Ausgabe 
14.8.1933 Frühausgabe
 
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l! I o I i n i aus dein Pala- m entgegen und sprach in Korte: ,Hch habe die Ehre, ejchwader vorzustcllen. Ä) mng für das, was wir ge> unser Leben fordern wer-' daraus salzende Ansprache: lngen, seitdem ich bei einer l >men anspielte und meiner , daß es gelingen würde. | 'erabschiedete, sagte ichihm, ; Derbe zurückkehren. Meine durch die Zwischenfälle von -i ren. Das Andenken an jene : \ in unseren Herzen lebendig twilklung Eures Unterneh-[ jt heute, nach dem (Belin- i Euch verdient gemacht hobt | olution und um die Lust- erung umarme id) Euren ifen jcben von Euch." uffotini bas betret bet F > s jum Luftmar- e er ihm die Mütze n hm einen gotoenen Adln e Mussolini noch «! zsurtunden sm die übri- jwaderslug bei.

i wurden die italienischen rbäude, dem PalM L:i- um und dem ParteisekrM 18 Uhr sand im fionftm; apitol der Cmpsang durch Rom statt. Aus die Je- oerneurs antwortete Ms wort. Am Montag werde" rate nach Drbetello jurud-

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Grabfund 2 D Ä-sSr«

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Oie Uhr des poltyfrofed.

Osfett, eine Stabt in der englischen Grafschaft Dort (West Riding), weist Tuchfabriken, Wollspin, nereien unb ansonsten keine besonderen Merkmale auf. Daß ein Flüßchen vorhanden ist, war wirklich kein Ereignis von welterschutternder Bedeutung, und auch die bedauerliche Tatsache, daß ein übereifriger Angler namens Fred Hetkins bei Ausübung seines Sports vor einiger Zeit seine Taschenuhr einbüfjte, regte die Gemüter nicht weiter auf. Um so mehr ärgerte sich Mister Hetkins über denBelüft des Kleinodes: es handelte sich um eine ausnehmend feine, kostbare Taschenuhr mit einem wertvollen Präzisionswerk. Nichtsdestotrotz blieb Hetkins (einer Soortleidenschaft treu und angelte mit Todesver­achtung weiter. Seine Ausdauer sollte endlich be­lohnt werden: Er fing kürzlich einen Fisch Genauer eine schöne vollfette Forelle. Diese mußte daran alauben, daß Hetkins ein Feinschmecker war. In der Küche ereignete siH sodann die Sensation von Dffett: Im Magen der Forelle fand Hetkins feine verlorene Uhr. Und die Uhr mit demganz besonderen" Werk ging immer noch: nur knappe drei Minuten nach! So melden es die englischen Zeitungen. Soll man ihnen Glauben schenken?

Krüh übt sich . . .

Die Tochter des in Manchester wohnhaften Fabri­kanten Jack Kelly benötigte einen Zahnarzt. Papa ließ einen kommen, und dieser erklärte, einen opera­tiven Eingriff vornehmen zu müssen. Die Patientin hatte nichts dagegen, die Eltern waren ebenfalls einverstanden, unb in einer 23iertelftunbe war alles glücklich überftanben. Der Doktor ist aber ein ge- rabczu berühmter Mann geworden durch diesen einen Fall! Das Fräulein Kelly war nämlich bei dem Ein­griff genau 24 Stunden alt Das Baby kam ko­mischerweise mit einem gutentwickelten Milchzahn xur Welt, unb man befürchtete, es könnte ben Zahn leicht verschlucken. Aus biescm Grunde kam der Zahn- arzt zur seltenen Ehre, einen eintägigen Patienten behandeln zu dürfen.

Das Oudelsackpfeifer-Oerrlmal.

In Skye in Schottland ist soeben ein in der Welt wohl einzig dastehendes Denkmal enthüllt worden. Es besteht aus einem mächtigen Granitblock, der auf der Vorderseite im Relief das Bild eines schottischen Dudelsacks trägt, unb ist nicht etwa einer einzigen Persönlichkeit, sondern gleich einer ganzen Fannlie Maccrimmoy, gewidmet.

Die Maccrimmons waren seit Jahrhunderten die berühmtesten Dudelsackpfeifer, Dudelsackkomponisten unb Dudelsacklehrer Schottlands. An der Stelle in Skye, wo sich jetzt bas Denkmal zu ihrem Gedächt nis erhebt, sind noch einige alte Ruinen zu sehen: die Ueberbleibfel eines stolzen Gebäudes, in dem sich seit dem sechzehnten Jahrhundert dieHochschule für Pseiserkunst^ der Maccrimmons befand. Die Fa­milie ist inzwischen ausgestorben. Die Enthüllung des Denkmals nahm Mister Maccleod vor, der heutige Familienälteste eines uralten schottischen Clans, in dessen Diensten die Maccrimmons drei Jahrhunderte lang gestanden haben.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten?)

Plato hat feine Schuldigkeit getan . ..

Die Bibliothek der St.-Andreas-Universität zu Glasgow erhielt kürzlich ein sauberes Buch: Platos Theätet" (Erkenntnislehre). Hübsch gebunden, gut erhalten. Der Bibliothekar war hocherfreut über bas Geschenk. Unb wollte sich bei dem Stifter bebauten. Das ging aber nicht, denn ber Absender hatte seinen Namen nicht angegeben. Dafür fügte er der Sen- düng ein Brieflein bei, aus dem heroorging, daß bas Buch nicht gestiftet war, sondern das Eigentum der Hochschule bildete. Bor einem halben Jahrhun­dert! Damals holte sich der damalige Stubent bas Werk und er kam erst nach fünf Jahrzehnten dazu, die Erkenntnislehre des großen griechischen Philo­sophen gründlich durchzulesen. Das Studium ver­mittelte bann unter anderem bie Erkenntnis, daß man gepumpte Bücher als ethisch hochstehender Mensch unbedingt dem rechtmäßigen Inhaber zu- rudgeben müsse. Wenn aych erst nach 50 Jahren, aber doch. Somit hat Plato vorbildlich seine Pflicht und Schuldigkeit getan ...

Der Einbrecher mit dem goldenen Herzen.

Der Mann, den ber Einbrecher mit dem goldenen Herzen besuchte, heißt Harry McMichel und ist sei­nes Zeichens z. Z. arbeitsloser Elektrotechniker in London. Er verdient gelegentlich eine Kleinigkeit als Nachtwächter, unb feine brave Frau betätigt sich als Wäscherin. Wenn bas Ehepaar arbeiten geht, bleiben die vier kleinen Kinder ganz unbewacht in der armseligen Zimmerküchen-Wohnung. Nun kam der böse Einbrecher und wollte, wie denn anders, ein­brechen. Ein einziger sachlicher Blick überzeugte ihn aber von der Nutzlosigkeit feines Borhabens: Da war wirklich nichts zu holen. Da fiel des Einbrechers zweiter Blick auf die vier friedlich schlummernden Kleinen. Und da wurde ber Ritter der Nacht, das muß man schon sagen, reichlich unsachlich. Er deckte die Kinder schön zu, leerte bann seine Taschen und stiftete sein ganzes Baroermögen fürKostaufbesse­rung"! Als die Eltern nach Mitternacht nach Hause kamen, waren sie nicht wenig verwundert über den ertragreichen Einbruch. Sie hätten dem Einbrecher herzlich gern bie ausnahmsweisebiedere" Rechte geschüttelt...

Ein Elefant verdient ein Vermögen.

Name: Queeny. Alter: unbestimmt. Beruf: Ele­fant. Standort: Der zoologische (Barten von Mel­bourne, ber Hauptstadt ber britisch-australischen Ko­lonie Victoria.

Queeny ist seit rund fünfunbzwanzig Jahrenan- gestellt" unb trägt auf seinem ausgewachsenen Rücken Kinder spazieren. Bisherige Leistung: 1 380 000 unmündige Söhne unb Töchter des Insel- reiches unb besten Kolonien. Zurückgelegt genau 21000 Meilen. Allerhand Weg für so ein Tier! Unb geradezu phantastisch sein,,Berbienft": 16 500 Pfund. Queeny ist zweifellos der bestverdienende Vertreter seines Geschlechtes!

Englischer Bilderbogen

Don unserem Londoner VK.-Korrespondenten.

Ans der Provinzialhanpisiadi.

Oie Oiensiflagge

des Reichsstatthalters in Heffen.

Der Staatskommissar für das Polizeiwesen in Hessen gibt bekannt:Die Dienstflagge des Reichsstatthalters in Hessen zeigt ein Rechteck mit drei gleichbreitcn Querstreifen in schwarz, weiß und rot. 3n der Mitte des weißen Streifens be­findet sich der in schwarzer Farbe gehaltene Reichsadler. 3m Dienst befindliche Vertreter der Behörden und sämtliche Uniformträger (Landes­polizei, Gendarmerie, Gemeindepolizei, sowie die uniformierten Mitglieder der nationalen Ver­bände) haben die Dienstflagge des Reichsstatt­halters zu grüßen."

Glück für Alle!

DaS Glück der Eigensüchtigen ist niederträchtig. Es hockt in der Höhle und verpestet die Luft rings- um. eS ist tödlich für die Gemeinschaft der Men- schen. Vierzehn 3ahre lang hat es in Deutschland geherrscht und unser Volk an den Abgrund deS Hungers und der Verzweiflung getrieben.

Der deutsche Rationalsozialismus will das G l ü ck aller im wohlgeregelten Staat. Schon atmen wir, seit wir die Hand des Führers über uns wissen, freier in Deutschland, schon erfüllt uns wieder Stolz auf den Hamen unseres Volkes. Zutrauen haben wir wieder gefaßt zu der Ge­rechtigkeit der Gesetze, wir wissen, daß wir der Zerstörung, die uns bedrohte, entronnen sind, und schreiten freudig in jeben neuen £ag fiinein. Lieder singt unsere 3ugend wieder mar» chierend auf den Straßen, und das Alter lernt wieder lachen. Aber ein Gedanke trübt noch unser Glück.

DaS sind die Millionen Volksgenossen, die noch ohne Arbeit sind. Sie stehen, wie Schatten einer trüberen Vergangenheit, immer noch vor den Schaltern der Arbeitsämter, in ihren Stuben sitzt noch die Rot, ihre Faust hungert umsonst nach dem Werkzeug. Unb sie fiebern doch alle unb mochten mitbauen an ber Zukunft bes Reichs.

Unendlich viel hat Abolf Hitler bereits zu- rückgeführt in bie Arbeit. Straßen werben ge­baut, Moore trocken gelegt, geschlossene Fabrik­tore taten sich auf. Aber bie Mittel bes Staates finb heute noch beschränkt unb genügen noch nicht, um alle zurückzurufen. Hier beginnt unsere heilige Pflicht, uns ber großen Tage toürbig zu zeigen durch eigene Opfer, burch bereite Herzen unb Hände.

EineGeldlotterie für Arbeitsbeschaffung" der RSDAP. wendet sich an uns alle. 3ede Mark, für bie wir ein Los erstehen, wirb zu einem Hammerschlag, zu einer Pflugschar, zum Morgen­ruf einer Fabriksirene, der tausend Arbeiter fol­gen. 3ebe wuchert mit tausendfältigen Zinsen im Voll. 3ede Mark wird Glück für alle.

Dann erst ist auch die Zeit wirklich gekommen, uns unseres eigenen Glückes zu freuen. Rach einem noch nie dagewesenen Gewinnplan verspricht diese Lotterie 200 000 Mark auf ein Doppellos, 100 000 Mark auf ein Einzellos, fast 300 000 Gewinne zu 1,5 Millionen Mark werden ausgelost. Wir werden uns des Gewinns hier nicht zu schämen brauchen, denn das ganze Voll gewann dabei.

Mißbrauch der Stahlhelmuniform und des Stahlhelm-Abzeichens strafbar.

Der ..Stahlhelm - Pressedienst" teilt mit: 3mmer wieder einlaufende Klagen geben Veranlassung, erneut ausdrücklich darauf hin­zuweisen, daß die Stahlhelmuniformen und die Abzeichen durch die Verordnung deS Reichspräsi­denten zur Abwehr heimtückischer Angriffe ge­gen die Regierung ber nationalen Erhebung vom 31. März 1933 einen betonteren gesetzlichen Schutz erlangt haben.

Rach dieser Derorbnung wird jeder, der un­berechtigterweise die Uniform eines hinter ter Regierung ter nationalen Erhebung stehenden Verbandes auch nur im Besitz hat, mit Gefäng­nis bis zu zwei 3ahren bestraft. (Fabrikanten und Handelsgeschäfte dürfen aber auch nicht ohne weiteres, sondern nur mit Einverständnis des Stahlhelm B. d. F., vtahlhelmuniformen Her­stellen ober auf Lager halten, eine Bestimmung, burch bie unzuverlässige Firmen ausgeschaltet werten.)

Desgleichen wird mit Gefängnis nicht unter einem Monat bestraft, wer unberechtigterweise die Uniform ober bas Abzeichen eines ber oben ge­nannten Verbände trägt. Zuchthausstrafen treten sogar ein. wenn Unberechtigte in Uniform ober mit Abzeichen geschmückt, strafbare Handlungen begehen. Es ist aber in jebem Falle bie Mög­lichkeit zu strafrechtlichem Eingreifen gegeben, wenn nicht im Besitz eine- Ausweises Befind­liche in Stahlhelm-Uniform ober mit Stahlhelm- Abzeichen angetroffen werten.

Borrrotizen.

Tageskalenber für Montag. Licht- spielhaus (Bahnhofstraße):Das Abenteuer ter Thea Roland".

* Zum Gedächtnis Albert Leo Schlageters. Aus Anlaß ter Albert-Leo- Schlageter-GedächtnisauSstellung in Berlin be­absichtigt ter Deutschlandsender. in einer Gedenk­stunde aus den hinterlassenen Briefen eines deut- schen Volkshelten vorzulesen. AuS diesem Grunde wird gebeten, im Privatbesitz befindliche und bis­lang nicht veröffentlichte Briefe, Zuschriften usw. zur Verfügung zu stellen. Die Abschriften dieser Briefe sind zu senden an bie Vortragsabteilung 1/F teS Deutschlanbsenbers. Derlin-Sharlotten- burg 9. Haus des Runbsunks, Masuren-Allee.

* FahrpreiSvergün ftigung für er­werbslose Hanbwerker. Wie baS VDZ.- Büro meldet, hat bie Deutsche Reichsbahn-Gesell­schaft eine Fahrpreisvergünstigung für ertoerbS- lose Handwerksgesellen zugestanten, die die Äurfe ter Handwerks- und Gewerbekammern besuchen. Aus bie Eingabe des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages hat bie Reichsbahn mitge­teilt, bah den erwerbslosen Handwerksgesellen die Fahrpreisermäßigungen der SchülcrmonatSkarten und Schülerrückfahrkarten zugängig gemacht wer­ten sollen, wenn bie Kammern dieS unter An­gabe ter Kursusdauer. ter Unterrichtstage und ter Orte, aus denen die erwerbslosen Kursus­teilnehmer kommen, bei den örtlich zuständigen Reichsbahnbirektionen beantragen.

Fürsorge für Geistes- unb De- rnü tSkranke. Personen, die an Geiste«- und DemütSstörungen leiden, forme deren Angehörige können unentgeltlich Rat unb Auskumt in allen mit ter Erkrankung zusammenhängenden Fragen in ter für ben Krei« Gießen eingerichteten Für- forgefprechstunte erhalten. 3nStefontere werten auch Auskünfte über Vererbung. Sterilisation, Eheeingehung. Versorgung. Unterbringung in Anstalten ober Familienpflege unb Arbeitsver­mittlung erteilt. Die Sprechstunde wird einmal im Monat, unb zwar jeden zweiten Mittwoch, von 16 bis 17 Uhr. von Medizinalrat Dr. Frank im Gebäude te« Wohlfahrtsamt«. Lonystraße 2, Zimmer 12, abgehalten.

* 3ntcrnationale Hundeausstel­lung in Frankfurt a. M. Dom .Verein Huntesport für Gießen unb Umgegend" wirb mit­geteilt, daß am 26. und 27. August eine inter­nationale Ausstellung von Hunden aller Rassen in Frankfurt a. M. (auf dem Festhallengelände) ftattfintet. Diese Ausstellung verspricht sehr

lehrreich zu werden. Alle Hunderassen der Welt werten dort vertreten sein. ES empfiehlt sich für Huntetesiher, dort auszustellen. Auch ein Besuch ter am 2. Tag ber Ausstellung stattfintenden Dorsührung von Polizei- unb Diensthunben bürste sich lohnen.

Äirchftdie Jlorfirichkn.

Katholische Gemeinden.

Montag, den 14. August.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Dienstag, den 15. August. Mariae Himmelfahrt.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte: 7: Messe: 8: Kommu­nion: 9: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Pre­digt, 14: Fcstandacht mit Segen. (Brünberg. 9.45: Messe mit Predigt. (jungen. 8: Hochamt mit Pre­digt, vorher Kräuterweihe. Cid). 10: Hochamt mit Predigt, vorher Krautcrweihe: 14: Andacht mit Segen. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

ÖJl.-tfpOTt

Mord-Leichtathleük-Meisterschasten.

Bereits drei neue Rekorde am ersten Tag.

Der erste lag der Deutschen Leichtathle­tik-Meisterschaften in Köln verlief in jeder Beziehung befriedigend. Enttäuscht konnte man nur über den etwas schwachen Besuch von 3000 Per- onen fein. Dafür gab es aber umso erfreulichere portliche Leistungen. Der anwesende Reichssport- Ührer von Tschammer-Qsten wird an den Großtaten unserer Leichtathleten seine Helle Freude gehabt haben. Der erste Rekord war schon im Vor­kampf zum Hammerwerfen fällig. S e e g e r - Oß­weil überbot die alte Höchstleistung von Thing- Regensburg mit 46,05 Meter um 1,44 Meter. Mit 47,49 Meter sicherte er sich auch den Titel vor Grimm-Paderborn, der es auf 45,22 Meter brachte unb Niemeier-Dresden mit 45,12 Meter. Mang- Regensburg wurde mit 43,43 Meter nur Fünfter. Den zweiten Rekord gab es am Nachmittag im Weitsprung, wo das neue mitteldeutsche Talent Lang- Leipzig 7,65 Meter und damit einen Zenti- mcter weiter als der alte Rekordhalter Dobermann- Köln sprang. Hans Sievert kam im Diskuswer­fen auf 49,32 Meter. Mit dieser neuen Rekordlei­stung ließ er alle seine Konkurrenten um fünf und mehr Meter zurück. Zweiter wurde hier der vor­jährige Meister H i r s ch f e l d mit 44,68 Meter.

In den übrigen Dorkämpfen und Entscheidungen gab es zwar feine Rekordleistungen mehr, aber auch hier sind die erzielten Zeiten und Weiten als vor­züglich anzusprechen.

lOO-Meter-Meister wurde nach dem bedauerlichen Ausscheiden von Jonath, der sich im vorlauf eine Muskelzerrung zugezogen hatte, Borchmeyer (Bochum) in der Dettrekordzeit von 10,3 Sekunden.

Im 400-Meter-Houf mußte der Frankfurter Metz- n e r seinen Meistertitel an den Berliner Boigt abgeben, der ihn im Endspurt in 48,4 Sekunden hinter sich ließ. Metzner benötigte 49,1 Sekunden. 10OOO-Meter-Meister wurde erwartungsgemäß Sy­ring (Wittenberg) in 31,38 Minuten. Im Marathon- Lauf nahm auch der in Neuyork lebende Titelver­teidiger Paul de Bruyn teil. Er konnte jedoch nur Dritter werden und mußte Sieg und Titel dem alten Berliner Brauch überlassen, der fast die ganze Strecke über führte und in 2:35,46 Stunden mit zwei Minuten Vorsprung vor dem Münchener Zeilnhofer einkam. In der ersten Staffelentfcheidung, der 4 X 1500 - Meter - Staffel, siegten die Stuttgarter Kickers in 16:31,2 Minuten vor BSC. Berlin und Viktoria Hamburg.

Hans Sievert kam im Zehnkampf am Samstag auf folgende Leistungen: 100 Meter 11,2 Sekunden, 400 Meter 53,8 Sekunden, Wcitfprung 6,78 Meter, Hochsprung 1,85 Meter, Kugelstoßen 13,28 Meter. Er erzielte damit eine Punktzahl von 4330,74, die bereits 90,17 Punkte über dem entsprechenden Stand bei seiner Hamburger Rekordleistung liegt.

Rekorde auch am Sonntag.

wenigen Fällen bie alten Meister ihre Titel Dcrtcibigcn.

Das Wetter war am Hauptkampstage aus­gesprochen sommerlich Schon am Vormittag stellten sich zu ben weiteren Vorkämpfen 2090 Zuschauer ein unb am Rachmittag waren es über 10 000. Pünktlich um 15 Uhr marschierten bie Aktiven unter Führung von Ritter v. H a 11 in bas Stabion ein. Borchmeyer trug voran bie schwarzweißrote unb Hirschfeld die Haken­kreuzflagge. Dor ber Tribüne marschierten bie Aktiven auf, um bem Reichssportsührer von Tschain iner unb Osten ben Deutschen Gruß barjubrinacn. Dann nahmen gleich bie Kämpfe ihren Anfang.

Unserem Zehnkampsweltrekordmann Hans Sie­vert gelang es leider nicht, seinen Weltrekord er­neut zu verbessern. Er fiel am Vormittag beim zweiten Teil der Uebungen zurück und verpaßte dann am Nachmittag durch einen mäßigen 1500- Meter-Laus den Anschluß vollends. Tiit 8435,36 Punkten blieb er um 32,26 Punkte hinter feinem Hamburger Weltrekord zurück. Den zweiten Platz belegte Wolrad Eberle

Im 110-Meter-Hürdenlausen kam Wegener» Berlin in 14,8 Sekunden zu einem leichten Sieg, da sein Hauptkonkurrent, der Frankfurter Welscher, bei der vierten Hürde stürzte.

Meter 800 Mieter fiel Dr. P e 11$ e r feiner eignen Taktik zum Opfer, er bummelte anfänglich zu sehr und konnte trotz seines mächtigen Endspurts nur den sechsten ptah belegen.

Sieger blieb der junge Hamburger König in 1:55,2 Minuten. Einen neuen deutschen Rekord stellte Bornhöft- Limbach im Hochsprung mit 1,94 Meter auf. Neue Bestleistungen gab es auch im Schleuderball durch Groß-Fengels (Berlin) mit 65,74 Meter und durch Blaok - Königsberg im Steinstoßen mit 11,07 Meter. Diese beiden letzteren Wettbewerbe wurden bislang in ber deutschen Re­kordliste nicht geführt. Das Speerwerfen hotte sich W e i m a n n - Leipzig mit 69,25 Meter. Im Drei­sprung kam mit Sälzer- Hamm Sieg (13,80 Tie­fer) wieder ein neuer Mann in Front, Der bisherige Meister Drechsel-Thalheim konnte nur Dritter wer­den. Wie Peltzer und Drechsel, so wurde auch S y - ring über 5000 Meter aus der Meisterschaft ver­drängt. Der junge Gebhardt- Chemnitz siegte in 15:03,5 Minuten vor dem alten Meister Syring.

Die 200 Meter brachten einen packenden End­kampf zwischen dem 100-Meter-Sieger Borch- meyer-Bochum und dem Hamburger Schein^ aus dem Borchmeyer in 21.4 Sek. nur mit Hand­breite Vorsprung als Sieger heroorging. Die 1500 Meter wurden von K a u f m a n n-Hannover in 4:00.1 Min. knapp vor Würker-Magdeburg, Schil- gen-Darmftabt und Göttmann-Hamm gewonnen. Alle vier Läufer lagen im Ziel dicht beisammen. Sehr zu kämpfen hatte auch N o 11 b r o ck - Köln, ehe er sich die Meisterschaft über die 400-Meter- Hürden in 54.6 Sek. mit geringem Vorsprung vor Scheele-Altona gesichert hatte.

Einen Höhepunkt bildeten die Staffelkämpfe.

sich der stets in Führung liegende Hamburger SD. in 3:19.6 Min. vor dem ASD. Köln und der Polizei

n.

Die erfreulichste Tatsache der Deutschen Leicht- athletik-Meisterschasten in Köln war auch am zweiten Tage da« Gmporkommen der jungen Rachwuchsleute. Wenn eS auch nicht überall Rekordleistungen gab, so sah man doch in fast allen Wettbewerben viel junge«

lieber 4 mal lOO-Tleter siegte überraschend Preußen- Krefeld in 41.5 Sek. knapp mit Brustbreite vor Tus. Bochum. Bochum wurde erst 10 Meter vor bem Ziel durch den famos laufenden Hendrix vom ersten Platz verdrängt. Den dritten Platz belegte die Frank­furter Eintracht. Die 4 ma 1400 Meter-Staffel hotte

Element, das über kurz oder lang zu Spitzen- s leistungen befähigt sein wird. Wie schon am | in 3:19.6 Min. vor bem ASl Samstag, so konnten auch am Sonntag nur in Berlin. Die Ergebnisse folge

M Kamps um die Mermeisterschasten in Vreslau

Oie Vorrennen.

Bei schönstem Sommerwetter begannen am Sams­tag auf dem Breslauer Flutkanal bie Meisterschaften bes Deutschen Ruder- Derbandes. Da der Kanal nur den gleichzeitigen Start dreier Boote zuließ, zog sich die Abwicklung der Kämpfe sehr in die Länge. In den Dorrennen gab es im allgemeinen die erwarteten Ergebnisse. Im Achter waren bei der großen Zahl der Teil- nehmer nicht weniger als drei Dorläufe nötig. Im ersten triumphierte erwartungsgemäß die RG. Ger- mania/RC. Hamburg vor Mainz/Kastel, im zweiten siegte die Gießener Rudergesellschaft 18 7 7 unb ber Berliner RC. ließ sich ben dritten Dorlauf nicht entgehen. Jrn ersten Dorlauf des Viererohne" siegte Sturmvogel-Spindlers- seid überlegen unb im zweiten Treffen schonten sich die beiden großen Favoriten Amicitia-Mannheim und Mainz/Kasteler RG., da beide in die Entschei­dung kommen. Im Vierermit" siegten Der lirter RC. vor Etuf-Essen und dem weit zurückfol- genden Mainz/Kastel sowie Amicitia-Mannheim über ben Berliner RC. Gebr. Arentz (Godesberg) und Rosmann/Wällert (Frankfurt a. b. 0.) siegten im Doppelzweier erwartungsgemäß. Im Einer zeigte sich im ersten Lauf ber Tangermünder Deutsch dem Magdeburger Krakau überlegen und der Titelverteidiger D o h m e - Guben kam gegen den Frankfurter Paul nie ernstlich in Gefahr.

Oie Zwischenläufe.

Die Zwischenläufe zur 22. Deutschen Meister­schafts-Regatta in Breslau waren am Samstag sehr gut besucht. 3m Einer qualifizierte sich ter Frankfurter Paul durch einen Sieg in 7:32,2 gegen den Magdeburger Krakau für den Endlaus, in dem er mit Deutsch-Tangermünde und Dohme- Guben zusammcntrifst. Hilden Stange gewannen den Zwischenlaus im Zweier .ohne" gegen Gebr. Schröder-Königsberg. Die Westdeutschen treffen in ter Entscheidung auf Braun Möller (Berlin) und Günther. Dender (Mannheim). 3m Doppel-Zweier war kein Zwischenlauf nö­tig, da die Gubener Dohme Glaubich abgemeldct hatten. Doll Horn, Gebr. Ahrenh-Gotesberg und Rosmann Wollert /Frankfurt a. d. O.) bestreiten den Endlauf. 3m ViererOhne" kam die Mainz-Kasteler RG. durch einen sicheren Sieg über Alemannia Berlin in die Entscheidung, die sie mit Sturmvogel Spindlersfeld und Amicitia Mannheim zusammensührt. Dritter Teilnehmer im Vierer »mit ist (Stuf Essen, das RK. am Wannsee ausschaltete. Berliner RE. und Ami­citia Mannheim sind die Endlaufgcgner der Esse­ner. Für den Achter qualifizierten sich erst zwei Teilnehmer, Germ. Königsberg und Würzburger RD.

Richt so einfach war es, die drei Teilnehmer am Endlauf für den Achter festzustellen. 3m ersten Zwischenlauf siegte Germania Königsberg