Ausgabe 
15.4.1933 Erstes Blatt
 
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Samstag,.llpril 1935

185. Jahrgang

Nr. 89 Erstes Matt

deren eine Volkspersönlichkeit ebenso wie der ein­zelne Mensch bedarf, um wirksam sich behaupten zu können, werden wir als Volk die Rolle spielen, die wir um der Erhaltung der eigenen Ration, wie um der Erfüllung unserer Ausgabe gegen­über den andern Völkern willen, in der Welt zu spielen haben.

So sehe ich denn in allem, was sich heute bet uns vollzieht, einen neuen und hoffentlich entschei­denden Schritt auf dem Wege zur Volkwerdung der Deutschen, als der unumgänglichen Voraus- setzung für die Zukunft der Ration. Ich seh« die Dinge so im Glauben an unser Volk, den ich ge­wonnen und behalten habe seit den Tagen von 1920 in denen ich nach allem Leid des Zusam­menbruchs im Augenblick der größten Gefahr die Gnade an mir selbst erfuhr, im Abstimmungskampf meiner ostpreußischen Heimat Führer eines ge­schlossen denkenden und handelnden deutschen Volksteils zu fein. Was damals gelang, muß

Volk in einer mächtigen Empörung abgewor- fen und statt ihrer auf seinen Schild gehoben jene höhere Freiheit, die sich in der fret- wil li g e n Bindung des einzelnen an die Erfordernisse der Gemeinschaft ihre Schranken seht. Das Werl der nationalen Erhebung steht und fällt mit der Befolgung dieses Grundsatzes, der dazu bestimmt ist, aus Deutsch­land wieder das Land der tiefen Gerechtigkeit, des sozialen Fortschritts, des höchsten Kultur­eifers und der nationalen Würde zu machen. An diesem Werk mitzuhelfen ist jeder einzelne an seinem Teile berufen- Wer sich der Mitarbeit entzieht, der stellt sich außerhalb der Gemein­schaft. Aber es ist kein Zweifel, daß dieser Ge­danke Werbekraft genug besitzt, um nach und nach das ganze Volk zu umschließen. Dies ist die feste Zuversicht unserer deutschen Ostern im Jahre 1933.

Die Wiederherstellung des nationalen Berufsbeamtentums

unnahm« von Jtnjeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

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Chefredakteur

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Volitih Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyrwt; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein undfürdenAn- zeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich m (Bieten

Staat nichts zu suchen und werde kurzerhand aus dem Dienst entlassen. Vor allem träfen die schweren Rechtsfolgen des neuen Gesetzes auch die­jenigen Parteibuchbeamten, die schon vor sei­nem Inkrafttreten in den Ruhestand getreten seien. Beamte, die nicht arischen Bluts seien, würden in den Ruhe st and ver­setzt, womit ein wichtiger Programmpunkt der NSDAP, seine Erfüllung finde. Die Konfession spiele hierbei keine Rolle.

Da die neuen Maßnahmen schwerwiegende Ein­griffe in die bisherigen Rechte des Beamten dar- ftcllten, habe man sie nur in di« Hand der oberstenReichs - undLandesbehorde gelegt, die in jedem Fall endgültig und unter Ausschluß des Rechtsweges entscheide. Auch über den letzten deutschen Beam­ten entscheide danach nur seinhöchsterVor- gesetzter, der Minister. Der Beamte sei verpflichtet, Auskunft darüb r zu geben wel­chen politischen Parteien er bisher angehört habe. Diese Verpflichtung besteh? ]e- doch nur gegenüber der obersten Stelle, dem Minister, der persönlich für die

formen ihres Daseins in Politik und in Kultur und Religion, m sozialer Beziehung und in ständischer Ordnung

Die Aufgaben, die auf allen di^en Gebieten harren, sind geradezu ungeheuerlich. Aber die Schicksale der Völker haben immer wieder be­wiesen, daß eine Umkehr und eine entschlossene Hinwendung zum Aufbau erst dann möglich gewesen ist, wenn es gelang, einen einheit- lichen Staatswillen zu formen unö diesem Willen das Fundament einer Vo-ksstromung zu geben, die aus freiwilliger Einsicht m bte Not­wendigkeiten der Schickfalsgemcinschaft den guß- rern Folge leistete. Die scheinbare politische Frei­heit des überwundenen Jahrzehnts der Irrungen mußte Schiffbruch erleiden, wenn sie de? wer­benden Kraft entbehrte, das Volk zu einheitlichem Wollen zu bringen- Sie erreichte das Gegenteil.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Cnid Dnö verlog: vrühl'fthe Unwetst.al5.vuch. und Sleindruckere. R. Lange in Stehet. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schu^ttafe 7.

Di« nationale Revolution in Dttllschlaick) ist nicht abgeschlossen. Sie hat die erst« Phase o« Machtergreifung mit einer Schnelligkeit und Ent schlossenheit hinter sich gebracht die chren ver- blufften Gegnern jeden W.derstand unmogl^ machten. Sie hat die zweite P^e.A Emrich tung in der Macht mit einer Zielsicherheit und Klarheit durchlaufen, die es erlaubt hat, di« schwierigsten Fragen der nationalen De^un^en. um die ein Jahrzehnt erbittert gerungen wurde, geradezu als Selbstverftändl.chceiten zu behan deln und zu lösen. Sie hat in beiden Phasen eine Besonnenheit und einen Weitblick ,9ezeigh der ihr nun ermöglicht, mit schöpferischem Willen an di« eigentliche Aufgabe heranzugehen, an den Wiederaufbau der Ration in allen Srscheinungs-

regierungen und Länderparlamente und zur Pei­nigung des Verwaltungsapparates. Im großen und ganzen wird diese Aktion in kurzerZeit beendet sein. Es beginnt nunmehr dersy st e- matische Aufbau, der die volle poli­tische und wirtschaftliche Freiheit des deutschen Volkes zum Ziele hat.

Diese Arbeit ist unendlich schwer, und es wird größter Anstrengungen bedürfen, um das hohe Ziel zu erreichen. Die Regierung r e ch n e t d a - bei auf di« tatkräftige Unter st u t - jung des gesamten deutschen V o 1 k 8. Rur in der Zusammenfassung aller Volksgenossen in einem einheitlichen kraft­vollen Willen zur Selbstbehauptung und zur völ­kischen Freiheit ist der Aufstieg möglich. Wie der Führer, unser Volksianzler Adolf Hiller, wieder­holt betont hat, ist der R e i ch s r e g i e r u n g jederzurMitarbeitwillkommen.de r sich zu Deutschland bekennt. Jeder aber, der sich gegen Deutschland wendet, soll wis­sen, daß er als Feind des Volkes aus der Volks­gemeinschaft ausgemerzt wird. Rur wem Volk und Heimat über alles geht, ist würdig, an der heili­gen Ausgabe des deutschen Freiheitskampfes mit­zuarbeiten. . .

Die Reichsregierung wird den ihr von der Ra­tion am 5. März erteilten Auftrag ausführen und den Willen des Volkes erfüllen. Die Man­ner die heute mit und unter Adolf Hitler ihre ganze Kraft dem Aufbau widmen, wollen nichts für sich. Sie wollen nichts sein als Diener an I Volk und Staat. Sie haben nur ein Ziel: Deutschland und nichts als Deutsch- I land.

auf die Dauer in ganz Deutschland gelingen. Daß der Geist, den wir damals in unmittelbar bedroh­ten Gebieten an und um uns verspürten, heute weiteste Kreise des Gesamtvolkes berührt hat, ist das bleibende geschichtliche Verdienst der Revolu­tion von 1933 und ihres Führers.

Die besinnliche Osterruhe von 1933 sollt« icöcn Deutschen, der es ernst meint mit seinem Volk, dazu führen, die Lage zu durchdenken und f i ch bewußt und entschlossen frei z u machen von Hemmungen der Vergan­genheit und sich in dem Kreis, in dem er zu wirken berufen ist, und mit den Kräften, die ihm gegeben find, in denDien st seines V o I1 c 8 zu stellen, gleichviel, ob ihm dieses gut und lenes schlecht erscheint, was heute geschieht. Rur mit ge­sammelter Kraft aller derer, die sich innerlich ver­antwortlich sühlen für ihr Volk, geht es auf­wärts!

Berlin, 13. April. (WTB., Der Staats- sekretär im Reichsinnenministerium Dr. Pfundt- ner sprach über den Deutschlandsender über Die Wiederherstellung des nationalen Beru.sbeamten- tums. Die neue Reichsregierung fei sich darüber klar, daß sie zur Durchführung ihrer gewaltigen Aufgaben vor allem der Kräfte des deutschen Be­rufsbeamtentums bedürfe, wobei dieses ledoch voll und ganz aus dem Boden der nationalen Erhebung stehen müsse. Rur durch die rücksichtslose Säuberung der B e a m t e n s ch a s t von den Ru-nießern des mar- Mischen Umsturzes von 1918 sowie von allen art­fremde tr Elementen könne wieder eine natio­nale Beamtenschaft geschaffen werden^ die ihr höchstes Ziel in restloser, opfervoller Pflicht- ^Das^K^e/nstück des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums feien die Paragraphen, die sich auf die sogenannten Parteibuchbeamten, die Beamten jüdischer Abstammung und politisch unzuverlässig eBe amte he- zögen. Wer Beamter geworden sei lediglich auf ©ninb seines Parteibuchs, habe im nationalen

Deutsche Ostern 1933.

Bon Werner Beumetburg.

Copyright by Rordische Gesellschaft, Lü­beck. Rachdruck, auch auszugsweise, ver- boten.

Es ist schwer, in diesen Tagen Deutschlanb wie­derzuerkennen, wenn man sich vierzehn Bahre an das Bild gewöhnt hat, daß dieses Land sich selbst und dem Ausland bot. Es ist fast unmöglich sich über die eingetretenen Veränderungen Rechen- schaff abzulegen, über ihren Charakter Klarheit zu gewinnen, und die meisten, die sich selbst von dem Feuer der Begeisterung nicht ergriffen suhlen, zie­hen sich auf die Tatsache zurück, daß eben eine Revolution stattgesunden hat. und auf Die be­obachtende Haltung der Skepsis, die sich sagt: man muß eben abwarten, ob es gut gehl.

Und doch ist die Erklärung eine einfache Was sich in Deutschland in den letzten Monaten er­eignet hat. ist d i e unmittelbare Folge aller Fehler, die im Inland wie im Aus- Unö ein Jahrzehnt lang begangen wurden. Von Versailles angefangen, hat sich Die $ohtil Der ßiegerftaaten Daran gewöhnt, von der deutschen Politik zunächst heftigen Protest, dann aber ge­linde» Rachgeben zu erfahren, ohne zu beob­achten, wie sich abseits von der offiziellen deutschen Politik und in heftiger Opposition zu ihr immer größere Massen unter einer leiden­schaftlichen Führung zum Protest bekehrten- In einer fast leichtfertigen Erwägung der ihr zur Verfügung stehenden Mittel der Gewalt glaubten die europäisch.n Mächte, sich ganz auf die pa­pierenen Erklärungen und Bündnisse verlassen »u können, die in den Jahren politischer Schein« toniun.tur von 1925 bis 1928 vom Locarno-, zum Kelloggpakt, vom deu scheu Ein ritt in dcn l o.ker- buno vis zum Voung-Plan führten. Das Aus­land muß sich die Folgen dieses Fehlers selbst zuschreiben. Es gibt keine Politik ohne die Be­achtung der wirklichen Strömungen: es gibt keine Regierung, die sich dauernd in Widerspruch zum eigenen Volksempfinden setzen kann. Die Mächte, die den Grundsatz der Demokralie am leidenschaft­lichsten vertreten, sollten sich am wenigsten wun­dern wenn eine Mehrheit des deutschen Volkes nun, im Gegensatz zu seinen eigenen früheren Regierungen, zu einer Politik entschlossen ist, die bei aller Friedensliebe jede Vergewaltigung im Sinne des letzten Jahrzehnts ablehnt.

fam niederriß.

Diese Revolution tragt ein doppeltes Kennzeichen, das für die Zukunft der Ra­tion und des Vaterlandes die tiefste Beruhigung bedeutet. Sie vollzog sich einmal in Dollfom- mener Ordnung und D i s ziplin und gab dadurch ein historisches Beispiel gegenüber allen Revolutionen der Weltgeschichte von größ­ter Eindruckskraft. Sie endete zum zweiten in «inet mächtigen Syniyele zw.ichen den besten traditionellen Werten Deutsch, lands aus der Der gongenhelt und zwischen dem jugendlich stur wenden Ra­tio n a l i s m u s. Der Tag von Potsdan^ der diese Synthese so stark und ^erlich zum Ausdruck brachte, ist nicht nur em Symbol, er hat viel liefere Bedeutung. Er will besagen, daß in Deutschland keine Staatsordnung möglich ist. die nicht auf dem Fundamente der Ver- gange n ß eit beruht. Deutschland ist nicht das Landaber Revolutionen tm üblichen Sinne, fon- bem bas Lanb. in bem bie ewigen Werte des nationalen Lebens Anerkennung verlangen von jedem, der sich dem Dienst am Staat und am

Deutschland,nichisalsOeutschland!

Neichsminister Srirf umreißt das Ziel der nationalen Revolution.

Die wirtschaslliche Freiheit des Liberalrnrnus en­dete in jenem Kollektivismus, der an bie Stelle der Persönlichkeit den anonymen Verband, an die Stelle der persönlichen Verantwortung bie Möglichkeit ber Verschleierung jeglicher Verant­wortung hinter alle benfbaren Formen und Grupp^ibilbungen setzte. Statt des freieften Volkes der Erde mit der freiheitlichsten Ver­fassung der Welt wurden to:r nach dem Zeugnis der Männer, die weltanschaulich durchaus auf dem Boden jenes Liberalismus standen, em Haufe von Interessenten, wo ieder hinter bem Vorhang bes Allgemeininteresses nur seinem Eigennutz folgte. Von dieser Art Freiheit will das neue Deutschland nichts wissen. Sie hat in den Begriffen und in den Herzen ber Besten der Ration niemals Fuß fassen können.

Diese mißverstandene Freiheit hat das deutsche

Sie Sünden des Auslandes sind nicht von uns zu verantworten, wohl aber die Sünden, die bei uns selbst begangen wurden und deren Masse geradezu erschreckend ist Politik und Wirtschaft ent- sernten sich immer mehr von der gefunden Bezie­hung mit dem Menschen selbst Ein unfinniger Kol- lektivismus, genährt durch die Verworrenheit der parlamentarischen Verhältnisse, die jede eindeutige staatliche Willensformung verhinderten, schuf einen Zustand der Verantwortungslosigkeit und der An­onymität, der den Staat auf die Dauer zum Spiel- ball aller möglichen Interessen machte. Jener einst heilig gepriesene Liberalismus wandelte sich in Die schonungslose Ausnutzung des Schwachen durch den Starken, in einen Egoismus, der umso hoher an- schwoll, je höher auf ber anderen Seite das Elend der Massen anstieg. Idealismus und Vaterlands- liebe troffen aus jeder Zeile und aus jeher Rede, aber in Wahrheit wurden sie sich im­mer mehr zum Deckmantel einer Interessen­wirtschaft von Gruppen und Verbänden, die bas lebendige nationale Empfinden bes Volkes zu er- sticken drohten Die nationale Revolution in Deutsch­land hätte sich niemals so umfassend, so ausschließ­lich so stark und unbedingt durchsetzen können, wenn nicht durch die jahrelange verzweifelte Gegenwehr des Systems eine furchtbare Stauung imJ8ol5> leben eingetreten märe, die nun, im Augenblick des Dammbruchs, alle widerstrebenden Kräfte gewalt-

Das deutsche Volk hat bisher manches Ostetest 1 in einer politisch bewegten Zeit begangen. Rie- t mclls aber ist dieses Fest der Auferstehung und , des Frühlings in eine Zeit von fo grunblegender Bedeutung für das Schicksal unseres Volkes gefal­len. wie in diesem Jahr. Was in den Wehen bewegter Jahre sich vorbereitet hatte, ist m Den Wochen vor dem Osterfest 1933 mit überraschen- Der Schnelligkeit zur Tatsache geworden. Wir ha­ben in Deutschland einen Umschwung aller Dinge erlebt von gewaltigem Ausmaß und un­übersehbarer Tragweite, wie er nur selten in der Geschichte eines Volkes zu verzeichnen (st.,und wie er nur bann vorkommt, wenn ein geschichtlicher Abschnitt zu Ende geht und ein grundsätzlich neuer beginnt. Eine solch« Umwälzung erlebt zu haben, ist nur wenigen Zeiten und ihrer Geschlechterreihe in Der Weltgeschichte beschieden gewesen. Ueber diesen Umschwung im deutschen Volk, ferne Ur­sachen und seine Auswirkungen in Gegenwart und Zukunft kann man unendlich viel sagen und schrei­ben. Cs ließe sich feststellen, wie trotz des für unser Denken und Fühlen neuen Geschehens letzten Endes die Menschen sich gleich bleiben, wie aber einmal unter ihnen die Richtung siegt und führt, die das Wohlergehen des Einzelnen in den Vordergrund des Denkens und Handelns der Zeit stellt, und wie dann diese Epoche abgelost wird durch einen neuen Abschnitt, in bem der Ein - zelne nichts, die Gesamtheit der Ration alles bedeutet, und wie diese Zeit­abschnitte auch Marksteine des Auf- und Rieder- ganges eines Volkes sein können.

Ostern 1933 fällt in die Zeit des siegreichen Auf- erstehens der ethischen Forderung, daß unser Volk über jedem individuellen Ergehen und Wollen des einzelnen Volksgenossen zu stehen t>at. Dieser Gedanke ist uralt und bleibt ewig als wahre und sittliche Forderung bestehen, solange Menschen und Volker leben werden, so oft er auch zeitweise begraben gewesen zu sein scheint. Es ist auch ein wesentlicher Bestandteil, der unser Leben feit fast zwei Jahrtausenden durchdringenden christlichen Osterbotfchaft. Von hoher Warte gesehen, sehen wir auch im Laufe der deutschen Geschichte, daß schließlich alle Zeiten des Aufstiegs unseres Vol­kes dann begonnen haben, wenn diese Forderung das Volk in seinen Massen ergreift, und daß Der Riedergang mit der allgemeinen Verleugnung dieses Gedankens beginnt.

So haben wir denn heute bte beglückende Ge­wißheit. daß es trotz aller unserer Rot. trotz We tkrise. trotz unausbleiblicher Begleiterschei­nungen aller Revolutionen mit Deutschland wie­der aufwärtsgehen wird und muß. wenn die Bewegung unserer Tage kein Strohfeuer ist. das in Kürze wieder erlischt Die Gefahr des Ver­löschens ist dann vorhanden, wenn nicht alle Kräfte der Ration, die heute die ethische Forderung des Dienens an Volk und Staat wirk­lich bejahen, sich geschlossen hin te r bi e nationale Führung stellen und ihre Person und ihre ganze Kraft emsehen für die Aill- erstehung unseres Volkes. Es kommt heute nicht darauf an. sich mit Lippen und äu erlichen Ab­zeichen zur nationalem Bewegung zu bekennen. Es kommt nicht darauf an, alles zu verbrennen was man bisher angebetet hat. Es kommt nicht dar­auf an, daß Millionen aus Ichsucht oder um des Herdentriebes willen mitlaufen. Es kommt allein darauf an, daß die zahllosen, wertvollen Menschen unseres Volkes in allen seinen La­gern und Parteien sich einmal klar toerben Dar­über baß ber Einzelne, Parteien. Berufsstande unb Klassen nichts sinb unb bie Gesamtheit bes Vo.kes alles ist. unb daß diese Erkenntnis um« gesetzt wird in lebendige Kr af t für den Aufbau eines neuen Staates der Deutschen, dessen Grundlagen das lelbftlole Dienen am Staat und eine nationale unb christ­lich? Einstellung zu allen Fragen des S^tend finD. Es kommt darauf an, aus diesen wahrhaft deutfch denkenden und - handelnden Menschen den Kern der Ration zu bilden, dessen Geist und Vorbild allmählich alle Kreise unseres Volkes durchdringen und heranziehen zur Arbeit an Der Gesamtheit. Wir müssen das werden, was wir im Laufe unserer wcchfelvollen Geschichte nur selten und vorübergehend schienen und was wir in Wirklichkeit noch immer nicht sind, nämlich ein einheitlich fühlend es und Han- delndesVolk. Don der Erreichung dieses Zie- les hängt die Zukunft des im Herzen Europas eingeengten und von Feinden stets bedroh.en deut- schen Volkes entscheidend ab Rur wenn wir,end- lich die innere und äußere Geschlossenheit haben,

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Oes deutschen Amtes Auferstehung

Don Wilhelm, Freiherrn v. Gayl, ehem. Reichsminister des Innern

Berlin, 13. April. (WTB.) 2m Tonfilm t richtete Reichsinnenminister Dr. Frick folgende i Ansprache an das deutsche Volk:

Deutsche Volksgenossen! Der überwältigende 1 Wahlsieg bes 5. März hat den ersten Teil der nationalen Revolution abge­schlossen. In einer machtvollen Willenskund­gebung hat das deutsche Volk den Führer zur Freiheit Adolf Hitler beauftragt, das schwere Werk des Wiederaufbaues in Angriff zu nehmen.

D'efe Arbeit hat an jenem denkwürdi­gen 2 1- März, dem Tag des Frühlings- anfangs, begonnen- Richt umsonst hat dieReichs- regierung als Ort für den ersten Zusammentritt bes neugewählten Reichstags die Garnisonkirche in Potsdam gewählt. Potsdam die StaDt. von der Preußens Größe einst ihren Ausgang nahm, sollte ein Symbol fein und sollte dem Volk verkünden, daß die Tugenden die einst Preußen stark und frei machten, auch für Die Arbeit der Regierung der nationa- len Revolution als Richtf ch n u r zu gelten haben. Eiserne Sparsamkeit. Einfachheit und Sauberkeit in der Verwaltung, restlose Hin­gabe an Volk und Staat, treueste Pflichterfüllung auch im kleinsten, unbändiger Wille zur Wehr­haftigkeit und Freiheit, heiße Liebe zur Heimat und zum deutschen Volksgenossen, das sind die Grundsätze, nach denen Die Regierung handeln und zu denen sie das ganze deutsche Volk erziehenwill. .. . . r . I

Die Gesetze und Verordnungen, die in den letz­ten Wochen vom Reichskabinett verabschiedet wor- l den sind, dienten in erster Linie zur Festigung i der Reichsgewalt, zur Gleichschaltung der Lander- I