Ausgabe 
23.6.1933 Frühausgabe
 
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lir. U4 SvüßanSgabe

185. Zahrgang

5reitag,25.)uni 1935

gez. Dr. Robert Ley.

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Oie Kosten der Schuhhast.

i.

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demokratie r ä t e r l f d) e n

die die die die die

Berlin. 22. Juni. (D3IB.) Amtlich. Vorgänge in der letzten Zeit haben den unumstößlichen Beweis dafür geliefert, daß die deutsche Sozial-

daß dies Schutz- Schuh-

katholische Gruppe, evangelische Gruppe, berufsständische Gruppe, hündische Gruppe, Dehroerbondsgruppe.

Berlin. 22. Juni. (TU.) Reichsjugendführer Baldur von Schirach äußert sich imVölki- schen Beobachter" über Ausbau, Ziel und Gliede­rung der neuen Organisation: Die Organisation der deutschen Jugend ist so gedacht, daß der Reichsjugendführer für die einzelnen Landestcilc Länderbeauftragte einseht, die von sich aus wiederum Beauftragte ernennen. Diese Beauftragten werden von den jeweiligen Führern der Hitlerjugend in den be­treffenden Ländern und Orten gestellt werden.

Vie Organisation der gesamten deutschen Jugend wird in der weise oorgenommen werden, daß e i n Führerrat der deutsche nJugend gebildet wird, in dem die obersten Führer Sih und Stimme haben werden. In diesem Führerrat werden folgende Gruppen zusammengefaßt:

keine andere Behandlung mehr bean­spruchen kann, wie sie bei der ä p D. onge- wendet worden ist.

Der Reichsminister des Innern Hal daher die Landesregierungen ersucht, auf Grund der Ver­ordnung des Reichspräsidenten zum Schuhe von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 d i e not- wendigen Maßnahmen gegen die 5 p D. zu treffen Insbesondere sollen sämtliche Mitglieder der SpD.» die heute noch den Volksvertre­tungen und Gemeindevertretungen angehören, von der weiteren Ausübung ihrer Mandate sofort ausgeschlossen werden. Den Ausgeschlossenen werden selbstverständlich die Diäten gesperrt. Der Sozialdemokratie kann auch nicht mehr die Möglichkeit gewährt werden, sich in irgendeiner Form propagandistisch zu be­tätigen. ve r s a m m l u n g e n der Sozialdemokrati­schen partei sowie ihrer Hilfs- und Lrfahorganisa- lionen werden nicht mehr erlaubt werden. Ebenso dürfen sozialdemokratische Zei­tungen und Zeitschriften nicht mehr herauvgegeben werden. Dcks vermögen dec Sozialdemokratischen Partei und ihrer hilfs- und Lrsahorganisationen wird, soweit es nicht be­reits in Verbindung mit der Auflösung der Freien Gewerkschaften sichergestellt worden ist. beschlag­nahmt. Mit dem landesverräterischen Charakter der SPD. ist die weitere Zugehörigkeit von Beamten, Ange st eilten und Ar­beitern, die aus öffentlichen Mitteln Gehalt, Lohn oder Ruhegeld beziehen, zu dieser partei selbst­verständlich unvereinbar.

Deutschland und seine rechtmäßige Regierung nicht zurückschreckt. Führende Persönlichkeiten der SPD., wie Wels, vreitscheid, Stampfer, Vogel, befinden sich seil Wochen in Prag, um von dort aus den Kampf gegen die nationale Regierung in Deutschland zu führen. Wels hat eine Erklärung veröffentlicht, daß sein Austritt aus dem Bureau der II. Internationale nur fingiert gewesen sei. Er hat an den Vorsitzenden der Ar­beitergruppe auf der Internationalen Arbeilskon- seren; in Genf ein Telegramm gerichtet, in dem er in verleumderischer weise die Arbeiterschaft der übrigen Länder gegen die nationale deut­sche Regierung aufzuhehen versucht. Die erweiterte Parteileitung der SPD. Hal sich auf der vor einigen Tagen in Berlin abgehalle- nen Sitzung lediglich nach außen hin von diesen Leuten wie wel», Vreitscheid usw. distan­ziert. cs aber bezeichnenderweise unterlassen, diese Personen wegen ihres landesoerräterischen Verhaltens wirklich abzufchütteln und aus der Partei auszuschliehen. Im Gegenteil ist in einer von der Polizei überraschten Geheimoer­sammlung sozialdemokratischer Führer in Ham­burg ebenfalls landesoerräterisches Ma- terial gefunden worden. Dies alles zwingt zu dem Schluß, die SPD. als eine staats- und volksfeindliche Partei anzusehen, die

vor hoch- und landesoer- Unternehmungen gegen

Stuttgart, 22.3unL (ERB.) Don zustän­diger Seite wird darauf aufmerksam gemacht, daß die S ch u tz f t l i ng e gesamtschuld­nerisch für die Kosten der Schutzhaft haften, infolgedessen sei ausgeführt, die Haftung jedes einzelnen Häftlings für die gesamten h a f t k o st e n bedeutet. Wird sie in

Klärung in der Deutschen Arbeitsfront.

Neue Verfügungen Dr.LeyS bezwecken den Aufbau einereinheitlichen Organisation

Annahme von Anze a<n für die Tagesnummer "bis zum Nachmittag vorher, preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re­klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig, Platzvorschrift 20 , mehr.

Chefredakteur

Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Will). Lange; für Feuilleton Dr. H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den An- zeigenteil L D. TH.Kümmel sämtlich in Gießen.

Berlin, 22. Juni. (TU.) Im Anschluß an seinen am Mittwoch bekanntgegebenen Aufruf an die deutsche Arbeiterschaft veröffentlicht der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, drei Ser« fügungen, in denen es u. a. heißt:

Es ist der Wille des Führers, daß außer der Deutschen Arbeitsfront keinerlei Or­ganisationen mehr, weder der Arbeitnehmer, noch Arbeitgeber, existieren. Ausgenommen sind der ständische Aufbau und Organisationen, die einzig und allein der Fortbildung im Be­rufe dienen. Alle übrigen Vereine, auch sog. katholische und evangelische Arbeiter­vereine, sind als Staatsfeinde zu betrach­ten, weil sie den großen Aufbau hindern und hem­men. Deshalb gilt ihnen unser Kamps, und es ist höchste Zeit, daß sie verschwinden.

gez.: Dr. Robert Ley.

Um den wilden Aufbau von sog. Reichs- ständen, die in Derkennung des ständischen Aufbaues gebildet werden, und die dadurch dem Gedanken des ständischen Aufbaues nur schaden, entgegenzutreten, wird hierdurch folgendes ver­fügt: Allein zuständig für den ständischen Aufbau ist die RSDAP. Das ständische Amt in der obersten Leitung der politi­schen Organisation für die Durchführung Dr. h. c. Wagencr, Berlin W 9, Dohstraße 14. Rur die von dem Letzteren gebildeten Organisationen und Dienststellen sind verantwortlich und auch

Oie Neuorganisation der deutschen Fugendverbände

Reichsjugendführer Baldur von Schirach über Aufbau und Ziel seiner Arbeit.

Großzügige StaatsvereinfachunginHeffen Drei Ministerialabteilungen in einem Einmannminiftcrium.

Frankfurt a. 211., 22. Juni. (WSN.) Die Slaalsprefsestclle teilt mit: Die erste Sitzung des hessischen Staatsministeriums unter dem Vorsitz des Reichsstalthalters Gauleiter Sprenger beschloß, eine bis jetzt noch nicht ge­kannte einfache und klare Staatsver­waltung durchzuführen.

Ministerialdirektoren, Ministerialdirigenten und Slaatsräle kennt man in Zukunft in Hessen nicht mehr. Der Ministerpräsident mit dem Slaalssekre- tär stellt das gesamte Ministerium dar. Der Reichs- slatthalter kann zu jeder Zeit den Vorsitz einer Sitzung des Ministeriums übernehmen.

Unter dem Staatssekretär stehen drei M i n i - sterialabteilungen, wovon der Staats­sekretär das größte und umfangreichste selbst führt, so daß in Wirklichkeit nur zwei Ministerial- räte in Frage kommen.

Die Ministerialabteilung II führt künftig der seit­herige Oberschulrat Ringshausen, die Minisle- rialabteilung III ist noch unbesetzt.

Eine längst erforderliche Neuerung, die Schaffung eines Personalamtes für das gesamte Ministerium, ist eingeführt worden. Als Leiter wird der derzeitige Polizeioberinfpeklor L o e w e r aus Darmstadt berufen.

Die Unterabteilung Landwirtschaft wird dem Staatssekretär unmittelbar un­terstellt. Die entsprechenden Anordnungen sind im Laufe des Freitags zu erwarten.

Der SPD. die Veiäiigung verboten.

Ausschluß aus allen parlamentarischen Körperschaften. DersammlungS- und Presseverbot.

tum der Gewerkschaftsjugend in der Deutschen Arbeitsfront sind sofort aufzuheben.

Oie evangelische Jugend unter der Reichsjugendführung.

Berlin, 22. Juni. (T41.) In einer Aus- spräche zwischen dem Iugendsührec des Deutschen Reiches, Baldur von Echirach, und dem Führer der evangelischen Jugend Deutschlands, D. Stange, wurde, wie der evangelische Presse­dienst mitteilt, zunächst die Grundlage für ein reibungsloses Zusammengehen des evangelischen Iugendwerkes mit der Hitlerjugend am Tage der deutschen Jugend geschaffen. Dabei wurde u. a. das im Lande umgehende Gerücht einesDerbotes derHoheitsabzeichen der Sturmbanner und der Einheitsfront der evan­gelischen Jugend bei öffentlichen Umzügen aus­drücklich als haltlos erklärt. Darüber hinaus wurden die Richtlinien für eine einheitliche Zu­sammenfassung der .Evangelischen Jugend Deutschlands" besprochen, durch die in Zukunft Mißverständnisse und Verwechslungen mit ande­ren Iugendverbänden in der Oeffentlichkeit ver­mieden werden sollen. Der Jugendführer er­nannte D. Stange endgültig zum Mitglied deS Reichsführerringes, in dem das evangelische Jungwerk auch künftighin an erster Stelle neben der Führerschaft der Hitlerjugend stehen wird.

zuständig für den ständischen Aufbau. Die Be­zeichnungReichsstand" ist erst dann gegeben, wenn der grundsätzliche Gedanke, Unter­nehmer und Arbeitnehmer in einer Organisation zu vereinen, gewahrt und wenn die Art und Form dieser Organisation so durchgeführt ist, daß einerseits die höchste Blüte der Wirtschaft garantiert und andererseits drr höchste Schutz der Arbeitskraft gesichert ist.

gez.: Dr. h. c. Wagener. gez.: Dr. Leh.

Der Nationalsozialismus handelt kraft seiner Stärke großmütig, jedoch wird dieses Handeln hier und dort von seinen kleinen Gegnern als Schwäche ausgelegt. So glaubte der Rational­sozialismus auch den christlichen Gewerk­schaften und anderen bürgerlichen Gruppen gegenüber großmütig sein zu können. Diese Tat wurde mit Undank und Un­loyalität beantwortet. Hierzu kommt, daß sich in den vorstehenden Verbänden bezüg­lich^ Kassen- und Wirtschaftsangelegenheiten größte Korruption herausgeftellt hat. Aus dieser Erkenntnis heraus verfüge ich fol­gendes:

Alle Dienststellen der Christlichen Gewerkschaf­ten und der Angestelltenverbände sind m i t Rationalsozialisten zu besetzen. Die Mitglieder des großen Arbeitskonvents der deutschen Arbeitsfront: Bernhard Otte, Fried­rich B a l t r u s ch , Dr. Theodor Brauer,

Ausbau des Fettplanes.

Verstärkte Absatzförderung inländischer Fette. Erleichterungen Miidcibeniittelke

Berlin, 22. Juni. (WTB.) Amtlich. Der prak- tische Erfolg des Fettplans ermöglicht den Ausbau in verschiedenen Richtungen. Zunächst wird d e r Anteil von neutralem Schweinefett bei der Margarineherstellung steuerfrei gestellt. Gleichzeitig erfolgt bei Verwendung von neutralem Schweinefett inländischer Herkunft eine entsprechende Erweiterung des Kontin­gents für die betreffende Margarinefabrik. Die Regierung hofft, durch diese Maßnahmen einmal die Verwendung heimischer Fette im allgemeinen zu fördern und insbesondere den bisher schwer ver­wertbaren Fetteilen des Schweines einen besseren Absatz zu verschaffen.

Im übrigen ist dem Umstande, daß eine gewisse Verknappung der billigen Margari n e- s o r t e n eingetreten war, bei der Fortführung des Fettprogramms dadurch Rechnung getragen worden, daß für die Zukunft den Margarinefabriken eine stärkere Herstellung der billigen Sor­ten zur Pflicht gemacht wird. Der Anteil der bil­ligen Sorten an der Produktion der einzelnen Fabriken beläuft sich auf insgesamt 60 bis 70 vH. Es wird dadurch ein erhebliches Angebot an Kon- fummargarine geschaffen, deren Preis frei Ver- triebsstätte des Einzelhändlers ohne Steuer nicht mehr als33Pf. jePfund betragen darf. Diese Margarine muß außerdem vom 15. Juli ab als K o n s u m w a r e" gekennzeichnet werden.

Gleichzeitig ist eine Erweiterung des Prei es der Bezieher von Fett-Verbilligungs chei- n e n in Aussicht genommen worden, insbe andere sollen u. a. kinderreiche Familien und Kurzarbeiter in die Fettoerbilligung einbezogen werden. Es ist weiter genügend Vorsorge getroffen, daß die früher und nur an einzelnen Stellen aufgetretenen Schwie­rigkeiten in der Margarine-Versorgung sich nicht wiederholen. Allgemein muß immer wieder darauf hingewiesen werden, daß eine Verlage- runades Konsums von der Margarine auf Butter und andere einheimische Fette keine Störung, sondern ein von der Reichsregierung g e - w o l l t e r, durchaus besonders volkswirtschaftlicher Vorgang ist.

An der Spitze jeder dieser Gruppen steht ein Be­auftragter des Reichsjugendsührers. Soweit die Per­sonenfrage bisher gelöst ist, können folgende Namen genannt werden: An der Spitze der katholischen Jugend wird Präses Monsignore Walker stehen. Die evangelische Gruppe wird durch Lic. D. Stange geführt, die berufsständische Gruppe von Pg. Heinz Otto, dem Leiter der Jugendbetriebs­zellen, an der Spitze der bündifchen Gruppe steht Dr. Dähnhardt, weitere Entschließungen in der l Führersrage sind bisher nicht getroffen.

Der Jugendführerrat hat die Aufgabe, die I u - gendarbeitinDeutschlandzu verein­heitlichen. An Stelle der verschiedenen Ver­bände, Vereine, Bünde, Gruppen und Grüppchen soll eine große Organisation unter einheitlicher Leitung treten. Dieser Füh­rerrat wird alle die Jugend betreffenden Fragen beraten und dementsprechende Anweisungen an die [ Unterführer geben. 2m Reichsmini st erium * des Innern wird ein Referent für 3u- | gcndfragen eingesetzt werden. Dieser wird mein I Mitarbeiter Dr. 41 sadel sein. Herr Dr. 41s- I adel hat die Aufgabe, 'die Verbindung zwischen [ dem Reichsinnenministerium und dem Reichsju­gendführer hcrzustellen. Es ist auch in Aussicht genommen, im Reichsmini st erium für D o l ks a u f k l ä r u n g und Propaganda ( einem Wunsche von Minister Dr. Goebbels ent- sprechend einen solchen Verbindungsmann einzu­sehen.

Das Ziel jeder Jugendarbeit unter nalionalsozialistischcr Führung ist die Er­ziehung der Jugend für den Staat. Man konnte ein solches Ziel nicht ausstellen in einer Zeit, wo der Staat eine Maschine, ein System bedeutete, heute ist der Staat eine organisierte Macht, und das soll auch in der Jugendorganisation zum Ausdruck kom­men. Dos ist das Ziel. Die f o z i a l i st i f ch e und antikapitalistische Haltung und Gesinnung ist das hervorstechendste Merk­mal des jungen nationalen Deutschland.

3ch freue mich, durch das Vertrauen des Füh­rers an diese Stelle berufen worden zu fein, die mir die Möglichkeit gibt, die Organisationsmethoden unb Erfahrungen aus den langen 3ahren des Kampfes und der Arbeit im Kampfe gegen den alten Staat jetzt f ü r den neuen lebendi- Se n Staat verwerten zu können. Alles für ie Ration, alles für Deutschland. Die Pa­role meiner Arbeit lautet: Durch Sozialis­mus zurRation.

Weitere Verfügungen Baldur von Schirachs.

Berlin, 22. Juni. (ERB ) Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von echirach, bat anqeorbnet: Der Großdeutsche Bund mit seinen Unter- und Teilorganisationen ist mit Wir- lung vom 17. Juni a u f g e I ö ft. Mit dem Groß deutschen Bund sind ausgelöst: Freischar der Jungen Nation, Deutsche Freischar, Deutscher Pfadfinder- dund, Die Geusen, Ringgcmeinschaft Deutscher Pfad- s.rder, Ring Deutscher Pfadfindergaue, Deutsches Vsadfinderkorps, Freischar Evangelischer Pfadfinder. Der Reichsausschuß der Deutschen I u - zendverbände wird mit sofortiger Wirkung in f g e I ö ft. Die bisherigen Ausgaben des Reichs- Ausschusses werden in die erweiterten Aufgaben der )ugendführung des Deutschen Reiches übernommen. 1? amtliche Jugendorganisationen Deutschlands md dem Jugendführer des Deutschen Reiches zu neiden. Jugendorganisationen, die diese Meldung iis zum 15. Juli 1933 nicht oder nur unvoll- tänbig gemacht haben, werden aufgelöst. Das tragen von Schulterriemen ist den An- ichörigen der deutschen Jugendorganisationen mit Ausnahme der Hitlerjugend verboten. Die Arbeit ^r I u g e n d g r u p p e n des D D A. seitens der Hitlerjugend ist nach wie vor zu fördern.

Oie Gewerkschaftsjugend in der deutschen Arbeitsfront.

Berlin, 22.3uni. (241.) Der 3ugenbführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schi- rach, hat den Leiter des 3ugendamtes in dev Deutschen Arbeitsfront, Heinz Otto, ermächtigt, folgende Erklärung abzugeben:

1. Die Gewerkschaftsjugend innerhalb bet beut- schen Arbeitsfront ist von ihm anerkannt.

2. Eingriffe in das Eigenleben der 3u- gendgewerkschaften dürfen nur mit Geneh­migung der zuständigen höheren Stellen vorgenommen werden.

3. Dis zur Klärung der Bekleidungs­frage der 3ugend in der Deutschen Arbeits­front können die Mitglieder eine weihe Armbinde mit dem AufdruckFu­gend der Deutschen Arbeitsfront" zu ihrer alten Kleidung tragen. Verboten ist lediglich der Schulterriemen. Die Träger der Binde müssen sich durch Mitglied­schaft in einer der Gewerkschaften ausweisen können, die in der Deutschen Arbeitsfront vereinigt ist. Insbesondere fällt hierunter die 3ugend des DHL., GdA. und die 3ugend der sonstigen Angestelltenverbände.

4. Besetzung von 3ugendgewerk- schaftsheimen, Beschlagnahmen von Eigen-

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhesfen

vn>« und Dtrlog: vriihl'lche Unwttftlälr-Vuch. und Stetm>rnderel R. lange in Sieben. Sd)riftleitnng und 6efd)äftsHelIe: SchnNttaße 7.

Franz Behrens, sowie die bisherigen Füh­rer der Christlichen Gewerkschaften iStegerwald, 3mbusch und andere) wer­den von mir aus der Deutschen Arbeits­front ausge stoßen. Sie dürfen selbstver­ständlich keinerlei Amt führen, und es ist hiermit allen Dienststellen der deutschen Arbeits­front verboten, irgendwelche Verhand­lung en mit diesen Leuten zu führen. Hierdurch soll dokumentiert werden, daß jeder, der es wagt, den großen revolutionären Aufbau unserer Ela­tion anzutasten, für alle Zeit geächtet wird.

Erscheint tagltd), autz« Sonntag» und Feiertag» .Beilagen: Dte Illustriert» Gietzener Familienblättet Heimat im Bild Die Scholl» menats>Be$ug$prets.

Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustriert» , 1.80 Zustellgebühr . , -.25

Auch bei Richterschemen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.

Hernfprechanschlitsse unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Aietzen.

Postscheckkonto: Jranlfurt am Main 11686.

Anspruch genommen, so hat der Staat im Wege der 41m- lage ein R ü ck g r i f f s r e ch t gegen die an­deren Echutzhäftlinge. Es kann den Steuerzahlern nicht zugemutet werden, daß sie für die in Schutzhaft genommenen lichtscheuen und