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An die deutsche Wehrmacht.

Zuversichtlich, hoffnungsvoll and siegesgewitz geht das deutsche Volk in das neue Jahr. Ge­waltigste nnd schwerste Aufgaben drängen her­an. In nnzerstörbarem vertrauen auf die eigene Kraft werden wir sie lösen und jeden Widerstand überwinden. Reue Opfer sind unvermeidbar; wir werden sie nicht scheuen, denn ohne Opfer gibt es keinen Sieg. Wir bringen die unvergänglichen Kräfte zum Einsatz, die aus den Tiefen des deutschen Her­zens drängen, das mit allen Aasern in Liebe an der Heimat hängt.

Als stahlharter Block steht da, deutsche Volk im Bewußtsein feines Rechtes und seiner Pflichten, eins im Wollen, Fühlen und Denken dem Führer in unwandel­barer Irene verschworen, in unlös­barer Schlckfalsgemeinschaft im Sturm gewal­tigen Zeitgeschehens. 3m neuen Jahr gilt die alte Devise, die das Reich groß, stark und einig gemacht hat: Führer befiehl, wir folgen! Gez.: Hermann Göring.

Und noch eins mag als Dokument der gewaltigen inneren Kraft und des unerhörten Lebenswillens dieses nattonaffozialistischen Deutschen Reiches aus der Fülle der Ereignisse des verflossenen Jahres herausgehoben werden. Das ist die R ü ck f ü h - r u n g der vielen Tausende von Volksdeut­schen aus dem Daltenland, aus Ostgcrlizien und Wolhynien, und ihre Anfjedlung in den zurückge» monneuen ostdeutschen Grenzgauen, die von der polnischen Ueberwanderung frei gemacht werden, um wieder eine wahre Mark deutschen Volkstums und deutschen Dolksbodens zu werden. Diese weit- schauende Friedensaktion mitten im Kriege zeugt am besten dafür, daß das deutsche Volk und sein Führer auch unter schwieriasten Verhältnissen nicht ihre großen europäischen Aufgaben verleugnen, bte he sich selbst gestellt haben im Dienst der großen Neuordnung unseres Erdteils, die zu hindern Ena- land zu den Waffen gegriffen hat. Aus der Klar- SÜSS1 Erkenntnis erwachs, uns jene grimmig- Entschlossenheit, nut der wir in gläubigem Der- trauen auf die geniale Staatskunst unseres Führers, die das Großdeutsche Reich geschaffen pnd für semen Entscheidungskampf stark gemacht hat, in selbstbewußter Gewißheit der in der nationalsozia- istischen Weltanschauung gefestigten Einheit un­seres Volkes und in unbändigem Stolz auf die unvergleichlichen Leistungen unserer Wehrmacht in das neue Jahr hineingchen, das ein Jahr d e s

Plutokratien der Sowjetunion zu maßgeblichem Ein­fluß auf die politische Entwicklung in Europa zu verhelfen. Stalin war bitter enttäuscht und die Betrauung Molotows mit dem Außenkommissa- riat bedeutete einen radikalen Kurswechsel der ruf- fischen Außenpolitik. Ungeachtet dessen unternahm die britische Regierung den Versuch, die Sowjet­union für ihre Kriegspläne zu gewinnen und ließ ich auch durch wochenlanges Antichambrieren ihrer diplomatischen uni) militärischen Unterhändler im Moskauer Kreml und immer wieder vergebliche Bettelgänge nicht entmutigen. Selbst der Abschluß des deutsch-russischen Handels- und Kreditabkommens am 19. August konte die Engländer noch nicht von der Hoffnungslosigkeit ihres Liebeswerbens über- eugen. Erst als Reichsaußenminister von R i b -' bentrop sich am 23. August nach Moskau begab und dort nach wenigen Stunden einer vom ©eift aufrichtigen Verständnisses der beiderseitigen Inter­essen getragenen Aussprache mit Stalin und Molo- tow den deutsch-russischen Nichtan­griffs- und Konsultatiopakt unterzeich­nete, wurde bas Scheitern der englischen Ein- kreisungspolitik an ihrer entscheidenden Stelle deutlich.

In denselben Tagen erreichte der polnische Terror gegen die Volksdeutschen in Zolen, der Rückendeckung durch England in jedem Falle sicher, ein unerträgliches Maß. Trotzdem bot der Führer noch einmal die Hand zu einer Der- tanbigung. Am 25. August übergab er dem briti- ichen Botschafter in Berlin einen in seiner Groß­zügigkeit beispiellosen Vorschlag zu einer für beide Teile annehmbaren Lösung des deutsch-polnischen Konflikts auf friedlichem Wege. Am 29. August er- klärte er sich bereit, darüber in Verhandlungen mit der polnischen Regierung einzutreten, deren Unter- Händler er für den 30. August erwarte. Die einzige Antwort auf diesen gegenüber den polnischen Ge- malttaten und Grenzverletzungen von aufrichtigem Friedenswillen zeugenden Schritt des Führers war die Anordnung der allgemeinen Mobilmachung in Solen an jenem gleichen 30. August, der polnische Rundfunk erklärte die deutschen Vorschläge für un­annehmbar. Damit war die deutsche Geduld bis an die Grenze der Selbstachtung auf die Probe gestellt, nun mußten auch auf deutscher Seite die Waffen prechen, um die polnischen Grenzverletzungen abzu- wehren und die frechen Provokationen der Polen in ihre Schranken zurückzuweisen. Der Führer macht den Versuch, den Krieg, dessen Ausbruch er nicht hatte verhindern können, auf die deutsch-polnische Auseinandersetzung zu beschränken. Aber in Eng- lanb lassen die Kriegstreiber jetzt die Maske fallen. Sie haben den Konflikt, auf den sie Monate hin- durch planmäßig hingearbeitet haben. So wird auch der Dermittlungsvorschlag Mussolinis, der selbst den Franzosen durchaus annehmbar erscheint, von Eng- land ignoriert und am 3. September in Berlin ein auf zwei Stunden befristetes Ultimatum überreicht, das die sofortige Zurückziehung der deutschen Trup- pen aus Polen verlangt und selbstverständlich der Ablehnung verfällt.

Noch steht die Welt unter dem Eindruck des un­erhörten Siegeszuges der deutschen Truppen, die in gewaltigem Ansturm nach genialem Plan die volnische Armee in 18 Tagen zu Boden warfen. Zur Wahrung ihrer Interessen m den von Ukrainern und Weißrussen besiedelten östlichen Teilen Polens ließ die Sowjetunion am 17. September Truppen in diese Gebiete ein­marschieren und verabredete mit dem zum zwei­tenmal nach Moskau gekommenen Reichsaußen- minlster die Festlegung einer deutsch-russischen Inter effengrenze. Das unter völliger Mißachtung aller völkischen, kulturellen und wirtschaftlichen Zu- ammenhänge in Versailles geschaffene polnische Staatsgebilde war zerfallen. Die West-Ukraine und die westlichen Teile Weißrußlands wurden mit den entsprechenden Gebieten der Sowjetunion vereinigt bas befreite Danzig und die deutschen Teile Polens in den Reichsgauen Danzia und Warthegau zusam­mengefaßt und der Rest des deutschen Interessen­gebietes als Generalgouvernement dem Reichs- : "Erster Dr. Frank mit dem Amtssitz in Krakau unterbeut. Noch einmal streckte der Führer, gestützt auf die beispiellosen Erfolge der deutschen Waffen m Polen und die treue Wacht, die währenddessen ' andere Teile der deutschen Wehrmacht am West- : wem wie an den deutschen Küsten gehalten hatten, : großen Reichstagsrede vom 6. Oktober die i Friedenshand aus, aber sie wurde von England i unb Frankreich ebenso schroff zurückgewiesen, wie s ein Vermittlungsangebot der Herrscher Hollands < und Belgiens. <

MnistewrWent Göring zur Jahreswende.

Berlin, 1. Jan. (DNB.) Ministerpräsident Ge­neralfeldmarschall Hermann G ö r i n g hat zur Jah­reswende folgenden Aufruf erlassen:

Seit vier Monaten steht das deutsche Volk in hartem Schicksalskampf. Was die deutsche Wehr­macht zur Luft, zu Lande und zu Wasser in dieser Zeit geleistet hat, ist mit unvergänglichen Lettern in das Buch der Geschichte eingezeichnet. Deut­sches Land im Osten ist befreit; der von unseren Soldaten eroberte weite Raum wird nun befriedet und polittsch neu geordnet. Jetzt richtet sich die geballte Kraft des Reiches gegen d i e Feinde im Westen, die uns mit brutalem Dernichtungswillen diesen Krieg aufgezwungen haben.

Das eherne Gesetz des Krieges befttmmt heute das Gemeinschaftsleben unseres Volkes. Nach diesem Gesetz ist auch das gesamte deutsche Wirtschaftsleben ausgerichtet. Die Heimat ist die Waffen- schmiede und Kraftquelle für die Fr o n t geworden. In Stadt und ßanb haben sich I die Betriebe und Werkstätten den Erfordernissen |

Hitler-Jugend!

Dieses Jahr im Leben der deutschen Jugend erhält seMe Parole nach der sich unsere Jugendarbeit richtet. Das Jahr 1940 erkläre ich zum Jahr der Bewährung.

Kameraden! Kameradinnen! Das geht Euch a Ile a n : Hitlerjungen, BDM.-Mäbels, Jung­madels und Pimpfe! In diesem Jahr müßt Ihr Euch tausendfach bewähren. 1939 habt Ihr die Ernte ge­borgen und vieles geleistet, was vor Euch noch keine Jugend dieser Welt geleistet hat. 1940 werden neue, siroße Aufgaben an Euch herantreten. Bewährt Euch in der Erfüllung dieser Aufgaben. Ihr kämpft da­durch auf Eure Weise in diesem Kriege mit und gebt so Euren geschichtlichen Beitrag zum Sieg des deutschen Volkes über seine Feinde!

Der Führer hat mir selbst nunmehr auf meine wiederholte Bitte die Genehmigung erteilt, a l f Freiwilliger in das deutsche Heer ein- ü cken zu dürfen. Da ich nunmehr zusammen mit 2500 Kameraden des Führerkorps der Hitler-Jugend mit der Waffe Euch und Eurer Zukunft dienen werde übergebe ich den Befehl über die Jugend des Deutschen Reiches meinem bevollmächtigten Vertreter Stadsfuhrer Hartmann-Lauterbacher Pg.

So ging der Krieg weiter, und Deutschland zeigte bereits in den ersten vier Monates die mit dem Silvesterabend dieses Jahres zu Ende gehen, die eiserne Entschlossenheit, auch den Entscheidungen mit den Waffen, an die England appelliert hat, mcht aus dem Wege zu gehen. Wenn England, wie es seiner Natur entspricht, wiederum wie im Welt- dur Waise der Blockade gegriffen hat und mi . ;r<h Aushungerung uns niederzwingen zu können, so tja-b. **Me ersten Monate bereits qe- seigf, qrunhiegviiu sich die wirtschaftspolitische Lage zu Deutschlands Gunsten gegenüber dem Welt- nur' >>°b di- national. so^'^Msche Wirtschaftsführung die deutsche Bin-

In unzerstörbarem Vertrauen auf die eigene Kraft.

3m neuen.Fahr gilt die alte Devise: Führer befiehl, wir folgen!

der Reichsverteidigung angeschlossen. Jede Arbeits-1 kraft wird dort eingesetzt, wo sie am nötigsten ist. Jede Tonne Rohstoff wird dort verwertet, wo sie der Rüstung und der kriegsnotwendigen Versorgung des Volkes am besten nützt. In allen Wirtschafts­zweigen werden Höchstleistungen vollbracht. Die Ernährungsbasis Des deutschen Volkes ist ge­sichert. Die materiellen Lasten des Krieges werden nach dem Grundsatz sozialer Gerechtigkeit verteilt.

So ist die Umstellung von der Friedenswirtschaft auf die Kriegswirtschaft unter tatkräftiger Mitwir­kung aller Partei- und Volksgenossen schnell und sicher durchgeführt. Ich danke allen, die dabei mit­geholfen haben. Ich weiß, sie alle haben ihr Bestes gegeben: die Bauern, die mit unendlicher Mühe die Ernte geborgen und ihre Felder wieder bestellt haben; die Betnebsführer und das Mil­lionenheer ihrer Gefolgschaften in der ge­werblichen Wirtschaft, die trotz aller Hemmnisse, die eine so gewaltige Wirtschaftsumstellung nun einmal mit sich bringt, von unermüdlichem Schaffensgeist und freudigem Verantwortungsgefühl für die Front bewegt sind. Auch der deutschen Frau danke ich für die aufrechte Art, mit der sie die Sorgen und Beschwernisse des Krieges in Familie und Be­ruf still und tapfer trägt

Sieges werden soll und an dessen Beginn des- halb unser aller Gelöbnis stehen muß, ob an der Front oder in der Heimat, unser Bestes und Letztes einzusetzen im Gedenken an jene, die im Kamps für Deutschlands Leben chr eigenes ^ergaben, im Gedenken aber auch an unsere Kinder, deren Zu- kuntt wir bauen wollen auf dem Sieg unsere' Waffen über brittschen Dernichtungswillen.

Dr. Fr. W. Lange.

Zu jedem Einsatz bereit

Neujahrsaufruf des Reichsführers SG.

Berlin, 1. Januar. (DNB.) Reichsführvr ff urtö Chef der deutschen Polizei Heinrich Hi mm- ler hat an die Männer der ff und Polizei folgen­den Neujahrsaufruf erlassen:

An alle Männer der ff und Polizei!

3m neuen Jahre 1940, bas wohl eines der be­deutungsvollsten der deutschen Geschichte werden wird, wollen wir wie immer des Führers und fei­nes Reiches treue, zu jedem Einsatz bereite ff* Manner fein.

Es lebe der Führer!

H. Himmler.

Reichsführer ff und Chef der deutschen Pokgri.

Jahr der Bewährung.

Neujahrsaufruf des Reichsjugendführer».

Berlin, 1. Januar. (DNB.» Reichsjugendfiihrer Baldur von Schirach erläßt folgenden Ausruf an die Hitler-Jugend:

biuif gegeben hatte: ,^>ch giaube an einen langen Frieden". Die gefährlichsten Brandherde, die einer friedlichen Neuordnung Europas im Wege standen, waren gelöscht, die deutsche Ostmark und das deutsche Sudetenland waren durch die zielbewußte Energie und staatsmännische Weitsicht des Führers auf fried­liche Weise wieder mit dem Reich vereinigt worden, und der spanische Bürgerkrieg stand nicht zuletzt auch dank der tatkräftigen Hilfe Deutschlands und Italiens unmittelbar vor dem Abschluß. Im Zeichen dieser Sicherung des Friedens stand gleich zu Jah­resbeginn ein Ereignis, das der Ausgangspunkt einer freilich sehr anders gearteten Entwicklung der europäischen Politik werden sollte. Am 5 Januar empfing der Führer auf dem Obersalzberg den da­maligen polnischen Außenminister Beck, dem er das großzügige einmalige Angebot zu einer endgül­tigen Lösung der zwischen Deutschen und Polen stehenden Probleme machte: Heimkehr Danzigs ins Reich, exterritoriale Auto- und Eisenbahnverbin­dung durch den Korridor, Sicherung der wirtschaft­lichen Belange Polens und eine Garantie der pol­nischen Grenzen, was also den Verzicht auf die Rückgliederung der übrigen in Versailles vom Reich abgetrennten deutschen Gebiete im Osten bedeutet hätte. Rückblickend kann man es kaum fassen, wie die damaligen polnischen Machthaber, deren künst­liches Staatsgebilde heute von der Landkarte ver­schwunden ist, in ihrer Vermessenheit und Verblen­dung ein Angebot ausschlagen konnten, das ihnen ohne Einbuße an Prestige und Macht sie im Be­sitz der alten deutschen Ostprovinzen und selbst des Korridors gelassen hätte. Aber der Größenwahn der polnischen Militärcliaue, die offenbar damals schon ®runt> hatte, auf britische Hilfe rechnen zu können, gewann in Warschau die Oberhand und forcierte nun jene Politik fortgesetzter Provoka­tionen, die schon im Schatten der deutsch-polnischen Freundschaftsverträge das Verhältnis der beiden Völker belastet und daher den unmittelbaren Anstoß zu dem Angebot des Führer gegeben hatten.

Aber bevor die polnische Frage in eine neue akute Phase treten sollte, gelang es der weitschauenden, von aufrichtigem Friedenswillen getragenen Tat- kraft des Führers, im böhmisch-mährischen Raum eine den natürlichen Gegebenheiten und geschichtlichen Entwicklungen gemäße neue Ordnung zu schaffen, nachdem es sich als unmöglich heraus- gestellt hatte, mit den Prager Machthabern um Benesch zu einem gedeihlichen Verhältnis zu kom­men und der Versuch der Slowaken und Ukrainer,

und Oberster Befehlshaber die Losung geben mußt« Kampf und Sieg!

Waren die Befreiung des Memellandes und die Sicherung des Reiches durch die Errichtung bee Protektorates Böhmen und Mähren die Meilen­steine der ersten Hälfte des nun vergangenen Iah. res, so brachte es dann den Feldzug gegen Polen. Nach feiner siegreichen Beendigung habe ich Euch, meine Kameraden der Luftwafte, meine Anerken­nung ausgesprochen. Mit mir war und ist da, deutsche Volk stolz auf unsere herrliche Waffe, die m wenigen Tagen die Luftmacht des ©eg. ners zertrümmerte und bann in vorbild- kichern Zusammenwirken mit ben Verbänben de, Heeres und der Marine durch ihren schneidigen und todesmutigen Einsatz die vollständige Ver­nichtung des Feindes entscheidend erzwang.

Daß der Abschluß des Feldzuges gegen Polen' Nicht das Ende des Krieges bedeutete, tft wie es Dokumente unwiderleglich beweisen einzig und allein die Schuld der Westmächte. Sie wollen ben Frieden nicht. Nun so sollen sie ben Kampf haben. In kühnen Fernflügen über Feindesland, in kraftvollem Angriff auf britische Schiffe, in siegreichen Gefechten bei der DerteM- Kbes deutschen Luftraumes habt Ihr, meint eroden, dem Feind die Fänge des deutschen Adlers gezeigt. Er wird zupacken und zuschlagen, wenn es der Führer befiehlt. In felsenfester Zu- verficht steht die deutsche Luftwaffe so an der Schwelle des neuen Jahres. Auf Eure Taten unb Leistungen gründet sich diese Zuversicht, aber auch auf das heldische Sterben unserer toten Kameraden. Euch gilt mein Dank, Ihnen unser aller Ehrfurcht.

Dem Führer und Obersten Befehlshaber, dem gan­zen im Nationalsozialismus geeinten deutschen Volk erneuert die Luftwaffe in dieser Stunde den Schwur wann und wo auch immer es fei, alles einzusetzen lm Kampf um Deutschlands Freiheit. Die Parole der deuffchen Luftwaffe für 1940 ist dies.

Hauptquartier der Luftwaffe, den 31. Dez. 1939.

(gez.) Hermann ©Öring Generalfeldmarschall.

nenwirffchaft in der Deckung des Rohstoff- unb Ernährungsbedarfs feit Jahren planmäßig für Eigenerzeugung erzogen und damit vom Ausland weitgehend unabhängig gemacht hat, steht auch der weite polnische Raum als landwirtschaftliches lieber- schußgebiet und mit seinen reichen Bodenschätzen der deuffchen Versorgung zur Verfügung, und schließlich hat eine vorausschauuende deutsche Wirtschaftspolitik dafür gesorgt, daß der Austausch von Wirffchafts- gutem mannigfaltiger Art sowohl mit Rußland wie mit den Staaten Südosteurovas zu höchster Intensität gesteigert werden kann, so daß der Aus- fall des Handels mit lieb er fee kaum spürbar wird. Unter Englands Blockade stöhnen in erster Linie die Neutralen, aber England selbst bekommt bereits am eigenen Leibe zu spüren, daß es dem schnei- bigen Elan der deuffchen Kriegsmarine und Luft­waffe gelungen ist, das Gesetz des Handelns an die deutschen Fahnen zu knüpfen. Erst gestern konnte die deutsche Presse mi(teilen, daß seit Kriegsbeginn über eine Million Tonnen versenkten Schiffsraums als ©esamtverlust der feindlichen und neutralen Schiffahrt von der Wirkung der deuffchen Gegen­blockade gegen England zeugt, während die deuffche Schiffahrt in der gleichen Zeit kaum mehr als den zehnten Teil verloren hat, eine Gegenüberstellung, Die ihren Eindruck auf keinen unvoreingenommenen Zeugen des giganttschen Kampfes verfehlen wird, den Deuffchland gegen die Anmaßung der britischen Weltherrschaft führt.

Tagesbefehl an die Kriegsmarine

Berlin, 1. Januar. (DNB.) Der Oberbefehls- Haber der Kriegsmarine Großadmiral Dr. n. c. Raeder richtete zum neuen Jahr folgenden Tages- befehl an die Kriegsmarine:

An die Kriegsmarine!

Im harten Ringen um den Bestand des Reiches beginnt bas deutsche Volk das Jahr 1940. Die beut- sche Kriegsmarine hat gezeigt, daß sie den Gegner zu stellen und zu treffen vermag. Die Kriegsmarine wild auch in dem vor ihr liegenden Jahr getreu ihrer großen Tradition ihre Pflicht tun im Der- trauen auf Gott, in unerschütterlicher Gefolgschaft jum Führer und im festen Glauben an den Sieg.

Berlin, ben 31. Dezember 1939.

Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Raeder

Großadmiral Dr. h. c.

Tagesbefehl an die Luftwaffe.

Berlin, 1. Januar. (DNB.) Generalfeldmar- schall Hermann G ö r i n g hat in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber der Luftwaffe folgenden Tagesbefehl erlassen:

An bte Luftwaffe!

Kameraden der Luftwaffe!

Ein Jahr stolzester deutscher Geschichte liegt hin- ter uns. Mit ehernen Lettern ist es eingetragen in bas Weltgeschehen als das Jahr des Aufbruches der Nation zu dem großdeuschen Fretheitskampf. Was wir nie gewünscht, was wir aber auch nie ge- fürchtet haben, wurde in diesem Jahre Wirklichkeit: Der Wandel unserer Waffe vom wirksamen Instrument der Friedenspolitik unseres Füh- rers zum scharfen, entscheidenden und unbesieg­baren Schwert. Das ehrliche Streben Deutschlands nach einem friedlichen, allen Völkern in gleicher Weise dienenden Aufbau mußte schließlich scheitern an dem brutalen Dernichtungswillen Englands. In der Verteidigung der heiligen Lebensrechte unseres Volkes kam jo die Stunde, in der unser Führer

sich von der tschechischen Gewaltherrschaft zu be­freien, die ganze Hohlheit dieses Staatsgebildes er­wiesen hatte. Der Unabhängigkeitserklärung der Slo- watet folgte am 14. März die Reife des neugewähl­ten tschechischen Präsidenten Dr. Hacha zum Führer, der Einmarsch der deutschen Truppen und die Pro­klamierung des Protektorats Böhmen unb Mähren im Rahmen bes Großdeutschen Reiches. Noch im gleichen Monat März gab die litauische Regierung bas Merne11and an bas Reich zurück, wiederum war eine Fehlentscheidung der PariserFriedens- wacher" revidiert worden, ohne baß es nötig ge­worben war, an bie Waffen zu appellieren. Deut­sches ßanb unb deutsche Bauern unb Fischer waren wieber mit bem Reich vereinigt, unb Litauens wirt­schaftliche Interessen waren dabei voll gewahrt wor­ben, ein neuer Beweis für bie Möglichkeit fried­licher Revision ungesunder Verhältnisse, wenn auf beiden Seiten bie Entschlossenheit zu einer verstänb- nisvollen und großzügigen Behandlung der in Frage stehenden Probleme vorhanden ist.

Diese Bereitschaft bestand in Warschau leider nicht, sonst hätten die deutsch-polnischen Meinungs­verschiedenheiten über die Heimkehr Danzigs ins Reich und die Lösung des Korridorproblems nicht zu offenem Konflikt führen brauchen. Aber als Reichs- außenminister von Ribbentrop am 21. März die pol­nische Regierung noch einmal an das großzügige Angebot erinnerte und den polnischen Außenminister Beck zu Besprechungen darüber nach Berlin einlub, wurde dies abgelehnt, und es folgte statt dessen jene demonstrative Reise Becks nach London, als dessen Ergebnis am 6. April der englisch-polnische Bei­standspakt zustandekam, mit bem Chamberlain ben Polen den Freibrief für jene Kette unerhörter Ge­walttaten ausstellte, deren letztes Glied nach Eng­lands Willen der Krieg fein sollte. England gedachte ihn auf feine Weife oorzubereiten, indem es sich die Bundesgenossen auf dem Festland sicherte, denen bie Rolle zufallen sollte, für Englands Interessen bas Blut ihrer Völker auf ben Schlachtfeldern Europas ßu opfern. Die traditionelle Einkreisungs- Solitik aus der Aera Eduards VII. erlebte ihre uferstehung. Ihr Kern mar natürlich die Entente mit Frankreich. Der Beistandserklärung für Polen folgten solche für Rumänien und Grie­chenland. Gleichzeitig wurden Verhandlungen mit der Türkei ausgenommen, die am 12. Mai zu einer englisch-türkischen Garantieerklärung und am 13. Oktober zu einem Beistandspakt zwischen Eng­land, Frankreich und der Türkei führten, dessen Preis, die Abtretung des Sandschaks von Alexan- brette England dem französischen Bundesgenossen zu zahlen überließ. Die Antwort auf diese ganz offen­sichtlich gegen Deutschland gerichtete Einkreisungs- Politik Englands ließ nicht auf sich warten. Nachdem der Führer in feiner Reichstagsrede am 28. April schon erklärt hatte, daß die Voraussetzungen für den deutsch-britischen F1 o 11 e n v e r t r a g mit der auf einen Krieg gegen Deutschland hinsteuernden Politik Englands hinfällig geworden seien und der englisch-polnische Beistandspakt das d e u t s ch - p o l - Nische Freundschaftsabkommen gegen- standslos gemacht tjabe, wurde am 22. Mai der deutsch-italienische Freundschafts- und Bündnispakt unterzeichnet, der den Kriegstteibern in Paris und London die letzte Hoff- nung auf eine Spaltung der Achse BerlinRom nahm. Das von neuartigen Gedanken einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit getragene Wirt­schaftsabkommen mit Rumänien vom 5. Juli lag ebenso wie die Nichtangriffspakte mit Dänemark am 31. Mai, mit Lettland unb Est 1 anb am 7. Juni und der Wirtschaftsvertrag mit Litauen am 21. Mai ganz auf der Linie konstruktiver Frie­denspolitik des Führers, die durch Ausgleich der nationalen Interessen eine Atmosphäre des Ver­trauens unb freundnachbarlichen Zusammenarbeit herzustellen suchte.

Wie sehr dieser ftuchtbare Gedanke seine An­ziehungskraft erweisen und sich selbst gegen skrupel- loseste Intrigen der westlichen Plutotrntjen durch- se tollte, zeigte sich bann bei dem Versuch der dc'i 'ro-iöfifd)en Kriegstreiber, bie 6om-

letunion als su cff' unb wertvollste Masche ihrem Emkretsunasnep -chzufu^. und damit für den komm.nden Krieg die gleiche Kon, ber Mächte wiederherzustellcn, der Deutschland 1914/18 1 erlegen war. Man hatte in London übersehen, daß die ^Ttthinhuna L i t.w iji 0-tn -'M seinen Amts- geschäften als Volkskommilspr bes Auswärtige - her Abschluß einer Aera oer iowjetrussischen Außen- J Politik gewesen war, die veracht hatte, in enger An- ! lehnung an die Genfer Liga und die wesllichen 1