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15./16.ZUNMY

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

|r. 163 Zweites Blatt

Wandern und Reisen Bäder und Sommerfrischen

Berge und Seen im Salzkammergut

Hallstatt am Hallstätter See.

St. Wolfgang am Wolfgangsee.

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Gmunden mit Schloß Ort.

fluteten Frühsommertag

AZeißenbach am Attersee mit dem Schafberg.

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Gebirgsketten rings um Ischl locken auch den Durchreisenden zum Verweilen. Von Ischl die Traun abwärts gelangt man auf inter­essanter Straße mit immer wieder wechselnden Aus­blicken auch die Bahn bietet die gleichen Bilder an den Traunsee. Er verdient wohl unter allen

Nun die Ernährung. Wer leistungsfähig fern will, vermeidet eine allzu reichliche Ernährung. Es ist nicht richtig, einordentliches" Frühstück vorzu- legen mit vollem Magen wandert es sich schlecht. Dagegen empfiehlt es sich, ein anregendes Getränk, Tee oder Kaffe, zu sich zu nehmen, und zwar möglichst heiß, dadurch schiebt man ein Durstgefühl weit hinaus. Ein bis zwei Tassen genügen, eine größere Flüssigkeitsmenge belästigt nur. Langst hat man auch eingesehen, daß zuviel schwerer und fetter

gedanken zutiefst verpflichtet fühlt. Auch das ist ein Erlebnis, das den Besuch der Ostmark und eines einer schönsten Teile, des Salzkammerguts, lohnt.

Fr. W. Lange.

Seen des Salzkammerguts die Krone. Erst von Gmunden aus, am Nordende des Sees, bietet er sich in seiner ganzen Schönheit, lieber das smaragdgrüne Wasser schweift der Blick auf das am jenseitigen Ufer sich imposant aufbauende Gebirge. Die schroffen Hänge des Traunsteins beherrschen den Vordergrund, weiter nach Süden dieSchla­fende Griechin", ein Berg, dessen bizarre Formen an eine antike Statue erinnern. Beides sind so recht

Prächtig sieht er aus! - Kennen Sie ihn? Der Eisvogel ist Mittelpunkt des neuen Tier-Romans:

der Nordspitze des Sees ist auch in modern ein­gerichteten Gaststätten für jede nur denkbare Be­quemlichkeit gesorgt. Kam­mer hat übrigens auch in der Zeit, da der National­sozialismus noch in er­bittertem Kampf gegen das Dollfuß- und Schusch­nigg-System in Oester­reich stand, eine beson­dere Nolle gespielt. Denn hier an dieser abgeschie­denen Bucht des Atter­sees haben damals mehr­fach Besprechungen der Führer des illegalen Kampfes stattgefunden. Nicht allzu häufig wer­den mir Besucher aus dem Altreich an diese furchtbare Leidenszeit der Ostmark erinnert, heute drängt das Glück, wieder mit dem Reich vereint,

zu sein, und die Freude, mitschaffen zu dürfen am großen Werk des Führers, alle bitteren Gedanken an eine schmerzerfüllte Ver­gangenheit zurück. Der Ostmärker steht, sich seines Wertes bewußt, mit beiden Beinen fest m der sich mächtig regenden Gegenwart und hat teil am frohen Schaffen des ganzen Volkes. Aber er vergißt dabei nie, daß ihm seine beste Kraft aus der Landschaft zuströmt, die in ihrem Wechsel von lieblicher Anmut und erhabener Größe ihn zu dem gemütvollen Men­schen gemacht hat, der mit allen Fasern seines Her­zens an der Heimat hängt und sich doch dem Reichs-

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die Gelegenheit hatten, von Gmunden aus auf manchen Fahrten die Schönheiten des Salz­kammerguts kennenzuler­nen, ein überraschend weiter und klarer Blick auf die waldbestandenen Hänge des Höllengebirges, einst bas bevorzugte Jagd­revier des alten Kaisers Franz Joseph, in dem heute dank sorgfältiger Hege das Gamswild so wenig scheu ist, daß wir einzelne Tiere mit blo­ßem Ange von der Seil­bahn aus ausmachen konnten. Ueber die grü­nen Wellen des Höllen­gebirges geht der Blick weiter zum Dachstein, dessen Schneedecke in der Abendsonne leuchtet, und ganz in der Ferne sehen wir deutlich einzelne Gipfel «der Zentralalpen.

Dem Dachstein näher kommt man auf der Fahrt zum Hallstät­ter See, von Bad Ischl das Trauntal aufwärts. Von Hallstatt führt der bequemste, wenn auch längste Anstieg über die Simony-Hiitte am Fluß des gewaltigen Gletschers zum Dachstein-Gipfel. Ist der Traunsee der schönste See des Salzkammerguts, so ist der Hallstätter See der großartigste. Sein ernstes, dunkles Wasser liegt im Schatten der Nordwände des gewalti­gen Dachsteinmassivs, und auf schmalem Saum dicht zwischen See und Gebirge gepreßt liegen die Häu­ser Hallstatts, dessen Ur­sprünge weit in die vor­geschichtliche Zeit zurück­

gastfreundliche Art des Ostmärkers mit offenen Armen empfangen und dafür sorgen, daß er Land und Leute des Salzkammerguts in ihrer Eigenart kennen, schätzen und lieben lernt.

Als Mittelpunkt des Salzkammerguts muß man wohl Bad Ischl bezeichnen, den berühm­ten Kurort, der mit seiner Sole namentlich Bronchialkranken Heilung bringt. Schattige Alleen längs der Traun und der großzügig angelegte und sorgsam gepflegte Schloß- park mit der Sommer­villa des allen Kaisers Franz Joseph und einem herrlichen Blick auf die

Bad Ischl an der Traun.

(Sämtliche Aufnahmen Landesfremdenverkehrsverband Oberdonau in Linz.)

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Hygiene beim Wandern.

Wer von feinen sommerlichen Wanderungen vollen Genuß haben will, tut gut, gewisse Forde« rungen der Hygiene zu beachten. Sowohl die Er­nährung wie die Körperpflege verlangen die Be­achtung bestimmter Forderungen, sollen wir uns auf längeren Wanderungen wohlfühlen und von der Anstrengung keine Schädigung davontragen.

In der Körperpflege stehen die Füße an erster Stelle. Kräftigung und Erfrischung zugleich bedeutet eine Einreibung der Füße und Gelenke mit Franzbranntwein vor Antritt der Wanderung. Das Waschen mit Wasser empfiehlt sich zu diesem Zeitpunkt weniger, weil es die Haut erweicht, wäh­rend die Abreibung mit Alkohol die Haut fester macht. Am Abend des Wandertages tut den er- mübeten Füßen ein lauwarmes Seifenbad sehr wohl, ebenso eine nachfolgende Behandlung der Füße mit Hautöl. Kräftige Strümpfe emp­fehlen sich mehr als dünne, weil sie den Fuß mehr schonen. Die Strümpfe soll man täglich waschen bzw. frische anziehen. Hat man aber trotz aller Vorsicht einmal über Blasen an den Füßen oder durchgelaufene Stellen zu klagen, lege man einen Rasttag ein, während dessen man die Füße mit Hirschtalg behandelt. Ein erhitztes Gesicht soll man nie mit kaltem Wasser und Seife behan­deln, die Haut wird dadurch spröde und rissig. Eine Einreibung mit etwas Kölnisch Wasser nimmt Schmutz und Schweiß besser weg. Mit Wasser wasche man sich später. Bei greller Sonne darf die Sonnenbrille nicht im Rucksack bleiben, eben- so achte man darauf, daß man sich ihr nicht barhäuptig aussetzt, auch ein Nackenschutz ist angezeigt.

reichen, denn schon 900 v. Ehr., als hier Illyrier siedelten, war SSallftatt schon ein wichtiger Han­delsplatz, an dem Nord und Süd Bernstein und Bronze tauschten und die Hallstatt-Leute das viel­begehrte Salz lieferten, das ja der ganzen Land­schaft den Namen gegeben hat, und dessen Gewin­nung im Bergbau auch heute noch einen wichtigen Erwerbszweig bildet. Die wertvollen Salzstätten waren ehemals Kammer­güter der Fürsten, der Name Salzkammergut deutet noch darauf hin.

Von Bad Ischl west­wärts fährt man durch behäbig^ breit sich deh­nende Wiesentäler zum

Die Geschichte eines Eisvogels von Kurt Knaak

157 Seiten mit 12 künstlerischen Text- zeichnungcn von Erich Schröder, Berlin. Leinenband mit mehrfarb. q

Schuhumschlag . JiJJL

Nur wenigen Naturfreunden ist es ver­gönnt, den Eisvogel - diesen prächtigen, gefiederten Fischer in der Natur zu beobachten. Der Verfasser hat ihn in seinem Daseinskampf, bei der Ftschiagd, im Spiel triebhaften Lebens und bei der Aufzucht der Jungen belauscht und läßt uns in unterhaltsamer und anschaulicher Sprache dieses ganzen bunten Vogel- lebens teilhaftig werden.

Iu beziehen durch jede Buchhandlung.

Hugo Berinühler Verlag

Berlin-Lichterfelde

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St.-Wolfgang-See, an dessen lieblichem Ufer ganz in Grün ge- bettet der Markt St. Wolfgang liegt, der durch dasWeiße Rößl" Weltberühmtheit erlangt hat. Aber auch ohne diese lebende Theaterkulisse, die immer noch Hauptanziehungspunkt der Fremden ist, bietet St. Wolfgang des Reizvollen genug. Das Kirchlein, dicht am Wasser, dessen Gründungslegende Moritz von Schwind in einer feinen kleinen Zeich­nung festgehalten hat, birgt einen kostbaren Schatz, einen Hochaltar von der Hand des großen Tiroler Bildschnitzers und Malers Michael Pacher. Emen hübschen Blick hat man von der im Schatten schöner Kastanien liegenden Uferpromenade auf den See und die jenseitigen sanft ansteigenden grünen Hänge, an denen wir dann weiter entlangfahren nach St. Gil - qen am Nordwestende des Sees, von wo man einen schönen Blick auf den Schafberg hat, dessen mächtiger Kegel sich wie ein riesiger Block mitten aus der Seenplatte erhebt. Ein Gang auf den Gipfel ist mühelos und lohnend nicht nur wegen der herrlichen Aussicht, über die drei Seen weit ins Land hinein bis zu den Zentralalpen, eine Zahnrad­bahn erleichtert ganz Bequemen den Aufstieg. Von St. Gilgen führt unsere Straße in mächtigen Kehren zum Mondsee, dessen Pfahlbauten der Kultur des dritten und zweiten Jahrtausends v. Ehr. den Namen gegeben haben. Der Mondsee, von dessen Nordufer man einen imponierenden Blick auf die schroff her- niederstürzende Nordwand des Schafbergs hat, reicht schon wie auch der A 11 e r s e e , den wir nach kurzer Fahrt erreichen, in die anmutige Wiesenland­schaft, die, von einzelnen immer noch bis auf tausend Meter ansteigenden Höhen unterbrochen, sich nach Norden zur Donau hinzieht Der Attersee ist zwar nicht so pittoresk wie seine Geschwister, aber die weite Fläche seines Wassers, die schon den Vergleich mit norddeutschen Verhältnissen aushält, lockt vor allem den Wassersportler zum Schwimmen Pad­deln und Segeln, und wer einen ruhigen Winkel sucht ohne Betrieb und abseits des großen Fremden­stroms, findet an den langgestreckten Ufern des 9rttrrfpp<; leicht das Gewünschte. In Kammer an

die Wahrzeichen Gmundens und des Traunsees, Gmunden selvst bietet mit seiner schönen Ufer­esplanade, seinem schönen Strandbad, seinen ge­pflegten Gasthöfen dem Fremden jeden Komfort. Das schlichte Schloß Ort, von einer baumbestan­denen Halbinsel aus in den See hinausgebaut,^war einst Eigentum des auf einer Segelfahrt nach Süd­amerika auf sonderbare Art verschollenen Erherzogs Johann. Herrlich ist eine Fahrt über den See an dem überaus reizend auf einer Landzunge gele­genen Traunkirchen vorbei nach E b e n f e e, von wo man den Feuerkogl besteigt. Beque­mere bringt eine Seilschwebebahn in knapp einer Viertelstunde zum 1600 Meter hohen Sattel, wo gut eingerichtete Gasthöfe auch zu längerem Bleiben einladen. Hier soll ein ideales Schigelände besonders für weniger Geübte sein. An einem sonnendurch­bot sich uns Journalisten,

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Weltberühmt, 1. Juli bis 6. August

Don Gil mit den grünen Hosen, spanisch. Lustspiel von Tirso de Molina Der Flurschtttz von Wakefield, Uraufführ. Volkskomödie v. H. W. Hillers Ein Sommernachtstraum, Lustspiel von Shakespeare

Romeo und Julia, Tragödie von Shakespeare 4556D

Prospekte u. Spielplan durch Reise u. Verkehrsbüros u. d. Stadtverkehrsamt Marburg Lauterbach (Oberhessen), das idyllische Landstädtchen im lieblichen Tal der Lauter, am Hang des Vogelsberges, umgeben von weiten, stillen Buchen- und Tannenwäldern und von sanften Höhenzügen. Sommerfrische. Malerisches Alt-Lauterbach, Heimat­museum Großer Stadtvart <30 Morgen). Mod. Zrenchwimmbad. Grünberg. Die Sommerfrische an Wald und Wasser, malerisch am Fuße des Vogelsberges gelegen. Herrliche Spaziergänge in den Tälern, in prächtigen Tannen- und Laubwäldern, Ausflüge nach dem hoben Vogelsberg. Eisenbahnknotenpunkt. Gute Gaststatten. Großes Waldschwimmbad. Prospekt durch die Stadtverwaltung.

>di der Natur begna- )ei en Alpenländer aus )er scher Erde. Hier ver­nieten sich eine gewaltige Vi'rrgslandschaft mit der Liblichkeit zahlreicher Al- pejeen und der Anmut zr ner Wiesentäler zu Ein­ritten von großem Reiz, Mclfein noch so flüchtiger öc.icher so bald wieder ier;effen wird. Gerade lief Mannigfaltigkeit der Lmdschaft bringt es mit sich, daß hier die ver- |d)i denartigsten Interessen auf ihre Rechnung form Hin. Dem Hochtouristen bietet das gewaltige Massiv

Dachsteins im Süden lohnende Aufgaben, auch im Höllengebirge zwischen Atter- uunb Traunsee und im loten Gebirge nord- t von Aussee findet der Alpinist Bergtouren nach item Belieben, wobei dies Gebiet den Vorteil i noch keineswegs überlaufen - zu fein. Der ißferfport jeder Art findet hier ein geradezu M les Feld, selbst zum Segeln ladet die meite; 1; über 23 Kilometer hinstreckende Fläche des krrsees ein. Und der nur seine Erholung suchende essende findet vom eleganten Kurort bis zum

In chigen Fischernest, einjamen Berggasthof ober liilaert Bauerngehöft jede ihm zusagende Unterkunft oo z nach seinem Geschmack und der Größe seines 6,'dbeutels. Ueberall wird ihn bie liebenswürbige.

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Der Reisende aus dem Altreich war bislang lUu oft geneigt, feine Fühler nicht über Tirol und Lczburg hinaus weiter nach Osten hin auszu- strcken. Für diese Selbstbeschränkung liegt heute (Cj Grund mehr vor, denn die günstigen Tarife dei Reichsbahn, die ja gerade weite Strecken be- jorners verbilligen, gelten natürlich für das ganze Sk ief des Grotzdeutfchen Reiches, und dem Auto- \Qt er stehen auch in der weiteren Ostmark durch- nc. gute und touristisch zum Teil hochinteressante Ztnßen zur Verfügung, wenn auch die Reichs- M bahnen natürlich erst im Bau begriffen sind. $o Passau, das mit seinem eigenartig südlichen shirakter, den schönen Brunnen, Kirchen und Pa- rsterhäusern in pracht- wirr Lage am Zusam- nc' fluß von Donau, tfu und Jlz wohl einen Lu^nthalt lohnt, und Silzburg mit seiner -viragenden Feste, dem jreßartigen Dom, feinen 5d öffern und Parks her -ich,ließt sich das Salz- ! mnrn e r g u t, eines der

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