Ausgabe 
10.4.1933 Erstes Blatt
 
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Montag, 10.April M3

Nr. 85 Erstes Blatt

183. Jahrgang

Der Arbeiter im nationalen Staat

8. V'1

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banden.

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en 7 bis 9, Flandern mdeier 7 bis 8, deutsche 6,75 bis 9,50 Psennig a.K

vorder st er Linie mitzukämpfen. Alte Mitglieder sind auf Gesinnungstreue zu prüfen und neue mit Vorsicht und unter Einhaltung einer Probezeit aufzunehmen, da Ehre, Reinheit und na­tionale Kraft mehr gelten müssen als hohe Mitglie­derzahlen. Der Reichskanzler hat in einem Schrei­ben an den Kyfshäuferbundespräsidenten zum Aus- druck bringen lassen, daß ihm die Pünsche des Deut­schen Reichskriegerbundes stets am Herzen liegen und er die vom Kyffhäuserbunde seit langen Jahren geleistete vaterländische Arbeit sehr wohl zu würdigen wisse.

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Chefredakteur

Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den Übrigen Teil Ernst Blumschein und für den An­zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in Gießen.

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Darmstadt, 9. April. (15601.) Die Presse- stelle der Staatsregierung teilt mit: Bei einer Haussuchung ist der politischen Polizei ein Rundschreiben des Zentralkomi­tees der KPD. an alle Bezirksleitungen und Tlnterbezirksleitungen vom Rovember 1932 betr. Anweisung der konspirativen Tä­tigkeit in der AS DAP." in die Hände gefallen, das folgende Sätze enthält:Es ist uns in nahezu allen Teilen Deutschlands bereits gelungen, zuverlässige Genossen in die SA. und auch ab und zu in die SSt hineinzubringen. Hier muh unaufhörlich . und unter Wahrung der äußersten Vorsicht wei­ter gearbeitet werden. Die so tätigen Ge­nossen sind uns überaus wertvoll, denn sie haben die Aufgabe, im Falle der Machtergreifung durch die ASDAP. innerhalb der SA. und SS. M i fj- stimmung gegen ihre dann in Regierungs­stellen und damit in der Verantwortung stehen­den Führer zu erzeugen, Tlebergriffe unter dem Mantel der ASDAP. überall zu entfachen (besonders auf dem Lande), um so eine Miß­stimmung gegen die Regierung sofort zu erzeu­gen. Die Siegesstimmung, die nach der Macht­unter den braunen Mordgesellen

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heute, daß es viele gibt, die innerlich gar keinen Zusammenhang und kein Ver­täu d n i s für den Aationalsozialismus haben, )ie aber trotzdem heute plötzlich die chneidigstenAationalsozialistenge- v o r d e n sind. 3n diesem Punkt gilt es Vor- ichtI Denn nicht das äußere Kleid macht e s. nicht das Abzeichen, nicht der Heilgruh macht es, nein, das Herz allein entscheidet. Auf der anderen Seite aber, Volksgenossen, sollen wir auch großzügig sein. Richt kleinliche Rache wollen wir. 2e stärker wir uns als Ratio a fo.iali, c.i fuh. n, desto gr-hz. g".er, desto freier müssen wir auch über Vergangenes Hinweg­sehen und die aufrichtigeHand der Ver­söhnung hinreichen. Aber dort, wo wirk­lich am Volke Verbrechen begangen worden sind, dort muh die gerechte Vergeltung unerbittlich einsehen! (Stürmischer Beifall.) Die Großen müssen gefaßt werden, nicht die Kleinen die wollen wir laufen lassen. Die gerechte Vergeltung muß mit unerbittlicher Schärfe einsehen und sie wird das tun.

3n diesem Zusammenhang, daß alles gesäubert, gereinigt und neu aufgebaut wird, haben wir auch das neue Beamten- und Ange­stelltengefeh zu verstehen. Täuschen wir une nicht, es ist ein schweres Gesetz. Ls trifft den Einzelnen wenn es fein muh mit ungeheu­rer wucht, weil es fo schwer ist. muß alles ge­schehen. um eine falsche Anwendung zu verhin­dern. Die einzige Richtschnur ist die. ob der Be­treffende für den Staat ist oder wider fein Volk. Der einzelne Beamte, der ein gutes Gewissen hat, darf stolz fein Haupt erheben. Ls wird ihm nichts geschehen. 3n diesen Tagen kommen sie, die Denunzianten. Da klagen sie den ober jenen an, aus Konkurrenzneid und ähnlichen Beweggründen heraus. Bolksgenossen. wer denunziert, der bezeichnet sich selbst schon am besten dabei. Jedermann habe das Recht anzuklagen, aber find feine An-

Vertreter des SewerkschastSringeS beim hessischen Staatspräsidenten.

WSR. Darmstadt, 8. April. Der Staats­präsident empfing heute die Vertreter des Ge­werkschaftsringes, Gaugeschäftsfuhrer Fuhr­mann, Frankfurt a. HL, Geschäftsführer W e t n- berg Darmstadt, vom Gewerkschaftsbund der Angestellten, und den Vorsitzenden des Deutschen Bankbeamten-Dereins Wald mann-Darm­stadt. Die Vertreter überreichten eine Denk-

Auch in Zukunst Achtung auf die kommunistische Wühlarbeit

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rühren vor der Zoll«. I 7,25 bis 7,50, 3ugo« Rumänen 6,75 bis 7,

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zweifelsohne sofort einsetzen wird, ist per gurt» ftigfte Rährboden für unsere Genossen innerhalb der SA. und SS. Die eintretenden Uebergriffe müssen dann schnellstens aus genutzt werden. Rach wie vor ist für die nächsten Mo- nate die wichtigste Aufgabe der Kampf zur Gewinnung der proletarischen Anhänger der SA. Wir erwarten in dieser Beziehung wöchentlich Berichte über die geleistete Arbeit seitens des Polführers und des Osnaleiters. Genossen! Wir müssen die braune Pest durch Bazillen m ihren eigenen Reihen zugrunde richten! Arbeitet, arbeitet aber vorsichtig!" Dieses Rundschrer- ben beleuchtet blitzartig gewisse Vorgänge wah- rend der Revolutionstage, für die man zunächst keine Erklärung finden konnte, beleuchtet aber auch die geradezu teuflische Gerissenheit der KPD. Das hessische Voll kann seiner Reichs- und Etaatsregierung dankbar sein, daß diese mit eiserner Hand alle diese Maßnahmen unter-

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schrift an die Reichsregierung sowie Material- unterlagen, aus denen die Ziele des Gewerk­schaftsringes hervorgehen und in denen die Wünsche dargestellt werden, die die Angestellten in bezug auf die Wirtschafts- und Sozialpolitik vorzutragen haben. 3m Besonderen wurde in der Unterhaltung die Gehaltsfrage, das Lehrlingswesen und die Arbeitszeit behandelt. Außerdem empfing der Staatspräsi­dent Direktor Brandts von der HEAG.

Die Gemeindeverwaltung in Preußen.

Berlin. 7. April. (ERB.) 3n der Sitzung des preußischen Staatsministeriums vom 6. Aprll unter dem Vorsitz des Vizekanzlers v- Papen wurden, außer kleineren Vorlagen, drei Gesetze beschlossen, durch die wichtige Verfassungsfragen der Gemeinden neugeregelt werden- Das Gesetz zur Erzielung weiterer Ersparnisse in der gemeindlichen Verwaltung setzt die bereits eingeleitete Verbilligung der ge­meindlichen Verwaltung, insbesondere durch stär­kere Betonung des ehrenamtlichen Elements, fort. Zu diesem Zweck wird vor allem die Zahl besoldeter Gemeinde- Vorstands st eilen herabgesetzt. Ferner darf für ehrenamtliche Tätigkeit in Zukunft außer den baren Auslagen grundsätzlich nur der nachweislich entgangene Arbeitsverdienst ersetzt werden. Schließlich fordert das Gesetz eine Anpassung der Bestimmungen der Gemeinden über die Entschädigung gemeindlicher Beamter für Dienstreisen an die für Staatsbeamte geltenden Grundsätze. Das Gesetz über die Be­endigung der Amtszeit ehrenamt­licher Beamter und über die Bestäti­gung von Gemcindebeamten bringt die sofortige Beendigung der Amtszeit der Kreisdeputierten, der Amtsvorsteher, sowie der Gemeindevorsteher und Schöffen in Gemeinden ohne Gemeindevertre­tung. Außerdem vereinheitlicht es den Rechts­zustand in Preußen hinsichtlich der Bestätigung von Vorstandsbeamten der Stadt» und Land­gemeinden unter gleichzeitiger Dekonzentration der Nachgeordneten Behörden. Ein drittes Ge­setz zieht die Folgerungen aus der Ausschal­tung der Kommunisten aus den Gemeinde­vertretungen hinsichtlich der Beschlußfähig­keit dieser Körperschaften.

Erneute Kundgebung des Kyffhauser- bundes für die nationale Negierung.

Der Kysfhäuserbundespräsident, General der Ar­tillerie a. D. von Horn, erklärt erneut, daß der Kyffhäuserbund sich mit allen Kräften in die nationale Freiheitsbewegung stellt und der Reichsregierung zeigt, daß er gewillt ist, in

Reichsminifter Göring spricht vor den Berliner R6BO. über die seelische lleberwindung des Marxismus.

Die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft.

Rcichsrcchtlichc Regelung.

Berlin. 10. April. (WTB.-Funkfpruch.) Die Reichsregierung hat ein Gesetz über die Zulas­sung zur Rechtsanwaltschaft beschlossen, das in seinen wichtigsten Artikeln bestimmt: Die Zulas­sung von Rechtsanwälten, die im Sinne des Ge­setzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamten­tums nichtarischer Abstammung sind, kann bis zum 3 0. September 1 93 3 zu - rückgenommen werden. Die Vorschrift gilt nicht für Rechtsanwälte, die bereits seit dem 1. August 1914 zugelasfen sind oder im Weltkriege an der Front für bai Deutsche Reich oder für seine Ver­bündeten nekämpft haben oder deren Väter oder Sohne im Weltkriege gefallen sind. Die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft kann Personen nichtarischer Abstammung ver­sagt werden, auch wenn die in der Rechts­anwaltsordnung hierfür vorgesehenen Gründe nicht vorliegen. Personen, die sich im kommu­nistischen Sinne betätigt haben, sind von der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft aus­geschlossen. Bereits erteilte Zulassungen sind zurückzunehmen. Die Justizverwaltung kann gegen einen Rechtsanwalt bis zur Entscheidung darüber, ob von der Befugnis zur Zurücknahme der Zulassung Gebrauch gemacht wird, ein Der- tretungsverbot erlassen.

Die Zurücknahme der Zulassung zur Rechts­anwaltschaft gilt als wichtiger Grund zur Kün­digung der von dem Rechtsanwalt abgeschlosse­nen Dien st Verträge. Auf die Kündigung von Mietverhältnissen der Räume, die der Rechts­anwalt zum Dienst oder für seine Familie gemie­tet hatte, finden die Vorschriften des Gesetzes über das Kündigungsrecht der durch das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums be­treffenden Personen entsprechende Anwendung. Das gleiche gilt für Angestellte von Rechts­anwälten, die dadurch stellungslos geworden sind, daß die Zulassung des Rechtsanwaltes zurückge- nommen oder gegen ihn ein Vertretungsverbot erlassen ist. Durch dieses Gesetz sind die von den Landesjustizverwaltungen betroffenen weiter- gehenden Maßnahmen, die nur vorläufi­gen Charakter haben konnten, überholt und gegenstandslos geworden.

Für Notare, soweit sie Beamte sind, gilt das am Samstag erlassene Be a m t e n gesetz: soweit sie nicht Beamte sind, gelten für sie die landesgefehlichen Bestimmungen.

Das Gesetz über Orden und Titel.

Berlin, 10. Aprll. (WTB.-Funkfpruch.) 3m Reichsgesehblatt wird das Gesetz über Titel, Or­den und Ehrenzeichen veröffentlicht. Danach wer­den Titel verliehen vom Reichspräsi­denten und von den Reichs st atthal- lern, in Preußen vom Ministerpräsidenten in Vertretung des Reichskanzlers. Die Bezeich­nung der Titel und die Voraussetzungen, unter denen sie verliehen teerten können, seht der Reichspräsident fest. Akademische Grade werden hierdurch nicht betroffen. Orden und Auszeichnungen für bie Errettung von Menschen aus Lebensgef ahr (Ret­tungsmedaillen) kann nur der Reichsprä­sident verleihen. Weitere Bestimmungen hier­über sind dem Reichspräsidenten Vorbehalten. Treudienstabzeichen verleihen die Lan­desregierungen. Die Annahme ter vom Reichspräsidenten verliehenen Auszeichnungen be­darf keiner lantesrechtlichen Genehmigung. Der Reichspräsident bestimmt die Voraussetzungen, unter denen ein deutscher Titel, Orden und Ehrenzeichen von einer ausländischen Regierung angenommen werden darf.

Kleine politische Rachrichten.

Der Reichspräsident hat die Flaggenverord­nung über die Handels- und die Post- flagge unterzeichnet. Die künftige Handels­flagge zeigt nur noch die Farben Schwarz- Weiß-Rot ohne Gösch. Die R e i chs p o st- flagge wird in Zukunft die schwarz-weiß-roten Farben führen mit einem gelben Posthorn im weihen Felde. Auch die Standarte des Reichs­präsidenten wird eine Aenderung erfahren.

Die Stadtverordnetenoersammlung der Stadt Potsdam hat einstimmig, also mit den Stimmen der Sozialdemokraten, R e i ch s p r ä | i dent v. Hindenburg und Reichskanzler AdolfHitler zu Ehrenbürgern der Stadt ernannt

Zum Staatssekretär im preußischen Innenministerium ist Ministerialdirektor Orauert ernannt worden. Der bisherige Staats­sekretär von Bismarck wurde zwecks anderer Verwendung einstweilen zur Disposition ge­stellt

B e r l i n . 9. April. (TU.) 3m überfüllten Ber­liner Sportpalast fand am Sonntagmittag eine ein­drucksvolle Massenkundgebung ter RSBO. des Gaues Groß-Berlin statt Zunächst erklärte Can- desobmann Engel: Vor 3ahren haben wenige Männer in einer Bude in Charlottenburg die Or­ganisation aufgezogen, ohne Geldmittel und gegen die größten Widerstände. Und diese Organifatum ist heute zu einer umfassen­den Massenbewegung geworden. Es ist nicht möglich gewesen, die gesamte Organisation, hier in diesem kleinen Saal des Sportpalastes (Heiterkeit) unterzubringen. Die RSBO. ist in die Hixhburgen des Marxismus eingedrungen und hat sie so erobert, daß heute schon die Führer der marxistischen Gewerkschaften zu uns kommen und um gut Wetter bitten. Die Widerstände gegen un­sere Bewegung sind aber nicht nur von marxisti­scher Seite ausgegangen, sondern auchvonge- wissen bürgerlichen Parteien, ebenso wie von gewissen Arbeitgebern, die uns oft mehr zugeseht haben, als die Marxisten selbst. Man hat früher den Arbeitnehmern oft genug zugerufen: 3hr seid nur die dienstbaren Geister. 3eht gibt es nur einen Arbeitgeber: di e Ra­tion, ohne die auh ter einzelne Arbeitgeber nicht den geringsten Wert hat. 3n wenigen Mo­naten werden die Gewerkschaften geschlagen sein. Die Beiträge gehen nur noch spärlich ein und bald teerten nur noch die leeren pomphaften Gewerk- schaftshäuser dastehen. Dann haben die Führer einen Wasserkopf und keine Beiträge mehr (Hei­terkeit). und wenn sie sich nicht bald entschließen, sich uns freiwillig unterzuordnen, so werden sie in absehbarer Zeit dazu gezwungen fein und ihre Gewerkschaftshäuser für ein Butterbrot abgeben müssen. Die Entwicklung des deutschen Arbeiter- tums führt zum Rationalsoziallsmus. Seit 3ahren kämpfte die Sozialdemokratie um einen Feiertag. 3etzt sind die Rationalsozialisten in diesem Sinne an ter Arbeit. Der 1. Mai wird gesetzlicher Feier­tag, wird Ehren- und Ruhmestag der deutschen Arbeit sein. (Stürmischer Beifall.)

Reichsnnmfter Göring

ter SA.-Uniform trug, führte bann, mit 3ubel begrüßt, u. a. aus: Meine lieben Volksgenossen! Wenn wir heute eine nationalsozialistische Revo­lution haben, so betonen wir auch hier wieder, daß es sich um eine national sozialistische Revolution hantelt und dah es nicht angeht, nur immer von der nationalen Revolution zu sprechen. (Beifall.) Denn nicht nur ter deutsche Ratio­nalismus hat sich zum Durchbruch verhalfen, son­dern wir sind besonders glücklich, daß auch der deutsche Sozialismus gesiegt hat. (Er­neuter Beifall.) Denn nur wer den deutschen So­zialismus anerkennt, ist wahrhaft national. 3st Rationalismus Dienst an der Auhenpenpherie. so ist Sozialismus Dienst im inneren am Volke. So wie ter Sozialismus zur Lohn- und Magenfrage geworden war, fo hatte die bür­gerliche Parteienwelt den Rationalismus herab­degradiert zu dem öden Hurra-Patriotismus, des- sen Wurzeln der Alkohol und das Portemonnaie gewesen sind. (Stürmischer Beifall.) Deshalb muß­ten beite Begriffe wieder bereinigt und kristallklar dem Volke gezeigt werden. Das schaffte die ersten Grünblauen für den Wie­deraufbau unseres Volkes, älnser Führer Adolf Hitler sah des deutlich, daß die Einheit des Rei­ches nur dann gewahrt bleiben und vertieft wer­ten konnte, wenn man in diese Einheit des äuße­ren Reichsrahmens die Geschlossenheit des deutschen Volkes hineinstellte. Das war die Arbell ter letzten 14 3ahre dieser Be­wegung. aus einem Volk von Interessenten, von verschiedenen Religionen, Berufen. Ständen und Klassen wieder ein deutsches Volk zu ge­stillten. Aus ter Zerrissenheit ter Parteien haben wir die Einigung langsam begonnen.

Erst nachdem nun im großen und ganzen dos erste Tundament dieser inneren Geschlossenheit durch "Adolf Hiller geschaffen war. konnte er auch daran denken, den Rahmen auch nach außen hin wieder zu gestalten. So konnte er etwas tun, was feit Jahrhunderten nur Traum und Hoffnung gewesen ist. 3n einem einzigen Gesetz der ReichsstalthaUer stellte er d e s R e i - ches Einheit wieder her! (Beifall.) Durch dieses Gesetz haben wir etwas geschaffen, was feit Jahrhunderten nur ersehnt wurde, daß die Reichsgewalt als Einheit nun auch durchweg in allen Ländern die oberste Richtschnur ist. wobei gar nicht daran gedacht wird, das Stam­mesieben der Länder irgendwie zu beeinträch- tigen.

Reben der äußeren Form muß auch das innere Leben des Volkes, das Kernstück geschaffen wer­ten- Meine Volksgenossen, das kann nicht durch Gesetze gemacht werden. Ihr müßt arbeiten i n euren Zellen und euren Betrieben. Das was wir jahrelang gemacht haben, dieses ewige Ringen um die deutsche Seele, dieser ewige Kampf, um jeden einzelnen innerlich wieder frei zu machen von allem Schmutz dieses Systems und wieder zum deutschen Kämpfer und zürn deutschen Menschen zu machen, das müht ihr jetzt fortsetzen in euren Betrieben- Wir wissen

hasiplunlerstühun^ Menoersich-MgM m 9538, in der ürijcn- (den Unlersiühungrem- Ifo um 13737 furutf.

MeitsIosenverW' SZ, Sag!

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klagen falsch, dann trifft auch ihn die Strafe des Gesetzes, dah er den anderen verleumdet hat! Aber wenn wir gesprochen haben von den Allzu- eifrigen, fo glaubt mir eins: Nicht jeder, der heute getommen ist, ist aus Konjunktur gekommen. Die Bolksgenossen, die der innere Krieg zu uns führt, die nehmen wir, die werden schon morgen unsere Mitkämpfer sein können, lieber sie geht der Weg zu unserem Ziel, daß einstmals alle Deutschen nur mehr nationalsozialistisch denken. Dann werden wir die Geschlossenheit dieses Lölkes haben. Die B e - triebszellen sind in erster Linie berufen, den deutschen Arbeiter, den deutschen Ange­stellten, der zu ihnen kommt, weltanschaulich zu formen und zu erziehen, dis er ein deutscher Natio­nalsozialist geworden ist. (Stürmischer lang anhal­tender Beifall.) Das ist eure Hauptaufgabe. Ihr müßt den ehemaligen Marxisten und Kommunisten wieder klar machen, was es heißt, zum Volk zu gehören. Dem Almosenstaat der letzten 14 Jahre stellen wir unseren Sozialismus gegenüber, der das Recht auf Arbeit wieder Herstellen will. Die äußeren Formen des Marxismus konnten durch Gesetze und Verordnungen zerbrochen werten. Aber der Staat vermag nur Formen zu zerstören. Ihr aber sollt d i e m a r x i st i s ch e I d e e zertrümmern! (Beifall.) Die Kraft, eine Idee zu überwinden, muß aus inneren Werten kommen. Das könnt ihr nur aus dem Vertrauen zu dem, was wir predigen und formen wollen: die blinde Treue zu dem Führer Adolf Hitler, ter das alles geschaffen hat, ohne den es das nicht gäbe, was ihr heute seht! (Brausen­der Beifall.) Eiserne Disziplin, die zu allen Zeiten die Voraussetzung für einen Sieg war, ist in erster Linie notwendig und der unerschütterliche Glaube, daß mag kommen was will Deutschland leben muß. Deutschland wird leben, well wir das wollen.

Reichsminister Göring wurden von der Versamm­lung stürmische Kundgebungen bereitet. Die Menge sang den ersten Vers des LiedesDer Gott, der Eisen wachsen ließ" und anschließend das Horst- Wessel-Lied.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vrvtk und Verlag: vrühl'sche Universttäts-Vuch- und Stehtörudcrci R. Lange in Sieben. Zchriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulfttahe 7.