H qe steuerlich, «Ä** ■;SH .mfcnbeB|. ^'gerecht £etJel Der iS*1 *««■ ?eÜ" W ehe des (B|n. ^»stchk genom. . oDen‘d)l mehr 'wueri und nlifif °den> |d)On wrif ^über hin. °d"er<nnß|. ®°LN hUten du, erst,, U-lut dar drille ,°d >eder weitere Ichaflrsteuer ;Dn8 desLr. Ladern nn» Deiiere Cnlla. °be jor8t.x Rt genommen? $Jine(tettet des Steuerum- r Steuerreform ^ompiiziertheil ** Vielheit der °hre 5chlvh 3U l°d Gemein- r Llnheli be- ’Dn9 der Steuer- ft zu einer Sen- 'tauch dd» §G ne Generalmaß- »Wst und ZV n.
l'etretör Neinhardi und arbeitmarkt' n den letzten G und die alle auf eit und somit auf »aushnite abgestellt ehilfinnen hat immen. Lurck bas (Ffeftiliwr/i' bereits 110000 lrbeimehmerjtnnd Met ehe Eni, xe\e 110000. f)in« 'lchäKgtenzisset in gleichen Industrien 5 handelt sich hier nde arbeitsmarkt- tische Umschich- Sie sührt zu einer Lrbeitrlosen' nkung der Finanzmd eine Berbesse- i und Abgaben in» • Einkommen und
,n
3« 8-e'Ä*
I Mfß«
, »>’ ü/ x»
>r SnN« egerhmin» arge.
3m
lett AeichraursW eaerhinterbliebenen- Teldte sagte, er el empsunden, dast Threnstellung tm hm aus Snmd se.' mbre. W lel 8™ )inge stärker anzu- der ülaflon^l°i,a’ berlindober, ft im R«ich-' ielet etttorte ]o- tiege bem W1
L'iKÄ
Mst.« Seh' er Sied' baten 111
Oer 50. Verhandlungstag im Reichstagsbrandsiifierprozeß.
Leipzig, 4. Dez. Der Reichstogsbrandstifterprozeh hotte heute den 50. Verhandlungstag. Voraussichtlich wird am Mittwoch die Beweisaufnahme geschloffen werden. Dann ist be- absichtigt, eine längere Pause zur Vorbereitung der Plädoyers einzulegen. In der heutigen Verhandlung werden zunächst 4 Zeugen aus dem Gerichtsgefängnis Guben vorgeführt. Der Invalide Wilhelm Nickel hat früher zugegeben, daß in seinem Hause kommunistische Geheimversammlungen stattgefunden haben. Der Zeuge erklärt, trotz aller Vorhaltungen des Vorsitzenden, da sei weiter nichts besprochen worden. Auch von einem geplanten kommunistischen Umsturz will der Zeuge entgegen seinen früheren Bekundungen nichts wissen. Der Vorsitzende verliest schließlich das polizeiliche Protokoll, in dem der Zeuge zugegeben hat, daß u. a. das Kraft- werk Finkenherd bei Frankfurt a. O. ge- sprengt werden sollte. Der Zeuge erklärt, er habe nur zugegeben, daß von dem Kraftwerk gesprochen worden sei, weiter wisse er nichts. Auch die anderen dreiZeugen wollen sich an frühere Bekundungen nicht mehr erinnern.
Rechtsanwalt Dr. S e u f f e r t stellt dann im Benehmen mit Rechtsanwalt Dr. Sock einen neuen Beweisantrag, der sich mit der Möglichkeit der Inbrandsetzung des Plenarsaales allein durch van der Lubbe beschäftigt. Es sei fest- gestellt worden, daß zur Reinigung des Plenar- saales ein Putzmittel verwendet worden ist, das nach Aussage des Sachverständigen Schwer- b e n z i n enthält. Es ist behauptet worden, daß durch die häufige Verwendung dieses Putzmittels sich an den Holzstühlen eine derartige Schicht bildete, die zur Gasbildung neigt, sobald diese Räume kalt werden, und daß eben wegen dieser Gasbildung über dem_Gestühl eine plötzliche Entflammung möglich ist, wenn an irgendeiner Stelle ein Feuerbrand hineingebracht wird. In der Zuschrift ist behauptet worden, daß ein solcher
Fall in Bad Kissingen bereits vorge- kommen ist. Dort ist durch das Herausfallen eines Kohlerrstückes in kürzester Frist ein Raum schlagartig in Flammen aufgegangen. Rechtsanwalt Dr. Seuffert beantragt, den Sachverständigen Dr. S ch a tz darüber zu hören, ob diese Behauptungen richtig sind. Auch der Hausinspektor Scranowitz |oll gehört werden, in welchem Umfange das Putz- mittel verwendet worden ist. Der Senat beschließt in diesem Sinne.
Kriminalsekretär Kassebaum (Dortmund) hat seinerzeit die polizeilichen Ermittlungen in der Strafsache Rosner in Hamm geführt. Von diesen Angeklagten sind der Bauarbeiter Zerweis und der Installateur Brand, die zu 5 und zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt worden sind, als Zeugen anwesend. Kassebaum bekundet, er habe festgestellt, daß die Gruppen des Rotsrontkämpferbundes a u f Veranlassung der Partei gebildet waren und daß auch die Partei Gelder für Was- fenbeschaffung zur Verfügung stellte. Für die Wahl- nacht war höchster Alarm angeordnet und „die Nacht der langen Messer" vorbereitet worden. Man habe nur auf den Befehl zum Los- schlagen gewertet.
Der Zeuge Zerweis bestätigt, daß im Fe- bruar Alarmbereitschaft bestand. Der endgültige Befehl sei aber nicht gekommen, so daß in Kreisen des Rotfrontkämpferbundes die Meinung herrschte, man müsse s e l b st losschlagen. Die Frage, ob der Reichstagsbrand das Fanal zum bewaffneten Aufstand fein sollte, verneint der Zeuge.
Der Zeuge Brand bekundet, daß der ganze Rot» ftontkämpferbund im Februar neu organisiert worden war. Es fei davon gesprochen worden, daß in Düsseldorf beabsichtigt sei, die Gaswerke zur Explosion zu bringen, Kabel zu sprengen usw., um dadurch Verwirrung zu stiften und den Boden für den Aufstand vorzubereiten. Weiterverhandlung Dienstag.
beginn des Prozesses um den VMverem für das kacholische Deutschland.
Professor Dessauer und die Frankfurter Carolus-Druckerei.
München-Gladbach, 4.Dez. (WEN.) Unter starkem Andrang des Publikums begann vor der Großen Strafkammer der „kleine Volksosrein- Prozeß". Die Anklage richtete sich gegen den früheren Direktor des Volksvereinsverlages Dr. Hohn, gegen den früheren Reichstagsabgeordneten des Zentrums, Pros. Dr. Dessauer (Frankfurt) und gegen dessen früheren Privatsekretär Dr. Knecht. Der Angeklagte Dr. Hohn weilt in Oesterreich. Das deutsche Auslieferungsgesuch ist abgelehnt worden. Die Anklage wirst Dr. Hohn als Geschäftsführer des Volksvereinslages vor, im Oktober 1928 die dieser Gesellschaft gehörigen Anteile an der E a - rolus - Druckerei GmbH., Frankfurt am Main im Minimalwert von 105 000 Mark für 85 000 Mark verkauft zu haben, obschon sie einen Wert von 155 000 Mark hatten. Dr. Dessauer soll Dr. Hohn zu der strafbaren Handlung durch Ueber- redung vorsätzlich bestimmt haben. Dr. Knecht wird der Beihilfe hierzu beschuldigt. Der 1. Derhandlungs- tag war mit der Vernehmung Dr. Dessauers ausgesüllt, der seinen Werdegang schilderte. Die Technische Hochschule habe er nach dem Tod seines Vaters verlassen müssen uckd sich dann ein kleines Laboratorium für Röntgenstrahlen eingerichtet. Dieses Laboratorium habe sich zu einem Werk mit 500 Arbeitern ausgedehnt, das Röntgenapparate und medizinische Geräte für das In- und Ausland herstellte. Durch seine Röntgenverletzungen habe er den Krieg nicht mitgemacht. Er habe 1917 in Frankfurt a. M. in Physik summa cum laude promovi rt und sei später an einen neuerrichteten Lehrstuhl an der Frankfurter Universität berufen worden. Nach dem Krieg habe er für die Zentrumspartei ein Stadt- verordnetenmandat angenommen.
Damals sei man auch wegen einer Stützung der im Earolusoerlag erscheinenden Rhein-Mainischen Volkszeitung an ihn herangetreten. Um der katholischen Diaspora von Frankfurt a. M. die katholische
Zeitung zu erhalten, sei er eingesprungen, habe bann aber auch so viel Macht haben wollen, wie zur Führung notwendig war, um die bestehenden Fehler beseitigen zu können. Er habe damals 800 000 Papiermark gezeichnet, deren Wert nur 135 Dollar ausmachte. Dessauer ließ sich dafür eine Valuta- sicherheit geben. Mit dem Volksverein kam Dessauer dadurch in Verbindung, daß der damalige Geschäftsführer des Dolksvereins, Dr. Kremer, den Dr. Hohn beauftragt hatte, sich in Westdeutschland nach einer katholischen Zeitung umzusehen, an der der Volksverein ober der Volksoereinsverlag sich beteiligen könnten. Dessauer gab die Hälfte feiner An- teile an der Carolusdruckerei an Dr. Hohn ab. Beide verpflichteten sich, daß jeder stets die gleiche Zahl von Gesellschaftsanteilen beim Earolusverlaa besitzen sollte. Nach der Goldmarkumstellung betrug für beide der Anteil an dieser Druckerei je 73 000 Mark und nach einer späteren Kapitalerhöhung je 105 000 Mark. Als 1928 der Dolksoereinsoerlag in finanzielle Bedrängnis kam, erbat Dr. Hohn von Dessauer die Zustimmung zur Verpfändung der Anteile der Carolusdruckerei, die Dessauer aber nicht gab. Die Carolusdruckerei kaufte selbst diese Anteile vom Volksvereinsverlag. Die 90 000 Mark, die er dafür bezahlt tjabe, seien die höchste Summe gemeßen, die er beschaffen konnte. Er habe die Immo- bilien seines Verlages bis auf >das äußerste belastet. Ein außenstehender Käufer hätte zu jener Zeit für die Anteile an der Druckerei, die 4, ober 5 ober 6 Prozent Dividende gab, wohl weniger bezahlt, denn damals hätten 9prozentige Goldpfandbriefe nur einen Kurs von 92 Prozent gehabt. Er holte deshalb dieses Geschäft für ein durchaus anständiges. Er habe dabei nur dem Dolksoereinsoerlag helfen wollen; außerdem fei dem Volksvereinsverlaq ein Rückkaufsrecht zum gleichen Preis für die Dauer eines Jahres eingeräumt worden. Die Verhandlung wurde bann auf Dienstag vertagt.
Oer Kälteeinbruch in Mitteleuropa
Die am Samstag in Mitteleuropa eingebrochenen trockenen arktischen Kaltluft massen haben in Deutschland einen Temperatur st urz gebracht. In ganz Norddeutschland herrscht über 10 Grad Kälte. In Berlin wurden stellenweise 13 Grad Kälte gemessen. Die größte Kälte wird aus Schlesien gemeldet. Hier sank die Tempcraur im Flachlande auf minus 15 Grad. Die tiefsten Temvera- hiren werden aus der ©raffdjaft Glatz mit 21 Grad Kälte gemeldet. Im Hochgebirge, wo Slld-Oftsturm herrscht, läßt die Kälte bereits nach und Föhnwitterung stellt sich ein, während die Kältetemperaturen bei 7 Grad liegen.
Aehnlich lauten die Meldungen aus Sachsen. Der Fichtelberg hatte 18 Grad Kälte zu verzeichnen. Die thüringischen Wintersportplätze melden Kältegrade zwischen 16 und 19 Grad bei rund 30 Zentimeter Schneehöhe mit guten Sportmöglichkeiten. Auf der Elbe hat bereits Treibeisbildung eingesetzt, die durch den ungewöhnlich niedrigen Wasser- stand noch begünstigt wird. Die Temperaturoer- hältnisse in Mitteldeutschland sind ähnlich, wie in Berlin wo bis zu 13 Grad unter Null gemessen wurden.
Dagegen ist es in Sudbayern bedeutend milder als im Norden. Mittenwald hatte am Montag sogar eine Temperatur von 1,9 Grad über Null, wäh
rend auf der Zugspitze 4,9 und auf dem Predigt- stuhl bei Bad Reichenhall minus 1,3 Grad gemessen wurden.
Westdeutschland hatte am Montagfrüh Temperaturen bis zu 13 Grad unter Null zu verzeichnen. Auf den höchsten Kämmen des Sauerlandes besteht Möglichkeit zur Ausübung des Skisports. Köln meldet am Montagfrüh 5,4 Grad Kälte.
Infolge der scharfen Kälte hat sich hier und da auf den Nebenftüssen des Rheins Treibeis gebildet. So trieb der Main am Montag Treibeis bei Schweinfurt, Würzburg und Lohr. Die Main- fchlftahrt ist daher schon teilweise eingestellt worden. Auch für die Lahn und den Neckar besteht jetzt die Gefahr, baß sie über Nacht Treibeis führen werden. In den Montagabendstunden führte auch die Mosel leichtes Treibeis.
In ganz England hat während des Wochenendes i rt r e n g e r Winter eingesetzt. Eisige Ostwinde haben starken F r o st und teilweise starke Schneefälle gebracht. In Südwales liegt der Schnee an manchen Stellen über einen Meter hoch. Aus einigen Strecken wurde der Verkehr durch starke Schneeverwehungen lahmgelegt. Nord- und Süd- wales liegt unter einer hohen Schneedecke. Don der l
Ost- und Südküste Englands werden starke Stürme gemeldet.
*
In ganz Holland herrscht überaus strenge Kälte. In Alkmaar sind zahlreuye Gasleitungen gesprungen. Die Gasversorgung für beinahe die ganze Stadt und die umliegenden Ortschaften mußte ein- stellt werden. Zahlreiche industrielle Betriebe, deren Maschinen durch Gasmotoren angetrieben werden, mußten stillgelegt werden. Das Personal wurde nach Hause geschickt. Auch die Schulen wurden geschlossen. Die Schiffahrt mußte auf dem gänzlich vereisten Dselmeer, sowie auf mehreren Kanälen eingestellt roenben.
♦
Nach Meldungen aus Swerdlowsk (dem früheren Jekaterinburg) wurden dort am Montag 4 3 Grad Kälte gemessen. Die Kälter dauert an. Alle öffentlichen Arbeiten mußten eingestellt werden.
Kölnische Zeitung und Giadtanzeiger beschlagnahmt.
Köln, 5. Dez. (WTB. Funkspruch.) Die gesamte Ausgabe der Kölnischen Zeitung und des Stadtanzeiger sind am 5. Dezember polizeilich beschlagnahmt worden.
Kleine politische Nachrichten.
Die Bauernorganisationen im Saargebiet haben einmütig den Beschluß gefaßt, tünf- tig alle Meinungsverschiedenheiten auszuschalten und sich unter Aufgabe ihrer Selbständigkeit zur „Bauernschaft der Saar" zusammenzuschließen.
Don zuständiger Seite wird mitgeteilt: Die Behauptung des „Manchester Guardian" vom 2. Dezember, daß am 1. Januar d i e Arbeitsdienst- pflicht in Deutschland eingeführt wird, entspricht nicht den Tatsachen.
Der Wiener Gauleiter der NSDAP. Frauenfeld ist verhaftet und nach längerem Verhör wegen angeblichen Hochverrats in das Landesgericht eingeliefert worden. Wie von der Polizei dazu mitgeteilt wird, sollen bei einem Fleischergesellen 800 Exemplare eines Flugblattes gefunden worden fein, dessen Text angeblich von Frauenfeld stammen soll. In dem Flugblatt sei zum Widerstand aegen das in Oesterreich herrschende System aufgerufen worden.
*
Der frühere Rektor der Wiener Universität, Professor Gleispach, ist nach Berlin abgereist, wo er an der Universität als Strafrechtslehrer wirken wird. Als der Zug aus der Bahnhofshalle fuhr, fangen die Studenten mit erhobener Rechten das Deutschlandlied. Mit Professor Gleispach, der auf Grund seines betont nationalen Bekenntnisses zwangsweise pensioniert wurde, verliert Wien einen Gelehrten von Weltruf.
Aus afler Welt
Prof. Dr. Hermann Wirth errichtet eine „Freilicht- fchau des deutschen Ahnenerbes".
Der bekannte Erforscher der Urgeschichte, germanischen Vorgeschichte und Volkstumskunde, Professor Dr. Hermann Wirth, wird mit staatlicher Unterstützung unweit von Potsdam eine „Freilicht - schau des deutschen Ahnenerbes" errichten. Diese Schau soll eine vollständige Sammlung der geistigen Erbmasse aus germanischer Vorgeschichte, Volkstums- und Heimatkunde darstellen. Es soll damit etwas Organisches geschaffen werden, das die Dolkskultur von der germanischen Vorgeschichte bis zur Gegenwart umfaßt. Die Schau soll sich dabei aber nicht nur auf die deutsche Vorgeschichte beschränken, sondern umfassend auch die Denkmäler der Vorgeschichte aller germanischen Länder enthalten. Das Ganze soll eine deutsche Weihestä11e werden, in der die geistesgeschichtlichen und typologischen Denkmäler unserer Volkskultur nebeneinander landschaftlich aufgebaut werben. Im Zusamm-nbang mit dieser Freilichtschau soll eine große Halle im Blockhausstil errichtet werden, die als Ausstellungsraum für Modelle und Abbildungen sowie solche Denkmäler verwandt wird, die nicht geeignet sind, unter freiem Himmel zu stehen. Außerdem soll ein Freilichtthea- t e r geschaffen werden. Ferner beabsichtigt Professor Wirth eine Forschungsanftalt für Geistesurgeschichte mit einer Arbeitsgemeinschaft der Dozenten und Studenten. Als Gelände für diese umfassende Schau sind die zur Oberförsterei Kunersdorf gehörigen Wälder um den Witkiekenberg bis zum Schwielow- see und Linnewitzsee südlich von Potsdam ausgesucht worden. Professor Wirth hat bereits am Rande dieses Geländes in Michendorf Wohnung genommen, um von hier aus die Vorarbeiten zu leiten.
Anerkennung fliegerischer Leistungen durch Reichsminister Gering.
Der Herr Reichsminister der Luftfahrt hat der Segelfliegerin Hanna Reitsch und dem Pc> lzei- obenneifter Gutsche für ihre großen persönlichen Leistungen bei ihren Dauersegelflügen in Rossitten und auf Sylt seine besondere Anerkennung übermitteln lassen.
(Eine TTtotorbräfine v-mnglückt. — Ein Toter, zwei Schwerverletzte.
Aus der Kleinbohnstrecke Rad"beul—Radeburg (Sachsen) stießen eine mit vier Personen besetzte Motordräsine der Bahnmeisterei Radebeul und ein beladener Kleinbahnwcwen zusammen. Dabei wurden drei Insassen der Dräsine schwer verletzt. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht, wo einer der Verunglückten seinen Verletzungen erlegen ist
Achtzehn chinesische Banditen hingerichtel.
Wegen Teilnahme an dem UeberfaU auf den Sibirien-Expreß in Mandschukuo bei Tsitsikar wurden 18 chinesische Banditen sestgenom- men und vom mandschurischen Kriegsgericht zum Tode verurteilt. Die Todesurteile wurden sofort durch Erschießen vollstreckt.
Winterfest des Kavallerie-Vereins.
Zugunsten der Winterhilfe veranstaltete der Ka« vallerieoerein Gießen am Samstag im Cafä Leib ein Winterfest, bas sich eines guten Besuches erfreute. Den musikalischen Teil der Veranstaltung hatten Mitglieder der Kapelle der SA.» Reserve in uneigennütziger Weise übernommen, die mit guter Musik einen Teil des Programms bestritten. Unteroffizier ß a n b e f e I b (4. MGK. J.-R. 15) sprach den Vorspruch, der von Kamerad Heyd oer» faßt war und starken Beifall fand.
Sodann hielt der Führer des Vereins, Kamera» Hartmann, die Begrüßungsansprache, in der et besonders die Kameraden der Reichswehr, der SA. und SS., sowie die Vertreter der übrigen Vereine herzlich willkommen hieß. Zwar sei keine Zeit, rauschende Feste zu feiern, wohl aber könnten alte Kameraden einige Stunden zusammen verbringen in einer Zeit, in der das ganze deutsche Volk durch Adolf Hitler geeint fei. Dem Führer gelobe auch der alte Soldat, bei in feinem Verein die Pflege der Tradition des ruhmreichen deutschen Heeres zur Aufgabe habe. Treue und Gefolgschaft in Leben und Tob.
Der Ehrenvorsitzende des Vereins, SA.-Reserve- Sturmbannführer Soldan, gab in einer An- spräche zunächst seiner Freude darüber Ausdruck, wieder einmal unter alten Kameraden weilen zu können. Kameradschaftliche Zusammenkünfte müßten auch einmal sein, um bas deutsche Volk in ber Volksgemeinschaft enaer zusammenschließen zu helfen. Nach bem Frieoensvertragabschluß von Versailles sei es unser Führer Adolf Hitler gewesen, der den Wahnsinn dieses Vertrages zuerst in seinem vollen Ausmaß durchschaut habe; auch die Krieaer sahen ein, daß Deutschland nach dem Kriege ehrlos und wehrlos gewesen sei, sie schlossen sich zusammen. Auch ber Kavallerist habe gegen Die Kriegsschulblüge Front gemacht. Die Kriegervereine seien in der vergangenen Zeit manchen Schwierigkeiten ausgesetzt gewesen. Adolf Hitler, der mit sieben Mann begonnen habe, habe auch die SA. und die SS. geschaffen, der es zu verdanken fei, daß das deutsche Volk wieder frei sei. Aber nach bem Kriege seien wir nicht ohne Schuld gewesen am Niedergang des deutschen Volkes. Es hätte erkannt werden müssen, worum es in unserem Vaterlande gehe. Erst 1930 sei es heller geworden. Damals seien die Nationalsozialisten mit 107 Reichstagsabgeordneten in den Reichstag eingezogen. Wäre Adolf Hitler schon 1930 in den Besitz ber Macht gelangt, so hätte bem Volk unenblich viel Schweres erspart werben können. Adolf Hitler haoe ein schwereres Erbe angetreten, als je ein Staatsmann vor ihm. Aber er führe Deutschland wieder dahin, wo es dank feiner Kraft und Stärke hingehöre. Es fei nun aber auch an uns, die begangenen Fehler wieder gut machen zu helfen. Adolf Hitler habe viel Leid erfahren müssen, habe Gefangenschaft und Festungshaft auf sich nehmen müssen, um seines Volkes willen. Das Führerprinzip habe es ermöglicht, daß ber große Kavalleristentag in Gießen burchgesührt worden sei, dessen man sich heute noch mit Begeisterung erinnere. Ohne dieses Führerprinzip wäre die große Veranstaltung nicht denkbar gewesen. Das Führerprinzip sei das einzig richtige für unser Volk. Deutschland werde auch nicht wieder nach Gens gehen, ein internationaler Parlamentarismus gelte uns nichts. Niemals habe sich ein Staatsmann gefunden, um dem Unfug von Genf ein Ende zu machen, erst Adolf Hitler habe kommen müssen und dem Treiben Halt geboten. Alles was in Genf geschehen sei, sei für die Feind- bundmächte geschehen. Was man dem Führer alles zu verdanken habe, wisse man, man wolle aber auch des ehrwürdigen Reichspräsidenten von Hindenburg gedenken, durch dessen Entscheidung die Geburt des neuen Deutschland habe Wirklichkeit werden können. Dem Reichspräsidenten von Hindenburg und bem Volkskanzler Adolf Hitler galt deshalb das dreifache „Sieg-Heil", das von den Teilnehmern begeistert ausgenommen wurde. Im Anschluß daran wurden der erste Vers des Deutschland- und des Horst-Wefsel-Liedes gesungen.
Im weiteren Verlaufe des Abends wurde einer Reihe verdienter Mitglieder durch den Vereinsführer Hartmann im Auftrage Sr. Exzellenz des Generals von Einem eine besondere Auszeichnung zuteil. Die Herren Wilhelm K u t s ch r a d , Wilhelm Mühl, Karl Porr, Michael Kolb, Louis Geller, Otto Rühl, Heinrich Hederich, Karl Sommer und Heinrich Bachmann erhielten bas Mackensen-Ehrenkreuz 1. Klaffe. Karne- rnb Otto Rühl dankte im Namm ber Kameraben für bie ihnen zuteil geworbene Ehrung.
Nachdem die Turnerinnen des Turnvereins 1846 einen humorvollen Reigen aufqefübrt hatten, gelangte nach einigen weiteren Musikstücken ein von den Kameraden der 4. (MG) Kompanie des hiesigen Bataillons wiedergegebemr unterhaltsamer und von ferhbaftem Humor erfüllter militärische Schwank zur Aufführung, ber stürmischen Beifall erntete. Der Badenweiler Marsch beschloß ben offiziellen Teil bes wohlgelungenen Abcnbs.
Wetter: anssa^e.
Noch immer liegt Deutschland tm Bereich der Hochdruckbrücke, so daß die Luft in absinkender Bew gung bleibt und somit meist klares und trockenes W.Iter herrschen wird. Die Sonnenstrahlung wird wohl am Tage, da sich die Kaltluftzufuhr gelegt hat, Milde- rung bringen, doch ist in den Nächten weiterhin mit starkem Temperaturrückgang zu rechnen.
Vorhersage für Mittwoch: Nachts noch stärkere Strahlungsfröste, am Tage milder, leicht wolkig, vorwiegend aufheiternd, trocken.
Vorhersage für Donnerstag: Abschwä- chung des Frostes.
Lufttemperaturen am 4. Dezember: mittags — 4 Grad Celsius, abends —8,1 Grad; am 5. Dezember: morgens —9,6 Grad. Maximum —3,7 Grad, Mini- mum —10,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. Dezember: abends —15 Grad; am 5. Dezember: morgens —2,2 Grad Celsius. — Son- nenscheindauer 5>i Stunden.


