Ausgabe 
9.3.1933 Erstes Blatt
 
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Die Hast derZeit greift Sie mehr als je an, und dabei geht kostbare Nervensubstanz verloren. Es gibt Segen Nervosität, Er­schöpftsein, Mattigkeit und sonstige Schwächezustände nichts besseres als Doppelherz. Verblüffende Erfolge. Probefl. RM 1,95, Originalfl. RM 3,70 u. RM 4,65, Doppelherz-Dragees RM 1,50. Zu haben in d. nachstehenden Drogerien: H. Elges, Selters weg 68a: C. Seibel, Frank­furter Str.: 0. Winterhof!, Kreuzplatz9/10; Ludwigs-Drogerie u. Neustadt-Drogerie Hans Noll, Roonstr. 2' Grünberg: Karl Schott und sämtliche Filialen. 9?eV

Handels- md Sewerbebatz e.G.m.b.H. Gießen

Wirtschaft

upd eine gewisse Unsicherheit war nicht zu ver­kennen. Reichsbank waren etwa 1 Prozent erholt, nachdem sie bis auf 138,75 Prozent zurückgefallen waren.

Der Rentenmarkt verzeichnete die gleiche Bewegung, wie der Aktienmarkt: zunächst sehr fest.

mäßigten Basis zeigte sich bereits wieder kleine Deckuv ^sneig' 7a. so daß gegenüber den Tiefst--

Fu verzeichnen waren. Das Geschäft, das bis dahin ziemlich lebhaft war, wurde merklich kleiner,

Weiterlieferung eine untrennbare " Vermischung mit bereits lagernder Ware stattgefunden haben, ohne die ^lmsahsteuerfreiheit zu beeinträchtigen

5,50 Prozent auf 145 Prozent zurückgingen, führte nach den ersten Rotierungen allgemein zu recht schwacher Tendenz, da die Kulisse in größerem Umfange realisierte, um so mehr als Reichsbanl nochmals 5 Prozent einbüßten und somit mit ins­gesamt 10,50 Prozent auf 140 Prozent zurück­fielen. IG. verloren 3 Prozent, Lahmeyer, Sie­mens, Licht & Kraft, Bekula und andere Spezial­werte je bis zu 2 Prozent. Im übrigen betrugen die Verluste von 1 bis 1,50 Prozent. Rur Süd­deutsche Zucker konnten sich behaupten.

Im Verlaufe erwies sich das Riveau etwas wider standskräftiger, und auf der er-

Zum Schluß hielt Direktor Mattern einen Vortrag über

Wirtschaftsfragen der Gegenwart".

Er schilderte öie Urfa-jen und Auswirkungen der Wirtschaftskrise und bezeichnete als Voraussetzung für eine Lösung die Rückkehr zu einer ver­nünftigen Außenhandelspolitik, den Wegfall der unsinnigen Zollmauern zwischen den einzelnen Ländern und die Wiederherstellung eintzr gesunden Währungs- und Kreditordnung. Da es sich nicht nur um eine deutsche Krise, son­dern um eine Weltkrise handele, könne nur eine gemeinsame Aktion aller Länder zum Ziel führen. Deutschland könne seine Aus­landsschulden, die viel zu hoch feien, auf die Dauer nur durch Waren, also durch Export be­zahlen. Das Ausland stehe einfach vor der Ent­scheidung, entweder deutsche Waren hereinzu- nehmen, oder auf restlose Schuldenerfüllung sei­tens Deutschlands zu verzichten. Cs wäre falsch, von der politischen Kursänderung in Deutsch­land nun in wirtschaftlicher Hinsicht Unmög­liches zu erwarten. Keine Regierung könne sich den Gesehen der Wirtschaft entziehen.

Die Aussichten für einen wirtschaftlichen Erfolg seien aber günstiger als früher, da der Tief­punkt der Depression auf den Weltmärkten wohl als erreicht angesehen werden könne.

Auch die neue Regierung beabsichtige auf wirt­schaftlichem Gebiet keine gewagten Experimente, die nur geeignet wären, den Kredit, die Grund­lage jeder Wirtschaft und jedes Staates, zu unter­graben. Rur der Weg wirtschaftlicher Vernunft könne zum Ziel führen.

mäßige Buchführung nicht vorhanden ist, das be­sondere Umsatzsteuerbuch angelegt werden.

Rimmt der Handwerker die Ware vorüber­gehend in Besitz, so muß sie. wie gesagt, im Zeitpunkt der Bcsitzübernahme verkauft sein. Ein fester Preis braucht nicht von vornherein verein­bart zu sein. Es genügt, wenn ein gegenseitiger Vertrag im Sinne des bürgerlichen Rechts ab­geschlossen wird, der den einen Teil zur Ab­nahm, den Handwerker zur Lieferung verpflich­tet. Der jeweilige Marktpreis kann vereinbart oder der Kaufpreis lediglich nach allgemeinem Handelsbrauch bestimmt sein. Auch festeBestel­lungen" fallen unter den Verkauf: der Ausdruck ist nicht entscheidend. Doch genügen lediglich ge­wohnheitsmäßige Bestellungen ohne gegenseitige Bindung regelmäßig nicht (RFH. v. 8. 1. 1932 V A 624/30).

Erforderlich ist, daß die Ware vor der In­besitznahme durch den Handwerker verkauft ist. Cs genügt jedoch, wenn der Verkauf während des Transports oder während einer sog. Dis­positionsfrist für die noch kein Lagergeld berechnet wird erfolgt (RFH. V A 754/30).

Eine Arzflagernahme der vorverkauften Ware darf nur vorübergehend aus mit der Weiter­beförderung oder Aushändigung der Ware an den Abnehmer zusammenhängenden Gründen ge­schehen: z. B. bis ein Beförderungsmittel zur Verfügung steht. In diesem Falle kommt es auch grundsätzlich auf die Dauer der Lagerung nicht an (RFH. V -A 738/29 Reichssteuerbl. 32 S. 358). Erfolgt dagegen die Einlagerung bis auf Abruf oder zu einem bestimmten Liese- rungstermin (RFH. Dd. 27 S. 280) oder aus sonstigen mit der Beförderung nicht in Zusam­menhang stehenden Gründen, so tritt cklmsatz- steuerpflicht ein.

Der anderweit bezogene und der weiterver­kaufte Gegenstand mutz im Handelsverkehr als identisch angesehen werden. Die Marktgängigkeit darf nicht geändert fein. Der Handwerker darf nicht Handlungen mit der Ware vornehmen, die sie zu einem anderen Verkehrsgut macht. Die erforderliche Identität der Ware wird z. B. auf­gehoben bei der Zusammensetzung von Maschinen­teilen zu Maschinen usw., dagegen nicht bei der Prüfung von Maschinen auf Betriebsfähigkeit (Reichssteuerbl. 28 S. 117) ufto. Handelt es sich um vertretbare Sachen (z. B. iy einem entschiede­nen Falle Perlmutterknöpfe), so kann von der

(RFH. VA 9/30).

Der- Handwerker darf vor der Weiterlieferung auch keine Maßnahmen mit der Ware vornehmen, die über den Rahmen der Beförderung hinaus­gehen. Zulässig sind insbesondere Prüfung, Um­ladung, Verteilung der Ware: auch Zuladung vom Lager, im letzteren Falle wird lediglich die Lagerware steuerpflichtig. Maßnahmen zur Er­haltung der Ware auf dem Transport, Ver­packen sowie alle Maßnahmen, die auch ein Spediteur oder Frachtführer vornehmen würde, lassen die Steuerfreiheit bestehen.

* Wintershall AG., Berlin-Kas- s e l. Die 0. GV. der Wintershall AG., Berlin- Kassel beschloß die Herabsetzung des AK. um 18,5 Millionen. Mk. Verwertungsaktien durch Ein­ziehung. Zugestimmt wurde ferner, diese Verwer­tungsaktien, die seinerzeit zu Angliederungs- zwe.en geschaffen worden seien und bei der Bi­lanzierung Schwierigkeiten durchs den veränderten Vcrmögensstand verursachen würden, zu ver­nichten.

Briefkasten der Redaktion.

p. G., Gießen. 1. Die zuständige Landesversiche­rungsanstalt, deren Adresse aus den in Iyrem Besitz befindlichen Bescheinigungen hevorgeht, kann Ihnen von der 8. und 9. Invalidenkarte Ab­schrift geben. 2. Wenn Sie 250 Pflichtmarken oder insgesamt 500 Marken geklebt und die Anwart­schaft aufrechterhalten haben, besteht Anspruch auf Rente, jedoch ist dabei zu beachten, daß bei dem Antrag aus Renke wegen Vollendung des 65. Le­bensjahres 750 Marken nachzuweisen sind. 3. Ein rückwirkender Rentenanspruch besteht nicht: die Rente wird immer vom 1. des auf den Antrags­monat folgenden Monats gezahlt.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 10. März 1933.

Kapelle des Allen Friedhofs. 18 Uhr: Passions­andacht; Pfarrassistent Knell. petruskapelle. 20: Pfarrassistent Knell.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 11. März. Vor­abend 6.15 Uhr; morgens 9; Gedenkfeier zu Ehren der Gefallenen; abends 6.30 und 7.10 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 11. März. Freitag abend 5.55 Uhr; Samstag vor­mittag 8.30; Predigt; Gedcnkfeierfürdie Gefallenen des Weltkriegs; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 7.10. Wochengottesdienst: Sonntag morgen 6.30; ab Montag 7; abends 6 Uhr.

, Berlin schwächer.

Berlin, 9. März. (WTB. Funkspruch.) Wäh­rend man noch in den heutigen Vormittagsstunden und an der Vorbörse eine ausgesprochen freund­liche Stimmung feststellen konnte, die in der Haupt­sache auf neuen Kundenorders und Anlagen aus Still­haltegeldern basierte, zeigten die ersten Kurse eine sehr uneinheitliche Entwicklung. Gegen die festen gestrigen Abendkurse gab es daher verschiedene Ent­täuschungen. Am meisten Beachtung fand ein star­kes Angebot (man sprach von 240 Mille) in Reichs­bankanteilen, wobei die schon gestern aufgetauchten Gerüchte von einer beabsichtigten Verstaatlichung, die vielleicht durch die gestrige Unterredung zwischen dem Reichskanzler und Dr. Luther noch verstärkt wurden, verstimmten. Rach anfänglicher Minus- Minus-Notiz lag der erste Kurs 8,50 v. H. unter gestern. Die erneute Vertagung bei Rheinische Braunkohlen ließen die RWE.-Aktien um 2,75 v. xj. nachgeben, aber auch Farben, Rheinstahl und Baye­rische Motoren eröffneten besonders im Vergleich zu gestern abend ausgesprochen schwach. An­derseits hatten Spezialpapiere wie Julius Berger auf die beschleunigte Durchführung des Ardeitsbe- schaffungsvrogrümms einen Gewinn von 4,13 v. H. zu verzeichnen, Bubiag gewannen 3 v. H., Maximi- lianshütte 3,50 v. H. und Ilse und Lahmeyer, letz­tere nach Plus-Plus-Notiz sogar je 5 0. H. Bei stär­kerer Nachfrage zogen Kokswerke um 2,25 v. H. an, auch Bremer Wolle setzten ihre Aufwärtsbewegung um 3 v. H. fort. Die matte Eröffnung der Reichs­bankanteile hatte aber im Verlaufe allgemein An­gebot zur Folge. Die Rückgänge betrugen ziemlich

einheitlich bis zu 1,50 v. 5). und gingen bei Spezial­werten sogar bis zu 3 v. H. Rheinische Braunkohlen büßten im Verlaufe 4 v. H. ein.

Der freundliche Rentenmarkt konnte sich im Verlauf dieser Bewegung an den Aktienmärkten nicht entziehen. Deutsche Anleihen und Reichsschuldbuch­forderungen büßten bis zu 1 v. 5). ein, Pfandbriefe la­gen uneinheitlich. Don Auslandsrenten kamen 4pro- zentige Mexikaner 0,50 v. H. niedriger zur Notiz. Am Geldmarkt blieb die Situation gegen gestern vollkommen unverändert. Für kurzfristige Anlagen erhielt sich die Nachfrage.

Frankfurt im Verlauf schwächer.

Frankfurt a. M., 9. März. (WTB. Draht­meldung.) Die heutige Börse eröffnete im An­schluß an die weiteren Kurssteigerungen der Abendbörse zunächst in befestigter Tendenz, wo­bei in der Hauptsache vorbörslich neue Gewinne von 1 bis 2 Proz. zu verzeichnen waren, da von der Kundschaft in ziemlich grotzem Umfange Kauf­orders Vorlagen und auch der Rückgattg der Ar- beitslosenziffem stimulierte. Vereinzelt kam auch einiges Angebot heraus, so dah die ersten Ro­tierungen ein uneinheitliches Bild boten, wobei die Veränderungen etwa 0,5 bis 1,5 Proz. betrugen. Sehr fest lagen am Elektromarkt Lahmeyer mit plus 5 Prozent. AEG., Gesfürel und Siemens lagen behauptet, während Bekula 1,5 Proz. und Schuckert 0,75 Proz. nachgaben. Am Chemiemarkt lagen IG. 0,25 Proz., Rütgerswerke 0,75 Proz. niedriger, dagegen eröffneten Scheideanstalt 0,75 und Deutsche Erdöl 0,50 Proz. höher. Von Mon­tanwerten setzten Gelsenkirchen, Ilse-Bergbau- Genutz, Mannesmann und Stahlverein kaum ver­ändert ein, während Rheinstahl 2 Pro^. und Phö­nix 1,5 Proz. einbützten. Von Kalipapieren waren Salzdetfurth mit 192 Proz. unverändert. Im übri­gen eröffneten Schiffahrtswerte behauptet, Daim­ler 1,25, Alu 1,75 und Zellstoff Waldhof 1 Proz. schwächer, dagegen Zement Heidelberg 1,5 und Süddeutsche Zucker 2 Prozent fester.

Die schwache Haltung der Reichsbankanteile, die auf verschiedene vage Gerüchte zunächst um

dann schwach. Alcbefitz 69,50 bis 09,25 Prozent (minus 1,25 Prozent), Reubesitz 9,75 (unverän­dert), dann 9,40, Späte Reichsschuldbuchsorderun- gen 80,75 bis 79,25. Goldpfandbriefe lagen meist gut behauptet, vereinzelt auch etwas niedriger. Kommunalobligationen waren stark gesucht. Bei Materialmangel von Staatsrenten erschienen Hes­sen-Volksstaat von 1928 mit Plus-Plus-Zeichen.

frankfurter

Frankfurt a. M., 9. März. Auftrieb: 135 Rin­der, 1027 Kälber, 185 Schafe, 830 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 36 bis 40, mittlere Mast- und Saugkälber 30 dis 35, geringe Kälber 25 bis 29; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel 25 bis 28, mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 21 bis 24; S ch w e i n e: vollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 39 bis 40,5, vollfleischige Schweine von ca. 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 37 bis 40, vollfleischige Schweine von ca. 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 36 bis 39 Mark. Marktverkauf: Kälber und Schafe langsam, ge­räumt, Schweine schleppend,, geringer Ueberstand.

Das Institut hielt gestern Abend unter Leitung seines Aulsichtsratsvorsihenden, Kommerzienrat Roll, seine 74. ordentliche General­versammlung ab. Rach kurzen einleitenden Betrachtungen über die allgemeine wirtschaftliche Lage e.stattete Direktor Arnold den Geschäfts­bericht für 1932, aus dem hervorging, daß die Betriebsmittel der Bank trotz der allgemeinen Umsatzschrumpfung nur unwesentlich zurückgegan- gen sind. Die Bilanzsumme ist mit 3 022 245,74 Mark nur um 4 Prozent niedriger, als im Vor­jahre. Der Gesamtumsatz belief sich auf 81 Millionen Mark, gegen 110 Millionen Mark im Iahre 1931. Die Spareinlagen und De­positen betrugen 2 012 985,31 Mk.

Die Rank war in der Lage, alle Rückflüsse aus eigenen Mitteln zu bezahlen, ohne Kredite in Anspruch nehmen zu müssen. Die Zahlungs­bereitschaft ist nach wie vor zufriedenstellend.

Die flü.ßgen Mittel deckten am Iahresschlutz die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu 90 Prozent, die gesamten Verbindlichkeiten zu 32 Prozent. Im Kreditgeschäft wurden Reuausleihungen, von kurzfristigen Kredithilfen abgesehen, nicht vorgenommen. 2m Wechseldiskontge- schäft, das naturgemäß einen stärkeren Rück­gang aufweist, wurden 8782 Wech,el im Gesamt­beträge von 2 783 203,96 Mk. angekauft. Der Mitgliederbe st and betrug 1398 mit 1621 Antei.en und einem Geschästsanteilguthaben von 592 692,60 Mk. Das Eigenkapital der Bank in Höhe von 827 000 Mk. deckt die fremden Gelder u 40 Prozent. Der Reingewinn betrug nach Vo.nähme erforderlicher Rückstellungen 27 383,08 Mark. Das Gewinnergebnis wurde naturgemäß durch den verringerten Geschäftsumfang und die verkleinerte Zinsspanne beeinflußt, gestattet aber trotzdem die Verteilung einer Dividende von 4 Prozent an die Mitglieder.

Eine stärkere Belastung des cklnkostenetats droht der Bank in steuerlicher Hinsicht. Wie die Ver­waltung mitteilte, sind Die hessischen Finanz­ämter im Gegensatz zu den preußischen auf Grund einer angefochtenen Entscheidung des Finanz­gerichts in Darmstadt dazu übergegangen, die Geichuftsanteile der Genossen, die bisher bei der Berechnung der Gewerbesteuer als abzugs- fähige Schulden galten, dem gewerbesteuerpflich­tigen Kapital hinzuzuschlagen. Diese Auslegung des Gesetzes würde bedeuten, daß

allein die Gewerbesteuer für dos Iahr 1932 45 Prozent des Reingewinns ausmachen^würde.

Dari ber hinaus fordert das Finanzamt noch für die iruckliegenden Iahre seit 1928 sehr er­hebliche Rachzahlungen. Die Verwal­tung hofft aber, daß der Einspruch der hes­sisch, n ' tgenosfenschaften beim Verwaltungs- geh.cd, zu einer gerechteren und tragbaren

Enksckn -üng führt.

Vorschläge der Verwaltung wurden ein- stimm'q autgeheißen. Alsdann kam der Bericht dtzs Vc'bandsrevisors über die im September sttlttgc iundene mehrtägige Revision der Bank zur Tcrlefung. Der Bericht spricht sich aner­kennend über die Vermögenslage der Bank aus und hebt die gesunde Risikoverteilung hervor. Bei -den Srsahwahlen zum Aufsichtsrat wurde an Stelle des wegen seines Alters ausscheiden­den Herrn W; n n der Kaufmann Hermann Fuhr gewählt.

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Vei Werklieferungen des Handwerkers (z. B. Bessern gen hon J),25 ^bis 0,50 Prozent

Lieferung von Anlagen,, Bauten, Apparaten, Maschinen ufto.) kann Amsahsteuerfreiheit sowohl aus dem Grunde entfallen, weil die anderweit

bezogene und die weitergelieferte Ware nicht die­selbe ist, wie auch, weil der Handwerker vor der Fertigstellung selbst oder durch feine Leute Be­sitz an der Ware ergreifen muß. Läßt jedoch der Handwerker die gan-e Werklieferung (z.B. Ein­setzungen von Glasscheiben) durch einen anderen vornehmen, so kann unter den sonstigen Voraus­setzungen Steuerbefreiung beansprucht werden (RFH. Reichssteuerbl. 31 S. 149).

Der Verkauf der Ware muß nach dem oben Gesagten im Großhandel erfolgen, d. h. an ge­werbliche oder landwirtschaftliche Betriebe zu betrieblichen Zwecken, an freie Berufe zu beruf­lichen Zwecken oder auch an Hausbesitzer zur Verwendung in einem Miethaus, nicht Dagegen an Arbeitnehmer. Der Abnehmer muß eine selb­ständige Tätigkeit ausüben. Stets als Großhandel gelten die Lieferungen an das Reich, die Länder und andere öffentlich-rechtliche Verbände. Es kommt auf die Lieferung im einzelnen Fall an, sy daß auch Handwerker und der Einzelhändler Großhandelsumsätze tätigen kann.

Die für Die Geschäftsbücher erforderten An­gaben sind folgende: Gegenstand nach der han­delsüblichen Bezeichnung und nach der Menge (Gewicht, Stückzahl ufto.), Rame (Firma) und Wohnort (Sih) des Lieferers und des Abneh­mers, Tag des Verkaufs sowie der etwaigen In­besitznahme und Absendung des Gegenstandes an den Abnehmer, das Entgelt, den Hinweis auf Sie entsprechenden Belege und einen Vermerk über die Abwicklung der Lieferung an den Abnehmer.

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde bei der Firma Commerz- und Pri­vatbank, AktiengeseLjiboft, Filiale Gießen, am 6. März 1933 -eingetkageftl Dankdirek­tor Dr. Joseph Schilling, Berlin, ist zvn ordentlichen Vorstündsmitgliede bestellt.

Achen.^en^. Marz 1933. 1657D

/ Hessisches Amtsgericht.

Holzsubmission.

Die Gemeinde Staufenberg verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebots folgendes Nutzholz: \ 16730

Dichten-Langholz.

Los 1. la-Klasse 131 Stück, 23,08 fm

2. lb= 131 58,17

3. 2a- 110 89,05

4. 2b, 51 59,97

5. 3a- 13 13,13

6. 3b- 6 14,63

Kiefer.

lb-Klasse 6 Stück, 1,66 fm 2a- 40 16,69 2b- 14 9,31

Angebote per Festmeter sind, nach Losen getrennt, mit Aufschrift versehen, bis zum 14. März, nachmittags 2 Uhr, bei uns ein­zureichen, wo alsdann die Oeffnung der Angebote erfolgt. Das Holz ist ohne Rinde gemessen. Mit Abgabe des Angebots unter­wirft sich der Käufer den Verkaufsbedin­gungen.

Staufenberg, den 8, März 1933. Bürgermeisterei Staufenberg.

1.23.: Karbe r.

Zwangsversteigerung 13 W

Am Donnerstag, dem 16. März 193 j», vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichts gebäude zu Gießen, Zimmer 107, Das nachstehende im Grundbuche zu Gießen:

a) dem Schlosser Otto Fran; iu Gießen 3U

b) der Anna Franz, geb. Müller, in Gießen, dessen Ehefrau, zuz«,

c) dem August Müller in Gießen zu/» zugeschriebene Anwesen Crednerstraße 24

Jlur 6, Jlr. 122ti/ioo = 465 qm hofreite, geschätzt 28 443 Reichsmark, zum Zwecke der Auseinandersetzung versteigert.

Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehangt. 9350

Gießen, den 6. Februar 1933.

I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: _______Leo, Ortsgerichtsvorsteher. '

Holzversteigerung

Die Gemeinde Wißmar versteigert am Samstag, dem 18. Mär;, von 1 Uhr nach­mittags ab bei Gastwirt Wolf aus den Di­strikten 18a, 20a Winterberg, 21 Homberg, vom Wegeaufhieb in 8, 9 und 15 und aus der Totalität: 16750

Eiche: 8 rm Rollen (2 und 4 m lang), 225 rm Scheit und Knüppel. Buche: 240 rm Scheit und Knüppel, 950 rm Reiser. Fichte: etwa 45 fm Stammholz, 400 Derbstanaen 1. Kl., 420 2. Kl., 730 3. Kl. und 300 4. Kl., 20 rm Knüppel.

Wißmar, den 9. März 1933.

Der Gemeindevorsteher.

Bittend 0 rf.

BO«

Grossreinemachen ? - ßiffe sehr

mit GEG isEs halb so . schwer /

Noch ein

Sonderangebot! M

Weiter bieten wir an:

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Schenertttcher, Stck. 55.52.48,35.25,22 und 20 4

Warenabgabe nur an Mitglieder!

Bohnerwachs . Fnßbodenbelze

Schrubber .......

Kokos-Handbesen .

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in allen Preislagen, Stück 25,23,20 und 18°)

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......Stück 28°)

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L/i Dose 60,/2 Dose 32-)

...... , Dose 82°)

1 Scheuertuch, n» »

1 Dose Bohnerwachs, S U

1 Schrubber... .zusammen I W I 1

IZwangsversteigerung WK I Am Donnerstag, dem 30. März 1933, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichts­gebäude zu Gießen, Zimmer 107, das im Grundbuche von Gießen dem Adolf Best u. Gen. in Gießen zugeschriebene Anwesen Katharinengasse 14 16580

Flur 1, Rr. 633 = 123 qm hofreite.

geschätzt 13 590 RM., versteigert.

Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehängt.

Gießen, den 6. März 1933.

I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher.

Konsumverein ließen und Umg. e.6.m.b.H.

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