nr. 225 Drittes Blatt
EietzenerAnzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen)
Samstag, 25. September 1953
Sie erste Taamia des Generalkais der MrWast.
Der Führer bei der Begrüßung von Mitgliedern des Generalrats. — Don links nach rechts: Regierender Bürgermeister Krogmann (Hamburg), Staatssekretär Posse, Generaldirektor D i e h n, Reichs bank- Dizepräsident Dreyse und Reichsbankpräsident Dr. Schacht.
Hier finde! die Hauplfeier des Llniedankiages statt
Freiwilliger Arbeitsdienst beim Planieren des Geländes am Bückeberg bei Hameln, wo sich am 1. Oktober rund 500 000 Menschen aus allen deutschen Gauen versammeln werden, um gemeinsam mit der Reichsregierung die Hauptfeier des Erntedanktages zu begehen.
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Znr 50=3a6rfeier des Aiederwalddenkinals.
Am kommenden Sonntag wird der 50. Jahrestag der Einweihung des Niederwalddenkmals im Jahre 1883 mit einer gewaltigen Kundgebung unter dem Motto „Arbeit und Friede" gefeiert werden. — Unser Bild zeigt eine alle Aufnahme von der Montage des Niederwalddenkmals.
SerSauptangeklagte im Leipziger Prozeß.
Eine interessante Aufnahme von dem Reichstagsbrandstifter van der Lubbe.
Vizeadmiral F 0 erster, bisher Chef der Marine» ftation der Nordsee, wurde zum Flottenchef ernannt
Arbeitsbeginn der neuen Hessischen Arrztekammer.
Die neugebildete HessischeAerztekammer trat vorgestern in Darmstaot unter Leitung des Vorsitzenden Dr. med. Ende (Darmstadt) zu ihrer ersten Sitzung zusammen. In der Tagung wurde Böer anerkenenswerte Beschluß gefaßt, mit me der Erstattung reiner Eisenbahnfahr» kosten in Zukunft von jeglicher Diäten g e« Währung abzusehen, um auch auf diese Weise im Rahmen der Aerztekammer den ernstlichen Willen zu einer sparsamen Betreuung der Inter» esten des Gemeinwohls zu bekunden. Weiterhin wurde beschlossen, eine Abteilung für Erb» gesundheits- und Rassenpflege zu schaffen, deren ehrenamtliche Leitung Dr. med. Kranz (Gießen) anvertraut wurde. Herr Dr. Kranz hiett sodann einen Dortrag über das Thema „Aufgaben der Erbgesundheits-- und Rassenpflege".
Kultur und Politik im Dritten Reich
Temesvary, Äundeschormeister bed Hess. Sängerbundes*).
Don Univ.-Musskdirektor prof. Dr.
Etwas mehr als sieben Monate sind seit der Selbst» besinnung des deutschen Volkes verflossen. Es beginnt sich aus Staub und Asche wieder emporzu» heben. Heute erscheint es angebracht, sich einmal auf bas zu besinnen, was wir seit jener Wende erlebt haben.
Wir alle stehen unter dem Eindruck, daß die na» tionalsozialiftische Bewegung alles ergriffen und das Echte und Gute zutage gebracht hat, das beut» sches Volksgut ist. Auch vor unserer Sängerbewegung hat biefe Einwirkung der nationalsozialistischen Bewegung nicht haltgemacht. Wir brauchen nur an die Gleichschaltung und die Zusammenlegung der Gesangvereine zu denken. Erfreulicherweise hat sich da- bei gezeigt, daß die deutsche Sängeroeweaung gesund ist, dennoch aber au ihrer weiteren Aufwärtsentwicklung einer straffen Zusammenfassung nicht entbehren konnte. Maßgebend hierfür war das Wort des Führers auf dem Parteitag in Nürnberg: „Wenn eine höhere Kultur nur durch die Zusammenfassung der Kräfte einer Vielheit möglich ist, so muß jeder einen Teil seiner individuellen Freiheit opfern und sich dem Willen eines einzelnen unterordnen." Aus derartigen Erwägungen heraus war es auch nicht mehr möglich, Gesangvereine in so großer Zahl wie bisher weiterbestehen zu lassen. Es war notwendig, die Gemeinschaftsarbeit zur Förderung des Wohles des Volksganzen auch auf dem Gebiete des Gefangvereinswefens zu bekunden. Wie der einzelne deutsche Mensch nicht mehr ein einzelner ist, sondern in der Volksgemeinschaft aufgeht, so muß auch der einzelne Verein in bezug z u der Gemeinschaft gestellt werden. Was der marxistische Sozialismus nicht fertiggebracht hat das ist dem Nationalsozialismus gelungen, nämlich alle Volksgenossen gleichberechtigt nebenein- anderzusetzen, bie sozialen Wertunterschiede aufzuheben und nur die Persönlichkeit gelten zu lassen.
Welche Beziehungen bestehen nun zwischen Kul- t u r und Politik? Wenn wir rückwärts schauen, so sehen wir, daß früher alles in unserem Volke getrennt war. Auch die großen Ereignisse von 1870 brachten die Einigung und Zusammenfassung aller Deutschen zu einem einheitlichen Volk nicht. Artfremde Einflüsse, insbesondere auch durch den unter jüdischem Einfluß stehenden Teil der Presse, wie auch auf der Bühne, im Vortrags- und Äon»
' Nach einem Vortrag, den Professor Dr. le« mesvary am vorigen Sonntag auf der Oberheffischen Sängertagung in Gießen unter starker Zustimmung der großen Versammlung gehalten hat.
D. Red.
zertwesen usw., haben in der Kultur diese Ein- heitlichkeit der geistigen und seelischen Einstellung des deutschen Volkes immer verhindert. Zank, Streit und zersetzende Kritik, Mangel an Mut, Unentschlossenheit beherrschten überall das deutsche Leben. Bismarck hatte wohl den Rahmen für bas Deutsche Reich geschaffen, aber erst Aböls Hit - l e r und seinen Getreuen gelang es, diesen Rahmen mit dem wertvollen Inhalt der d e u t s ch e n Volksgemeinschaft auszufüllen. Von da ab kann man auch wieder von einer wirklich einheitlichen deutschen Kultur sprechen. Aehnlich waren früher die Zustände auf dem Gebiete der Po- litik, in der auch deutschfremde Kräfte am Werk waren und zersetzend wirkten. Erst mit Adolf Hit- (er kehrte wieder eine Politik der Männlichkeit bei uns ein, an der wir jetzt ermessen können, was früher alles möglich war, um das Verderben in Deutschland so groß werden zu lassen. Nun endlich haben wir wieder klare Begriffe von unserer deutschen Kultur und von einer männ- lidjen deutschen Politik.
2hren schönsten Ausdruck sand diese Wandlung in ben Nürnberger Sieben unferes Führe r s u n d Volkskanzlers. Wer jetzt noch nach bie[en Reden nicht verstanden hat, um was es geht, dem ist einfach nicht zu helfen, der ist für das Volksganze verloren, oder er hat sich nicht die Mühe gegeben, diese Reden zu verstehen. In diesen Reden unseres Führers ist das E v a n • geliumderdeutschenKulturenthalten. Aus ihnen geht hervor, daß Politik die Ge» samtverwaltung des deutschen Lebens darstellt. In der Tat ist Politik nichts anderes als die Summe aller Maßnahmen des Staates zum Schutze der deutschen Kultur. Denn die hohen Werte der Kultur sind der Kern des deutschen Wesens, der unoerwüst- Iid)e_ Goldschatz, der unserem Dasein erst Wert- beftänbigfeit gibt. Wenn wir biefen Goldschatz nicht hüten, wird unser Volk wieder abwärts gehen. Kultur und Politik sind also untrennbar miteinander verbunden zu einem unteilbaren Ganzen und nicht mehr aus- einanderzureißen.
Welches ist nun unsere Aufgabe als G e- sangverein im Rahmen dieser Begriffe? Es handelt sich um nichts aoberes, als auch von unsrer Seite aus bewußte Pflege des beut» chen Volkstums in feinem ganzen Um» angezu treiben. Das Wesentliche ber Erneuerung :er deutschen Sängerbewegung liegt darin, daß sie aus ihrer Isolierung herausgeführt werden soll hin zu der engen und unlöslichen Verbin
dung mit dem Ganzen der deutschen Kultur. Es genügt nicht, daß der deutsche Sänger seine deutschen Lieder singt und pflegt. Unsere Aufgaben sind viel größer und vielseitiger. Es geht nicht an, daß nur die Männerchöre allein gedeihen und die gemischten Chöre dabei zugrunde gehen. Den singenden Männern obliegt auch die Verpflichtung, an der Pf lege des gemischten Chores teilzunehmen. Erfreulicherweise sind Vereine unseres Bundes, z. B. in Gießen, bereit, an dieser Ausgabe mitzuarbeiten. Mit Befriedigung ist auch zu vermerken, baß künftig inben Schulen w i e- der mehr Musik gelehrt roerben wird und die Lehrer besser in den Stand gesetzt werden sollen, deutsche Musik zu lehren. Ferner muß die deutsche Dichtung von uns bewußt gepflegt und in den Kreis unserer Wirksamkeit als Sänger gezogen werden. Auch auf dem Gebiete der Geselligkeit wird erfreulicherweise das neue Reich Auswüchse nicht mehr dulden. Wir wollen hier ein Teil des Volks- ganzen und wirkliche Volksgenossen sein, die deutsche Geselligkeit in Würde und edler Begeisterung in Tanz, Brauch, Tracht und in nationalen Feiern im neuen Geiste pflegen und in das Volk tragen. Wir müssen dabei das große Geschick der neuen Männer bewundern und anerkennen, die es verstehen, wirkliche deutsche, gehaltvolle Feste zu feiern, keine rauschenden, leeren Veranstaltungen, son-
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Flugkapitän Baur, einer der ältesten und bekanntesten Flugzeugführer der Deutschen Luft-Hansa, ber seit dem Jahre 1930 ständig das Flugzeug des Reichskanzlers Adolf Hitler führt, hat jetzt eineMillionFlugkilometerzurück- gelegt.


