Winghastes Allerlei mit vielen Mglichkeiten
Aus den Gießener Gerichtssälen
Aus der engeren Heimat
13500 Mark Steuerstrafe.
der
Gemarkung Schwanheim entzündeten einige Kinder beim Spiel mit Streichhölzern eine große Strohmiete, die etwa 8 0 bis 10 0 Zentner Stroh enthielt. Das trockene Stroh ging natürlich sofort in Flammen auf und verbrannte v o l l st ä n d i g , ehe Hilfe herbeigeholt werden konnte. Die Kinder ergriffen, als sie sahen, was sie angerichtet hatten, die Flucht. Sie wurden aber ermittelt und ihre Eltern zur Anzeige gebracht.
Landkreis Gieften
* Holzheim, 19. April. Die 48jährige Ehesrau Katharine des hiesigen Maurers Wächter wurde bei ihrer Arbeit von einer bösartigen Kuh angefallen und erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß sie sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte.
* Göbelnrod, 19. April. Durch einen Unfall bei der Arbeit zog sich der hiesige 50jährige Land
One Girafkammer Gießen.
Dei G. in Gründerg wurde beschuldigt, in den 3abrti934 bis 1938 mit anderen Männern Un- zuÄ trieben zu Haden. (Vergehen nach § 175 SM Der Angeklagte wurde zu einer G e ° sam' f ä n g n i s st r a f e von sieben Monat f abzüglich der Untersuchungshaft, verurteilt.
S' F- in Merkenfritz war beschuldigt, in den Wei 934 bis 1938 mit einem anderen Manne und Den Jahren 1937/38 mit einer m inderjäh- NM ännlichcn Person Unzucht getrieben zu habrröerdrechen und Vergehen nach § 174 Abs. I Al § 175 StGB.) Der Angeklagte wurde zu einer samtgefängnisstrafe von neun Ihren, abzüglich der Untersuchungshaft, ver- llteil
stattet ist.
Der Vertreter der Anklage beantragte, auf eine Gesamtgefängnisstrafe von ächt Monaten und Einziehung der verbotenen Schußwaffe zu erkennen.
Urteil: Der Angeklagte ist schuldig und wird zu einer Gesamtgefängnisstrafe von acht Monaten verurteilt. Die verbotene Schußwaffe wird eingezogen.
Gegen den Angeklagten wurde mit Rücksicht auf die Strafhöhe Haftbefehl erlassen.
Amtsgericht Gießen.
Der A. L. in Grünberg erhielt einen Strafbefehl über 60 Mark. Es wurde ihm zur Last gelegt, am 29. Juli 1938 in Oppenrod eine ältere Frau und deren Enkelkind, das die Frau auf dem Rücken trug, unter Außerachtlassung der ihm als Berufsfahrer obliegenden besonderen Sorgfaltspflicht verletzt, bzw. diesen gehörige Sachen beschädigt zu haben. Obwohl die Fahrbahn durch einen entgegenkommenden Personenkraftwagen verengt war, überholte der Mann die Frau, die vor ihm in gleicher Fahrtrichtung auf der äußersten rechten Straßenseite ging, anstatt anzuhalten und den Personenkraftwagen erst vorüberzulassen. Hierbei fuhr er die Frau und das Kind an, so daß diese zu Fall kamen und verletzt wurden. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. In der Hauptverhandlung konnte der Angeklagte nicht überführt werden und
Streichhölzer in Kinderhänden.
100 Zentner Stroh verbrannt.
LPD. Frankfurt a. M., 17. April. In
zerstreuen, da sie gegen Störungen aller Art sehr empfindlich sind.
Wolfgangstraße 11, wurde vom Finanz» Lw ankfurt-Ost wegen Umsatz-, Einkommen-, ertrafl= und Vermögenssteuerhinterzlehuna L elbftrafe von insgesamt 23500 Dar festgesetzt.
! Die vergrabenen Goldstücke
I M) armstadt, 18. April. Vor dem Bezirks- I^ericht stand der Jude Edmund Israel früher in Reichenbach, jetzt in Ober-Ram- Eobnbaft wegen D e v i s e n v e r g e b e n s. E? 'j>e batte in einer Blechschachtel 2-300 Mk. m U-Ld und 100 Mk. in Goldstücken vergraben. |Äa dadurch dem Reich das Gold, au dessen Lljr:ung er verpflichtet gewesen wäre. Der Jude liian Stelle einer Gefängnisstrafe von 100 Ta« kl 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Die tz^cke wurden eingezogen.
Mit der Motorspritze
gegen — Krähenschwärme.
0^ Lim bürg, 17. April. Die Anwendung von Ärihen gegen Schädlinge ist nichts Neues. Daß Kerbie9W o t or fpr i tz e gegen K r ä h e n ° ilirmc einsetzt, ist sicher noch nicht dagewesen. A^ahresfrist haben sich m Limburg auf den Uferbäumen der Lahn viele hundert Krähen
Mrkssthöffengericht Gießen.
|<in Rohrbach (Kreis Büdingen) war beschulet Winter 1937/38 unter Verletzung fremden M.is dem Wild nachgestellt, es gefangen, er- sich zugeeignet zu haben, und zwar in Mtkniännischer Weise; im August 1938 im Be- Ki Schußwaffe gewesen zu sein, die zum Zu- Wg-lappen, Zusammenschieben, Verkürzen oder eunigen Zerlegen über den für Jagd- und
<5pBr’erfen allgemein üblichen Umfang hinaus tyoiv geeignet war.
t einen Fuchs, den ein anderer in einem in einem Tellereisen mit Schlamm und M chmutzt gefunden und nahe an den Weg gckgtitte, in einen Sack oder Lumpen eingewickelt auf ■ nach Hause genommen, ohne ihn nachher >fr, ndigen Stelle abzuliefern. Er hat weiterhin i^o jufige, zusammenklappbare Schrotflinte, die raeugt'hatte, auf dem Speicher seines Hauses tL'd im Besitz gehabt. (Vergehen nach 8 2S2 . ....
<j.ib 2 StGB, und Vergehen gegen das Jagd- v urde m a n-g e l s Be w ei se s fr e i g e s p r o ch en.
M
l angesiedelt und Dutzende von Nestern errichtet. Die | umliegenden (Karteninhaber wurden durch die n >.7 r a n k f u r t a. M., 18. April. Gegen den Krähen schwer geschädigt. Nachdem nun Schießen Rudolf O st hus - Henrich in Frank- nichts half, versuchte man es mit der Motorspritze.
11 murho vom Finanz- Zlnfänglich wollte es nicht recht gehen, bis dann plötzlich ein Nest nach dem andern gesprengt wurde. Man hofft, daß sich die Krähen nun in die Umgegend
Gießen-Klein-Linden.
Lomstag hielt der Geflügelzuchtver- n - Li nd e n in seinem Vereinslokal Cafs Lutz r gut besuchte Mitgliederversammlung ab. • N'armi nahm die Berichterstattung an
^^^lSiacharuppe über die Berater- tah^ber ländlichen Geflügelhalter ein. Es wur- den lenzen 57 Geflügelhalter bei 237 Hofbesuchen Die Vorstands mitgli eher machten allein 29 ~c1.je mit Beratungen. Die Zahl der bei Mit- aliLSerund Nichtmitgliedern überwachten Tiere helamnch gnf 1232 Tiere. Die Gesamtzahl der bei deZ2 Mitgliedern des Vereins durch die letzte Mä°ing erfaßten Tiere beläuft sich auf 491 Wk14 Zwerghühner und 84 Tauben. Der Erfolg ^Beratungen war zufriedenstellend. Allent- Wn>urben Verbesserungen an der Fütterungs- w^e » Tiere angeregt und durchgeführt. Der Dewe'id wurde vielfach verbessert und insgesamt ^MAmbauten bzw. Neubauten vorgenommen. Der />in beschloß die Anschaffung einiger neuer Ausste^skäfige. Die Ausstellung für Den kom- mefweißinter soll am 14. Januar 1940 ab gehalten werder)er Vereinsführer warb dringend für die Kermo^ ber Tiere mit den vorgeschriebenen A« RiM'ohne die eine genaue Kontrolle in der Zucht |)t durchzuführen ist.
Bei dem Angeklagten wurden vorgefunden: vier Tellereisen, 3 Anker, ein 6-mm-Flobert, 2 Jagdgewehre, eine Kastenfalle und Munition.
Er bestritt die ihm zur Last gelegten strafbaren Handlungen und will die Schußwaffen nur zu Ziel- und Schießübungen benutzt haben. Durch die Beweisaufnahme wurde er aber schwer belastet. In der Verhandlung wurde festaestellt, daß der Besitz einer zusammenklappbaren Schrotflinte nicht ge-
Statt Fleisch lieber Fisch! Er ist schmackhaft, nahrhaft und vorteilhaft! Wenn auch im Augenblick die gemüseärmste Zeit ist, der Ausblick in die Zukunft, ist durchaus tröstlich, denn die linden Lüfte sind ja erwacht, und man darf getrost fingen: ,,... Nun, armes Herze, sei nicht bang, nun muß sich alles, alles wenden!" Jawohl, auch die Gemüseknappheit! Einstweilen wird aber die kluge Hausfrau das liebe Frühlingsgrün mehr als Beigabe und Ausgarnierung und in Form der so gesunden „grünen Soße" auf den häuslichen Tisch bringen.
Mangelt es uns noch an Gemüse, so haben wir einen wahren Reichtum an Zucker. Allen, die von dem Gerücht betört sind, der Zucker werde knapp, sei zur Beruhigung gesagt, sie können zum Malzkaffee, wenn es ihnen schmeckt, sechs Stücke Zucker für die Tasse nehmen!
Der Zucker kommt natürlich in erster Linie der Hausfrau zugute, denn es gibt hier abermals die Möglichkeit, nahrhafte und immer gern gegessene Gerichte auf den Tisch zu bringen, so z. B. „Süßer Quark", etwas, was die Kinder vor allem mögen, oder mit Milch, auch Trockenmilchpulver, einen der guten Puddinge aus deutschem Puddingmehl. Diese Gerichte helfen vorzüglich über die augenblickliche Eierverknappung hinweg.
NSC>[fern ist vorbei, und die Hausfrau weiß das @)emort zu würdiges, daß nichts schwerer zu ertrn ist, als eine Reihe festlicher Tage; denn da men meist an den Küchenzettel erhöhte An- forberien gestellt. Er wird zum Fahrplan der Magei^ben, und die Hausfrau soll den Küchenzettel z Spielplan der würzigen Einfälle machen, Weiier ©äüe aus dem Lohengrm „singt": „Atmeiu nicht mit mir die süßen Stifter , Zetzthren wir gern zu einem weniger um« ständlitz Küchenregiment zurück. Auf Festtagskuchen mrnbraten und Schokoladeneier gibt herzhafte suche Kost eine gesunde Reaktion. Darum wollener uns den Kartoffeln als Hauptgericht zukehvund uns der köstlichen Frtihlingskräuter wie Kll, Brunnenkresse und Sauerampfer zu- wenbelie herrliche grüne Suppen und im Falle ter Baenkresse Salate abgeben. Jetzt im Frühling j auch für die Mahlzeiten die Farben WnOeiß und sanftes Hellgelb, also Kräuter, Milch,sie und Kartoffeln zeitgemäß. Das Wort „Oem wird allerdings noch mit jedem Buch- ftabemß geschrieben und trägt, wie man in unserer gend sagt, noch „goldene Schwänzcher". Mr - Radieschen ergibt belebende Farbtupfen aus T- und Platten, sein Rot spielt nicht nur in diMjahrsmode, es verschönt auch den Küchenzettel.
* * Führer-Büsten werden ihrer Bestimmung übergeben. Aus Anlaß des morgigen 50. Geburtstages des Führers werden am heutigen Mittwoch (15 Uhr) im Schwurgerichtssaal des Landgerichtsgebäudes zwei Führer-Büsten, die aus Mitteln von Spenden der Gefolgschaft der beiden Gerichtsbehörden erworben werden konnten, in feierlicher Form ihrer Bestimmung übergeben.
* * Eine Zweiundachtzigjährige. Am morgigen Donnerstag, 20. April, kann Frau Elisabeth Keil, Wwe., geb. Kühn, Lindenplatz 7, in geistiger und körperlicher Frische ihren 82. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau nimmt noch regen Anteil an den Geschehnissen unserer Tage. Unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag.
* * Heute abend keine Vorstellung im S t a d 11 h e a t e r. Heute Abend sindet im Stadttheater wegen der Vorbereitungen für die Festlichkeiten zum Geburtstag des Führers keine Vorstellung statt.
* * Verkehrssünder. Die Polizei schritt in d?r Zeit vom 31. März bis 7. April ein: gegen Kraftfahrzeugführer mit 20 Anzeigen und 9 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeugführer mit 2 Anzeigen; gegen Raofahrer mit einer Anzeige und 16 gebührenpflichtigen Verwarnungen.
wirt Wilhelm Becker einen Bruch des linken Unterschenkels zu. Er wurde in die Klinik nach Gießen gebracht.
Gfs. Inheiden, 18. April. Das Deutsche Frauenwerk, Abt. Mütterdienst, hielt in Inheiden und Hungen einen Lehrgang über Er- ttehungsfragen ab. Die Schlußseier wurde gemeinsam im Saale von Raab in Inheiden abgehalten. Die Mitglieder der Ortsfrauenschasten Hungen und Trais-Horloff mit ihren Zellen nahmen daran teil. Ein lehrreicher Vortrag zur Stellungnahme der Frau im Dritten Reich war der fesselnde Mittelpunkt des Abends. Dann kam ein Film des Reichs- mütterdienstes zur Vorführung. Kleine Theaterstückchen, Gedichte und gemeinsam gesungene Lieder sorgten für den unterhaltenden Teil des Abends.
Nicht Holz, sondern Hecken!
Ndz. Die eisernen Gartenzäune, vor allem die ausgesprochenen Dorgartenzäune, werden in weitgehendem Umfange von Hausbesitzern und Grund- Mckseigentümern entfernt. Vielfach sind nun Schwierigkeiten entstanden bei der Neueinfriedigung der Grundstücke, auf die aus den verschiedensten Gründen nicht immer verzichtet werden kann. Es
zwar naheliegend, daß man in vielen Fällen Holz« xäune an die Stelle der entfernten Eisenzäune setzte.
Nun hat der Generalbevollmächtigte für die Regelung der Bauwirtschast, Dr. Todt, angeordnet, daß für im Zuge der Schrottgewinnung abgebrochene Eisenkonstrukttonen — d. h. glso vom Hausbesitzer aus gesehen vornehmlich für entfernte Eisenzäune, Eisentore u. ä. — keine Konstruktionen aus Nadelschnittholz als Ersatz verwendet werden dürfen, da das für Bauzwecke zur Verfügung stehende Nadelschnittholz außerordentlich knapp ist. Soweit also nicht Knüppelholz u. ä., sowie evtl, zur freien Verfügung stehende Schnitthölzer von Laubbäumen Verwendung sinden können, wird, worauf der Reichsbund der Haus- und Grundbesitzer hinweist, in erster Linie die Einfriedung der Grundstücke durch.Hecken in Frage kommen. Gerade die Heckenbepflanzung, die in manchen Gegenden Deutschlands seit je die allein übliche Grundstücksbegrenzung darstellt, ist auch geeignet, die Schönheit der Orts- und Städtebilder zu fördern und somit 3ur Verschönerung der äußeren Lebenseindrücke der deutschen Volksgenossen beizutragen.
SJL-'Spoit
Handball-Freundschastslampf GA. — Wehrmacht.
2. Komp. JR. 116 — SA.'Kampfspielgemeinschafl.
Arn heutigen Mittwochabend tragen die Mannschaften der 2. Kompanie des JR. 116 und der SA.- Kampfspielgemeinschaft der SA.-Standarte 116 ein Handballspiel auf dem Spielfeld in der Bergkaserne aus. Das Spiel dient, dem tieferen Sinn der Aufnahme der kameradschafttichen und sportlichen Verbundenheit zwischen SA. und Wehrmacht. Die SA.-Kampfspielgemeinschaft stützt sich auf folgende Mannschaft: Decker; Gebauer, Winter; Küche, Blankenburg, Pfeiffer; Vogt, Rausch, Rink, Bingel, Naab.
Die 2. Kompanie stellt folgende Elf: Sieler; Panz, Manderscheid; Hufmann, Pankok, Barke; Lippert, Hofmann, Dietzrnann, Rothe und Schüßler.
Handball um die Bannmeisterschast.
1900 Jugend — Tv. Holzheim 6:5 (3:2).
Einen interessanten und abwechslungsreichen Kampf gab es auf dem Sportplatz der Spvgg. 1900. Die L-Jugend-Mannschaft der Spvgg. 1900, reichlich verstärkt durch Spieler der ersten Jugend, empfing den Tv. Holzheim zur Vorentscheidung für den Sieger der Gruppe Gießen. Das Spiel wurde stets anständig unter abwechselnden Erfolgen durch- geführt. Beide Mannschaften waren sich in ihren Leistungen gleichwertig.
Gefolgschaft 34/116 — Gamboch 9:5.
Wie nicht anders zu erwarten war, blieb die Gefolgschaft 34/116 in diesem Spiel Sieger; ttotz- dem sit das Ergebnis für die in der Vorrunde gezeigten Leistungen mäßig ausgefallen. Das Spiel selbst diktierte jeweils die leichte Ueberfegenfyeit der Friedberger Jungen, die dann auch mit dem Endergebnis zahlenmäßig zum Ausdruck kam.
Das Spiel Pohl-Gons gegen Gefolgschaft 34/116 fiel aus.
Fußball im Tv. 1889 Kleiu-Liudeu.
Fußball: Ehringshausen Jgd. — Klein-Linden Jgd. 3:1 (0:0).
Ersatzgeschwächt mußte die Jugendmannschaft der Turner nach Ehringshausen bei Wetzlar und mußte dort die erwartete Niederlage hinnehmen. Nur der ganz erstklassigen Verteidigung sowie dem guten Mittelläufer war es zu verdanken, daß die Niederlage nicht noch höher ausfiel. In der ersten Halbzeit war das Spiel noch ziemlich ausgeglichen, aber nach der Pause drängten die Gastgeber unaufhörlich, und schließlich fielen kurz hintereinander zwei Tore für Ehringshausen. Eine Viertelstunde vor Schluß konnten die Gastgeber noch einmal einsenden, bis schließlich Klein-Linden den verdienten Chrentreffer erzielte.
Zwei deutsche Boxsieoe.
Beginn der Europameisterschaften der Amateurboxer.
In der neuen Boxhalle in Dublin herrschte am Dienstagabend, als die Europameisterschaften der Amateurboxer begannen, eine erwartungsfrohe Stimmung. 2500 Zuschauer bereiteten den Sportlern aus zwölf Nationen, die feierlich an den vier Ringseiten aufmarschierten, einen herzlichen Empfang. In würdiger Haltung hörten die Besucher die Hymnen der einzelnen Nationen, und dann begannen die Kämpfe, die bis zum kommenden Samstag Europas beste Amateurboxer ermitteln werden.
Für Deutschland war der Auftakt nicht gerade schlecht, wenn auch die Niederlage unseres Mittelgewichtlers Baumgarten gegen den Finnen Suhonen etwas überrascht. Dafür erkämpften aber der junge Kölner Nikolaus Obermauer gegen den Engländer Kirsch und unser Europameister Herbert Nürnberg gegen den Engländer Ga 11 ie für Deutschland feine Siege.
Schmeliug — Heuser am 2. Juli in Stuttgart.
Der Reichsfachamtsleiter für Boxsport im NSRL., Ministerialrat Dr. Metzner, hat die Verträge für einen Kampf des Doppel-Europameisters Adolf Heuser mit dem Deutschen Meister aller Klassen Max Schmeling genehmigt. Der Kampf wird am 2. Juli in der Stuttgarter Adolf-Hitler-Kampfbahn, die zu diesem Zweck auf ein Fassungsvermögen von 80 000 Zuschauern gebracht wird, über fünfzehn Runden stottfinden. Adolf Heuser setzt dabei seinen Titel als Schwergewichts-Europameister aufs Spiel.
Oer kleine Mercedes probte.
Das jüngste Kind der Untertürkheimer Renn- und Versuchsabteilung hat seine ersten Gehversuche unternommen und sich dabei hervorragend bewährt. Der kleine Mercedes, der Rennwagen der 1500-ccm- Klasse, der erst vor wenigen Wochen fertiggestellt wurde, hatte sein erstes Examen auf dem Hockenheimring zu bestehen. Diese badische Strecke wurde ausgewählt, weil sie von allen deutschen Bahnen dem Mellaha-Kurs am meisten ähnelt (Tripolis),
Die Gesunderhaltung unserer Jugeyd ist unsere wichtigste Aufgabe! Meldet der JISB. Freiplcihe für Kinderlandverschickung!
auf dem der 1,5-Liter am 7. Mai im Großen Preis auf afrikanischem Boden seine Feuerprobe bestehen soll. In aller- Heimlichkeit hatten sich Caracciola, Lang, von Brauchitsch und Seaman unter ße-Hung von Oeringenieur Neubauer nach Hockenheim begeben und dort unter Ausschluß der Oeffentlichkeit ihre Runden gedreht.
Strenger geheimgehalten als der wichtigste Geheimschriftenschlüssel werden die Notizen und Zahlen in Neubauers umfangreichem und schon reichlich abgegriffenem Taschenbuch. Auf einer seiner Seiten stehen die Rundenzeiten und die Durchschnittsgeschwindigkeiten. Ob sie über 200 km/st liegen? Vielleicht — vielleicht nicht ganz. Eines wurde aber doch mit zufriedenem Schmunzeln verraten: der kleine Mercedes lief prima!
3. W. Hangelt zurückgetrelen.
Olympia-Organisationskomitee ohne Vorsitzenden.
Der Vorsitzende des Organisationskomitees für die 12. Olympischen Spiele 1940 in Helsinki, Bank- direktor I. W. Rangell, ist von seinem Posten zurückgetreten. Gleichzeitig hat I. W. Rangell sein Amt als Vorsitzender des finnischen Turn- und Sport- verbandes, des Spitzenverbandes der sinnischen Körpererziehung, niet) er gelegt. Bankdirektor Ranaell faßte seinen Aussehen erregenden Beschluß in einer Sitzung des sinnischen Turn- und Sportverbandes, auf der die schon lange erstrebte Zusammenarbeit aller sinnischen Sportverbände herbeigeführt werden sollte. Der Turn« und Sportverband wollte die Vorschläge aus dem anderen Lager abgeändert wissen und war zu keiner Einigung bereit. Dagegen erklärte Bankdirektor Rangell, daß erst die Annahme der gemachten Vorschläge die reibungslose Durchführung der Olympischen Spiele sichere. Als anschließend die Abstimmung ein ablehnendes Ergebnis zeitigte, zog Bankdirettor Rangell die Folgen und gab seine Aemter zurück. Für die in vollem Gange befindlichen Arbeiten für die Welsipiele ist der Entschluß des Präsidenten ein schwerer Schlag. Es bleibt zu hoffen, daß die finnischen Sportverbände sich recht bald zu einer wirklichen praktischen Zusammenarbeit sinden und die schon weit gediehenen Vorbereitungen nicht gestört werden.
Meder acht Großkämpse!
Um die deutsche Fußballmeisterschaft.
Die Absage des Länderkampfes Frankreich gegen Deutschland ermöglicht auch am kommenden Sonntag ein volles Programm bei den Endrundenspielen um die deutsche Fußballmeisterschaft. Wiederum stehen 16 Gaumeister im Kampf, und nur die beiden „Ueberzähligen" in der unterteilten zweiten Gruppe sehen zu. Das sind diesmal der 1. FC. 05 Schweinfurt und Fortuna Düsseldorf. Obwohl die Vorrundenspiele noch nicht alle unter Dach und Fach gebracht worden sind, gibt es am kommenden Sonntag außer in der Gruppe 2 auch in der Gruppe 4 bereits die ersten Rückspiele. Der Kampfplan lautet für Sonntag wie folgt:
Gruppe 1.
Königsberg: Hindenburg Allenstein—Hamburger SV. Berlin: Blau-Weiß Berlin — VfL. Osnabrück
Gruppe 2a.
Köln: Spvgg. Sülz 07 — Viktoria Stolp (2:0) Gruppe 2b.
Warnsdorf: Warnsdorfer FK. —Dresdner SC. (1:3) Gruppe 3.
Mannheim: VfR. Mannheim — Admira Wien Stuttgart: Stuttgarter Kickers — Dessau 05
Gruppe 4.
Frankenthal: Worin. Worms — V.-R. Gleiwitz (3:5) Kassel: SC. 03 Kassel — FC. Schalke 04 (1:6)
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In der Gruppe 1 steht der Nordmarkmeister Hamburger SV. vor einem neuen Sieg. Offener ist Der Kampf im Olympia-Stadion, der zwei ziemlich gleichwertige Mannschaften als Gegner sieht. In Der Gruppe 2 a müßte Sülz 07 seinen Vorspielsieg über Den Pommernmeister wieDerholen können, und in der Gruppe 2 b ist mit einem neuen Erfolg des DresDner SC. zu rechnen. In Der sehr ausgeglichenen Gruppe 3 find auch Diesmal sichere Voraussagen nicht zu geben. Wenn der VfR. Mannheim die ADmira schlagen kann, Dann hat er alle Trümpfe in Der Hand. In Stuttgart Darf man Die Kickers nach hartem Kam«f aegen Den in Der Abwehr starken Mittemeister in Front erwarten. Schalke 04, Der Favorit Der Gruppe 4, wird auch beim Rückspiel Dem Hessenmeister Das Nachsehen geben, Dagegen müßte eine Wormatia in Der Form des letzten Sonntags Den Schlesien- meister bezwingen können und Damit die Vorspielniederlage wettmachen.


