Ausgabe 
11.5.1933 Erstes Blatt
 
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sich dabei um das Geschäftslokal von Adolf Wäller & 60., Inhaber Ad- Wäller, handelte.

" Bund der 138er im Reich Wan schreibt uns: Zu Ehren der gefallenen Kamera­den deS ehemaligen 3. älnterelfäsfifchen Infanterie- Regiments Rr. 138, dem Regiment, in welchem der Körner deS Weltkrieges, der Dichter Walter Fier. den Heldentat fand, errichtet der Bund in Saarbrücken ein Ehrenmal. welches am 6. August 1933 eingeweiht wird. Die Feier ist mit einer WiederfehenSfeier verbunden. Auskunft erteilen R. Texter, Saarbrücken 3, Gustav-Bruch- ©trabe 30, sowie F. Ellenberger, Saarbrücken 6, Artilleriestrahe 84.

' Oesfentliche Bücherhalle. 3m April wurden 1335 Bände ausgeliehen. Davon tarnen auf: Erzählende Literatur 878, Literatur­geschichte 3, Zeitschriften 42, Gedichte und Dra­men 10, Iugendschristen 94, Länder- und Völkcr- kunde 95, Kulturgeschichte 9, Geschichte und Bio­graphien 88, Kunstgeschichte 1, Raturwissenschaft und Technologie 67, Heer- und Seewesen 4 Haus- und Landwirtschaft 11, Gesundheitslehre 11, Religion und Philosophie 6, Staatswissen- schaft 12, Sprachwissenschaft 2, Fremdsprachliches 2 Bände. Rach auswärts kamen 2 Bände.

(Strafkammer Gießen.

Gießen, 10. Mai. In der Strafsache gegen Berta 9lfm. von Gießen und Genossen wegen Be­trugs, wurden heute etwa 30 Zeugen vernommen. Es waren meist Geldgeber aus Frankfurt a. M. und aus der Alsfelder und Lauterbacher Gegend. Diese hatten im Vertrauen auf die Richtigkeit der von den Angeklagten gemachten Angaben und in der Hoffnung, bei der bald in Aussicht sehenden Aus nber Erbschaft entsprechend bedacht zu roer- träge bis zu 5000 Mark nach und nach Ge­geben. Manchen von ihnen waren von einzelnen An­geklagten vorgetäuscht worden, die Erbschaft bestünde aus zwanzig und mehr Millionen Pfund: Fässer voll Goldstaub, Truhen von Edelsteinen und wert­voller Grundbesitz sei vorhanden. Die Leute wurden auch dadurch zur Hergabe von Geld veranlaßt, daß ihnen Schenkungsurkunden über Summen bis zu 120 000 Mark ausgehändigt wurden, bei denen die Unterschrift der Berta 9lfm. ortsgerichtlich beglaubigt war. Die Geldgeber glaubten, die Behörde beschei­nige damit auch, daß die Erbschaft tatsächlich bestehe.

Die Verhandlung wird am Donnerstag fortgesetzt.

men» 2,75 Prozent, Gcsfürel 2,39 Prozent und die übrigen Werte etwa« bis zu 1 Prozent außer Lahmeyer, die gesucht waren und 2,50 Prozent ge­wannen. 3m allgemeinen betrugen die durch­schnittlichen Veränderungen 1 Prozent bei ziem­lich kleinem Geschäft. Stärker abgeschwächt waren von Wontanwerten Gelsenkirchen mit minus 3.25 Prozent, WanneSmann mit minus 2,75 Prozent, Rhemstahl mit minus 2,50 Prozent, und Harpc- ner mit minus 1,50 Prozent. Stahlverein waren behauptet. 3.-G. lagen mit 134,50 Prozent 0,39 Prozent niedriger, vorbörslich nannte man sie mit etwa 136 Prozent. Scheideanstalt erschienen mit Winus-Minus-Zeichen und gaben 3,50 Prozent nach. Fester eröffneten dagegen u. a. Kali Aschers­leben (plus 1,50 Proz.). Akkumulatoren Berlin (plus 2 Prozent), Reichsbank (plus 1 Prozent) und Wetallgesellschaft mit plus 1,25 Prozent. 3m Verlaufe unterlagen die Kurse kleinen Schwan­kungen, per Saldo blieben sie aber auf der er­mäßigten Basis unverändert. Lediglich Scheide­anstalt gaben erneut um 1 Prozent nach.

Am Rentenmarkt bestand anfangs lebhaftes 3ntereffe für Altbesitz, die um 0,75 auf 78,25 Prozent anzogen, im Verlaufe aber wieder auf 77,4 Prozent zurückgingen. Die übrigen variabel

gehandelten Papiere lagen schon von vornherein^ etwas niedriger und ließen später weiter leichttp nach Goldpsandbriese lagen uneinheitlich, jedoch meist unverändert, außer Rheinische Hvpotheken- bant, die etwa 0.5 Prozent anzogen Liquida- tionspfandbriese und Kommunalobligationen ten­dierten etwas höher, auch Staats- und Stadt­anleihen waren eher etwas freundlicher. Tages­geld war zu 3,25 Prozent etwas leichter.

Frankfurter Lchlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M, 11. Mai. Austrieb: 65 Stück Rinder: 1069 Kalber, 48 Schafe, 551 Schweine. Es wurden bezahlt: beste Mast- und Saugkälber 38 bis 41; mittlere Mast- und Saugkälber 33 bi» 37; geringe Kälber 25 bis 32. Schafe: Mastlämmer 25 bis 28; mittlere Mastlämmer 20 bis 24. Sä,weine: vollfleifchige, zirka 240 bis 300 Pfund Lebendge- wicht 34 bis 36; vollfleifchige, zirka 200 bis 240 Pfund 34 bis 36: vollfleischige, zirka 160 bis 200 Pfund 33 bis 35. Marktverlauf: Kälber schlep­pend, Schafe ruhig, beide geräumt, Schweine schlep­pend, ausverkauft. In der Woche vom 21. 5. bi» 27. 5. wird wegen der Veranstaltung der Mastvieh- ansstellung nur ein Schlachtviehinarkt am Mviztäg, 22. Mai, abgehalten.

Obecheffen

bekannt ist. Hier schlug der Rieder

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Wirtschaft

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die Qualitäts-Zahnpaste

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Blockhäuser und Flugzeughallen. Gerade vor zwei Jahren führte cand. med. Fritz Schmi d t° G i c - ßen am Rordwesthang des Dörnbergs seinen 44= Stundenflug aus, und wenige Monate später stellte Oberleutnant Hentschel- Kassel den beut- scheu Segelflugdauerrekord auf mit einem Flug von

Ridda- 3n den Aufsichtsrat wurden gewählt:

Gustav Wolfl.. Wohnbach ; Wilhelm P s e f f

en Polizei ihre geräumigen lugzeughallen. Gerade vor zwei

IVEA-CREME f* oder aber f NIVEA > ÖL

Dorsdors: Wilhelm Lehr II., Ruppertsburg; Wilhelm Pauly, Bettenhausen; Adolf Diet­rich, Langd; Wilhelm R e i ch h a r d t II., Rod- Heim, Wilhelm Sang, Rabertshausen; Fried­rich Keil, Steinheim; August Müller, Ber­stadt; H. Lindemeier, Obbornhofen; Heinrich Petri, Ober-Bessingen; Louis Dietz, Inheiden; Ludwig Müller V., Bellersheim; Hermann Koch, Dillingen; Bürgermeister I ö ck e l, TraiS- Horloff. Der langjährige Direktor der Genossen­schaft K l i n g e l h ö f f e r, der im 93 Lebensjahre steht, wurde in Anbetracht seiner Verdienste von der Versammlung zum Ehrendirektor ernannt.

Rabertshausen, 7. Mai. Dieser Tage sand die erste Sitzung des neugewähltei, Gemeinderates im hiesigen Rathaus statt. Rach der feierlichen Einführung und Vereidigung brachte Pg. Lehrer Roth den Antrag ein, Reichs- Präsident von Hindenburg, Reichskanzler Adolf Hitler und Staatspräsident Dr. Werner zu Ehrenbürgern unserer Gemeinde zu ernennen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Wettervoraussage.

Der Rordseewirbel hat sich noch Zentralcuropn verlagert und bestimmt unsere Wetterlage. Wohl bringt burch ihn zunächst noch etwas kühlere Luft vor, wobei gleichzeitig leichter Barometeranstieg er» folgt; jeboch wird dabei keine wesentliche Besserung aufkommen. Abermals nähert sich zwischen Island und Irland eine Störung, deren Einfluß später wieder zur Auswirkung kommen dürfte. Es wird somit das wechselhafte Wetter sortbeslehen, wobei die Temperaturen schwanken und die Niederschlags- tätigfeit erhalten bleibt.

Aussichten für Freitag: Etwas bestän­diger, jedoch noch wechielnb-wolkig, zwischenzeitlich etwas aufheiternd, zunächst noch kühl, einzelne schauerartige Niederschlage.

Aussichten für Samstag: Wieder mehr wechselhaftes Wetter, etwas wärmer, zeitmeife Nie­derschläge.

Lufttemperaturen am 10. Mai: mittags 13,2 Grad Celsius, abends 9 Grad; am 11. Mai: morgens 8,1 Grad. Maximum 13,8 Grad, Minimum 7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Mai: abends 15 Grad; am 11. Mai: morgens 10,7 Grad Celsius. Niederschläge 4,8 mm. Sonnenschein- dauer 5% Stunden.

Verein für Luftfahrt Kassel fein La auf, und bald danach erbauten die Akademisc, Fliegerabteilung Deutscher Burschen- sch öfter und die Segelfliegergruppe

über 16 Stunden.

Obwohl die Wasserkuppe als die Hochburg des deutschen Segelflugsports anzusehen ist, so hat der Dörnberg ihr gegenüber doch einen großen Vorzug. Wenn nämlich, in den Zeiten der Frühjahrs- und Herbststürme die grauen Regenwolken dcchinjagen, bann ist sie fast bauernb in Wolken gehüllt, es herrschtbicke Knoofe", wie ber Segelflieger sagt während der wesentlich niedrigere Dörnberg davon verschont bleibt.

Auch in diesem Jahre hatte die Akademische Flie­gerabteilung Deutscher Burschenschafter in ihren Reihen zur Teilnahme an Gleit- und Segelflug- kursen auf dem Dörnberg aufgerufen, an denen auf Grund einer mit ber Akabemischen Fliegergruppe Göttingen gebilbeten Arbeitsgemeinschaft im März dieses Jahres zum erstenmal 14 Mitglieder bjefer Gruppe sich beteiligten. Von ber Akademischen Flie­gergruppe Gießen hatte sich mein Bruder, cand. med. Fritz Schmidt, zum ehrenamtlichen Flug­lehrer des Fortgcschrittenenkurses verpflichtet, wäh­rend ich als Gast teilnahm.

Cagcrleben ...

Als wir zu Beginn des Monats März hier oben ankamen, lagen noch 10 Zentimeter Sdjnee. Trotz­dem es nachts empfindlich kalt war, wurde jeden Morgen um Punkt 6 Uhr aufgestanden. Um 6 Uhr 5 erschallt das Kommando:Heraustreten zum Früh­sport!" Nur leicht bekleidet wird ein Waldlauf ge­macht, oder es werden am Waldrand Freiübungen ausgeführt. Danach erfolgt die Morgenwäsche im Freien, die jedoch erst durch die Zertrümmerung ber auf dem Waschbecken befindlichen, Zentimeter- bicken Eisbecke ermöglicht wird. Alles wäscht sich mit ber Ueberzeugung, daß bic im Wasser herum- schroimmenben Eisstücke sehr zur Erfrischung bei»

Vom (Segelflug aus dem Dörnberg

Von cand. Phil. Karl Schmidt.

I

Etwa 15 Kilometer westlich von Kassel liegt der Dörnberg, ein Basaltmassiv von 560 Meter Höhe ü. M., das schon feit Jahren als Segelfluggelänbe

ft($?¥rfjut.,!n rber, daß sämtliche vorgebrachten Ein­wendungen als oollftanbig unbegründet zurückzuwei- sen waren. So konnte Herr *yin endlich als

Bürgermeister in fein Amt cingeführt*"Derben. Dieser Tage wurde unser neuer Bürgermeister auch als Vorsteher des hiesigen Ortsgerichts und Standes­amtes verpflichtet.

Z Großen-Linden, 10. Mal. Vor kurzem trat unsere langjährige Krankenschwester Elisabetl) Schäfer in den wohlverdienten Ruhestanb. Schwester Schäfer versah ununterbrochen 41 Jahre hindurch ihren schweren Dienst in opferfreudiger Pflichterfüllung. Es wird kaum eine Familie in unserer Gemeinde geben, ber Schwester Schäfer, bic infolge ihrer langjährigen Tätigkeit über große (Er­fahrungen auf bem Gebiete ber Krankenpflege ver­fügt, nicht mit Rat unb Tat zur Seite gestanden hat. Schwester Schäfer erfreut sich hier allgemeiner Be­liebtheit; für ihre segensreiche Tätigkeit gebührt ihr Dank unb Anerkennung ber gesamten Einwohner­schaft. Möge es Schwester Schaser, bie heute im 71. Lebensjahre steht, vergönnt sein, noch viele Jahre bei bester Gesunbheit im Ruhestand zu verbringen. Als Nachfolgerin hat Schwester Äaroline S d) ä fer aus Nonnenweier den Dienst als Krankenschwe­ster in unserer Gemeinde übernommen.

k Hungen. 10. Mai Die Molkerei­genossenschaft Hungen hielt dieser Tage im Saale derTraube" eine außerordentliche Generalversammlung ab, zu der sich etwa 300 Mitglieder eingefunden hatten. Die Einberu­fung hatte sich durch den Rücktritt deS ge­samten Vorstandes ergeben- Die Rcuwahl hatte folgendes Ergebnis: Zum Direktor wurde einstimmig Heinrich Schneider, ^Itphe. ge­wählt. Der Vorstand seht sich aus folgenden Personen zusammen: Ferdinand Kammer, Htm- gen; Heinrich Serth, Ronnenroth; Heinrich Weller 111., Langsdorf; Gustav Belzer, Geiß-

Kreisverbandstagung der Frauen­vereine des Kreises Gießen.

* Beuern, 10. Mai. Wohl selten hat unser Dorf und unsere evangelische Kirchengemeinde so viele Gäste empfangen wie bei der Verbands- Versammlung dec evangelisch - kirch­lichen Frauenvereine des Kreises Gießen. Aus den Gemeinden Allendorf an der Lumda, Daubringen, Lollar-Kirchberg, Mainz­lar, Ruttershausen, Staufenberg, Trais a. d. Lda., Odenhausen, Geilshausen, Allertshausen. Bersrod und Göbelnrod waren die Frauenvcreine gekom­men. Die Tagung wurde mit einem Festgottes­dienst in der Kirche eröffnet. Der Kirchengesang- vercin unter Leitung von Herrn Schomber be­grüßte die Teilnehmer mit dem Lied ,2ch hebe meine Augen auf..Pfarrer Becker (Gießen) legte seiner Predigt Stellen aus Pred. 3 und Matth. 16 zu Grunde und führte u. a. aus, daß man an dem Tage der nationalen Arbeit auch der unermüdlichen Arbeit der christlichen Hausfrau und Mutter gedenken müsse, die Tag um Tag, Stunde um Stunde ihre Pflicht erfülle und zwar nicht eines Lohne- halber, sondern, die ihre Ar­beit als Würde empfinde. Arbeit um Lohn allein bringe keine Befriedigung, ebenso wie Arbeit ohne Gebet keinen Segen bringen könne. Rach einem weiteren Liede des Kirchenchores begrüßte Dekan Buhmann (Lollar-Kirchberg) die Gäste, u. a. auch den Superintendenten für Oberhessen, Ober­kirchenrat D. Wagner (Gießen), und gab seiner Freude Ausdruck über die starke Beteiligung, die beweise, wie notwendig Zusammenkünfte dieser Art seien. Er ermahnte die Frauen, ihren Glau­ben und ihr Deutschtum vor der Welt zu beken­nen. Frauenvereine müßten Quellen des Lebens fein, bestes Baumaterial zum Wiederaufbau un­seres Vaterlandes.

Rach einer Kaffeepause, bei der die etwa 700 auswärtigen Teilnehmer in den Familien der hiesigen Gemeindeglieder gastliche Bewirtung fan­den, trafen fich die Vereine noch einmal in der Kirche zur Rachversammlung, die der Kirchen- gesangverein wieder mit vorzüglich vorgetragenen Chören umrahmte. Oberkirchenrat D. Wagner knüpfte an den Tag der nationalen Arbeit an und führte aus, daß der Tag ein Ehrentag im besonderen für die deutsche Frau sei. Fräulein Wahrendorf (Alsbach a. d. Bergstraße), die Geschäftsführerin des hessischen Hauptvereins der evangelisch-kirchlichen Frauenvereine, grüßte im Ramen des Verbands und richtete herzliche Worte an die Mitglieder. Für den Kreisverband Gie­ßen erstattete Frau Rau (Klein-Linden) den Iah- resbericht. Missionar Walther (Gießen), ein Sohn unserer Gemeinde, gab in dem VortragBe­reit zum Gottesdienst" Ermahnungen, tote die christliche Frau, insbesondere Frauenvereinsmit­glieder. Mitarbeiten könnten im christlichen Ge­meindeleben. Er forderte zur christlichen Liebes­tätigkeit auf, damit die Frauenvereine zum Segen der Gemeinden sich auswirkten. Als Vertreter des örtlichen Kirchenvorstandes dankte Pfarrer Schmidt allen Rednern und schloß mit Gebet unb Segen die Tagung. Die ansehnliche Kollekte kommt erholungsbedürftigen Frauen zugute.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 10. Mai. Unsere Mitbürgerin Luise Weller, Kirchstraße, vollendet am 11. Mai in kör- perlicher unb geistiger Frische ihr 7 0. Lebe n s - fahr. Ihr Ehemann Heinrich Weller, ßanbroirt, mürbe zwei Tage vorher 70 Jahre alt.

gck. Grohen-Buseck. 11. Mai. Am 14. Mai um 19.30 4lhr findet in unserem Gotteshause ein Kirchenkonzert statt. iL a. kommen Werke von Ioh. Seo. Dach. Händel. Mendelssohn- Bartholdy und GweU zur Aufführung. Mit­wirkende sind Frau Gertrud Wehl aus Gießen (Gesang). Pfarrer Müller (Violine), Rektor I n d e r t h a l (Orgel und Cello), cand. math. H. Inderthal (Orgel), der Posaunenchor unter Leitung von H. R i k o l a i und der Kir­chenchor (Leitung: Pfarrer Müller).

Harbach, 7. Mai. Zur Neubildung des hiesigen Gemeinderats wurde je ein Wahlvorschlag der NSDAP, und der SPD. eingereicht. Die NSDAP, entsendet 5, die SPD. 2 Vertreter. Als gewählt gel­ten für die NSDAP.. Wilhelm Müller, Land­wirt; Karl Friedr. Le sch Horn, Arbeiter; Otto Wünch, Landwirt; Karl Stumpf, Landwirt, Ludwig Herzberger, Landwirt; für die SPD.: Wilhelm Weiß, Landwirt; Heinr. Seip, Weber. Der alleinige Vertreter der NSDAP, im alten Gemeinderat, der Landwirt Heinrich Wünch VII, wurde schon im November 1931 mit Mehrheit zum Bürgermeister unseres Dorfes gewählt. Durch Ein­spruch gegen die Wahl wurde jedoch die Einführung des Neugewählten in sein Amt verhindert. Die Der­bandiungen am Kreis- und Prooinzialausschuß in Gießen sowie am Verroaltungsgerichtshof in Darm«

* Continental Gummi-Werke, H an­no n e r. Die GV. genehmigte den bekannten Ab­schluß für 1932 unb setzte bic Dioibenbe aus roieber 8 v. H. fest. Ueber bie Geschäftslage äußerte sich Generalbirektor Tischbein wie folgt: Die im we- schästsbericht erwähnte Belebung bes 3n!anD5ge- jcyäftes habe angehalten und fei gegenüber dem bes Vorjahres als sehr befriebigenb zu bezeichnen, .we Preise für Rohmaterialien seien weiter bie Verkaufspreise seien jeboch weiter sehr gedrua. Das Exportgeschäft leibe nach wie vor unter Der Weltroirtschaftslage. Der Exportumsatz fei roeiter zurückqegangen, aber bie Gesellschaft nähere stw bem Punkte, wo Umsatzrückgang unb ^ntoJteJ?ru* gang in bas richtige Verhältnis kommen und direk i Verluste vermieden werden. Von dem Abgehen de Dollars vom Goldstandard werde die Gesellscya t nur wenig betroffen. '

CB c t g m an n » ® l c 11 r i d i t ä t ro c r e- AG.. Berlin. Der auf den 13. 3um emzube rufenden Generalversammlung soll ^rgesch 9 werden, das bisherige 2lkt^nkaplla ,von 44 H lionen in eine Firma im Verhältnis von 5 1 au 8.8 Millionen Mark hcrabzusetzen. Der.Vierve, entstehende buchmäßige LIeberschrch ~ * 193]

lionen soll zur Deckung der in den Iahren iwi und 1932 entstandenen Verluste von >ng s 21.9 Millionen Mark, sowie Sondern sch bungen von 8.4 ^hongt^ ^ÄnS Ferner werden 0.88 Juul-< = D^üd- neuen Reservefonds, 2 MtUwne ^Betriebs-

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d. h. auf rund 60 Prozent des Vorjahres zurückge- gangen. Etwa im gleichen Verhältnis hat sich der Auftragsbestand gegenüber bem Vorjahre Dermin- bert. Infolge bes stark abfinfenben Umsatzes unb ber hierdurch bedingten, sich immer ungünstiger gestal­tenden Ausnutzung der Produktionsstätten hat die Gesellschaft im vergangenen Jahre einen erheblichen Betriebsverlust erlitten. Sonderabschreibungen sind in Höhe von insgesamt RM. 41.6 Mill, vorgenom­men, wovon RM. 32,5 Mill, auf Beteiligungen ent­fallen. Insgesamt wird noch Auszehrung des Re­servefonds von RM. 42 093 870 ein Verlust von rd. RM. 30,6 Mill, auf neue Rechnung oorgetragen. Die finanzielle Reorganisation der Gesellschaft wird bis zur Klärung der wirtschaftlichen Verhältnisse ver­schoben. Im laufenden Jahre hat sich der Geschäfts­gang entsprechend den Erwartungen der Gesellschaft zu einer gewissen Stabilität entwickelt. Die Aus­nutzung ber Produktionsstätten muß allerdings noch als ungenügend bezeichnet werden.

Frankfurt schwacher.

Frankfurt a. M.. 11. Mai. (WTB. Draht- mclbung.) Gegen die erhöhten Kurse im Dor- börsenverkehr auf Grund der festen Haltung Wall­streets und in Rachwiriung der Erörterungen über die organische Zinssenkung eröffnete die amtliche Börse enttäuschend. Auf dem erhöhten Riveau lagen offenbar seitens der Kundschaft einige Der- kaufsorders vor. die die Spekulation zur Zurück­haltung und teilweise auch ihrerseits zu Gewinn­mitnahmen veranlaßten, so daß die Kursbildung zwar uneinheitlich, jedoch gegenüber der Abend­börse überwiegend etwas schwächer war. Die Aus­führungen des Reichskanzlers auf dem Kongreß der knitschen Arbeitsfront fand starke Deach- tung.

Bon ungünstigem Einfluß war der enorme Ber- lustabschluß bei AEG., der besonders aus die Kursgestaltung am Elektromarkt eine nachteilige Wirkung hatte. AEG. verloren 1,25 Prozent. Sie­

tragen. Um 7 Uhr wird angetreten. Die Befehle für den Flugdienst werden entgegengenommen, und gerne hört man:Zum Kaffectrinken weggetreten!" Um 8 Uhr beginnt der Flugdienst, ber, bei Einschal­tung einer Mittagspause von 12 bis 14 Uhr unb einer Kaffeepause von 16 bis 17 Uhr, bis 19 Uhr bauert. Abenbs fitzen Fluglehrer unb -schiller in gemütlicher Runbe ohne Alkohol bei Sang unb Spiel zusammen. Flugerfahrungen unb fliege- rische Erlebnisse werben in lebhafter Aussprache er­örtert, unb nur zu schnell vergehen bie Shinben. Punkt 10 Uhr gehen im Schlafraum bie Lichter aus. Zu einem harten Lagerleben gehört auch ein hartes Bett, bas aber nach ben großen Anstrengungen bes Tages nur als angenehm empfunben wirb.

Achtung in Fliegerdeckung!"

Dies Kommando kennt jeder, der schon mehrmals zum Wasserholen gefahren ist. Dabei hat man näm­lich einen Geländeabschnitt zu durchqueren, über bem bie oben am Dörnberg ober an ber Immels- burg gestarteten Flugschüler meist schon ans Lan­den denken ... Und diese Flugschüler, die sich zur Landung mit besonderer Vorliebe Hindernisse wie Bäume, weidende Kühe, große Steinhaufen, Harm- lose Menschen usw. auszusuchen scheinen, sind der­art rücksichtslose und gefährliche Burschen, daß man sich längst daran gewöhnt hat, sie alsfeindliche Flieger" anzusehen. Wir ziehen mal wieder mit un­tererKanone", dem Wassersaß, durch den gefähr­lichen Abschnitt, und haben wie so manchmal bas Pech, daß oben an ber Immelsburg so einFlug- schiller" biefe Bezeichnung ist schon fast zum Schimpfwort herabgesunken! zu einem Uebungs- flug startet. Wir machen Halt, um ihn besser be­obachten zu können.Menschenskind!" ruft da einer neben mir,was macht ber benn jetzt? Der Kerl brückt ja die Kiste auf die Schnauze! Der verfährt nach dem bewährten Spruch:

Wird dir's oben nicht geheuer. Gib nur feste Tiefensteuer!"

Wie bie Drähte pfeifen! Da kommt er wahrhaftig genau auf uns zugebraust ... Wir brüllen uns einanber zu:Achtung!--In Fliegevbeckung!"

Alles wirft sich zu Boden.

Ganz dicht überfliegt er uns. Erst jetzt zieht er wieder Höhensteuer.Damit kannste nun feinen Eindruck mehr bei uns schinden", sagt ein Kame­rad ganz trocken, dem sich entfernenden Flugzeug zugewandt. Sekunden später erfolgt die glatte Lan­dung, 200 Meter von uns entfernt ...

(Fortsetzung folgt.)