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6.11.1933 Erstes Blatt
 
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Ministerpräsident Göring spricht in Frankfurt.

Lleberreichung von Ehrenbürgerurkunde und Ehrenschwert für den ersten Paladin des Führers

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diese Propaganda auf dar strengste. Sie haben rein fachliche Fragen zu stellen.

D i m l k r o f f: Ich bin sehr zufrieden mit der Antwort des Herrn Ministerpräsidenten!

Präsident Dünger: Ob Sie zufrieden sind.

ist mit gleichgültig. I ch entziehe Ihnen seht das Wort.

Dimitroff: Ich habe noch eine sachliche Jrage zu stellen.

Präsident Lunger noch schärfer: Ich ent­ziehe Ihnen seht das Dort!

Dimitroff: Sie haben wohl Angst vor mei­nen Fragen. Herr Ministerpräsident?

Ministerpräsident Göring: was fällt Ihnen ein. Sie Gauner.

Präsident Lunger: hinaus mit

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Der Angeklagte Dimitroff wird von den Be­amten sofort aus dem Saal ent­fernt.

lor gier : Ich möchte erklären, daß ich mit der Reichstagsbrandstiftung nicht das Allerge­ringste zu tun habe, und überzeugt bin, daß auch meine Partei mit diesem Brande nicht das Allergeringste zu tun hat. Torgler weist auf den SA. - Aufmarsch auf dem Bülow-Platz am 23. Januar 1933 hin und betont, die Tatsache, daß deswegen zum ersten Male ein Kommuni st zu einem amtierenden Reichs kanzler ge =

mit der Brandstiftung des Reiches zu tun.

Der Vorsitzende stellt im Einverständnis der Pro­zeßbeteiligten damit fest, daß Ministerpräsident Gö­ring als Zeuge entlassen wird.

Nächste Verhandlung Montag.

haben sich dabei nicht mit Ruhm bekleckert, sondern sich dem Fluch der Lächerlichkeit vreisgegeben. Denn dieses Verfahren war die profan ft e Verdre­hung des Rechtes, die man sich denken kann. Für mich ist das Recht nicht etwas Abstraktes, son-

gangen ist, sei ein Beweis dafür, wie sehr seiner Partei daran gelegen war, Terror oder Zusammen­stöße ober ähnliches Blutvergießen zu verhindern.

Ministerpräsident Göring: Auf alles war ich gefaßt, aber daß mir jetzt gesagt wird, die KPD. sei durchglüht gewesen von dem Wunsche, kein Blut zu vermeßen, dieselbePartei.die so viele Menschenleben aus dem Gewissen hat, die aus dem hinterhalt jeden Hitler-Jungen ermor­det hat, dessen sie habhaft werden konnte, daß ein Verbrecher fick herstellt und das sagt, das ist mir unfaßbar! Uno wenn Sie (zu Torgler), zu Schlei­cher gegangen sind, so ist der Grund der gewesen, daß die Kommunisten Ang st hatten, wenn sie dorthin kämen, würde genügend Polizei einge­setzt werden. Nein, dieser Besuch war eine ganz beabsichtigte Rückendeckung für die Zukunft, falls sich dort etwas ereignete.

Verteidiger Dr. Sack: Waren die Wahlaussich­ten für die NSDAP, so schlecht, daß sie irgendein besonderes Propagandaereignis brauchte.

Ministerpräsident Göring: Glauben Sie, daß die Kommunisten oder auch die Bürgerlichen wegen des Reichstagsbrandes stärker zu uns liefen? Ohne den Reichstagsbrand wäre das durch meine Ansprachen im Rundfunk durch die Aufklärung über die kom­munistische Gefahr sowieso gekommen. Vor allem aber lehne ich es überhaupt ab, das zu diskutieren. Wir sind nicht die Angeklagten, son­dern die Ankläger! Deshalb ist dieses ganze Verfahren des ausländischen Untersuchungsausschus­ses lächerlich und die ausländischen Rechtsgelehrten

Er übernehme das Schwert gleichzeitig auch als ein Snrnbol des Friedens, denn solange das Scywert in feiner Hand ruhe, werde er a u ch d e r Hüter des Friede ns für uns und alle Na­tionen Europas fein.

3n -er Festhalle.

Die besonderen Beziehungen, die den Ehrenbürger Hermann Göring mit Frankfurt a. M. verknüpfen, schassen in der Festhalte eine besonders herzliche Atmosphäre. Der Schmuck der Halle ist geblieben, wie er war, als der Reichskanzler kürzlich sprach. Wieder lesen wir die kurzen Sprüche, die den Sinn der Volksabstimmung am 12. November wieder­geben und wieder wehen von der Decke zahlreich die Fahnen der nationalen Erhebung und üben einen starken Reiz auf unser Gemüt aus. Für die Kriegsbeschädigten sind besonders bevorzugte Plätze reserviert. Um 20 Uhr beginnt der Einmarsch de r F a h n e n, die auf dem oberen Rand über der Rednertribüne sich verteilen. In langen Reihen mar- schleren SA., SS., Stahlhelm und Hitlerjugend ein und stellen sich auf den letzten freien Raum, so daß nunmehr ein einziges Menschenmeer in dem weiten Raum der Halle sich dem Blick von oben zeigt.

Unter lauten hellrufen erscheint derMinister- präsident in brauner Uniform. Ein kleines Mädchen überreicht ihm einen Blumenstrauß, den er mit freundlichen Worten entgegennimmt. Ober­bürgermeister Krebs, der die Versammlung er­öffnet, teilt die soeben erfolgte Überreichung der Ehrenbürgerurkunde an den Ministerpräsidenten mit, der dann unter wiederholtem lauten Beifall das Wort ergreift. Mit kraftvoller deutlicher Stimme, die zweifellos den Raum auch ohne Ver­mittlung der Lautsprecher beherrschen würde, scharf akzentuiert, mit lebhaften Gesten beginnt Göring mit einem Lob der Stadt Frankfurt, von der im­mer wieder Kraft und Konzentration für die Be­wegung ausgegangen sei. Der Kontakt mit der auf­merksamen Zuhörerschaft ist sofort vorhanden, und viele Stellen der Ausführungen des Ministerpräsi­denten finden lauten Beifall durch Händeklatschen und Heilrufe. Er redet volkstümlich, oft sarkastisch, so z. B., wenn er die Vielgestaltigkeit des Parteien- ftaates geißelt und schildert, rote früher wichtige Schicksalsfragen unter dem Wust der Selbstsucht ver­schwanden, man glaubt es ihm, wenn er ausruft: Nicht Eure Stimmen, Eure Herzen wollen wir besitzen für Euer ganzes Leben, Euer ganzes Denken." Er versteht die Zuhörer an­zufassen und hinzuführen zu dem folgerichtigen Schluß, daß jeder am 12. November feine Pflicht z u tun hat in klarer Erkenntnis der Worte, die von dem einen großen Transparent in der Fefthalle herunterrufen: Wer am 12. Novem­ber nicht zur Wahl geht, ist ein Volksverräter! Als der Ministerpräsident feine mehr als einftünbigen Ausführungen schloß, dankte ihm nicht endenwol­lender Beifall feiner Zuhörer.

Ministerpräsident Göring

schilderte die außenpolitischen Ereignisse, die zu dem Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund führ­ten und den Führer zu einem erneuten Appell an das deutsche Volk veranlaßt haben. Es gelte jetzt zu beweisen, ob wir die Nerven hätten durchzustehen bei dieser schwersten Belastung,

Oie Ehrung im Isomer.

Frankfurt a. M., 4. Nov. (WSN.) Kurz vor 18 Uhr traf am Samstagabend Ministerpräsident Göring von Berlin kommend mit seiner roten Richthofen" auf dem hiesigen Flugplatz ein. Mini­sterpräsident Göring, der das Flugzeug selb st gesteuert hatte, befand sich in Begleitung feines Staatssekretärs Körner, des Justizministers K e r r I und des Staatssekretärs Freister. Auf dem Flugplatz wurde er u. a. von dem Oberpräsi­denten Prinz Philipp von Hessen begrüßt. Der Ministerpräsident schritt darauf die Ehrenwache der SS. ab und begab sich nach Dornholz­hausen, wo er feine Verbundenheit und Kame­radschaft mit einem der ältesten Kämpfer der natio- nalfozialistischen Bewegung zeigte, indem er Pate des er ft geborenen Sohnes des Postschaff­ners Adolf G i m b e I wurde. Die Bevölkerung nahm lebhaftesten Anteil an der Tauffeier.

Don Dornholzhausen fuhr Ministerpräsident Gö­ring in den Römer der Stadt Frankfurt, wo ihm die Urkunde als Frankfurter Ehren­bürger und als Ehrengabe ein Schwert, ein herrliches Meisterstück deutscher Handwerkskunst, überreicht wurde. Es mag dem Gauleiter Spren­ger, den Hermann Göring als feinen alten Kampf­kameraden und Freund begrüßte, und dem Frank­furter Oberbürgermeister Dr. Krebs eine be­sondere Genugtuung gewesen sein, zu sehen, welch unbeschreibliche Freude der Ministerpräsident über die Ehrengabe empfand. Das Schwert, so sagte Göring, kommt an die schönste Stelle, die ich zu Hause habe. Das einen Meter hohe Schwert, ange­fertigt von dem Kunstgoldschmied Karl Borromäus Berthold, dem Leiter der Kölner Werkschule, ist eine wunderbare Damaszenerarbeit, der Griff Silber vergoldet. Das Schwert trägt die Inschrift: Treue und Ehre sind die Fundamente des neuen Reiches". Die Urkunde der Ehrenbürgerrechte Gö­rings hat folgenden Wortlaut:

Dem preußischen Ministerpräsidenten Her­mann Goring, der im Weltkrieg als unbe- zwungener, ritterlicher Kampfflieger dem deutschen Heere Vorbild soldatischer Tapferkeit war, der nach dem Zusammen­bruche als unermüdlicher Kämpfer für unseres geliebten Vaterlandes Wiedergeburt gestritten und gelitten, sich als treuester Paladin unseres Führers bewährt und um die Gestaltung des neuen Reiches unvergeßliche Ver­dienste erworben hat, verleiht die alte Kaiser- und Krönungsstadt Frankfurt a. M. in Dank­barkeit und Treue das Ehrenbürgerrecht."

Ministerpräsident Göring übernahm, sichtlich bewegt, das Schwert. Wenn heute der Oberbürger­meister ihm dieses Schwert überreiche, so übernehme er gleichzeitig damit die heilige Verpflichtung, ein- zustehen dafür, daß niemals mehr ein Fuß­breit deut s ch en Landes von frevleri- scher Hand hinweggerissen werde. Dieses Schwert werde für ihn stets ein Mahner sein, dafür ZU sorgen, daß das Reich erhalten bleibe.

Führer am 12. November fern Dorr auf, und das Volk wird Mann für Mann und Frau für Frau erscheinen und die Parole geben: Dir, Führer, vertrauen wir das Kostbarste an: Deutschlands Erbe und die Zukunft unserer Kinder. (Minutenlange tosende Bei­fallskundgebung.)

Reichspräsident und Neichsbischof beim SemesteranfangS-GotieSdienst in Berlin.

Am Reformationssonntag fand in der Berliner Dreifaltigkeitskirche der Semesteranfangs- go 11 e s b i e n ft der Berliner Studentenschaft statt. Während die Glocken die Feier einläuteten, traf der Reichspräsident in Begleitung von Staats­sekretär Meißner ein. Am Portal der Kirche empfingen ihn der Reichsbischof Müller, der Bischof von Berlin, Dr. C a r o ro , und der Stu­dentenpfarrer B r o n i s ch - h o l tz e. In der Tauf­kapelle hatten die Vertreter von über 50 Korpora­tionen mit ihren Fahnen Ausstellung genommen, an ihrer Spitze die fünf Rektoren der Berlinerhoch­schulen. Jrn Namen der Studentenschaft begrüßte Referendar ßeppin den Reichspräsidenten. Der Reichspräsident erwiderte mit einem kurzen Wort des Dankes:Fester Glaube an unseren Heiland und treuer Zusammenhalt in der Gemeinde bas ist es, was ich von ganzem Herzen wünsche, bamit wir zum Segen der geeinten neuen Kirche mit Got­tes Hilfe beitragen". Nach ber Predigt bes Stu- bentenpfarrers richtete ber Reichsbischof eine kurze Ansprache an bie Gemeinde. Die heutige Generation müsse wissen, baß erst bie gewaltig große Ausgabe bes Aufbaues in Volk unb Kirche beginne. Dieses Volk, biete Kirche gehört nicht ber Regierung ober ben Pastoren, so rief ber Reichsbischof ben jungen Stubenten zu, fonbern Euch.

Achtung!

Oer 9. November in München.

München, 4. Nov. (WTB.) Von ber Gaulei- tung München-Oberbayern wirb mitge­teilt: Nachdem bie zur Teilnahme an ben Feierlichkei­ten bes 8. unb 9. November bei ber Gauleitung München-Oberbayern eingereichten Fragebogen geprüft waren, finb bie Teilnehmerkar­ten an bie Parteigenossen zur Absen- bung gebracht, bie auch zur Teilnahme am Marsch berechtigt befunben würben. Jeber Teil­nahmeberechtigte ist spätestens am Montag, bem 6. November, im Besitz ber Aus­weise. Die Gauleitung macht ausbrücklich barauf aufmerksam, baß Parteigenossen, bie biese Aus­weise nicht in hänben haben, bei der Prüfung ihrer Unterlagen für die Teilnahme am Marsch nicht berücksichtigt werden konnten, weil bie gestellten Bebingungen nicht erfüllt würben. R e- rlamationen dieserhalb bei ber Gauleitung München-Oberbayern finb daher zwecklos unb können unter feinen Umftänben berücksichtigt werben, werben.

Zwischenfall bei einer Oollfuß-Nede in Klagenfurt.

Klagenfurt, 4. Nov. (WTB.) Eine zu Ehren des Bundeskanzlers Dollfuß oeranftaltete Kund­gebung wurde gestört. Als der Bundeskanzler un­gefähr eine Viertelstunde gesprochen hatte, erlosch im Versammlungsfaal das elektrische Licht. Um eine Panik zu verhüten, sprach Bundes­kanzler Dr. Dollfuß noch einige Worte in der Finsternis des Saals zu den Versammelten, mußte aber bann feine Rebe abbrechen. Die Ver­sammlung würbe aufgehoben. Auch in ber gan­zen Stabt erlosch bie elektrische Beleuchtung. Die Stabt war in vollkommene Finster­nis gehüllt, ber Verkehr fast lahmgelegt. Un­gefähr eine Stunbe nach bem Zwischenfall funk­tionierte bie öffentliche Beleuchtung roieber. Amt­lich wirb mitgeteilt, bie Untersuchung habe ergeben, baß bas Lichtkabel ber Klagenfurter Elektri­zitätswerke bei Aich in bie Luft gesprengt worben sei, wobei ein Transformator ausbrannte. Außerbem feien bei St. Peter bei Klagenfurt zwei Lichtmaften gesprengt, woburch bie Ober­leitung zerstört würbe.

Wettervoraussage.

Der hohe Druck, ber sich quer über Deutschland bis nach ben Balkanländern erstreckt, beherrscht zu­nächst noch bie Wetterlage. Allerbings wirb durch bie Störung über Norbstandinavien von ben briti­schen Inseln her verhältnismäßig warme Luft östlich vorgeschoben, bie bei ihrem Aufgleiten Bewölkungs­zunahme und späterhin auch Anlaß zu Niederschlägen geben wird. Die Temperaturen werden in ber Nacht wieder höhere Werte annehmen.

Aussichten für Dienstag: Vielfach dun­stig und bewölkt, nachts milder, noch meist trocken.

Aussichten für Mittwoch: Weiterhin wol­kiges Wetter und Neigung zu Niederschlägen.

Lufttemperaturen am 5. November: mittags 8 Grad Celsius, abends 1,4 Grad: am 6. November: morgens 0.6 Grad. Maximum 9,3 Grad, Minimum1,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. No­vember: 4.1 Grad: am ö.Nooernber: morgens 2,3 Grad Celsius. Sonnenscheinbauer 5 Stunben.

die uns von außen her auferlegt wurde. Es gelte, am 12. November der Welt zu zeigen, daß sie mit einem neuen Deutschland zu rechnen habe. Die Welt solle einsehen, daß ein neues Ge­schlecht erstanden sei, das bereit sei, neue Wege zu gehen, und das vor allem bereit sei, seine Belange dis zum äußersten mit aller Kraft au vertreten (Stürmischer Beifall.)Wir wollen nicht, daß das Volk stumpfsinnig an die Wahlurne geht, wir wollen nicht die Stimmen, sondern d i e Herzen wollen mir besitzen", rief der Mi­nisterpräsident unter erneutem stürmischen Beifall aus.

Es fei vor allem wichtig für das deutsche Volk, sich die Vergangenheit immer wieder vor Augen zu halten, damit es erkenne, wohin ein Volk komme, wenn es sich selbst aufgebe.

Ministerpräsident Göring gab bann einen Quer­schnitt burch bas parlamentarische Leben, wobei seine Ausführungen über bie Behandlung außen­politischer Fragen großes Interesse erregten. Durch biese Zustände kam es, baß bie Not im Volk tobte unb bie Menschen zur Verzweiflung getrieben wür­ben. Unb bod) ist bas Volk, bas wir vor uns sehen, bas gleiche. Es finb biefelben Menschen, bie jetzt roieber z u s i ch selb st $urücfgefunben h a - ben unb erwacht finb, bie plötzlich roieber ihre Jbeclle hochhalten unb bafür kämpfen werben. Das deutsche Volk ist tapfer, ist heroisch, ist arbeits­tüchtig, es ist ehrlich unb liebt bie Freiheit. An ben Verhältnissen ber Vergangenheit war nicht bas Volk schulb, fonbern bie Führung. So wie bie Führer waren, war bas Volk (langanhaltenber Beifall). Das Volk hat ben früheren Regierungen nicht übel genommen, baß sie ihm schwere Lasten unb Gesetze auferlegten. Es hat ihnen aber übel genommen, baß biese Opfer nicht für bie Freiheit bes Volkes eingesetzt würben, fonbern im Interesse ber Regierenben. Ich habe als Minister, so fuhr ber Redner fort, feine äußerlichen Sorgen, aber auf mir liegt bie Sorge um bas !Bolt unb (ein Schicksal, unb bas ist taufenbmal mehr, als einer tragen kann. (Beifall.) All unser Denken bei Tag unb Nacht gilt bem Volk, um es roieber auf­zurichten. Wie wir bafür sorgten, baß das Volk im Innern wieder zu sich selbst fand, schloß sich auch im Aeußeren der Ring. Wenn wir aus bem Völker- bunb austraten, bann ging es nicht um einige Flugzeuge ober Kanonen, nein, ausschließlich um Deutschlands Ehre, um Deutschlanbs Gleichberechti­gung als stolzes Volk unter ben anberen Völkern ber Welt.

Unb wie hat sich der Führer Sorgen ge­macht? Ich bin dabei gewesen, als er den gewalti­gen Entschluß faßte und habe gesehen, wie er tage­lang, unb wie er Abenb für Abend gerungen hat unb sich bie Frage vorlegte: Was finb wir bem deutschen Volk schulbig? Was machen bie Franzosen unb was sagen bie Engländer, wenn wir aus dem Völkerbund austreten unb uns von ber Abrüstungs­konferenz zurückziehen. Kann bas beutsche Volk ins Unglück geraten, wenn ich es tue, wenn ich es wage? Aber alle diese Befürchtungen mußten zu- rückstehen unb schließlich mußte er sagen: Ueber ber Wohlfahrt unb über bem Glück bes Volkes, über allem steht feine Ehre. So, Volks­genossen, traf ber Führer mit starkem Herzen, traf er aus einem wunderbaren Glauben an Deutsch­lands Zukunft seine Entscheidung. Und so ruft ber

bem etwas Blutvolles unb für mich steht über jedem Paragraphen das Recht meiner Nation (Beifall im Zuhörerraum!).

Der Angeklagte P o p o f f erklärt, er habe von ber Aussage nur brockenweise etwas verstanden. Er habe aber gehört, daß der Ministerpräsident gesagt habe, daß das Ausland Kommunisten nach Deutschland für den Terror geschickt hätte.

Ministerpräsident Göring: Ich habe an kei­ner Stelle gesagt, das Ausland habe nach Deutschland Kommunisten gesendet, um hier Terror auszuüben. Ich habe dagegen gesagt: Ich weiß unb habe Beweise dafür, daß auch heute noch aus bem Auslände Kommunisten, unb zwar deutsche unb dann unb wann auch auslänbische, nach Deutsch- la n b hereinkommen, um ihre Arbeit ber Ausbehnung ber Hetze weiter fortzusetzen.

Povofs: Ich erkläre ausbrücklich, daß ich nach Deutschland gekommen bin, nur um für die bul­garische Kommunistische Partei hier tätig zu sein. Ich habe mich niemals in das politische Leben des Deutschen Reiches eingemischt und habe absolut nichts

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