Ausgabe 
14.1.1933 Erstes Blatt
 
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Einweihung des neuen Wehrkreiskommandos in Münster

Aus aller Welt

Die japanische Offensive gegen die provinzZehoi

Aus der Provinzialhauptstadt

Nordchina mit der umstrittenen Provinz Je hol und den japanischen Kriegsoperationen.

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Amerika und die Philippinen.

Washington, 13. Jan. (TU.) Das ximerifa- nische Repräsentantenhaus überstimmte mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit Hoovers Beto gegen die Gewährung der Un­abhängigkeit and ie Philippinen. Man erwartet nunmehr mit Spannung die Abstimmung im Senat.

würden und daß alle Sfaafen in den TTtanöaf»- gebielen gleichberechtigt fein mühten.

Vielleicht komme auch die Zeit, wo dieses Prinzip erweitert und auf andere Gebiete ausgedehnt wer­den konnte.

3nnerpolififdje Schwierigkeiten pau'.-Voricours.

Deutsches Bolkstumsrecht in Riga wieder bedroht.

Riga, 13.3an. ($11.) Mehr als ein Jahr nach der Enteignung desRigaerDvms. der größten deutschen Kirche Lettlands, haben die Letten einen erneuten Anschlag gegen Deutsches Eigentum gemacht. Die neue lettische Domverwaltung hat an den Dorstand der deutschen Domgemeinde zwei Schreiben ge­sandt, in denen Heberlassungder beiden Domfriedhöfe mit ihren Kapellen und die Auslieferung des Kirchenschahes der deutschen Domgemeinde verlangt wird. Beim Kirchenschatz handelt es sich um ein schönes altes silbernes Altar- und Abendmahl­gerät, das mehrere hundert Jahre alt ist. Der eine Friedhof gehört zu den ältesten der Stadt und enthält Gräber aus mehreren Jahrhunderten.

freudiges Ereignis im bulgarischen Königshaufe.

Die Königin von Bulgarien ist in Sofia von einer Prinzessin entbunden worden. Die beiden Stuttgarter Professoren Dr. Mayer und Dr. Baltzer, die, zur Entbindung der Königin nach Sofia berufen, in Wien mit einem Flugzeug nach Sofia gestartet waren, muhten infolge dichten Nebels an der ungarischen Grenze n o t l a n d e n. Die beiden Aerzte lehr­ten nach Wien zurück, von wo sie mit dem Ex- prehzug nach Sofia reisten.

Versteigerung einer Besitzung des Prinzen Leopold von Preußen.

Im Februar wird die den Erben des Prinzen Leopold von Preuhen gehörende Besitzung Montalbano in Lugano-Gentilino zur öffentli­chen Bersteigerung gelangen. Sie umfaßt das von Baurat Clemens errichtete Schloß, eine Billa, eine Reihe landwirtschaftlicher Ge­bäude und 85 000 Quadratmeter Land, hat 2,5 Millionen Francs gekostet, ist auf 825 030 Francs eingeschäht und wird ganz oder parzelliert ver­steigert werden.

Die Fliegerin Winifred Spooner gestorben.

Die bekannte englische Fliegerin Miß Winifred Spooner, die auch an den Europa-Rundflügen 1930 und 1932 teilgenommen hat, ist nach kurzer Krankheit im Alter von 32 Jahren in Leicester g e - st o r b e n.

Schwere Strafen für Tabakschmuggler.

Das Schöffengericht in Düsseldorf verurteilte die Schmuggler Heinrich Schommer und Wilhelm Heuth zu drei Jahren zwei Wochen bzw. drei Monaten Gefängnis sowie zu Geldstrafen

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General v o n j) a m m e r ft e i n , der Ehef der Heeresleitung, nimmt die Parade ab Im Hintergrund das neue Gebäude, das von jetzt ab der Sitz des Wehrkreiskommandos 6 in Münster sein wird.

Japanische Bomben auf chinesische Stellungen.

Wukden, 13. Jan. (TU.) Wie amtlich ge­meldet wird, haben mehrere japanischeDom- benflugzeuge am Donnerstag die chine­sischen Stellungen beiSchanhaikwan wiederum mit Bomben belegt. Die Derbin- dungen zwischen der chinesischen Front und der Etappe seien vollkommen zerstört.

Englisch-amenkanischefprotestinTokio.

London, 13. Jan. (WTB.) Reuter meldet aus Tokio: Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, hat der b r i t i s ch e B o t s ch a f t e r gestern den Außenminister aufgesucht und ihn auf- tragsgemäh aus die Bedrohung der bri­tischen Interessen in Rordchina durch die dortige gespannte Lage hingewiesen.

Auhenminister Graf 11 t s ch i d a empfing fer­ner den amerikanischen Botschafter zu einer längeren Unterredung über die politische Lage in Rordchina. Der Botschafter betonte, dah durch die Zusammenstöße zwischen japanischen und chinesischen Truppen in Rordchina die ame­rikanischen Interessen in' erheb- lichem Mähe verletzt worden seien. Graf lltsch'.da erklärte, er werde die Mitteilung dem japanischen Kabinett zur Kenntnis übermitteln.

Staat als ein bedeutsames Ergebnis der Friedens- vcrträge und gleichzeitig als eine wichtige Lehre hinsichtlich der M a n d a t s f r a g e im allgemeinen. Amerika habe bereits im Mai 1920 darauf gedrun­gen, dah die in Artikel 22 der Völkerbundssatzung niederaclegten Grundsätze von den Mandataren strikt befolgt würden Nach einigen Differenzen zwischen England und Amerika über dieses Recht der Vereinigten Staaten, eine Kontrolle in M a ndatsfragen auszuüben, habe auch der Völkerbund den amerikanischen Standpunkt aner­kannt, und 1924 seien entsprechende Verträge abge­schlossen worden.

Amerika Halle hinsichtlich der Wandale daran fest, dah diese weder Eigentum der wandatare werden, noch unter ihr Protektorat gestellt

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Paris, 13. Jan. (TU.) Ministerpräsident Paul -Boncour empfing am Freitag den von der sozialistischen Kammerfraktion eingesetzt' Ausschuh unter Führung von Leon D l u i._ T^e Sozialisten verlangen umgehend Kenntnis­nahme des Regierungsplanes mit allen Einzelheiten,^ damit sie ihre Zusatzanträge und Gegenvorschläge ausarbeiten tonnen. Blum teilte dem Ministerpräsidenten ferner mit, dah Die Sozialisten nicht für die von der Regierung g forderte^ dringende Beratung stimmen würden. La zur Amrahme dieser Forderung eine

** Das Amt des Kreisfeuerwehr­inspektors, das durch den Tod von Kreis­feuerwehrinspektor Dickore freigeworden ist wurde zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Dis zur endgültigen Wiederbesetzung wurde auf Be­schluß des Kreisausschusfes Gießen der Oberfeuer­wehrmann Sommerlad von der städtischen Derufsfeuerwehr Gießen mit der stellve-tretungs- weisen Ausübung des Amtes beauftragt. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Lang Göns, Karl Konrad Schäfer, wurde zum stell­vertretenden Kreisfeuerweh inspektor ernannt

D i e Behandlung der Zugtiere im Winter. In einer Bekanntmachung im längsten Amtsverkündigungsblatt richtet das Kre.samt G:eßen an die Besitzer von Zugtieren und an die Leiter von Fuhrwerken die dringende Mahnung, bei Kälte un? Straßenglätte ernstlich darauf bedacht zu sein, dah die Zugtiere vor nachteiligen Einflüssen bet Witterung nach Mög­lichkeit geschützt werden, dah namentlich: int

von je 700 000 Mark ersatzweise je ein Jahr Gefängnis. Die Verurteilten waren festgenommen worden, als sie mit einem gepanzerten Kraftwagen 12)^ Zentner Tabak über b i e Grenze schaffen wollten. Die hier verhängten Strafen sind die schwersten, die bisher in Westdeutschland wegen Schmuggels ausgesprochen worden sind

Der SowjetdampferSachalin" brennt.

Nach einer von der Funkstation Hokaido ausge- fangenen Funkmeldung ist der im Ochotskischen Meer in Seenot befindliche sowjetrussische DampferSa­chalin" in Brand geraten. Ein anderer sowjet­russischer Dampfer unbekannten Namens ist bereits auf dem Wege zur Unglücksstelle, nachdem die rus­sische Station Nikolajewsk ebenfalls die 808-Rufe aufgefangen hat An Bord des DampfersSachalin" befinden sich einschliehlich der Besatzung 254 Per- fonen. Bei den Fahrgästen handelt es sich durchweg um sowjetrussische Staatsangehörige.

Jener in einer amerikanischen Kaserne.

Sn Baltimore zerstörte ein aus unbekannter Ur­sache ausgebrochenes Feuer die Waffenhalle des 5. Regiments der Rationalgarde. In weitem Umkreis mußten die Häuser von den Bewohnern geräumt werden. Der Feuerwehr gelang es noch rechtzeitig, die Munition fortzuschasfen. Der Sachschaden wird auf vier Millionen Mark ge­schätzt.

Feuersbrunst In einer kurdischen Stabt

Die alte kurdische Stadt Kharput ist von einer gewaltigen Feuersbrunst heimge'ucht wor­den, der zwei Moscheen und Hunderte von Holz­bauten zum Opfer fielen.

Zweidrittelmehrheit notwendig ist. hat Paul-Don- cour bereits beschlossen, auf die Stellung der Vertrauensfrage zu verzichten, da dies unter den gegenwärtigen Umständen Selbst­mord bedeuten würde. Die Regierung will sich darauf beschränken, die beschleunigte Beratung zu verlangen, die die Zahl der Redner und die Dauer der Ausführungen jedes einzelnen 2lbge° ordneten auf ein Mindestmaß beschränkt.

Bei Finanzminister C h e r o n verwahrte sich eine Abordnung der Kriegsteilnehmer­verbände gegen die Absichten der Regierung, die Kriegsteilnehmerrenten zu ver­steuern. Eine Abordnung der Kleinhänd- ler erschien wenig später bei C Heron und for­derte _ den Verzicht der Regierung auf die Erhöhung de r Umsatzsteuer und die Zurückziehung der vom Finanzminister angemel­deten zehnprozentigen Erhöhung der Steuern für diejenigen Steuerzah'er, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht bis spä.'estens 1. Februar nachgekommen sind. Die Abordnung, die etwa 400 000 Kleinhändler vertritt, hat im Verlauf der Unterredung daraus hingewiesen, daß sie nicht davor zurückschrecken würden, in den S t e u e r st r e i k zu treten und ihre Geschäfte zu schließen, falls ihre Forderungen nicht berücksichtigt würden.

Amerika und die Kolonial­mandate.

Washington, 13. Ian. (WTB.) In einer Rebe vor bem Verbanbe ber amerikanischen Frauen­vereine bezeichnete ber Chef ber Abteilung für ben Rahen Osten im Staatsdepartement Murray ben Beitritt des Irak zum Völkerbung als fclbftänbiger

Turnverein von 1846, 20.30 Uhr,Daher. Hof", Mon"ts-R^rsammlu'a>. Reichsbanner S bwarz. Rot Gol , 2011 ;r, < ut hall am Cd l> ga et, Sonnwendfeier. Eis verein, 14: Meisters^-isren des Südwestdcutschen Eissportverbandes. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Tannenberg". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Das Schiff ohne Hafen."

Tageskalender für Sonntag: Stadtlheater, 15.15 b s 17.4 11 jr,Aschenb 5 eck. 19 bis nach 22 UhrDie endlose Straße". Oberhessischer Kunstvcrein, Turmhaus am Brand- Platz, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. Gustav- Adolf - Frauenverein, Stadtkirche, 20 Uhr, Licht- bilder-Vortrag überStanislau das Bethel des Ostens". Eisverein, 9 Uhr und 14 Uhr: Meisterschaften des Südwestdeutschen Eissport­verbandes. Lichtspie'haus, Dahnho strahe, 11.15 Uhr,Zu den Kopfjägern durchs Jnkareich"; ab 15 UhrTannenberg". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Das Schiff ohne Hasen."

Di e Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde veranstaltet am Donnerstag, 19. Januar, 20.15 Uhr, in der Reuen Aula der Universität einen Vortrag mit Lichtbildern. Dr. Karl Helbig (Hamburg) wird über das Thema Wanderungen in Jnsulinde" sprechen. RähereS ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Daten für Samstag, 14 Januar.

1742: der Astronom Edmund Halleh in Green­wich gestorben: 1874: Philipp Reis, der Er­finder des Telephons, in Friedrichsdorf bei Bad Homburg gestorben: 1905: der Physiker Ernst Abbe in Jena gestorben.

Daten für Sonntag, 15 Januar.

1622: der französische Lustspieldichter Moliöre in Paris geboren: 1791: der österreichische Dichter Franz Grillparzer in Wien geboten.

(Ates, uer Wochen Marktpreise.

* Gießen, 14. Jan. Cs kosteten autf bem heutigen Wochemnarkt: Süßrahmbutter P'unb 1.20: Landbutter 1,00 bis 1,10; Kochbutter von 0,80 an: Matte 20 bis 25; Wirsing (gelb) 8 bis 10; W.rsing (grün) 10; Weißkraut 6 bis 8; Rotkraut 8 bis 10; gelbe Rüben 8 bis 10; tote Rüben 8 b.s 10; Spinat 15 bis 20; Unter-Kohl­rabi 6 bis 8; Grünkohl 15; Rosenkohl 20; Feld- salat 80 bis 1,00; Zwiebeln 10: Meerrettich 30 b's 50; Schwarzwurzeln 25 b.s 30: Karlofteln 3; 2lepfel 18 bis 30: Dörrobst 35 bis 40: Honig 40 b'.s 45: junge Hähne 70 bis 90; Suppenhühner 60 b.s 80; Rüsse 35 bis 40; Tauben Stück 40 b:S 60; Käse 5 bis 10: Eiet (inl.) 11; Blumenkohl 30 b:s 60; Endivien 10 bis 25: Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 30; Kartoffeln Zentner 2,50 Mk.

Som Arb «teilt:

Die Durchs beschoss" ^roaram' beschassung si Der Arbeit Sesellschast s jchen Rente wöhrt werde

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Die Sltbi wertvoll 1933 beet slandsehu! handenet Bobentnlfi lalaufroani jediaen. 6 Arbeiten f Mitteln bi- und auch Mitteln vc

Oie schöne Gelassenheit.

Im Mittelalter wurden von den Kirchen- gelehrten die Trägen ganz besonders gescholten. Dante verweist sie in die Hölle, und nur noch einigermaßen Heilbare kamen ins Fegefeuer. Das deutsche Volk hat in feinen Märchen und Sagen eigentlich niemals die Trägen gelobt. Der faule und dumme Hans wat gar nicht faul oder dumm, sondern ließ gelassen seine Kräfte sich entwickeln, dann aber wurde er sehr lebendig, um seine Märchentaten zu tun, und der eigentlich Faule wird überall in der deutschen Ration recht gründ­lich verachtet.

Anders aber ist es um den Gelassenen, der ich nicht in ewig zitternder Rervosität bewegt, der weiß, dah Gottes Wasser über Gottes Land fließen muß, der nicht herzbeweglich jammert, er habe ein Stück Lebcnsglück verloren, wenn er warten und sich gedulden muh. Mit unserer Ge­lassenheit in kleinen Dingen ist es nicht weit her. Wenn Leute sich erholen wollen, regen sie sich vorher gemeinhin übet Kleinigkeiten derart auf, daß die schönsten Erholungsstunden mit dem Abebben der Aufregung vergeudet werden müssen, und komm einmal eine Verkehrsstörung, muh eine bureaukra .che Formel erfüllt werden, dann gerät sogar mancher Goethefreund, der die olvmvische Ruhe wen'.gstens in der Theorie als das beste Mittel gegenüber allen Wider­wärtigkeiten des kleinen Daseins ansieht, auher sich und aus seiner gewohnten Haut ...

Was ist Gelassenheit? Vor hundert Jahren schreibt der Dichter Gutzkow in fein Reise­tagebuch:

Sn strömendem Regen, bei nächtlichem Dunkel angelangt vor einem dieser erst vor kurzem zer­störten Zollstätten, dicht bei dem ersehnten Frank­furt a. M., wurde der Wagenzug von Zoll- Diktatoren und Polizeimännern angehalten. Je­der muhte seinen Pah zeigen."Se könne nicht nach Frankfort. Eie müsse zwanzig Täg häwwe von Berlin. Se hawwe nor erscht zehn!" Aber Darmstadt! Kann ich denn nicht über Offenbach?.. ..Wie Se wolle. Aber all eins: De Darmstädter verlange aach zwanzig Täg!" Was war zu tun? Ich mußte aussteigen, mein Gepäck einsordern und fernere zehn Tage aus meinem Geben streichen."

Der D chter Gutzkow, der sehr nervös war. wird diese zehn Tage wohl benutzt haben, um ein neues Werk auszudenken. Er rief nicht Holle und Himmel gegen die lächerlichen Vorschriften an, er blieb immerhin gelassen. Er hatte den festen Handgriff, auch aus den Widerwärtigkeiten sich herauszureißen und über ihnen zu bleiben. Daß es in Deu'schland anders wurde als es zur gelobten Biedermeierzeit Gutzkows war, ist uns nicht in allem bewußt, aber daß der Durch­schnittsdeutsche von heute an Stelle der Ge­lassenheit vielfach eine nervöse ..Betriebsamkeit" entwickelt, die manchmal gute Gelassenheitsmah­nung einprägen, die in dem alten Schweizer De- grühungswort für Wandernde und Bekannte lag: ..Zeit lassen!" Diese Gelassenheit ist das beste Zeichen für verhaltene, abgeklärte und nutzbar anzuwendende Kraft.

LZornoNzen

Tageskalender für Samstag: Stadttheater, 20.15 bis gegen 23 Uhr, Bunter Abend zugunsten der Winternothilfe. Sparer­bund-Volksrechtpartei, 17 Uhr, Katholisches Der- einshaus, Oeffentliche Versammlung. DHV., 20.30 Uhr im Heim, Jahreshauptversammlung. RdZ., 20.30 Uhr.Aquarium", Jahreshaupt­versammlung. Altersvereinigung 18831933, 20.15 Uhr, bei Alterskamerad Lamm, 1. Monats- Versammlung. Artillerie-Verein,Hess. Hof", Versammlung. 1. Reichskurzschriftgesellschaft, 20.30 Uhr,Stadt Lich", Generalversammlung.

Begleitmusik inderft-anzösisckienKommer

Paris, 13. Ian. (WTB.) In der Nachmittags­sitzung der Kammer wurde auf Antrag des Mi­nisterpräsidenten eine Jnterpellations- debatte über den chinesisch-japani­schen Konflikt zwar vertagt, aber in der Ge­schäftsordnungsdebatte konnten doch die einzelnen Interpellanten ihre Tendenz zum Ausdruck bringen.

Während der Abg. Fontanier (Sozialist) Ja­pan heftig angriff, weil es die feierlichsten, von ihm selbst eingegangenen Verpflichtungen verletzt habe, ergriff der rechtsstehende Abg. de F a st e s lebhaft für Japan Partei und erklärte, die Regierung Paul- Boncour dürfe die Verständigungspolitik mit Japan, das sich Frankreich gegen­über stets loyal verhalten habe und im Fernen Osten der Gendarm des Friedens sei, nicht zerschlagen.

Ministerpräsident Paul-Boncour versicherte, daß Frankreichs Politik im Fernen Osten unver­ändert bleiben werde. Seine Freundschaft zu Japan sei unbe st reitbar; im Völkerbund jedoch werde Frankreich sich von der Sorge um die Gerechtigkeit und den Frieden leiten (ajfen. Im Namen des Völkerbundes werde Frankreich bei diesem Konflikt, der immer e r n st e r werde, zunächst Worte der Beruhigung zu finden wis­sen und seine Bemühungen um den Ausgleich fortsetzen. Er bleibe bei der Politik des Völkerbunds­paktes

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