Ausgabe 
7.4.1933 Frühausgabe
 
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S.Jl.-'fpOTt

Frühjahrswalölauf des 4. Bezirkes Gau Hessen OT.

Am Sonntag fand der Frühjahrswaldlauf des 4. Bezirks der DT. in Bieder-Ohmen statt. Die Leitung lag in den bewährten Händen des Be- zirksvolksturnwarts G u n d r u m , Lauterbach. Die Beteiligung blieb hinter den Ziffern der früheren Jahre zurück. Cs war aber sehr zu begrüßen, dah gerade die entlegensten Vereine sich stark beteilig­ten, während naheliegende Stadtvereine nicht ver­treten waren. Die Veranstaltung selbst, zu der 51 Meldungen vorlagen, verlief programmähig. Im Anschluß an die Kampfrichtersihung begannen die Läufe.

Die Liegerliste.

^-Klasse: 19 Teilnehmer, 13 Sieger (5500 Meter): 1. Phil. Weppler, Schlitz, 19:28 Min.; 2. Willi Dehnert, Bernsfeld, 19:51; 3. Ernst Otto, Bieder-Ohmen; 4. Karl Erb, Bernsfeld; 5. Wil­helm Eifert, Helpershain; 6. Konrad Mühling, Crainfeld; 7. Fritz Weyrauch, Lauterbach; 8. Fritz Kalmbach, Schlitz; 9. Karl Euler, Ober-Ohmen; 10. Wilh. Hinkel, Schlitz; 11. Willi Otterbein, Ober- Ohmen; 12. Wilh. Peter, Bieder-Ohmen; 13. Hch. Hühnergorth, Helpershain. 1. Mannschaftssieg Tv. Schlitz, 19 Punkte; 2. Mannschaftssieg: Tv. Hel­pershain 32 Punkte.

6-Klasse: 9 Teilnehmer, 6 Sieger (3500 Meter): 1. Fritz Guntrum, Schlitz, 16:11 Min.; 2. Ernst Kömpf, Bieder-Ohmen, 16:26; 3. Heinr. Delde, Lauterbach; 4. Dal. Klug, Bieder-Ohmen; 5. Hch. Decher, Schlitz; 6. Wilh. Lachmann, Schlitz. 1. Mannschaftssieg: Tv. Schlitz, 12 Punkte.

S-Klasse 11 Sieger (2000 Meter): 1. Wil­helm Casparh, Burg-Gemünden, 7:21 Min.; "2^ Hch. Schellhaas, Bieder-Ohmen, 7:35; 3. Karl Keil, Bieder-Ohmen; 4. L. Baldauf, Bieder-Ohmen; 5. Erich Deuchert, Lauterbach; 6. Hch. Philipp, Burg- Gemünden; 7. Werner Bischoff, Lauterbach; 8. Wilh. Bäder, Crainfeld; 9. Helmut Weller, Lau­terbach; 10. Friedrich Oechler, Crainfeld; 11. Hans Stähr, Lauterbach. 1. Mannschaftssieg: Turnv. Bieder-Ohmen, 9 Punkte; 2. Mannschaftssieg: Tv. Lauterbach, 21 Punkte.

Walölaufmeisterschasten des Mittel- rheinkreises.

Die Waldlaufmeisterschaften des Kreises III der DT., Mittelrheinkreis, finden am kommenden Sonntag in Offenbach statt. Aus Frankfurt a. M., Hanau, Offenbach, Darmstadt, Homburg, Kreuz­nach, Gießen und Saarbrücken sind zahlreiche Meldungen eingelaufen, so daß in allen Klassen außerordentlich starke Felder an den Start gehen werden. In Verbindung mit den Waldlaufmei­sterschaften finden am Samstag und Sonntag Sitzungen des Kreissportausschusses statt.

Sronffurfer Regatta wieder international.

Die große Frankfurter Regatta wird in diesem Jahre erstmals auf der neu geschaffenen 2000» Meter-Rennstrecke zwischen Biederrad und Gries­heim am 29. und 30. Juli ausgetragen. Seit langen Jahren wird die Regatta wahrscheinlich wieder international beschickt werden. Startabsich­ten haben vor allem Londoner und holländische Ruderer kundgegeben, dagegen werden die Schweizer und italienischen Ruderer nicht an den Start gehen, da am gleichen Termin die Landesmeisterschaften der betreffenden Verbände stattfinden.

Heinkel-Schnellflugzeug schafft sechs Höchstleistungen.

Das neue Schnellverkehrsflugzeug der Deutschen Lufthansa, H. E. 70 der Heinkelwerke, har bis jetzt schon sechs neue Höchstleistungen ausgestellt. Der 2000-Meter-Rekord wurde von 263,9 Stkm. auf >345,3 Stkm. gebracht, lieber die 1000-Meter-Strecke gäh es ohne und mit 500 Kilogramm Nutzlast zwei neue Bestleistungen, die beide auf 347,4 Stkm. stehen, die entsprechenden Rekorde über 500 Kilo­meter wurden auf je 238,9 Stkm. heraufgeschraubt, während der neue Rekord über 100 Kilometer mit 500 Kilogramm Nutzlast jetzt mit 348,1 Stkm. re­gistriert wird.

Wellund Bedeutung des Schulschwimmens

Von 3- Ed. Mertens.

Durch einen Erlaß des preußischen Unterrichts­ministers vom 3. Mai 1924 wurden alle preußischen, und durch amtliche Bekanntmachung auch alle hessi­schen Schulen auf den Wert des Schwimmens in den höheren und Volksschulen hingewiesen. Gleich­zeitig wurden Wege gezeigt, die organisatorischen Probleme des Schulschwimmens in geeigneter Form zu erfassen. Die Durchführung dieser Frage hatte zunächst die grundsätzlichen Interessen, sowohl der Badeverwaltungen als auch der Schulen zu regeln. Die Wege, die nun einzuschlagen waren, richteten sich vor ollem nach den verschiedenen örtlichen Ver­hältnissen, führten jedoch nicht alle zum Ziele. Auf die Möglichkeiten, die eine Regelung gewährleisten, soll hier nicht näher eingegangen werden.

Der obligatorische Schulschwimmunterricht in den Gießener Schulen wird seit Ostern 1931 an einer Artlaufenden Band" durchgeführt, d. h. die Aus- und Ankleidemöglichkeiten sind so eingeteilt, daß z. B. die Klassen 1 bis 3 bis 5 sich auf der Galerie und die Klassen 2 bis 4 bis 6 in den Zellen aus« und anziehen. Da die Zeit zwischen dem Erscheinen der Klasse 1 und 2 etwa 30 Minuten beträgt, ist die Möglichkeit gegeben, sobald Klasse 1 das Wasser ver­läßt, von Klasse 2 in Anspruch genommen zu wer­den, ohne den Wasseraufenthalt von 20 dis 25 Mi­nuten zu kürzen.

Auf diese Weife konnten im vergangenen Schuljahr rund 30 000 Schüler und Schüle­rinnen an dem Schnlschwimmunterrichl feil- nehmen.

Durch genaue Einhaltung der eingeteilten Zeiten ist die Zahl der Schüler, die gleichzeitig einer Ausbildung unterzogen wer­de n, so bemessen, daß die Sicherheit der Schüler einerseits und die Uebersicht der Lehrer anderseits gewährleistet ist. Neben den Lehrern, denen die Ausbildung der Schüler obliegt, sind von feiten der Badeverwaltung besondere Sicherheits­maßnahmen getroffen. Die Ausbildung der Schüler erfolgt durch Masseunterricht. Die Vor­übungen werden in den Turnhallen als Trocken- unterricht geübt. Schüler und Schülerinnen, bei denen ein Vorwärtskommen hierbei nicht möglich ist, erhalten Einzelausbildung.

Bei den höheren Schulen beträgt der durchschnitt­

liche Hundertsotz für Freischwimmer in solchen Klas­sen, die am Schulschwimmunterricht teilnehmen 90 bis 95; dagegen ist bei den Volksschulen mit niedri­geren Zahlen zu rechnen. Das Endziel des Schul- schwimmunterrichts soll ja nicht allein darin gesehen werden, die Kinder zu Freischwimmern auszubilden, d. h. eine Viertelstunde schwimmen und einen Sprung vom Sprungbrett ausführen, sondern in der Erwerbung des Grundscheines der deutschen Lebensrettungsgesellschaft (natürlich erst bei der herangewachsenen Jugend) ist das Ideal und der große Erfolg des Schulschwimmens zu suchen.

Das Schwimmen nimmt eine Sonderstellung unter den Leibesübungen ein. Der gesundheitliche Wert zur Ertüchtigung und Erhaltung des Körpers sei besonders hervorgehoben. Die gerade, aber doch nicht steife Haltung läßt den Schwimmer sofort er­kennen. Die Kältereizwirkung des Masters auf die Haut und auf die Blutzirkulation, die zwangsläufige tiefe Atmung und die dadurch hervorgerufene starke Durchlüftung der Lunge, auch der sonst wenig er­faßten Lungenspitzen, und die Inanspruchnahme sämtlicher Muskelgruppen haben eine nachhaltige Wirkung auf den gesamten menschlichen Organis­mus. Der meßbare Luftinhalt der Lunge bei tiefster Ein- und schärfster Ausatmung, sowie der Unter­schied des Brustmaßes bei Ein- und Ausatmung haben nachweisliche starke Unterschiede zwischen Nichtschwimmern, Schwimmern und Rettungs­schwimmern ergeben.

Bur gelegentliches Schwimmen wird nicht dazu beitragen, einen größeren Einfluß auf den Organismus auszuüben, planmäßiges Schwimmen in kurzen geregelten Abständen ist nötig, die Vorteile, die sich hieraus er­geben, auszuwerten.

Der Schulschwimmunterricht, der nach einem be­sonders hierfür ausgestellten Plan, der die Schüler (innen) systematisch erfaßt, trägt mit dazu bei, einen gesunden und kräftigen deutschen Nachwuchs heranzubilden. Deshalb und im Hinblick auf die Ertüchtigung des Heranwachsenden Geschlechts sollte keine Schulverwaltung versäumen, den Schulkin­dern jede Möglichkeit zum systematischen Schwim­men zu geben.

Mit Vorliebe werden noch von manchen Schulen auf die Tage des Schulschwimmuvterrichts Spazier­gänge usw. gelegt, in der vielleicht wohlgemeinten Ansicht, die Schüler(innen) könnten diese Stunden am schnellsten und leichtesten wieder aufholen. Es ist nicht richtig und hemmt das Fortkommen, ein­mal in der körperlichen Entwicklung und zum ande­ren ist gerade bei der Erlernung des Schwimmens eine andauernde lückenlose Betätigung während der Ausbildung erforderlich, um das Ziel zu erreichen. Ganz abgesehen davon, daß während dieser Zeit die Schwimmhallen leerstehen, besonders in den Städten, in denen die Badeoerwaltungen entgegen­kommenderweise während des Schulschwimmunter­richts das zahlende erwachsene Publikum ausge­schlossen hat.

Ein weiterer Faktor, der hemmend auf die ge­regelte und systematische Ausblldung besonders in der kalten Jahreszeit wirkt, ist trotz der fortschritt­lichen Zeit die große Aengstlichkeit mancher zu gewissenhaft denkender Eltern vor Erkältungs­erscheinungen. Es sei an dieser Stelle darauf hin­gewiesen, daß, je öfters das Kind schwimmt, je weniger solche Gefahren auftreten.

Die natürliche Kältereizwirkung auf die haut in Verbindung mit einer hierdurch heroor- gerufenen starken Zirkulation des Blutes Härten ab und können nur von gesündester Einwirkung auf den Organismus fein.

Es ist nur Wert darauf zu legen, dah die Haare vollkommen abgetrocknet und, was sehr wenig be­achtet wird, die Ohren (auch innen) trocken sind, bann kann die Kälte, wenn die Mütze nach dem Baden noch bis über die Ohren gezogen ist und der Mantel richtig zugeknöpft wird, keinen Schaden anrichten. Nur gelegentliches Schwimmen bietet naturgemäß auch hierbei weniger Wider­standskraft.

Das Reinlichkeitsgefühl, das durch bas systema­tische Schwimmen ganz desonbers gehoben wirb, ist weiter ein Vorteil von größter Bebeutung. Am An­fang bes Schulschwimmunterrichts waren bie Füße unb mancher Hals bebenklich bunte! gefärbt, mit ber

Zeit aber werben diejenigen immer weniger, dis nach berReinlichkeitsmusterung" nochmals in ben Waschraum zurück müssen.

So kann bas höchste Gut ber Menschen bis Gesunbheit mit ben einfachsten unb natürlichsten Mitteln am besten erhalten unb erstrebt werben. Der Schulschwimmunterricht bebeutet richtig betrie­ben und von ben Schulverwaltungen tatkräftig unterstützt, eine gewaltige Stütze zur Erhaltung unb Gesunbung unserer kräftigen beutschen Nation.

Hessischer Richtertag 1933.

Bei zahlreicher Beteiligung fand die Hauptver- sammlung des Hessischen Richtertags in Frankfurt am Main statt. Das Ministerium, der Justiz wav durch Ministerialrat Dr. M a l z a h n vertreten, der die Versammlung im Barnen des Herrn Mi­nisters der Justiz begrüßte. Der Vorsitzende, Landgerichtspräsident Dr. Schneider berichtete über die Tätigkeit des Vorstandes im verflossenen! Jahr. Aus seinen Vorschlag faßte die Versamm­lung einstimmig folgende Entschließung:

Die Hauptversammlung des Hessischen Rich­tervereins begrüßt die neue Hessische Regierung als die Vertreterin eines geeinten nationalen Willens und als die Hüterin einer unabhängi­gen deutschen Rechtspflege."

Bach Entlastung des bisherigen Vorstandes fand die satzungsgemäße Neuwahl des Gesamt- Vorstands statt. An Stelle des seitherigen Vor­sitzenden, der wegen Tlebersiedlung nach Mainz sein Amt niederlegte, wurde Landgerichtsrat Dr. Friedrich (Darmstadt) zum Vorsitzenden gewählt. Dem neuen Vorstand gehören ferner an: die Amts« gerichtsräte Lemser (Worms), Dr. Eise (Offen­bach), Dr. Lang (Mainz), die Landgerichtsräts Dr. Sack (Mainz), Dr. Kräll (Darmstadt), di» Oberamtsrichter Braun (Lorsch), Holzinger (Or­tenberg) und Staatsanwalt Dr. Freiherr Schenk zu Schweinsberg in Darmstadt. Der bisherige Vorsitzende wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde eine Reihe standespolitischer Fragen erörtert.

Wirtschaft.

Oie Stützung des Getreidemarktes.

Berlin, 6. April. (WTB.) Zur Stützung des Getreidemarktes sind seitens der Reichs­regierung im Sommer 1932 bestimmt bemessene Zuschüsse zu den Lagerkosten bei Getreideeinlage» rung gegen Getreidelagerschein, sowie Zinsver­billigungszuschüsse für die gegen Orderlagerschein aufgenommenen Kredite für Landwirte, §änbler, Genossenschaften, Mühlen und sonstige getreide­verarbeitende Betriebe gewährt worden. Da die für die Zuschußgewährung in Aussicht genommene Einlagerungszeit spätestens mit dem 31. März bzw. 14. April ihr Ende findet, ist als letzter Termin für die Einsendung der Anträge auf Zuschußgewährung an die Deutsche Rentenkredit­anstalt der 30. April 1933 festgesetzt worden. Bach diesem Zeitpunkt eingehende Anträge können keine Berücksichtigung mehr finden.

Oiskontermäßigung der Reuyorter Federal Reserve Bank.

WTB. N e u y 0 r k, 6. April. Die Federal Re­serve Bank of New York hat heute eine Dis­kontermäßigung um 0,5 v.H. auf 3 v. H. vorgenommen.

Amerika-Aufträge der Würzbur­ger Hofbräu. Die Würzburger Hofbräu (Brauhaus Würzburg) AG. bereitet, wie WTB.» Handelsdienst von der Verwaltung erfährt, die ersten Verladungen nach Amerika vor. Der Vor­stand der Gesellschaft, Dr. Zergiebel, ist so­eben von einer längeren Geschäftsreise in die Vereinigten Staaten zurückgekehrt, in denen er bedeutende Abschlüsse machen konnte. Das nach Amerika ausgeführte Bier ist allerdings nicht vollwertiges deutsches Exportbier, sondern ein etwas schwächeres Gebräu. Dieses Sonderbier wird in Amerika unter dem BarnenWürzbur­ger Schloßbräu" vertrieben.

* Deutsche Zündwaren - Monopol­gesellschaft, Berlin. Nach 0,27 (0,14) Mill. RM. Abschreibungen ergibt sich ein Reingewinn von 7 228 578 (6 219 662) RM., aus dem die Aktio­näre wieder 8 v. H. Dividende erhalten. Ein Betrag von 2,42 (2,16) Mill. RM. geht als reguläre Ab­gabe an das Reich, ber Restgewinn von 4,73 (3,94) Mill. RM. fällt ebenfalls dem Reich zu. Im Jahre 1932 ist ber Absatz gegen bas Vorjahr weiter ge­stiegen.

* Deutsche Erböl A G. Die Deutsche Erböl AG., Oberbergbirektion Altenburg (Thüringen) hat ihre Abraumbetriebe in Waltersborf unb Regis in

verstärktem Umfange roieber aufgenommen unb zu biefem Zwecke im Laufe bes Monats März weitere 240 Arbeiter eingestellt. Größere Entlassungen brauchten im Winter nicht vorgenommen zu werben, weil bie Abraumbetriebe in beschränktem Umfange weitergearbeitet haben. >

* Elektricitäts-Lieferungs-Gesell- schäft, Berlin. In der A. R--Sitzung der Elek- tricitäts-Lieferungs-Gesellschaft, Berlin, wurde be­schlossen, 1500 000 Mk. (i. V. 1 408 499 Mk.) für Sonderabschreibungen und Rückstellungen auf die ausländischen Beteiligungen zu verwenden und aus dem verbleibenden Reingewinn von 2 579 626 (2 145 630) Mk. die Verteilung einer Dividende von 6 (5) Prozent einer demnächst einzuberufenden GV. vorzuschlagen.

Frankfurter Abendbörse fest.

Frankfurt a. M., 6. April. Die Abendbörse eröffnete schon stimmungsmäßig fest, auch blieb die feste Verfassung der Beuhorker Börse nicht ohne Einfluß. Aus dem Publikum lagen einige Kauforders vor, auch vom Berliner Platz. Das Interesse konzentrierte sich weiterhin auf 2G.- Farben, die gegenüber dem Berliner Schluß 1 Prozent gewannen. Etwas mehr beachtet waren auch wieder Montanwerte, besonders Mannes­mann, die 0,89 Prozent anzogen. Auf dem Elek­tromarkt lagen Licht & Kraft und Siemens bis zu 1,25 Prozent fester, während an den übrigen Marktgebieten keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen waren. Lediglich Kali Aschersle­ben kamen im Verlaufe 2,25 Prozent höher zur Botiz.

Der Rentenmarkt war anfänglich offenbar durch die weitere Schwäche deutscher Papiere an den Auslandbörsen beeindruckt, dann aber ge­wannen Allbesihanleihe etwa 1 Prozent, während Reichsneubesih und Reichsschuldbuchforderungen gut gehalten waren. Schuhgebietsanleihe waren nahezu geschäftslos. Reichsbahn-VA. blieben knapp gehalten. Beubesihanleihe 12,95 bis 13,00, Altbesitzanleihe 74, Schutzgebietsanleihe 7,90, Reichsbahn-VA. 99,13 bis 99,25, Dresdner Bank 61,50, Reichsbank 152,25, Buderus 58,50. Gelsen­kirchen 65, Harpener 86, Kali Aschersleben lov, Mannesmann 70,65 bis 70,89, Phönix 46, Rhein­stahl 84, Stahlverein 45, AEG. 30, Bemberg 49,75, Cement Heidelberg 69, Conti Gummi 145,75, Daimler 31, Scheideanftalt 167, Licht 8- Kraft 105, JG.-Farben 132,75 bis 133, Gesfürel 90,50, Holz- mann 59,75, Lahmeyer 127, Metallgesellschait 35,50, Rütgerswerke 52,50, Sietnens 158, L. Tietz 31,50, Schöfferhof 149, Bordd. Lloyd 22,25.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankbiskont 4 0. H.. Lombarbzinsfuß 5 0. H.

Frankfurt a. 2JI.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend, börse

Schluß« kurs

Schluß!. Mittag« börse

Datum |

5.4.

6.4

5.4.

6.4.

6% Deutsche Retchsanlrihe v. 1921

85,5

85,2

85

6% ebem.7% Dt.Reichsanl. v. 1929

97

97,75

97,13

97,25

b%% Doung-Anleihe von 1830 ..

Deutsche Aul.-Ablös.-Schuld mii

85

84

85

83,9

Auslos.-Rechten ............

74

74,4

73,5

DeSgl. ohne Auelos.-Rechte......

13

13,15

12,9

6% ebem. 8% Hess. Volkostaal 1929

lrückzahlb 102%) ...........

88

87.5

Obcrhessen Provinz.Anleihe mii

Auslos.-Rechten .... ........

Deutsche Komm. Eammelab l.An

70

leihe Serie! mit Auslos.-Rechten

72,4

70,75

72

70,75

6% ehem. 8% Franks. Hyv.-Bo»!

Goldpse. 15 unkündbar blS 1935

89,75

89,5

d

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

89,25

89

5/2% ehem. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Ltau.-Pfaudbricfe .....

89

88,75

_

b'/r% ehem. 4/r% Rheinische

Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpse.....

89,5

89,75

6% ehem. 8% Pr. Landespfand

briesanstalt, Pfandbriese R. 19

90

89,5

90

90

6% ehem. 7% Pr. Landespfand

briesanstalt, Pfandbriefe R. 10

SO

90

4% Oesterrelchische Golvrenie.... 4,20% Oesterretchtsche Silberrente

14,25

14,25

_

13,7

1,2

1,2

1,15

4% Ungarische Goldrente -------

<

6,4

4% Ungarische Staatsrente V. 1910

-

6,25

4y.% desgl. von 1913 .......

6% abgesl. Goldmexikaner von 99

6,5

6,3

4% Türkische Zollaniethe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

4,95

5.25

4,9

5,15

Serie I ....................

5,5

5,5

5,4

4% desgl. Serie II.............

5,4

5,25

5,5

5,4

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

6

6

9,13

6

4%%Rumän.oereinh.Reniev.l913

10

9,4

9,5

4% Rumänische verrinh. Rente ..

5

4,95

i.8

4.95

6%% Anatolier...............

25,25

25,75

Frankiuri a. M.

Berlin

Schluß» kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurs

Schluß!. Mittag- börse

Datum

5.4.

6-4.

5.4.

6-4.

Hamburg-Ainertka-Pakei .....

Hamburg-Südam. Dampsschisf.

0

21,5

21

21,25

45

21,5

Hansa Dampsschisf...........

c

35

34,75

Norddeutscher Lloyd .........

0

22

22,25

22,13

22

A G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

51

51,9

51,75

Berliner Handelsgesellschaft....

4

97,4

97,25

97

Commerz- und Privat-Bank...

0

53

53,5

53,5

53,5

Deutsche Bank und Diskonto-

Gesellschaft................

0

70

70

70

70

Dresdner Bonk..............

0

ßl 5

fif 5

Reichsbank .................

1

152,5

152,25

152

152,75

A.C.G......................

v

30

30

30

30,13

Elektr. LicsemngsgeseUIchafl ...

5

82

86

83

Licht und Ätafl .............

6

102,25

105

103,25

103,75

Fellen & Guilleaume ........

0

64

64,75

64,25

64,75

Gesellschaft für Elektrische Unter.

nehmungen ...............

4

90

90,5

89,5

90

Rheinische Elektrizität ........

5

Schlickert L Eo..............

0

100

100

102,5

Siemens & Halske...........

9

153

158

152,5

157

Lahmeyer LEo..............

10

126

127

127,13

127,25

Buderus ...................

0

58

58,5

58.5

59

Deutsche Erdöl .............

4

98

98,5

101 75

Gelsenkirchener..............

0

63,5

65

63 j-3

Harpener... ...............

o

84

86

84 5

Hoesch EisenSo ln-Neuesschi..

0

68,25

70,25

Ilse Bergbau .............

7

LZD

Ilse Bergbau Genüsse........

7

114

114

114

115,75

Slocknerwerke ...............

0

60,5

63

61

63

Mannesmann-Röhren........

0

67,65

70,9

67,75

70

ManSfelder Bergbau.........

0

28

28

27,5

Oberschles. Kokswerkc.........

0

76

76,75 '

Phvnir Bergbau.............

Rheinische Braunkohlen ......

0

10

44.25

900.5

46

44,25 2nn

45,5

öchelnstahl..................

0

81

84

81,13

84

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schloßt. Abend- Mrfi-

Schluß» kurs

Gchlußk. Mittag, börie

Datum

5.4.

6.4.

5.4.

6.4.

Bereinigte Stahlwerke........

0

44

45

43,5

45

Olavi Minen ...............

0

16,5

17,65

17,9

Kaliwerke Aschersleben........

6

132,5

135

132,5

132,75

Kaliwerke Westeregeln........

Kaliwerke Salzdetfurth.......

6

134

134

135,75

9

201,75

-

201,75

200,5

3 G. Farben-Industrie.......

7

129,75

133

123,75

132

Echeideanslalt...............

IO

167,5

167

Goldschmidt ................

O

58

58,25

58,75

58,5

Rütgerswerke...............

0

52,5

52,5

52,5

52,65

Metällgeseüschaft.............

0

35

35,5

35,5

35,75

Philipp Holzmann...........

0

58,5

59,75

57,25

59,25

Zementwerk Heidelberg ......

Lementwerk Karlstadt.........

4

0

68

60

69

60

Wayß L Frehtag............

0

6

Schultheis Patzenhoser........

0

_

_

110

109,5

Aku (Allgemeine Kunstseide) ...

0

38

37,5

38

Bemberg...................

0

50,25

49,75

50,5

50

Zellstofl Waldhos ............

0

50,25

50,75

52,5

Zellstoss Aschaffenburg .......

0

26

27,25

26,25

Dessauer Gas ...............

7

110,75

112,5

Daimler Motoren............

O

31

31

29,75

30,65

Deutsche Linoleum ..........

O

41

40,5

40,5

40

Orenstein & Koppel ..........

O

48

48,5

Leonhard Tietz..............

6

28,5

31,5

28,25

32

Thade......................

12

126

126,5

126

126,5

Grthnei....................

0

-

34,75

34,25

34,25

Mainkraftwerke Höchst a.«. ...

Süddeutscher Zucker .........

5

-

-

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

5. April

6. Apitl

Amtliche Notierung

Amtliche Geld

Rasterung

Brie-

(»eit-

Eric1

Helstngiors.

6,349

6,361

6,354

6,366

Wien......

46,95

47,05

46,70

46,80

Prag.......

Budapest ...

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

170,08

170,42

170,03

170,42

OSlo.......

73,63

73,77

73,68

73,82

Kopenhagen.

64,19

64,31

64,25

64,36

Stockholm...

76,02

76,18

76,07

76,23

London .....

14.37

14,41

14,38

14,42

Buenos Aires

0,818

0,822

0,818

0,822

Neu York ....

4,209

4,217

1,209

4,217

Brüssel-----

58,64

58.76

58,66

58,78

Italien.....

21,54

21,58

21,54

21,58

Paris.....

16,54

16,58

16,54

16,58

Schwei; ...

81,22

81,38

81,25

81,41

Spanten....

35,46

35,54

35,46

35,54

Danzig....

82,07

82,23

82.12

82,28

Japan .....

0,899

0,901

0,899

0,90)

Rio de Jan.

0,239

0,241

0,239

0,241

Jugostawten Lissabon....

5,145

5,155

5,145

5,155

13,08

13,10

13,08

13,10

Banknoten.

Berlin, K. April___________

Geld

»rief

Amerikanische Noteu..............

Belgische Noten..................

4,193

58 50

4.213

58 74

Dänische Noten .................

63,87

64,13

Englische Noten .................

14,34

14,40

Französische Noten...............

16,50

16,56

Holländische Noten...............

169,71

170,39

Italienische Noten................

21,52

21.60

Norwegische Noten ..............

73,50

73,80

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2.48

Schwedische Noten...............

75,90

76.20

Schweizer Noten.................

81 07

81O

Spanische Noteu.................

35,33

3537

Ungarische Notes ................

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