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djf. Nach Ablauf _ . aiiworUichkeit mehr für ihre persönliche Sicherheit uscrnommen werden. Im übrigen wächst all ze­

rre in die Bewegung gegen die Eng- l nder. Die Fremden, soweit sic nicht Englan­ds sind, werden dringend ermahnt, ihre National- siggen 'zu zeigen, um Zwischenfälle zu vermeiden.

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Wir. verfolge die gegenwärtige* Besprechungen^ größter Aufmerksamkeit und lasse darüber keinen Werfel, daß der völlige Abbruch der Vorhand- lZigen unvermeidlich sein werde, falls Eng- litb bei der Bereinigung der ipirtschaftlichen Lage t seiner Verständnislosigkeit verharre.

Englands prestigeverlusi in Ostasien.

lehrreich für diegarantierten" Staaten.

Mailand, 29. Juli. (DNB.) Zur eng- lschen Kapitulation im Fernen Osten streiken dieRelazioni Internationale", die eng- liche Haltung sei in erster Linie durch das Bewußt- fim von der Unmöglichkeit irgendeiner Li ege s ch a n c e in einem bewaffneten Konflikt rr:t Japan bestimmt worden. Es sei nun offenkun- bg, daß die äußerste britische Verteidigungslinie ui Fernen Osten über die Basis von Singa­purs nicht hinausgehen könne. Damit habe das Prestige der britischen Politik einen neu e n schweren Schlag erlitten. Darüber biraus wurde die Tatsache, daß England Tschiang- Lischek habe fallen lassen, den von Großbritannien garantierten Ländern sicher Anlaß zu tief- gLndigen Betrachtungen über den Wert von Un- irstützungen seitens des Empire geben.

»China will die Engländer los sein.

Peking. 28. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) T-r antibritische Abwehrausschuß forderte die bri­tischen Ei n w 0 h n e r in der Gegend von Tangki

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dieser Frist würde keine Ver-

Dollmachten z en mit dieser l Wannten . '^wesentlich, bildet die jum delaRocq, über gegenM Kammer

Organifafior, gebaut, und es- ®antate erober en wurden, bereits in fein» ch. gegen die & die gegenmärtip ontmehrheit benenfalls toitir 9 gebildet vH Wen 1936 irt abotiert habe.

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Japan läßt sich nicht bluffen.

Tokio, 28. Juli (Ostasiendienst des DNB) 2nhrend Presse und politische sowie wirtschaftliche Jteije bei der Erörterung der Kündigung des 4-Ip anisch - ame ri kan ischen Handels- v rtrages zahlreiche Vermutungen darüber an- Men, was denüberraschenden und bedauerlichen ^oritt" Washingtons veranlaßt haben könnte, fdtint die Regierung in einer Kabinettsberatung d* Freitag beschlossen zu haben, zunächst keine offiziellen Sck ritte zu unternehmen, son- fcnn abzuwarten, vis die Hintergründe der Smdiguna klarer zu übersehen sind. Soweit heute ii Auffassung der amtlichen Kreise in Tokio über 6 Kündigung beurteilt werden kann, ist man vLNbar entschlossen, sich in der bisherigen Politik gegenüber dem Chinakonflikt u b gegenüber En gland nicht beein- fiussen zu lassen. Diese Ansicht kommt mehr jitr weniger deutlich auch in der gesamten Presse M Ausdruck.

Neue« Druckmittel au« USA.

Washington, 28. Juli (DNB.) Außenminister Am I f deutet in der Pressekonferenz an, daß ein riuer Handelsvertrag mit Japan nicht orneschlossen werden könne, ehe nicht die p 0 l i - tuchen Differenzen zwischen den Vereinigten (Saaten und Japan im Fernen Osten bereinigt sein.

England« Beklameflüge.

Aondon, 29. Juli. (Europapreß.) Als nächstes 311 für ihre Reklameflüge sind von der bri- iiHen Luftwaffe Länder im Nahen O st e n so- 0? - in Britisch-Jndien ausersehen worden. F» die Mae nach dem Nahen Osten ist Malta al Zwischenstation bestimmt.

Oeutsch-sapanischer Handelsverkehr.

Erhebliche Erweiterung beschlossen.

Berlin, 28. Juli. (DNB.) Zwischen Deutsch- land und Japan ist heute ein umfassendes Ab­kommen über den Waren- und Zahlungs­verkehr paraphiert worden, welches die Auf­rechterhaltung des bisherigen laufenden Handels und darüber hinaus eine erheblicheAusweitung des beiderseitigen Handelsverkehrs durch Verrechnung und mit Hilfe eines deutschen Kredites vorsieht. Das Abkommen soll am 1. Oktober dieses Jahres in Kraft treten.

Inzwischen werden einige Uebergangsmaßnahmen getroffen werden. Der Abschluß des Abkommens wird in Deutschland und Iavan lebhaft begrüßt, da dieses die gegenseitigen wirtschaftlichen Beziehungen im Rahmen der zwischen den beiden Ländern be- stehenden Freundschaft weiter festigen wird.

Genugtuung in Japan.

Tokio, 29. Juli. (Funkspruch. DNB.-Ostasien- dienst.) Das Außenamt erklärte zum Abschluß des deutsch-japanischen Handelsvertrages in einer in­offiziellen Verlautbarung, das Hauptziel sei seit 1937 nicht nur der Ausbau der wirtschaftlichen Be­ziehungen zwischen den beiden Ländern im Sinne einer weiteren Verstärkung her Sinti- komintern-Beziehungen gewesen, sondern auch eine Verbesserung der für Japan wichtigen Warenlieferungen. Durch das Abkommen werde der deutsch-japanische Handel nicht nur eine weitere Steigerung erfahren, sondern auch die Wirtschaft der beiden Staaten vorteilhaft ergänzt werden. Der Sprecher des Außenamtes wies auf die Bedeutung des Ab­kommens hin, das beweise, wie das Länderdreieck BerlinRomTokio auf seinen wirtschaftlichen und anderen Gebieten ständig gestärkt werde.

Reue Schwierigkeiten in Moskau.

Militärbesprechungen verzögern sich noch.

London, 29. Juli. (Europapreß.) Wider hiesiges Erwarten wird sich die Ankündigung über die Ent­sendung von englischen und französischen Militär mi ff i 0 neu nach Moskau um min­destens einige Tage hinauszögern, da in Moskau Schwierigkeiten gemacht werden. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, war vorgesehen, Moskau, Paris und London gleich­zeitig eine Erklärung über die Entsendung sol­cher Missionen abgäben, in der auch der Wille der drei Staaten zur Erlangung eines Abschlusses der Verhandlungen kundgetan werden sollte.

Dieser in Paris und London ausgearbeitetc Vor- schlag wurde in Moskau a b g e l e h n t mit der Begründuna, daß es nicht zweckmäßig fei, vor einer Klärung der Frage desindirekten An­griffs" eine solche Demonstration nach außen hin oorzunehmen. In Moskau habe man auch die Auffassung, so erklärt man weiter, daß die Bekanntgabe einiger Punkte, über die bereits eine Einigung mit England und Frankreich erzielt wor­den fei, vorläufig nicht gerechtfertigt sei.

Die Unterredung, die der sowjetrussische Botschaf­ter in London, Maiski, am Freitag mit dem obersten diplomatischen Berater der englischen Re­gierung, Sir Robert Vansittart, hatte, dürfte sich ausführlich mit dieser Frage befaßt haben.

In der Pariser Presse, Äe schon mit einer Un­terhauserklärung Chamberlains über die Ent­sendung der M1 l i t ä r m i s s i 0 n nach Moskau ge­rechnet hatte, legt man am Samstagmorgen eine gewisse Enttäuschung über das Ausbleiben die­ser Erklärung an den Tag. Genaue Mitteilungen über den Stand der Moskauer Verhandlungen sind

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Tn den Morgenbsättcrn nicht enthalten.Journal spricht von einerschweren Geburt" und bringt eine gewisse Besorgnis zum Ausdruck, die Sowjetrufscn könnten den Mechanismus des ge­planten Paktes gegebenenfalls im eigenen, im Interesse der kommuni st ischen Ziele, aus­lösen.

Da« Rüstungsgeschäft in USA. blüht.

Washington, 29. Juli (Europapreß Funk- sprach). In den ersten sechs Monaten des Jahres 1939 erreichte der Wert der A u s f u h r v 0 n Flugzeugen und Flugzeugersatzteilen mit 48,8 Mllionen Dollar einen neuen Rekord und lag um 31,6 v. H. über der Ausfuhr im gleichen Zeit­raum des Vorjahres. Im Juni erreichte die ^Flug-

zeugausfuhr einen Wert von 10,6 Millionen Dollar, wovon für 6,2 Millionen Flugzeuge nach Eng« land und Frankreich gingen. Die diesjährige Flugzeugausfuhr im Juni war um 33 v. H. höher als die des gleichen Monats im Vorjahre.

Die Kabinettskrise in Holland.

Den Haag, 28. Juli. (Europapreß.) Die K n - 11 i g i n der Niederlande hat von dem Rücktritts­gesuch des Kabinetts Colijn Kenntnis genom­men und das bisherige Kabinett Colijn mit der vorläufigen W e i t e r f ü h r u n g d e r Geschäfte beauftragt. Der rasche Sturz des Kabinetts Colijn nach kaum dreitägiger Amtsbauer gibt einem gro- ßen Teil der nieoerländischen Presse Veranlassung zu heftigen Kritiken am parlamentarischen System.

Zn vier Stunden von Rio nach Buenos Aires. Der zweite Eondor-Hlug nach Südamerika.

Rio de Janeiro, 28.Juli. (DNB.) Am Frei- tagnachmittag 17.55 Uhr deutscher Zeit landete plan­mäßig auf dem Landflughafen Natal in Brasilien das Großflugzeug Focke-Wulf Condor D A B S K. Es ist dies das zweite vom brasilia­nischen Condor-Syndikat für den südmncri konischen Luftverkehr erworbene viermotorige Großflugzeug Focke-Wulf Condor, das am Mittwochfrüh in Ber­lin zum Ueberführungsflua gestartet war. Im Ge- gensatz zu dem kürzlich erfolgten Fluge einer Ma- schine des gleichen Modells, die die 11 105 Kilometer lange Strecke, nur durch kurze Tankpausen unter­brochen, ohne jeden Aufenthalt zurücklegte, wurde dieser zweite Flug auf völlig Verkehrs- mäßiger Grundlage, also mit Uebernachtun- gen in Sevilla und Dakar, durchgeführt. Das Flug­zeug, das unter Führung von Flugkapitän Kra­mer von Clausbruck, Flugkapitän Grüt- tering, Oberflugmaschinist Rosinski, Ober- flugzeugfunker Stein und Obersunkermaschinist Salz steht, wird am Samstagfrüh nach Rio de Janeiro weiterfliegen.

Bemerkenswert an diefeni Ueberführungsfluge ist die außerordentliche Regelmäßigkeit und die g l e i ch. bleibend hohe Durchschnittsgeschwin- digkeit, die dank der Zuverlässigkeit der BMW.- Motoren erreicht wurde. Im Mittel betrug die Reisegeschwindigkeit 3 14 Kilometer in der Stunde. Nur Focke-Wulf DABSK, die den Namen Arnmani führt, wird ebenso wie die kürz­lich übergeführte DAXFO, die den NamenAbat- tara" erhalten hat, auf der Strecke Rio de Janeiro Buenos Aires des Condor-Syndikates eingesetzt wer­den.Arumani" undAbaitara" sind die Namen zweier indianischer Häuptlinge, die eng mit der Er­schließung Brasiliens durch General R 0 n d 0 n ver­bunden sind.

Die Maschine hat die rund 1300 Kilometer lange Strecke Buenos AiresRio de Janeiro mit 19 Flug­gästen in 3 Stunden 55 Minuten zurück- gelegt. Das bedeutet eine beträchtliche Beschleuni- gung des Flugverkehrs zwischen den beiden süd- amerikanischen Hauptstädten.

Kunst und Wiffenschast.

Der BayreutherparzivaP.

Von allen Werken Wagners ist derParzival" am häufigsten in Bayreuth aufgeführt worden. Die unabläfsige Arbeit an einer vorbildlichen Dar­bietung des in jedem Sommer wiederkehrenden Werkes ist weniger von dem Streben nach grund­legenden Neuerungen bestimmt als von der Ab­sicht, den Besuchern der Festspiele ein von allen Zufällen und Unzulänglichkeiten geläutertes Erleb­nis zu vermitteln. Die Weihe des Ortes und die geschliffene Form der Vorführung sollen einer emp­fänglichen Gemeinde die Wege zum Geheimnis des Kunstwerkes ebnen.

Die diesjährigeParzival"-Aufführung spielte sich, wie der DKK.-Derichterftatter schreibt, in der bekannten Inszenierung Heintz T i e t \ c n s und in den szenischen Räumen Wieland Wagners ab. Sie empfing auch musikalisch wieder von dem be­währten Dirigenten Franz v. H 0 e ß l i n sowie dem Chorleiter Friedrich Jung die klaren, aus lang­jähriger Vertrautheit mit der Partitur und ihrer Bayreuther Verwirklichung gewonnenen Umrisse. Aus der erlesenen Gemeinschaft der singenden Dar­steller ragten Josef v. M a n 0 w a r b a 5 Gurne- manz und der Parzival von Franz Völker her­vor. Die markante Deklamation und der vergeistigte Stimmenklang dieser beiden Meisiersänaer verban­den sich mit einer bis in die kleinste Geste durch­geführte und zu einem geschlossenen Wesensbild sich verdichtenden Darstellung. Neben dem beispielhaften Wagnerstil dieser überragenden Gestalter wies die

Aufführung wieder die erprobten Leistungen von Rovert Burg als Klingsor, Michael v. Roggen (Titurel) und Kate Heidersbach als Stiimm- führerin der Blumenmädchen auf. Zum erftcnmnl in Bayreuth diente Hans R e i n n a r s edel ge­führter und substanzreicher Bariton den schmerz­erfüllten Klagen des siechen Amsortas, während die ebenfalls neu in das Feftfpielensemble eingetretene Paula Buchner einen entwicklungsfähigen So­pran von jugendlicher Frische für die Kundry ein­zusetzen hatte. Die schöne Ausgeglichenheit der Auf­führung und die weihevolle Stimmung des Werkes hinterließen spürbare Ergriffenheit in der schwei­gend auseinandergehenden Kunstgemeinde.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange.

Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. 23.: Ernst Bl mu­scheln; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen:. Theodor Kümmel. D. 21. VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlschc Unioersitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezuas- preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illu- ftrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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