Aus der Provinzialhauptstadt
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— Hans Grimm: Der Zu
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Rundfunkprogramm
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rote Steuergutscheine blaue Steuergutscheine grüne Steuergutscheine dunkelgelbe Steuergutscheine violette Steuergutscheine
Bücherei des Berlages Alb. Langen & ®. Müller. München (398) — Die Helden aus Geschichte und Sage des klassischen Altertums kennt jeder Deutsche. Wer aber, sofern er nicht Hans Gruums „Bolk ohne Baum" gelesen hat, weih von dieser Tat des deutschen Hauptmanns in Süd-West! Unter den lebenden Dichtern hat keiner die harte Treue des deutschen Offiziers zu Pflicht und anvertrauter Mannschaft so verstanden wie Hans Grimm in seinem Heldenlied, mit bcm er nicht nur dem auf einsamem Zug in die Wüste Gefallenen ein unvergeßliches Denkmal gesetzt hat. sondern allen ihm in Leben und Sterben nachstrebenden Offizieren des deutschen Heeres.
Ern st Hieber, stud. theol., Tübingen, geboren 24. Juni 1892 in Stuttgart, gefallen 19. April 1915 im Argonnerwald, südlich Binarville.
14. April 1915.
...Ich bin jetzt bald drei Monate, ein Vierteljahr, wieder im Feld, höre fast jeden Tag die Schießerei der Gewehre und Geschütze, sehe so manchen sterben; man fühlt sich da bald etwas einsam. Es ist mir manchmal, als werfen mir die Gefallenen vor: Warum ich und nicht Du? Warum ich, der ich mein Leben schon so häuslich eingerichtet habe, und nicht Du, der Du wohl etwas Schönes hinter Dir hast, aber noch nichts Bestimmtes vor Dir? Ich glaube, solche Gefühle hat jeder, der länger dabei ist.
Bei uns ist es gegenwärtig sehr ruhig, mir richten uns in unserer Stellung ein, als ob wir hier den Frieden erwarten wollten. Den Frieden! Alle Sehnsucht, die einer, der so lange von seinen Lieben weg ist, aufbringen kann, alle Wünsche, die er für sich hegt, und alle Träume, die er in seinem Unterstand von der Zukunft träumt, sind^zusam- mengefaßt in diesem einen, linden Wort: Frieden.
18.25: „Don der bodenstämmischen Shin ft", Vortrag von W. Fahrenbruch. 18.50: „Verlioz in Schrifttum und Erlebnis", Vortrag von Dr. Hans Scholz. 19.30: Andreas oder die Vereinigten. Aus einem Romanfragment von i)ugo von Hofmannsthal. 20.05: Stadt halle Kassel: II. Funkfahrt ins Blaue. 22.45 bis 24: Nachtmusik.
200, 1000, 10 000 und 20 000 RM.) betrugen Berliner Börse am 31. Dezember 1932:
Rudolf Moldenhauer, Student der Handelshochschule in München, geboren 18. März 1894 zu München, gefallen 13. Dezember 1914 zu Maricourt bei Psronne.
Halle bei Päronne, 9.Dezember 1914.
... Wenn uns ein schöner «Sonnenuntergang an den Sumpfgewässern der Somme beschert wird, wenn ein schöner, kalter Dezembermorgen den Frühnebel bricht und die Sonne den roten Lehm des Schützengrabens hell strahlen läßt, so sind wir glücklich und freuen uns wie Kinder über ihre Schönheit. Dann sehen wir auf unsere Untergebenen in ihren feldgrauen Kleidern: sie kommen aus den Unterständen, dehnen sich, säubern sich und reinigen ihre Gewehre, sie schauen über den Grabenrand und ihre Augen leuchten, ihre Körper strotzen vor Gesundheit und Gradheit. Alles ist jung und freut sich der Natur und lebt in einem Ganzen, das gegenwärtig das stärkste ist: ein zum Schönen, Guten und Machtvollen erwachsenes Volk.
Walter R e y, stud. med., Jena, geboren 1 Juni 1894 in Hamburg, gefallen 24. April 1915 beim Sturm auf die Combreshöhe bei Les Epar- ges.
Vor dem Sturm am 24. April 1915.
Ihr meine Lieben!
Hoffentlich wird Euch -fein treuer Kamerad diesen Brief zu senden brauchen, denn es ist ein Abschiedsbrief. Solltet Ihr ihn in Händen haben, so wisset denn: ich bin gefallen für meinen Kaiser, für mein Vaterland und für Euch alle. Es gilt jetzt einen schweren Kampf und es ist luechtender, lockender Frühling. Ich habe Euch nichts weiter zu sagen, denn ich habe keine Geheimnisse gehabt. Und wie ich Euch danke für das, was Ihr alle drei mir im Leben Gutes getan habt, wie ich Euch allen für den Sonnenschein und das Glück danke, in dem ich lebte, mißt Ihr. ,
Freudig, dankbar und glücklich werde ich sterben, wenn es fein muß! Dieses aber soll noch ein Gruß der heiligsten Liebe sein für Euch alle und für alle, die mich liebten. Ich trage diesen letzten Gruß bei
Derzke, die ihn genau untersuchte':, erwarten, daß er eine Größe von 2,75 Meter erreichen wird. Dieser vielversprechende Jüngling, Hans Schlichter, der aus dem jugoslawischen Ort Weliki Betschke- rek stammt, war mit 16 Jahren 1,71 Meter groß; dann aber zeigte er ein ungewöhnliches Wachs« tum, das immer rascher vor sich gi_ng 3ix den letzten sechs Monaten ist er allein 15 Zentimeter gewachsen, und wenn er in diesem Tempo bis zu seinem 24. Jahr weiter ausschiestt. dann wird er die Höhe von 2,75 Meter erreichen. Schlichter, der deutscher Abstammung ist. spricht fließend vier Sprachen, serbisch, deutsch, ungarisch und rumd- nisch. Cr soll jetzt seine Militardienstzeit in der jugoslawischen Armee durchmachen, und zu die« sem Zweck werden besondere Anisormstücke für ihn angefertigt. Für einen Anzug braucht er 6,5 Meter Stoss. Alle seine Brüder und Derwandtzen sind normal groß. Sein Ehrgeiz ist, Filmschau« spieler zu werden.
anrechnungs' fähig ab 1.4.1934 1. 4.1935 1.4.1936 1.4.1937 1. 4.1938
Buntes Allerlei.
Oer vollkommene Kellner.
Ein guter Kenner des Kellner-Gewerbes, der Oberkellner eines Rachtlokals von Moulin Rouge in Paris, M. Roc, hielt dieser Tage eine von seinen Standesgenossen zahlreich besuchte Vorlesung über den »vollkommenen Kellner". Die Eigenschaften, die er diesem Muster-Exemplar nachrühmte, und deren Aneignung er seinen Kollegen empfahl, sind die folgendem Eleganz des Auftretens, äußerste Reinlichkeit, Höflichkeit, Takt und anmutiges Benehmen (»Schütten Sie keine Getränke über den Häuptern der Gäste aus", bat Roc unter anderem), besondere Rücksicht auf Fremde und Besucher aus der Provinz, pfhcho- logisches Verständnis. Mit der letzteren Eigenschaft meinte Roc augenscheinlich die Begabung, dem schwankenden Gast im richtigen Augenblick das richtige Getränk vorzuschlagen. Für einen Hauptzug der »Höflichkeit" erklärte er die liebenswürdige Betonung des »Besten Dank", gleichviel, wie das Trinkgeld ausgefallen ist.
Oer junge Riese.
Ein junger Mann, der eben 20 Jahre alt geworden ist und bereits die stattliche Körpergröße von 2,25 Meter besitzt, hat begründete Aussicht, der größte Mann der Wät zu werden. Belgrader
Heinz Pohlmann, stud. phil., Berlin, geboren 14. Februar 1896 in Berlin, gefallen 1. Juni 1916 auf dem „Toten Mann".
Im Felde geschrieben am 25. Mai 1916.
Innigst geliebte Eltern!
Wenn Ihr diese Nachricht von mir erhaltet, bann ist wohl herbes Leid über Euch gekommen, denn dann bin ich nicht mehr in dieser Welt. Ich kann es verstehen, aber um eins bitte ich Euch: beklagt mich nicht. Trauert um mich, aber seid ruhig und gefaßt; zeigt, daß Ihr Deutsche seid, die das Leid tragen können. Deutsche Eltern, die das Wertvollste, was sie besitzen, hingeben für das Wertvollste, unser Vaterland. Denn trotz aller trüben Erfahrungen und Nachrichten glaube ich doch noch an eine Zukunft. Für das neue, größere, bessere Vaterland gebe ich gern mein junges Leben.
Ich gehe ganz gefaßt in den Kamps und zittere nicht, dem Tode ins Angesicht zu blicken, denn ich fühle mich geborgen in Gottes Hand. Jesus Christus, den ich nach langen Irrfahrten als meinen Erlöser erfahren durfte, ist auch für mich die Auferstehung und das Lebn. — Vielleicht teilt Ihr nicht meine Ueberzeugumg, aber ich habe ein treffliches Wort in meinem Buche von Lhotzky gelesen: „Don den Menschen führen viele Wege zu Gott, aber von Gott nur einer zu den Menschen." Noch eins: Wenn ich Euch früher kränkte und wehe tat, so verzeiht es mir. Ich war eigensinnig oft und habe oft einen unrechten Weg eingefdjlagen, aber ich habe es bereut, glaubt es mir und verzeiht mir. Und nun bleibt mir nichts mehr, als Euch allen trotz allem zuzurufen: Euer Heinz. *
Willy Hölscher, Forstakademie Hannoversch- Münden, geboren 12. August 1893 in Münster L W-, gefallen 31. Januar 1917 in der Champagne.
I n der Champagne, 21. Januar 1917.
Hier ist ziemlich viel Betrieb. Wir find den Fran zosen aber über. Das im französischen Heeresbericht erwähnte Flugzeug, das von „einem französischen Piloten abgeschossen hinter der Naoarin-i«serme niederfiel", ist leider eins von unserer Abteilung. Der hat Pech gehabt. Ausnahmefall. Wir werden ja immer, wenn wir in Reichweite der französischen Abwehrkanonen kommen, fleißig beschossen, aber: treffen ist schwer. Einige ehrenvolle Wunden hat meine Maschine auch schon. Einmal drei, einmal vier, einmal einen Treffer. Aber alles belanglose, ungefährliche, kleine Löcher; die werden zugeklebt, Datum drangemalt, fertig! Die Tragflächen haben
I noch viel Platz übrig
Johannes Nogielsky, Techn. Hochschule, Charlottenburg, geboren 4. März 1892 in Breslau, gefallen im Luftkampf 22. Januar 1917 in der Champagne.
Liebe Mutter!
Wenn Du diese Zeilen lieft, bin ich nicht mehr unter den Lebenden: „Sei getreu bis in den Tod, so will ich Dir die Stone des Lebens geben." Weinet nicht um mich, denn ich bin im Reich des Lichtes, und warum da trauern. Es kam der Krieg, und ich zog mit vielen anderen Kameraden auch hinaus und war getreu bis an den Tod. Da ich diese Zeilen schreibe, weiß ich noch nicht, wo mein Grab sein wird; kümmert Euch nicht um meine sterblichen Reste. Mögen sie in Schutt und Trümmern vermodern und wieder zu Staub werden, die Seele lebt und ist göttlich. Mögt Ihr noch lange leben auf der schönen Welt! Grüßt alle, die ich lieb gehabt und die mir nahestanden. Feinde habe ich nicht gehabt, wie ich hoffe. Und nun seid nicht traurig, denn in einer kleinen Weile werden wir uns wiedersehen.
Ich grüße Euch und bin bei Euch im Geiste.
mir bis zum letzten Augenblick. Dann sei er durch treue Kameraden Euch gesandt und mein Geist wird bei Euch (ein. Der gnädige große Gott segne und behüte Euch und mein deutsches Vaterland!
In inniger Liebe
Euer treuer Walter.
Oie ihr Leben für uns ließen
Aus Knegsbnefen gefallener Studenten.
Zum Volkstrauettaa am 12.Mrz.
Was aus diesen Kriegsbriefen gefallener Studenten zu uns spricht, gehört der deutschen Geschichte an. Es ist die Hingabe be« geisterungssähiger Jugend, lebendigen Lebenswillens an den Gedanken, der heroisch über ihnen stand, dem sie sich freudig unterordneten: Vaterland.
Walter Limmer, stud. jur., Leipzig, geb. 22. August 1890 zu Thiergarten bei Plauen i. V., gestorben 24. September 1914 in Luxemburg an einer Verwundung vom 16. bei Chalons-sur-Marne:
Leipzig (leider immer noch!), 3.2higuft 1914.
Hurra! Endlich habe ich meine Beorderung: morgen vormittag 11 Uhr in einem hiesigen Lokal. Stunde um Stunde habe ich auf meinen Befehl . gewartet. Heute vormittag traf ich eine junge bekannte Dame; ich schämte mich fast, mich in Zivilkleidern vor ihr sehen zu lassen. — Auch Ihr, meine- guten Eltern, werdet mir recht geben: ich gehöre nicht mehr ins friedliche Leipzig. Liebe Mutter, halte Dir bitte, bitte immer vor Augen, was ich seit gestern (dem Abschied von daheim) im Wechsel der Stimmungen gelernt: Wenn wir in diesen Zeiten an uns und unsere Angehörigen denken, werden wir klein, schwach. Denken wir an unser Volk, ans Vaterland, an Gott, an alles Umfassende, so werden wir mutig und stark.
Eduard Bruhn, stud. theol., Kiel, geboren 18. Oktober 1890 in Schlamersdorf, gefallen 17. September 1915 in Rußland.
17. September 1915. Liebe Eltern!
Schwerverwundet liege ich auf dem Schlachtfeld. Ob ich durchkomme, steht in Gottes Hand, sonst weinet nicht, ich gehe selig heim. Euch alle grüße ich noch einmal herzlich. Möge Gott Euch bald Frieden schenken und mir eine selige Heimfahrt geben. Jesus hilft mir. oo stirbt sich's leicht.
In herzlicher Liebe
Eduard.
Steuergutscheine und Einkommensteuer
Der Reichsfinanzminister hat in einem Erlaß vom 3. März 1933 folgende Anordnungen über die Behandlung der Steuergutscheine bei der steuerlichen Einkommensermittlung getroffen:
1. Die Bewertung der Steuergutscheine in der Bilanz der Einkommensteuer- und Körperschafts» steuerpflichtigen richtet sich nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes. Es ist also nach § 19 Abs. 1 Einkommensteuergesetz für den Schluß des Steuerabschnitts der gemeine Wert zugrunde zu legen. An Stelle des gemeinen Werts kann der Steuerpflichtige nach 8 19 Abs. 2 EStG, den Anschaffungs- oder Herstellungspreis einsetzen. Da bei Steuergutscheinen, die vom Finanzamt an den Steuerpflichtigen ausgegeben X^verden, ein Anschaffungs- oder Herstellungspreis im Sinne des Einkommensteuergesetzes nicht gegeben ist, gilt als solcher nach § 19 Abj. 2 Satz 2 EStG, der Betrag, der für den Steuergutschein im Zeitpunkt seines Erwerbs durch den Steuerpflichtigen unter gemein gewöhnlichen Verhältnissen hätte aufgewendet werden müssen: das ist regelmäßig der gemeine Wert im Zeitpunkt des Empfangs. Um die Einheitlichkell zwischen Steuerbilanz und Handelsbilanz möglichst aufrechtzuerhallen, wird es sich empfehlen, daß der Steuerpflichtige, an den die Steuergutscheine vom Finanzamt ausgegeben worden sind und dem die Steuervergünstigung des § 34 Steuergutschein- Durchführungsbestimmungen zusteht, außerhalb der Steuerbilanz vom Gewinn vier Fünftel des Kurswertes der Steuergutscheine nach dem Börsenkurs vom 31. Dezember des Jahres der Ausgabe abfetzt. Dieses Verfahren ermöglicht es auch, bei Berechnung der Steuervergünstigung von einer Einzelberechnung nach den Kursen der verschiedenen Fälligkeiten abzusehen und statt dessen von einem Durchschnittskurs auszugehen. Die Kurse der verschiedenen Fälligkeiten von Gruppe II der Steuerscheine (über 100,
Rundfunkprogramm.
Sonntag, 12. TNärz.
6.30 Uhr: von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Katholische Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chor- gesangs. 11: „Die Winterhilfe antwortet", von Wally Baumann. 11.30: von Leipzig: Reichssendung: Kantate von Johann Sebastian Bach. 12: Plenar-Sitzungssaal Berlin: Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. 13 bis 14.30: Konzert. 14.40: Stunde des Landes. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Kurhaus Wiesbaden: Nachmittagskonzert. 18: „Deutsche Heldengräber in aller Welt", von Franz F. Geis. 18.25: Konzert. 18.50: „Heinrich der Vogler schlägt den Feind", Vortrag von Lic. Dr. Hans Hartmann, Berlin. 19.20: Den Gefallenen zum Gedächtnis, eine ernste Feierstunde. 20: Markuskirche: Abendmusik. 21.05: 10. Sonn- tagskonzert des Frankfurter Orchestervereins. 22.45 bis 2 Uhr: Wahlrefultate der Kommunal-Wahlen.
Montag, 13. Ifiär).
7.30 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20: „Was mir die Fürsorgerinnen erzählten früher und jetzt", Vortrag von Dr. Marie Baum. 17: Konzert. 18.25: ,Zch sah Ferdinand Hodler", Vortrag von Hermann Kesser. 19.05: Arbeitslager, Hörfolge. 20: Unterhaltungskonzert. 21: Deutschland — Land der Arbeit, eine Hörfolge von H. W. Goltz. 22.25 bis 24: Nachtmusik.
Dienstag, 14. März.
7.30 Uhr: Frühkonzert. 12: Mannheim: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20 bis 15.50: Hausfrauen-Nachmittag. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.25: „Und sie bewegt sich doch — Der Galilei-Prozeß des Jahres 1633", Vortrag von Hermann Herrigel. 18.50: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Opernhaus Frankfurt a. M.: Falstaff, Oper in 3 Akten, Musik von Giuseppe Verdi. 22.20 bis 24: Nachtmusik.
Mittwoch, 15. März.
7.30 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Tiefsee und Südsee, Hörbild. 12: Millagskonzert I _ des Rundfunkorchesters. 13.30: Millagskonzert II. 15.20: Stunde der Jugend. 17: Nachmittagskonzert. 18.25: „Das Siedeln", Vortrag von Frieda Klewitz, Gie-
Dcr Durchschnittskurs aus den fünf Kursen der verschiedenen Fälligkeiten beträgt mithin 81,20 v. H. Da ein Fünftel dieses Kurswertes 16,24 o. H. ausmacht, können nach der oben empfohlenen Berech nungsart, außerhalb der Steuerbilanz § des Kurswertes der Steuergutscheine = 64,96 o. H. (= 81,20 — 16,24) des Nennwertes der Steuergutscheine vom Gewinn abgeseht werden. Der Einfachheit halber kann der Abzug auf 65 v. S)\ bemessen werden. Der Abzug von 65 v. H. ist auch zu gewähren, wenn dem Steuerpflichtigen Steuergutscheine der Gruppe I (über 50 Mk., ab 1. Oktober 1933 auch über 10 Mk. und 20 Mk.) ausgehändigt worden sind. Die steuerliche Vergünstigung des § 34 Abs. 1 DB. gilt sowohl für die jälle, in denen der Steuerpflichtige die Steuergutscheine im Jahre der Ausgabe veräußert, wie auch für die Fälle, in denen er die Steuergutscheine erst später verwertet. Es sind also in beiden Fällen, sofern es sich um 1932 ausgehändigte Steuergutscheine handelt, 65 v. H. des Nennbetrags der Steuergutscheine abzusetzen.
2. Maßgebend ist nach § 34 Abs. 1 letzter Halbsatz DB. für die Steuervergünstigung der Börsenkurs am 31. Dezember des Jahres der Ausgabe der steuergutscheine. Diese Bestimmung gilt an sich sowohl für die Fälle, in denen das Wirtschaftsjahr mit dem Kalenderjahr übereinstimmt, als auch für die Fälle, in denen das Wirtschaftsjahr vom Kalenderjahr abweicht. Den Anträgen der Spitzenverbände entsprechend ist gestattet worden, daß bei Steuerpflichtigen, deren Wirtschaftsjahr vor dem l.Juli abschließt, nicht der Börsenkurs vom 31. Dezember des Jahres der Ausgabe der Steuergutscheine, sondern der Börsenkurs am 31. Dezember, der dem Schluß des Wirtschaftsjahres vorangeht, zu Grunde gelegt wird.
•* Besichtigung unseres Bataillons. Born 14. bis 16. März werden der Korn- manbeur der V. Division Generalleutnant Liebmann und der Kommandeur des Jns.-Rgts. 15 Oberst Kienitz im Standort Gießen anwesend sein und der Winter-Abschlußbesichtigung unseres Bataillons beiwohnen.
ßen. 18.50: „Das Theater in Kassel, seine Bedeutung für Stabt und Landschaft", Gespräch zwischen Intendant Edgar Klitsch, Oberbürgermeister Dr. Stäbler, Kassel, unb Dr. Paul Laven. 19.30: Mannheim: Mandolinenkonzert. 20: Zinkenist Schabhardt, Hörspielszenen aus Schwabens Vergangenheit. 21: Frederick Delius. 22: (Deutschladsender): Die Stillen im Land: „Leute von der Grenze". 22.45 bis 24: Nachtmusik.
Donnerstag, 16. März.
7.30 Uhr: Frühkonzert erwerbsloser Musiker. 9 bis 9.45: Bilder aus All-Frankfurt. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.30: Stunde der Jugend. 17 bis 18.15: Kurhaus Wiesbaden: Konzert. 18.25: „Deutschlands Not unb bie Not bes deutschen Kunsthanbwerks", ein Gespräch bes Kunst- goldschmiedes Karl B. Bertholb, Frankfurt a. M., mit einem Laien. 18.50: „Modernes aus der Geschichte", Vortrag von Dr. phil. Artur Kreiner. 19.20: „Neues aus aller Well", Vortrag von Prof. Dr. Walter Behrmann. 19.30: Kleine Stücke für Violine, gespielt von Prof. Stanislaw Frydberg. 20: (Stockholm): Schwedische Volksmusik. 20.35: Mannheim: Die goldenen Schuhe, komisch-phantastische Oper von P. I. Tschaikowsky. 22.20 bis 23.30: Bunte Stunde.
Freitag, 17. März.
7.30 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I des Augsburger Konzertorchesters. 13.30: Mittagskonzert II. 17: Nachmittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.25: „Was Versailles uns im Osten nahm", Vortrag von Pfarrer F. Pelz. 19: „Einheitsaussprache", Vortrag von Dr. Hermann Christians. 19.30: Worte für Deutsche, eine Hörfolge. 20.05: Festsaal der Liederhalle Stuttgart: Richard- Wagner-Konzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 22.25: Aus Neuyork: Kurt G. Sell: „Worüber man in Amerika spricht". 22.40 bis 23.30: Nacht- und Tanzmusik.
Samstag, 18. März.
7.30 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Szenen aus „Stolberg“ von Paul Heyse. 12: Mittagskonzert I. 13.30 bis 14.40: Mittagskonzert II des ^Rundfunkorchesters Stuttgart 15.30 bis 16.30: Stunde der Jugend. 17: „Hopfen unb Malz", eine bierselige Phantasie. 18. Auf der Alsfelder Hütte, Hörbericht. i
3. Die Frage, ob ber Anspruch auf Ausgabe von Steuergutscheinen szu aktivieren ist, richtet sich nach den Vorschriften bes Handelsgesetzbuches unb nach ben Grunbsätzen orbnungsmäßiger Buchführung. Steuererklärungen sollen von ben Finanzämtern jeboch nicht beanftanbet werden, weil ber Anspruch auf Ausgabe von Steuergutscheinen vom Steuerpflichtigen nicht aktiviert worden ist. Wird der Anspruch auf Ausgabe von Steuergutscheinen vom Steuerpflichtigen in ber Steuerbilanz aktiviert, so finb nicht bie Steuergutscheine, fbnbern schon ber Anspruch auf ihre Ausgabe für bie steuerliche Einkommensermittlung nach ben Ausführungen unter Ziffer 1 unb 2 zu behandeln.
4. Bei den Hausbesitzern soll im allgemeinen davon ausgegangen werden, daß der Hausbesitzer alle Steuergutscheine für die Zeit vom 1. Oktober 1932 bis 30. September 1933 erst im Kalenderjahr 1933 erhält. Für 1932 bedarf es der Berücksichtigung von Steuergutscheinen, die an Hausbesitzer ausge- geben worden sind, nur dann, wenn die Steuergutscheine einen wesentlichen Betrag ausmachen, b. h., wenn im Jahre 1932 Steuergutscheine im Nennbeträge von 1000 Mk. unb mehr bem Steuerpflichtigen vom Finanzamt ausgehändigt worben finb. Ist das der Fall, fo mindert sich die abzugsfähige Grundsteuer für 1932 um | von 81,20 v. H. des ausgegebenen Nennbetrages, d. h. 16,24 v. H. Um diese 16,24 v. H. des Nennbetrages der ausge gebenen Steuergutscheine sind also entweder bie abzugsfähigen Ausgaben zu kürzen, ober es ist ein entsprechender Betrag auf der Einnahmeseite hinzuzusetzen.
Oie Hilfspolizei im Dienst.
Seit gestern abend ist auch in unserer Stabt die Hilfspolizei in Dienst gestellt worden. Es kommen täglich 42 Hilfspolizeibeamte in Betracht, die sich aus Mitgliedern der SS.. SA. und des Stahlhelm rekrutieren. Die Hilfspolizerbeamten, die von 19 bis 7 Ahr Dienst tun, werden zum Teil im nächtlichen Strahcn-Streifendienst unter Führung von staatlichen Polizeibeamten, ferner zur Bewachung von öffentlichen Werken und lebenswichtigen Betrieben, sowie zur Derstärkung des Aeberfallkommandos verwandt.
Bornotizen.
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute, 20 Ahr, zum letztenmal als Operetten-Bolksvorstellung die Operette Das Dreimäderlhaus". Kleine Opercttenpreise. Anfang 20 Ahr; Ende 23 Ahr. — Sonntag, 12. März, Bolkstrauertag, erste Wiederholung des Schauspiels Bor Sonnenuntergang", von Gerhart Hauptmann; Spielleitung Intendant Dr. Rolf Prasch. Besetzung wie die der Erstaufführung. Ermäßigte Preise. Spieldauer von 18.30 bis 21.15 Uhr. — Dienstag. 14. März, 23. Borstellung im Dienstag-Abonnement, zum erstenmal die Komödie ..Rina". von Bruno Frank. Gewöhnliche Preise. Spielzeit von 20 bis 22 Ahr. — Mtttwoch, 15. März, 22. Borstellung im Mittwoch-Abonnement, Gerhart Hauptmanns Schauspiel »Dor Sonnenuntergang", Spielleitung der Intendant. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 19.30 bis 22.15 Uhr. — Freitag, 17. März, 23. Vorstellung im Freitag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen die Komödie »Rina", von Bruno Frank. 20 bis 22 Ahr. — Samstag, 18. März, von 20 bis 23 Ahr, und Sonntag, 19. März, von 18.30 bis 21.30 Ahr 14. und 15. Wiederholung der Operet- ten-Revue »2m weißen Dößl". Beide Vorstellungen sind außer Abonnement und zu kleinen I Operettenpreisen. In beiden Vorstellungen haben Dorzugsgutscheine Gültigkeit, außerdem in der Samstag-Dorstellung auch Schülerkarten.


