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Richt ein Staat suhlt sich von Deutschland bedroht

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Deutschland mit einem entsprechenden trag­baren Vorschlag wendet, um eine Zusicherung der uon Roosevelt gewünschten Art zu erhal­ten, .diese Zusicherung unter der Voraussetzung der unbedingten Gegenseitigkeit auch zu geben.

Bei einer ganzen Reihe der von Roosevelt an­geführten Staaten dürste sich dies allerdings von vornherein erledigen, weil wir mit ihnen ohnehin sogar entweder verbündet oder zu­mindest engst befreunde, sind. Auch über die Zeitdauer dieser Abmachungen ist Deutsch-

Wir werden nie wieder wehrlos eine Konserenz besuchen.

Herrn Roosevelt festzustellen, ganz abgesehen von der Schwierigkeit militärischer Operationen Deutsch- lands in Staaten und Ländern, die zum Teil zwei, zum Teil fünftausend und mehr Kilometer von uns entfernt sind

Ich will aber abschliehend hier folgendes er­klären: Die deutsche Regierung ist trohbem be-

Antwort: Wenn dies zutrifft, dann ist es ein strafbarer Leichtsinn, um kein schlimmeres Wort zu gebrauchen, wenn die Führer von Völkern, die über eine solche Macht verfügen, es nicht fertig und zu­wege bringen, ihrer zum Kriege hetzenden Presse die Zügel' anzulegen, um dadurch die Welt vor dem drohenden Unheil einer kriegerischen Auseinander­setzung zu bewahren. Ich halte es dann weiter für unverständlich, wie diese verantwortlichen Führer statt die diplomatischen Beziehungen der Völker untereinander zu pflegen, diese durch die Abberufung von Botschaf­tern usw. ohne jeden Grund erschweren, ja

Deutschland war viele Jahre durch den Friedens- vertrag von Versailles an der Teilnahme dieser größten Weltkonferenz, entgegen dem Verspre­chen Wilsons, ausgeschlossen. Trotz vorliegender bitterster Erfahrungen glaubte aber dennoch eine deutsche Regierung nicht, dem Beispiel der ame­rikanischen Union folgen zu sollen, sondern sich später an diesen Konferenztisch sehen zu müssen. Ich selbst habe mich dann entschlossen, nach jahre­langer zweckloser Teilnahme das Beispiel Ame­rikas nachzuahmen und die größte Konferenz der Welt ebenfalls zu verlassen. Seitdem habe ich nun die mein Volk betreffenden Probleme, die am Konferenztisch des Völkerbundes leider wie alle anderen nicht gelöst worden sind, gelöst, und zwar ausnahmslos ohne Krieg!

reit, jedem dieser genannten einzelnen Staaten, wenn er es wünschen sollte und sich selbst an

ferenztisch. Allerdings hat man mit dem Augen­blick, da die deutsche Ration die Waffen nie­dergelegt hatte, sie nicht einmal mehr zur Kon- | ferenz eingeladen, sondern entgegen allen Zu­sicherungen den größten Wortbruch aller Zeiten verübt. Eines Tages wurde, statt am Konferenztisch die größte Verwirrung aller Zeiten zu lösen, durch das grausamste Diktat der Welt eine noch schrecklichere Verwir­rung angerichtet. Die Vertreter des deutschen Volkes aber, die im Vertrauen auf feierliche Zusicherungen eines amerikanischen Präsidenten die Waffen niedergelegt hatten und mithin waffenlos erschienen, wurden nicht einmal bei der Entgegennahme des Diktats als die Vertreter einer Ration empfangen, die immer­hin im Kampf für ihre Freiheit und Unab­hängigkeit über vier Jahre einer gan­zen Welt mit unermeßlichem Hel­dentum fiandgehalten hatte, sondern entehrender behandelt, als dies früher bei Siouxhäuptlingen der Fall fein konnte. Die deutschen Delegierten wurden vom Pöbel be­schimpft, mit Steinen beworfen, wie Gefangene nicht vor den Konferenztisch der Welt, sondern vor das Tribunal der Sieger geschleift und dort mit vorgehaltener Pistole zur Annahme der schandbarsten Unterwerfung und Ausplünde­rung aller Zeilen gezwungen.

gleichen Anteil haben. Es dürfte dann nicht Vorkommen, daß ein Volk so viel Lebensraum bean­sprucht daß es mit noch nicht einmal fünfzehn Menschen auf dem Quadrat­kilometer auskommen kann, während andere Völker gezwungen find, 14 0, 150 oder gar

anderer Nationen nichts bekannt, wohl aber lese ich in den demokratischen Zeitun­gen leben Tag die Lügen von derartigen Be­drohungen. Ich lese an jedem Tag -von deutschen Mobilmachungen, von Truppenlandungen, von Er­pressungen, und zwar alles an Staaten, mit denen wir nicht nur im tiefsten Frieden leben, sondern in vielen Fällen auch auf das engste befreundet

stören lassen können. . . >

7. Herr Roosevelt erklärt, daß in Europa drei und in Afrika eine unabhängige Nation ihre Existenz eingebüßt hätten.

Antwort: Ich weiß nicht, welche Rationen unter diesen drei in Europa verstanden werden. Sollte es sich dabei um die dem Deutschen Reich zurückgegliederten Provinzen handeln, dann muß ich den Herrn Präsidenten auf einen ge­schichtlichen Irrtum aufmerksam machen. Diese Rationen haben nicht jetzt in Europa ihre unabhängige Existenz eingebüßt, sondern im I a h r e 1S18, als man sie unter Bruch eines feierlich gegebenen Versprechens ans ihren Gemeinschaften riß und zu Rationen stempelte, die sie nie sein wollten, nicht waren, uns als man ihnen eine Unabhängigkeit aufoktroyierte, die keine Unabhängigkeit war, sondern höchstens nur die Abhängigkeit von einem internationalen Ausland, das sie haßten, bedeuten konnte. Allein, auch was die eine Ra­tion in Afrika anbetrifft, die dort ihre Freiheit verloren haben fall, so liegt auch hier wohl nur ein Irrtum vor, denn nicht eine Ration in Afrika hat ihre Freiheit verloren, sondern nahezu alle früheren Einwohner dieses Kontinents find mit blutiger Gewalt der Sou­veränität anderer Völker unterworfen worden und haben mithin ihre Freiheit verloren. Ma­rokkaner, Berber, Araber, Reger usw. sind alle einer fremden Gewalt zum Opfer gefallen, deren Schwerter und Bomben freilich nicht die Auf­schriftMade in Germany, sondernMade by

qTL ha wirklich glauben, daß dies möglich fein könnte, normalen Staats- denn die Vernunft würde ja in vielen Fällen^ die imh für Berechtigung von Forderungen auf der einen Seite SBeltfrieg unb Jur I ^ingen^ Notwendigkeit des Entgegen­

kommens auf der anderen ohne weiteres aufweisen. Zum Beispiel: Nach aller Vernunft, Logik und nach allen Grundsätzen einer menschlichen, allgemeinen und höheren Gerechtigkeit, ja sogar nach den Ge­setzen eines göttlichen Willens müßten alle Völker an den Gütern dieser Welt

greiser zu nennen. ----- «

durch kurze Erklärungen diese ungeheuerlichen all­gemeinen Beschuldigungen aus der Welt zu schassen

9 Herr Roosevelt erklärt, daß offensichtlich die Welt dem Augenblick zutreibt, wo diese Lage i n einer Katastrophe enden muß, wenn nicht ein rationeller Weg gefunden wird>, bie Ereignisse zu lenken. Er erklärt endlich, ich hatte wiederholt versichert, daß ich und das deutsche Volk den Krieg nicht wünschten unb daß, wenn dies zutresfe, auch kein Krieg geführt zu werden brauchte.

Meine Antwort: Ich darf noch einmal fest­stellen daß ich 1. keinen Krieg geführt habe, daß ich 2. seit Jahren meiner Abscheu vor einer Kriegs­hetze Ausdruck verlieh und daß ich 3. nicht wüßte, für welchen Zweck ich überhaupt einen Krieg fuhren sollte Ich wäre Herrn Roosevelt dankbar, wenn er mir darüber Aufklärung geben wollte

10 Herr Roosevelt ist endlich der Meinung, daß die Völker der Erde nicht davon überzeugt werden könnten, daß irgendeine Regierungsgewalt irgend­ein Recht oder irgendeinen zwingenden Anlatz hat, auf ihr eigenes ober auf andere Völker die Folgen eines Krieges herabzuzwingen, es sei denn aus dem Grunde unzweideutiger <5 e 1 b ft p e r t e t b i a u n g.

Antwort: Ich glaube, dies ist die Auf­fassung aller vernünftigen Menschen, nur scheint es mir, daß der Fall der unzweideutigen Selbstverteidigung fast in jedem Krieg von beiden Seiten in Anspruch genom- m e n wird und daß jene Einrichtung auf der Welt einschließlich der Person Roosevelts nicht vorhanden ist, um dieses Problem eindeutig zu klären. Es kann wohl keinen Zweifel darüber geben, daß z.B. Amerika in den Welt­krieg in keinem Fall zurunzweideuti­gen Selbstverteidigung" eingetreten ist. Ein vom Herrn Präsidenten Roosevelt selbst einge­setzter Untersuchungsausschuß hat im Gegenteil die Ursachen des Eintritts Amerikas in den Weltkrieg untersucht und kam dabei zur Fest­stellung, daß dieser Eintritt im wesentlichen aus ausschließlich kapitalistischen Gesichtspunkten erfolgt ist. Trotzdem sind daraus keinerlei praktische Konsequenzen gezo­gen worden. Wir wollen also nur hoffen, daß wenigstens die nordamerikanische Union diesen edlen Grundsatz endlich auch s e l b st in der Zu­kunft vertritt und nur dann gegen das eine oder andere Volk in den Krieg zieht, wenn wirklich der Fall der unzweideutigen Selbft-

XM. v/vxxv,.....stellt weiter fest, daß es keine

nerr. 2lntmort auf die Befürwortung srieteicher Bespre- Auae chungen sei, wenn die eine Seite ausführt, sie werde -- - 1 die Waffen nicht aus der Hand legen, wenn sie nicht

von vornherein die Zusicherung bekäme, daß die die in Frage rommenoen . °°n ° für sie fallen weL.

Es wirb bann möglich fe J nii e i n c Antwort: Glauben Sie, Herr Roose­velt, daß, wenn letzte Dölkerschicksale auf dem Spiele stehen, eine Regierung oder eine Volksführung vor einer Konferenz die Waffen niederlegen ober vielleicht ausliefern wird, einfach in oer blin­den Hoffnung, daß die Klugheit der anderen Konferenzteilnehmer ober meinetwegen ihre Ein- ich schon das Richtige beschließen werden?

Herr Roosevelt, es hat in der Weltgeschichte bisher nur e i n Volk unb eine einzige Re­gierung gegeben, die dieses ihr angepriesene Rezept befolgt haben: Deutschland. Die deutsche Ration hat einst im Vertrauen auf die feier­lichen Zusicherungen des amerikanischen Präsi­denten Wilson und auf die Bestätigung die­ser Zusicherung durch die Alliierten die Waffen niedergelegt und ging also waffenlos zum kon-

200 Menschen auf derselben Fläche ZU ernähren. Auf feinen Fall aber dürften diese glücklichen Völker dann den an sich leidenden noch ihren vorhandenen Lebenraum beschneiden, chnen z. B. auch noch ihre Kolonien wegnehmen. Ich würde mich also freuen, wenn am Konferenztisch wirklich diese Probleme ihre Lösung finden könnten.

Meine Skepsis beruht aber darin, daß es Ame­rika selbst war, das feinem Mißtrauen über die Wirksamkeit von Konferenzen den schärfften Ausdruck verlieh. Denn die größte Konferenz aller Zeiten war ohne Zweifel der Völkerbund. Dieses nach dem Willen eines amerikanischen Prä­sidenten geschaffene Gremium aller Völker der Welt sollte die Probleme der Menschheit am Konferenz­tisch lösen. Der e r st e Staat aber, der sich von dieser Arbeit zurückhielt, war die ameri­kanische Union. Und zwar, weil bereits der Präsident Wilson äußerste Bedenken hegte über die Möglichkeit, an einem solchen Konferenztisch die wirklich entscheidenden internationalen Probleme lösen zu können.

Ihre gute Meinung in Ehren, Herr Roosevelt, aber dieser Ihrer Meinung steht gegenüber die reale Tatsache, daß es in fast zwanzigjähriger Tätigkeit der größten permanenten Konferenz der Welt, näm­lich dem Völkerbund, nickt gelungen ist, auch nur ein wirklich entscheidendes internationales Problem zu lösen.

solche Sortierung als eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des amerikanischen Kontinents ablehnen. Genau die gleiche Doktrin vertreten wir Deutsche nun für Europa, auf alle Fälle aber für den Bereich und die Be­lange des Grohdeuffchen Reiches. Im übrigen werde ich mir selbstverständlich nie erlauben, an den Herrn Präsidenten der Bereinigten Staaten Nordamerikas eine solche Aufforderung zu richten, da ich annehme, daß er eine solche Zumutung mit Recht wahrscheinlich als t a f t - l o s empfinden würde. (Lebhafte Zustimmung und Gelächter).

17. Herr Roosevelt erklärt nun weiter, daß ev die ihm gewordenen Mitteilungen über die poli­tischen Ziele Deuffchlands dann anderen sich be­droht fühlenden Völkern vermitteln würde, die jetzt Befürchtungen haben über die Richtung dieser un­serer Politik.

Antwort: Durch welches Verfahren hat Herr Roosevelt überhaupt festgestellt, welche Nationen sich durch die deutsche Politik bedroht fühlen und welche nicht? Oder ist Herr Roosevelt trotz der doch sicher­lich auch auf ihm lastenden ungeheuren Arbeit in seinem eigenen Lande in der Lage, von sich aus alle diese inneren Seelen- und Geistesverfassungen anderer Völker und ihrer Regierungen zu erkennen?

18. Herr Roosevelt verlangt endlich die Bereit­willigkeit, ihm die Zusicherung zu geben, daß die deutschen Srreitkräfte das Staatsgebiet oder die Besitzungen folgender unabhängiger Nationen nicht angreifen und vor allem nicht dort einrnar- schieren würden. Und er nennt als dafür in Frage kommend nun: Finnland, Lettland, Litauen, Est­land, Norwegen Schweden, Dänemark, Niederlande, Belgien, Großbritannien, Irland, Frankreich, Por- tugal, Spanien, die Schweiz, Liechtenstein, Luxem­burg Polen, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, s Rußland, Bulgarien, Türkei, Irak Arabien, Syrien, s Palästina, Aegypten und Iran.

Antwort: Ich habe mir zunächst die Mühe genommen, bei den angeführten Staaten festzustel- len, erstens, ob sie sich bedroht fühlen und zweitens, ob vor allem diese Anfrage Herrn Roosevelts an uns durch eine Anregung ihrerseits oder wenigstens mit ihrem Einverständnis erfolgt sei.

sind. , £ .. ... _ ,f 12. Herr Roosevelt erklärt nun weiter, daß es

5. Herr Roosevelt glaubt weiter, daß tm Falle I flieht, daß sich alle internationalen

eines Krieges siegreiche, besiegte und neutrale Na- Probleme am Konferenztisch lösen lassen.

tionen zu leiden haben werden. Meine Antwort: Theoretisch müßte man

Antwort: Diese Ueberzeugung habe ich als« -

Politiker 20 Jahre lang vertreten in einer Z " leider die amerikanischen verantwortlichen Staats­männer für ihre Beteiligung am !"*" c"- bie Art des Ausganges desselben sich nicht zu glei­chem Verständnis durchdringen konnten.

6. Herr Roosevelt glaubt endlich, daß es in der Hand der Führer großer Nationen liege, ihre Völker vor dem drohenden Unheil zu retten.

Verteidigung gegeben ist.

11. Herr Roosevelt meint weiter, daß er nicht aus Selbstsucht, Schwäche oder Furcht so spreche, son­dern nur mit der Stimme der Kraft und aus Freundschaft für die Menschheit.

Antwort: Wenn diese Stimme der Kraft unb der Freundschaft zur Menschheit von Amerika aus zur richtigen Zeit erhoben worden wäre, und wenn vor allem dieser Stimme dann ein praktischer Wert zugekommen sein würde, dann hätte zumindest jener Vertrag verhindert werden können, der zur Quelle der größten Menschheitszerrüttung aller Zeiten wurde, nämlich das Versailler Diktat.

15. Herr Roosevelt glaubt, daß die Sache des Weltfriedens sehr gefördert werden würbe, wenn die Nationen der Welt eine offene Erklärung über die gegenwärtige und künftige Politik der Regierun­gen abgeben würden.

Antwort: Ich habe dies, Herr Roosevelt, bis­her in zahllosen öffentlichen Reden stets getan. Auch in der heutigen Sitzung des Deutschen Reichstages habe ich wieder soweit dies in zwei Stunden denkbar ist eine solche Erklärung abgegeben.

Ich muß es aber ablehnen, eine solche Er­klärung jemand anderes zu geben als dem Volk, für dessen Existenz und Leben ich verantwort­lich bin und das umgekehrt allein ein Recht hat, von mir Rechenschaft zu fordern. Ich gebe aber diese Zielsetzung der deutschen Politik so öffent­lich, daß sie ohnehin die ganze Welt hören kann. Alein diese Aufklärungen sind solange für die übrige well ohne Belang, als es einer Presse möglich ist, jede Erklärung zu verfälschen, zu verdächtigen, sie in Frage zu stellen oder mit neuen lügenhaften Antworten zu überdecken.

16. Herr Roosevelt glaubt, daß die Vereinigten Staaten als eine der Nationen der westlichen Halb­kugel nicht unmittelbar in die Streitigkeiten ver­wickelt seien, die in Europa entftanöen fein fölten, unb daß ich daher schon deshalb bereit sein mutzte, ihm als dem Oberhaupt einer so weit von Europa entfernten Nation eine solche Erklärung der deut­schen Politik abzugeben.

Antwort? 1. Herr Roosevelt glaubt also ernst­lich, daß die Sache des Weltfriedens wirklich ge­fördert werden würde, wenn den Nationen der Welt eine offene Erklärung über die gegenwärtige

Abgesehen davon sind aber in den letzten Jahren, wie schon betont, zahlreiche andere Pro­bleme vor Weltkonferenzen gebracht worden, ohne daß irgendeine Lösung gelungen war. Wenn aber überhaupt diese Ihre Auffassung, Herr Roosevelt, daß jedes Problem am Konferenz­tisch gelöst werden kann, zutrifft, bann würben die Völker, einschließlich der amerikanischen Union, im Laufe der übersehbaren 700 ober 800 Jahre ent­weder von Blinden oder von Verbrechern geführt. Denn sie alle, einschließlich der Staatsmänner der I amerikanischen Union, unb zwar ihre größten, haben im wesentlichen die Geschichte nicht am Konferenz­tisch, sondern im Einsatz der Kraft ihrer Völker gestaltet. Die Freiheit Nordamerikas ist so wenig am Konferenztisch errungen worben, wie der Democracies trugen. Konflikt zwischen ben Nord- und Südstaaten am

8 fierr Roosevelt spricht endlich von Gerüchten, Konferenztisch entschieden wurde. Don den unzah- von tenen er aUerbings glaubt, bafc sie nicht zu- ligen Kämpfen ber aUma^en

treffen die aber besagen, daß gegen noch weitere nordamerikanischen Kontinents will Aschen

gen werben. . , h aüer Ehren wert ist, allein in ber Geschichte weber

in bcr ber übri9en ®eU bÄeitc?" I --13- *tr es hta.

vösmachung kleinerer Nationen. Sollte aber Herr Roosevelt hier wirklich bestimmte Falle lm N«2- haben, bann würbe ich bitten, die vom Eingriff be- drohten Staaten unb die in Frage kommenden An-

Die Beantwortung mar eine durchgehend negative, zum Teil schroff ableh­nende. Allerdings konnte an einige der an­geführten Staaten unb Rationen diese Rückfrage von mir nicht zugeleitet werden, weil sie sich wie z. B. Syrien zur Zeit nicht im Be­sitze ihrer Freiheit befinden, sondern von den militärischen Kräften demokrati­scher Staaten beseht gehalten und damit rechtlos gemacht sind. Drittens: Abgesehen da­von haben aber alle an Deutschland angrenzen­den Staaten viel bündigere Zusicherungen und vor allem viel bündigere Vorschläge erhalten, als sie sich Herr Roosevelt in seinem eigenartigen Telegramm von mir erbittet. Viertens: Sollten aber diese von mir schon so oft abgegebenen all­gemeinen und direkten Erklärungen etwa in ihrem Wert angezweifelt werden, dann würde doch wohl die Abgabe einer weiteren solchen Erklärung, auch wenn Herr Roosevelt der Emp- Herr 9toofroelf. ich darf Ihnen versichern, d-h! länger feinjottk -ben,<>w-r«°,!-,n.D-nnen,.

» mein nnerichüiterlicher Wille ift bafür zu for- Me'benb ist letjten Snbes i- mchl d'e vewer- gen, daß nicht nur jetzt, sondern für alle Zukunft lang, die Herr Roosevelt an solchen Erklarun- fein Deutscher mehr wehrlos eine gen vornimmt, sondern entscheidend ist der Konferenz betritt, sondern daß hinter jedem Wert, den die in Frage kommenden Staaten deutschen Unterhändler für alle Zeiten die geeinte solchen Erklärungen beimessen.

Macht der deutschen Nation stehen soll und ftcJlcn kcünften5: Ich muß aber nun auch Herrn Roosevelt wird, so wahr mir Gott helfe. außerdem noch auf einige historische Irrtümer auf»

14. Herr Roosevelt glaubt, daß es nötig fei, in merksam jnachen. Er erwähnt z.B. auch Irland einen Konferenzsaal so hin-einzugehen wie in ein Ge- und bittet um die Erklärung, daß Deuffchland Ir- richt, teß bei Parteien in einem guten Glauben ein- land nicht angreife. Ick) habe nun soeben eine Rede treten unb davon ausgehen, daß taffächlich beiden des irischen Minifterpräsibenten be Dalera ge- Gerechtigkeit zuteil werden wirb. lesen, in ber dieser nun eigentümlicherweise im ©t=

Antw°rt-M. b» Bieter werden nie- Ä

rnals mehr in eine Konferenz hineingehen die für $ Ia'n'b vorwirst, daß Irland unter der forte sie ein Tribunal ist. Denn wer soll hier Richter em? senden Aggression dteses Staates zu leiden Es gibt vor einer Konferenz keinen Klager unb keinen aa

Richter, sonbern nur zwei Streitende. Und wenn nicht alIer Einsicht Roosevelts in die Nöte und die Vernunft der beiden Betroffenen einen Ausweg en ant>ercr. Staaten ist immerhin trotzdem an« Zum Ausgleich findet, bann werden sie sich 'memcks 'hmen, daß ber irische Präsident die Gefahren,

dem Richterspruch desinteressierter fren^er Gewalten 1'^ ' ßang bedrohen, doch wohl noch besser ausliefern. Im übrigen hat es ja gerate bu: anjeri« knncn mirb/ a[5 ber Präsident der Amerikanischen kanische Union abgelebt, sich in den Dotterbund zu Union Heiterkeit und stürmische Zustimmung.^ begeben und dort das Opfer eines Gerichtshofes zu Wenfalls ift Herrn Roosevelt ersichtlich die Tat- werden, ter mit derMehrheider entgangen, daß Palästina zur Zeit ja

Sage war gegen die Interessen einzelner zu ent-1 njd)t von deutschen Truppen, sondern von Eng- scheiden. Ich wurde daher dankbar fein, wenn Herr j^ern besetzt ist und mit brutalsten Gewaltmitteln Roosevelt erläutern wollte wie denn nun der n e ue Freiheit beschränkt und um seine Unab-

Gerichtshof der Welt beschaffen sein soll. Wer finb Gängigkeit gebracht wird und zugunsten jüdischer hier die Richter, und nach welchem Derfahren wer- » bie grausamsten Mißhandlungen er­

ben sie ausgesucht, und nach welcher Verantwortung duldet Die in diesem Lande lebenden Araber bürf» hanteln sie? Und vor allem, vor welche Derantwor- r qcgenüber Roosevelt daher sicher nicht über tung können sie gezogen werten-' | eim? klitsche Aggression beschwert haben, aber sie

beklagen sich in andauernden Appellen an die Welt­öffentlichkeit über die barbarischen Methoden, mit denen England dort ein seine Freiheit liebendes und nur seine Freiheit verteidigendes Volk nieder- , zuzwingen versucht. Auch dies wäre vielleicht ein Politik ber Regierungen abgegeben werten konnte. Problem, das man nach ber Auffassung des Herrn Wie kommt aber Präsident Roosevelt dazu, ge- P^velt am Konferenztisch würde losen müssen, rabe dem deutschen Staatsoberhaupt zuzumuten, I ^^r einem gerechten Richter also, und nicht durch ihm eine Erklärung abzugeben, ohne daß nicht auch brachiale Gewalt, durch militärische Mittel, durch die anderen Regierungen diese Erklärung ihrer Massen erschießungen, durch das Nie- Politik abzugeben eingeladen werten? Ich glaube Verbrennen von Dörfern, Sprengungen freilich, daß es nicht angängig ist, überhaupt eine DOn Häusern usw. Denn eines steht doch unzwei- solche Erklärung, irgendeinem fremden Staatsober- haß England in diesem Falle nicht m

Haupt abzugeben: sondern solche Erklärungen sollten I Abwehr eines drohenden arabischen Angriffs auf entsprechend den seinerzeitigen Forderungen des England handelt, sondern als von niemand gerufe- Präsidenten Wilson über die Abschassung ber neT' Eindringling in einem England nicht gehören- Geheimdiplomatie am besten vor ber gan= b(?n hinten Gebiet seine Gewalt au fristen will, zen Welt bekanntgegeben werden. Dazu war ich 1 roären "»ch eine Reihe ähnlicher Irrtümer des bisher nicht nur stets bereit, sondern das habe ich - - ...... " " ----- -------------

wie schon erwähnt nur zu oft getan. Leider sind gerade die wichtigsten Erklärungen über die Ziele und Absichten ber deutschen Politik m vielen soge­nannten demokratischen Staaten dank der Presse entweder den Völkern vorenthalten ober] verdreht worden. Wenn aber nun ber amerika­nische Präsident Roosevelt sich berufen glaubt, aus­gerechnet an Deuffchland oder an Italien eine solche Anforderung richten zu dürfen deshalb, weil Ame-^ rika soweit von Europa entfernt sei, dann würde, die die Entfernung Europas von Amerika die gleiche ist, mit demselben Recht auch von un erer Seite an ben Herrn Präsidenten ter amerikanischen Republik die Frage gerichtet werten können, welche Ziele benn die amerikanische Außenpolitik ihrerseits verfolge und welche Absichten denn dieser Politik zugrunde liegen, sagen wir z. B. den mittel- und südamerikamschen Staaten gegenüber.

Herr Roosevelt wirb sich in diesem Falle sicher­lich auf bie IHonroc-Doffrin berufen unb eine