Aus der Provinzialhaupistadt
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Rundfunkprogramm
In der heutigen Dormittagsziehung wurden Gewinne
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In der heutigen Nachmittogsziehung wurden Gewinne
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II
Ohne Gewähr 8. Ziehungslag
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394464
Nachdruck verboten
16. Februar 1933
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297466 342826 331697
10 ö«trvnrr >n 5000 42. 278580 283288
20 ®*tt*inre >u 3000 TL 190334 231176 285861 397067
64 ftrtt'nnt » 2000 M. 42617 48168 63260 66420
Über 400 M. gezogen 12 ettolwn. m 10000 TL 225646 267065
^genommen.
n dem nördlichen »em am 1. Februar erschossen, sein et unb 12 500 2m. irden, sind jetzt er« e n Worten. Tin auserblock gewohnt wegen Fahr- ebstahls vor« »sichen Schüsse ab- drei Männer und ter Mittäterschaft
Gewinaauszug
5. Klaffe 40. Preuß.-Süddevtsche (2V6. Preutz.) Staats-Lotteri«
17634 17937 21928 34747
66325 74604 98490 99896
144650 150309 154803 252671 293464 326238
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208 Gewinn« »u 500 M. 5307 ---- - - - -
12727 15131 19966 21254 22030 24947 25082 28395 30217 32208 33034 34708 36106 61421 62283 54051
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Drei Präsidenten wurden ermordet
Ein Rückblick zum Attentat aus den Präsidenten Roosevelt.
Don John Decker.
373876 ------ ------
168 Gew.nn« »n 500 M. 4451 ---- ---
14099 26536 30778 36917 40298 43326 47794 57328
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über 400 M. gezogen
2 •«tolmw !« 50000 TL 347400
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10 G«Winne > u 5000 TL 74944 84007
198942 351608
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38 ewiiu.« m 2000 TL 20697 80574 83768 92787 123081 147166 186734 186817 224753 257660
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106 Gewinn« n 1000 TL 2086 15732 22826 32571 33173 37392 67984 65788 67672 70366 79485 8o5O7 ----- 97385 98133 132652 140069 141958 14725N
losiakeit ein, und bald darauf verschied der Prä- sident, dessen Hand bi» zur letzten Minute seine Gattin gehalten hatte... ...
Drei Tage währte der Dorbeimarsch de» amerikanischen Dolles vor dem aufgebahrten Leichnam in Washington. Da seine Familie fast ohne Mittel zurückgeblieben war. wurde eine vuv- s k r i p t i o n eröffnet, die bis zum 1. Oktober mehr als eine viertel Million Dollar einbrachte.
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ß von selbstberei- ler aus Sanbor. j worden. Datei acklichen derartig geschwächter Dr. .M vertragen ch vergiftet, wie er ist auch der >er ten Leuten in Mm angeboten ft Wn ihn der Obbuttion ist einer ter hviz-
»ter Siannhotin ju jtn ist ein weitern e gestorben, sv m gestiegen i(t mb getötet jnübergang in ter ingen ('Eürtt) ist . abeth Keppeler Fahrrad zur 3t- )llte, von dem von i.'nzug angefahren Äkomotive und die er Bahnübergang r Lokomotivführer nd Pfeifensignale
wuhtlos fortgetragen,... .,, . .
Heber feine lebten Stunben berichteteine Washingtoner Zeitung folgendes: „3n der Wohnung eines Deutschen hat der gütigste und beste Präsident, den die Bereinigten Staaten je hatten, feinen Geist ausgehaucht. Gegenüber dem Ford- scheu Theater, in dem die Schaudertat geschehen ist wohnt in dem Hause des Amerikaners Peterson Herr Heinrich Ulke. ein in Washington wohlbekannter Deutscher. 3n dessen Wohnung wurde der auf den Tod Verwundete getragen, als die herbeigeeilten Aerzte erklärt hatten, daß er aus dem Theater fortgeschafft werden müsse. Hier blieb Abraham Lincoln die Dacht über, umgeben von seiner Familie, seinen Freunden, von Ministern und Aerzten. Mrs. Lincoln war von Schmerz überwältigt. Hauptmann Lincoln, der die Mutter zu beruhigen suchte, muhte oft hinausgehen, wenn er seine Gefühle, die ihn zu ersticken drohten, nicht mehr zurückzuhalten vermochte. Alle weinten, selbst dem Kriegsminister Stanton, der ür einen harten Mann gilt, rollten die Kranen die Wangen hinab. Alle Anwesenden wußten, daß feine Hoffnung sei. Der Präsident lag ruhig und hörbar atmend da, ohne ein ernzigesmal Die Augen zu öffnen oder einen Moment zum Bewußtsein zu kommen. Die rührende Szene an diesem einfachen und bescheidenen Totenbette dauerte bis 7 30 Uhr morgens. Da verwandelte sich das Atmen Lincolns in ein Döcheln, und noch einige Augenblicke später verkündeten die Aerzte, daß das edle Herz aufgehürt habe zu schlagen. Unter angcmeffcre.n Geleit wurde die Leiche ins Weiße Haus getragen und auf ein Dett niedergelegt, das man mit weißen Dlumen bestreute."
— AuS dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute 15.45 Uhr zum letztenmal als Schüler- und DolkSvorstellung daS Trauerspiel: .Hamlet" von Shakespeare. Schüler- und Dolksvorstellungspreise. Ende 19 Uhr. — Sonntag 19. Februar, als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Operettenpreisen die Operette .Das Dreimäderlhaus". Schülerkarten haben Gültigkeit. Bon 18.30 Hhr bis 21.30 Ul)r. — Als 20. Dorstellung im Dienstag-Abonnement am 21. Februar das Lustspiel .Bargeld lacht" von Tammerlohr und Cbermayer. Spielleitung Peter Fas sott. Gewöhnliche Preise. Don 20 bis 22 älhr. — Am Mittwoch, 22. Februar, als zweiter Abend im Zyllus hessischer Dramatiker die südwestdeutsche Erstaufführung des Bauerr.kcregs-- dramas: .Der Bundschuh" von Karl Deurath unter der Leitung von Oberspielleiter Peter F a s s o t t. 20. Dorstcllung im Mittwoch-Abonne- ment. Gewöhnliche Preise. Anfang 19.30 .ou“ Ende 22 Mr. — Die nächste Wiederholung
3m 3uni des 3ahres 188Ö eroberte der demokratische Kandidat 3ames A. Garfield auf der Chicagoer Nationalversammlung die Mehrheit gegenüber seinem Widersacher, dem Depublikaner General Grant, dem Helden des Sezessionskrieges. Ein halbes 3ahr später zog Garfield als amerikanischer Präsident ins Weiße Haus ein. Die Amerikaner hatten anfangs nicht Viel von ihm erwartet, sie hatten ihn wohl für ein „dark horse“, für eine politische Dull gehalten, Um so überraschter waren sie, als sie in dem gütigen, vorher so zurückhaltenden Mann einen entschiedenen Deformer und offenen Gegner aller Korruptionsbestrebungen entdeckten. Es unterliegt keinem Zweifel, daß in manchen Kreisen nicht nur die Ueberraschung. sondern auch Die Wut hierüber groß war. Denn vier Monate nach seinem Amtsantritt, am 2. 3uli 1881, verübte ein Mann namens Charles E. Guiteau ein Devolverattentat auf Garfield, von dem sich der Präsident nicht zu erholen vermochte. Die Kugel hatte den Unterleib getroffen, die rechte elfte Dippe zersplittert, war durch das Duckgrat gegangen, hatte den ersten Lendenwirbel zerschmettert und sich in der Darmhaut eingekapselt.
Garfields Hausarzt, dem es von vornherein llar war, daß menschliche Kunst den Präsidenten nicht mehr zu retten vermochte, schildert bas langsame Sterben des Staatsmannes in folgenden Sätzen: „3$ konnte ihm das Kritische seiner Lage bald nicht mehr vorenthallen." Garfield erwiderte: .3ch bin bereit zu gehen, wenn meine Stunde geschlagen hat." Diese heroische Duhe und Ergebenheit hat ihn während seiner ganzen Leidenszeit, die über drei Monate währte, nicht einen Augenblick verlassen. Ein rührendes und ergreifendes Bild bot sein Familienkreis den der Kranke immer wieder scherzend zu trösten suchte. Am 26. August mußte ich seiner Gattin das Hoffnungslose seines Zustandes Mitteilen. Die energische Frau aber erklärte mir, daß wir den Kranken nicht aufgeben dürften, sondern den Kampf um ihn sortsehen sollten, bis das Ende selbst da sei. .Er wird leben, ich whle es ich weiß es", sagte sie ein ums andere Mal. Diese Zuversicht auf die unverwüstliche L e • benskraf t des Präsidenten teilte auch feine 80jährige Mutter. Anfang September machten die klimatischen Berhältnisfe Washingtons eine Entfernung des Patienten aus der Bundeshauptstadt nötig. Man brachte ihn nach dem Seebad Long Brauch am Atlantischen Ozean. Die Fahrt, die unter allen erdenklichen Bor- sichtsmahnahmen am 6. September ins Werk gesetzt wurde, währte fast acht Stunden. Dort trat eine Lungenentzündung hinzu. Sein Geist aber blieb stetig klar. Am Abend des 19. Sep- tember erwachte der Leidende aus einem kurzen Schlaf mit Herzbeschwerden. ES trat Dewutzt-
Am 6. September 1901 zerstörte die Äugel eine« Anarchisten das Leben des Präsidenten Mac Kinley im Musiktempel der Ausstellung zu Buffalo. Der Mörder hatte sich dem LtaatS- oberhaupt mit einem Blumenstrauß m der Hans genähert, als wollte er ihm eine Ovation darbringen. Unmittelbar darauf ertönten drei Schüsse. Zwei Kugeln durchschlugen die.beiden Magenwände des Präsidenten. Trotz wiederholter Operationen starb Mac Kinley am 14. September.
Das Motiv dieses Attentates blieb im Dunkeln. Offiziell wurde die Dachricht berau6gegcbcn. der Mörder habe, verwirrt durch anarchistische Flugschriften, seine Hand gegen diesen Präsidenten erhoben, Der als einer der ausgesprochensten .Prosperitätspräsident en“ in Der amerikanischen Geschichte lebt. Das Attentat beendete seine zweite Degierungsperiode. Dieser zähe und ehrgeizige Schotte hatte durch acht 3ahre energischster Derwaltungsarbeit nicht nur den Reichtum deS Landes ins Unermeßliche gesteigert - der lieberfebuft der Ausfuhr über die Einfuhr betrug allein in Den ersten drei 3ahren feiger Präsidentschaft fast anderthalb Milliarden Dollar — er hatte nicht nur das Territorium der Bereinigten Staaten durch die Einbeziehung Kubas, PortoricoS und Der Philippinen auf über 440 000 Quadratkilometer und 10 Millionen Einwohner gesteigert, er war auch der Schöpfer und endgültige Befestiger der amerikanischen Goldwähr un g. Unzählige Wasserstraßen, unter anderem Dau des Dicaragua-Kanals. Legung des Sudseekabels und eine allgemeine Steigerung der Produktionstätigkeit seines Landes waren sein Werk. Unter feiner Degierungszeit trat Amerika in das Zeitalter des 3mperialismuS ein. Wohl bezichtigten ihn feine Feinde, er strebe nach dem Machtposten eines .Kaisers von Amerika und wolle sich eine feste und dauernde Amtszeit schaffen, Mac Kinley jedoch trat diesen Gerüchten dadurch entgegen, daß er formell auf eine Dritte Wiederaufstellung als Präsident verzichtete. Seme Ermordung allerdings lieft es zu alledem nicht kommen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß das Gespenst des .Kaisers von Amerika seinem Mörder, dem Anarchisten Fred Dieman, erst die Waffe in die Hand gelegt hat.
Seitdem wurde die Strähne der amerilani- schen Präsidenten-Attentate glücklicherwmse unterbrochen. Dur im 3ahre 1912 wurde Theodor Roosevelt, der Berwandte und Damens- vetter des jetzigen Präsidenten beinahe das Opfer eines Devolverattentates. Er erlitt ledoch zum Glück nur leichte Verwundungen. Das aus Wilson nach dem Krieg verübte Attentat traf den Präsidenten in einer Zeit,, als er seine Funktion nicht mehr ausübte. Und die rnhstniosen Umstände, unter denen sein Dachfolger Hartz i n g im Weißen Haus zu Washington starb — die Gerüchte, daß er vergiftet worden fei, konnte ' man bis jetzt noch nicht widerlegen — werden : wohl nicht so leicht aufgetlärt werden können...
von Bernard Michael Steinmetz. 20.15: Konzert. 21: Liederstunde zum 30. Todestage des Komponisten Hugo Wolf (am 22. Februar). 21.30: Konzert. 22.45 bis 24: Nachtmusik.
Donnerstag, 23. Februar.
7.30 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Berufsmusiker. 12 Mittagstonzert 1 auf Schallplatten. 13.30: Mit- tagskonzert II. 15.30 bis 16 30: Stunde der Jugend. 17- Nachmittagskonzert: Alte und neue Serenadenmusik. 18.25: „Gefährdet das Denken in Geld die Volksgemeinschaft?", Vortrag von Dr. K. Luer. 18.50: Wege zur Planwirtschaft", Vortrag von Dr. Fritz Burchardt. 19.20: „Autostraßen", Gespräch zwischen Lorenz Eismayer und Otfried Hameran. 20: kund- gebung in der Festhalle: Uebertragung der Rede des Reichskanzlers Adolf Hitler. 21: Bunter Unterhaltungsabend. 22.30: Nachtmusik. 23.45: Stadthalle Stuttgart: Schlußbericht vom 6. Stuttgarter Sechstagerennen.
Freitag, 24. Jebruar.
7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.50: von Hamburg (im Schulfunk): „Die deutsche Seewarle". 12: Nürnberg: Mitlagskonzert I des Kon- zertorchcsters. 13L0: Mittagskonzert II. 15.20: Eltern, stunde. „Aufgaben der Schule und des Arbeitsamts in der Berufsberatung", Gespräch zwischen Berufs- beratet Dr. Busold und Mittelschulrektor Henschel 17: Unterhaltungskonzert des Frankfurter Rundfunkorchesters. 18.25: Stunde des Buches. 18.50: „Juristische Plauderei" von Carl Retep. 19.20: Humor in Ooerbayern, vorgetragen von K. Ernst. 19.50: Schwäbische Bauernmusik, gespielt von Mitgliedern des Rundfunkorchesters. 20.15: Mannheim: Menschen tm Berus: „Ein Pressestenograph", ein Gespräch zwischen Jokob Würth und Waller Beyer. 20.30: „Fall- nitza", komische Oper, Musik von Franz von Suppe. 22.35 bis 24: Nachtmusik.
Samstag, 25. Jebruar.
7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk, Szenen aus „Ernst, Herzog von Schwaben", Trauerspiel von Ludwig Uhland. 12: Mitlagskonzert I des Rundfunkorchesters. 13.30 bis 14 40: Mittaaskonzert II. 15-30 bis 16 30: Stunde der Jugend. 17: Nachmittagskonzert der Orchestergernein. schäft Münchener Berufsmusiker. 18.25: „Die Forderungen von Handwerk und Gewerbe zum neuen Entwurf der Zivilprozeßordnung", Dortraa von Kam- mrrsyndikus Ernst Bouveret. 18.50: „Arbeitslöhne in Den verschiedenen Ländern", Vortrag von Prof- Dr. Pribrom, Frankfurt a. M. 19.30: Pforzheim: Die Melodians" fingen. 20: 1111 Jahre Fasching. 22.25 bis 23.30: Rheinischer Frohsinn. 23.30 bis 1: von London: Tanzmusik.
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Bei einer Kundgebung auf dem Strand von Miami wurde auf Amerika» neuge- wählten Präsidenten Franklin D. Doofe- velt ein Attentat verübt. Fünf Personen wurden schwer verletzt, am schwersten CBür» germeister Cermak von Ehicago. Wie durch ein Wunder blieb der Präsident un- verletzt. ,, ...
Am Karfreitag des 3ahreS 1865 herrschte größte 3ubclftimmung in den Bereinigten Staaten. Trup- pen durchzogen die Straßen der Städte, fangen feierliche Lieoer. Ein CHegcrregiment des uniont- ftifeben Heeres rückte in feinen schönen Uniformen in Richmond ein unter Absingen eines Liedes mit tzcm Desrain: .Das große Jubeljahr ist Dal Der Sezessionskrieg war beendet. Am Abend sollte, der ihn beendet hatte, sollte Prä- sident Abraham Lincoln mit seiner Gemahlin die Festvorstellung des Theaters zu Washington besuchen. .Der Präsident", so berichtet eine zeit- genössische Chronik, ,toar heiterer und fröhlicher, als man ihn je zuvor gesehen hatte. (Sr freute sich auf die nahe Aussicht eines festen und Dauerhaften Friedens im Innern und mit dem Ausland, gab in ausfallendem Grade das Wohlwollen und die Menschlichkeit seines Wesens kund, sowie Den milden und zum Vergeben geneigten Sinn, Der ihn so sehr auszeichnete." Man jubelte ihm in feiner Loge zu, Dem langen, fchmgen Mann, Dessen Gruß nach zeitgenössischen Schilderungen etwa s außerordentlich Treuherziges hatte Er plauderte lebhaft, wie es seine Art war, und äußerte „in scherzhaften Redewendungen und gllichnisweise angewandten Geschichtchen smne tief gegründete Meinung". Da traf thn fein ®e* toid. Gegen den Gewählten des Volkes erhob sich eine fluchwürdige Hand. Durch Die unbewachte Tür trat der Mörder, Wilkes B o o t h, in Die Loge des Präsidenten, feuerte ein Pistol auf ihn ab, dessen Kugel tief in den Hinterkopf eindrang, sprang aus der Loge auf Die 2ühne, schwang mit einem theatralischen Ausrufe einen Dolch und entfloh aus dem Theater. Lincoln wurde be-
dieser Erstaufführung: »Der Bundschuh" am Freitag, 24. Februar, als 20. Vorstellung im Freitag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen. Anfang 20 Ahr, Ende nach 22.30 Ahr. — Für Samstag, 25. Februar, ist ein .Großes Zirkus- Kabarett" mit einem abwechslungsreichen artistischen und künstlerischen Programm angeleht. Die Zirkusvorstellung ist außer Abonnement und zu kleinen Preisen. Anfang 20.15 Ahr, Ende 22.30 Ahr. — Die nächste Wiederholung Der Operette „3m weihen Röhl" finDet am Sonntag, 26. Februar, statt als FrernDenvorstellung außer 2lbonnernent. Vorzugsgutscheine und Schülerkarten haben Gültigkeit. Spieldauer: 18.30 Ahr bis 21.30 Ahr. Arn 22.15 Ahr am gleichen Tage startet ein „Dacht-Kabarett" unter Der künstlerischen Leitung Wolfgang Kühne mit vollständig neuem Programm. Auch Dieses Kabarett geht zu kleinen Preisen.
•• Besuchszeiten tn Den Museen. Die Museen und Sammlungen im Alten und Reuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und
13 Ahr geöffnet.
•• Städtische Brennholzversteige- r u n g. Bei der gestrigen Brennholzversteige- rung in den Waldungen der Stadt Gießen (Försterei Rödgeni wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Buchenscheiter 8.60, Eichenscheiter 7.00, Kiefernscheiter (1. Kl.) 7,20, (2- Kl.) 6.00. Fichtenscheiter (1. Kl.) 5,00, (2. Kl.) 4,00, Birlen- scheiter 7.00, Duchenknüppel 7,00, Eichenknüppel 5,00, Kiefernknüppel 5,40, Fichtenknüppel 4,00, Dirlenknüppel 5,00 Mk. Pro Raummeter: Buchen- reisig (2. Kl.) 15 00, Eichenreisig (2. Kl.) 11,00, Äiefcmreifig (2. Kl.) 12 00 Mk. pro 100 Wellen.
•• 61 e r b e f ä11e in Gießen. 3n Der Zeit vom 1. bis 15. Februar verstorben in unserer Stadt: 1. Marie Gerhard, geb. Berg, Wwe., 72 Jahre, Seltersweg 55; 5. Anna Flocke, geb. Bär- thel 72 3ahre. Duddestrahe 6; 6. Gertrude Thiel- mann, geb. Schneider, 26 3ahre, Teufelslustgärtchen 18; 6. Georg Doll, Lokomotivführer L R., 67 Jahre, Dammstr. 45; 6. Eugen Kaussmann, Rentner, 87 3ohre, Dismorckstr. 45; 6. Adolf Schmitz, Bureaugchilfe, 33 3ahre, Steinstr. 19; 7. Hans Helferich, 8 3ahre, Kaplansgasse 15: 9. Wilhelm Lenz, Maschinenschriftseher, 58 3ahre, Asterweg 53- 9. Hedwig Grüneberg, geb. Klockmann, Wwe., 88' 3ahre, Liebigstr. 76; 9. Anna Schäfer, geb. Hohl, 60 3ahre, Weserstr. 15; 9. Berta Lempck. geb. Kühl, 35 3ahre, Friedrichstr. 9; 10. Anna Margarete Giehl, geb. Pfaff, Wwe., 82 3ahre, Asterweg 16; 11. Konrad Schneider, Lokomotivführer i. R., 88 3ahre, Stephanstr. 19; 12. 3ohann Schneider, 72 3ahre, Schillerstr. 8; 12. Gertrud Arrigshardt, 1 3ahr, Liebigstr. 101; 13. Katharine Schön, geb. Euler, 45 3ahre, Crednerstr. 34; 14. Karl Kinzenbach, Heizungsingenieur, 46 3ahre, Bleichstr. 40: 15. Otto Doll, Gärtner, 51 3ahre, Landgraf-Philipps-Plah 8: 15. Katharine Zahrt, Wäscherin, 62 3ahre, Teufelslustgärtchen 5.
•• Warnung vor einem Unter ft üt- zungsschwindler. 3n Frankfurt und Umgebung ist ein Schwindler aufgetreten, der alleinstehenden Frauen Grühe bestellt von einem auswärts wohnenden Bruder oder Verwandten. Er versteht es. sich in manchen Fällen ein Dachtquar- ticr zu erbitten und erzählt anschließend, wenn die Bekanntschaft hergestellt ist, dah er einen Motorradunfall hatte und einen Betrag von 20 bis 30 Mk. leihweise benötigt, um Reparaturen vornehmen zu können. Der Schwindler ist 30 bis 35 3ahre alt, spricht Frankfurter Dialekt und nannte sich Müller. Außer in Frankfurt ist er b.s- her in Mainz, Hochheim, Wächtersbach, Schlüchtern und Diederramstadt aufgetreten.
Sonntag, 19. Februar.
6.35 Uhr: von Bremen: Hafenkonzert. 8: Hohe Domtirche Trier: Kathol. Morgenfeier. 9: Stunde des Chorg'esangs. 10: „Brahms als Sammler", Vor- trag von Dr. Karl Geiringer; Sprecher: Helmuth Slnbreae. 10.45: „Wie Rundfunk und Trier lich trafen", Plauderei von Al. Funk. 11.3t): von Leipzig: Kantate von Joh. Seb. Bach. 12: Freudcnstadt- Baiersbronn: Internationale deutsche Ski- und Heeres-Ski-Meisterschaften, Härbcricht aus Baiers- bronn vom „Damen-Abfahrtslauf". 12.15: Mittags- konzert I. 13.05: Mittagskonzert IL 14.20; Stunde des Landes. 15.30: StunDe der Jugend. 16.30: „Ka- meradfchaflliches Helfen", Gespräch zwischen Wally Baumann und O. W. Studtmann. 16.55: von London: Konzert. 18.15: Stadthalle Mainz: Damensitzung des Mainzer Karnevaloereins. 23 bis 24: Nachtmusik.
Montag, 20. Februar.
7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Frcudenstadt-Baiersbronn: Internationale deutsche Ski- und Heeres-Ski-Meister- schaften, Hörbericht. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.25: „Psychoanalyse in der Malerei: Das Werk von Pablo Picasso", Vortrag von F.T. Gubler. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.25: Till Eulenspiegels lustige Streiche. 19.45: Gruß an Trier, Prolog von Rud. G. Dinding. 20: Deutschlands älteste Stadt, ein Hörbilderbogen aus Triers Vergangenheit von N. Limbourg. 21: Orchesterkonzert. 22 45: Kammerkonzert. 24: Stadthalle Stuttgart: Bericht vom 6. Stuttgarter Sechstagerennen.
Dienstag, 21. Februar.
7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mit- tagskonzert I auf Schallplatten. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Nachmittag. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: „Aus Dem Leben von Hektor Berlioz", Vortrag von Dr. Hans Scholz. 19: Trier: 1. ,Zn Trier reden die Steine", Vortrag von Profesior Dr. N. Irsch; 2. „Glocken begleiten den Menschen", eine Trierer Hörfolge. 20.30: Konzert des Rundfunkorchesters. 22.45 bis 24: Nachtmusik der Tanzkapelle der Stuttgarter Philharmoniker.
Mittwoch, 22. Februar.
7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.10 bis 10.40: Schulfunk: „Die Kohle als Rückgrat der deutschen Dolkswirtschaft" von Fr. E. Westphal. 12: Mit- tagskonzert I des Rundfunkorchesters. 13.30: Mit- tagskonzert II. 15.15 bis 16.15: Stunde der Jugend. 17; Nachmittagskonzert. 18.25: von Trier: Der geheiligte Tag, ein Kinder-Oratorium von Franz Philipp. 18.50: Zeitfunk. 19.20: Zehn Minuten Verkehrserziehung von Lorenz Eismayer. 19.30: Dichterisches Schaffen hn Trierer Lantz, eine Ueberfchau
e und ganz biente 1 elegantes Kostüm, zt sich ein wema. iS“, wie mein w stattung glaubt et* rt sich ter Saal ge- nt es herein, man i Hals. .... öa zu sehen glbt. Mnn. „eine Frau n Sie!" )DoDob! Der Jot- r Scharfe Duhe.
Spenden für die Wintemothilse.
Don Der Geschäftsstelle der Gießener Winter- nochllfe werden uns folgende neue Spenden für das Hilfswerk mitgeteüt:
Kriegerverein, Gießen, 50 Mark; Gießener Frauenhilfe 300 Mart.
Die Frauen-Winterhilfe legt Wert auf die Feststellung, daß sie biS letzt insgesamt für die Wintemothilse 1600 Mark an Gelb auf» ÖC®a^benaiäuft noch die Pfun d s p e n d e; auch hier hat die Frauenhilfe bts letzt zirka 600 Pfund Lebensrnittel gespendet erhallen und auSgegeben. Die Spender werden von der Frauenhilfe freundlichst gebeten, die Gaben nur Montags. Mittwochs und Freitags zwischen 9 und 12 Uhr m der Alten Klinik, Erdgeschoß rechts, abzugeben.
SA.'Aufmarsch in Gießen.
2m morgigen Sonntag wird die Standarte 116 der DSDAP. in Dießen einen Aufmarsch veranstalten. Der um 14 Mr vom Trieb aus durch folgende Straßen fuhren wird. Kaiserallee. Molllestraße. Senckenbergstraße. Landaraf-Philipp-Platz, Vorbeimarsch am Stne- äerdenkmal 116. Ostanlage, Walltorstraße Äir- «cnplatz, Marktplatz. Schulstraße. Svnnenftraße. Ireuzplah, Seltersweg. Westanlage, Bahnhofstraße. Deustadt, Oswaldsgarten, Stemstraße. Marburger Strafte, Wieseoer Weg, Wieseck, Torbogen, Rabenäuer Straße, Philosophenstraße zum $11m 20 Uhr wird in Der Vollshalle eineKund- g e b u n g mit Konzert folgen. Hier ist der preußische Kultusminister Dr. Rust als Redner vorgesehen.
Lateu für Lamstaq, 18. Februar.
1546: Martin Luther in Eisleben gestorben; — 15 der Bildhauer und Maler Michelangelo 1 rotti in Rom gestorben; — 1857: der Maler, R. .er und Bildhauer Mar Klinger in Leipzig geboren; — 1932: Friedrich August III., ehemaliger König von Sachsen, in Sibyllenort gestorben.
Daten für Tonntag, IS.Februar.
1473: Der Astronom Nikolaus Eopernicus in Thorn geboren . - 1745: der Physiker Alexander Graf Volta in Eomo geboren; — 1859: der Astronom und Physiker Svante Arrhenius in Wyk bei Upsala geboren; — 1861: Aufhebung der Leibeigenschaft durch Alexander II. von Rußland; — 1865: Der Forschungsreisende Sven von Hedin in Stockholm
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