Ausgabe 
21.4.1933 Erstes Blatt
 
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Freitag, 21 April 1935

Nr. 93 Erstes Blatt

183. Jahrgang

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Prvd vnd Derlog: vrühl'sche Univerfitälr-Vuch- und Stetnöruderet R. Lanqe in Gießen. Sd)riftleitung und Geschäftzitelle: Zchnlttraße 7.

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Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tbyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und kür den An­zeigenteil i.D.Th.Kümmel «amtlich m (Biegen.

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tigewährung.

. 20. April. Der deä L.'öensmillel- och im Eihungs« ie Vertreter der Beratung einge« ipp tonnte über abatteinste!' rt berichten. Der §eicleri, emv- röhrten AabatteS ilche Artilel vol­lwichtig sind. Die für Artilel wie ffen und tritt am

SjctQuSjegcbcn Haus Aeueiburg htliche und litero- ilsgang Bruhn, tattung: P roses! or ,50 M (79.) " Telegenheit, eine rn äus vier Jahr« eteinigen. Begin« an den Trachten > in einer Reihe lieft, schildert der 3cn der Mode bis Die Blodebilder riginalen wieder« nten Lipperheide' n dem Staatlichen

jur Verfügung ge­rn sind mit Liebe den. Der Einband ien ton Professor iertc und anschau« D. Bruhn und m dem Almanach

edaktion.

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Oie Abkehr Amerikas vom Goldstandard.

Roosevelts währungspolitische Maßnahmen.

Washington, 21. April. (Reuter.) Das amerikanische Schatzamt veröffentlicht eine Ver­ordnung des Präsidenten Roosevelt, in der d i e Ausfuhr von Gold im allgemeinen verboten und das Schatzamt zur Regelung der Devisenkurse ermächtigt wird. Die Be­reitstellung von Gold für ausländische Rechnung und die Ausfuhr von gemünztem oder Barren­gold sowie Goldzertifikaten ist verboten. Je­doch kann das Schatzamt Ausfuhrlizenzen für Gold erteilen, das für eine ausländische Regierung oder eine ausländische Zentralbank bereitgestellt ist.

Die von der amerikanischen Regierung ge­planten Währungsmastnahmen sehen eine Emis­sion von Papiergeld bis zum Be­trage von 3 Milliarden Dollar vor. Der frühere Schatzsekretär MacDoc brachte im Senat einen Gesetzentwurf ein, der eine Er­weiterung des Papiergeldumlaufes um acht Milliarden Dollar vorschlägt. Diese Vergrößerung des Zahlungsmittelumlaufes soll die Tilgung der kurzfristigen Regierungsschulden im Lause der näch­sten 5 Jahre ermöglichen. 2m Repräsentanten- Haus wurde von Goldsborough ein Gesetzentwurf eingebracht, nach dem der Wert einer Unze Feingold (31,1 Gramm) auf 36,17 Dol­lar festgesetzt werden soll. Die Festsetzung dieser Wertrelation würde einer Herabsef - jung des Feingoldgehaltes des Dollars u m dreiundvierzig Prozent gleichkommen. Durch entsprechende Manipulationen soll eine mittlere Kaufkraft des Dollars auf einer Höhe erreicht werden, die dem Durchschnitt des Jahres 1926 entspricht.

Senator Thomas (Oklahoma) brachte nach der Konferenz der Wirtschafts- und Finanzsachver­ständigen im Weihen Hause eine Gesetzesvorlage ein, nach der Roosevelt ermächtigt wird, 1. eine neue Währung der Vereinigten Staaten zu schassen. 2. von den Kriegsschuldnern der Ver­einigten Staaten Silberzahlungen bis zum Höchstbetragc von 1OO Millionen Dollar an- zunehmcn und diese als teilweise Währungs- bedang zu benutzen, 3. den Goldwert des Dollars herabzusetzen.

3n London als Drohung empfunden.

Wird England zum Goldstandard zurücktchren?

L o n d o n, 20. April. (WTB., »Daily Herald" ist der Ansicht, dah das Abgehen der Vereinigten Staaten vom Goldstandard dasVorspiel eines bitteren Handelskrieges mit Großbritannien und anderen nicht auf Goldstandard befindlichen Ländern sein werde, in dem Währungsentwertung die Hauptsache ist. Präsident Roosevelts Entscheidung am Vorabend seiner Erörterungen mit Macdonald könne nur als Drohung auf gefaßt werden, den britischen Premierminister zu zwingen, eine bedingungslose Dürgschast zu geben, dah Grohbritannien zum Goldstandard zurückkehren werde Die amerikanische Aktion habe den internationalen Währungsmarkt in völlige Verwirrung gebracht und könne für die Bank von England und schlieh- lich das Schatzamt und den britischen Steuerzahler einen Verlust von mindestens 30 Mil­lion en Pfund Sterling und möglicher­weise mehr bedeuten. Eine Sondersitzung der Lei­tung der Bank von England werde heute statt- finDen, um die Politik der Bank angesichts der ernsten jetzt entstandenen Lage zu erwägen.

AuchDaily Telegraph" halt es für möglich, dah sich Macdonald bei seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten einem Vorschlag Roosevelts gegenübergestellt sieht, dah Grohbritannien zum Goldstandard zurückkehre, als einzige sGe- genmittel gegen einen allgemeinen chaotischen Wettlauf in der Entwer­tung der Währungen. Selbst in einem so ernsten Dilemma könne Maedonald nicht verspre­chen, eine solche Forderung zu erfüllen, wenn er nicht die Zusicherung erhalte, dah die Dcdin- Sungen, unter denen der Goldstandard reibungs- ,s arbeiten kann, mit einiger Sicherheit durch internationale Zusammenarbeit geboten werden.

Oer Eindruck in Berlin

Natürlicher Ausgleich des Tollarkurses zu erwarten.

Berlin, 20. April. (CNB ) Das amerikanische Goldausfuhrverbot wird in hiesigen finanzpolitischen Kreisen als eine zwangsläufige Ma ß - nähme angesehen, die erfolgen muhte, nachdem die Vereinigten Staaten im Inlande die Auszah­lungen in Gold eingestellt hatten. Als Signatur dieser Maßnahme ist vor allem das politische Mißtrauen und die wirtschaftspoliti­sche Krise anzusehen, die zu irregulären Gold- abhebungen im Inlage geführt hatten Es war le­diglich eine einfache Konsequenz, daß man in den Vereinigten Staaten nun auch die Goldabflüsse nach dem Auslande verhindern mußte.

Die Situation in Amerika ist aber trotz der äußeren Gleichartigkeit ganz andern, als wie sie vor VA Jahren in England bei der Aufhebung des Goldstandards gewesen ist. Während England sich damals unter einem unausweichbaren Druck

b?fand, wäre Amerika jetzt durchaus in der Lage gewesen, mit derartigen Maßnahmen noch zu warten, wenn es gewollt hätte Man ist in Berliner finanzpolitischen Kreisen der Auffassung, daß angesichts der auf allen Gebieten aktiven Bilanz der Vereinigten Staaten, die sowhl eine aktive Zahlungsbilanz, wie auch eine aktive Han­delsbilanz und eine aktive Schuldenbilanz haben, ein natürliches Abfinken des Dollars sehr unwahrscheinlich ist, und rechnet be­stimmt damit, daß die gegenwärtigen Schwankun­gen den Dollarkurs auf längere Sicht nicht tangie­ren können

Vor allem ist dafür die Tatsache maßgebend, daß auf Grund der aktiven «chuldenbilanz, also der Tatsache, daß Amerika Weltgläubiger ist, die Nachfrage nach Dollars immer wieder einen natürlichen Ausgleich des Dollarkur­ses in der Nähe der Parität herbeiführen wird. Dam kommt, daß die Zahl der Länder, die für eine Kapitalflucht in Frage kommen, im­mer mehr zusammengeschrumpft ist. Schließlich bedeuten die Maßnahmen der Vereinig­

ten Staaten eigentlich nur eine Unterstreichung der auch vom Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht und von anderen führenden deutschen wirtschaftspoliti­schen Persönlichkeiten erhobenen Forderung, daß es allerhöchste Zeit ist, den internationalen Geldverkehr wieder herzu st eilen.

Was sagt Herriot?

Paris, 21. April. (WTB. Funkspruch.) Die Rachricht von der Ausgabe des Goldstandards durch die Vereinigten Staaten wurde auf dem DampferJsle de France", mit dem Herriot und die französische Delegation nach Washington reisen, mit großer Sorge ausgenommen. Die fran­zösische Delegation äußerte, dah die Washing­toner Besprechungen nunmehr von einer ganz anderen Seite aus in Angriff ge­nommen werden müßten. Die französische Dele­gation werde auf eine reine Beobachter- rolle sich beschränken. Der französische Be­richterstatter hält eine Vertagung der Weltwirtschaftskonferenz auf un­bestimmte Zeit für wahrscheinlich.

Das neue Richihosen-Msenm in Schweidnitz.

MM'

W931

Heute jährt sich zum 15. Male Der Tag, an Dem Manfred Freiherr v. Richthofen, Führer der berühmtesten deutschen Luftstafsel im Weltkrieg. Sieger in 82 Luftkämpfen, den Fliegertod fand Zur Erinnerung an diesen von Freund und Feind gleich bewunderten Mann wird in diesen Tagen in der schlesischen Heimat Richthosens ein Richthofen-Museum eröffnet Mutter und Bruder desRoten Kampffliegers", wie man ihn nach der Farbe seiner Maschine nannte, haben alles zur Verfügung gestellt, was an äußeren

Erinnerungen an Manlred von Richtholen geblie­ben ist. Zu gleichem Zweck wird eine neue Aus­gabe des BuchesDer rote Kampfflieger" erschei­nen. Richthofen selber schrieb es im Kriege, sein Bruder Dolko hat es nun um viele interessante Schilderungen erweitert- Ministerpräsident Her­mann Göring, Richthofens Rachfolger im Kom­mando der Fliegerstaffel, hat der neuen Ausgabe ein Geleitwort gegeben. Eine Würdigung Richthofens finden unsere Leser im heutigen Fa­milienblatt

Die Verlobung im Hause Hohenzollern.

Die Verlobung des Slammhalters des Hohen- zollernhauses wäre in früheren Zeiten eine Ange­legenheit der großen Oeffenllichkell gewesen, heute ist sie eine reine Familiensache Aber die engen Beziehungen, die auch heute noch das deutsche Volk mit dem Hohenzollernhauje verbinden, machen es unvermeidlich, daß doch noch ein starkes Interesse für die Vorgänge in der kaiserlichen Familie übrig- geblieben ist. zumal wenn es sich dabet um einen Fall handelt, der so völlig den Rahmen des Alt­hergebrachten sprengt. Das Prinzip der Eben­bürtigkeit ist von den regierenden Häusern ,a bis in die Gegenwart streng gewahrt worden, trotz der Opfer die es gefordert hat. Wir erinnern nur an die Person des alten Kaisers Wilhelm, der jahre­lang vergeblich um seine Jugendliebe, die Prinzeisin Radziwill. rang, sich schließlich aber doch der Staats- raijon fügen mußte Wir erinnern uns noch an den Streit um du Erbfolge im Hause Lippe wo die berühmte Modeste von Unruh in der Ahnentafel des einen der Prätendenten das Kopflchütteln der Legitimisten erregte und erst nach langem Kampf das Reichsgericht eine Entscheidung treffen konnte. Es hat auch Hohenzollern gegeben, die so oder so dem Zuge ihres Herzens folgten und sich Dem starren Familiengesetz nicht fügen wollten, die Herren von Wildenbruch und Graf Brandenburg und manche andere Namen der preußischen Geschichte sind Bei­spiele dafür. Das letzte Beispiel vor dem Kriege war Prinz Oskar o ? n Preußen, der sich mit

der Gräfin von Bassewitz vermählte. Die sich mit Dem Namen Der Gräfin von Ruppin begnügen mußte

Der Sohn Des Kronprinzen hat es abgelehnt, seine Wahl nur nach Den Grundsätzen Der Eben­bürtigkeit zu treffen, zumal weil er als Deutscher Prinz keine AuslänDerin heiraten wollte. Er hat sich für Die Tochter eines jungaDeligcn (9e- schlechts entschieDen. Nach Den Bestimmungen Des Hausgesetzes hätte Der Prinz seine Wahl nur inner­halb seiner Verwandtschaft unD unter Den auslänDi- schen Prinzessinnen treffen können. Nach Den könig­lichen Hausgeletzen, die auf das Testament Des Kur­fürsten Albrecht Achilles von 1473 zurückgehen unD durch VerorDnungen Des Königs FrieDrichs I. von 1710, Durch ein EDikt Friedrich Wilhelm I. vom 13. August 1713 und dessen Testament vom 1. Juli 1714 ergänzt und bestätigt wurden, muß die Ge­burt eines Thronerben aus einer ebenbürtigen unD hausgesetzlich gültigen Ehe er­folgen. Als ebenbürtig gilt, wie gesagt, nur eine Ehe mit Angehörigen regierenber Häuser ober ehemals reichsstänbischer Familien Das Familienober­haupt muß außerbem seine Zustimmung gegeben haben, wenn bie Ehe im Sinne bes Haus- gesetzes gültig sein soll Wie verlautet, liegt Die Zu­stimmung Kaiser Wilhelms nicht vor.

Für Die Thronbesteigung wäre eine solche Ehe kein HinderungsgrunD Prinz Wllhelm würbe, wenn Deutschland noch Monarchie märe, auch trotz

Der Ehe mit Fräulein von Salolatt als Thronerbe berechtigt, nicht aber Die KinDer, Die aus Dieser Ehe stammen. Nach Art 53 Der preußischen VerfassungsurkunDe vom 31. Januar 1850 warDie Krone Den königlichen Hausgesetzen gemäß erblich in Dem Mannesstamme Des königlichen Hauses nach Dem Rechte Der Erstgeburt unD Der agnatischen Li- ncalfolge" Nach Der neuen Reichsversassuncz sind Die öffentlich-rechtlichen Vorrechte oDcr Nachteile Der Geburt ausgehoben Prinz Wilhelm kann Daher nach bürgerlichem Recht eine vollgültige Ehe schließen. Die rechtlichen Ansprüche Des Prinzen selbst werben Daburch nicht berührt, er selbst mürbe also Die Ho- henzollernlinie fortsetzen. Auf seine KinDer würde aber Das Recht nicht übergehen, genau so wie Das beim Erzherzogthronfolger von Oesterreich war, Der Durch seine Heirat mit Der Gräfin Chotek nicht für sich, wohl aber für feine KinDer Die Erbrechte und Thronfolge verlor 'Aber man sollte eigentlich an­nehmen, daß Die Entwickluny schließlich auch an Den Hausgesetzen Der Fürsten nicht unberührt vorüber­gegangen sein könnte unD Das Gespenst Der Legi­timität im Hause Hohenzollern keine Rolle mehr spielen kann.

Ein Znlerview mit den Verlobten.

London, 21. April. (ERB. Funkspruch.) Daily Expreß" veröffentlicht eine telephonische Unterredung mit Fräulein Salviati und ihrein Verlobten Prinz Wilhelm von Preußen aus dem Heim der Brautleute in Bonn. Beide hätten ge­sagt : W i r gehören zusammen. Fräulein von Salviati habe mit Bezug auf Hitler ge­äußert. Wir denken jetzt an nichts anderes, als für die Ideale des neuen jungen Deutschland zu arbeiten. Das ganze Volk geht gemeinsam vorwärts. Wir in Deutschland küm­mern uns heute nicht um die Frage der Rückkehr der Monarchie, wir schauen vorwärts, geradeaus. Prinz W i l h e l nuDon Preußen erklärte, er habe seinem inRomweilendenVater seine Absicht mitgeteilt, habe jedoch keine Antwort erhalten. Es sei natürlich möglich, dah sich der Kaiser als Chef des Hauses Hohenzollern weigern werde, seine Zustimmung zu geben,aber mit seiner Zustimmung oder nicht, wir werden heiraten, und zwar wahr­scheinlich in einigen Wochen". Prinz Wilhelm habe hinzugefügt, er werde auf seinem Landsitz in Schlesien leben.

Reichsminister Goebbels besucht Westdeutschland.

Berlin, 19. April. (WTB.) Da Reichs­minister Dr. Goebbels noch im Laufe des Sams­tags an einer wichtigen Kabinettssihung, die mittags 11.45 Ahr stattfindet, und im wei­teren Verlauf des Samstag und Sonntagmorgen an einer Führertagung der RSDAP. in München teilnehmen muß, hat sich seine Anwesenheit in Köln, M.-Gladbach-Rheydt um zwei Tage verschoben. Der Minister trifft am Sonntag, dem 23. d. M. um 17 Ahr von München kommend in Köln mit dem Flug­zeug ein. Er begibt sich von dort sofort mit dem Auto nach Rheydt, um in seiner elterlichen Wohnung an einer Famllienfeier teil­zunehmen.

Der weitere Verlauf feiner Anwesenheit in M.-Glachbach°Rheydt und Köln wickelte sich dann im Laufe des Sonntags und Montags folgender­maßen ab: Rach der Teilnahme an der Fa­milienfeier in der elterlichen Wohnung begibt sich der Minister am Sonntag um 20.30 Uhr zur F e st- vorstellung im Stadttheater Rheydt. Am Montag spricht Dr. Goebbels um 11 Ahr auf einer Veranstaltung seiner frühe­ren Schule in der Aula des Gymnasiums in Rheydt. Danach begibt der Minister sich nach Köln, wo er um 14 Ahr den neuen Funk- intendanten Dr. Glasrneyer im Funlhaus in sein Amt einführt. Am 15.30 Ahr hält Der Mi­nister Dann seine vorgesehene große Rede vor der we st deutschen Presse im Gürzenich in Köln. Am 18 Ahr findet in Rheydt der feierliche Empfang im Rathaus statt, wo dem Minister Die Ehrenburger­urkunde seiner Heimatstadt überreicht wird. Anschließend spricht Dr. Goebbels um 19 Ahr au) dem Marktplatz in Rheydt. Die na­tionalen Verbände und die Bürgerschaft Rheydts beabsichtigen, dem Ehrenbürger Der Stadt um 21 Ahr einen Fackelzug zu bringen. Gegen 23 Ahr wird Der Minister noch einige Stunden mit seinen ehemaligen Mitschülern im engeren Freundeskreise »erbringen.

Oie Maifeier desEtahlhe'ms.

Krühlingsfeft der Lchwertwcihe."

Berlin, 21. April. (BDZ.) Die Bundesführung des Stahlhelms hat in einem Befehl zum Ausdruck gebracht, daß Der Stahlhelm Den Gedanken b e - grüße, den 1. Mai als einen marxistischen Partei­feiertag zu einem Dolksfeiertag der natio­nalen arbeit auszubauen. Der Stahlhelm werde sich entsprechend seiner Eigenart an diesen Feiern beteiligen. Der Stahlhelm wolle in der Feier des 1. Mai das alte, an manchen Orten noch gefeierte germanischeFrühlingsfest derSchwert- weihe" wieder aufleben lassen. Alle jungen Männer im Bund, Die im laufenDen Jahre Das 17. Lebensjahr oollenDen unD Damit nach Auffassung Des Stahlhelms zur Waffenführung be­rechtigt werben, sollen an Diesem Tage feierlich Das Schwertrecht erhallen. Es soll bei Dieser Gelegenhell Die Schicksalsverbundenhell zwischen Deutschen Arbeitern und Soldaten zum Ausdruck kommen.