Ausgabe 
11.4.1933 Erstes Blatt
 
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Dienstag, U.April (935

Nr. 86 Erstes Blatt

185. Jahrgang

sich

tischen Lebens wünschen.

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56

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der hat

Polizeistreifen. Der deutschen Bevölkerung hat starke Erregung bemächtigt.

Deutscher Protest in Warschau.

15

10 ölen-

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für \ mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20 , mehr.

Chefredakteur

Dr. Fnedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den An­zeigenteil i.D.TH.Kümmel sämtlich in Dietzen.

Warschau, 10. April. ($H.) Die beabsichtig­ten Folgen der seit mehreren Tagen besonders von der Regierungspresse und vom Westmarken­verein betriebenen Hetze waren deutschfeind­liche Kundgebungen in Lodz. Da nur Meldungen der polnischen Presse vorliegen, sind die Vorgänge im einzelnen nicht bekannt. Zunächst zogen die Demonstranten vor das deutsche Konsulat und beschädigten mit Steinwürfen das deutsche Hoheitszeichen. Im Zusammenhang damit hat der Lodzer Wojewode dem deutschen Konsul sein Bedauern zum Ausdruck gebracht. Ferner überfielen die Demonstranten die Re­daktionen derDeutschen Freien Presse" und desL o d z e r V o l k s t a g e s", sowie das deutsche Gymnasium. Da die Polizei gar nicht oder nur in un­genügender Zahl vorhanden war, wur­den die Einrichtungen in den Redaktionen und Gymnasien vollständig zerstört, sowie sämtliche Fensterscheiben zerschlagen. Die deut­schen Schriften und Bücher wurden auf einen Hau­sen geworfen und angezünde t. Aus allen Zeitungsständen wurden gewaltsam sämtliche deut­schen Blätter und Schriften entfernt und öffentlich vernichtet. Sogar einzelnen Personen wurden in Cafes und Restaurants die deutschen Blätter aus den Händen gerissen und vernichtet. TI. a. wurden auch die beiden deutschen Buch­handlungen in Lodz, Ruppert und Erdmann, gestürmt und völlig zerstört.

Der Verband der Polen in Deutsch-Oberschlesien hat an den Generalsekretär des Völkerbundes ein Telegramm gerichtet, in dem in Anbetracht der Polenverfolgungen" im Reich unver­züglich um die Einberufung einer außerordent­lichen Tagung des Dölkerbundratesge-

Adolf Hitler und die Kunst

Eine aufschlußreiche Unterredung mit dem Reichskanzler.

Oie Verfaffungsreform in Portugal.

Korporative Tendenzen nach deutschem Vorbild.

Lissabon, 10. April. (WTB.-Funkspruch.) In Portugal hat eine Volksabstimmung stattgefunden, in der die neue Verfassung mit überwälti­gender Mehrheit endgültig angenom­men wurde. Don insgesamt 1 330 258 eingeschrie­benen Wählern haben 1 292 864 für die Verfassung gestimmt; gegen sie stimmten 6190, und 666 abge­gebene Stimmen waren ungültig.

*

Mit der Volksabstimmung ist die Diktatur des Generals Carmona nach sieben wechsel-

3,047 170-03 73.58 64.2» 76.02 14,38 0,828 4.200 58.68 91,515

6,545 81, 35.46 82.12 0,g 0.H 5,! 85 13,08

Berlin. 10. April. (WTD.) Auf Grund deutschfeindlichen Ausschreitungen in Lodz _ der deutsche Gesandte in Warschau den Auftrag erhalten, bei der polnischen Regie­rung energisch gegen die Tlebergriffe und die

iE tX ss,y 63.87 14,34 1.505 K 73.40 2,46 7-4 814 35,88

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16,585 81,43 35.54 82.?8 0,90! 0,241 5,145 13,10

eireidebörse.

, Diil. Die Teschasts- hielt an und wurde ehende W* icicrtage verstarb zu besonders Dom W ssen blieben die Preise, Angebols, ziemlich e )ek-ideieZM/lf in Marli Weizen 210, Geiste 180, Hafer 1» fi'iöö und niedcrrhem Ä 24.50, Beug

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M. M^rcibungen I einer Dividende von dbörse fester. Avril. An der Abend- er fehlenden Kunden- nung war jedoch etwas Aufwärtsbewegung der die festen Meldungen S die erneute Mnung rhaltung der Aart auf I der BIZ von Anre- he fanden in IG.-Far- igenübet dem Derliner tt. Im übrigen blieben ur Duderus Eisen lagen ) gaben 0,75 Prvz. nach, IG.-Farben weiter et- Motoren waren brach-1 äter bröckelten sie aller- 3 Echluh der Msc er- Im Freiderkehr konn- c um 1 Proz. auf 43,5 rkte war die Haltung sähen freundlich. Späte n lagen mit 80,25 Pro- , ebenso zogen Deutsche an. Don Gvldpsand- tzypotheken-Dant Reihe if 90 Prozent erhöhens inl Sold Keife 1 bis I behauptet Aon 27u? viltürien mit 5,15 un aEUch5,Altbefih- 1,63, Deichsbaiü 140,23, t 84,75, Mannesmann iabfocrein 44, 216®. 31, en 35,75 bis 35,25 bis IG.-Farben 127,50 bis chrneycr 128,50, öchu^ort nden zum letzten Wale

Der Reichskanzler hatte mit der bekannten Schauspielerin Tony van Eyck eine Llnterhal- tung über künstlerische Fragen, die imAngriff" verösfentlicht ist. Hitler äußerte sich u. a.:Wenrn ich nicht Politiker wäre, dann wäre ich Künst­ler geworden. 3n gewissem Sinne bin ich es ja heute auch, als Baumei st e r a m B o l k. ilnb ich werd« immer Künstler in meine Rähe ziehen, weil sie Menschen mit Leben und mit Blut sind. Ich brauche das im Kamps gegen das Spießertum... Die Funkreportage vom Potsdamer Tag war erst ein Anfang. Das muß so werden, daß jeder plastisch vor Augen hat, was er hört. Man kann noch unend­lich mehr herausholen. Der Ton ist meiner An­sicht nach viel suggestiver als das Bild. Aber die Möglichkeiten des Rundfunks auszunuhen, das will erst gelernt sein. Ich war selber zuerst vor dem Mikrophon fast verzweifelt. Lind auch jetzt bin ich noch immer damit unzufrieden. Mit aller Kraft werde ich mich für die Entwicklung des Rundfunks einsehen.

Den Film will ich auf der einen Seite voll und ganz alsPropagandamittel ausnüt­zen, aber so, daß jeder Besucher weiß, heute gehe td) in einen politischen Film. Genau so, wie er iw Sportpalast ja auch nicht Politik und Kunst gemischt zu hören bekommt. Mir ist es zum Ekel,

papens Verhandlungen in Rom

Eine neue Katholische Partei? - Ein Reichskonkordat mit dem Vatikan?

Hemmungslose Oeuischenhetze in Polen.

Schwere Ausschreitungen der ausgewiegelten Masse in Lodz. Deutsche Zeitungen und Schulen demoliert.

zösischen Verständigung insbesondere einer inter­nationalen Regelung im allgemeinen Hinder­nisse bereiten werden. Ich habe den deutschen Regierungsmitgliedern bargelegt, wie sehr meine französischen Verhandlungspartner eine aufrich­tige Entspannung wünschen. Ich habe ihnen auseinandergesetzt, daß eine Dosis guten Willens beiderseits notwendig ist, um Erfolg zu haben. Da man den Macdonaldschen Ab­rüstungsvorschlag wenigstens als Diskussions­grundlage einmütig anerkannt hat, darf man mit der Möglichkeit einer Verständi -

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»W Hahr 1934 (L Mit 2euWn T Q ^ln^n. "en in

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Berlin, 10. April. (ERB.) Ueber die Ver­handlungen, die Vizekanzler v. P a p e n in Rom führt, meldet derVölkische Beobachter", die Frage der künftigen Haltung der Zentrums- Partei gegenüber der Reichsregierung werde dabei eine entscheidende Rolle spielen. Man glaube bereits zu wissen, daß der Papst kei­neswegs Einwendungen gegen die Regierung Hitler erheben werde; denn ihre Auffassung, daß zunächst in einem Staate Ordnung herrschen müsse, entspreche durch­aus der des Christentums. Insbesondere werde der Vatikan dem Kampf der Reichsregierung gegen den Kommunismus nicht die ge­ringsten Schwierigkeiten bereiten. Dem Vize­kanzler werde die Absicht zugeschrieben, in Deutschland eine neue katholische Par­tei zu gründen, die ein nationalsozialistisches Programm haben solle. Der langjährige Runtius in Berlin, Kardinal P a c e l l i, werde der Grün­dung einer solchen Partei zweifellos zu- st i m m e n. Dagegen werde in kirchlichen Kreisen vermutet, daß d e r P a p st von der Reugründung einer katholischen Partei wenig begeistert sei. Außerdem werde dem Vizekanzler v. Papen der Wunsch nachgesagt, daß ein Konkordat zwischen Deutschland und dem Heiligen Stuhl geschlossen werden solle, das in seinen Grund­zügen genau dem Konkordat entsprechen würde, das gegenwärtig zwischen Italien und dem Vatikan bestehe. Bei der heutigen Be- gegnung des Vizekanzlers mit dem italienischen Regierungschef Mussolini sie vermutlich aus- führlich über eine Reise des Reichskanzlers H i t - l e r nach Rom gesprochen worden. Wan nehme vielfach an, daß Reichskanzler Adolf Hitler Ende April in Rom eintreffen werde.

Norman Davis über seinen Berliner Besuch.

Norman Davis hat bei seiner Rückkehr aus Ber­lin einem Mitarbeiter desMotin" erklärt: Vor allem muß ich betonen, daß ich durchaus be­ruhigt zurückkehre. Man hat vielleicht zu­nächst befürchten müssen, daß die neuen Lenker Deutschlands eine deutliche Trennungslinie Zwischen ihrer Politik und der ihrer Vorgänger ziehen mutz­ten. Ich habe aber die Ueberzeugung gewonnen, daß Herr Hitler die Besprechungen fort- zuführen wünscht. Sicher ist keine Rede davon, daß Deutschland der Abrüstungskonferenz oder der Weltwirtschaftskonferenz fernbleibt. Aus den Em- drücken, die ich aus meinen Berliner Besprechun­gen gewonnen habe, ergibt sich, daß eine Aktion möglich ist, wenn die in Frage kommenden Mächte die notwendige Initiative ergreifen.

Ich brauche nicht zu sagen, daß weder Da lä­dier noch PaulBoncour einer Leutfch-ftan"

beten wird ,

Es hat allen Anschein, daß die polnische Regie­rung die Boykottaktion gegen Deutschland nun­mehr selbst in die Hand genommen hat. Dies beweisen die immer deutlicher werdenden und haß­erfüllten Boylottaufruse der Regie- rungspresse, des Westmarkenvereins und anderenOrganisationen, die sämt­lich unter dem Einfluß und der Führung der Re- gierungskreise stehen. Vom Westmarkenverein wurde für Sonntag eine Versammlung in Lodz einberufen, in der .weitgehende Beschlüsse über den Boykott deutscher Waren gefällt werden sol­len, was eine Erwiderung auf den in Deutschland wütenden Terror und die D e r f o l g u n g d e r polnischen Minderheiten sein soll . Deutschfeindliche Kundgebungen auch in Ostoberschlesien.

K a 11 o w i tz , 10. April. (TU.) Am Sonntag ver- anftaltete der Westmarkenverein in Myslo w > tz eine von langer Hand vorbereitete große deusich- feindliche Kundgebung. Zu der Veranstaltung waren alle erreichbaren polnischen Organisationen aus der gesamten Woiwodschaft Schlesien zusam- mengezogen worden. Die Redner ergingen sich, wie nicht anders zu erwarten war, i n ro u ft en Beschimpfungen gegen das Deuts cy- tum und wußten auch von ©reueltaten gegen polnische Staatsangehörige in Deutschland zu berichten. Polen wurde, falls man es in einen Krieg hineinziehen wollte | o = fort zu den Waffen greife n und nicht eher ruhen, bis alle Gebiete, in denen Polen wohnten, dem polnischen Staat e.?,n. D e,r,1 wären. Die polnische Bevölkerung mußte alle deut­schen Waren, Zeitungen und Firmen boykottieren. Zum Schluß wurden die polnischen Behörden drin­gend gebeten, beim Völkerbund Leschw er ­de einzureichen wegen der brutalen Be­handlung" der Polen in Deutschland.

Aehnliche Protestversammlungen fanden auch m anderen Ortschaften Ostoberschlesiens ftatt, so u. a in Tarnowitz und Knurow. Hier forderten die Red ner besonders zum Kampf gegen die deut- scheu Minderheitsschulen aus.

Antideutsche Kundgebungen in Posen.

Bolen 11. April. (WTB. Funkspruch.) Eine große Schar von Studenten und jugendlichen zog aeftern ki ben späten Abendstunden durch die Straßen der Stadt und holten aus den Zeitungskiosken die deutschen Zer tunaen Zeitschriften undMagazine h e r a u s' Die Schriften wurden auf dem ehemali­gen Wilhelmsplatz zu einem ^^^^usenaufge- schichtet und in Brand gesteckt. Wahrend

e U un? e n luf gef o^rder/. Aeh^iche Kund-

SÄu^n°:nn-ften Giften fomie beitat StroSenbänMcrn 2 e m o n ft r a » en. t r u p p s die sich die deutschen Zeitung enjeben ließen, ui^i sie zu verbrennen. In einigen ^en wurden auch andere Waren aus den Ge­schäften gestohlen. Außerdem wurden bei einigen deutschen Geschäften b i e Firmensch 11 - b e r 3 r f d) l a g e n. Sie Aus chreitunaen zogen sich bis /um W-Nd hin. Erst gegen 19 Ühr - naq Schluß der Ausschreitungen erschienen

g u ng rechnen.

Zurück zum Reich!

Nordschleswig fordertRevifion derBerträge

Berlin, 11. April. (ERB.) DieRord- schleswigsche Zeitung" veröffentlicht eine Erklä­rung des deutschen Abgeordneten im dänischen Folteting Pastor Schmitt-Wodder, in der es heißt:Wir Deutschen in Rordschleswig be­grüßen mit Freude den nationalen Durchbruch im Deutschen Reich als einen festen Willen zur Wiedergewinnung der Freiheit. Die schleswigfchen Wählervereinigungen haben von Anfang an die Notwendigkeit einer neuen Entscheidung hervorgehoben, und wir erstreben eine Entscheidung, die die Verbindung Rordschleswigs mit Schleswig-Hol­stein und damit mit dem Deutschen Reich wieder fterftellt Mit vieler Erklärung hat die deutsche Minderheit in Rordschleswig offi­ziell d i e Foderung nach Revision der unmöglichen Grenzziehung gestellt. Das Echo auf dänischer Seite ist eindeutig: Ablehnung auf allen Seiten. Der deutsche Standpunkt ist klar: Der neue Staat wird die Volksgenossen jenseits der künstlichen Grenzen nicht im Stich lassen.

Erscheint tägltd),außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätler Heimat im Bild Die Scholle

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vollen Jahren wieder in konstitutionelle Bohnen eingelenkt. Die neue Verfassung ist wiederum eine republikanische die Hoffnungen der Monarchisten haben sich nicht erfüllt doch ist ihr Charakter, dem Zug der Zeit und den politischen Idealen ihrer Urheber entsprechend, nicht nur demo­kratisch, sondernkorporativ". Das Partei­wesen, das sich in Portugal zu einer besonders un- sympathischen Korruptions- und Günstlingswirt­schaft ausgearbeitet hatte, war jahrelang wie in

Verletzung von deutschen Hoheitszeichen E i n - I Spanien unter Primo de Rivera völlig aus- spruch zu erheben, die Bestrafung der geschaltet. Man hat offenbar aus den Erfah- Schuldigen und ausreichende Sicherung rungen des Nachbarlandes entnommen, daß für die für den Schutz der Hoheitszeichen zu Pyrenäen-Halbinsel eine Disziplinierung der fordern. Der deutsche Konsul in Lodz hat politisch-parlamentarischen Tätigkeit auf die Dauer bereits gestern bei dem Lodzer Woiwoden pro- zweckmäßiger ist als ihre Verdrängung in Geheim- testiert, worauf dieser dem Konsul sein De- bünde und revolutionäre Klubs. Diesem Versuch dauern über die Vorfälle vor dem Konsulat aus- I eines geläuterten Parlamentarismus im Rah » drückte. men einer berufsständischen Drbnung

macht die neue Verfassung, auf die italienische und deutsche Vorbilder eingewirkt haben. Gerade bas neue Deutschland wird dem vortugiesi- schen Volke einen vollen Erfolg bei der lleberwin- bung alter Mißbräuche unb Schwächen seines poli-

toenn unter dem Vorwand der Kunst I Der Korruptionsslandal beim oder Politik. Rur will ich es zwingen, daß die berliner Kranlenkassenverdand. Kunft auch toieberSIut in ine Adern 10. Slpril. (IU.) Gin Serireter der

LaL"di^L'Ängk°^riLbe7lrre7^ SÄM« haben H

loaenheit auszurotte'n das geschieht. Wer wirk- der raftimerten Führung der Bucher sind die vor- llch etwas^ kann,^"der brauU noch lange nicht genommenen Transakt.oner°er^ davorHeil" zu rufen. Der echte Künstler, der Öen bafe 3 u n a d) ft ö egt (am e n !8 0 r g a n fl e kommt von selbst zu uns, weil wir aufbauen... noch doI 11 g u »durchs ich 11 g sind. S f

Der Kanzler streifte sodann den Plan eines eine große Zahl von S onb ertönte nerrtchtet monumentalen umgestaltenden Projektes. Er bilde worden um sie der Au^cht zu en^tehen. Auf Wesen sich nicht ein, man könne mit Zement und Marmor Sonderkonten wurden M . l l 0 n e n a n g e h a u f t. einen Ramen in die Ewigkeit schreiben. Aber Sie Direktoren und Geschäftsführer der Kranken, gerade die Bauten dokumentieren das Selbst- kassenverbande gaben sich Segen ett g aus Wesen bewuhlsein einer Ration... Zum Schlüsse sagte Sonderkonten Darlehen. Die D.enstraume der Kran- der Kanzler auf eine Frage, ob er sich jetzt kenkassenwrektoren sind äußerst prunkvoll mit allen glücklich fühle:Glücklich! Wie soll ein Mensch Schikanen der Neuzeit eingerichtet. Die 3nnenein- glücklich sein, der vor so unermeßlich richtung des bcs ®eneralbirettors

schweren Aufgaben steht, wie ich. Hoff- Lehmann vom Hauptverband der Krankenkassen hat nungsfroh, ja das bin ich!" 20 000 Mark Kosten verursacht. Um bie Zigarren

__________ I guttemperiert aufbewahren zu können, wurde ein I mit Marmorwänden ausgebauter Zigarrenschrank angefertigt. In dem Dienstzimmer Lehmanns sind ebenfalls Geheimfächer vorgefunden worden. Der Geschäftsführer Bollmann, der noch im Amte ist, hatte seit Jahren vor dem Eingang zum Hauptver- band der Krankenkasse einen Zeitungsträger vom Vorwärts" aufstellen lassen. Er ließ strenge Auf­sicht darüber führen, daß jeder Angestellte früh morgens bei seinem Kommen denVorwärts" kaufte, andernfalls die Angestellten entlassen wur-

Oie rheinisch-westfälischen Bezirksorganisationen der Deutschen

Dolköpartei lösen sich auf.

Berlin, 11. April. (CNB. Funkspruch.) Die Wahlkreisvertretungen W e st f a l e n - N 0 r d, W e ft» falen-Süb, Köln-Aachen und Koblenz- Trier der Deutschen Dolkspartei erlassen eine Er­klärung, in der es u. a. heißt: Die parlamen­tarischen Parteien als Ausdruck und Form politischer Willensbildung haben durch den Sieg der nationalsozialistischen Staatsausfassung Sinn und Bedeutung verloren. Wir lösen daher hier­mit die bisherige Organisation der Deutschen Volks­partei in den Wahlkreisen Westsalen-Nord, West­falen-Süd, Köln-Aachen und Äoblenz-Trier auf. Wir empfehlen unseren Mitgliedern, sich der natio- naisozialiftischen Bewegung anzu- schließen.

Dem Beschluß der rheinisch-westfälischen Partei- Vertretungen war eine Unterhaltung des Reichstags­abgeordneten Dr. Hugo mit dem Reichskanz - ler vorausgegangen, in der die rein pa­triotischen Beweggründe der beabsich­tigten Auflösung vom Kanzlergewür'» d i g t und betont wurde, daß diejenigen Mitglieder der Deutschen Dolkspartei, die zur Nationalsoziali­stischen Deutschen Arbeiterpartei übergehen, a l s willkommene Mitarbeiter begrüßt werden.

Oie Gleichschaltung

des ZugendherbergSwesenS.

Berlin, 11. April. (ERD.) In bet Ge­schäftsstelle des Reichsverbandes für deutsche Iugenbherbergen in HUchen- bach in Westfalen traf eine Abordnung der Reichsjugendführung der RSDAP. ein, die im Auftrage des Reichs)ugenbführers Baldur v. ! S ch i r a ch dem Vorstand des Reichsverbandes I mitteilte, daß auf Grund der politischen Entwick- I hing in Deutschland die Hitlerjugend sich in die Führung des Iugendherbergswerkes ent­scheidend e i n s ch a l t e. Eine bei dem Werbelei­ter Forschepiepe vorgenommene Haus­suchung förderte stark belaste.rdes Material über die Verbindung Forscheprepes mit staatsfeindlichen Elementen zu Tage. Das vorgefundene Material, unter dem sich u. a. ein Briefwechsel mit dem berüchtigten Hetzer Dr. Klotz befand, machte eine Entfernung Forschepiepes aus der Leitung deS | IugendherbergSverbandes notwendig.