Ausgabe 
6.3.1933 Erstes Blatt
 
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Nr. 55 Erstes Blatt

185. Zahrgang

Montag, b.März (935

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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üronffnri am Mai" 11686.

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Das Echo der Reichsiagswahi.

Aeichsmini'sier Göring zur Wahl.

'Berlin, 6. März. (CAB.) Reichsminister Göring hat sich zu dem Ausgang der gestrigen Wahlen folgendermaßen ausgelassen: Die größte politische Entscheidungsschlacht ist geschlagen. Die nationale Front hat durch die Hingabe und Opsersreudigleit ihrer Anhänger unseren Sieg auf der ganzen Linie errungen. Ich bin glücklich und dankbar, daß unser deutsches Doll dem Schritt des Reichspräsiden- t e n, das Kabinett Adolf Hitler einzuberufen, mit so überwältigender Mehrheit gefolgt ist. Zum ersten Male seit Dismarcks Zeiten ist die Schlüssel st ellung des Zentrums gebrochen. Die ungeheuere LIeberlegenheit der nationalen Front gerade auch in den süddeutschen Ländern gibt Den süddeutschen Regierungen nicht mehr das Recht, namens des Dolles weiter zu regieren, da sich auch hier das Doll hinter Adolf Hitler gestellt hat. ***

Alfred Rosenberg imVölkischen Beobachter"

ImVölkischen Beobachter" schreibt Reichstagsabgeordneter Alfred Rosenberg u. a.: Adolf Hitler will keine Tyrannei über Deutsch­land aufrichten, wie es heute noch viele Irregeleitete glauben. Er will nicht eine oolksfremde Herrenschicht -errschen lassen, sondern erreichen, daß das Volk clbst die Notwendigkeit seines Handelns begreift, > es innerlich und freiwillig mit uns geht und in eiserner bewußter Entschlossenheit selbst um seine Freiheit kämpft und alle Illusionen von sich wirft. Das Anwachsen der deutschen Freiheits­bewegung ist in einzelnen Städten und Wahlkreisen geradezu phantastisch. Widerstände sind gebrochen worden, wo wir es nach allem kaum in dem Maße erhoffen konnten. Vor allem ist es diesesmal Bayern, dessen Haltung Adolf Hiller tiefe Freude gemacht hat. Auch in Württemberg ist die nationalsozialistische Lawine so angeschwollen, daß eine historische Situa­tion entstanden ist: der deutsche Süden hat sich gegen alle empört, die von der Mainlinie ge­sprochen und gefährliche Experimente gegen das Reich erwogen hatten. Das Bekenntnis zu Hitler ist zugleich das Bekenntnis zur unzer­reißbaren Einigkeitder deutschen Dia» tion, ist die Absage an jeden gewagten Partiku- larismus. Die Kommunisten haben erheblich verloren. Viele deutsche ehrliche Arbeiter haben mit Schrecken erkannt, daß sie nicht von ehrlichen Fana­tikern,, sondern von Verbrechern verführt worden sind. Die SPD. hat sich gehalten. Nachdem nun­mehr auch hier die obere dicke Schimmelschicht weg­geputzt sein wird, wird es doch möglich werden, auch bei der SPD. zu der ehrlichen Ar­beiterschaft vorzu stoßen und ihrer Bekeh­rung wird die kommende harte Arbeit zu gelten haben. Bei den bürgerlich-nationalen Parteien hat leider die Kampffront Schwarz-Wei ß- R o t rund 2 v. H. seit dem November eingebüßt. Immerhin genügen die eroberten Stimmen, um die ongestrebte absolute. Regierungsmehr­heit herzustellen, womit das Ziel des Wahlkampfes auch nach dieser Richtung erreicht ist. Der 5. März 1933 hat nun mehr für Deutschland und für das gesamte Ausland in eindeutiger Weise kundgetan, daß die deutsche Nation Schluß gemacht hat mit dem gesamten Nooentbersystem, daß sie i h r S ch i ck- sal in die Hand Adolf Hitlers gelegt und ihm das politische und moralische Recht gegeben hat, auch die ausschlaggebende Führung der gesam­ten Politik Deutschlands zu übernehmen.

Berliner preffestimmen.

Berlin, 6. März. (CNB. Funkspruch.) Zum Ergebnis der Wahlen schreibt dieDeutsche Allgemeine Zeitung" (konservativ): Die Na­tion hat durch ihr Votum den am 30. Januar ge­schloßenen Bund bestätigt. Der Sieg der National­sozialisten ist außerordentlich. Mit einer Prozentzahl von fast 45 v. H. und 17 Millionen Wählern sind die Nationalsozialisten von heute an nicht nur die stärkste, sondern die ausschlaggebende Partei in Deutschland. Als Ziel des Wahl­kampfes hat die '.Regierung die Erringung von 51 Prozent für die hinter ihr stehenden Gruppen proklamiert. Dieses Ziel ist erreicht worden. Frei­lich wird man nicht ohne weiteres das schematische koalitionspolitische Denken früherer Jahre auf die heutige Lage anwenden können. Die Macht der Na­tionalsozialisten und ihr Wille, in allen Fra­gen die Führung an sich zu reißen, ist so groß und durch das neue Wahlergebnis noch g e - stärkt worden, so daß man mit bloßen Additionen nicht weiter kommt. Die Vorgänge in Ham­burg beweisen am besten, daß auf jedem Gebiet der Politik schlagartig vollendete Tatsachen geschaffen werden können, die das politische Gesicht Deutschlands weiter in nationalsozialistischem Sinne zu verändern vermögen. Zieht man noch die Ergeb­nisse der preußischen Landtagswahlen heran, so er­gibt sich als unumstößliche Tatsache, daß Deutsch­land in aller Ruhe und Ordnung eine Revo­lution vollendet hat.

In der Montagsfrühausgabe des ..Angriff" (Aats.l heißt es: Das deutsche Dolk hat sich tote« dergefunden. Das ist das bedeutsamste Ergebnis dieser Wahl. Es hat dem Reichskanzler Hitler alle Dollmachten für den zielbe« wußten Wiederaufbau gegeben und seine volle Zustimmung zu dem Ausrottungskampf ge­gen den Marxismus ausgesprochen. Der natio­nalsozialistische Erfolg übersteigt die phantastisch­

sten Dorstellungen. Insbesondere wenn man be­denkt, daß wir diesen Wahlkampf zum erstenmal nicht in der Opposition durchführen konnten, son­dern als Regierungspar ei antreten mußten Wenn wir trotzdem so ungeheure Erfolge erzielen konn- ten in einer Zeit, in der die Regierung im Inter­esse des nationalen Wiederaufbaues auch zu un­populären Maßnahmen gezwungen war, so be­weist dies, daß das deutsche Dolk keineswegs grundsätzlich und planlos den Oppositionsparteien nachläuft, sondern daß es eine Empfindung dafür hat, ob es gut regiert wird oder schlecht. Es hat zu dem Reichskanzler Adolf Hitle ein lebendiges Dertrauen gefunden und fühlt, daß dieser Mann eines solchen Der» trauens wert ist. Dieses Dertrauen allein schon wird den Wiederaufbau des Reiches und die Wie­derbelebung unserer Wirtschaft in außerordent­lichem Maße fördern.

DerMontag" (dtschntl.) schreibt: Man kann schätzen, daß von den Richtwählern, die am 6. Rovember 1932 8.5 Millionen ausmachten, beinahe die Hälfte diesmal an die llrnc gebracht worden ist. Der allergrößte Tell dieser früheren Richtwähler hat nationalsozia- listisch gewählt. Die Rat'^nalsozialisten ha­ben aber auch einen Teil der marx stischen Stim­men in einzelnen Wahlkreisen -^genommen, wo­bei wahrscheinlich noch eine Wanderung von den Kommunisten zu den Soziäldemokraten und wie­der von den Sozialdemokraten zu den Rationalsözialisten eingetreten ist. Das deutsche Dolk hat den Auftrag erfüllt, den der Reichs­präsident der nationalen Regierung gegeben hat.

DieMontagspost" (Ullstein) schreibt: Keine der beiden Parteien, die jetzt die Regie­rung bllden, hat eine Mehrheit der Wähler für sich gewonnen. Beide Parteien werden deshalb auch fünftig gemeinfam operieren, so daß der Regierungsblock aus Rationalsozia­llisten, Deutschnationalen und dem ihnen an­geschlossenen Stahlhelm zur Bildung und Auf­rechterhaltung einer Parlamentsmehrheit Zusam­menarbeiten wird. Für die Reichspolitik insgesamt ergibt sich, daß der Kurs der Reichsregierung auch gegenüber den Ländern einen Rückhalt darin gefunden hat, daß die Bayerische Dolkspartei einen Stimmenrückgang zu verzeich­nen hat.

0ae> Echo tn Oetterreicy

Wien, 6. März. (WTB. Funkspruch.) Der Wahlsieg der Rationalsozialisten macht hier au­ßerordentlichen Eindruck. ImKampfruf am Morgen" bespricht der Wiener Gauführer der RSDAP., Frauenfeld, die Rückwirkung auf Oe­sterreich. Oesterreich kann und darf nicht abseits stehen. Es einzugliedern in die große Schicksals­gemeinschaft der Geschichte, und des Blutes ist die P,licht der RSDAP. tn Oesterreich. Das christlich-sozialeW iener Montagsblatt" erklärt, das deutsche Dolk hat unzweifelhaft und eindeutig rechts gewählt. Der Kampf gegen den Marxismus ist also heute schon formell entschieden und es handelt sich nur noch darum, die Folgen aus dieser klaren und unzweideutigen Stimmab­gabe der Wähler zu ziehen. In gewissem Sinne symptomatisch ist auch die ganz auffällige Stim­menzunahme der Rationalsozialisten in Süd­deutschland und besonders in Bayern; ein Moment, welches für die Reichsrntwickelung nicht unwesentlich sei. DieKlagenfurter Zeitung" schreibt: Am 5. März ist wirklich der Grundstein für das neue Deutsche Reich gelegt worden. Der Marxismus in Deutschland hat aus­gespielt. DieInnsbrucker Reuen R a ch r i ch t e n" schreiben: Die Wahlen haben darüber entschieden, in welchem Ausmaße das deutsche Volk bereit ist, der nationalen Regierung durch die Beseitigung parlamentarischer Hinder- niffe zu helfen.

0te Meinung m London.

London, 6. März. (CNB. Funkspruch.) Die Blätter vertreten die Ansicht, daß der ungeheure Sieg der Nationalsozialisten auf ihre hinreißende Propaganda, oder wie einige Korrespondenten sich ausdrücken, auf ihre Regiekunst zurückzu­führen sei, die es fertig gebracht habe, Millionen von Leuten, die früher aus politischer Gleichgüllig- keit auf die Stimmabgabe verzichteten, an die Wahlurne zu bringen.Daily Expreß" glaubt eine Modifizierung der Politik der Reichsregierung erwarten zu können, um ein größeres Deutschland aufzubauen, als die Welt je gesehen habe. Vermu­tungen, daß jetzt auf außenpolitischem Gebiete mit einer neuen Entwickelung zu rechnen fei, finden sich in der konservativen Presse.Daily Tele­graph" macht auf einen Artikel aufmerksam, in dem Reichsaußenminister von Neurath erklärt, in der Abrüstungsfrage sei Deutschlands Geduld jetzt erschöpft, vielleicht werde der deutsche Anspruch auf Sicherheit in naher Zukunft deutlicher zum Ausdruck gebracht werden.Time s" stellt Be­trachtungen über die neue Hilfspolizei an und spricht trotz ihres eindeutigen Charakters als Hilfs­kräfte für Ausnahmefälle von einer großen Z u - nähme der bewaffneten Streitkräfte Deutschlands.

pariser Morqenblaiier.

Paris, 6. März. (CNB. Funkspruch.) Der so­zialistischeP o p u I a i r e" und die kommunistische H u m n n i t" glauben, daß die Partie noch nicht restlos ausgespielt sei. DasEcho de Paris" be­eilt sich, bereits den Schluß zu ziehen, daß nunmehr von Abrüstung kaum noch die Rede fein könne.Iourna l" schreibt, Deutschland zeigt

heute ein Gesicht ohne Schminke, und man müßte wahrlich unfähig fein, die wirkliche Bedeu­tung dieser Wahlen zu begreifen, wollte man sich nicht klarmachen, daß wir es mit einen nationalisti­schen Block von gewaltigen Ausmaßen zu haben, der aus verschiedenen Volksteilen zusammengesetzt ist, die jedoch, weil sie durch die gleichen Bestrebungen geeint werden, homogen sind.E x c e l s i ö r" will voraussagen können, daß der völkische Sieg die Genfer Abrüstungsverhandlungen nicht erleichtern

Run danket alle Gvtt", überschreiben die Hamburger Rachrichten" (dtschntl.) den Artikel über das Ergebnis der Reichstagswahl. Die nationale Mehrheit im Deutschen Reichstag, fährt das Blatt bann u. a. fort, ist gesichert. Der Kuhhandel hört auf, die Kompro­misse sind vorüber. Wir können jetzt endlich deutsch regiert werden, ein Ziel, das der Schöp­fer des Reiches, Fürst Bismarck, vergeblich an­gestrebt hatte. Sein Wort:Seht Deutschland nur in den Sattel, reiten wird es schon können", wird jetzt erst zur Wahrheit werden. Heber 60 Iahre mußten wir reiten lernen und erst nachdem wir den furchtbaren Sturz von 1918 getan hatten, der mit einer 14 Iahre langen Ge­hirnerschütterung endete, können wir uns im Sattel hallen. Das nationalsozialistische Ha m- Bürger Tageblatt" fuhrt u. a. aus: Die von Hitler geführte Regierung kann bei ihren zukünftigen Maßnahmen ein Höchstmaß an see­lischen und geistigen Aufbaukräften zum Einsatz bringen. Das historische Recht des Rational- sozialismus auf Führung in Deutschland, auf Erneuerung unseres geistigen, kulturellen, so­zialen und wirtschaftlichen Lebens steht einwand­frei fest.

DieFrankfurter Zeitung" (dem.) schreibt u. a.: die Frage, die von der Regierung mit diesen Wahlen gestellt worden ist, hat eine

Wahltag Feiertag.

Don unserer Berliner Redaktion.

Die Menschen waren sich bewußt, daß dieser Gang an die Wahlurnen für lange Zeit der letzte und daß er schicksalhaft für Deutschlands Zukunft fein werde. Sie drängten heraus aus den Woh­nungen. Der milde und nur leicht verschleierte Dorfrühlingstag lockte diesmal nicht ins Freie an die Grenzen der Reichshauptstadt. Die Men­schen drängten zuhauf auf den Plätzen und Stra­ßen. Das Bedürfnis nach Massengefühl, nach Gemeinschaftsgefühl war unverkennbar.

Berlin war ein Flaggenwald. Schwarz-weiß-rot und das Hakenkreuz beherrschten auch im Norden und Osten allein das Feld. Die Zeichen der Oppo­sition waren vollkommen verschwunden. Wo man steht und geht, erschallt einem Musik entgegen. SA.- Kapellen in großer Zahl ziehen vorn frühen Mor­gen von Straße zu Straße, von Platz zu Platz und lassen alte und neue Marschweifen erklingen. Nicht der geringste Zusammenstoß in der Nacht vor dem Wahltage und am Wahlsonntag selbst. So ruhig und ohne Zwischenfall ist noch keine Reichstagswahl verlaufen.

und die Verwirklichung des internationalen Gedan» kens einer Versöhnung der Völker nicht herbeiführen werde.V i c t o i r e" ruft aus, Deutschland ist von der parlamentarischen Anarchie dank Hitler ge­rettet. Das Blatt erneuert seinen starken Wunsch nach einer deutsch-französischen Aussöhnung auf Grund einer vernünftigen ehrenhaften Vertragsreoi- fion.Figaro" schreibt: Deutschland ist erwacht. Hoffentlich wird Frankreich, während Deutschland seine Krallen ausstreckt, nicht vollständig einschlum- mern.R 6 p u b l i q u e" schreibt, angesichts der deutschen Unbekannten bleibe Frankreich weiter kaltblütig. Es sollte, gegenüber den Deutschen, eine gutnachbarliche Politik betreiben.

ganz unmißverständliche Antwort erfahren: Das Kabinett der nationalen Konzentra­tion hat das Dertrauen. Der Reichs­kanzler hat das Recht, dieses Ergebnis im wesent­lichen der von ihm geschaffenen Partei zuzu­schreiben. Rachdem das Blatt dann die Bcrant- wortung betont, die auf der Regierung lastet, fährt es fort: die nationalsozialistische Bewegung hat aus dem legalen Wege die Macht übernommen. Sinnlos wäre es, die Folge­rungen aus diesen Tatsachen nicht ziehen zu wollen. Die Regierung besitzt die Majorität und nichts steht ihr im Wege, an die politische Ar­beit zu gehen.

DieMünchener Reuesten Rachrich- ten (natl.-tib.) bemerken, das Wahlergebnis stünde unter einem doppelten Zeichen, nämlich der außerordentlich hohen Wahlbeteiligung und des neuen außerordentlichen Auftriebs der RSDAP. Das von der Regierung erstrebte Ziel sei erreicht. Der Erfolg gebe der Regierung recht. Unter der UeberschriftZu neuen Zielen" schreibt der Fränkische Kurier" in Nürnberg: DaS Ziel des Kampfes, die absolute Mehrheit der na­tionalen Regierungsfront im Reich und in Preu­ßen ist erreicht. Der Reichstag wird die Regie­rung arbeiten lassen. Das deutsche Dolk hat auf einige Zeit hinaus Ruhe vor dem Parla­mentarismus.

Durch die Straßen der City, die sonst an Sonn­tagen wie ausgestorben liegen, strömten am frühen Nachmittag die Scharen zur Wilhelmstraße, zum Tiergarten, zu den Linden und zum Schloß. Sie wollten den Höhepunkt dieses Wahltages, den großen Aufmarsch des Stahlhelms, miterleben. Vor dem Hause des Reichspräsidenten tat die SS Polizeidienst und bemühte sich, im Ver­kehr mit dem Publikum musterhaft liebenswürdig zu sein. Die Charlottenburger Chaussee vom Gro- ßen Stern bis zum Brandenburger Tor, der Pariser Platz und die Linden waren von einer unüberseh­baren Menschenmenge umsäumt. Dichtgedrängt, daß kaum ein Durchkommen war, warteten die Hundert­tausende stundenlang mit ausdauernder Geduld. Kein Mißton und kein Streit, wenn es im Gedränge einmal ungemütlich wurde. Willig folgte die Menge allen Anweisungen der Polizei. Scherzworte flogen hinüber und herüber.

Im Schritt und Tritt und Tritt und Schritt so rückten dann die endlosen feldgrauen Kolonnen in feldmarschmäßiger Ausrüstung an. An der Spitze marschierte 2) u e ft e r b e r g. Unter den Linden waren alle Fenster mehrfach besetzt, aus den Hotels, von den beängstigend überfüllten Balkon-

Reichspräsident von Hindenburg genügte als einer der Ersten in demMinister-Wahllokal" m de- jtanonierftrafce feiner Wahlpflicht.

Blätterstimmen aus dem Reich.

Stimmungsbild aus der Reichshauptstadt.