Einzelbild herunterladen

Nr. 4« Dorfes Pfaff

Tfestener Anzeiger (General-Anzeiger für Obecheffen)

25./26. Februar (939

Schulentlassene Lungen aufs Land!

Gute Aussichten für den Nachwuchs in der Landwirtschaft.

Der kleine Lehrling Hilst beim An[chirren eines Pferdes.

1

MM

Früher haf ganz allgemein die Ansicht bestanden die Arbeit auf dem Lande sei etwas Minder­wertiges, Zweitrangiges. Wer zum Bauern ging so meinte man damals, für den bliebe eigentlich' *o recht nichts anderes übrig, geistig reiche es gerade noch aus. Die neue Zeit hat mit diesem dummen Vorurteil gehörig aufgeräumt. Heute weiß jeder welche Bedeutung die Arbeit der Bauern und Land­wirte hat. Es weiß auch jeder, welche geistigen Voraussetzungen an den Leiter eines bäuerlichen oder landwirtschaftlichen Betriebes zu stellen sind, wenn der Betrieb wirtschaftlich gefühn werden soll.

Die frühere, falsche Ansicht harte auch zur Folge, daß sich nur in wenigen Fällen die Jugend, die nicht den Hof des Vaters übernehmen konnte, bei der Berufswahl mit den Möglichkeiten auseinander­setzte, in der Landwirtschaft als Angestellter eine Existenz zu finden. Man hatte eine schlechte Vor­stellung von der Landarbeit überhaupt- sie erschien nur als Wühlen im Dreck, sowohl der heißen Sonne, als auch den Unbilden des Winters schutzlos aus­gesetzt Nun. dstse Zeiten sind vorüber Heute ist

man wenigstens so aufgeschlossen, daß man sich darüber unterrichten will, wie es aus dem Lande wirklich ist. Da die Schulentlassungen vor der Türe stehen ist diese Frage gegenwärtig besonders zeit- 9cryp6 Wir wollen heute kurz zujammensassen, welche Aussichten für das berufliche Fortkommen m der Landwirtschaft bestehen.

Dor zwei Jahren, im Frühjahr 1937, wurde vom Reichsnährstand erstmalig die Landarbeits­lehre eingeführt. Am 1. Oktober folgte dann die endgültige Regelung der Landarbeitslehre und da­mit die Gleichstellung des Landarbeits-

Melken ist sehr wicyllg. oeoer Lreyrung mug es lernen. (Ausnahmen s5j: Landwirtschaftlicher Bilderdienst.)

b e r u f e s mit anderen Berufen durch eine voll­wertige Berufsausbildung. Während das erste Jahr erst rund 6000 Landarbeitslehrverträge brachte, waren es 1938 bereits rund 24 000 Jugend­liche, die in die Landarbeitslehre eintraten Auch diese Zahl ist längst nicht mehr ausreichend. Min­destens 150 000 Lehrverträge jährlich sind für das Altreich notwendig, um den Bedarf an geschulten Kräften in der Landwirtschaft laufend zu decken.

Die Ausbildung in der Landwirtschaft wird vom Reichsnährstand über­wacht. Er hat auch die Grundregel für die Aus­bildung in den prakti­schen Berufen der Land­wirtschaft" erlassen. Wer sich für die Landwirt­schaft bei der Berufswahl entscheidet, muß kernge­sund sein. Die jungen Leute sollen zu beruflich tüchtigen und charakter­festen Menschen erzogen werden. Mit der Ausbil­dung werden vom Reichs­nährstand nur Lehrher­ren betraut, die die Vor­aussetzungen erfüllen, den Lehrlingen in jeder Be­ziehung Lehrer zu sein. Es muß ein schriftlicher Lehrvertrag abgeschlossen werden.

Der Landarbeiter muß durch eine zweijäh­rige Landarbeits­lehre gehen. Sie ist die Grundlehre für alle land­

Abschluß der Lehre. Die Prüfungskommission ist da. Der Lehrling zeigt die sachgemäße Reinigung eines Pferdehufes.

V

Das Wöchen WO.

Nomon von Aolkher glocpffcr.

Soppright t>g <Tnrl Duncker Derlag, 3erHnW35

5. Fortsetzung. «Nachdruck verboten.» Tinser und der Kommerzienrat verbissen> das Lachen, auch der servierende Diener Fritz ver^a» die Lippen. Schließlich meinte flegemann. |ej kommen wir prima miteinander aus. mchwahr mein lieber Tinser? Und Arbeit muß ia [em, wae wäre denn sonst das Leben? rirMia

Er dachte fluchtig gu'es Paar die zweu ncht g zum Freude-dran-habeni Die Mucken von den sein Vater schreibt, treibe ich ihm schon aus. Df .n gestandeni er hatte diesen »ungen M->nn aus De t reich, den ihm da sein alter Freund Dn -r ch äte mit gelindem Mißtrauen empfangen. Der vaterttch Empfehlungsbrief enthielt nämlich die Wendung. Desidec kann, wenn er will ein best d> qel ein Aber leider, lieber Hegemann, muß ich °>r «ud) mitteilen, daß er faul iftun Uurn neigt. Ich habe die teste Zuversicht, daß du ihm diese Untugenden besser abgewahnen wirft i« benhocker, der mit einer anhänglich n MEN° uno MÄäXHe S S

durchgegeben und die Werkmeister und d e Avttt lunq-vorstände waren verantwortlich dchur MB diesem Griinhorn und «"^Z^ous-Dienen" schenkt wurde, was zum ri;,te ^ren über

gehört. Aber die einlaufenden ..alina Tinser alles Erwarten günstig. Der WerNaug g ' zeigte sich anstellig und gewissenhaft. Auch gewa er sich die Leute rasch zu Freunden.

tunbe"d) Kerm

nein leichtfertigen Wien Aber letzt leben w München, verstanden, lunger M°nnl Vielleicht t sch ihn später einmal m der Auslandsavteitung

brauchen; da sind so fixe, sprachgewandte Herren immer vonnöten. Inzwischen lädt man ihn einen über den anderen Tag zu Tisch, damit der Familien­anschluß nicht fehlt. Plötzlich fiel Hegemann Sees- ham ein.

Wenn ich euer Gespräch eine Sekunde unter­brechen darf lieber Tinser, ich weiß nicht, ob Maxie schon gesagt hat, daß wir nach Seesham gehen. Schließen Sie sich doch an. Ich würde mich freuen. Sie wollen einwenden daß Sie erst vierzehn Tage hier sind, nicht wahr? Das braucht Ihnen durchaus keine Gewissensbisse zu verursachen. Sie arbeiten hinterher dann um so leichter. Ich nehme an, daß Sie auch in derNeuen Post" wohnen werden. Es gibt übrigens nicht viel Auswahl in dem kleinen Ort. Das ist ein idyllischer Fleck, müssen Sie wissen, den unsere Fremdenindustrie gottlob noch nicht restlos überschwemmt hat. Abgemacht?"

Mit Vergnügen, Herr Hegemann. Ist es weit von hier?""

Ach gar nicht. Mit dem Auto ein bloßer Katzen­sprung. In den oberbayerischen Vorbergen. Schön, das wäre dann also erledigt Ich glaube, unsere Maxie freut sich am meisten, weil sie nun Gesell­schaft bekommt. Den Kaffee trinken wir drüben im Rauchzimmer. Entschuldige uns, Adele."

Das Rauchzimmer war eine ausgesprochene Männerangelegenheit. Hier endete Frau Adeles Herrschaft so gründlich, daß selbst das gelegentliche Aufräumen und Stöbern ein Munn besorgte, näm­lich der Diener Fritz Hier durfte man die Beine überkreuzen, so viel man Lust hatte, hier durfte man Löcher in den Teppich brennen und Asche ver­streuen, und hier konnten aufgeschlagene Bücher und zu Boden gefeuerte Zeitungen herumliegen Hier war ein wahres Sanssouci für Ehemänner, für scharfe Tarocks, für ungenierte Herrenabende. Daß Maxie, ein weibliches Wesen, heute mitkommen durfte, war eine hohe Auszeichnung für diesen 1 Maxie folgte den beiden Herren etwas benom­men, weil sie sich noch immer mit dieser ganz und gar außerplanmäßigen Einladung Tinsers nach Seesham herumschlug. Tinser mochte so nett sein wie immer, in Seesham störte er gründlich. Tinser hingegen dachte augenblicklich keineswegs an Sees­ham das ihm ein unklarer Begriff war, sondern an den zu Boden drückenden Ueberfluß in dieser Villa, die sich bescheiden Wohnhaus nannte und

wirtschaftlichen Berufe, wie Bauer, Landwirt und Landarbeiter, Win­zer. Melker. Schäfer, Ge> flügelzüchter, landwirt­schaftlicher Nechnungsfüh- rer usw lieber die Land­arbeitslehre kann auch der Dolksschüler zu dem verantwortlichen Berus des Landwirtes, Leiters eines landwirtschaftlichen Betriebes ufw. gelangen Neben der praktischen Arbeit ist die ländliche Berufsschule zu besuchen sofern diese in dem Kreise schon besteht. Daneben führt der Reichsnährstand eine zusätzliche Berufs­schulung durch. Nach Be­endigung der Lehrzeit wird die Landarbeitsprü­fung abgelegt, der junge Mann ist jetzt Landar­beitsgehilfe. Nach weiteren zwei Jahren Praxis, die möglichst in einem anderen Betriebe

fr»1

K M

>.

Beim Ausdnllen des Getreides. Der Lehrling (hinter der Maschine) hält die Drillschare sauber.

abzuleisten sind, kann bei der Kreisbauernschaft die Verleihung des Landarbeiterbriefes beantragt wer­den. Erst dann gilt der Gehilfe als vollwertiger, ge­lernter Landarbeiter und damit als erster Mitarbeiter des Bauern.

Wer Landwirt werden will, muß zunächst die gleiche Grundausbildung, also die zweijährige Landarbeitslehre durchmachen, sofern er nicht durch weitergehende Schulbildung (mindestens Mittelschule) und höheres Alter (16 Jahre) davon befreit ist. Daran schließt sich eine zweijährige Sonderlehre, die Landwirtschaftslehre, an. Während dieser Lehre wird neben der Fortbildung in der praktischen Arbeit bereits Wert auf das Vertrautwerden mit der Führung eines Betriebes gelegt. Im Winter kann eine Landwirtschaftliche Schule besucht werden, allerdings nicht, wenn eine Befreiung von der Land­arbeitslehre erfolgte, in diesem Falle ist der Schul­besuch erst nach Beendigung der Lehre möglich Auch während der Landwirtschaftslehre wird Lohn ge­zahlt, wie überhaupt ganz allgemein in der Land­wirtschaft die Zuzahlung eines Kost- oder Lehrgeldes nicht mehr erfolgen darf. Die Landwirtschaftslehre schließt mit der Landwirtschaftsprüfung ab. Der Lehrling ist dann Landwirtschaftsgehilfe. Weitere Erfahrungen müssen dann in den verschie­densten Betrieben und Gegenden des Reiches ge­sammelt werden, um später Stellungen als Be­triebsleiter übernehmen zu können. Wer höhere Ziele hat, kann die Höhere Landbauschule besuchen oder Landwirtschaft studieren und den Diplomland­wirt machen und zum Doktor der Landwirtschaft promovieren.

Die Lehre in der Landwirtschaft unterscheidet sich insofern wesentlich von der Lehre in der Industrie und den meisten Hand­werkszweigen, als der Lehrling dort nur eine Erziehungsbeihilfe erhält während der Landarbeits­lehrling vom ersten Tage an den Tariflohn eines Landarbei­ters bekommt, der zwar gebietlich verschieden ist, mindestens aber neben freier Verpflegung und Unterkunft monatlich 10 Mark beträgt. Außerdem wird er von Anfang an mit wirklich vollwertiger Arbeit beschäftigt. Das Ziel ist, daß künftig nur noch geprüfte Kräfte Zu­tritt zu den landwirtschaft­lichen Berufen haben. Die Landarbe itslehre ist der Weg der Jugend zum Neu- bauerntum, wie sie, ebenso wie der Landdienst der HI der Weckung des Siedlungswillens bet der

Jugend dient. Sie ist daher von größter Bedeutung, auch für die politische Zukunft unseres Volkes, die in einem starken Bauerntum und in einer mit dem Blick auf das Land gerichteten Jugend liegt

Neben der Ausbildung zum Landwirt gibt es eine ganze Anzahl von Spezialberufen So kann der Landarbeitsgehilse eine zweijährige Sonder- ausbildung zum Melker Schäfer, Schweinewärteroder Geflügelzüchter durchmachen. Nach Abschluß dieser Sonderlehren besucht der Melkerlehrling einen achtwöchigen Grundlehrgang an einer Viehpflege- und Melker­schule, der Schweinewärter einen ebensolchen an einer Lehr- und Versuchsanstalt für Schweinezucht. Aehnliche Ausbildungskurse finden für die anderen Berufe statt. Nach erfolgreichem Besuch wird die Gehilfenprüfung abgelegt. Weitere Jahre in der Praxis folgen. Daneben laufen theoretische Lehr­gänge. Nach mindestens sechsjähriger Gehilfenzeit, auf die Ardeits- und Wehrdienst voll angerechnet werden, kann die Meisterprüfung vor der Landesbauernschaft abgelegt werden.

Auch für den Landwirtschaftsgehilfen gibt es eine Reihe von Sonderberufen, die nach zusätzlicher Aus­bildung ergriffen werden können. So können die Absolventen der Höheren Landbauschulen Berufs­schullehrer werden, nachdem sie zwei Halb­jahre lang eine Hochschule für Lehrerbildung besucht und das 'Staatsexamen für das Lehramt an länd­lichen Berufsschulen abgelegt haben. Wer sich spe­ziell für Tierzuchtsragen interessiert, kann Milch- k o n t r o l l a s s i st e n t werden; es gibt weiter landwirtschaftliche Rechnungs- und Buchführer 'n den Großbetrieben, Saatzuchttechniker in den Saatzuchtwirtschaften, ferner noch Obstbaum-

Theorie ist nicht überflüssig! Hier wird das Skelett eines Schweines erläutert.

in Wirklichkeit ein Palast war. Kostbare Bilder an den Wänden, gefüllte Vitrinen, venezianische Lüster und Teppiche aus Persien und Umgebung Kreuzbirnbaum, mußten diese Leute Geld haben! Selbst in den Hintergründen dieser Villa, also im sogenanten Rauchzimmer, wo Frau Adele überhaupt nicht hinkam, herrschte noch ganz anständige Wohn­kultur. Wen diese Artemis Maxie bräutlich erkor, der war für sein ganzes Leben geborgen.

Hegemann bat, Platz zu nehmen, drückte Tinser in einen Chintzsessel von achtunggebietenden Aus­maßen, holte Schnäpse und Rauchzeug herbei und klingelte nach dem Mokka.

Macht es euch gemütlich, Kinder! Maxie, da ist deine Leibsorte. Wollen Sie eine Brasil, Tinser, oder ziehen Sie eine Zigarette vor? Machen Sie doch keine Umstände, wir sind ja nicht im Dienst. So, und nun laßt den guten Papa Hegemann mal erzählen, wie es damals in Rumänien war. Kennen <5ie die Geschichte schon, Tinser?"

Nein. Mein Vater ist mir gegenüber ziemlich verschlossen. Er hat mir nur mitgeteilt, daß er Sie vom Krieg her kennt."

Also dann hört zu. Ich lag damals es war im Jahre 1917 als Kavallerie-Oberleutnant in der Nähe von Focsani. Miserable Unterkünfte, faules Stroh, dito Trinkwasser, schmutzige Bevöl­kerung eben Balkan. Ihr könnt euch da wohl nicht recht hineindenken, ihr junges Gemüse. Eines Tages bricht Typhus aus. Flecktyphus, um es genau zu sagen. Wißt ihr, was das heißt? Also man bekommt da so rote Flecken am Körper, dazu Fieber, Delirien und andere Annehmlichkeiten Von fünf Leuten gehen zwei hinüber, manchmal auch mehr. Soll durch Läuse übertragen werden Von meiner Schwadron stak bereits die Hälfte im Laza­rett. Eines Tages packt es auch mich. Und wie packt es mich!

Tinser, geben Sie mir doch mal den Benediktiner herüber. So. danke. Abtransportiert in eine der Isolierbaracken Dauert eine Woche dauert zwei. Rings um mich, ich mar von meinen Leuten nur durch ein bißchen Zeltbahn getrennt, starben die armen Burschen wie die Fliegen. Es war stets das­selbe 160 Puls, Belag auf der Zunge, Flocken­greifen, Durst, die Lippen sprangen auf, und plötz­lich machte das Herz nicht mehr mit. Aus!

Maxie, habe die Güte und gib mir noch mal

Feuer. In der dritten Woche legten sich auch unsere beiden Aerzte hin, brave Kerls, und es kam ver­tretungsweise so ein österreichischer Stabsarzt an» getanzt: Friedensuniform, Lackstiefel, kurz, der rich­tige Mann aus dem Hinterland.Kinder", sagte der in seinem gemütlichen' Wiener Deutsch,man hak mich da oorgeschickt, und ich muß zugeben, das ist schon ein arger Saustall bei euch mit dem Typhus. Aber ich werd' euch schon durchbringen, so Gott will."

Nun müßt ihr Lämmer euch das mal klar­machen: da- ein Toter, dort einer, die Sanitäter zu wenig und selber matt wie die Herbstfliegen, die Medikamente aufgebraucht wir waren doch auf dem Vormarsch und alles nur behelfsmäßig. Unser guter StabsarztSo Gott will" geht unterdessen Tag und Nacht zwischen uns herum, tröstet, spritzt, hilft umbetten, und, wenn sie wieder einen hinaus­zutragen hatten, griff er selbst, ohne sich viel um Ansteckung zu kümmern, zu. Mit seinen seinen wei­ßen Händen und seiner freundlichen Bestimmtheit ist er uns wie ein leibhaftiger Engel vorgekommen, das sind keine Sprüche, und das ist die Wahrheit. In jeder freien Minute aber hat er hinterm Mikro­skop gesessen, Jagd auf Mikroben gemacht. Kulturen angelegt, Präparate gefertigt, alles wegen dieses verwünschten hantelförmigen Stäbchens, das wie ein kleiner Teufel in unseren Kranken wütete Erst viel später haben wir erfahren, daß er ein berühm­ter Bakteriologe ist und zur Erforschung des Fleck­typhus an die Front gesandt wurde. Ja, und Ehre, wem Ehre gebührt, eine große Zahl von uns hat er tatsächlich durchgekriegt, die ohne ihn vermutlich ins Gras gebissen hätten Ich selber war auch dar­unter. Und bann ist der Krieg halt zu Ende ge­gangen, wir sind heim, ich habe mich mit Brett­schneider und Gieseke wieder in die Fabrik gesetzt, die damals nur ein Drittel so groß war wie heute, und wenn ich heute noch da bin und für meine Familie und das große Ganze noch schaffen darf dann verdanke ich das jenem braven Stabsarzt, der den Namen Leopold Tinser führt.

So. Kinder, nun wißt ihr Bescheid, und es sieht Ihrem Bater ähnlich, daß er von dieser Geschichte keinen Ton geschnauft hat, lieber Tinser. Ihr Vater ist eben ein Mann, wie er fein soll, und ich hoffe stark, daß Sie nach ihm geraten. Alls das wollen wir trinken. Prost, Kinder."

(Fortsetzung folgt!)