Tas -er deutschen Hausmusik in Ziehen
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Stadttheater
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Fritz Knecht und
Frau Annelore, geb. Ilordhausen
Darmstadt (Wilhelm-Jäger- Straße 3), den 21. Nov. 1939.
Die Beisetzung findet am Freitag, dem 24. November, um 15 Uhr, in Langsdorf (Oberhessen) statt
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Die Anordnung hat einmal den Zweck, das hochwertige Fleisch, das zur Herstellung von Dauer» wurst, Schinken usw gebraucht wird, nicht länger dem Frischfleischmarkt zu entziehen, zum anderen aber eine soziale Bedeutung dadurch, daß die aufgeführten teueren Fleischwaren dem finanziell besser
Adolvb Lyncker
Bahnspedtteur
Gießen, Waldheim L Sa., Bamberg, Karlsruhe, den 23. November 1939. Die Trauerfeier fand in der Stille statt.
Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme und die trostreichen Worte des Herrn Ptarres herzlichen Dank.
Unser lieber Vater und Großvater
Jakob Bausch, Lehrer a. D. ist heute nach kurzem schweren Leiden im Alter von fast 77 Jahren sanft entschlafen.
Dr. Heinrich Bausch Ilse Bausch, geb. Horn Marlis und Werner.
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fahrbahnen von 1,50 Meter Breite, so daß künftig । der Radfahrer an dieser Verkehrskreuzung nichts । mehr auf dem Fahrdamm zu suchen hat. Die Bur- acrsteiae an den wichtigsten Straßenecken werden wesentlich verbreitert, und dadurch können auch die bisherigen Gasrohrgitter fortfallen. Ein 5 Meter breiter Bürgersteig kommt aus dem Hindenburg- wall, geht direkt an den Häusern Darrä und Tau- bert entlang und mündet wieder in den Horst- Wessel-Wall ein. Damit die Gießener weiterhin einen schattigen Uebergang vom Hindenburgwall m den Horst-Wessel-Wall haben, wird dieser Bürgersteig mit Linden bepflanzt. Die große Insel m der Mitte, die zur Zeit noch von der Straßenbahn durchquert' wird, solange diese nicht in eine Omnibus- linie verwandett ist, wird Grünanlage werden, damit kein Fußgänger in die Versuchung kommt über sie hinweg die Straßen zu kreuzen. Es besteht dann ür ihn die größere Gefahr, weil er bei jeder Fahrbahn zwei Fahrtrichtungen zu kreuzen hat. Die wenig glücklichen Erfahrungen, die bAer mit dem Anstreichen von Bordsteinen für die Dunkelheit gemacht worden sind, haben Veranlassung gegeben, hier von vornherein helle und dunkle Borbsteme wechseln zu lassen. Wenn also im nächsten Jahre durch den Fortfall der Straßenbahnlinie nach der Dolkshalle über den Horst-Wessel-Wall und den Hindenburgwall der Omnibusverkehr geht, so werden die neuen Straßenbreiten in der Lage sein, einwandfrei die Mehrbelastung aufzunehmen und der durch die Beseitigung der Torhäuser geschaffene freie Raum wird jedem fahrenden und gehenden Benutzer eine klare Verkehrsübersicht geben.
Die bisher in den Torhäuschen untergebrachten Räumlichkeiten werden wieder neu erstellt, allerdings nicht auf dem Platz selbst, sondern an der Seite neben dem Darröschen Geschäftshaus, wo die Stadt das große Gartenaelände gegenüber der Em- mündung der Bleichstraße erworben hat. In dem langgestreckten Bau sollen neben dem Reisebüro, das vorne im Rundbau seinen Hauptgeschaftsraum haben wird, noch untergebracht werden: eine Lesehalle und gleichzeitig damit die ofsentliche Bücherei, die bisher im Torhäuschen in der Neuen Baue untergebracht war; ferner eine Bedürfnisanlage und an- schließend eine Trafo- und eine Gleichrichterstatton. Etwas tiefer liegt davor der östliche Parkplatz, dem auf der Westseite eine Parkstraße entspricht, die vom Dolksbad her in den Horst-Wessel-Wall etn-
wuchs zu sorgen und den so zu bildern, daß einst das musikalische Erbe in würdige Hande kommt. Trotz dieser hohen Aufgabe ist o,6er gerade der Stand der Berufsmusiker nicht entfernt m dem Maße geachtet und geehrt, wie er. es verdiente. Die Kriegszeit gestattete leider nicht, den Avend so zu gestalten, wie vorgesehen war. Zwei Forderungen seien in der Musikerziehung zu erfüllen: 1. Sie muß ouf das Große gerichtet fein, denn die Großmeister unserer Kunst haben ihr den Ruf in aller Welt verschafft, auf den wir so stolz sind. Namen wie Bach und Beethoven bedeuten zugleich deutsche Musik. 2 Die Eltern dürfen aus falsch angebrachter Sparsamkeit sich nicht ihrer Erzieherpflicht entziehen, wenn es sich um die Musik handelt. Versäumte mufi- kali ehe Ausbildung eines begabten Kindes ist Sunde an der Nation. Bei der Wahl eines Instrumentes muß die Entscheidung ebenfalls durch den Gedanken an das Große ausschlaggebend sein. Violine, Klavier, Cello usw. stehen im Vordergrund, die sogenannten Dolksinstrumente sind für weniger Begabte am Platze. Mittelmäßigkeit ist zu bekämpfen nach des Führers Wort: „Was an mir liegt, um Verlogenheit und Mittelmäßigkeit ausmrotten. soll geschehen."
Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Dortrag begann ein feines Musizieren der großen und kleinen Leute. Die saubere technische Ausführung fand vollste Anerkennung und stellt^ zugleich den Gießener Musiklehrern das beste Zeugnis über ihre geleistete Arbeit aus. Solchen Lehrern und Lehrerinnen können die Eltern ihre Kinder ruhig anvertrauen. Die Folge enthielt Werke großer und kleiner Meister, je dem Ausbildungsstand der Schüler angepaßt. Doch sollte in Zukunft davon Abstand genommen werden, Werke zu großen Umfangs, als nicht ganz in den Rahmen eines solchen Abends paffend, in die Folge aufzunehmen. Die Buntheit läßt die für solche Stücke nötige Konzentration des Hörers nicht zu. Es war aber Bedacht genommen, daß alle Arten des häuslichen Musizierens fast ohne Ausnahme zu Worte kamen.
Die sehr stattliche Zuhörerschaft, unter der man erfreulich viel Jugend bemerken konnte, spendete den Darbietungen wohlberechtigten und ehrlichen Beifall, so daß zu erhoffen ist, daß der Zweck des Abends, der Musik neue Jünger zuzufuhren, erreicht worden ist. Heinrich Blaß.
Bekanntmachung.
Eine Maßnahme zur Sicherung der Frischsleiick- verforgung. — Dauerwurst, Schinken und Fleischkonserven werden nicht mehr hergestellL
Mit sofortiger Wirkung ist allen Fleischereien, Fleischwarenfabriken usw. innerhalb des gesamten Reichsgebiets die Herstellung von Rohwurst — mit Ausnahme frischer Streichmettwurst nach Braunschweiger Art — einschließlich gekochtem Schinken, jedoch mit Ausnahme von geräucherten Fetten und magerem Speck (Bauch- oder Rippenspeck), von Fleisch- und Fleischwaren in luftdicht abgeschloffenen Behältnissen und von Aufschnittwaren aus gekochtem und gebratenem Fleisch verboten > Ausgenommen von diesem Verbot sind lediglich Aufträge der Wehrmacht. Außerdem kann der Viehwirtschaftsverband Hessen-Nassau in ganz besonderen Fällen (z. B. für Heilbehandlung an Kranken) Ausnahmen zulassen.
Ebenso ist der verkauf dieser Waren an Wieder- Verkäufer, Ladenfleischereien, Gastwirtschaften usw. mit sofortiger Wirkung verboten. Die Herstellerbetriebe, die diese Waren bisher an r.werbliche Betriebe abgegeben haben, haben ihren noch vorhandenen Bestand unverzüglich dem Viehwirtschaftsoerband Hessen-Nassau unter Angabe der Art und Menge (Gewicht) schriftlich zu melden.
Der Verkauf der genannten Waren durch gewerbliche Betriebe an die Verbraucher ist nur bis zum 31.12.1939 gestattet; vom 1.1.1940 ab ist er oer- boten. Die gewerblichen Betriebe haben die am 1.1. 1940 noch vorhandenen Bestände an diesen Waren bis zum 5.1.1940 dem Diehwirtschaftsverband Hes
sen-Nassau, gleichfalls unter Angabe der Art und Menge, schriftlich zu melden. Die Verwertung der nicht verkauften Bestände erfolgt dann durch den Diehwirtschaftsverband. Verstöße gegen das Verbot der Herstellung dieser Waren werden nach den geltenden Bestimmungen bestraft. Die Herstellung und Abgabe von Koch-und Brühwurst, d. h. der meisten zur Zeit noch angebotenen Wurstsorten, wird durch! dieses Verbot nicht berührt.
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Unser Vaterland steht in einem ihm aufgezwun- : genen Krieg. Schon bald nach dessen Beginn er- . ließen das Reichspropagandaministerium und m Verbindung damit die Reichsmusikkammer Anord- ; nungen, daß das musikalische Geschehen in Deutschland nicht etwa aufzuhören habe, sondern doppelt eifrig weiterbetrieben werden müsse. Diese Anoro- nung hat ihren tiefen und wichtigen Sinn und Grund: In den Tagen großer Prüfungen und morgen ist es doppelt wichtig, der Seele das innere Gleichgewicht zu erhalten oder wiederzugeben. Nichts dürfte geeigneter sein, diesen Zweck zu erfüllen, als die große Trösterin Musik, die in grauen Tagen und Stunden vielen, vielen Menschen Balsam und Linderung gab, ihre Seelen wieder sich hoffend aufrichten und das Kostbarste finden ließ, was einem Menschen nur werden kann, den inneren Frieden. Tausend Beispiele beweisen das. Man denke nur an Luther, der in den großen Noten seines Lebens einen nie versagenden Trostquell m der Musik fand und der von ihr sagte: "Ich mochte meine geringe Mustca nicht um was Großes oa- hingeben." Das sehen wir bei dem großen Preu- benkönig Friedrich, der in den schweren Kampsjahren um die Größe und den Bestand seines Volkes stets seine geliebte Flöte mit sich führte, um in schweren Stunden durch sie Trost und neue Hoffnung zu gewinnen. , , . .. r
So ist es wohl am Platze, daß auch in diesem Jahre der Tag der Hausmusik wie üblich begangen wurde. Er hatte einen doppelten Zweck, erstens werbend für unsere schönste Kunst aufzutreten und dann auch auf diesem Gebiet der inneren Front zu zeigen, daß wir gesonnen find, unter allen Umstanden durchzuhalten, was auch kommen möge. Es war erfreulich, daß er mit einem Streichquartett von Mozart, gespielt von dem Schättlerquartett, eröffnet wurde. Bedeutet doch die Kammermustt und in Sonderheit das Streichquartett die Krone des häuslichen Musizierens.
Dann sprach Prof. Dr. Ternesvary über den Tag der Hausmusik. Er führte ungefähr folgendes aus: Der Tag ist ein Werbeabend, ja ein Notruf für eine Sache, die in Gefahr ist. Damit die Anteilnahme an der Musik nicht verloren geht und ihr immer wieder neue Anhänger zugefuhrt werden, deshalb wird in dieser Form geworben. Die Ausgestaltung und Ausführung ist in die würdigsten Hände, nämlich in die der Fachschaft der Musikerzieher gelegt. Dieser Vereinigung fällt die verantwortungsvolle Aufgabe zu, für den nötigen Nach-
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Am 22. November ist unser zweiter Iunge angekommen 3n dankbarer Freude
Freude macht.
Vornotizen.
Tageskalender für Donnerstag.
Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr: „Die Mutter".— Gloria-Palast (Seltersweg): „Premiere der Butter- fty". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Reise nach Tilsit".
Stadtthealer Gießen.
Am heutigen Donnerstag kommt als Vorverlegung her Fr-itug-Dorstellung bas schlesische Schauspiel Die Mutter" von Walter Stanietz zur Aufführung. Spielleitung: Hans Geißler. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr.
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Samstag, den 25. November. 20 Uhr, im Stadttheater „Gafparone , Operette von Millöcker.
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♦ Gießen, 23. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, Wirsing, 24 kg 7 bis 8 Rpf., 50 kg 6 RM., Weißkraut, % kg 5 bis 6 Rpf., 50 kg 4 RM., Rotkraut, % kg 7 bis 8 Rpf., 50 kg 7 RM., gelbe Ruben % kg 7 bis 8 Rpf., rote Rüben 9 bis 10, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 20 bis 45, Feldsalat, l/io 10 bis 15, Zwiebeln, kg 10, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Kürbis 6 bis 8, Aepfel 15 bis 25, Birnen 15 bis 20, Blumenkohl, das Stück 30 bis 55, Endivien 8 bis 10, Lauch 5 bis 12, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, das Bündel 10 Rpf., Kartoffeln, 50 kg 3,15 bis 3,45 RM.
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