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Werliche Saisonarbeitslosigkeit beseitigt
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Oer Arbeitseinsatz im Februar im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen,
chtigtes Dor- lch mit schuld
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Verbreitung finden.
In Chemnitz befindet sich die Staatliche Akademie für Technik. Der Volksmund nennt sie die „Luft» schutz-Akadernie"; denn ihre Professoren und Stu» denten sind einig in der Ueberzeugung, daß Mit» arbeit im Luftschutz ein Gebot der Volksgemeinschaft und der Landesverteidigung ist. Berichterstatter der „Sirene", der bekannten Luftschutz-Illustrierten, besichtigten die vorbildliche Hochschule und berichten im neuesten Heft, wie die führenden Männer dieser Akademie ihre wissenschaftliche Arbeit mit der des Luftschutzes vereinigen. Die neue „Sirene" bringt außerdem Bilder über die Verwendung des Drei* ecktuches und einen Bildbericht „So wiro's gemacht! Aus alten Sachen Neues machen!"
Naturforscher Plinius spricht davon. Schon damals wurden mit dem Kraut Blutflüsse geheilt. Die fränkisch-germanische Apotheke aus dem Jahre 801 nennt unter ihren 120 Kräutern auch den Wegerich; Hildegard von Bingen nennt ihn „Wegerech". Shakespeare erwähnt ihn in „Romeo und Julia" als Mittel gegen Hautverletzungen. Hieronymus Tragus, Arzt und Botaniker im 16. Jahrhundert, schreibt: „Unter vielen Kräutern ist der Wegerich in der Arznei am gebräuchlichsten und Para- celsus: „Es gibt keine Pflanze, die mehr aus- trocknet und festigt als Plantago." Auch der Aberglaube bediente sich der Pflanze. In den sogenannten „Fieberpackerle" der Steiermärker, bestehend aus Wurzeln und Buchsbaumlättern, war der Spitzwegerich enthalten. Die Leinwandbeutelchen wurden den Kranken abends um den Hals gehängt und morgens wieder abgenommen.
überflügeln. Die Pforzheimer Goldwaren, hauptsächlich Uhren- und Halsketten, - Ringe, Halsschnal- len, Berloques und Medaillons hatten schon in jener Zeit einen Grad der Vollkommenheit erreicht, der ihren Weltruf sicherte.
x Ausfuhr in alle Erdteile.
Die Goldstadt am Schwarzwald.
Brillantkollier und Fingerhut. - Deutsche Wertarbeit im Ausland. Oer Schmuck aller Völker.
Von unterem H ^Mitarbeiter.
barm« btn ® oTb - t gn>. M« takt -k«, ter immerhin |o groß ist, daß er einen Geschaftsgewmn ergibt. Gold aus Arbeiterwäsche — das wird e, wohl nur in Pforzheim geben!
Ringe vom Pharao und böhmische Granaten.
Pforzheim als Goldsiadt besitzt auch Deutschland, erstes und einziges Schmuckmuseum. Aegyp- tische Ringe, mykenische, griechische und römische Schmuckstücke aller Art machen den Anfang. Beson- ders reichhaltig ist die Sammlung germanischer Fibeln, Schließen, Gürtelbeschlage, Hals- und Fingerringe, die Flechtbänder oder Tierkopse als ornamentalen Schmuck tragen. Die herrlichsten farbigen Steine, Email, Perlen, Gehänge, Agraffen zeugen von der Prachtliebe des 16. und .17. Jahrhundert, der Renaissance und der Barockzeit. Kunstvollen Schmuck aus Brasilien, Spanien und Italien bewundern wir ebenso wie den Volksschmuck aus Kurdistan, Syrien oder Ceylon. Unermeßliche turhistorische und künsllerische Werte gleißen glitzern hier in Hunderten von Vitrinen. Dann zücken uns der vergoldete Filigranschmuck Bayern, die Brustgehänge mit Granaten aus Egerland und der herrliche Filigranschmuck Gmünd, der in großen Teilen Deutschlands Oesterreichs als Bauernschmuck dient. Diese umfassende historische Schmucksammlung wird laufend er- gänzt. Außerdem soll eine Schau der Roh- und Werkstoffe angegliedert werden sowie eine technische Schau, in der alle Kunstfertigkeit gezeigt werden soll, durch die die Goldstadt am Schwarzwald berühmt geworden ist.
Es gibt hier die größte Kettenfabrik der Welt Eine andere Fabrik fertigt nur goldene und silberne Fingerhüte an, wieder eine andere fabriziert Ketten- und Schuppenbörsen. Andere fertigen ausschließlich goldene und silberne Gebrauchsgegenstände an wie Bleistifte, Bonbonnieren, Zahnstocher, Feuerzeuge, Zigarettenetuis. Die „Bijouterie im engsten Sinne fertigt den eigentlichen Damenschmuck an, und zwar vom kostbarsten, platingefaßten Kol- lier bis zum einfachsten Ring und zum schlichten Anhänger. Andere Spezialfabriken widmen sich der Herstellung von Knöpfen aller Art oder von Nadeln oder von Trauringen. Die Aufzahlung ist aber keineswegs vollständig. Hinzu tommt natürlich noch eine reichgegliederte Hilfs- und Neben- industtie für die Herstellung von Scharnieren, von Kartons und allem, was dazu gehört, damit das Schmuckstück als Fertigware in die Welt hinaus- gehen kann.
Kostbares Waschwasser.
zunge: im ländlichen Wortschatz führt der Spitzwegerich deshalb auch den Namen Schafszunge.
Der Spitzwegerich blüht in den Monaten April bis Oktober. Gesammelt wird er im Frühjahr, insofern die Blätter verwendet werden sollen. Die Samen, ebenfalls in der Heilkunde gebraucht, reifen in einer kurzen Aehre. Die Blüte, sehr lang gestielt, duftet fein, wie Vanille. Breit- und Spitzwegerich sind Windblüher, sie bereiten keinen Honigstoff. Die lange Samenähre des Breitwetzerichs ist allen Freunden der Stuben- und Kanarienvögel bekannt: sie ist ein billiges und begehrtes Dogelfutter. Eine auellbare Außenschicht umhüllt die dunklen, länglichen Samenkörnchen, wodurch sie sich an Sohlen, Hufe und Räder ankleben: dieser Kniff verschafft dem Wegerich die Möglichkeit weitester Verbreitung.
Den Aerzten des Altertums mar der Wegerich vertraute Dioskurides wußte von ihm, der
Oft ist ein Mißtrauen und ein berechtigtes Vorurteil gegen den abergläubischen Brauch mit schuld an dem Verschwinden von Pflanzen aus dem Arzneischatz. Nachprüfungen finden selten statt. Der Spitzwegerich wird heute nur noch in der Volksheilkunde gehalten, der Breitwegerich, Plantago major, jedoch hat Eingang in die homöopathische Heilweise
denheit nicht bei auswärtigen Arbeiten einsetzbar. Nur 1700 Kräfte stehen für den Einsatz in örtlicher und auswärtiger Arbeit voll zur Verfügung, jedoch handelt es sich hier ganz überwiegend um solche Arbeitskräfte, die nur wegen Stellenwechsels am Stichtag der Zählung vorübergehend ohne Beschäftigung waren. 2)et Erschließung zusätzlicher Reserven für den Arbeitseinsatz kommt deshalb in den kommenden Monaten erhöhte Bedeutung zu.
Zeitschriften.
— Die Zeitschrift „Neues Volk", Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68, bringt in ihrem März-Heft u. a. einen ausführlichen, mit charakteristischen Beispielen belegten Aufsatz über Grundfragen nationalsozialistischer Begabtenförderung, weiterhin die von markanten Bildern begleiteten Darlegungen .Hollywood entdeckt die Rassenlehre" und „Sonderbare Volksbeglücker", worin mit dem Selten-Unwesen der Systemzeit abgerechnet wird. Ein anschaulich illustrierter Beittag „Germanische Trachten von dreieinhalbtausend Jahren" legt die allgemein wissenswerten Ergebnisse langer Forschungsarbeiten im Museum von Neumünster in Holstein vor. In den Rubriken „Merkbuch der Zeit", „Was unsere Leser wissen sollten" und in Der Bücherecke findet man eine Fülle werttoller Beiträge zu den rassischen und bevölkerungspolitischen Problemen, die uns heute bewegen. — Die Zeitschrift sollte ihres vielseitig aufklärenden und belehrenden Inhaltes wegen weite
Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Infolge der günstigen Witterung konnten die Außenarbeiten im Verlaufe des Monats Februar überall wieder in vollem Umfange ausgenommen werden. Diejenigen Arbeitskräfte, die zu Beginn des Monats aus saisonmähigen Gründen noch ohne Beschäfttgung waren, wurden fast ausnahmslos wieder bei Bau- und sonstigen Außenarbeiten eingesetzt. Die Arbeitslosigkeit ging deshalb in allen Berufsgruppen zurück, am stärksten bei den Hilfsarbeitern, Bauarbeitern sowie den Verkehrs- und Transportarbeitern; die Abnahme in allen übrigen Berufsgruppen ist zum Teil auf die Aufnahme van berufsfremder Beschäftigung bei vordringlichen Bau- vorhaben zurückzufuhren, zum Teil erklärt sie sich aus der weiteren Zunahme des Kräftebedarfs der Industrie.
Der Gesamtbestand an Arbeitslosen lag um 4600 unter Der Höhe Des Vormonats, wobei die Abnahme überwiegend auf die männlichen Arbeitskräfte (— 4300) entfällt. Die Arbeitslosigkeit, die am Ende des Monats Februar im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen rund 10 400 betrug, liegt Damit bereits unter dem Stand vor Beginn des winterlichen Beschäftigungsrückganges; Die winterliche Saisonarbeitslosigkeit ist also beseitigt, Infolge Des starken Ausfalls von Gefolgschaftsmitgliedern Durch Er- krankungen hielt jeDoch Der Beschäftigungszuwachs mit dieser Entwicklung nicht ganz Schritt. Die Zahl der in den Betrieben und Verwalttngen beschäftig- ten Kräfte nahm im Februar nach Den vorläufigen Ergebnissen nur um rund 1000 zu Am Ende des Monats wurden insgesamt 1008 000 Beschäftigte gezählt. Darunter 282 000 Frauen.
Der Mangel an Fach- unD Hilfsarbeitern hielt auf allen Gebieten der Wirtschaft an. Besonders schwierig war die Arbeitseinsatzlage in den Wirtschaftszweigen, die schon seit längerer Zeit unter Abwanderung von Arbeitskräften zu leiden haben. Die Ab- wanderungsbesttebungen setzten sich auch im Monat Februar fort — 3. T. in verstärktem Umfang —, vor allem in Der Land- und Hauswirtschaft und Den geringer entlohnten Jndustriearbeiterberufen. Ersatzkräfte sind aus Dem Bestand an Arbeitslosen nur noch in geringem Umfang zu gewinnen. Von den noch gemeldeten Arbeitslosen ist nahezu die Hälfte (4500) nicht voll einsatzfähig; rund 4100 sind zwar leistungsfähig voll geeignet, ober wegen Ortsgebun-
Vier Knöpfe hat Der schwergoldene Bleistift, alle von verschiedener Farbe: schwarz, rot, grün und blau. Man drückt auf Den roten Knopf, und an der Spitze des Stiftes fpringt die rote Füllung so well hervor, daß man in roter Schrift schreiben kann. Ein Druck auf Die Spitze, unD Die Füllung verschwindet. Ein seuer Druck auf einen Der Drei anderen Knöpfe, und sofort kann man in einer Der Drei anderen Farben wieder schreiben. Wenn das kein Gegenstand ist, Der auf Der Leipziger Messe Die Kauflust Der Besucher aus Dem Ausland anregt! Wenn das fein Geschenkartikel ist — originell, praktisch und werttoll zugleich! Wo entsteht dieses kleine Wunderwerk? In Deutschland, in der Goldstadt am Schwarzwald. Und doch ist diese G o l d st a D t Pforzheim nicht das, was man sich unter einer „Industriestadt" vorstellt. Zum mindesten nicht in ihrem äußeren Bilde. Die Stadt liegt eingebettet in einem lieblichen Flußtal, und dicht hinter Pforzheim steigen die ersten dunklen Tannenhöhen an. Bergrücken an Bergrücken ziehen sich übers ganze badische Land bis zum Hochrhein hin. Fabrikstadt und Schwarzwaldpsorte, beides zusammen macht die Eigenart Pforzheims aus. Die „Fabriken" aber sind keine Anlagen mit Dem Donnernden Rhythmus Der Maschinen unD mit rauchenDen Schloten. Wie freundliche, stille Wohnhäuser sind sie in Das Grün Der Gärten eingebettet. Kein Rauch, fein Lärm fündigt an, Daß in Diesen Häusern eine wirfliche Industrie wohnt, Denn es honDelt sich hier um eine Arbeit, Die ebenso fein wie wertvoll, ebenso volfswirtschoftlich wichtig wie fulttrell interessant ist. Wie Pforzheim zur Goldstadt wurde.
Spezialisten für Knöpfe und Zahnstocher.
Die Eigenart Dieser Industrie bringt es mit sich, daß sie in einem fast unvorstellbaren Maß spezialisiert ist. Da gibt es die Grupven der Knopf-, Ring-, Ketten- und Crayomnacher, des Fallers und des Juweliers, des Gold- Flachstich- und Stahl- graveurs, des Modelleurs und des Zeichners. Da gibt es Die zum Teil mit weiblichen Arbeitskräften besetzten Spezialgruppen Der Polierer, Der „Polis- seusen", wie der Fachausdruck heißt. Dazu fommen Die Former und Feingießer, die Zieseleure, 23er- golDer und Galvanoplastiker, Die Nivellierer, Tul- iierer, Oxydierer, Guillochierer, Die Emailmaler, Emailleure und Emailleusen ... und Damit haben wir noch längst nicht alle Spezialtätigkeiten genannt! Schmuckwaren sind Modesache. Immer neue Arten und Formen müssen aus Den Markt kommen, wenn Die Industrie konkurrenzfähig bleiben will. Etwa ein Viertel Der Pforzheimer Schmuckindustrie betreibt ausschließlich Die K e 11 e n f a b ri k a t i o n.
Der Wunsch Der Menschen, sich zu schmücken, ist so alt wie Die Menschheit selbst. Männer und Frauen m grauester Vorzeit schon ttugen, wie Die Gräber- funoe allerorten zeigen, Ringe, Ketten, Spangen und anDeren Zierat aus eDlem Metall. Im Mittel- alter stand in ganz Deutschland bas Gold- schm i e d e h a nd w e r k auf Hoher Stufe. Im 18. Jahrhundert begann man, dem Zug der Zeit folgend, Gold- und Silberschmuck oder Schmuck aus legierten Metallen auch fabrikmäßig herzustellen. Damals begann Die badische Stadt Pforzheim ihre SchmuckinDusttie aufzubauen und bald auch ihre Handelsbeziehungen über Die ganze Welt auszu- Dehnen. Im Jahre 1767 roanDte sich ein Schweizer, Der llhrenfabrifant Johann Franz Autran, im Namen seiner Associös Christin und Johann Viala an Die badisch markgräfliche Regierung und an Die kunstsinnige Markgräfin Karoline nut Der Bitte, in Der Markgrasschaft Baden eine Uhrenfabrik errichten zu dürfen. Als Sitz wurde Pforzheim aus- ersehen, nicht zuletzt deshalb, weil in Dem Dortigen Waisenhause billige Arbeitskräfte zur Verfügung stanDen. Damit hatte Die Geburtssttnde Der deutschen Schmuckindustrie geschlagen. Die ihren Ruf über Den ganzen Erdball verbreiten sollte. Den französischen Vorsprung der Pforzheimer Schmuck- warenindustrie — Autran und Viala waren Genfer — merkte man noch lange Zeit bis in Die Gegenwart an Den vielen französischen Bezeichnungen, die in Der SchmuckinDusttie üblich sind. „Bijouterie- Fabrik" hieß die ursprüngliche Bezeichnung Dieser ^Betriebe, unb eine ganze Menge von fachlichen Ausbrücken wie Billier für Oese, Bracelet für Arm- banb. Verlogne für Gehänge sind Dem Pforzheimer Bijouterie-Arbeiter heute noch geläufig. Unter Der FörDerung Der badischen Regierung blühte Diese erste Pforzheimer Uhrenindustrie so heran, daß man noch im Jahre 1767 die Fabrikation von gefaßten Juwelierwaren, von Goldwaren und feinen Stahlwaren angliederte, und im folgenden Jahr wurde die Bijouterie von der Uhrenfabrikation ge° ttennt, um fortan als eigener Zweig sich kräftig fortzuentwickeln. 1790 bestanden in Pforzheim bereits 78 Betriebe mit 789 Arbeitern. Schon nannte man Pforzheim „Klein-Genf", schon begann die badische Goldindustriestadt, den Städten Genf und Paris ernstlich Konkurrenz zu machen, ja sie zu
gefunden.
Will man die Heilwirkung einer Pflanze gut verstehen, ist es nötig, ihre Natur zu begreifen. Eigentümlich ist dem Spitzwegerich der ttockene Standort. Er unterhält also eine Beziehung zur Austrocknung, zur Stauung und Stockung von Flüssigem. Der aus frischen Blättern gepreßte Saft wird auf Schnittwunden geträufelt. Er stillt Das Blut und heilt. Kneipp schreibt: „Ein solcher Verband ist der erste, aber manchmal Der beste Notverband, Denn Die Heilung solcher Wunden geht rasch vor sich. Wie mit Goldfäden näht Der Wegerichsaft Den klaffenden Riß zu, und wie an Gold sich nie Rost ansetzt, so flieht den Spitzwegerich jede Fäulnis und faules Fleisch." Die Bauern, Die sich mit Sichel und Sense verletzen, Drücken ein Wegerichblatt auf Die frische WunDe. HufelanD, der berühmte Arzt, Der sich um Das preußische MeDizinalwesen verdient machte, hält den Wegerichsaft für das beste, innerlich und äußerlich anwendbare Wundheilmittel. Der Saft bringt das Blut zum Stocken. (Diese Beziehung zum Trocknen ist in der Umkehr, Da jedes Ding zwei Seiten hat, eine Sympathie zum Flüssigen: Wegerichsaft hat nämlich auch Die Fähigkeit, Die Gerinnung des Blutes zu hemmen, wie er auch zur Reinigung des Blutes und Der Säfte Dient.) Ein aus getrockneten Blättern bereiteter AbsuD wirb zu Auslagen bei nässenden Flechten verwendet. In man-
©er Wegerich.
Von Znedrich Schnack.
Der W e g e ri ch ist ein Bewohner Der Wege und PfaDe. Füße unD Hufe treten seine Blattrosette, Räder und Karren gehen über ihn hinweg. Der Gefahr, beschädigt und verwundet zu werden, ist er am Wege besonders stark ausgesetzt. Doch scheint es, wie wenn sich die Pflanze gerade hier am wohlsten fühle, wie wenn sie getreten werden wolle. Don der Wucht des Schrittes und Dem Druck Der Räder richtet sie sich wie keine andere Pflanze schnell wieder auf.
Der Wegerich folgt den Schritten Des Menschen und Den Tritten Der Haustiere. Als einst Die Weißen in Den Westen Der Neuen Welt einwanderten, begleitete sie Der Wegerich, der Dort unbekannt war. Der Indianer gab Dem Untraut Den Namen „Fuß- tapfen Des weihen Mannes". Der lateinische Name Der Pflanze ist plantago, von planta, Sohle, abgeleitet Der Wegerich ist Der wahre Herr Der Wege, Die er unverdrossen besiedelt. Sein deutscher Name rührt von seiner Standortsbezeichnung her, das Anhängsel „rich" kommt von dem lateinischen „rex“, was König, Herr oder Herrscher bedeutet.
Bei uns wachsen mehrere Wegericharten. Die bekanntesten sind Der Breitwegerich, Der breite, unD Der Spitzwegerich, Der schmale, gespitzte Blätter tteibt. Zwischen beiden hält sich der mittlere Wegerich, desien Blut« etwas nach Schokolade Duftet. In Der DolksheilkunDe hat Der Spitzwegerick seit alter Zeit feinen Platz. Sein schmales, langes Blatt erinnerte Die Kräutersucher an Die Form Der Schafs-
— Was ist Grippe? Wie entwickelt sich beim i Kinde meist das Krankheitsbild? Was hat ein« Mutter zunächst zu tun? Welche Vorbereitungen sind für den Besuch Des Arztes zu treffen? Aus- sichtliches hierüber bringt Das Märzheft Der Z«st* schrift „Mutter und KinD" (Verlag ElwM Staude, KG., Berlin W 30, und Osterwieck.) Das ■■ Heft bringt auch noch weitere für Mütter, Säuglingsschwestern, KinDergärtnerinnen usw. wertvoll« Beiträge wie z. B : ..Mut üben", Kinderglück 'M großen Haus", „Sollen Kinder schreien?", ..Erziehung zur Einfachheit", „Spielzeug aus Papier usw.... Eine Rätselecke, praktische Winke für pu Mutter und Hausfrau, eine Bucherschau und w«* weise auf Kinderkleidung beschließen Das .He" „Mutter und KinD" ist außerdem mit vielen Bildern geschmückt.
Den Charakter einer ausgesprochenen Export- inDuftrie hat Die Pforzheimer Goldarbeit von Anfang ai< gehabt, ja früher sogar noch mehr als heute. Um Die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert fanden von den Gesamterzeugnissen im Wert von rund 300 000 Gulden nur 5 v. H. im badischen Inland und 95 v. H. im damaligen Ausland ihren Absatz! Die wichtigsten Ausfuhrländer waren neben den späteren deutschen Zolloereinsstaaten vor allem Rußland, Holland und Oesterreich, Dann auch Ungarn, Die Türkei und Die überseeischen ßanDer wie Nord- unD Südamerika, Ost- und Westindien. Ohne schwere Krisen ging diese rasche, fast märchenhafte Aufwärtsentwicklung freilich nicht vor sich. Kriege und politische Umwälzungen brachten diese so stark auf Export eingestellte Industrie mehr als einmal beinahe zum Erliegen. Großem, rasch erworbenem Reichtum stand Das Elend häufiger Zusammenbrüche gegenüber, zu Denen die rasch und launenhaft wechselnde M o d e das ihrige beitrug. Trotz- dem ging es immer wieder aufwärts. Im Jahre 1905 hatte Pforzheim 958 Bijouterie-Bettiede mit etwa 27 000 Arbeitern und Arbeiterinnen. Der Weltkrieg und die Nachkriegszeit brachten naturgemäß schwere Schläge. Nicht alle Absatzmärkte im Aus- land konnten wiedererobert werden. Aber noch heute ist Pforzheim Die Goldstadt, von Der alljährlich Die Erzeugnisse deutscher Qualitätsarbeit in Die Welt hinausgehen, wenn auch Der Inlandsabsatz gegenüber früheren Jahren wesentlich an BeDeutung gewonnen hat. Man hat sich deshalb wieder mehr auf die Uhrenfabrikation umgestellt, nicht zuletzt, um von der Uhren-Einfuhr aus der Schweiz frei zu werden. Nock 1937 brachte die Leipziger Messe eine große Zahl von Auslandsaufttägen, obwohl sich steigende Auslandskonkurrenz bemerkbar macht. Am besten ist die Ausfuhr nach Südamerika entwickelt. Nach Nordamerika stören die hohen Zolle, die die Vereinigten Staaten auf deutsche Waren gelegt haben. Schwierig gestaltete sich Die Ausfuhr auch nach einigen anDeren Ländern. So ist in Den letzten Jahren z. B. Spanien angesichts Der kriegerischen Ereignisse als Ausfuhrland vollkommen ausgefallen, während gerade dieses Land früher eines Der allerersten Absatzgebiete für die Pforzheimer Schmuckwarenindustrie gewesen ist und hoffentlich bald wieder werden wird. Die Verschiebungen auf dem Weltmarkt vollziehen sich ja ununterbrochen, aber auch gegenwärtig wird noch die reichliche Hälfte der gesamten Pforzheimer Erzeugnisse ins Ausland verschickt.
chen Gegenden wird Wegerichsast gegen Nasenbluten geschnupft, und ein Arzt, der der wohlriechen- Den Blüte seine Aufmerksamkeit zuwandte, will sie erfolgreich in der Bekämpfung Des Heuschnupfens gebraucht haben. Der bekanntlich Durch Den im Wind schweifenden Pollenstaub verursacht wird; der Wegerich blüht ja auch in Der Zeit Des Heuschnupfens. Wegericksyrup, hergestellt aus einem halben Teil Wegerichblättern, je einem Viertel Brennesselspitzen, Löwenzahn und Schafgarbe, mit Honig aufgekocht und eingedickt und bei Gebrauch mit warmem Wasser vermischt, wirkt sehr gut bei Lungen- und Darmverschleimung, Luftröhrenkatarrh, inneren Blutungen und Durchfall — lauter Erscheinungen des Fließenden und Flüssigen. Gegen sie sowie gegen Blasenschwäche und Blutungen bewährt sich seine stockende, stauende, austtocknende Kraft.
Es ist fesselnd zu lesen, gegen welche Leiden die Homöopathie ihr Heilmittel Plantago verwendet, das aus der frischen Breit-Wegerichpflanze gewonnen wird. Da heißt es: „Gegen bohrende, stechende, wandernde Schmerzen; gegen Unruhe, besonders in den unteren Gliedmaßen. Leiden verschlimmert sich beim Ruhigsitzen, bessert sich beim Umhergehen.' Mit den über ihn hinwandernden Füßen kommt der Wegerich dauernd in Berührung. Ist Dies ein Sinnbild? Sohlenkraut ist sein anderer Name. Das Blatt bietet sich den Fuß-Sohlen an: wunde Füße damit behandelt, werden vor Entzündungen bewahrt. Möglicherweise steckt in den Fasern Dk Glückskraft der Gesundheit. Altes Heilbuchwissen empfiehlt den Tee der nervigen Blätter gegen Nervenschwäche, den Saft aber auch für Sehnen und Muskeln, denn Die. Gefäßbündel sind die Sehnen und Muskeln Der Pflanzen. Pflanzen, Die eine Knickung oDcr Brechung ohne Schaden verttagen, wie Der oft getretene und überfahrene Wegerich, scheinen einen Stoff jur Wiedergutmachung hervorzubringen, Der sich in der inneren Heilanwendung bei Knochenbrüchen und Quetschungen erfolgreich anwenden läßt, wie eben auch außen bei Wunden und Hautschäden, die er gleichsam mit dem „Goldfaden seines Saftes" zu- sammennäht.
Der Wegerich ist eine Weltpflanze. Unser Breitwegerich und eine indische Art werden in Indien gegen die erwähnten Krankheiten angewandt. In allen indischen Bazaren verkauft man Wegerichsamen. Er wird gepulvert ober mit Zucker vermischt, auch als Saft eingedickt und Dient insbesondere gegen Dysenterie (Ruhr). Dies ist kein Zufall. Es ist uraltes Menschheitswisien.
Zu Diefen NebeninDustrien gehören auch Scheide an st alten, Die eine Spezialität aus machen, die Gold- und Silberrückstände Der Arbeiterwäsche zu verwerten. Der Inhaber einer olchen Waschanstalt tritt mit verschiedenen Firmen n Verbindung, Denen er gratis Die Arbellswasche, Schürzen, Musen, Wisch- und Handtücher, Kopftücher der Polisseusen usw. liefert. Er besorgt Die notwendigen Reparaturen und Neuanschaffungen sowie das Waschen all Dieser Stücke, Die sein Eigentum bleiben. Er zahlt sogar noch eine bestimmte Vergütung Dafür, Daß er Das tun Darf. Als Entgelt behält er Die Wäschebrühe, und durch ein forgfaltt- ges Eindampf- und Filtrierverfahren gewinnt er
Rundfunkprogramm
Freitag» 17. März.
(Tagder Stadt Konstanz.)
6 Uhr: Morgenlled — Morgenspruch — Gymnastik. 6.30: Fruhkonzert Des Mufikkorps Des IR. 14 Konstanz. 7: Nachrichten. 8.10: Aus Der Standard- Zahnfabrik AG., Konstanz: Werkgymnastik und 8.30: Werkkonzert, in Verbindung mit der NS.-Gernein- schaft',Kraft durch Freude". Einlage: Schönheit Der Arbeit. Einlage: Soziale Arbeiterbetteuung. 9.30: Nachrichten. 9.45: Was ißt man am Bodensee? Plauderei. 10: Schulfunk: „Bollwerk Des Westens" 10.30: Fliegerei — Marine unD Motorsport. Eine Unterhaltung im Amt für körperliche Ertüchtigung Der Reichsjugendführung. 10.45: Das Bodenfee-For- schungsinstitut. 11.05: Konstanz als FremdenstaDt. 11.15: „Grenzlandwirtschaft". Es spricht Kreiswirt- schaftsberater Sollnski. 11.40: Ruf ins Land. Fischer und Bauer. 12: Aus Der Firma L. Strohmeyer & Co.: In Den Domen Der Arbeit. Es spielt das verstärkte Stadttheaterorchester Konstanz. 13: Nachrichten. 13.15: Auf der Marktstätte Konstanz: Pia-- konzert Des Mustkkorps IR. 14, Konstanz. Einlage: Konstanz als Garnisonsstadt. 14: Nachrichten. 14.15: Süddeutsche Volksmusik. 15: Kammermusik. 15.30: Aus Konstanz: Konstanzer Jungen und Mädel singen und spielen. 16: Aus Dem Stadttheater Konstanz: Nachmittagskonzert für die Volksschulen. Einlage: Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 1. Die politische Bedeutung von Konstanz. 2. Di« kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung von Konstanz. 19: Konstanz, Die Stadt am See. Hörbilder. 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.15: Aus Dem Konzilsaal, Konstanz: Bunter Abend, in Verbindung mit der NS.-Gemeinschast ,Kraft durch Freude". 22: Nachrichten. 22.20: Der Sport in Konstanz.


