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Geschichten aus aller Welt

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Gießen, den 29. April 1989.

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Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer unvergeßlichen Entschlafenen und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schmidt sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank.

Polizeihauptwachtmeister Hch. Becker und Frau Emma, geb. Reuter Susanne Reuter.

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Ju einem weltgeschichtlichen Augenblick...

Ndz. Rom.

Die junge Telephonistin in Danda Bianchi in Rom ist durch ein großes Bild des Regierungschefs Benito Mussolini mit dem eigenhändigen Namenszug des Duce ausgezeichnet worden als Anerkennung treuer Pflichterfüllung in einem geschichtlichen Augenblick. Es war an dem historischen 28. September vorigen Jahres, als Fräulein Bianchi das Ferngespräch zwi­schen Mussolini und dem Führer Adolf Hitler ver­mittelte, das zu der Münchner Konferenz führte und einen Weltkrieg verhinderte. Nun hat der Duce das Fräulein vom Amt persönlich angerufen, ihr für ihre gute Arbeit gedankt und sie dazu beglückwünscht, daß auch sie bei einem so wichtigen Abschnitt der Welt­geschichte eine kleine Rolle spielen durfte. Er hat gleichzeitig mit der Uebersendung seines Bildes auch dafür gesorgt, daß dem jungen Mädchen ein beson­derer Urlaub mit einem Zuschuß von 2000 Lire be­willigt worden ist.

Die teuerste Tapete der Welt.

B. London.

Wenn Füße versagen, immer

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Es gibt viele wertvolle Briefmarkensammlungen in der Welt, aber keine dürfte so ungewöhnlich sein wie-die, die die Wäicke der Bibliothek in einem Hause in Ipswich bedeckt. Dieses Zimmer ist weit­hin bekannt, weil die eigenartige Tapete, die sicher die teuerste der Welt ist, völlig aus unbenutzten Briefmarken zusammengesetzt ist, die von überall­her zusammengetragen wurden. Auf den merkwür­digen Einfall, sein Zimmer aus diese Art auszu- statten, ist ein BriefmarkenhäMer, Whitfield King, gekommen. Der Dibliothekraum mißt 4,20:4,50 Me­ter, und die Wände ganz mit Marken zu bedecken, waren genau 61242 Marken erforderlich. Es war eine schwierige Aufgabe, die nur ein geschickter Handwerker ausführen konnte. Nachdem ein sorg­fältiger Plan aufgestellt war, wie die Marken an­geordnet werden sollten, begann der Dekorateur seine Arbeit. Jede Briefmarke wurde in der üblichen Weise angefeuchtet und an- den vorher bestimmten Platz an der Wand geklebt. Die Arbeit dauerte bei elf Stunden täglich volle drei Monate. Die Kosten der ungebrauchten Briefmarken allein beliefen sich auf rund 60 000 Mark. Es wurden Exemplare aus allen möglichen Ländern herbeigcholt, aus Samoa, den Philippinen, von Argentinien und Kuba, aber auch ältere Marken aus der Vorkriegszeit, darunter deutsche aus Lübeck, Hannover und Bergedorf wur- den verwendet. Bei der Anordnung dieser einzig­artigen Tapete wurde auch darauf geachtet, daß sich ein farbig harmonisches Ganze ergab. Diele

Gesegneter Appetit.

B. Paris.

Anläßlich eines Festessens, das kürzlich in Paris stattfand, werden in den Zeitungen Geschichten von berühmten Essern erzählt. Im 18. Jahrhun­dert hatte der Vertreter Frankreichs bei einer Friedenskonferenz in Genf, Marquis de Contades, einen Burschen aus Burgund, dessen Appetit keine Grenzen kannte. Der Marquis liebte es, Wetten auf die Aufnahmefähigkeit des Magens seines Dieners abzuschließen, die er stets sicher gewann. Eines Tages wagte er sich etwas weit vor. indem er wettete um 25 000 Francs, daß der Burgunder ein ganzes Kalb zum Frühstück essen würde.Das wird ein bißchen schwer sein", jagte der Mann, als er von der Wette hörte,aber ich werde mein Bestes tun." Man bewilligte dem Soldaten 24 Stunden Fastenzeit und dann vier Stunden zum Verzehren des ganzen Kalbes. Der Marquis gab dem Hvtelkoch, der das Esten vorbereiten sollte, genaue Weisungen:Bereiten Sie den Kopf, die Füße, die Rippen, die Brust auf möglichst ver­schiedene Art zu." Um 11.30 Uhr vormittags be­gann der brave Soldat sein kleinesFrühstück" zu sich zu nehmen. Als sein Herr nach 4 Stunden wieder zu ihm kam, schien sein Bursche unzufrieden zu sein.Es wäre nun bald Zeit", rief er,das Kalb aufzutragen".

Taufende von Besuchern haben das Bibliochek- zimmer mit der einzigartigen Tapete schon besucht, aber es wird besonders hervorgehoben, daß bisher noch kein Loch in der Wand durch einen allzu­eifrigen Briefmarkensammler, der sich von einer langersehnten Seltenheit nicht trennen konnte, ent- standen ist.

Büchertifch.

Steuerbücher.

Unser Mitarbeiter, der Steuerberater Dr. jur. et rer. pol. K. Wuth in Berlin, hat jüngst zwei neue Steuerbücher geschrieben, die den Steuer­pflichtigen in allen Steuerfragen zuverlässige Be­rater sein sollen. Das eine Buch unter dem Titel Die Steuern 1939" ist im Streitberger-Der- lag in Pößneck (Preis 1,25 RM.) erschienen. (44) Es enthält eine Steuerübersicht, Einkommensteuer-, Lohnsteuer-, Wehrsteuer- und Gewerbesteuertabellen, in einem Anhang Ratschläge für die Abgqhe der Steuererklärungen, die Einlegung von Rechtsmit-

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aber brauchen diese Traumstunden, um mutig eben durch die Tage zu marschieren, an denen das Leben nicht ist, wie es sein sollte ...

Da schlug den wackeren Sieben die heilige Fest­freude so ins Geblüt, daß es sie nicht länger hielt, und sie mithin wollten. Aber es war für sie kein Platz mehr an den Tischen, und sie wollten den auch niemand wegnehmen, da sie ja zu Haus, wenn auch auf kümmerliche Weise, doch rundherum satt geworden waren. Nun stand am Rande des Waldes ein sehr alter Kastanienbaum, um den der Boden ringsherum freigehalten worden war, so daß seine Aeste schon wenige Handbreit über der Erde sich ausbreiteten. In ihrem Ueberschwang, in dem auch die tiefe Freude darüber war, nicht länger von ihren Landsleuten abgeschieden zu sein, kletterten die alten Kracher wie sieben junge Buben in die Aeste und saßen da nun zwischen den wild duftenden den weißen Blüten, mit denen der Baurn wie mit dicken Kerzen besteckt war; sie ließen sich Wein hinausteichen, tranken einander zu und allem Volk. Die Musik spielte wieder, die letzte Mannschaft an den Tischen, die Paare drehten sich auf den Tanzböden und über dem Ganzen thronten die Sieben, -^mlacht und umjauchzt von den Tausenden, und es begab sich, daß alle, die später von diesem Fest erzählten, als dessen Schönstes, ja als dessen Höhepunkt immer schilderten, wie sieben alte Män­ner in einem Daum gesessen und sich des Lebens gefreut hätten, so daß es späteren Geschlechtern schien, als sei jenes erste Fest überhaupt nur dieser Sieben wegen gefeiert worden.

teln und für Anträge auf Steuererlaß, ferner in Anlagen reiches Hilfsmaterial für Rechtsmittel nebst Gebühren, Grundstückskaufverträge, den Iah­ressteuerterminkalender 1939 Ufw/ Dieses Buch ist für alle Steuerpflichtigen ein brauchbarer Weg­weiser in allen Steuerfragen, und man kann es darum nur empfehlen. Das andere Buch, betitelt Steuer-ABC. für Betriebe d e r ge- werblichen Wirtschaft", im Verlag von Jüstel & Göttel in Leipzig (Preis 3,80 RM.) er­schienen. (19) ist speziell für Handel, Hand­werk und Industrie geschrieben. In alphabetischem und übersichtlichem Aufbau bringt es eine Menge von wertvollen Ratschlägen und Hinweisen, die für die Praxis ein guter Leitfaden sind. Beispiele und Steuertabellen sind als wertvolle Bereicherung bei- gegeben. Dieses Buck verdient gleichfalls, dem Steuerpflichtigen angelegentlich empfohlen zu wer­den.

Der Almanach de Gotha, das yenealo- gischMplomatisch und statistische Jahrbuch für 1939 ist wiederum im Verlag Justus Perthes in Gotha zum Preise von 28, Mark erschienen. Es ist bereits der 176. Jahrgang dieses Buches, das ein unent­behrliches Handwerkszeug für jeden Diplomaten, Journalisten und Wirtschaftler ist, aber darüber hinaus auch jedem politisch interessierten Zeitungs­leser willkommen sein wird, denn er enthält ja nicht nur in seinem ersten Teil die Genealogie aller regie­renden und ehemals regierenden Herrscherhäuser der Welt sowie der mediatisierten standesherrlichen Fa­milien und zahlreicher Herzogshäuser der wichtigsten europästchen Länder, sondern gibt in seinem zweiten Teil erschöpfend und auf den neuesten Stand ge- bracht, Auskunft Übex Verfassung, staatliche Organi­sation, bevölkerungs- und wirtschaftspolitische Sta­tistik aller Länder. Wenn diesmal trotz des umfang- reichen Nachtrags der Aenderungen, die während der : Drucklegung eingetreten find, der neue Almanach i nicht mehr höchste Aktualität beanspruchen kann, so I ist das auf die überraschende Schnelliakeit der politi- i scheu Ereignisse im Osten sowie auf dem spanischen , Kriegsschauplatz zurückzuführen. Den Band schmücken - Bilder des Kronprinzenpaares von Griechenland, des : Prinzen von Isenburg, Professors der Genealogie . an der Universität München, des spanischen Staats- - chefs General Franco und des Präsidenten der Re- \ publik Portugal, General Carmona.

In einer vollbesetzten Straßenbahn, die durch die Warschauer Innenstadt fuhr, gab es plötzlich einen Höllenkrach, als ob der Wagen auf eine kleine Mine gefahren wäre. Gleichzeitig ergoß sich eine klebrige, braune Flüssigkeit über die Passagiere, die m panischer Angst aus dem fahrenden Wagen spran­gen und dabei zum Glück nur leichtere Ver­letzungen erlitten. Als die Straßenbahn zum Stehen gebracht worden war, fand das Geschehnis eine un­erwartete Aufklärung. Eine Frau hatte in eyiem Korbe einige große Flaschen selbstgebrauten Bieres transportiert, die bei dem Rattern des Wagens m die Luft gegangen waren. Für die um den Genuß betrogene Besitzerin des Korbes wird diese Bier­explosion noch ein gerichtliches Nachspiel haben, da einige weibliche Fahrgäste, deren neue Kostüme | unter den Strömen des edlen Gerstensaftes gelitten

Er forbert die Akademie auf,Liebe" als das, zu erkennen und in der wissenschaftlichen Erläuterung der Sprache zu definieren,was es wirklich ist", und nicht einfach als einen Zustand erhöhten Blutdrucks. Er möchte bewirken, daß die Akademie ihre Defini­tion von 1935 auf gibt und durch eine neue ersetzt. Damals hatte die Akademieamour" gedeutet als eine lebhafte Zuneigung für jemanden oder etwas". Das ist gewiß akademisch zurückhaltend, denn die Dichter haben ganz andere Charakteristiken ge­geben. Und so meint denn auch der Anfrager, daß die Akademie die Liebe einfach unterschätzt. Man kann gespannt sein, wie die Akademie auf die lie­benswürdige Anzapfung reagieren wird. Es ist natürlich nicht das erstemal, daß sie sich mit diesem, besonders im Frühling beunruhigenden Thema aus» einandersetzen muß. Schon 1694 enthielt das Wör­terbuch der Akademie eine Erklärung der Liebe mit den Worten: hauptsächlich eine Passion, die eine Person eines Geschlechts für eine Person des an­deren Geschlechts empfindet, verbunden mit dem Wunsch, diese Person zu besitzen"; sicherlich sehr korrekt, aber doch etwas phantasielos. Und was wäre die Liebe ohne Phantasie?!

Panik in der Straßenbahn.

AS. Warschau.

Mne Offenbarung für jeden Tierfreund! Here mit Gefühl und Verstand. 6ne uineme'iiDenmnbiicbe DarneUunn oei >voy äiunaseraelm sie übei k>ad Seelenleben bei Tiere ir t vraftncken Bei ncdsanie'tunqen oonTr Werner S tthe Veiter öer ftordninflvftelle> 'Jier eeieti ;inöe am Westfälnchen Zoo (harten tu Münster IN» Seiten mir 10(» Abbildungen, n Leinen geb M TRO eher Giehene' fRiifbbntihhmr «'TbäiO'cb

w« Bermömet Betlag. Berlin £idiierleiöe

Bekanntmachung.

Bcfr.| Otnnibusünie LudwigsplahSchuberlsirahe.

Der Betrieb der Omnibuslinie Ludwigsplatz Schubertstraße wird am 1. Mai d. I. ausgenommen. Die Linie nimmt folgenden Weg: vom Ludwigsplah durch die Ludwigstrahe, Röntgensirahe, Wartweg, Uhlandstrahe, Gaffkystrahe, Schubertstraße, Frank- furterstraße. Am Steg, Wetzlarer Weg, Friedrich­straße, Ludwigstrahe zurück zum Ludwigsplah.

Es sind folgende Haltestelle^. vorgesehen:

Ludwigsplatz;

Dorlesungsgebäude der Universität;

Ludwigstrahe, Ecke Bleichstraße;

Ludwigstrahe, Ecke Wilhelmstrahe;

Röntgenstraße, Ecke Friedrichstraße;

Friedrichstraße, Ecke Frankfurter Straße;

Wetzlarer Weg, Ecke Friedrichstraße (Bahnhof); Am Steg, Ecke Frankfurter Straße;

Schubertstraße, Ecke Gaffkystrahe (Standort­lazarett);

Gaffkystrahe, Ecke Klinikstrahe (Kliniken).

Umsteigemöglichkeit in die elektrische Straßenbahn besteht am Ludwigsplatz und am Bahnhof. An der Ecke Röntgenstrahe/Friedrichstraße kann innerhalb der Omnibuslinie umgestiegen werden.

Die Wagen verkehren von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr in Abständen von 10 Minuten.

Der Fahrpreis beträgt innerhalb der Omnibus­linie einheitlich 10 Rpf. Vom Omnibus auf die Straßenbahn (Umsteigen Bahnhof oder Ludwigs­platz) bis zum Marktplatz und umgekehrt 15 Rpf. Bei Fahrten über den Marktplatz hinaus und in Richtung Kasernen ist für jedes Verkehrsmittel ge­sondert eine Fahrkarte zu lösen, wofür der tarif­mäßige Fahrpreis zu entrichten ist. Für die Om­nibuslinie gilt für Militärpersonen der gleiche Fahr­preis. 3118A

Gießen, den 27 April 1939.

Stadtwerke Gießen. Abt. Straßenbahn.

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Der Sparstrumpf in der Mauer.

B. Paris.

Sin unangenehmes Abenteuer, bei dem derSpar- ftumpf" eine peinliche Rolle spielte, ist einem Pa­ri r Chauffeur, Jean Scuiller, zugestoßen. Er wollte nr seinen Ersparnissen, rund 60 000 Franks, be­sonders sicher gehen und kam vor einigen Monaten <nF den verrückten Einfall, sie im Keller der Gesell- ltaft bei der er angestellt war, zu verstecken. Er >(TfC sich zwei Pakete von je 30 Tausendftanksnoten macht und jedes in einen Wollstrumpf gesteckt, das ! nze mit einem Packpapier umwickelt und in ein ch in der Mauer im Keller, aus der ein Stein ^ausgenommen war, niedergelegt. Vor kurzem te Scuiller eine Reife angetreten, von der er cr einigen Tagen zurückkam. Da hörte er zu eiern Schrecken, daß die Gesellschaft beschlossen cte, einen Luftschutzkeller auszubauen, und daß r Arbeiten bereits begonnen hätten. Voll böser L nung eilte er in den Keller und sah seine Befürch- Gingen bestätigt: die Mauer, in der er das Geld Der- stickt hatte, war bereits abgebrochen, und von seinem ^»arstrumpf war keine Spur mehr zu entdecken. 9Ce seine Nachforschungen waren vergeblich, so daß tt sich schließlich an die Polizei wandte. Auch die D chore, die jetzt begannen, führten nicht zum Ziel; fcr Arbeiter, die die Mauer abgebrochen hatten, er- klcrten, daß sie bei ihrer Arbeit keinen Strümp timerkt hätten, und das Gegenteil war ihnen nicht uchzuweisen. Es scheint vielmehr, daß die Arbeiter tlrsächlich den Sparstrumpf nicht beachtet und ihn mit den Steinen zusammen wegbefördert haben, so dch das Vermögen des Chauffeurs jetzt irgendwo m . im Schutthaufen an der Seine liegt, wohin man drs Ganze abgefahren hat.

Die Akademie und die Liebe.

Ndz. Paris.

Da saß nun eine Tischgesellschaft von einigen taiicnb Köpfen an gedeckten und geschmückten Ü'chen. Landleute und Städter, Männer und Wei- bei Alte und Junge, Gelehrte und Ungelehrte, alle lasen fröhlich durcheinander. Nirgends blickte ein dänisches Gesicht, nirgends ließ sich ein Aufschrei JjIT ein kreischendes Gelächter hören, sondern nur tw hundertfach verstärkte Gesumme einer frühen Hochzeit, der gemäßigte Wellenschlag einer m sich oeianügten See. Doch die sitzenden Heerscharen bil- bepr. nur die Hälfte der Versammlung; ein un- im erbrochener Menschenzug, ebenso zahlreich, trimte als Zuschauer durch die Gänge und Zwi- chknräume und umkränzte, ewig wandelnd, die Vfenden und wartete darauf, daß für sie Platz ge- m cht werde, wenn jene satt waren. Sie genossen den Duft des einfachen Esfens, das es heute gleich- mßig für alle gab, als eine Art Vorspeise, wenn di! Schüsseln eilig an ihnen vorübergetragen wur­de!, und das ließ sie geduldig warten, bis auch an sie die Reihe des Schmausens kam.

wahrhaftig, hier war nichts, demgegenüber sich die sieben Aufrechten auf ihre Grundsätze hätten be- firien müssen. Sie waren ehrliche Männer, die sich keiie Scheuklappen umhingen, um nur einzelnes und niejt das Ganze zu sehen, um vielleicht dies oder böj zu finden, worüber sie sich mit Fug hätten ent- rüten können. Nein, sie sahen mit Staunen, daß aiich dieses neue Fest, mochte es nun vom Fort- schütt oder vom Rückschritt stammen, das Wesen be- echten Festes hatte, das wie die Träume der Dichter den Menschen das Leben nicht zeigt, wie ei ist, sondern wie es fein sollte. Die Menschen

Arbeitsvergebung.

Die nötigen Weißbinder- und Anslreicherarbeilen I. für die Johanneskirche zu Gießen,

II. für das Pfarrhaus der Johannesgemeinde sollen an hier ansässige Meister im Wege des öffent­lichen Angebotes vergeben werden. 31720

Unterlagen hierfür können im Büro des Archi­tekten Baurat H. Meyer, Alicenstraße 27, täglich nachmittags von 15 bis 18 Uhr in Empfang genom­men werden.

Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin Monlag, den 8. IRai 1939, vormittags 11 Uhr, bei Herrn Pfarrer Becker, Kirchstraße 5, in ver­schlossenen Umschlägen, mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen.

Zuschlagsfrist 14 Tage.

Gießen, den 29. April 1939.

Evangelischer Gesamtkirchenvorstand.

Wertholz-Versteigerung und Nutzholz-Verkauf

zu Merlau

am Mittwoch, dem 3. 2Hai 1939, vormittags 930 Uhr, in der Gastwirtschaft Hörle aus verschiedenen Forst- orten des unterzeichneten Forstamtes.

Es kommen zur Versteigerung bzw. zum Freihand- oerkauf nachstehende Hölzer: 31870

Langholz: Eichen (Wertholz) = 28 fm; Buchen (Wertholzs - 19 fm; Kiefern (Wertholz) = <6 fm; Fichten (Werfholz) = 21 fm; Hainbuchen = 5 fm; Eschen - 8 fm; Kirschbaum - 1 fm; Linde B4 fm; Ahorn - 6 fm; Birken - 2 fm; Buchen - 2V fm; Eichen = 58 fm; Lärchen = 20 fm; Lärchen = 10 fm (Gemeindewald), sowie Derbstangen, Nutzscheiter, Nutzknüppel.

Einkaufsscheine sind unbedingt mitzubringen.

Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfoh­len, da nachttägliche Beanstandungen nicht berück­sichtigt werden. Nähere Auskunft ourch die unter­zeichnete Stelle und die zuständigen Revierförster. Das bereits ausgesuchte A-Holz wird öffentlich ver­steigert. Nummernauszüge werden ab Samstag, dem 29.4.1939, zum Preise von 30 Pf. auf dem Ge- 'ftäftszimmer des Forstamtes abgegeben.

Grünberg (Hessen), den 27. April 1939.

Hessisches Forstamt Nieder-Ohmen.

Bähringer.

Der Schriftsteller Marcel Prevost hat eine kleine Anfrage über die Liebe an die Französische Aka- Ihmie gerichtet. Sie wird die Gelehrten vielleicht in Schwierigkeiten bringen, denn es geht um die rich-. ti?e Definition dessen, was die Liebe ist. Der an» --- ------ -

siigendc Schriftsteller macht sich die Sache leicht. I haben, ihre Er^^nspruche^angemeldet^haberu