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o n, 29. Dez. (DNB.) Wir aus

Da

Das Jahr 1939 beg

türkischen Küstenfahrt durch die alliierten Seestreitkräfte.

Die Pank ies.

Dez. M n @6rUj rschall.

«mtar 1939.

(gien mit einer

Mussolini hat den Generalstabschef des ita­lienischen Heeres, Marschall G r a z i a n i, empfan­gen. Die zweistündige Besprechung galt der militä­rischen Vorbereitung Italiens.

Kranke Zähne beeinträchtigen die Arbeitskraft. Tägliche, gewissenhafte Zahnpflege erhält die Zähne gesund!

Heg uchrl illen.

W. Langt

ereit

»rersU- chsführer II ich -iinm- olizei folge»'

A m st e r d a m, 30. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Dos ^Algemeen Handelsblad" meldet, die englische Regie­rung werde von Montag dem 8. Januar ob d e n Verbrauch von Butter und Speck im Hinblick auf die Schwierigkeiten der überseeischen Zufuhr und um Devisen zu sparen rationieren. Die Zuteilung beträgt 111 Gramm die Woche. Da England drei Viertel seines Speck- und 90 v. H. seines Butterbedarfes durch Einfuhr decke, ! werde auch Holland stark betroffen. Im vorigen l Jahr habe Holland 70 v. H. seiner Butterausfuhr [ nach England geleitet. In den ersten elf Monaten 1939 habe es sogar 80 v. H. {einer gesamten Butter- ausfuhr in England absetzen können. Don dem Wegfall dieser Lieferungen befürchtet das -blatt t katastrophale Folgen für die holländische Landwirt-

Deutsches U-Boot torpediert engtisches Schlachtschiff

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Englands Le-ensmittelrationierungen eine Folge der deutschen Gegenblockade

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Oie Athenia Lüge endgültig zerplatzt

Keinerlei Beweis für Versenkung durch deutsches tl-Boot.

Berlin, 29. Dez. (DAV. Aunkspruch.) Vas Oberkommando der Wehrmacht teilt mit:

(Ein deutsches U-Boot hat westlich Schottland ein englisches Schlacht- schiff der ,,2ueen-Llizabeth".klaste torpe- -iert.

Weltpolitik an der Lahreswende

Unsere Ausländskorrespondenten berichten.

rischer Macht und entsprechender Bedeutungsminde­rung des Völkerrechts aber bleibt chm heute viel­leicht in Wahrheit keine andere Möglichkeit als zur Wahrung seiner Unabhängigkeit bei seiner gleick- zeitig fast einzigartigen internationalen Verpflich­tung zwischen Den streitenden Parteien zu lavieren. Das Land haßt den Kriea. Es verabscheut insonder­heit diesen (englischen) Krieg. Es kann nicht ver­stehen, warum unD worum gestritten wird. Es sieht nur einen fast urweltlichen Titanenkampf und ist von dem heißen Wunsch beseelt, daß dieserrare Oorlog" beendet sein möge, ehe er sich zumwaren Oorlog" steigert.

Belgiens kummervolles Jahresende

Von unserem s-Korrespondenien.

Höhe gehoben und die Lukendeckel hochaeschleu- dert bat. Wäre dieAthenia" von einem Torpedo getroffen worden, so würde das Schiff ein großes Loch in der Seite erhalten haben und sofort ge­sunken sein. Es steht aber, wie der Bericht feststellt, unbestreitbar fest, daß dieAthenia" nach der Ex' plosion noch 14 Stunden an der Meeres­oberfläche geschwommen ist.

DieWashington Post" meldet weiter, daß von englischer Seite auf die amerikanische Anfrage we­gen der Beschießung und Versenkung der Athenia" durch drei britische Zerstörer bisher noch keine Antwort eingegangen ist. Ebenso hat die britische Admiralität das Ersuchen der amerikanischen Regierung um Uebersendung der amtlichen englischen Berichte zum FallAchenia" überhaupt nicht beantwortet.

einem visher noch unveröffentlichten Berickt der Rechtsabteilung des amerikanischen Staatsdepartements hervorgeht, über des- len Inhalt dieWashington Pop" unterrichtet lebt will, hat eine eingehende Untersuchung des FallesAthenia" keinerlei Beweis für die englische Behauptung ergeben, daß das Schiff von einem deutschen U-Boot versenkt wurde. Vielmehr spricht, wie ein maßgebender Be­amter dem Blatt zufolge erklärte, die Mehrzahl der Aussagen der Fahrgäste dafür, daß das Schiff durch eine innere Explosion zerstört

worden ist.

Wie dieWashington Post" im einzelnen berich­tet, hat die Untersuchung ergeben, daß eine Explo­sion auf derAthenia" das Oberdeck in die

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Den nördlichsten Gebieten Europas im Dezember eine Seltenheit ist. Man ist der Meinung, daß die Kämpfe in Nordfinnland schon allein wegen dieser Witterungsoerhältnisse keine größeren Ausmaße augenblicklich annehmen können.

Wie die Finnen berichten, habe der Feind am 28. Dezember wieder auf der Karelischen Landenge und östlich von Sunna angegriffen. Auck gegen Kelja am Suwanto-See habe der Feind auss neue zum Angriff angesetzt. An der OstgrenAe hätten die Russen nordöstlich von Ladoga in Richtung aus Ruokojärvi angegriffen, seien aber vor den finni­schen Stellungen zum Stehen gebracht wor­den. Nördlich von Suomussalmi habe sich der Kamps am Kjantajvi den ganzen Tag fortgesetzt.

Am 28. Dezember hätten russische Flieger in der Nacht Bombenangriffe auf den nördlichen und westlichen Teil der Karelischen Landenge und aus einige Städte in Mittelsinnland ausgeführt. Die eigene Luftwaffe habe mehrere Jagd-, Auf- klärungs- unfc Bombardierungsslüge durchgeführt. Kleine politische Nachrichten.

Der englische und der französische Marineattach6 machten den Istanbuler Hafenbehörden Mitteilung über die Durchführung einer rücksichtslosen Kontrolle der neutralen Schiffahrt einschließlich der

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Hollands Lavieren.

Don unserem g.-Korrespondenien.

Amsterdam, Dezember 1939.

Der Krieg überschattet alle anderen Ereignisse. Rückblickend erscheinen die anderen Vorgänge des Jahres Demgegenüber klein und unbedeutend. Mit Mühe erinnert man sich der einen oder anderen Be­gebenheit, die außerhalb Der sich zuspitzenden Kriegsoorgeschichte lie^t. In seiner Unschuld rüh- renb unabhängig von der politischen Tageslage taucht die Erinnerung an jenen 5. August 1939 auf, an dem di e Kronprinzessin einer zweiten Tochter das Leben schenkte. Ein zwettes markantes niederländisches Ereignis war die befremdliche K a - b i n e t t s k r i f« des Sommers. Im Lichte der seit­herigen Vorgänge gewinnt sie immer mehr Plastik, und heute erkennt man darin den erfolgreichen Dor- toß des politischen Katholizismus gegen Den letzten ,Geuzen" C o l i j n. Mit Der Niederlage feines ünftägigen fünften Kabinetts scheint irgendwie eine politische Aera Hollands abgeschlossen zu sein. Das Kleinbürgertum hatte dem letzten Vertreter einer welterfahrenen, weltpolitisch denkenden Ver­gangenheit endgültig das Vertrauen versagt und da» Schicksal des nun mit einem Mal« wirklich klein gewordenen Landes im Rhein-Maas-Schelde-Delta | e I b ft in di« Hand genommen.

©eine außenpolitische SelbstänDiakell hat dadurch ohne Zweifel gewonnen, doch auf einer anderen Ebene. Das trotzige, häufig starrköpfig erscheinende Rühr-mich-nicht-an der Vergangenheit, dem trotz relativer Machtlosigkeit gegenüber den Großstaaten noch immer Der Nimbus einer politisch selbständigen Enffcheidungsfteiheit anhaftete, hat heute einer Neutralitäispo litt k Platz gemacht, Die ihr Heil Darin sucht, in Der Ungunst Der Zeiten nirgends aneu­erten. Hiermit soll keine Kritik ausgesprochen sein: es steht dahin, wie Colijn sein Land durch die bis­herige Kriegslage durchoelofft haben würde. Es könnte sehr wohl sein, daß Colijn in diese Tage nicht mehr hineingepaßt hätte, weil ihm heute Die Resonanz im eigenen Volke scheinbar fehlt. Immer­hin erkennt man die scharfe Zäsur zwischen Der Selbständigkettspoltttk vom Jahresbeginn und vom Jahresende.

Hollands Lage ist sehr schwierig. Man weiß es und versucht sich demgemäß zu verhalten. In dem Wort Sich-Derhalten liegt die neue Außen­politik aufgeschlossen. Es ist ein Unterschied, ob man im Rahmen des Möglichen seine Neutralität

in unbeirrtem Derttauen auf sein eigenes gutes Recht verteidigt oder, vom Bewußtsein seiner eige­nen Schwäche ausgehend, zwischen den Knegsüh- renDen laviert. Die Friedensaktion en Der Königin Der Niederlande im Verein mit Dem König Der Belgier verraten Die erstere Geisteshaltung; Die Initiative dazu war holländischerseits nicht von Der Regierung, sondern von Der Königin selbst aus­gegangen. Für Die letzte Art spricht Die häufig un­klare Haltung, Die Die Regierung zu Den Ereignissen einnimmt unD Die in ihrem vorsichtigen Abwarten vielfach Den Eindruck erweckt, als hoffe man damit einer unangenehmen Entscheidung aus dem Wege gehen zu können.

Die Gerechtigkeit erfordert es, sich bei allem im­mer wieder der unenDlich schwierigen Lage Des Landes zu erinnern. Holland liegt räumlich, wirt­schaftlich und politisch mitten zwischen Den Krieg- führenden. Es kann aus seinen Lebensinteressen roeDer England noch Deutschland wegstreichen, und es farm um seiner Lebensinteressen willen weder auf Die Verbindung mit seinen überseeischen Besitzun­gen, noch auf die Freiheit Der Meere schlechthin verzichten. Bei Der gesteigerten Bedeutung militä-

Zu DerQueen-Elizabeth"-Klasse rechnet man Die SchlachtschiffeMalaya",Bar-Ham",Dattant", ©arfpite" undQueen Elizabeth", Die in Den Jahren 1913 bis 1915 erbaut wurden. Die Schlacht- schiffeV a 1 i a n t",W a r s v i t e" undQueen Elizabeth" sind in Den Jahren 1935/40 durch neue Maschinen und Kessel, bessere Panzerung so- eie neue Flak- und Flugzeugausrüstung vollstän­dig modernisiert worden. Es handelt sich um Kriegsschiffe von 3 06 00 Tonnen, Die «ine Geschwindigkeit von 24 Knoten entwickeln. Die

meisten Länder gesetzlich den Verkauf ihrer Schiffe unter Den jetzigen Bedingungen verboten hätten.

Unerhörter englischer

Völkerrechtsbruch.

Grobe Verletzung spanischer Hoheits­gewässer durch englisches Kriegsschiff.

B e r l i n, 29. Dez. (DNB.) Am 26. Dezember um 17 Uhr wurde Der deutsche DampferGlücks- b u r g", Der sich in der Nähe von Cckdiz anderthalb Seemeilen von der spanischen Küste befand, von einem englischen Marineflugzeug über­flogen. Eine halbe Stunde später erschien, nachdem das deutsche Schiff noch näher an die Küste hercm- qe fahren war, ein englischer Zerstörer. Dieser kam auf 300 Meter an Das deutsche Schiss heran. Er forderte Das deutsche Schiff mit Flaggen­signal auf, ihm zu folgen. Da Der deutsche Dampfer nicht reagierte und weiter auf Die Küste zuhielt, oer- uchte der Zerstörer ihn vom Land abzu- schneiden und gab Signal, sofort zu stoppen. Da Dem Zerstörer jeDoch sein Manöver mißlang, setzte er ein Motorboot mit Prisenkom- manDo unD Maschinengewehr aus. Der Kapitän Des deutschen Dampfers hatte inzwischen sein Schiff auf StranD gesetzt. Als Das eng­lische Motorboot bis auf 50 Meter an Den Dampfer herangekommen war, verließ Der Kapitän, um Der Gefangennahme zu entgehen, mit seiner Besatzung ^°Di?s?m^un erhörten englischen Völker- rechtsbruch ist, wie aus unterrichteten Kreisen verlautet, Die spanische Regierung mit Der gebührenden Schärfe ent gegen getreten. Sie hat bei Der englischen Regierung wegen Der emDeu- tiaen jeden Irrtum ausschließenDen Verletzung ihrer Territorialgewässer P r o t e ft e In gel e g t unD Weisung gegeben, daß Der deutsche Kapitan mit sei­ner Mannschaft wieder an Bord gelassen wird, daß ihm Schlepper zum Abschleppen zur Der- füauna gestellt werden und daß ein spanisches Kriegsschiff an Ort und Stelle für die Nichtbehelll- gung des deutschen Schiffes sorgen soll.

Eisige Katie an der finnischen Nordsroni

Kopenhagen, 29. Dezember. (DNB.) Nach Meldungen aus Kirkenes in Norwegen wehen fett Donnerstag in Nordfinnland gern alt i ge Schnee stürme. Eine furchtbare Kalte herrscht den großen Gebieten der finnischen Nordfront Das Thermometer ist zum Tetl a u f 4 0 ® r ad unter Null gesunken, eine Kalte, Die selbst m

Bewaffnung Der Schiffe bestecht au» acht 38-cm- Geschützen, acht 15,2-cm-Geschützen, acht 10,2-cm- Flakgeschützen, vier 4,7-cm- und 32 4-cm-Flak- ^schützen. Ferner befinden sich 16 Maschinenge­wehre §ur Flugabwehr an Bord. Die Schiffe ver­fügen über eine Flugschleuder und vier Flugzeuge.

Ebenso haben die SchlachtschiffeM a l a y a" und Barham", Die eine Wasserverdrängung von 31100 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 25 Knoten haben, spätere Umbauten erfahren, bei denen vor allem neue Feuerleitanlagen und als Schutz «eaen Unterwasserangriffe Toroedowulste hervorzu- heben sind. Die Bewaffnung dieser beiden Schiffe unterscheidet sich von den bereit» beschriebenen Schlachtschiffen Darin, daß sie sogar 12 15,2-cm- Geschütze oesitzen, während fie an 4-crn-Flakge- schützen 16 und an Maschinengewehren acht aus- weisen.

schäft. Das gleiche gelte von Der Spertrationierung. < I Bisher seien 10000 Schweine für Die Ausfuhr nach. |- England geschlachtet worden.

Die Rationierung von Lebensmitteln deutet5)et | Daderland" als unmittelbare Folge der D e ut- schen Gegenblockade. Zwar besitze England I noch immer eine große Handelsflotte, doch se I großer Teil Der Schiffe für mllllansche Zwecke in I Beschlag genommen, während ein anderer I bereits Den U-Booten zum Opfer g fallen fei. Hinzu komme noch, daß dre neutra I Reeder, ganz abgesehen von ihren eigenen Schiff '

Verlusten, zunächst für ihre e i g eu en Lander g sein mußten. Trotz Der hohen Frachtsätze, die Eng. land zu zahlen bereit fei, machten wenige neutrale I Schiffahrtsgesellschaften von dieser Gelegenhell Ge

bTngianD fei aber noch in einer wetteren Hinsicht schlecht Daran. Ein Drittel Der britischen Hand s

V hotte sei auf Oelheizung .umgestellt dieser Brennstoff müsse aber auch erst einmal n ach E n g lanb »i n ae führt werden, wozu gleichfalls on ttsche Tonnage nötig sei. So fei es nicht uerwun^ derllch, daß die Einfuhren nach England stark 3 ruckgingen Die vom britischen HanDelsm.nlsterium oer^sentlichte Einsuhrstatl tik ergebe, daß bere ts m November Die Einfuhren im..Vergleich zum Ok over um ein Fünftel zuruckg e g a n 9 en leien. Man Dürfe Dabei auch nicht vergess , Deltmarktpreise si a rk g e st i g i während das englische Pfund Sterling gefa

1 9n brittschen Reederkreisen ue^e man sich nichts daß Die Sa£ wenig rosig Esche. Ueberd s könne keine Rede davon sein, daß England berm neuer Schiffe auch nur einigermaßen mi Schiffsverlusten werden Schritt ^ten fertigge--

oor Die iehl im Bau besindlichen Schiffe lerri99c

Ankauf von Schissen von besteunde

« Staaten könne nicht gedacht werden, wen me

Fast alle belgischen Bergarbeiter sind am Don­nerstag Der Aufforderung der Gewerkschaften ge­folgt und haben die Arbeit wieder ausgenommen.

Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Vr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen. Pro­vinz und Wirffchaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Han» Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche UnioerfitätsDrurterei, R. Lange, K.°G., fämtlüh^^ Gießen. Monatsber^prelL LLLNM^-^Mließlich 25 Pf.. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags

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Mißbilligung der Regierung Durch die Parteien. Das Jahr 1939 endet in Belgien mit einer Miß­billigung Der Regierung Durch die Parteien. Im Januar 1939 hieß es, diese Regierungskritik zur Re­gierungskrise werden zu lassen, fei gefährlich. Im Dezember 1939 heißt es, ein Derartiges Beginnen fei Hochverrat. Denn waren zum Jahresanfang Die Belgier entzweit, konnte ein Streit zur innerpolitt- scheu, jetzt am Jahresende zur außenpolitischen Kata- sttophe werden. Belgiens Sorgen von Damals und Belgiens Sorgen von heute tragen die gleichen De- zeichnungem Sie lauten: Budgetnot In- dustrienot Erportnot. Der einzige Un­terschied, Der sich im Lause Diele» Jahre» ergeben hat, besteht da­maligen Nöte, gemessen an Den heutigen, ein Gar- nichts sind. Trotzdem macht ihr ftüheres Vorhanden­sein Die heutige Lage so besonders krittsch und heikel. Denn Belgien ist wirtschaftlich gesehen von diesem Krieg als ein kaum Genesener Über­rascht worden, als ein Organismus, über dessen Ge- sundheitszustand sich Die Aerzte keineswegs einig

nuar 1940 hervorragende Tapferkeit beim Sturm- - ^weifen. Voraussetzung rft Die Teilnahme an Drei Sturmangriffen in vorderster Linie und an drei verschiedenen Kampftagen. Der Einbruch

Feind muß mit der Waffe in Der Hand stzatt- n ^Q!?eiL ^uch gewalffame Erkundungen so­wie Gegenstöße und Gegenangriffe, Die zum Nah- amPl geführt haben, werden als Sturmangriff bewertet. Das Abzeichen wird in und außer Dienft1 auf Der linken Brustfelle getragen und *eigt ein Ge­wehr mit aufgepflanztem Seitengewehr, Das von einem ovalen Eichenlaubkranz umgeben ist, auf des- fen oberem Teil Das Hoheitsabzeichen oer Wehr­macht angebracht ist

Der Oberbefehlshaber Des Heeres hat weiterhin die Eirrführung des Panzerkampfwagen­abzeichens genehmigt. Es kann an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Panzerein- Hellen verliehen werden, die sich bei mindestens drei­maligem Eiiffatz im Gefecht an Drei verschieDenen lagen bewährt haben. Das Panzerkampfivagen- abzeichen besteht aus einem ovalen Eichenlaubkranz, in Dem sich ein Panzer kam pfwagen befindet. Auf dem oberen Teil des Eichenlaubkranzes ist Das Ho­heitszeichen Der Wehrmacht angebracht. Das Ab­zeichen wird ebenfalls auf Der linken Brustfelle ge­tragen.

machen zu müssen", jedes andere Gefühl überwog. Man dachte nicht Daran, was sich w i rtf ck a f tl i ch ergeben könnte, sondern sah nur eines: den Er­folg Der Neutralitätspolitik. Jetzt, in diesem Augenblick, hatte es sich bezahlt gemacht, daß der vorausschauende König Leopold am 14. Oktober 1936 Da» Steuer herumgeworfen, Daß er feinen Ministerpräsidenten Gpaal veranlaßt hatte, allen Anfeindungen $um Trotz den Kurs Der strikten Unadhängigkellspolittk einzuhalten. In Die­sen Stunden 'der heißen Septembertage atmete man auf in Belgien, und viele, Die im Sommer noch Generalstabsbesprechungen" gefordert hatten, lobten jetzt heimlich Den Sieg ihrer innerpolitischen Gegner. Glaubten aber nun manche, daß sich vielleicht zu den polrttschen auch noch geschäftliche Vorteile ge­sellen, daß Brüssel eine Zentralstelle für Kriegs­gewinnler werde, so mußten diese Optimisten nur alüu schnell einsehen, daß sie sich m Dieser Hoffnung bitter getäuscht hatten.

Dieser Krieg, so sah man bald mit Schrecken, kennt nicht mehr den Neutralen als Den lachenden Dritten. Die Neutralität ist zum Luxus geworden: und wer sich das Leben sichern will, der muh Diesen Wunsch teuer und mit allem bezahlen, was ihm an Lebensgütern zur Ver­fügung steht. Mochten Die Neutralen noch so unpar­teiisch fein: schon die Tatsache ihrer Neuttalttät hatte ihnen einen Feind verschafft, Der mit aller erdenk­lichen Brutalität gegen fie ooraing: England. Das gleiche England, das mll feinen Rüstungsauf­trägen im vergangenen Sommer Belgien Dazu ver­halfen hatte, die Finanzen einigermaßen wieder in die Reihe zu bringen, nahm ihm nun den Verdienst, den es Damals der belgischen Wirffchaft hatte zu­kommen lassen, in zehnfacher Höhe wieder ab. Es sorgte Dafür, daß Antwerpen, die Hafen- und Handelsmetropole Belgiens, sich in eine Stätte des Jammerns und Wehklagens verwandelte. Die bel­gische Lebensader ist durch Die Blockade ab geschnürt: Verknappung aller Waren, Erhöhung Der Preise und Steuern sowie eine Dauemö zunehmende Ar­beitslosigkeit sind einige Der unausbleiblichen Folgen. Dieser ganze bewußte wirtschaftliche Druck, mit Dem eine lebhafte englische Propaganda zusammengeht, sott die Belgier dazu bringen, ihre selbstgewählte Neutralitätspolitik aufzugeben. Das Schicksal Bel­giens wird also davon aohängen, ob trotz des eng­lischen Druckes Diese Polittk auch eine wirkliche Neu- tralität in Der Praxis und nach beiden Sellen zur Folge und zum Ergebnis hat.

Lauterbacher hat von mir die Anweisung erhalten Euren Einsatz m der Heimat zu leiten. Folgt hm unb Euren K.-Fuhrern und -Führerinnen iS ftlbstverstandlichen Disziplin, bl? unsere apfc tzoldaten Euch Vorleben.«Pieren

2hr des Führers junge Garde! Eure treue und Begeisterung macht Adolf Hitler befonh»,! W- Zeigt dem Führer erst rech? im ^°e Bewahrung 1940, was in Euch steckt. Denkt imm-n an ihn! Gott ist mit ihm und unseren Fahnen.

Heil Hitler!

Dezi Baldur von Schirach Vus-ndführer des Deutschen Reiche- und Reichssu^endfuhrer der NSDAP Berlin, 1. Januar 1940.

Ehrenzeichen der Infanterie und panzerwoffe.

Berlin 29. Dez <DNB.) Der Oberbefehl habet des Heere» hat Die Einführung eines In- simtevie-Sturmabzeichens" verfügt. Das Infanterie, bturmabzeichen wird nur an Angehörige von Echützenkompanien nichtmotorisierter Jnsante^e- bivisionen und der Gebirgsjägerkompanien ver­liehen. Das Abzeichen können alle Offiziere, Unter- offnere und Mannschaften erhalten, Die ab 1 Ja-

waren.

Blicken wir zurück auf jene denkwürdige Nacht­sitzung Der belgischen Kammer im März 1939, in welcher nach monatelanger Regierungskrise Är Ministerpräsident Pierlot sich endlich sein Schiff gegimmert und dank einer katholi sch-liberaten Mehr­heit dieser Kammer mit Dem Ermächtigungsgesetz Fesseln angelegt tjatte, unD verfolgen wir Den mel­ieren Verlauf Der belgischen Polittk von 1939, Dann muß zugegeben werden, daß Die Regierung Pier­lot der großen Aufgabe, die ihr gesetzt war: Aus­gleich des zerfahrenen Staatshaushalts und Be­lebung Der oarni ederli egenden Wirffchaft, mit Um­sicht und Geschick in Ruhe und auch mit Erfolgen nachgekommen ist. Die Wiedererlanguna abgelaufe­ner ausländischer Kredite, Die Senkung oer Arbeits- losenzahl und Die Besserung der steuerlichen Ein­nahmen waren unbeftreitbare Erfolge. Man hätte annehmen können, daß man mit Der Methode Pierlots zwar recht langsam, aber doch immerhin weibergekommen wäre, wenn nicht in Den ersten Septembertagen Der Eintritt Dessen erfolgt wäre, nxis Die einsichtigen Staatsleute in Europa zu ver­meiden sich bemüht hatten: D e r K r i e g war aus- gebrochen.

Es ist verständlich, wenn in Belgien in Den ersten Kriegstacgen Die Erleichterung,nicht mit-