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zu reinigen ist.

unverändert 123,25 und Reichsbahn^. mit verändert 122 waren nominell.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Abendbörse fa.sk ohne Geschäft.

Mt Ausnahme von Steuergutscheinen, von denen insbesondere Serie I verlangt blieben und weiter anstiegen aus 102,90 gegen 102,75 am Mittags- schluß, war die Abendbörse fast völlig geschäftslos. Am Aktienmarkt wichen die Kurse nur wenig ab. IG. Farben nicht ganz behauptet mit 150,13 (150,50), dagegen Verein. Stahl ebensoviel höher gefragt mit 99,50. Mäßig verändert waren ferner Buderus mit 90 (90,25), Bemberg mit 128,75 (129), Demag mit 138 (138,50), .Deutsche Erdöl mit 120,50 (120), Metallgesellschaft mit 112,75 (112,90) und AG. für Verkehr mit 107,50 (108). Von Renten

In Filmen und Lustspielen sieht man öfter vernünftige Väter, die schon am ersten Lebenstag ihres Sprößlings in den Spielwarenladen stürzen, um ein Schaukelpferd zu kaufen! Mütter lächeln und denken: na ja, was versteht schon ein Mann von Kinderspielzeug! Und dann heben sie Baby den heruntergefallenen Teddybären auf und legen ihn in

gingen außer den erwähnten Steuergutscheinen noch 4,50 v. j). Hessen Staatsanleihe von 28 mit 98,50, sechsprozentige Hess. Herkules-Obl. nach Pause mit unverändert 104,25 um. 6 v. H. IG. Farben mit

Aus der engeren Heimat.

Den Zechkumpan niedergestochen.

LDD Friedberg, 20.Juni. Nachts, gegen 1 Uhr, kam es an der Ecke Usagasse/Kaiserstr-ßs zu einer folgenschweren Messerstecherei Der Fried­berger Einwohner B. hatte in einer Wirtschaft beim Würfeln mit einem auswärtigen Volksgenossen Streit bekommen, der auf der Straße fortgesetzt wurde. An der Ecke der Kaiserstraße zog B. plötzlich das Messer und verletzte seinen Spielpartner durch einen Stich in die Seite derart schwer, daß dieser in bedenklichem Zustand ins Krankenhaus übergeführt werden mußte. Der Täter wurde in Haft' genommen.

Sechs Verletzte

bei einem Omnibusunfall.

LPD. Limburg, 20. Juni. Am Montagmorgen streifte auf der Hohe zwischen den Ortschaften Staffel und Görgeshausen am Elzter Wald ein Lastwagenzug beim Ueberholen einen Postomnibus und riß ihm die linke Seitenwand ab. Sechs In­sassen des Omnibusses wurden so schwer verletzt, daß sie in das Limburger Krankenhaus erngeliefert werden mußten. Vier von ihnen haben Verletzungen schwererer Art erlitten.

Landkreis Gießen.

'* Lollar, 20. Juni. Auf der Straße zwischen Lollar und Sichertshausen ereignete sich gestern nachmittag infolge der durch den Regen glatt ge­wordenen Straße ein Unfall. Ein Personenkraft, wagen geriet ins Rutschen, der Fahrer verlor die Herrschaft über den Wagen, das Fahrzeug über- schlug sich und landete im Straßengraben. Beide Jn- assen, ein Ehepaar aus Flensburg, erlitten bei dem Sturz Schnittwunden und mußten sich zur ersten Behandlung in die Chirurgische Klinik nach Gießen begeben. Sie konnten allerdings wieder entlassen werden. Der Wagen wurde erheblich beschädigt.

Kreis Büdingen.

Z Nidda/ 20. Juni. Als gestern der Auto- schlosser-Lehrling Robert Fey in dem Hofe der elterlichen Hofreäte im Nachbardorf Kohden an sei. nem fast neuen Motorrad hantierte, entstand daran, vermutlich durch Kurzschluß, eine kleine Flamme, die den Benzinbehälter zur Explosion zu bringen drohte. In unbegreiflicher Weise drehte Fey den Entleerungshahn auf, was eine riesige Flamme zur Folge hatte. Der Lehrling erlitt an beiden» Händen und Unterarmen schwere Brand­wunden, die nach Anlegung eines Notverbandes durch den Arzt eine Ueberführung des Verunglück­ten in das Krankenhaus notwendig machten. Das Motorrad wurde völlig vernichtet. Die vorsorglich alarmierte Ortsfeuerwehr brauchte nicht einzu­greifen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

G. V. in H. Der Eigentümer des Waldes sowie des in Frage stehenden Grundbesitzes ist berechtigt, sein Eigentum zur Sicherung eines ihm gewährten Darlehens zu verpfänden. Der Eigentümer ist auch berechtigt, ohne Einwilligung der Hypothekengläubi­ger schlagreife Bäume fällen zu lassen, insbesondere dann, wenn diese Bäume seit Jahren schlagreif sind

Pionier -es Großraumverkehrs.

OeutschlandführtimerdgebundenenDerkehrundinderEroberung des Lustraumes

Frankfurt a. M., 20. Juni. Die Frühobsternte macht sich^am O b st m a r k t in weiter erhöhten An­lieferungen an Erdbeeren, Kirschen und grünen Stachelbeeren bemerkbar. Das Geschäft verlief jedoch nur für Erdbeeren bei weiter zurückgesetzten Preisen gut, im übrigen war es schleppend. Aus dem Aus­land wurden Apfelsinen und Bananen ausreichend angeboten, jedoch nur noch wenig verlangt. Die Zu­fuhren an Aepfeln, Kirschen und Zitronen blieben gering.

Der Gemüsemarkt hatte weiterhin gutes An­gebot, lediglich Spinat, Spargel und Rhabarber reichten nicht völlig aus. Das Geschäft war meist schleppend und die Preise u. a. für Spargel weiter rückläufig. Sorte I kosteten 33 bis 34, II 29 bis 30, III 22 bis 23 und Suppenspargel (IV) 10 bis 11, was einem Abschlag bis zu 3 RM. je 50 kg ent­spricht. Vom Ausland lagen gebesserte Zufuhren an Bohnen und Kartoffeln vor, die sich gut absetzen ließen.

Frankfurter Tchlachlviehmarkt.

Frankfurt«. M., 20. Juni. Auftrieb: Käl­ber 810 (gegen 792 am 13. 6.), Hammel und Schafe 267 (155), Schweine 4154 (4265). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 63 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (35 bis 40). Lämmer al) 51 (). Hämmel bl) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 44 bis 48 (44 bis 48), c) 30 bis 40 (32 bis 41), d) 15 bis 16 (). Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 36 bis 39 (33 bis 39), c) 22 bis 32 (18 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel.

Spielen da find.

Richtiges Spielzeug, für das Baby das muß immer wieder verlangt werden. Besonders in der Zeit, in der das Kind zähnt, ist es wichtig, die Spielsachen so auszuwählen, daß sie das Kind un­bedenklich in den Mund stecken kann. Man muß sie immer waschen können, denn jedes Baby lutscht an seinen Sachen, und es ist ganz unmöglich, den hy­gienischen Forderungen der Kinderstube nachzu­kommen, wenn man Spielzeug verwendet, das nicht

mitteleuropäischen Raum isoliert zu werden und wirtschaftlich erheblich ins Hintertreffen zu geraten, müssen sie sich dem Derkehrslimensystem Deutjch- lands und Italiens anschließen. Es geht daraus hervor, in welchem Maße sich das Schwergewicht der Verkehrspolitik nach Mitteleuropa verlagert hat. Es bedarf auch keiner Frage, daß Entwicklungs- formen, wie sie jetzt auf dem Gebiete des erdgebun- denen Großraumverkehrs von Deutschland und Ita­lien begonnen sind, immer mehr als richtunggebend für die Lösung verkehrspolitischer Fragen von allen Kulturnationen der Erde empfunden werden.

Luftstraßen

über Kontinente und Ozeane.

Es ist interessant und für die deutsche Schaffens­kraft bezeichnend, daß Deutschland im Verhältnis zu seiner Größe auf allen drei Verkehrsgebieten m Führung blieb, daß es geistig-schöpferisch auf ver­kehrstechnischer Basis die bedeutendsten Erfindun- gen und in der Werkmannsarbeit die besten Erzeug­nisse lieferte. Wenn Deutschland in der Schiffahrt heute die unsinnige Steigerung der Einzeltonnage von Passagierdampfern nicht mitmacht und darum auch nicht mehr in den Wettbewerb um das blaue Band des Ozeans eintritt, so aus der Erwägung heraus, daß der Erfolg sowohl in materieller wie ideeller Hinsicht die zum Einsatz notwendigen Mit­tel nicht lohnt, zumal die Luftfahrt bezüglich der Schnell- und Fernbeförderung von Erdteil zu Erd­teil aussichtsreichere Perspektiven eröffnet. Trotzdem bleibt natürlich die Schiffahrt als Verkehrsmittel tn voller Bedeutung erhalten. Selbstverständlich wer­den bei der Kriegsmarine und ihrem Ausbau andere Maßstäbe angelegt, die hier nicht zur Diskussion stehen.

Die Autobahnen Grundbegriffe des Großraumverkehrs.

Die gesamte Arbeit der deutschen Verkehrswissen­schaft in ihren verschiedenen Abteilungen ist auf weite Sicht ausgerichtet. Wenn Deutschland als erstes Land der Erde ein Autobahn netz ent­stehen läßt, dessen Brauchbarkeit und Einsatzfähig­keit auf Hunderte von Jahren berechnet ist, so hat man hier bewußt dem Gedanken des Großraumver­kehrs als nächstem selbstverständlichen Zukunftsbe­griff Rechnung getragen. Man ist sich darüber klar, daß die Zeit kommen miri), in der die Intensivie­rung des Kraftwagen-Einsatzes und die erhöhten Ansprüche an Zeitersparnis Schnelligkeit und ent­sprechende Fahrbahnen voraussetzen. Die Autobah­nen, die heute von Deutschland und Italien gebaut werden und zunächst auf eine verkehrsmäßige Auf­lockerung und Schnellverbindung der Räume dieser beiden Nattonen abgestellt sind, wer­den in wenigen Jahrzehnten nicht mehr an den Grenzen halt machen, sondern eine sinnentsprechende Erweiterung finden. Wenn die angrenzenden Län­der nicht Gefahr laufen wollen, verkehrsmäßig vom

müßten wir ... Ach, reden wir nicht davon, preisen wir lieber die Unlogik unserer Mode, die uns auch für dieses Jahr wieder eine Fülle reizender Modelle beschert für Wasser, Strand und Sonnenbad im 20. Jahrhundert.

Umwälzende Neuheiten sind an sich nicht zu ver­zeichnen. Das ist kein Wunder, da schließlich auch die Parolen immer wieder die gleichen sind. Sie hei­ßen: Lufit Sonne, Wasser darum möglichst we­nig anhaben, damit der Körper möglichst viel davon bekommt. Daher erfreut sich der zweiteilige Badeanzug in diesem Sommer vielleicht noch größerer Beliebtheit, als bisher. Den modischen Richtlinien gemäß sieht man ihn häufig mit groß­blumigen Mustern und, eine praktische und hübsche Sache, mit einem durch Schmuckreißverschluß aus farbigem Galalith vorn geschlossenen Büstenhalter. Besonders schön für schlanke Frauen sind die neu­artigen, ganz gezogenen einteiligen Luft- und Bade­anzüge, dje aussehen, als ob sie aus lauter Rüschen gemacht seien. Sie bestehen aber lediglich aus Stoff Seide, Wolle o. a. und Gummifäden. Die Gum­mifäden bewirken, daß der Anzug ganz eng am Körper anliegt und die Figur ausgezeichnet model­liert. Es gibt diese Anzüge gemustert und einfar­big, sogar in den ganz neuen Modetönen flieder- und cyklamenfarbia. Charakteristisch für die Mode­linie ist auch bei den ganzen Anzügen die immer mehr in den Vordergrund tretende Modellierung der Büste, die entweder durch einen im Anzug einge­arbeiteten Büstenhalter entsteht oder durch über der Brust gekreuzte Bänder erreicht wird. Gelegentlich findet man auch am ganzen Badeanzug seitlichen Reißverschluß.

Am deutlichsten erkennbar sind die Modemerk­male dieses Jahr natürlich bei den S t r a n d - u n d Luftanzügen. Hier findet man oftmals weit­schwingende Faltenhöschen und auch als Neu­erscheinung immer wieder sehr anmutige, kurze Pluderhöschen, in der Form ähnlich wie bei Kin­derspielanzügen. Bevorzugte Materialien für die dreiteilige Kombination, Büstenhalter, Höschen und Mantel, sind Pikee und sehr wirkungsvoll be­druckte Schantung- oder Bastseiden. Als Muster werden vorwiegend Seetiere gewählt, Fische, Hum­mern, Seesterne usw. und Segelschiffchen, die gro­ßen und kleinen Blumen nicht zu vergessen. Neben der erwähnten dreiteiligen Form, die. entschieden vorherrscht, findet man auch sehr hübsche, jugend­liche Sonnenkleider, im Prinzeßstil, ans Bah­nen zusammengesetzt. Zu einem solchen Kleid, das durch gedrehte Achselbänder eine besondere Note be­kommt, kann man jede Art von Jäckchen trugen. Dann eignet es sich auch für die Straße. Gern gezeigt wird diesmal statt des Sttandmantels ein kurzes Bolero. Die Bademäntel, die neuerdings mehrfach tailliert gearbeitet werden, haben häufig Kapuzen, was bei der Beliebtheit dieser Kopfbedeckung nicht rou übernimmt.

Ein Bademantel, der in feiner Wirkung aus dem Rahmen fällt, besteht aus rosa Seinen mit braunem Frottefutter und großen, aufgesetzten Ta­schen.Angezogen" sieht ein dreiteiliger Strand - anzug aus, der aus einer Bluse, einem abknöpf­baren Rock und Faltenshorts aus schottisch gemuster­tem Waschstoff besteht. Ein sehr elegantes Strand- komplet stellt sich in einer Kombinatton aus mais- farbenem und lavendelblauem Pikee vor. Die Far­benzusammenstellung ist anspruchsvoll und verlangt eine große, schlanke und hübsche Trägerin. Auch weißer, buntbesttckter Pikee ist ein elegantes Mate­rial für einen Strandmantel. Dazu gehören dann die neuen, hochmodernen Strandsandalen mit Korksohlen, die farbig gut ab gestimmt sein müssen, und einer von den breitrandigen Chinesenhüten, mit bunten Bändern unter dem Kinn gehalten.

Gebt euern Kindern vernünftiges Spielzeug!

und die Abholzung den Regeln einer ordnungsge­mäßen Wirtschaft entspricht. Die gefällten Bäume werden van der Haftung frei, wenn sie von dem Grundstück entfernt werden, bevor sie zu Gunsten des Gläubigers in Beschlag genommen werden. Er- olgt die Veräußerung der gefällten Bäume vor der (Entfernung von dem Grundstück, so kann sich der Erwerber dem Gläubiger gegenüber nicht darauf be­rufen, daß er in Ansehung der Hypothek in gutem Glauben gewesen sei. Entfernt der Erwerber die Sache von dem Grundstück, so ist eine vor der Ent­fernung erfolgte Beschlagnahme ihm gegenüber nur wirksam, wenn er bei der Entfernung in Ansehung der Beschlagnahme nicht in gutem Glauben war. Falls der Eigentümer des Grundbesitzes entgegen Yen Regeln einer ordnungsmäßigen Wirtschaft Bäume schlägt und dadurch eine die Sicherung der Hypothek gefährdende Verschlechterung des Grund­stücks zu besorgen ist, so kann der Hypothekengläu­biger gegen die Eigentümer auf Unterlassung klagen. Sind die Erzeugnisse ober Bestandteile innerhalb der Grenzen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft getrennt worden, so erlischt ihre Haftung auch ohne Veräußerung, wenn sie vor der Beschlagnahme von dem Grundstück entfernt wurden, es sei denn, daß die Entfernung zu einem vorübergehenden Zweck

Gießener Schlachtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt Schlachtoiehverteilungsstelle in der Diehver- fteigerüngshalle Rhein-Main in Gießen wurden 4 Ochsen, 2 Bullen, 23 Kühe, 25 Färsen, 100 Kälber, 281 Schweine, 2 Schafe aufgetrieben. Preise: Ochsen 45 bis 45,5 Pfg., Bullen 43 bis 43,5 Pfg-, Kühe 17 bis 43,5 Pfg., Färsen 40 bis 44,5 Pfg., Kalber 43 bis 65 Pfg., Schafe 47 bis 50 Pfg. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 Kilogramm und mehr) 1,16 RM., bl (135 bis 149,5 Kilogramm) 1,14 RM., b2 (120 bis 134,5 Kilogramm) 1,12 RM., c (100 bis 119,5 Kilo­gramm) 1,04 RM., d bis f (unter 100 Kilogramm) 0,98 RM., gl (fette Spdcksauen) 1,14 RM., i (Alt­schneider) 1,12 RM., g2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,02 RM.

Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt, Kälber und Schaft ausverkauft.

Rhein-Mainische Börse.

Mttagsbörse Akiien vorwiegend schwächer.

Die außerordenttichen Fortschritte, die Deuffchland in jüngster Zeit auf verkehrs­technischem Gebiet zu Lande und m der Luft erreichen konnte, veranlassen uns, das Thema des Großraumverkehrs in feinem gegenwär­tigen Stand und in der nächstfolgenden Ent­wicklung zu behandeln.

Verkehrstechnik und Derkehrswirffchaft als kul­turelle Begriffe bestehen erst seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Sie erhietten ihren Auftrieb mit der Indienststellung der e r st e n Eisenbah­nen und der Erschließung und Annäherung von einander entfernten Landgebieten. Jrn Laufe des vorigen Jahrhunderts verringerten sich mit dem Fortschreiten der technischen Erkenntnisse, der er­höhten Geschwindigkeit und Sicherheit nicht nur die Vorstellungen über Entfernungen von Raum zu Raum, sondern auch die Dichte des Verkehrs­netzes nahm schnell zu. Nach einer anfänglich re- eroierten Haltung wurde Deutschland bald das Land Europas, das die beste eisenbahnverkehrsmäßige Aufteilung besaß. Der Eisenbahnverkehr and um oie Wende des Jahrhunderts seinen Part­ner in der Erfindung des Autos, doch erst nach dem Weltkriege trat der Kraftverkehr als wesent­licher Derkehrsfaktor in' Erscheinung. Inzwischen hatte sich ein neuer Derkehrsbegriff, die Luft- a h r t, hinzuaesellt, wobei nebenher die Schiff­ahrt als Verbindung zwischen Erdteilen und Ländern über die Meere bestehen blieb.

Frankfurt a. M., 20.Juni. Der weiterhin kleine Auftragseingang betraf am Aktienmarkt vorwiegend weitere mäßige Verkäufe, so daß sich infolge der geringen Unternehmungslust und dem­zufolge kleinen Umsätzen meist Rückgänge von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. einstellten. Verhält­nismäßig schwach lagen am Montanmarkt Verein. Stahl, die den Paristand um 0,90 v. H. unterschrit­ten; Buderus bröckelten auf 90,25 (90,75), Rhein­stahl auf 131,65 (132,50), ferner Laurahütte auf 13,13 (13,50) ab. Hoesch mit 108,40 und Mannes­mann mit 105 konnten sich voll behaupten. IG. Farben waren nach 0,75 v. H. niedrigerem Beginn auf 150,40 (150,25) erholt. Reichsbank blieben zu 185 unverändert. Sonst setzten schwächer ein: Aschaffenburger Zellstoff 89 (90,50), BMW. 133 (134), Adlerwerke 99,75 (100), AEG. 113,25 (113,50) und Bekula 159,50 (159,75), anderseits höher Ilse Genuß mit 129 (128,50) und Metallgesellschaft mit 112,90 (112,75).

Der Rentenmarkt blieb ruhig. Reichsalt­besitz 5 Pfennig höher mit 132. Im Verkehr von Bank zu Bank stiegen Steuergutscheine I weiter an auf 102,55 bis 102,75 (102,50). Serie II per Juni stellten sich auf 98,35, per Juli auf 98,32/2. Indu­strie-Obligattonen waren bei einigem Geschäft zum Teil 0,25 bis 0,50 v. H. höher, ferner.fliegen Deko- sama I auf 136,65 (136,25) und einzelne Liqui­dationspfandbriefe bis 0,13 v. H. Die übrigen Ren­ten waren still.

Der Freiverkehr war ohne Geschäft. Tagesgeld sehr leicht mit 2,25 (2,50) v. H.

Eine ähnlich revolutionierende Entwicklungsrich­tung ist in der Luftfahrt gegeben. Auch hier kann Deutschland auf eine Initiative zurückblicken, die es gegenüber anderen Nattonen mehr und mehr in Führung bringt. Diese Erfolge auf luftverkehrs- mäßigem Gebiet find um so erstaunlicher und be­deutender, als doch der Versailler Vertrag dem ohn­mächtigen Deutschland der ersten Nachkriegszeit auch auf handelswirtschaftlichem Gebiet Fesseln anlegte, die der damals gerade in Entwicklung befindlichen Luftfahrt fast jede Bewegungsfreiheit nahmen. Trotz­dem wußte sich deutsche Genialität durchzusetzen und unersetzlich zu machen. Wenn auch die damaligen liberalistischen Regierungen nichts taten, um die Gel­tung Deutschlands auf luftverkehrsmäßigem Gebiet in der Welt zu fördern, so hatten die Luftverkehrs­gesellschaften auf Grund der hervorragenden Neukonstruktionen deutscher Inge­nieure den Mut, ihr Leistungsvermögen heraus­zustellen und die Grundlage zur heutigen fliegeri­schen Bedeutung Großdeutschlands zu schaffen. Es entstand der regelmäßige Zeppelinverkehr, technische Wunderwerke von die Do. X kreuzten über den Ozean und begründeten die ersten Luftstraßen über Kontinente und Ozeane.

Blick in die nahe Zukunft.

Dieser Großraumverkehr in der Luft findet in Deutschland in den letzten Jahren jede Förderung. Der Vorrang, den Deutschland im Fl u gzeugbau heute gegenüber den übrigen Nattonen besitzt, ver­schafft die praktischen Unterlagen für einen Groß­raumverkehr zur Luft, der aus dem experimentellen Stadium heraus allmählich in eine feste Organisa­tion und unbedingte Wirtschaftlichkeit führt. Unwill­kürlich muß man jetzt an die Tatsache denken, daß eine Reihe Nationen in Europa und anderen Erd­teilen deutsche Flugzeugtype n auf ihren Fernstrecken eingesetzt haben. Dänemark fliegt die große J u 9 0 und den F ock e - W u! s s - C o nd o r. Die vielbewährte J u 5 2, die kürzlich noch einen Curopa-^lsien-Fernflug durchführte, ist eine der beliebtesten Maschinen im internationalen Verkehr, und sogar in Südafrika bewirbt man sich ernsthaft um die Neukonstruktionen von Focke-Wulff und Junkers. Selbstverständlich arbeitet Deutschland selbst praktisch an der Verwirklichung des Groß- raumluftdienstes. Neukonstruktionen wie die B V 2 2 2, die zur Zeit bei Blohm & Voß im Bau ist und im nächsten Jahr als Post-, Fracht- und Passa­gierflugzeug den Nordatlanttk im Schnellflug über­fliegen soll, sind richtunggebend für den Großraum- verkehr und seine Anforderungen. Diesen Erzeug­nissen deutscher Tatkraft und Initiative im Luftver­kehr werden sich auf die Dauer gewisse Nationen ebenso wenig verschließen können, wie man anderer­seits sich dem Reichsautobahnnetz international an­passen muß. So ist Deutschland taffächlich der Pio­nier im Großraumverkehr und der Bahnbrecher in der kulturtechnischen Entwicklung der Neuzeit. D. S.

erfolgt.

k. in HL Nach diesseitiger Auffassung sind Sie berechtigt, Ihre Wiesengrundstücke mit Stacheldraht einzuzäunen, falls hierdurch die Teilnehmer am öffentlichen Verkehr nicht gefährdet werden. Der Stacheldraht ist auf Ihrem Grundeigentum und in gehöriger (Entfernung von der Grundstücksgrenze dergestalt anzubringen, daß er an der Rückseite der zu errichtenden Pfosten entlang geführt wird. Die Polizeibehörde kann die (Entfernung des Stachel« drahtes begehren, falls das öffentliche Interesse dies erfordert. Eine Verpflichtung zum Schadenersatz für den Fall, daß sich jemand an dem ordnungsmäßig auf Ihrem Grundstück angebrachten Stacheldraht verletzt ober sonst Schaden haben sollte, besteht nicht» da der Schaden voraussichtlich überwiegend auf das eigene Verschulden des Passanten zurückzuführen sein dürfte.

Rundfunkprogramm

Donnerstag, 22. Juni.

5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: Morgenspruch. Nachrichten. Gymnastik. 6.30: FE' konzert. Es spielt das kleine Dresdner Orchester. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Froher Klang zur Werk­pause. Ohne Sorgen jeder Morgen. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Königsberg. 10- Schulfunk: Volksliedfingen. 11.40: Ruf ins Land. 12: Von München: Mittagskonzert des kleinen Rundfunkorchesters. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags- konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Auf gut Glück! .Im­provisiertes auf Schallplatte^. 14.45: Für unsere Kinder: Bastelstunde. Etwas für unsere kleinen Schwimmer. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Aus Arbeit und Beruf: 1. Aktuelle Nachrichten. 2. Die Frau un Handwerk. 3. Vom Vertrage. 18.30: In froher Runde % Stunde. (Jnduftrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Jnduftrie-Schallplatten uno Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten. 20.15: Uu|er singendes, klingendes Frankfurt. 22: Nachrichten- 22.15: Unsere Kolonien: Zum erstenmal im Amo quer durch Afrika. 22.30 bis 24: Volks- und Unter­haltungsmusik.

den Wagen.

Soll denn das Baby mit einem Plüschtter spielen, das schon so oft auf den Fußboden fiel? Es ist ja unmöglich, so ein Tier zu waschen, genau so un- < möglich wie dem Baby zu verbieten, sein Lieblings- spielzeug in den Mund zu stecken. Das Kleinkind < nimmt unwillkürlich alles in den Mund, angefangen - beim Beihring oder dem Deilchenwurz, den unver- , nünftige Mütter in den Wagen hängen, damit das Baby die Milchzähne durchbeißt. Aber alles, was in den Mund gesteckt wird, muß auch sauber sein vor allen Dingen das Kinderspielzeug! Nun sind wir in den letzten Jahren immer weiter gekommen inbezug auf die Hygiene in der Kinderstube, und der Teddybär aus Plüsch ist Gott sei Dank dem waschbaren Stofftier gewichen. Auch dieideale" Puppe, wie man sie sich für das kleine Kind wünscht, die Puppe, die weich und schmiegsam ist, die man immer wieder im Wasser säubern kann, ist in den Spielwarenhandlungen aufmarschiert. Es gibt aber immer noch Mütter, die ihren Kindern das falsche Spielzeug geben.

Vor allen Dingen müssen die Spielsachen dem kindlichen Geist angepaßt sein, dem Geist, und auch den Körperkräften. Wenn Baby mit einem Stoff­tier spielen soll, dann darf dieses Tier nicht die körperlichen Kräfte des Kindes übersteigen, ein Riesenbär ist nur eine Last, der Foxterrier in Naturgröße ist dem Kind unbequem!

Verletzungen an unsachgemäßem Spielzeug sind leider in der Kinderstube schon oft vorgekommen. Kinder, die in der Sandkiste spielten, haben die Blechformen mit dem scharfen Rand in den Mund gesteckt oder sich in den Fuß getreten.

Kleine Glaskugeln, Knöpfchen oder Tonmurmeln gehören nicht in ein Kinderzimmer, wo noch ein Kleinkind ist, das die Gegenstände in den Mund steckt. Jede Mutter muß deshalb besonders darauf achten, daß die größeren Geschwister den Kleineren nichts von ihrem Spielzeug in den Wagen legen. Auch sollen Kinder nicht mit Küchensachen herum­spielen! Ein Küchenmesser in der Kinderhand, eine Fleischhackmaschine usw. hat schon viel Tränen ver­ursacht. Unter Mutters Anleitung sollen die Kinder wohl' im Haushalt helfen, aber von Anfang an müssen sie wissen, daß Haushaltsgeräte nicht zum