Ausgabe 
22.9.1933 Erstes Blatt
 
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*t dazu, dah er Differten chung hotte und deshalb Fen- WtMmt« einaelchlogen hab«, feiten verlesen, in dem bi« *unfl von Leyden dem venlen aus dessen Anfrage eine ung des Lebenslaufes von der Danach ist van der Lubbe als er Fürsorge eines hol- eins unterstellt worden, veranlagten Kinder unter Aus- sang des Fahre; 1928 kam er es holländischen kommunistischen irf annehmen, so heißt es in daß dieser Student von der es Kommunismus bei­der ßubbe nerfud)te, allmäf)' mmuniften gu loerben uni) vor Arbeitslosen 2(nt/ang ju !ubbe tritt", so heißt es um- ückWÄvs tzr^n die M;«i chckene Male m kvrM ge- zl \ein TMuß unter den Ar- mutlid) im März 1931 ver- amunistische Partei. Im altete er wieder Versammlungen cheinend einer Truppe inter- mmunisten on.

Ausland.

5 Vorsitzenden, weshalb her An- e Wanderungen unternommen m der.Lubbe: 3ch wollte dos -nlernen.

tten SiediePolitrkund die ndes kennenlernen?

3Lben sich doch bei verschiede- in-Neukölln habe» Sie MM Ui der Strafe Gespräche politi- !n. Ist das richtig?

ien Sie dabei über Politik 9 toJtt Wfli den Angeklagten, ^ B***

den Inhalt dieses Flug mit Sommer besprochen?

b l a t t e s nicht

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'eatonnen.

IMMUM

Mit sind

21. September: abends 15,6 Grad: am 22. Septem­ber: morgens 13,9 Grad. Niederschläge 22,2 mm. Sonnenscheindauer 1K Stunden.

Die englische presse zum Leipziger Prozeß.

spondent derMorning Post" sagt, die beiden Haupt­ergebnisse des gestrigen Tages waren 1. die Fest­stellung, daß van der Lubbe viele Jahre lang K o m m u n i st war und 2. daß er niemals mit den Nationalsozialisten in Verbin­dung getreten ist.

Angeklagter: Nein

Gegen 14.30 Uhr schließt der Vorsitzende die erste Sitzung des Prozesses mit der Mahnung an den An­geklagten, sich bis morgen gründlich zu überlegen, was er alsGrund feines Austrittes der Kommunistischen Partei angeben wolle.

Lufttemperaturen am 21. September: mittags 16,4 Grad Celsius, abends 11,6 Grad: am 22. September: morgens 10,6 Grad. Maximum 16,6 Grad, Minimum 9,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am

London, 22. Sept. (WTB. Funkspruch.) Ausnahme des sozialistischenDaily Herold" alle namhaften Londoner Morgenblätter bei der Leipziger Verhandlung durch ihre Sonderkorrespon- dentcn vertreten. Im allgemeinen zeugen die Ge­rüchte von dem Bestreben noch objektiver Darstel­lung, obwohl manche Bemerkungen zeigen, daß es den Engländern schwer fällt, sich an die Eigen- heiten eines deutschen Gerichtsverfahrens zu gewöh­nen, das sich von einem englischen so beträchtlich unterscheidet. Bei der Schilderung der Vernehmung des Hauptangeklagten wird besonders sein häu­figes törichtes Lächeln erwähnt. Allgemein wird berichtet, van der Lubbe mache den Eindruck eines unentwickelten, kindischen und nahezu idioti­schen Menschen. Die Frage, ob es sich dabei um Verstellung handelt, wird offen gelassen.Times" bemerkt, wenn dieser 24jährige Holländer nicht der Geistesschwache ist, als der er nach seinem Aus­sehen und Benehmen erscheint, dann muß er ein vollendeter Schauspieler sein. Der Korre­

schieden. Er stolperte und stürzte so unglücklich, daß er mit dem Kopf vor ein Rad des onsahren- den Autobusses geriet, überfahren und auf der Stelle getötet wurde.

Lxplosionsunglück in Genf.

Beim Reinigen eines Kleides mit Benzin geriet die Ehefrau Chevalier in Genf zu nahe an den brennenden Gasherd, so daß die Benzindünste Feuer fingen und eine heftige Explosion entstand. Frau Chevalier und ihr 16jähriges Dienstmädchen erlitten schwere Brandwunden. Es entstand ein Brand, bei dessen Bekämpfung die Feuerwehr un­ter den Trümmern eines neben der Küche liegenden Zimmers die verkohlten Leichen von zwei Kin­dern, der elfjährigen Tochter der Frau Chevalier und deren gleichaltriger Freundin, auffand.

Wirbelsturm über Bordeaux.

Ein gewaltiger Wirbelsturm richtete in Bor­deaux innerhalb weniger Minuten ungeheure Ver­wüstungen an. Dächer wurden abgcdeckt, Bäume entwurzelt, Häuser beschädigt, die Telephon- und Te­legraphenverbindungen gestört.

Riesige Diamanlenfunde in Brasilien.

Nach Meldungen aus Bello Horizonte im brasi­lianischen Staat Minas Geraes wurden im Fluß­bett des Bento-River riesige Diamanten- funbe gemacht. U. a. wurde ein 2000karäti- ge r Diamant gefunden, der der zweitgrößte Diamant der Welt nach dem bekannten, im Jahre 1905 in der Premier-Mine in Transvaal gefunde­nen größten weißen DiamantenCuliman" sein dürfte. Die übrigen Diamanten sind alle weiß, zwi­schen 18 und 35 Karat.

Eine Vierlingsgeburt.

In der italienischen Gemeinde Porto Viro an der Adria hat eine 37jährige Frau Vierlinge zur Welt gebracht. Die Kinder, zwei Knaben und zwei Mädchen, und die Mutter erfreuen sich bester Ge­sundheit.

vom Rachsihen in den Tod.

Der Realschüler Walter Friedrich in Bad Mergentheim war zum Nacharbeiten in die Schule bestellt worden. Da er scbon wiederholt die Schule unerlaubter Weise verlassen hatte, wurde er vom Lehrer in ein im dritten Stock gelegenes Klassen­zimmer eingeschlossen. Der Junge versuchte nun vom Fenster aus auf einen neben dem Schulgebäude stehenden Baum zu springen, um so die Schule ver­lassen zu können. Der Ast, auf den er sprang, brach jedoch, und der Junge stürzte aus beträchtlicher Höhe zu Boden. Bewußtlos und stark blutend wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, wo er drei Stunden später an den Folgen eines Schädel­bruchs und innerer Verletzungen ft a r b.

Wettervoraussage.

Der tiefe Druck über Deutschland gestaltet bas Wetter weiterhin unfreundlich. Kühlere Luftmassen bringen an ber Rückseite nach bem Festlanbe vor, wodurch die Temperaturen zum Sinken gebracht werben unb neben wechselhafter Bewölkung noch schauerartige Nieberschläge entstehen. Obwohl ber Luftbruck fteigenbe Tenbenz hat, bürste keine Besse- rung von längerer Dauer zu erwarten sein, benn über ben Norbatlantik rückt bereits eine neue Stö­rung heran.

Aussichten für Samstag: Wechselhaftes Wetter, bewölkt, mit kurzer Aufheiterung, etwas kühler, noch schauerartige Nieberschläge.

Aussichten für Sonntag: Nach vor- übergehenber Beruhigung erneute Verschlechterung in Aussicht.

Aus oder Wett

Jahresversammlung des Deutschen Auslandsinstttuts.

Im Hause des Deutschtums in Stuttgart fand die Jahresversammlung des Deutschen Auslandinstituts statt, dessen Arbeit in erster Linie ber Neuordnung des Instituts galt. Zum Vor­sitzenden hat ber Dreierausschuh Oberbürgermeister Dr. 6 t r ö (i n , Stuttgart, berufen, ber bie Neube­rufung bes Vorstandes vornahm. Zu Dorstandsmit- gliebern würben ernannt: Landtagsbirektor Eise- mann, Dberegierungsrat Dr. Drück vom Kultus­ministerium, Dr. Robert E r n st, Berlin, Unioersi- tätsprosessor Dr. Göring, Oberstudienbirektor Dr. Krehl, Stuttgart, Universitätsprofessor Dr. M a n n- harbt, Marburg, Dr. Hans Steinacher, Ber­lin, Unioersitätsprofessor Uhlig, Tübingen, sowie Professor Dr. Chaki, Hermannstabt. Ferner ge­hören bem Vorstand als beratender Wirtschafts­führer Fabrikant Kiefer, Trossingen, unb als ju­ristischer Berater Ministerialdirektor Dr. Dill an. Der Vorsitzende, Oberbürgermeister Dr. Ströl in, gab einen Ueberblick über bie künftigen Arbeiten bes Instituts, währenb ber neue Leiter bes Insti­tuts Professor Dr. CHaki Bericht über die Tätig­keit des Instituts im Jahre 1932733 erstattete. Der Vorsitzende faßte dann bie zukünftige Gestaltung ber Arbeiten bes Auslanbinftihits in einer Kundgebung zusammen unb gab Kenntnis von ber Absendung zweier Telegramme an ben Reichspräsidenten von Hindenburg unb Reichskanzler Adolf Hitler. Mit einem Sieg-Heil auf das deutsche Volk, den Reichspräsidenten unb ben Führer schloß bie Ver­sammlung.

100 OOO-ZIlarf-Spcnbe für das Mnlerhilfswerk.

Die im Deutschen Sparkassen- unb Giroverbanb zusammengeschlossenen Girozentralen haben sich mit einem Betrage von 100000 Mark an bem Winterhilfswerk beteiligt.

Ilugkapilän Bauer Hal eine Million Luftkilomeler zurückgelegt.

Flugkapitän Bauer von ber Süddeutschen Luft­hansa, einer ber ältesten unb bekanntesten Flugzeug­führer ber Deutschen Lufthansa, ber seit bem Jahre 1930 ber ftänbigc Führer bes Flugzeuges bes Reichs­kanzlers Adolf Hitler ist, hat biefer Tage eine Million Kilometer im Luftverkehr zurückge­legt. Aus biefem Anlaß hat der bayerische Staats- Minister Esser dem Kapitän Bauer ben Dank unb bie Anerkennung ber bayerischen Staatsregie­rung für feine hervorragenden Leistungen ausge­sprochen.

IDeltflieger Post abgestürzt.

In Quincy im Staate Illinois stürzte ber be­kannte Weltslicger Wiley P o st kurz nach bem Start mit feiner Maschine ab. Er würbe sofort in bas Krankenhaus gebracht. Die Verletzungen haben sich als nicht lebensgefährlich herausgestellt.

Todesurteil im Iserlohner Kommunistenprozeh.

Im Prozeß gegen die Iserlohner Kommunisten, S ch i b z i k unb Genossen, würbe in Hagen bas Urteil gefällt. Der Hauptanqeklagte Schibzik würbe wegen Morbes in Tateinheit mit schwerem Lanb- friedensbruch zum Tobe unb zum baucrnben Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Die Angeklagten Klostermeier unb Hensmann erhielten je 15 Jahre Zuchthaus. Der Angeklagte Gelezes würben zu 11 Jahren, Wiesner zu 8 Jahren unb Petry zu 5 Jahren Zuchthaus ver­urteilt. Allen würben bie bürgerlichen Ehrenrechte auf bie Dauer von zehn Jahren aberkannt. Zwan­zig Angeklagte erhielten Gefängnisstrafen von 9 Monaten bis zu 4 Jahren. Ein Angeklagter würbe freigesprochen. Der Kommunist Schibzik unb feine Genossen hatten am 16. Januar b. I.

aber ich habe diese Behauptung nicht verbreitet.

Vorsitzender: Das geht auf Ihren Eid.

Verteidiger Dr. Sack: In einem Telegramm, das ber sozialbemokratische Reichstagsabgeorbnete Dobbert (Dresben) an bie Leipziger Reichsan­waltschaft am 4. März 1933 gerichtet hat, heißt es: Branbftifter im Reichstag Marinus van der Lubbe hat in der Nacht vorn 1. Juni 1932 laut Eintra­gung im Uebernachtungsbuch in ber 0e me i n b e Wörne übernachtet. Er hat sich fuhrenben Nationalsozialisten in Brockwitz, unb ^roar bem ®e- meinbeoerorbneten Sommer von ber NsDAP. sowie bem Gärtnereibesiger Schumann von ber NSDAP., gegenüber als Nationalsozialist ausgegeben. Er ist von bem nationalsozialisti­schen (Bemeinbeoerorbneten Sommer tagelang ver- pflegt worben unb ist bann verschwunben. Er hat dem Sommer gegenüber Aeußerungen getan, daß in Deutschland demnächst der Bürgerkrieg aus- brechen werde. Die NSDAP, aber sei auf alles gerüstet." Herr Zeuge, haben Sie in diesem Sinne, wie es das Telegramm wiedergibt, mit dem Abge­ordneten Dobbert gesprochen?

Zeuge Keil: Nein, ich habe nichts von dem Telegramm gewußt, ich habe Dobbert ge­fragt, was er machen will. Dobbert hat gesagt, er witze leibst noch nicht, was er tun werde.

Rechtsanwalt Dr. Sack: Haben Sie Dobbert für die im Sächsischen Landtag eingebrachte Inter­pellation die Unterlagen gegeben?

Zeuge Keil: Nein, ich habe ihm das Material nicht gegeben.

Rechtsanwalt Dr. Sack: Ist nicht on demselben Tage nachmittags von Ihnen ein Flugblatt ber SPD. herausgegeben worben, unb haben Sie

Zeuge Keil: Nein.

Vorsitzenber: Auf Seite 5 bes Braunbuches heißt es:Nach einer Mitteilung ber sächsischen Behörben fiel jener van ber Lubbe oaburch auf, baß er v o n Der bevor st ehenben Revolution sprach. Es steht einroanbfrei fest, baß van ber Lubbe im Juni sich in Sörmewitz aufhielt unb bort burch ben Nationalsozialisten Sommer verpflegt würbe. Zeugen haben auch zu Protokoll gegeben, baß er sich als Nationalsozialist betätigt habe. Der sächsische Minister würbe bavon benachrichtigt, aber von ber Reichsregierung sinb weitere Ermittlungen in bieser Sache verboten worben." Waren bie burch Flug­blätter verbreiteten Melbungen bicser Art auf bas von Ihnen gegebene Material gestützt?

Zeuge Keil: Als ich bas Flugblatt gesehen habe, habe ich gleich gesagt: es ist eine U n - Wahrheit, was hier geschrieben wirb.

Oberreichsanwalt Dr. Werner: Haben Sie heute noch irgenbeinen Anhalt bafür, baß ber von Sommer verpflegte Mann van ber Lubbe war?

Zeuge Keil: Ich bin heute davon überzeugt, daß es van ber Lubbe nicht gewesen ist.

Van der Lubbe und der Kommunismus.

Der Vorsitzende geht nunmehr $ur Vernehmung des Angeklagten über seine politischen Auf­fassungen über. Die Frage des Vorsitzenden, ob er bie kommunistischen Ziele gebilligt habe, beantwortet van der Lubbe mit ja. Auf bie weitere Frage, ob er für Abänderung ber Staats­form gewesen sei, antwortet der Angeklagte mit nein.

Vorsitzender: Was wollten Sie benn überhaupt erreichen?

Van ber Lubbe schweigt

Der Oberreichsanwalt greift darauf ein und emp­fiehlt, diese Fragen bem Angeklagten oerbolmetschen zu lassen, da er sie vielleicht nicht richtig verstanden habe.

Der Dolmetscher legt dem Angeklagten eine ent# sprechende Frag« vor, woraus eine Antwort aber nicht erfolgt.

Vorsitzender: Dann sagen Sie uns doch einmal auf holländisch Ihre Auffassung von der Poli- tik, die Sie verfolgt Haden.

Angeklagter: Das kann i ch nicht.

Der Vorsitzende stellt nun eine ganze Reihe von Fragen, um aus dem Angeklagten van der Lubbe herauszubekommen, ob unb wann er sich a I s echter Kommunist gefühlt habe unb ob unb wann ei aus der kommunistischen Bewegung aus- geschieden sei Die Antworten des Angeklagten sind knapp unb verworren. Auf weitere Fragen gibt der Angeklagte an, daß er in Holland kommunistische Flugschriften und Zellenzeitungen zwar nicht selbst verfaßt, aber verteilt' habe.

Vorsitzenber: 1929, als biese Zeitschriften verteilt würben, waren Sie also Kommunist? Waren Sie es auch noch im Jahre 1931?

Angeklagter: Nein.

Voissitzenber: Waren Sie es 1930?

Angeklagter: Nein.

Vorsitzeiü>er. Sie sinb also öfter vorher schon ein- unb ausgetreten?

Angeklagter: Ja.

Vorsitzenber: Aus welchen Gründen sinb Sie benn ausgetreten?

Angeklagter: Aus persönlichen (Brünben.

Vorsitzender: Können Sie diese Gründe nicht be- stimmter angeben?

Angeklagter: Das kann ich nicht sagen.

Vorsitzender: Sind Sie vielleicht Anarchist ge­wesen?

einen Ueberfall auf das SA.-Heim in Iserlohn ver­übt, wobei der SA.-Truppsührer B e r n s a u durch einen Revolverschuß getötet wurde. Mehrere SA.- Männer wurden verletzt.

Zuchthausstrafen im Bottroper kommuniskenprozeh.

In dem Prozeß gegen die Botttoper Kommuni- ften, die in ber Nacht zum ersten Weihnachtstag 1932 ben Bergmann Vinzenz Sczotok in Bottrop e r - m o r b c t hatten, mürbe solgenbes Urteil gefällt: Die Hauptangeklagten Kubek unb Siegfrieb Schlossarek würben xu je 15IahrenZucht- Haus verurteilt. Der Angeklagte Kozielski er­hielt zehn Jahre Zuchthaus wegen Beihilfe: ber Bergmann Paul Schlossarek ein Jahr Gesang- nis wegen Begünstigung. Bei ben Hauptangeklagten verneinte bas Gericht bie Ueberlegung bei Ausfüh­rung ber Tat, so baß bie vom Staatsanwalt bean­tragte Tobesstrafe nicht in Betracht kam.

Ein Rechtsanwalt zu Gefängnis verurteilt.

Der 51jährige Rechtsanwalt Rubolf Bürger aus Aobenlimbura würbe vom Sonbergericht wegen ver le umber ischer Beleibigung von füh- renben Männern ber NSDAP, zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Der Staatsanwalt hatte ein Jahr brei Monate Gefängnis beantragt. Bürger war seit längeren Jahren für bie nationalsoziali­stische Bewegung eingetreten, fühlte sich aber nach ber Machtergreifung zurückgesetzt unb richtete im Juni b. I. bei einer Besprechung im Anwalts- zimmer in Hagen scharfe Angriffe gegen ben (Bau­leiter bes NS.-Iuristenbunbes Dr. Romer unb ben Gauleiter ber NSDAP. Westfalen-Süb Staats­rat Wagner.

Der Mannheimer 3uroelenräuber unb feine Hehler In Berlin verhaftet.

In der Nacht zum 13. August wurde, wie seiner­zeit gemeldet, bei einem großen Iuweleneinbruch in Mannheim der gewerbsmäßige Einbrecher Erich Arnold auf frischer Tat gefaßt, während es sei­nem Komplizen, dem 34jährigen Einbrecher Franz Lehne gelang, mit den geraubten Juwelen im Gesamtwerte von 50 000 Mk. zu fliehen. Den Fahn- düngen des Berliner Dezernats für Geldschrankein- bräche ist es jetzt gelungen, ben achtmal, zum Teil mit Zuchthaus vorbestraften Lehne, als er aus seiner Sommerfrische Strausberg zurückkam, festzu- nehmen. Von bem gestohlenen Diebesgut würbe bei ihm zunächst nichts oorgefunben. Nach hart» näckiaem Leugnen legte Lehne ein Gestänbnis ab. Im Anschluß hieran konnte eine zehnköpfige Heh­le rb a n b e fe ft genommen werben. Bei ihr hanbelt es sich hauptsächlich um eine Familie Schlesinger, Vater, Mutter, Sohn unb Tochter. In ben Wohnräumen bieser Gauner wurde nichts gefunden. Fast das ganze Diebesgut fand man auf der Arbeitsstätte des Schlesinger, der als Konditor in einer großen Konditorei beschäftigt war. Mit einem geringen Teil ber Juwelen war zuvor ber in­ternationale Hehler Rappaport nach Rotterbarn geflüchtet, ber aber bort fest genommen werben konnte unb nach Mannheim gebracht werben wirb. Bei ben umfangreichen Durchsuchungen würben außerbem noch Juwelen oorgefunben, bie aus zwei Berliner unb einem Leipziger Einbruch herrühren.

Autounglück Im Engadin. Drei Tote.

Oberhalb Silva Plana im Engabin fuhr ein mit fünf Personen besetzter Wagen in einer Kurve ber Iutterstraße über bie Böschung hinaus unb stürzte etwa 50 Meter tief auf bie untere Straße der serpentinenreichen Streife ab. Der Führer bes Wagens, Dr. Hochwalb (Berlin), unb seine Frau würben schwer verletzt. Die übrigen Insassen, bie Geschwister Schweickharbt aus Tübingen unb Frau Noel (Berlin) sind itjren Verletzungen im Samabener Krankenhaus e r - legen.

Born eigenen Sohn tödlich überfahren.

Ein schrecklicher U n g l ü ck s s a l l ereignete sich in Hohenschönhausen bei Berlin; bem bie Strecke nach Berlin befahrenben Autobus entflieg an einer Haltestelle ber Rentner Richarb Görtz. Der alte Herr begab sich nach vorn, um sich von bem Chauffeur bes Autobus, seinem Sohn, zu aerob­