Ausgabe 
10.5.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

Mittwoch, 10. Mai 1935

General-Anzeiger für Oberhessen

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re» klameaineigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20 , mehr.

Chefredakteur

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr <yr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.§.Tbt)riot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für denAn» zeigenteil i. D. Th.Kümmel sämtlich in Gießen.

}U®

ls Unser, «...

'd°uK^

ben ®»rte taj

Nr m Srübattssabe 183.3*904»* v

Erschein» täglich, außer

Sonntags und Feiertags. /W <. "... . ' *

H Siebener Anzeiger infolge höherer Gewalt.

Zernfprechanschlüfie unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten^ Anzeiger Giehen.

Postscheckkonto:

fsronlfurt am Main H686. Dnirf unö Verlag: vriihl'sche Unwerfitäls-Vuch- unö Steinöruderei R. Lange in Stehen. Schriftlettrmg und Geschästrstelle: Zchnlstratze 7.

»eilet beslchm, t (Baedjligfeil Ml Hal.

|t noch ein beitet L 2IU unser Kön« gehvtt dem beul* ille unseres §üh« ' er Führer veisl, Losungswort für alle Zeiten hecht Hols tzitlerl fall)

Abschluß erreicht. Abteilung Stuten« :den der Fontäne ngsschriften, mtische und lern« dam hielt dabei 'n großen Fadel« Universität wer«

Mut

)bni5- daß mit Hortung biefes o°» man uns 'N1 entgegen tberung uafrrr V oetpflidjten

er ben Ttudiosuz eBener Stu« Wjj, Sodann e Seit bet nalio. Solt hat eine n Sud, feiner n, in dem es .8 nun wieder -weite Teil ter sich vollziehen m dieses Reich > Ttudenten, Hal« "lest wie an einem enlmeberein ib geben, ober

Aufgabe und Ziel der deutschen Rationalerziehung

Der VDA. unter neuer Leitung

unerwünschten

ängerung der B e -

Dr. Steinacher, der Führer des 03301., der sich nach Klagenfurt begeben hatte, um wegen der Pfingsttagung des 035)01. zu Der- handeln, hat bereits die Rückreise nach Berlin angetreten. Bon feiten des Landcs- Hauptmanns Kernmaier haben Verhandlun- gen mit der Bundesregierung statt- gefunden. Durch diese Verhandlungen ist eine Klärung herbeigeführt worden. Wie aus öster­reichischen Regierungskrcisen bekannt wird, fin­det die Tagung in Klagenfurt statu

nen. Auch entzögen sich sexuelle Belehrungen im engeren Sinne sowohl nach ihrem Wesen wie nach ihrer Aufgabe der Behandlung vor der Gemein­schaft der Klasse oder vor einem anderen größe­ren Kreise. Grundsätzlich bleibe diese Belehrung Sache des Elternhauses. Der Schule er­wachse aber die besondere Aufgabe, in Elternver- fammlungcn, Klaffenelternabenden, Blüttervor- trägen und in Cinzelbcsprcchungcn über die Pflicht und den Inhalt auch dieses Teiles der Er-

Besprechungen mit Norman Davis und englischen Ministern. Die Abrüstungsfrage im Vordergrund.

ziehungsausgabe gemeinschaftlich mit geeigneten Persönlichkeiten aus der Aerzteschaft Unter» Weisungen zu geben. Olur wo das Elternhaus versage, würden nach Einvernehmen mit ihm auf dessen Wunsch im Cinzelfalle bei Kna­ben ein geeigneter Lehrer, bei Mädchen eine ge­eignete Lehrerin je nach den Verhältnissen unter Verständigung mit dem Seelsorger, dem Haus- oder Schularzt die Oluf gäbe überneh­men. Aber auch hier könne nur eine individuelle Behandlung in Frage kommen, frei von jedem De- lehrungszwang. Der Erfolg dieser erzieherischen Maßnahmen werde weitgehend die sittliche Er­tüchtigung Der Jugend und damit die sittliche Haltung der Volksgemeinschast bestimmen. Er werde in gleichem Maße wachsen, wie es gelinge, unter Einsatz der persönlichen Verantwortlichkeit des Erziehers die Ausgabe im Rahmen einer sittlich^religiös bestimmten Gesamterziehung zu lösen.

rufsausbilbung führt, da die eugenische Ge­samtlage unseres Volkes jede Hinausschiebung des Heiratsalters verbietet.

Dr. Frick betonte zum Schluß: Das zur Zeit Heranwachsende Geschlecht wird in einem Geiste groß werden, der ein ständiges Weiter- bauen am Reformwerk erleichtern und neue Zielsetzungen mit fid) bringen wird. Wir müssen behutsam und förderlich die Entwicklung anbahnen helfen. Der natürliche Schwung ist bereits vorhan­den und wird stets vorhanden sein. Er braucht nicht erst von der Schule den Kindern eingeimpft zu werden, aber Deranttoortungsbewußtsein gebietet Regelung und Führung. Dies ist die Auf­gabe des Erziehers zu einem nationalsozialistischen deutschen Vaterland

Im Anschluß an diese Darlegungen fand unter dem Vorsitz des Ministerialdirektors Dr. Butt- mann, des Leiters der kulturpolitischen Abteilung des Reichsministeriums des Innern, eine Aus­sprache mit den Herren Unterrichtsministern über wichtige Sonderfragen statt. Die Aussprache ergab völlige Einmütigkeit in allen wesentlichen Punkten. Besonders erörtert wurde die Frage der A n e n - düng des Gesetzes gegen d i e Ueberfül- lang der Schulen und Hochschulen, die 'Abwehr staatsnefahrlicher Beeinflussung der Schul­jugend sowie die Sicherung der einheitlichen Natio- nalerziehung.

Der bayerische Kultusminister Schemm gab in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des N a - tionalsozialistischen Lehrerbundes die Erklärung ab, daß für alle Unternehmungen, Absich­ten und Stellungnahmen des NSLB. ausschließlich die Nationalsozialistische Lehrerzeitung (Bayreuth) maßgebend sei Dertlidje Sonderaktionen, die über den in dieser Zeitschrift gegebenen Rahmen hinaus­gehen, werden von der Leitung des NSLB. abge­lehnt. Einzelfragen, die sich aus dieser Aussprache ergeben haben, sollen auf der für Ende Mai vor­gesehenen 10. Tagung des Ausschusses für das Unter­richtswesen weiter behandelt werden.

Sexuelle Aufklärung grundsätzlich Sache des Elternhauses.

Gin Erlaß des preußischen Kultusministers

Berlin. 9. Mai. (VDZ.) Der preußische Kultusminister R u st hat an die Oberpräsidenten als Leiter der Schulverwaltungen einen Erlaß über die sexuelle Belehrung der Jugend gerichtet. Der Minister erklärt darin, daß die Frage der sexueUen Belehrung der Jugend, wie sie in der Verantwortung einer religiös sittlich gestimmten Erziehung und im Interesse einer gesunden kör­perlichen und geistigen Entwickelung des Heran­wachsenden Geschlechtes begründet liege, weder im Sinne einer intellektuell ausgerichteten Aufklä­rung, noch im Sinne einer reinen Rühlichkeits- echik im Rahmen der unterrichtlichen Behand­lung spezifischer Erkrankungen gelöst werden tön»

mit der französischen und englischen Politik eine zufriedenstellende Lösung der Ab- rüstungssrage als eine unerläßliche Vor­aussetzung für einen Erfolg der Weltwirtschaftskonferenz ansehe.

Heber die Unterredungen mit dem Außenmi­nister und dem Kriegsminister verlautet zunächst nur, daß diese Wert daraus legten, dieAussas - fung Rosenbergs im Lichte der ihm von Olorman Davis gemachten Mitteilungen anzuhö- ren. Offensichtlich steht jetzt die Abrüstungsfrage im Vordergrund der Verhandlungen, wobei auch die deutschen Verbände eine Rolle spielen. Hauptsächlich von diesem Gesichtspunkt aus er­folgen die aufklärenden Darlegungen Rosenbergs über die Lage in Deutschland bei den englischen Stellen.

»Daily Expreß" meldet, Rosenberg habe einem Vertreter des Blattes gegenüber gestern abend u. a. geäußert: Englands Freundschaft ist wesentlich für Deutschland. Dies kann nicht nachdrücklich genug gesagt werden. Hit­ler ist von der britischen Regierung abfällig kri­tisiert worden. Ich bin herübergekommen, um die politische Stimmung zu prüfen und Mißver­ständnisse auf zu klären. Deutschland be­findet sich eingezwängt zwischen einem kommuni­stischen Rußland und einem unfreundlichen Frank­reich. Das deutsche Volk ist in Gruppen zer­splittert, die Hitler zu vereinigen sucht. Ich hoffe, der britischen Regierung diese Tatsache klarzumachen, denn von der englisch-deul- schen Freundschaft hängt der Frieden Europas ab.

Ruhigere Beurteilung der Lage in Genf.

Private Besprechungen.

Gens, 9. Mai. (WTB.) Dem Erweiterten Präsidium der Abrüstungskonferenz schlug Hen­derson vor, die öffentlichen Beratungen des Hauptausschusses vorläufig bis Freitag aus» zusetzen. Der Präsident betonte die Rot­wendigkeit, daß die Verhandlungen nunmehr in möglichst kurzer Zeit positiv mit dem Ab­schluß einer Abrüstungskonvention abg eschlossen werden müssen. Insbesondere erheische auch der bevorstehende Zusammentritt der Weltwirtschastskonferenz ein positives Ergebnis der Abrüstungsoerhandlungen,

das Schicksal der vom Vaterlande losgelösten deut­schen Brüder muß in der Schule mehr als bisher beachtet werden.

Wichtig ist auch der Ausbau des lebenstundlichen, biologischen Unterrichts, und hier insbesondere der R a s s e n k u n d e. Der Blick für selbständige Beob­achtung der Rassenunterschiede muß geschärft wer­den. Notwendig ist vor allem der Nachweis der staat­lichen Folgen der Rassenverschlechterung und die Be­tonung der zwingenden Notwendigkeit, die lieber« sremdung deutschen Blutes mit fremdrassigen, vor allem jüdischen Blut zu verhindern.

Die Wiederherstellung der geschichtlichen Gerech­tigkeit verlangt, daß der Bedeutung der nordischen Raffe in der Entwicklung Europas und der ganzen Welt genügend Raum gewährt wird. Die rasienkundliche Aufklärung ist durch eine erbgesundheitliche zu ergänzen. Auch die Grundbegriffe der Familienforschung müssen im vnferrichfsplan einen Raum finden.

Die körperliche Ertüchtigung ist eine unentbehrliche Voraussetzung unserer völkischen Lebensdauer. Reben der Ausbildung rein kör­perlicher Gewandtheit und Leistungsfähigkeit ist besonderer Wert auf die Heranbildung von Willens» und Entschlußkraft zu legen. Eine besondere Seite dieser Ausgabe ist die Er­ziehung zur Wehrhaftigkeit. Das deutsche Volk muß wieder lernen, im Wehrdienst die höchste vaterländische Pflicht und Ehre zu sehen. Hier muß die Schule die notwendige Vor­arbeit leisten.

Die Schulen haben ferner die Aufgabe, d i e Ehre der Arbeit und die Achtung vor der Berufsleistung wieder herzustellen. Die Zahl der Abiturienten und Hochschüler darf das vernünftige Verhältnis zum Bedarf der Berufe an höher vorgebildeten Kräften nicht verlieren. Das mechanische Lcrechtigungswesen, un­ter dem das Volk und die Berufe sehr leiden und das auch unsere Wirtschaft unerträglich belastet, muß beseitigt und durch ein organisches, auf der wirklichen Leistung beruhendes Auslesesystem ersetzt werden. Die übergroße Mannigfaltig­keit unserer Schultypen muß auf ein Min­destmaß zurückgeführt werden. Wichtig ist vor allem auch, daß keine schuloolitische Maßnahme zu einer

Eine Programmrede des Reichsinnenministers Dr. Frick vor den Llnterrichtsministern der Lander.

Ausruf des VDA.-Äeichssührers!

Der durch den Beschluß des Wahlausschusses mit der Führung des VDA. beauftragte Dr. Hans Steinacher wendet sich mit einem Aufruf an die Oeffentlichkeit, in dein cs u. a. heißt:

Ich übernehme die Führung in einem Augenblick gewaltiger geistiger und politischer Umschick;tung. In mehr als einem halben Jahrhundert treuer, pflichtbewußter Arbeit hat der ADA. am Werke der Unterstützung für die auf bedrohten Außenposten um ihr Volkstum kämpfenden Deutschen geholfen. Ich sehe meine Ausgabe darin, durch den kommen­den Volksbund für das Deutschtum im Ausland noch mehr an der Gestaltung vertief­ter, verjüngter und opferbereiter Volksdeutscher Ge­sinnung im Reiche zu wirken. Der VDA. soll zum stärksten Träger der geschichtlichen Mission dieser Volksdeutschen Idee werden. Nur morsche Gesinnung, faule Gedankenlosigkeit unter den Deutschen, die hinter dem schützenden Zaun des Reiches sitzen, kennt Neutralität gegen den Lebenskampf deutschen, un­seres Volkstums vor den Reichsgrenzen. Wir wollen daher im Innern des Reiches kämpferische und fd)arfe Wächter (ein, daß un$ deutsches Volk, deut­sches Leben, deutsche Kultur, deutsches Empfinden nicht mehr mit den Grenzen des Staates eingeengt werde. Wir wollen mit allen Deutschen zur Nation aufwachsen und fordern, daß alle Fragen unseres staatlichen Daseins in der Ausdehnung und Aus­wirkung unseres ganzen überstaatlichen Volkskörpers gesehen werden. Der neue Volksbund wird den viel- berufenen Führergedanken auf allen Gebieten nun­mehr in die Tat umfetzen. Der bloße Wohltätig­keitsgedanke und das Almosensammeln haben zu weichen der Pflichtverbundenheit mit dem im Kampfe

stehenden Grenz- und Außenposten. An Stelle der Litte tritt die Forderung nach dem selbstverständ­lichen Opfer jedes Einzelnen für den im Abwchr- fampf stehenden Teil der Nation, damit edelstes deutsches Wollen, immer opferbereite Haltung deut­scher Abwehr jenseits unserer Grenzen nicht zu- schänden werden. Hebt hock) die blauen Wimpel! Wir stehen in besonderer Front! Formt neu die Reihen des VDA.! Begeisterung und neu geweckter Pflicht- eifer werden uns Tausende neuer Mitkämpfer zu­führen. Die deutsche Jugend wird uns nicht ent­täuschen! Ich rufe die jüngere Generation, die grol­lend bisher ost abseits stand! Die Stunde der Be­währung ist da! Erobert den VDA. von unten her! Bringt ihm Euren neuen Geist! Und Ihr alten Kämpen des VDA., saßt fester noch den Schritt! Altes Gut unseres idealistischen Glaubens wollen wir gestalten in der neuen Zeit. Wir tragen mehr denn je ein gut Stück deutschen Schicksals heiß in unseren Händen. Aus an die Arbeit! In den Psingst- tagen schon soll in Klagenfurt an den südlichen Grenzmauern des kommenden großen Deutschland ein neuer VDA den alten Willen zur Nation be­kunden! Volk Heil!

London, 9. Mai. (TH.) Der Leiter der Aus- wärtigen Abteilung der RSDAP., Rosen­berg, hatte am Dienstagvormittag eine an­nähernd zweistündige Hnterredung mit dem ame­rikanischen Sonderbotschafter Rorman Davis im Hydepark-Hotel.

Olm Rachmittag wurde er vom Außenminister Sir Iohn Simon im Hnterhause und eine halbe Stunde später vom Kriegsminister Lord H a i l s h a m im OLerhause empfangen.

Die Untercbung Vmit Rorman Davis, der nicht nur alsjScrtraukr Roosevelts, sondern auch mit voller Hnntnis Tiber die Absichten und Auffassungen des englischen und französischen Kabinetts sprechen konnte, verlief sehr offen» h e r z i g. Wie verlautet, hat Rorman Davis ausgeführt, daß Amerika niemals der Wie­deraufrüstung irgendeiner Ration zu stimmen tönnte und in Hebereinstiinmung

Berlin, 9. Mai. (WTB.) Im Reichsmini­sterium des Innern fand heute eine Zusam­menkunft derHnterrichtsminister der deutschen Länder unter dem Vorsitz des Reichs- ministcrs des Innern Dr. Frick statt. Reichs­minister Dr. Frick behandelte in längeren pro­grammatischen Ausführungen die Grundfragen der Schulpolitik. Cs ist unsere Aufgabe, so führte Dr. Frick aus, für alle Zukunft einen Rückfall in die Fehler der Vergangenheit unmöglich zu machen. Hierzu muß die Grundlage in der Erziehung unseres Volkes geschaffen werden. Sie hat die Volksgenossen schon von frühestem Lebensalter an zu erfüllen mit dem, was der Sinn unseres Volkstumes und unserer ganzen Nation ist, so daß die einmal gewonnene Erkenntnis in Fleisch uni) Blut übergeht und aus Gene­rationen hinaus durch nichts mehr zerstört werden kann. Die notwendigen Ver­änderungen in der Schul- und Erziehungspolitik reichen bis auf den Grund. Die indivi­dualistische Dildun^svorstellung hat wesentlich zu der Zerstörung des nationalen Lebens in Volk und (Staat beigetragen und vor allem in ihrer hemmungslosen Anwendung in der Rachkriegs­zeit ihre völlige Hnfähigkeit erwiesen, die Rorm der deutschen Bildung zu sein.

Die nationale Revolution gibt der deutschen Schule und ihrer Erziehungsaufgabe ein neues Gesetz. Die deutsche Schule hat den politischen Menschen zu bilden, der in allem Denken und handeln dienend und opfernd in feinem Volke wurzelt und der Geschichte und dem Schicksal seines Staates zu innerff verbunden ist.

Diese Hmftcllung der Schule wird Jahre ange­strengtester Arbeit erfordern. Die Größe dieser Ausgabe erfordert, daß die Erneuerung im Rahmen des gemeinsamen Planes einer deutschen Rationalcrziehung erfolgt.

Ein Mißverständnis möchte ich von vornherein nicht aufkommen lassen: Wenn ich mit Entschieden­heit mich für die einheitliche organische Gestal­tung des deutschen Bildungswcscns und gegen unnötige und störende Hnterschiede in ihm aus- sprcchc, so- denke ich dabei keineswegs an Uniformität des Bildungswcscns oder an zentralistische Anordnungen des Reiches. Davor bewahrt schon der Begriff vom lebendigen Volk, das sein Wesen und seine Kraft gerade im Reichtum der deutschen Stämme und Land­schaften hat.

Die neue Schule geht grundsätzlich vom Ge­meinschaftsgedanken aus, der ein uraltes Erbteil unserer germanischen Vorfahren ist und demgemäß unserer angestammten Wesensart am vollkommensten entspricht. Dieser Gedanke fordert freie Bindung des Einzelnen durch das Gemein­wohl. Die Schule hat also im Dienste des Volks­ganzen zu stehen. Hieraus ergeben sich Volk und Vaterland als wichtigste Unterrichts­gebiete, jenes in der reichen Fülle seiner Lei­stungen, von denen seine Geschichte, Sprache und Dichtung, heimische Kunst und heimischer Ge­werbefleiß zeugen, dieses in der Vielgestaltigkeit seines natürlichen Aufbaues im Boden, Tier- und Pflanzenwelt einerseits und in der Gestaltung dieses Crdraumes durch die schaffende Hand unserer Vorfahren von Hrzeiten her.

Rur so gewinnt die Jugend jene f e ff e Ver­wurzelung im heimischen Boden, die fie im Herzlande Europas im Kampfe mit den von allen Seifen auf fie ein- ffürmenöen fremden Einflüßen braucht, um feff- zustehen. wir müssen und werden unserer Ju­gend ein so starkes völkisches Selbff- bewuhtsein mit ins Leben geben, daß die Gefahr einer Entdeutschung ein für allemal gebannt ist.

Wir haben Hand in Hand mit ben stainmver­wandten germanischen Völkern N o r d - c ur o pas und ihrer Tochterstaaten jenseits der Meere weltumspannende Ausgaben zu lofen, die der Tatkraft der nordischen Rasse ein weites Feld tultur- aufbr.uender Betätigung geben. Darüber hinaus wol­len wir die Werte nicht verleugnen, die wir im Laufe von Jahrtausenden von anderen arischen Völkern in ständigem Kulturaustausch übernom­men. Der fremdsprachliche Unterridjt wird auch weiterhin dem Verständnis dieser Zusam­menhänge die Wege ebnen. Auch aus dem Gebiete der P f l e g e u n s e r e r M u t t e r s p r a ch e hat die Schule wichtigste Aufgaben zu läsen. Der d e u t - scheu Schrift gebührt der unbedingte Vor­rang vor der lateinisd;en .

Der Aufbau des Geschichtsunterrichtes und die Schaffung neuer G e f d) t ch t s- b ü d) e r bedarf ganz besonderer Aufmerk|amke,t. Wir müssen unsere völkische Entwicklung aus dem Boden und den Rassenoerhältnissen unserer eigenen Heimat heraus erleben. Besonders die Borge- s ch i ch t s f o r s ch u n g mit ihrer großen nationalen Bedeutung muß immer mehr zur Geltung kommen. Ein Hauptstück der Geschichtsbetrachtung hat vor allem das ungeheure Erlebnis des Weltkrieges und die Entwürdigung unseres Volkes durch das DersaillerDiktat, ferner der Zusammenbruch der liberälistisch-marxistischen Weltanschauung und der Durchbruch des n a t i o n a 1 s o z i a 11 st i- schen 5reil»Hcff\anfen6 ZU bilden. Auch

chten und

ierge- > von gleich sehe

nen ;erel

DrucUsa

od,eLisen ieSÄ S -M

, giMnI mens

MO

S