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August unter Beteiligung zahlreicher führender tionen.

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i»t wurde, sank sehr schnell, und heute wird aus Schanghai gemeldet, daß er sozusagen wertlos ge­worden ist und die Kaufleute sich in dieSach­werte" flüchten, genau mie die deutschen Jnfla- lonsgeminnler der Jahre 1921/23. Das eng«

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englische Regierung nach aus England vorliegenden Meldungen bestrebt ist, den Wortlaut der offiziellen japanischen Erklärungen und den wahren Sachver­halt der Ereignisse zu verschleiern, um die

20 Jahre Gcapa Flow.

London, 25. Juli. (DRV. Funkspruch.)

24. Juli. (Ostasiendienst des ;en engli scheu Kreisen

Schanghai, 5 DNB.) In hiesim herrscht ft a r f es B

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Bedeutung der Tokioter Entscheidungen für Eng­lands Stellung im Fernen Osten zu verklei­nern. Chamberlains Erklärung, in Tientsin seien einige neue Zwischenfälle vorgekommen, entspreche, so heißt es in hiesigen englischen Kreisen, ebenso­wenig der Wahrheit, wie die Behauptung von Lord Halifax, daß der japanische Premier­minister generell die Unterdrückung der england- feindlichen Propaganda zugesagt habe, während Chamberlains Behauptung, die Tokioter Verein­barung bedeute keine Schwenkung in der Haltung der englischen Regierung gegenüber Tschungkin, des

Englands Unterwerfung in China

Dem britischen Löwen sind die Zähne stumpf geworden.

Schweres Unglück auf den Schienen.

Aut der Strecke AlbaumErndtebrück stieß ober­halb des Bahnhofs Albaum ein Gleiskraftwaaen des Reichsbahnbetriebsamtes Siegen mit einem Arbeits­zug zusammen. Don den vier Insassen des Kraft­wagens wurden drei getötet und einer schwer ver­letzt. Die Namen der Getöteten sind. Reichsbahnbe­triebsingenieur Könemann vom Betriebsamt Siegen, Kraftfahrer Flug (Siegen) und Ingenieur Korinten- berg aus Rheydt. Verletzt wurde der Reichsbahn- reserendar Boegershausen aus Siegen. Seine Ver­letzungen sind nicht lebensgefährlich. Die Ursache des Unglücks bedarf noch der Klärung.

Neuschnee im Juli.

In der letzten Nacht ist es in den Allgäuer Ber­gen zu Neuschnee gekommen, der bis auf 1600 Meter herab liegen blieb und die Berge in ein weißes Kleid gehüllt hat. Die Temperaturen sind auch im Tal stark zurückgegangen.

Wettschwimmen über die Ostsee.

Am Montag, um 23.15 Uhr, starteten in Gjudser (Dänemark) die Schwimmerinnen Ella Andersen, Bauer, Edith Frederiksen, Jenny Kam- mersgaard, Asta Winkler und die beiden Schwimmer Karl und Edmund Ohlsen zu einem Wettschwimmen über d i e Ostsee nach Warnemünde. Die Strecke ist 42 Kilometr lang. Dem Start wohnten etwa 1000 Menschen bei. Der Bür­germeister von Gjudser gab den Startschuß ab. Es herrschte leichter Südostwind, und die See war ruhig. Jeder Schwimmer wird von einem Boot begleitet. Man rechnet mit der Ankunft in Warnemünde frühe­stens am Dienstagabend.

Feuer auf einem deutschen Frachtdampfer.

Auf dem deutschen DampferWolfburg" wurde beim Löschen seiner Ladung in Antwerpen Feuer festgestellt. Weder der Mannschaft noch der Ant­werpener Feuerwehr gelang es bis jetzt, den Brand zu löschen. Man vermutet, daß sich die vorwiegend aus Baumwolle bestehende Ladung schon auf hoher See entzündet hat.

Eliskases wieder Schachmeister von Deutschland.

Im Turnier des Großdeutschen Schachbundes in Bad Oeynhausen wurde die letzte Runde ausgetra­gen; der Titelverteidiger Eliskases (Innsbruck) hatte einen so grüßen Vorsprung, daß er nicht mehr eingeholt werden konnte. Schlußstand: Eliskases 11, Lokvend 9, Gilg 8^, Köhler und Rellstab je 8, Engels, Heinicke, Keller und Richter je IV», Brück- mann, Eisinger, Kieninger und Müller je 7, Michel 6^, Dr. Lange 6 und Ernst 5 Punkte.

Deutsche Studenten in Spanien.

deutsche PanzerkreuzerD e r f f l i n g e r", der seit 20 Jahren auf dem Meeresboden bei Scapa Flow liegt, wurde am Montag gehoben. Seit 1919 hat ein englisches Derschrottungsunternehmen ins» aefamt 38 Schiffe von den 45 der versenkten deut­schen Flotte gehoben. Mit der Hebung desDerff- linger" werden die Arbeiten eingestellt.

Der Prado - das Museum spanischer Größe

Von unserem d.i.-Korrespondenien.

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war Triepolo. An der Wende vorn 18. zum 19. Jahrhundert aber kam unter Karl IV. mit Goya die große spanische Ueberlieferung wieder zum Durchbruch.

Wenn man unter der Kuppel der Rotunde des (Eingangs zum Vrado-Museum vor dem Bronze- stanobilo Karls V. (I.) von Leone Leoni steht, eröff­net sich durch die 120 Meter lange Hauptgalerie, deren Wände mit Werken spanischer Meister des 16. und 17. Jahrhunderts bedeckt sind, der Blick nach dem gegenüberliegenden Goya-Saal, durch dessen geöffnete Tür das bekannte Gruppenbild der Fa­milie Karls IV. zu erkennen ist. In den angrenzen­den Nebenräumen sind die zeitgenössischen italieni­schen und niederländischen Maler untergebracht. Ge- rade durch die zuvor erwähnte Neuordnung der Sammlung sind ihre kunsthistorischen Zusammen- Öe mit um so größerer Deutlichkeit zum Aus­gebracht worden. Man umfaßt als geschlossene Einheit den künstlerischen Nachlaß eines Zeitabschnit­tes, in dem Spanien zwar von dem Höhepunkt seiner einstigen weltbeherrschenden Macht allmählich herabgestiegen war, doch niemals das Bewußtsein einer großen Vergangenheit verloren hatte.

Fortschreitende Wirtschastsbelebung in Böhmen' und Mähren.

Prag, 24. Juli. (Europapreß.) Der Bankrat der Nationalbank für Böhmen und Mäh­ren hielt am Montag unter Vorsitz des Gouver­neurs Dr. Dvorak seine ordentliche Monats­sitzung ab. In dem Geschäftsbericht der National­bank über die Zeit vom 16. Juni bis 15. Juli heißt es u. a.:Die Aktivität des Wirtschafts­lebens schreitet trotz der Sommersaison, die sonst hemmend wirkt, vorwärts. Der Einlagenzugang hat sich gegenüber den vorhergehenden Monaten weiter gebessert. Die Beschäfttgung der Industrie

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Männer aus Kunst und Wissenschaft des neuen Spanien stattfindet. Mit dem Besuch der deutschen Delegation in Spanien wird eine Aussprache der maßgebenden beiderseitigen Referenten über die weitere deutsch-spanische studentische Zusammenarbeit verbunden fein.

Unwetter auf der Insel Fünen.

Die dänische Insel Fünen wurde am Freitag­nachmittag von einem Unwetter heimgesucht, wie es dort seit Jahrzehnten nicht erlebt wurde. Neun Bauernhöfe wurden vom Blitz getroffen und brann­ten bis auf die Grundmauern nieder. In eine Schule schlug der Blitz dreimal ein, zündete aber nicht. Das Unwetter wurde von einem heftigen Wolkenbruch begleitet, wodurch die Insel strecken­weise überschwemmt wurde.

FlorenzMailand in 115 Minuten.

Jlt einem Telegramm an den Duce stellt der ita­lienische Verkehrsminister fest, daß die bei der Probefahrt der vor ihrer Einführung stehenden Schnellzüge zwischen Florenz und Mailand erreichte Höchstgeschwindigkeit von 203 Kilometer einen ab­soluten Weltrekord für den Bahnverkehr dar- stollt. Die 315 Kilometer lange Strecke Florenz. Mailand wird von den neuen in Italien gebauten elektrischen Lokomotiven mit drei ineinandergehen­den Wagen in 115 Minuten zurückgelegt.

Der erzbischöfliche palaff in Toledo niedergebrannt.

Der Palast des Erzbischofs von Toledo ist in einer der letzten Nächte einem Brande zum Opfer gefallen. Der Palast, Sitz des Kardinalprimas von Spanien, liegt unmittelbar neben der Kathedrale von Toledo, doch konnte ein Uebergreifen der Flammen auf die Kathedrale vermieden werden. Kardinalerzbischof Goma leitete selbst die Rettungsarbeiten. Eine wertvolle Sammlung von Schriften und Dokumen­ten aus der Zeit der Gründung der spanischen Kirche konnte gerettet werden, dagegen ist die Vernichtung des Kapitelsaales zu beklagen. Die Untersuchung über die Ursache des Brandunglücks ergab bisher folgendes: Das Feuer brach gegen Mitternacht in einer Apotheke im unteren Geschoß des Palastes aus, wo chemische Produkte explodierten. Gegen 1 Uhr nachts drohten die Flammen auf die Kathedrale überzugreifen, die durch einen Laufgang mit dem erzbischöflichen Palast verbunden ist. Diese Brücke mußte zerstört werden, damit das Uebergreifen der Flammen verhindert werden konnte. Trotz der Be­mühungen der Feuerwehr wurde der Palast selbst jedoch restlos ein Opfer der Flammen. Der erzbischöfliche Palast stammt als dem 18. Jahr­hundert.

Negerin als Frauenrichterin in Neuyork.

Der jüdische Oberbürgermeister von Neuyork, ßaguarbia, vereidigte dieser Tage die erste Negerin als Frauenrichterin für Neu- york-Stadt. Sie ist eine Rechtsanwältin und spielte eine führende Rolle bei mehreren Negerorganisa-

Blockade der Chinaküste.

Den Engländern in China ist diese plötz- tche Wendung der Chamberlain-Politik gerade- iini unfaßbar. Das Aufgeben der englischen iiofition ohne Schwertstreich wird von ihnen gerade- ru als Schande, ja als Verrat aufgefaßt, wobei «an niemals vergessen darf, daß gerade dieselben rsirft einflußreichen Kreise China in den Weltkrieg irrten und gegen die Deutschen hetzten, obgleich ie Chinesen selbst anerkannten, daß sie von den deutschen im Gegensatz zu den Briten nur For- ?rung erfahren hatten. Aber diese Engländer, die wissen, daß in Ostosien nun der Japaner trium- ftiert, haben in einer Beziehung recht. Die brittsche *6feimatregierung und ihre Presse zeigten bis zuletzt tie Geste der Unenttvegtheit. Noch am 28. Juni 1939 agte Chamberlain im Unterhaus, die eng- sche Regierung verfolgedas Ziel, unter Auf- ^chterhaltung oer englischen Neutralität (!) der -ritischen Konzessionen die britische Autorität intakt |U halten", und die Besprechungen erstreckten sich 'Zunächst nur aus lokale Fragen" wie Tientsin. Achts davon war wahrhaftig, nichts ist- einge= roffen. Unb dieTimes", um nur ein Blatt aus ^m Chor der britischen Javanfeinde zu zitieren, 'ftrieb am Morgen des 28. Juni, die unmittelbare Gefahr eines Krieges in Fernost sei gering, denn hie langen japanischen Handelswege und Küsten tiien besonders verwundbar. Man solledie Ge­rald der britischen Oeffentlichkeit nicht erschöpfen". Lch, dem britischen Löwen sind die äh n e stumpf und altersschwach ge° norden. Vergeblich sucht die englische Presse, h efe Tatsache durch leere Worte und allerlei kühne Kombinationen über eine Wendung der weltpoli­tischen Lage zu verhüllen. E. S.

Chamberlain bagatellisiert.

London, 22. Juli. (DNB.) Im Unterhaus gi Chamberlain auf Anftage des Labourab- oi ordneten Gleicher eine Erklärung über die Lage ft Tientsin und den Stand der Verhandlungen m Smfio ab.

' Chamberlain erklärte, daß die allgemeine Lage V Tientsin unverändert sei. Zu Beginn tur Verhandlungen habe die japanische Regierung bs Ansicht zum Ausdruck gebracht, daß, wenn man ir der Behebung von Mißverständnissen unter Schaffung besserer Beziehungen Fortschritte machen BDÖte, es wesentlich sei, den Hintergrund zu erkew nrn, auf dem die Lage in Tientsin gesehen werden s-llte. Chamberlain erklärte, dies habe nichts mit dir britischen Chinapolitik zu tun, sondern s'i.eine Frage von Tatsachen. Feindseligkeiten tiürben in China in großem Umfange geführt. Die japanische Armee müsse für. ihre 2 gene Sicherheit und für die Aufrechterhal­tung der Ordnung in den besetzten Gebieten sorgen. Sie sei daher verpflichtet, so zu handeln, daß diesem Jt.el kein Schaden getan werde. Um den Weg für b2 Tientsin-Verhandlungen freizumachen, habe sich bi» britische Regierung mit der japanischen auf die bereits bekannte Formel geeinigt.

'.Der Labour-Abgeordnete Fletcher ersuchte bnauf den Premierminister, eine Versicherung zugeben, daß in den kommenden Verhandlungen

Die Qualitäts-Zahnpaste

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wirkt abends am besten

Chamberlain erwiderte, daß er diese Ver­sickerung abgeben könne. Die (Erörterungen hätten sich auf lokale Fraaen in Tientsin beschränkt.

Die Frage des Labour-Abgeordneten Hender­son, ob diese Konzessionen nicht tatsächlich die de facto = 2Inertennung der japani­schen Souveränität in den jetzt von der ja­panischen Armee kontrollierten chinesischen Gebie­ten bedeute, verneinte Chamberlain. Auf die Fragen, ob die Erklärung Chamberlains nicht be­deute, daß man definitiv für Japan Partei ergriffen habe und daß in der britischen Politik gegenüber China irgendein Wechsel eingetreten sei, antwortete Chamberlain mit einem Nein. Die Er­klärung bedeute keinerlei Wechsel in der britischen Politik China gegenüber.

Vesremden der China-Engländer.

Madrid, Juli 1939.

Eine der Ueberraschungen, die der Ausgang des spanischen Bürgerkrieges mit sich gebradjt hat, und zwar eine der erfreulichsten, ist es, daß das Ma­drider Prado-Mufeum wieder für den Be­such des Publikums geöffnet worden ist. Daß äußer­lich das Gebäude keinen Schaden durch Beschießungen oder Fliegerangriffe erlitten hatte, wußte man. Doch es war nicht bekannt, was aus den Bildern und sonstigen im Museum aufbewahrten Kunstgeaenstän- den geworden war. Man hatte erfahren, daß vieles in den Gewölben des Kellers in Sicherheit gebracht worden sei. Dock ein Teil der wertvollsten Gemälde war mit dem Wechsel des Sitzes der rot-republika- nifften Regierung von Madrid nach Valencia und von dort nach Barcelona verschleppt wor­den; ja sie waren sogar auf der Flucht nach Frankreich mitgenommen worden und schließ­lich i n Genf gelandet, wo sie unter den Schutz des Völkerbundes gestellt worden waren. Es war da­her eine Nachricht, die zunächst vielfach mit einem ungläubigen Lächeln hingenommen wurde, als am 4. Mai d. I. das in San Sebastian erscheinende halb­amtliche BlattEl Dario Vasco" versicherte, nach einer Erklärung des wieder in seine Funktionen eingesetzten früheren Subdirektors des Prado-Mu- seums, Sanchez C a n t o n , sei keines der nennens­werten Gemälde der Sammlung tatsächlich verloren gegangen. Zwar befänden sie sick noch nicht alle wieder in Madrid; doch man wisse fast von jedem einzelnen (bis auf ganz geringe Ausnahmen) sehr genau, wo es hingeraten fei, und könne sich dar­auf verlassen, daß, zumal die in Genf befindlichen Bilder, sämtlich an ihren Ursprungsort zurückkehren würden. Inzwischen ist auch bereits eine Sen­dung von annähernd 200 Gemälden aus Genf ein­getroffen, die zum größten Teil aus dem Prado stammen, und mit ihnen eine beträchtliche Zahl von Wandteppichen (insgesamt 14 000 Quadratmeter), die vielfach zu den reichen Sammlungen verschiede­ner Kathedralen gehören.

Von den 174 wildern ersten Ranges, die schließ­lich, im vollen Einverständnis mit der jetzigen spa­nischen Regierung, in Genf, in dem dortigen Musde dArt et dHistoire, a u s g e st e l l t wor­den sind, sind 151 aus dem Prado entführt wor­den; andere gehören zu den Beständen der Ma­drider Kunstakademie (Academia de San Fernando) und des Escorial. Ein verhältnismäßig wenig be­kanntes Meisterwerk des Greco befand sich in der Dorfkirche von Jllescas bei Madrid. Von den be­rühmtesten spanischen Malern sind Goya mit 38, Valazquez mit 34, El Greco mit 25, Ribera mit 5, Murillo mit 4 Bildern in Genf vertreten; ihnen reihen sich Zurbaran, Morales, Sanchez Coello, Pantoja de la Gruz an. Hierzu kommen von den großen Niederländern und Italienern: sieben van Dyck, neun Rubens, zwölf Tizian, sieben Tintoretto, sechs Raffael und endlich von der vlämischen Schule des 15. und 16. Jahrhunderts: Meister von Fle- malle, Memling, Bouts, Patinir, van der Weyden und' andere.

Inzwischen sind auf verschiedenen der freigeblie- benen Plätze Bilder aufgehängt worden, die in die Sammlungen des (Escorial oder in Provinzmuseen gehören und wertmäßig der ihnen erwiesenen Ehre würdig sind. Ganz spurlos ist allerdings die Ge­fahr, der das Museum ausaesetzt worden ist, doch nicht vorübergegangen, und hin und wieder entdeckt man Beschädigungen, bei denen sick) die Absichtlich­keit der Zerstörung deutlich erkennen laßt. So haben beispielsweise zwei große Gemälde von Goya stark gelitten, die Szenen der nationalen Volks­erhebung vom 2. Mai 1808 gegen die französische Invasion darstellen.

Die Vernichtung des Prado-Museums ober auch nur eine Zerstörung der in ihm vereinigten Kunst­schätze wäre nicht allein wegen des unschätzbaren Wertes dieser in vier Jahrhunderten entstandenen Sammlung ein nicht wieder gutzumachender Kul­turverlust gewesen. Es gibt wohl kein zweites Mu­seum, das tn dem Grade das künstlerische Denkmal einer ruhmreichen Vergangenheit geworden ist, wie gerade dieses. Das Museum enthält kaum ein ein­ziges Kunstwerk, bei dem nicht irgendeine geschicht- ; liche Beziehung zur Umgebung vorhanden wäre. : Es ist nicht herrenlos gewordener Kunstbesltz, der

einer augenblicklichen Laune ober Mode folgend zu­sammengekauft worden ist. Karl V. und fein Sohn und Nachfolger Philipp II., auf die der Grundstock des Museums zurückgeht, waren die mächtigsten Fürsten ihrer Zeit; doch sie waren auch kunstver­ständige und zahlungsfähige Auftraggeber, die im damaligen Europa nicht ihresgleichen fanden. Im nächsten Jahrhundert war Philipp der IV. nochmals ein Kunstmäzen großen Formats. Die Niederlande waren durch die burgundische Erbschaft spanischer Besitz; in Italien (sogar in Rom) war Spanien Trumpf. War es daher zu verwundern, wenn Ti­zian und später Rubens ihre Palette mit Vor­liebe in den Dienst des Königs von Spanien stell­ten? Die Kronen des Deutschen Reichs und Spa­niens waren zeitweise vereinigt. Albrecht Dürer ist also in der Madrider Gemäldegalerie fein Frem­der. Mit den Bourbonen kamen französische Künstler nach Spanien, die wir ebenfalls im Prado wiederfinden. Durch die Heirat Karls III. mit einer sächsischen Prinzessin wurde Raphael Mengs Hofmaler; sein erfolgreicher Konkurrent

entwickelte sich ständig aufwärts. Der Jnlandsabsatz ist lebhaft, und die Nachfrage übersteigt teilweise bas Angebot. Ausfuhraufträge laufen im ganzen befriedigend ein; lediglich in einigen Zweigen macht sich fremde Konkurrenz für billigere Angebote be­merkbar. Der Außenhandel im Monat Juni war tm Gesamtumfang etwas geringer als in den Vor­monaten, war jedoch wieder aktiv."

Kunst und Wissenschaft.

Goethe-Medaille für Professor Dr. Johannes Stark.

Der Führer hat dem früheren Präsidenten der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt, Professor Dr. Johannes Stark aus Anlaß seines Uebertritts in den Ruhestand die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Stark wurde am 15. April 1874 in Schirkenhof (Oberpfalz) gebo­ren, wurde 1909 Professor an der Technischen Hoch­schule Aachen, 1917 an der Universität Greifswald, 1920 in Würzburg und war später in der Industrie tätig. Er arbeitete über elektrische Entladungen in Gasen, entwickelte die Aufspaltung von Spektral- linien im elektrischen Felde (sog. Stark-Effekt) unb ben Doppler-Effekt bei Kanalstrahlen. Er schrieb u. a.Die Elektrizität in Gasen",Prinzipien ber Atomdynamik" undAenberungen ber Struktur und bes Spektrums chemischer Atome".

lonsgemtnnler der Jahre 1921/23. iische Spiel ist also verlor ordert Japan die Regelung des Tientsiner Kon- ikts nach seinen Wünschen, die Abberufung des

Titi f ft en Botschafters bei Tschiangkaischek, dir ieuorganifation der Fremden- d. h. hauptsächlich -nglifften Niederlassungen in Schanghai und ander- ii'ärts, die Einstellung der Waffenlieferungen an ftchungkina über die Burmastraße und schließlich Attische Zusammenarbeit mit der japanischen

nichts angenommen werden sollte, was darauf rechnet sein könnte, die chinesische Währung zu einträchtigen, ober was bie Rechte (Englanbs schränken könnte, China für irgendwelche Zwecke Kredite zu gewähren.

Auf (Einlabung des spanischen Erziehungsminl- fteriums entsendet die Reichsstudentenfuyrung ?0 Studenten und Studentinnen zum Ferienkursir Ausländer nach Santander, der vom 1. bis 31.

Beweises durch die Tatsachen bedürfe, be­vor sie von den China-Engländern geglaubt werde.

Starker Eindruck in Amerika.

Neuyork, 25. Juli (DNB Funkspruch). Die Neuyorker Zeitungen bringen die Anerkennung der Sonder st ellung Japans in China durch Großbritannien in ganz großer Auf. machung, Mehrspalttge Schlagzeilen, z. B.England gibt Japan in China nach", beweisen den sensatto- neUen Eindruck, den die Entwicklung der Tokioer Besprechungen in ben Vereinigten Staaten gemacht hat.

liüstungSbesprechungbeiChamberlain.

L o n do n , 24. Juli (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain hatte Montagvormittag eine etwa einstündige Unterrebung mit sämtlichen für Rüstungsfragen zustänbigen Ministern. An ber Sitzung nahmen teil: Verteidigungsminister Lord Chatfield, Munittonsminister Bürgin, ber Erste Lord ber Abmiralität Lord Stanhope, Luft- Minister Hore-Belisha. Außerbem nahmen ber Chef bes Reichsgeneralstabes, Gort, unb Luftmarschall Nevall an ben Besprechungen teil.

Neuer englischer Botschafter für Brüssel.

London, 24. Juli (Europapreß). Zum neuen englischen Botschafter in Brüssel ist ber bisherige stellvertretenbe Unterstaatssekretär im Außenministerium, Sir Lancelot Olyphant, ernannt worben. Sir Lancelot wird seinen Posten Ende bes Jahres antreten und gleichzeitig Ge- sanbter für Luxemburg sein. Der gegenwärtige eng­lische Botschafter in Brüssel, Sir Robert Clive, tritt wegen Erreichung ber Altersgrenze in den Ruhestand.

Der britiscke Botschafter in Tokio, C r a i g i e, der btglift nach Londoner Instruktionen arbeitet, hat m 23. Juli ein Memorandum unterschrieben, durch ws England sein Gesicht im Fernen )»sten endgültig verliert. Er hat alles an- rfannt, was Javan wollte, und was nicht nur die ritische Presse, sondern auch die Londoner Regie- nmg verwarfen. England änbert seine P o - liiti f in China. Es verzichtet auf die weitere .nterstützung Tschiangkaischeks, es anerkennt damit 'ne japanische Forderung nach einer grundsätzlichen Neuorientierung seiner Chinopolitik. Der japanische Ministerpräsident H i r a n u m a hat in einem Presse­mpfang ausdrücklich betont, das stolze Albion habe ich bereiterklärt,ber Regierung Lschiangkaischeks iftt mehr mit Krediten zu helfen, andernfalls solche -i-ilfe als feindliche Haltung gegen Japan angesehen vird". Er hat hmzugefügt, diese neue japanisch- iritische Vereinbarung sei ein großer Schlag für die yinesische Zentralregierung unb ein günstiges Zei­ten für die Beenbigung desZwischenfalles in ühina", der nach japanischer Auffassung ja kein Krieg in völkerrechtlichen Sinne sein soll.

lieber Tientsin selbst haben jetzt erst die Verhandlungen begonnen. Wichtiger war den Ja­panern, in der Generalfrage eine Unter­werfung Englands zu erreichen. Dafür alten sie seit Monaten gearbeitet. Sie hatten offen ausgesprochen, daß die Konzessionen, also )le händlerischen Privilegien der Engländer, fal­len müßten. Zunächst schien es, als ob England mb Frankreich, sowie bie USA. einen Widerstand :oenigfteris versuchen würben. Noch vor wenigen Lochen unterstützten bie einst wohlhabenden eng- fichen Niederlassungen samt der Heimatregierung aen Marschall Tschiangkaischek im Kampf gegen i,apan. Noch im April schossen bie Engländer der !ginesischen Regierung 126 Millionen RM. zur Un- -rstutzung ihrer Dollarwährung gegen die japa- Äsche Peanwährung vor. Die englischen unb französischen Banken in China waren die iilockadebrecher gegen den japani- ften Währungs- unb Wirtschafts- !n i e g, sie lehnten jede Zusammenarbeit mit ber :Dn ben Japanern gegründeten Federal-Reserve- !onk in Peiping ab unb schossen im Auftrage von jonbon mit silbernen Kugeln gegen ben japanisch- omesischen Dean. Aber burch ben Besitz bes Jangtse- ules war eine Hauptdomäne bes britischen Han- tzlseinflusses verloren worden. Die Engländer ftätzen selbst, daß sie in China für rund zehn Milliarden Pfund im Laufe ber Jahrzehnte noeftiert haben. Die Grundlage dieser aussaugen- «n Kapitalsherrschaft, ber politische (Ein- Huß, war durch das Vordringen der Japaner Breits gebrochen. Das letzte Mittel, ber Wäh- mngsfrieg, versagte ebenfalls. Der chinesische Na- :onalbollar, der noch 1938 mit 87 Pfennig beroer-