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konnte, bei der Bereitwilligkeit der Einwohner, die große Schar der Turnerinnen und Gäste m Bürgerquartieren im Dorfe untergebracht wer- den. Der Samstagabend soll in der Turnhalle die Reichhaltigkeit des Frauenturnens zeige... Die Dereine non Gießen. Lich, Großen- und Klein- Linden. Treis, Lauterbach, Butzbach, Wöllstadt. Bad-Nauheim, Marburg, Wetzlar, Wieseck, Krofdorf und Heuchelheim werden Boden-, Stab-, Keulen-, Frei- und Kürübungen, rhytmische und tänzerische Bewegungen und Gemeinturnen am Barren vorführen. Hierbei wird sich zeigen, wie Anmut und Körperschulung miteinander zu vereinen sind. Auch das eigentliche Wetturnen am Sonntagmorgen verspricht sehr anregend zu werden. Selbstverständlich sorgt der TD. Heuchelheim nach besten Kräften dafür, daß alle Dorführungen sich reibungslos abwickeln. Am Nachmittag wird sich ein großer Festzug durch die Straßen des Ortes bewegen, der ein eindrucksvolles Bild der Turnbewcgnng geben soll. An ihm beteiligt sich auch die SA. Anschließend tocr- ten Sondervorsührungen und Massenfreiübungen
der Turnerinnen stattfinden, denen sich fröhliches Dolkstrciben anreiht.
Mrcie Lauterbach
MSN. Lauterbach, 21. '21 ug. Auf dcr steil abfallenden Landstraße zwischen Lauterbach und Herbstein kurz hinter H e r b st e i n geriet das voll beladene Lastauto des Steinbruchbetriebes von Staubad) in rasende Fahrt, da der Chauffeur die Herrschaft über das Auto verloren hatte. Da die Fahrt immer unheimlicher wurde, sprang der Begleiter des Autolenkers ab und wenig später auch der Chauffeur selbst. Führerlos geworden, raste das Auto mit seiner schweren Steinladung weiter, bis es gegen einen Baum rannte, den es glatt umriß und wobei auch noch mehrere andere Bäume mit zum Zusammenbrechen brachte. Das Auto wurde total zertrümmert. Dem Umstand, daß die beiden Insassen abspringen konnten, ist es zu verdanken, daß Menschenleben nicht zu beklagen sind, jedoch hat der Chauffeur des Autos beim Abspringen leichtere Verletzungen davongetragen.
Neue Bücher.
Das Ehrenmal fürGüniherGroenhoffaufdem
Frankfurter Friedhof.
* 05601. Frankfurt a. M-, 22. Aug. Unter außerordentlich starker Beteiligung aus allen Kreisen der Bevölkerung, der staatlichen und städtischen Behörden und der Flugsportverbande und -"Dereine fand heute auf dem Frankfurter Friedhof am Grabe des berühmten Segelfliegers Günther Grönhoff die Enthüllung eines ihm von seinen Freunden gestisteten Ehrenmals statt. Der Direktor der Rhön-Rosfitten-Gesellschaft, Professor G e o r g i i, hielt die Weiherede urid legte einen großen Kranz im Damen der Fliegerkamera, den nieder. Dcr Deutsche Luftsportverband, die SA.-Obergruppe 5, die Gauleitung der NSDAP, von Hessen-Nassau, vertreten durch den Leiter der politischen Abteiluna Pg. W owe ries, der be- tonte, daß der Geist Günther Groenhosfs in der Äugend weiter lebe, legten ebensalls prächtige Kränze nieder. 3m Auftrage des Reichsministeri- ums für Dolksaufklärung und Propaganda widmete Gaupropagandaleiter Parteigerwsse Müller-Scheld dem Fliegerhelden warme Worte. Er führte aus: „Wenn wir heute hierher gekommen find, um Günther Groenhoff au ehren, so tun wir das deshalb, weil wir wissen, daß Günther Groenhoff in einer Zeit, in der Deutschland zu zerfallen drohte, einer von denen war, die durch ungeheuere Leistungen die Augen der ganzen 05elt wieder aus unser Vaterland richten ließen. Zu einer Zeit, in der andere junge Leute sich in den Tanzsälen Herumtrieben, hat er für das Daterland gewirkt. Das werden wir ihm nicht vergessen." Ein Vertreter des hessischen Ministerpräsidenten Dr. Werner, ein Vertreter des Stahlhelm, der Kaplan von Poppenhausen als Dertreter des Flugsportvereins Poppenhausen an der Wasserkuppe, die Lufthansa, die Südwestdeutsche Luftverkehrs-AG., die christliche Pfad
finderschaft, das Lehrerkollegium der Musterschule, die Frankfurter Flughafengesellschast, die Stadt Gersfeld in der Rhön und die Stadt Frankfurt am Main ehrten den Flieger durch Dlumenspen- den. Auch der „Rhönvater" A r s inu s ließ es sich nicht nehmen, seinem Liebling Groenhoff noch einmal nachzurufen, daß sein Geist weiter lebe und daß trotz alledem weitergeflogen werde.
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Zeitgeschichte.
— Erich Czech-Iochberg: W i e Adolf Hitler der Führer wurde. Reclams Univer- sal-Bibliothek Nr. 7217. Geheftet 35 Pf., gebunden 75 Pf. — (219.) — Unter allen Schriften, die Leben und Werke Adolf Hitlers schildern, verdient die vorliegende besonders hervorgehoben zu werden. Ihr billiger Preis von 35 Pf. macht wohl jedem die An- schaffung möglich, und die Art der Darstellung durch den bekannten Hitler-Biographen Erich Czech-Iochberg erscheint besonders berufen, weitesten Volksschichten Wesen, Persönlichkeit und Entwicklung des Führers, seinen Geist und seine politischen Hochziele nahezubringen. Untrennbar verknüpft mit der Lebensgeschichte Hitlers ist die Entwicklung der NSDAP., die hier in fortreißender Darstellung von den Anfängen bis zum Triumph geschildert wird. Ein Schlußkapital skizziert „das deutsche Leben im nationalsozialistischen Staat" an Hand der wichtigsten Gesetzgebung der Regierung. — Dies Reclam- Buch vermittelt nicht nur Belehrung, sondern Hin- gäbe und Begeisterung für den Führer und Dolks- kanzler. Tausende werden dadurch zu innerlich erfüllten Mitstreitern der nationalsozialistischen Bewegung gewonnen werden!
— Die Regierung Adolf Hitlers gründet sich auf den Rassengedanken. Der deutsche Volkskörper soll aus deutschen Menschen tüchtiger Rasse be- stehen, Rassenpflege ist eine neue wichtige Staats- aufgabe geworden. Für Deutschland hat vor allem der Jenaer Professor Hans F. K. Günther das Verdienst, den Rassengedanken wieder belebt zu haben. In zahlreichen Werken hat er Aussehen, Wesensart und Kulturbedeutung der einzelnen Rassen behandelt. Seine Bücher sind in etwa 80 000 Stück verbreitet, doch kann man nicht behaupten, daß sie schon genügend bekannt seien. Deshalb ist es zu begrüßen, daß Günther in I. F. Lehmanns Verlag, München, neben seiner Rassenkunde des deutschen Volkes eine billige „Kleine Rassen- kunde des deutschen Volkes" herausbringt. (Geh. 2,25 Mark, gebd. 3,25 Mark.) Es ist schon die 4. Auslage, das Buch hat sich also be- währt. Wir finden hier eine eingehende Beschreibung der in Deutschland vorkommenden sechs Hauptrassen, besonders anschaulich durch die zahlreichen Abbildungen, die die Darstellung begleiten. Die Wesensart der Rassen wird geschildert und die ausschlaggebende Bedeutung der nordischen Rasse für die kulturellen Leistungen unseres Volkes an Hand der geschichtlichen Tatsachen nachgewiesen. Andere Abschnitte befassen sich mit der Rasfen- geschichte von den Frühzeiten der Menschheit bis heute. Eingehende Darstellung finden die Gegenwartsfragen der Rasfenpflege, der nordische Gedanke und die nordische Bewegung, die Ausmerzung der minderwertigen und die Förderung der wertvollen Erbanlagen. Der Standpunkt ist immer wissenschaftlich begründet, so daß das Buch gerade die Einführung in die gesamten Rassenfragen bildet, die der denkende Volksgenosse sucht. Das Buch eignet sich besonders als Grundlage für die Behandlung der Rassenfragen in der Schule, in Öen Wehroerbänden und politischen Bünden. — (168) —
— „B a u e r u n d B o d e n" von H. S ch l a n g e- Schöningen, Reichsminister a. D. Kart. 2 RM. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg. — (267) — Der frühere Reichskommissar für die Osthilfe stellt die volkspolitische Bedeutung einer ausreichenden Besiedlung des Ostlandes als Schutz gegen fremdländische Ueberoölterung in den Vordergrund und vertritt die Ansicht, daß der beste Schutz für unsere Ost- grenze ein lebendiger Wall von Bauern sei. Die Möglichkeiten, ihn aufzurichten, sind durchaus gegeben, und zwar durch die Besiedlung der unrentablen großen ostpreußischen Güter. Es ist der Praktiker, der aus ihm spricht, wenn er auf die leicht entstehenden Gefahren einer planlosen Sieölungspolitit hinweist und eine strenge Auswahl aus den Bewerbern um diese Landstellen getroffen sehen will. Er weist hier in erster Linie auf die Landarbeiter hin, auf die zweiten und dritten Bauernsöhne, die gezwungen sind, heute tatenlos auf den Höfen ihrer Väter und erstgeborenen Brüder zu sitzen, die sich am besten zum Siedeln eignen. Mit Uederzeugung und Zielsicherheit greifen die Vorschläge des früheren Reichsministers in die bestehenden Formen der Landwirtschaft ein, um sie so umzubilden, daß sie den nationalen Belangen eines auswärtsstrebenden Staates dienen.
— Erich Müller-Boedner: „Fragen und Aufgaben der Auslands-Siedlung". Verlag „Das Reich", Berlin C. 2. Preis 1,20 Mark. — (73) — Der Verfasser gibt denen, welche sich mit der Frage der Auswanderung aus- einanderzusetzen haben, das Material in die Hand, um zur Klarheit und Einsicht in die dabei bestehenden Zusammenhänge zu gelangen. Er nimmt Stellung zur Innensiedlung, zur Wirtschaftskrise und zu den Folgerungen, die die Geschichte der Auswanderung uns lehrt. Weiter aber können diejenigen, welche zur Auswanderung entschlossen sind, über die Auswanderungsmöglichkeiten, über die Gebiete, nach denen noch heute eine Auswanderung möglich ist, als auch über die Form, in der der Auswanderer sich eine Existenz schaffen kann, alles Wissenswerte erfahren.
— In der bekannten Sammlung „Schriften an die Nation" (Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg) erschien als Band 18 „Deutsches D o l k i n d e r Fremde" von Maria Kahle, der rastlosen Vorkämpferin des Deutschtums im Auslande. Sie entwirft ein dichterisches ergreifendes Bild jenes Deutschtums außerhalb der Reichsgrenzen, das von Süd- und Nordamerika bis nach Ost- und Sudost- europa reicht. Ein glühendes Bekenntnis zum deut
schen Gedanken und zum deutschen Volk in seiner umfassendsten Größe »st hier abgelegt. — (141) — — Generalleutnant a. D. H o r st von Metzsch: Arbeit und Wafsc als ® r u n ö • läge der Nation. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. Preis geb. 1.— Mark — (199) — '2lus tiefem geschichtlichem Denken entwickelt Metzsch an der Hand großzügiger historischer Vergleiche den Grundsatz, daß nur kämpferische, bewaffnete Arbeit ihren ideellen und materiellen Lohn zugunsten des Volkstums finden kann. Arbeit und Waffe müssen auch das Ziel der deutschen nationalen Revolution fein, weil nur beide in ihrem Gleichklang in staatsmännischer und volksoerbindender Ergänzung die Grundlage zu schassen vermögen, deren die deutsche Nation zu ihrer Selbstbehauptung und zur Gestaltung ihrer Zukunft bedarf.
Deutsche Erzähler.
— Rudolf Herzog, Die Tänzerinund ihre Schwestern. Ein Roman aus der Zeitenwende. Ganzleinenband RM. 4.80, in Halbleder RM. 7.—. I. G. Cotta, Stuttgart. (86.) Rudolf Her- zog, der Dichter der „Wiskottens", der „Stollenkamps" und vieler anderer, in Hunderttausenden von Stücken verbreiteter Romane, hat ein neues Werk vollendet, das durch, die Eigenart seiner Problemstellung, durch die Fülle der Figuren, die Farbigkeit seines landschaftlichen Hintergrundes vielen wieder Genuß und Anreguna bringen wird. Aus dem Kampfe zweier Geschlechterfolgen und damit aus dem Kampfe zweier Weltanschauungen schöpft Rudolf Herzog diesmal seinen Stoff, und es geht um Grundfragen der Liebe, die im tiefsten Wesen der Menschheit verwurzelt sind und gegen deren klare, leuchtende Flamme der Sturm einer von revolutionären Ideen erfüllten Zeit angeht. Süddeutsche, an Tradition gebundene Menschen stehen im Mittelpunkt des Romans, führend unter ihnen ein junges Mädchen, dessen sauberes Frauentum vor allem feindlichen Einfluß besteht und dessen kluge Hand geschickt alle, die ins Wanken kommen wollen, wieder aufzurichten und vor dem Untergang zu bewahren weiß.
Georg Dritting. Die kleine Welt am Strom. Geschichten und Gedichte. (Die Kleine Bücherei Rr. 15.) Qllbert Gängen'Ocorg Müller, München 1933- 3n farbigem Geschenkeinband 80 Pf. (97 ) — Das ist ein Büchlein von besonderer Art. Britting schöpft aus den Erinnerungen feiner Kindertage im alten Regensburg und an den Ufern des Donau-Stromes. Bolistümliche, manchmal bajuwcni ch de be Lustigkeit und verträumte Innerlichkeit verbinden sich in seinen Erzählungen und Bersen. Was Brit- lings Roman „Lebenslauf eines dicken Mannes, der Hamlet hieß"' hohes Lob eingetragen hat: eine ursprüngliche Fähigkeit, Menschen und Natur mit sprühendem Leben zu erfüllen, das spricht auch aus diesen neuen Geschichten und Gedichten, die sich in anmutigem Wechsel aneinanderreihen.
— Heinz Kükelhaus: ArmerTeufel. Roman. Ganzleinen 4,80, geb. 3,50 Mk. W. G. Kom, Okriag, Breslau. — (150) — Kükelhaus hat als Kumpel mitten unter den Bergarbeitern gelebt. Er ist nicht als Werkstudent, sondern als ein Vagabund zu ihnen gekommen, der die bürgerliche Welt, aus der er stammt, hinter sich gelassen hatte. 3n liefern Roman spiegelt sich die Fülle seiner Geschichte aus dem Bergarbeiter- leben. Das Bergwerk, die Kohlenhalden und die Kolonie dieses Romans bilden eine in sich geschlossene Welt mit ihren Schicksalen, die selbstverständlich dahertommen, weil sie aus dem Charakter der Menschen hervorgehen.
— Clara Rord ström: Kajsa Lejon- dahl. Roman. Leinen 5,25 Mk. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart und Berlin. — (87.) — Dieses Buch ist so ursprünglich, voll nordischer Kraft und Einfalt wie die alten Volksmärchen und die Erzählungen der Lagerlöf. Die Dichterin Clara Rordström ist Schwedin, sie schreibt aber deutsch. Ihre Art ist nordisch-germanisch: der uns Deutschen stammverwandte Dreiklang Gott — Ratur — Menschenherz waltet in Kajsas Schicksal und hebt es in die reine Sphäre des Gleichnisses und der Legende. Kajsa ist der letzte edle Sproß des stolzen Geschlechts der Lejondahls. Reben ihr steht die Gestalt der Frau Drita, ihrer Großmutter. Kajsa greift in das Schicksal eines jungen Mannes ein, dem ein Anrecht geschehen ist. Sie geht mit ihm in die Welt, sie wird sein guter Engel, seine Frau, sie opfert ihrem liebenden Willen alles, was ihr bisher so behütetes Dasein schön und reich gemacht hat, sie gewinnt mit ihrem Gatten Ehre und Ansehen. Er aber erweist sich als nicht stark genug, durch seine Schuld verliert Kajsa alles — um etwas Höheres zu gewinnen. In diesem Roman hat ein großer seelischer Reichtum eine so schlichte Gestaltung gefunden, daß er für jeden Leser Freude und Gewinn bedeutet.
— Johannes Günther: Spott, Sterben und Harlekin. Skizzen und Rovellen aus der Welt des Rokoko. Heinrich Wilhelm Hen- driock, Okriag, Berlin-Steglitz. In Leinen geb. 2,85 Mark. — (132) — Ein Gartenfest, das Schicksal zweier Porzellanfiguren, die Mariage einer Prinzessin, eine Liebe zu Dritt, Harlekin samt seinem derben Ensemble, die letzten Tage der Reuberin, Lessings Sieg über das Leiden, Georg Philipp Telemann spielt Bachs chromatische Phantasie ... von oll dem handelt Johannes Günthers neuestes Buch. Die einzelnen Novellen fi^ck) durch eine Conference miteinander verwoben. Bilder nach seltenen, alten Originalen schmücken das Wert.
Aus -er Provinzialhauptstadt.
furt a. OH.
Der Gauvorsihende. v. Geyer.
Neuorganisation der bildenden Künstler
Das Reichskartell der bildenden Künste ist auf Grund des Erlasses des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda vom 28. 7. 33 beauftragt, die bildenden Künstler im Rahmen des ständischen Ausbaues zusammenzuschließen. 2m Verfolg dieser Maßnahme fordere ich hier- mit sämtliche in meinem Gau ansässige Maler, Bildhauer, Graphiker und Gebrauchsgraphiker auf, ihre Anschrift bis 29.8. 33 an die Geschäftsstelle des Reichskartells der bildenden Künste, Gau Hessen-Mittelrhein, Darmstadt, Annastr. 23, sofern dies nicht bereits direkt oder durch die betreffenden Bezirksvorsihenden geschehen ist, mitzuteilen. Der Gau Hessen-Mittelrhein umfaßt folgende Bezirke: Kassel, dazu Waldeck, Ober- Hessen, Hessen-Nassau, Starkenburg, Rheinhessen, Koblenz, Trier, Saargebiet und Frank-
Meldepflicht für alle Zugendbünde!
Der Beauftragte des Iugendführers des Deutschen Reiches für Westfalen, Rheinland, Hessen-Rassau, Hessen, Lippe und Schaumburg-Lippe, Obergebietsführer Hartmann Laute r b o ch e r - Köln, gibt folgendes bekannt:
„Eine große Anzahl von heute noch bestehenden Iugendbünden, vor allen Dingen kleinere Wanderbünde, hoben die vom Iugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, bis 15. August angeordnete Meldung ihrer Stärke, ihrer Führer usw. nicht durchgeführt. Alle diese Iugendvereine und Bünde werden noch einmal letztmalig aufgefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Alle Bünde, die ihre Anmeldung bis spätens 10. September 1933 nicht vollzogen hoben, werden nach Rücksprache mit dem Iugendführer des Deutschen Reiches und Genehmigung des zuständigen Regierungspräsidenten als aufgelöst erklärt.
Unsaubere Angebote von Volksempfängern.
Die Landesstelle Hefsen-Rassau für Volksaufklärung und Propaganda gibt und folgende Mitteilung:
Die Rationalsozialistische Rundfunkkammer e. B., Berlin, gibt folgendes bekannt: In gewissen Kreisen des Funkhandels hat sich die An- sitle eingebürgert, bestimmte Empfangsgeräte älterer Erzeugung als „Volksempfänger", „Volksradio", „Volksgerät", „Volksfunk" usw. in Zei- tungsinseraten, Schaufenstern und auf sonstige Weise anzupreisen. Durch die mißbräuchliche Verwendung der Bezeichnung „Volks"- in Verbindung mit irgendeinem älteren Empfänger kann leicht der Irrtum entstehen, als ob das betreffende Gerät mit jenem neuen „Volksempfänger" identisch sei, der auf Anregung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda gelegentlich der diesjährigen 10. Iubiläumssunkaus- stellung herausgebracht werden wird. Alm allen Irrtümern wirksam zu begegnen und das interessierte Publikum vor Schäden zu bewahren, wird daher ausdrücklich daraus hingewiesen, daß es verboten ist und als unlauterer Wettbewerb verfolgt Wird, die Bezeichnung „Volksempfänger", „Dolksgerät", „Dolksradio" usw. zur Kennzeichnung irgendwelcher Radioempfänger älterer oder neuerer Anfertigung anzuwenden. Es gibt künftig nur einen „Volksempfänger DE. 301", ein Gemeinschaftserzeugnis der gesamten deutschen Funkindustrie, mit dem einheitlichen Verkaufspreis von 76 Mk. für Retzonschluh und 65 Mk. für Batterieanschluh, einschließlich Lautsprecher und Röhren.
Wallfahrt zum hl. Hock nach Trier.
Vom Katholischen Pfarramt wird uns geschrieben: Arn Sonntag, 27. August, fährt ein Pilgersonder- zug (mit 60 Prozent Fahrpreisermäßigung) von Gießen nach Trier. Hinfahrt: Gießen ab 5.38 Uhr. Rückfahrt: Ankunft in Gießen 23.26 Uhr. Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt 7,90 Mark. Anmeldungen nimmt nur das Katholische Pfarramt Gießen, Liebigstraße 28, entgegen. Daselbst wird nähere Auskunft erteilt. Um den notwendigen Bedarf an Pilgerzugskarten noch rechtzeitig anfordern zu tonnen, wolle man sich dis Donnerstag anmelden.
Vornonzc»
— Tageskalender für Mittwoch. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die heilige Flamme" mit Gustav Fröhlich und Dita Parlo.
•• D i e Sprech st unden des Staats- ekretärs. Die Staatspressestelle teilt mit: Die Sprechstunden des Herrn Staatssekretärs Jung fallen vom 23. August bis 9. September einschließlich aus. Für die Zeit seiner Ab- Wesenheit vertritt ihn Ministerialrat Rings- hausen.
Die Sprechstunden der Gaubetriebszellenabteilung der RSDAP. Die Sprechstunden der Gaubetriebszellenabteilung der RSDAP. Hessen-Rassau, Frankfurt a.M., Klüberstrahe 12, fallen in der Woche vom 22. bis 26. August aus. Riemand ohne Ausnahme wird vorgelafsen. Lediglich die Presse- und Propagandastelle ist vormittags von 8 bis 10 Ahr für den Publikumsverkehr geöffnet.
•• Der Verein der hessischen Ge- richtsasscssoren aufgelöst. Der Verein dcr hessischen Gerichtsassessoren hat sich aufgelöst und sein Vermögen im Betrage von etwa 200 Mark der nationalen Arbeitsspende zugedacht. Den seitherigen Mitgliedern wurde der Eintritt in den Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen dringend empfohlen.
*♦ Freie Innung für das Spengler- und Jnftallateurhandwerk. Man berichtet uns: Am 15. Auauft fand unter Leitung des Kreisamtes und in Anwesenheit des Kreiskampfbundleiters und Vorsitzenden der Handwerkskammer- Nebenstelle, Herrn Schimmel, sowie zirka 72 Handwerksmeistern im Gewerbehaus die Gründung einer freien Innung für das Spengler- und Inftal- lateur-Handwerk für die Stadt und den Kreis Gießen statt. Bei der Vorstandswahl wurde der langjährige frühere Obermeister, Spengler- und Installateurmeister Rudolf Rödiger, Gießen, einstim- mig zum Obermeister und Führer gewählt. Weiter wurden in den Vorstand berufen die Spengler- und Installationsmeister Heinrich Blum, Gießen, als Rechner, Georg E i d t m a n n , Gießen, als Schriftführer, Julius Don-Eiff, Grünberg, als Beisitzer, Konrad Drücket, Lang-Göns, als Beisitzer. Nach der Begrüßung durch den neuen Führer richtete Pg. Schimmel recht beherzigende Worte an die anwesenden Meister, treu unserem großen Dolkskanzler zu folgen, der gerade dem Handwerk besonders helfen will, und selbst mitzuhelsen an dem Ausbau der deutschen Wirtschaft. Nach einer gründlichen Aussprache über Ziele und Zweck der neuen Innung wurde die Versammlung mit einem drei- fachen 'Sieg-Heil auf unseren greifen Reichspräsidenten von Hindenb urg, sowie auf unseren großen Dolkskanzler Adolf Hitler geschloßen.
Oie Meliorationsarbeiten im hessischen Nied.
WSR., B e n s h e i m, 22. Aug. Nachdem be- reits vor einigen Worten bei den Meliorationsarbeiten im hessischen Ried der Arbeitsdienst eingesetzt worden ist. werden nun- mehr auch umfangreiche Notstands- arbeiten in Angriff genommen, die zunächst 90 000 Tagewerke erfordern. Ende des wahres werden dadurch durchschnittlich 900 ältere langfristige Arbeitslose, in der Hauptsache Kinder- reiche und Familienernährer, gleichzeitig beschäftigt fein. Die Arbeiten werden daher zu einer erheblichen Entlastung des Arbeitsmarktes in den Arbeitsamtbezirken Worms und Darmstadt führen. Sie fallen hauptsächlich in die Gemarkungen Heppenheim, Bensheim, barsch, Hos- heim-Dürstadt. Biblis. Lampertheim und Rord- heim. „ ,
Hinrichtung des NaubmörderS Knirsch.
WSR. Frankfurt a. M., 22. Aug. 3m I Hofe des Strafgefängnisses Preungesheim erfolgte heute 6 Ahr die H i n r i ch t u n g des Autoschlossers Willi Knirsch, der am 1. Dezember v. 3. den Geldbricfträger 3ohannes §ofmann ermordet und beraubt hatte und wegen dirier Tat am 14. 3anuar d. 3. vom Schwurgericht zum Tode verurteilt worden war. Die Hinrichtung erfolgte mittels Handbeils. Der preußische Mim- sterpräsident hatte von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht. Dies war dieerste Hinrichtung in Frankfurt a. OH. seit dem 23. Marz 1914, dem Tage, an dem der Gistmorder Karl i Hopf enthauptet wurde.
Gaufrauenturnen in Heuchelheim.
Zum 13. Frauenturnen des Bezirks H e s s e n . der bis Lauterbach, Kirchhain, Bleden- köpf, Wetzlar und Friedberg reicht, find. bw Meldungen recht zahlreich emgegangen. Trotzdem


