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21.3.1933 Erstes Blatt
 
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Hr. 68 Zweites Blatt

Dienstag, 2t. März 1933

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für GberheffeM

Aus der Provinzialhauptstadl.

Bussarde über der Heide ...

Ein kurzer, harter Schrei klang auf, ein zweiter, ein dritter ...

Die Sonne lag hell über Wald und Heide. Die Frühlingssonne muhte sich, die Luft zu erwärmen, und tatsächlich gelang es ihr, an windgeschützten Stellen die Luft leicht zum Flimmern zu bringen. Drüben aus dem Tal wuchs der Berg blau auf. Die dürren und brüchigen Gräser der Heide bewegten sich zittrig im leichten Wind. An den Zweiten der Bäume Mißte sich ein feines Grün, sah man die ersten zarten Triebe eines neuen Lebens, das zur Offenbarung dränßte.

Wieder klangen die drei kurzen Schreie auf. Ich lauschte. Wußte nicht, woher sie kamen. Ich versuchte, mir im Geiste die Herkunft der harten Rufe zu er­klären. Es war schwer, es gelang nicht. Auch die Augen suchten vergebens. Bis wieder einer .jener kurzen, klaren Bogelschreie erklang, unverkennbar der Schrei eines Raubvogels ...

Ich sah über den Wald hin. in die Runde über die Heide, suchte mit den^Augen im Blau des Himmels, und mich überlief jene Freude, die mich immer er­faßte, wenn ich im freien Wolde und im Felde ein Tier sah, daß sich seiner ungebundenen Freiheit er­freute. Mochte es eine bescheidene Wachtel im brau­nen Federkleid sein, das schlanke Reh, das durch den Wald huschte, das Wildschwein, das ich an einem glücklichen Tage im Spessart im Eichenlaub des tiefen Waldes wühlen sah; immer wieder macht mir das freie Tier Freude.

Wieder klang der Schrei durch die klare Luft des Frühlingstages und diesmal über mir.

Ja? Hoch über mir im Blau, das die Augen schmerzte, wiegten sich zwei Bussarde in majestäli- schern Flug, in ruhigem Spiel der Luft anheim­gegeben, zogen ihre Streife, stießen hin und wieder kurze Schreie aus, schraubten sich mit wenigen Flü- Selschlägen wieder höher, schwebten wieder, daß das reite Bild ihrer Flügel wie eine unbewegte Sil­houette zum Himmel stand. So spielten sie lange das Spiel ihres vollkommenen Fluges. Allmählich glitten sie seitlich ab, ohne jedoch ihr lautloses Streifen zu unterbrechen. Bald entschwanden sie den Blicken hinter der dunklen Mauer des Waldes. Leiser und ferner wurde ihr kurzer Ruf.

Morgen, so hoffe ich, werden sie wieder über der Heide kreisen, wieder rufen, sich wieder das Gefieder von der Sonne wärmen lassen, fliegen ihren voll­kommenen Flug ...

Oie Siadi in Zlaagen.

Die Bevölkerung unserer Stadt ist vorbereitet auf das nationale Ereignis der heutigen Reichstags- eröffnung unö gibt das rein äußerlich dadurch kund, daß fast jedes Haus im Innern der «tadt in Flog- genschmuck prangt. In den Hauptstraßen (Selters- weg, Bahnhofstraße, Marktstroße, Neustadt, Walltor­straße, am Marktplatz usw.) ist kaum ein Haus, das nicht di? Farben Schwarzweißrot ober die Haken- kreuzflaggc zeigt. Die Straßen bieten, unterstützt durch den hellen Glanz der strahlenden Frühlings- sonne, ein prächtiges Bild.

Sprechtage bei den hessischen Ministerien einhalten!

WSN. Angesichts des unaufhörlich anwachfendcn Befucherzustroms in den Ministerien läßt der Stan3- leidirektor des Innenministeriums, Abo. Haug, er­neut darauf aufmerksam machen, daß das Publikum ersucht werden muß, die Sprechtage Montag urtb Freitag, von 10 bis 12 Uhr, e i n z u h a l t e n. Be­suche zu anderen Zeiten werden kaum noch möglich fein.

Konzert der Klavierschule Körner.

Zu den Musikschulen, dir sich schon jahrzehnte­lang um das musikalische Leben sehr verdient ge­macht haben, gehört die K l a v i e r s ch u l e K ö r- ncr. In treuer Pflichterfüllung die ihr anver­trauten Zöglinge gewissenhaft und verständnisvoll bildend, hat sie eine ganze Reihe wohlgeschulter Pianisten ins Leben geschickt und damit unserer durch Radio und Jazz zurückgedrängten Hausmu­sik den größten Dienst getan.

Das Konzert am Sonntag, das durch einen von Ursula Koch mit rührender Kindlichkeit wieder- gegebenen Vorspruch eröffnet wurde, führte die Schüler in das Feuer der Oeffentlichkeit, das keine H lbheiten bestehen läßt. Die dem Können der Einzelnen angemessene Auswahl von Dach bis Lifzt verriet die erfahrene Pädagogin. Der Vor­

trag lieh erkennen, daß oberster Grundsatz der Lehrerin ist, ihren Zöglingen ein solides technisches Rüstzeug als Grundlage für spätere Erfolge mit­zugeben. was durch den sparsamen Pedalgebrauch auch klar in Erscheinung trat.

Horst Mehl spielte frisch und sauber, dabei in dem Dachpräludium eine schöne Geläufigkeit zeigend, ebenso trug Margret Dill den Marsch von Gade rhythmisch sicher vor. Helmut D r u n s besitzt viel natürliche Musikalität, dies beson­ders in der Eonatenbegleitung zeigend, die für den jugendlichen Spieler schon recht beachtlich war. Herr Erwin Müller ist eine ausge­sprochene pianistischr Begabung. Dei dem hohen Stand seiner Ausbildung scheint ihm die Lösung technischer Ausgaben besondere Freude zu machen, was er in Lisztschen Kompositionen mit viel Er­folg bewies. 3m Hinblick auf das gemeinsame Musizieren ist es erfreulich, daß eine Reihe von Schülerinnen sich auf dem schweren Gebiet der Begleitung versuchte. Außer technischem Rüst­zeug gehört dazu viel Einfühlung. Frl. Lud - w i g begleitete ein Largo mit Ruhe und hüb­schem Anschlag, Frl. Petri, schon technisch recht gereift, ist mit ihrer Weichen Tongebung besonders zur Begleitung geeignet, rhythmische Präzision ist aber Grundbedingung. Frl. Ern- melius begleitete das Viottikonzert recht schmiegsam und in den Tuttis mit guter Musi­kalität und Frl. Muhl zeigte sich in der Händelsonate besonders rhythmisch sehr zuver- lässig. .

Es war ein schönes Bild gemeinsamen Arbei- tens, daß Schülerinnen von Herrn Herrmann Frau Heermann, Herrn Bauer und Herrn Schüttler mitwirkten.

Heilwig Rolof f (Cello) spielte exakt und sau­ber Sonaten alter Meister, Frl. Ludwig fang mit Erfolg Lieder, wovon die von Schubert am besten gefielen. Eine Hoffnung ist Waltraud S ch ä t t l e r. Wer das auch von Brahms ge­schätzte, technisch schwere Biottikonzert in diesem Alter so spielt, von dem darf man etwas er­warten. Die große Sicherheit im Zusammenspiel verlangende Doppelsonate von Händel wurde von den Geschwistern Zahn recht wacker bewältigt.

Wer die Unsumme von Mühe und Arbeit kennt, die besonders der Musikpädagoge zu leisten hat. wenn er seine Schüler vorwärtsbringen will, der wird sich für die Leiterin ehrlich über den Erfolg des Konzertes freuen.

Vortragsabend im OHV.

Professor Dt. Auler über Sowjek-Rußland.

Der DHV. hatte zum Samstagabend seine Mit­glieder zu einem Vortrag in das Eafe Leib ein­geladen. Prof. Dr. Auler sprach über Sowjet- Rußland. Der Redner erklärte il a., er habe mit vielen maßgebenden Funktionären gesprochen und sich durch eigene Anschauung selbst ein Urteil zu machen versucht. Rußland biete heute rein äußerlich kein erfreuliches Bild. Es herrsche größte Rot unter der Bevölkerung. Dabei werde fieberhafte Bautätigkeit gepflegt. 3n den In­dustriezentren balle sich die Menschheit zusammen. Wohnungsnot herrsche in den Großstädten in beispielloser Form. Man finde Menschen in Erd­höhlen wohnen. Warenmangel äußere sich in vielen leeren Schaufenstern und erstrecke sich auf alle Produkte. Man könne sagen: Rußland baue auf den Knochen der jetzigen Generation. Die Verkehrsverhältnisfe seien völlig unzureichend und entsprächen nicht im entferntesten den Bedürf­nissen. Die Menschenerziehungsfrage sei ein schwieriges Problem. Arbeiter müßten durch Aus­länder herangebildet werden. Die Vertreibung der eigenen Intelligenz habe sich schwer gerächt. Die Landwirtschaft sei in verschiedenen Formen kollektiviert, durch Maschinisierung versuche man die Erträge zu steigern. Das Ergebnis sei aber nicht befriedigend. Die Landwirtschaft sei über­haupt das Schmerzenskind in USSR. Eine wei­tere negative Erscheinung sei das Antireligiöse. Man suche alles von der Materie abzuleiten. Der Bolschewismus, die materielle Auffassung von allen Dingen, sei Religion. Land ohne wahre Religion sei aber dem Untergänge geweiht. Das Familienleben sei nahezu völlig zerstört.

In Rußland gebe es allerdings auch Er­scheinungen, die zu bejahen seien. Die sozialen Anstalten seien sehr weit ausgebaut. Der Ar­beiterschutz spiele eine große Rolle. Mancherlei Unterstützung werde dem Arbeiter zuteil. Der

Wohnungsbau we^de gefördert, die Sterblich­keitsziffer sinke. Man sei bestrebt, die Kultur auf breitere Basis zu stellen. Museen, Theater, Lese- und Spielsäle dienten der Bildung. Die sozialistische Propaganda werde aber überall be­trieben.

In der USSR -Wirtschaft sei viel geleistet worden. Es handele sich aber mehr um ein technisches Phänomen. Zu Grunde liege allem die Planwirtschaft. Der Fünfjahresplan be­stimme das wirtschaslliche Vorhaben. Die neu geschaffenen Industriewerke lägen aber zum gro­ßen Teil still. Es fehle allenthalben an Wirt­schaftlichkeit. Rußlands Verhältnisse lägen in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht weit unter dem deutschen Standard Eine akute Gefahr bedeute die russische Wirtschaft für die Wirtschaft des Westens nicht, wenn auch der Gegner nicht zu unterschätzen sei.

Aus Deutschland sei der Bolschewismus nicht zu übertragen; das würde das Chaos bedeuten. Cs sei ein Verdienst der jetzigen Regierung, daß sie den bolschewistischen Ideen und der Be­wegung energischen Widerstand entgegensetze und die Ausbreitung dieser Ideologie verhindere. Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit ausgenommen.

Obst- und Gartenbauverein Giehen.

Im Saale des Hotel Hopseld hielt am Sonntag der Obst- und Gartenbau­verein Gießen seine Frühjahrs-Mitglieder­versammlung ab. Aach Erledigung geschäftlicher Mitteilungen über Arbeiten in den Vereinsgärten, Edelreiser-Vertellung usw. ging der Vorsitzende auf die Spritzung der Obstbäume näher ein. Wie im Weinbau es jeder Winzer für unerläßlich an­sieht, daß im Lause d"2 Jahres we"i"stens drei­mal grspriht w'.rd, well er weiß, daß sonst eine Ernte nicht zu erwarten ist, so mußte man aucy im Obstbau unbedingt zu einer ähnlichen Auffassung gelangen. Um der Schädlingsbekämpfung in der Gemarkung Gießen zu weiterem Auftrieb zu ver­helfen, soll in Verbindung mit der Stadtverwal­tung zu den bereits vorhandenen Baumspritzen eine weitere, fahrbare Spritze angeschafft werden. Diese soll der Behandlung größerer Baumbestände dienen und jedermann zur Verfügung gestellt wer­den können. Ein weiterer Punkt, der lebhafte Be­sprechung auslöste, betraf den neuen, organischen Humusdünger, den die IG.-Farben unter der Be­zeichnungHumidion" herstellt. Proben wurden vorgezeigt.

Diplom^Sarteninspektor R ent sch von der Obstbauschule in Friedberg wies sodann in sei­nem Vortrag auf die verschiedenen Mißerfolge im Kleingartenbau hin. Um sie zu vermeiden und der Gartenarbeit ihren idealen Wert zu er­halten, müßten Selbstverständlichkeiten mehr Be­achtung finden, die im Feldgemüsebau die erste Voraussetzung für den Erfolg bildeten. Als solche gelte die Durchführung der Fruchtfolge und der Düngung nach festgelegtem Plan, der am besten bereits im Herbst ausgestellt werde. Hierbei sei zu unterscheiden zwischen stark, schwächer und schwach zehrenden Kulturen. Wan müsse daher schon frühzeitig wissen, welchen Tell des Gartens man reichlich frisch zu düngen habe und welchen nicht. Von überragender Bedeutung sei die Beschaf­fung des Saatgutes. Richt vom Hausierer oder in einem billigen Laden kaufe man es, sondern vom solidesten Fachgeschäft, das man kenne. Die bil­ligsten Samen seien auch geschenkt noch viel zu teuer, weil sie Enttäuschung anstatt Lohn für die Arbeit bringen, wenn man nicht wisse, unter welchen Umständen sie geerntet wurden. Auch der felbftgebaute Samen sei in der Regel minder­wertig, denn Samenbau sei eine durch Erfahrung erworbene Wissenschaft. Zahlreiche Beispiele aus der Praxis erläuterten diesen Punkt, wie auch die Art, nach welcher durch ganz weitläufige Aussaat auf Saatbeeten (die alljährlich gewech­selt werden müssen), weite Pflanzung, Boden­lockerung nach holländischem Muster auf nur 2 Zentimeter Tiefe während des Vorsommers viel Arbeit und Zeit erspart und doch sichere Erfolge erzielt werden können. Man sei vorsich­tig mit Anschaffung neuer Sorten, wolle nicht immer besonders große, die an Güte meist zu wünschen lassen, kaufe keine ausländischen To­maten und Bananen, die beide grasgrün im Aus lande geerntet, ihre Reife in elektrisch be­heizten und beleuchteten Räumen in den Kellern deutscher Lagerhäuser erhalten, so daß deren Kräfte südlicher Sonne und Ditaminreichturn sehr fraglicher Ratur seien. Anderseits plage man sich im Kleingarten nicht mit der Zucht von Wintergemüsen, wie Weihktaut, das man viel

billiger laufen als selbst ziehen könne. Dafür schmücke man seinen Garten mit reichem Blumen­flor aus Sommerdlumen, Stauden, Dahlien, Gla­diolen, Rosen und mit ihnen seine Wohnrüume. Zum Schluß betonte der Vortragende die hohe Bedeutung eines reichen Blumenschmucks inner­halb der Städte ganz besonders.

Eine lebhafte Aussprache beschloß die anvegend verlaufene Bersammlung.

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Gießen. 21. März Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 110 Pf, Laudbutter 100, Kochbutter 80, Matte 20 bis 25, Wirsing (gelb) 15. (grün) 20 bi« 25. Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10. Spinat 25 bis 30, Feldsalat 100, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 18, Meerrettich 30 bis 50. Schwarzwurzeln 25 bi« 30, Zwiebeln 10. Kartoffeln 3 (pro Ztr. 2.50 Wk), Aepsel 20 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Rüsse 40, Obstmus 40 bis 45, Suppenhühner 70 bis 80, junge Hähne 70 bis 90 Pfennig pro Pfund; Tauben 40 bis 60. Eier (ird.) 7, Käse 5 bis 10. Blumenkohl 30 bis 60. Salat 25 bis 30, Endivien 10 bis 25. Sellerie 10 bis 30. Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bi« 15 Pf. pro Stück; Radieschen 20 Pf. pro Bund.

Pornotizcn.

Tageskalender fürDienstag. Stadt­theater, 20 bis 23 Uhr,Glückliche Reife". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Der Rebell".

21 us dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute 20 Uhr zum erstenmal die OperetteGlückliche Reise", Text von Bertuch. und Schwabach, Musik von Eduard Slünnecke. Spiel­leitung: Paul Wrede, musikalische Leitung: Sin- pellmeister Mach l; Einstudierung der Tänze: Bal­lettmeister B ä u l k e. Operettenprelse. 24. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Ende 23 Uhr. Morgen, Mittwoch, zum letztenmal die StomöbieNina" von Bruno Frank. Spielleitung: Karl Heyser, Edith Berger in der Titelrolle. Gewöhnliche Preise. 23. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. Frei­tag, 24. März, 24. Vorstellung im Freitag-Abonne­ment mit einer Wiederholung der OperetteGlück- liche Reise". Overettenpreise. Von 20 bis 23 Uhr. Sonntag, 26. März, letzte Aufführung der Operetten- RevueIm weißen Rößl" zu kleinen Operettenprei­sen. Anfang: 18.30 Uhr; Ende: 21.30 Uhr.

Vortrag über Siebenbürger Deutschtum. Am Mittwoch, 20 Uhr. spricht in der Stadtkirche auf Veranlassung des Gustav- Adolf-Frauenvereins Pfarrer Dell aus Her- mannstadt (Siebenbürgen) über die zur Zeit be­sonders schwierige Lage des evangelischen Deutsch­tums in Siebenbürgen. Mit seltener Treue hat dieser deutsche Dolksteil im Südosten durch 800 Jahre an seinem Volkstum festgehalten und in gleicher Weise feit der Reformation auch seine evangelische Art bewahrt. Wie kaum sonst in der Geschichte erkennt man im Schicksal dieser Volksgenossen, wie eng Muttersprache und Reli­gion, Volkstum und Glaube zusammenhängen. Alle, die an diesen großen Fragen interessiert sind und wer sollte das heute nicht fein feien auch auf diesen Vortrag hingewiesen. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Rundfunk-Zwiegespräch. Morgen, Mittwoch, 18.25 Uhr, wird unter der Leitung des Gauoorstehers Auerbach (Frankfurt) vom DHV. ein Zwiegespräch über den Wert und die Leistungen der Angestelltenversicherung geführt. Interessenten ist Gelegenheit gegeben, die Uebertragung auch im DHV.-Hcim, Lonystraße 18, mitanzuhören. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Sonntagsrückfahrkarten für den 2 1. März. Für den Tag des Zusammentritts des neuen Reichstages am Dienstag, 21. März, werden von der Eisenbahnverwaltung Sonntags­rückfahrkarten in der üblichen Weise ausgegeben. Die Karten galten für die Hinfahrt bereits ab Montag, 20. März, und gelten für die Rückfahrt bis Mittwoch. 22. März, mittags 12 Uhr.

Unter st ühungsdauer in der Kri­senfürsorge für Arbeitslose. Der Reichsarbeitsminister hat in Erweiterung der bisherigen Destimmungen durch Erlaß vom 15- März 1933 angeordnet, daß auch nach dem 31. März 1933 Aussteuerungen aus der Krisen- Unterstützung nicht erfolgen. Dies gilt bis auf weiteres.

* Die ersten Schnepfen geschossen. Am Samstag wurden am Hangelstein die ersten Schnepfen geschossen. Die glücklichen Schützen waren General a. D- Fritz und Hauptmann Hoffmann-

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