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anordnet, ftnb Kuhlerschutzhauben, Frostschutzschei« bin und Schneeketten der von der Wehrmacht an- gikauften Kraftfahrzeuge dem zuständigencheimat- krastfahrpark, Frankfurt a. M., Kurhessen-Kaserne" ^zustellen.

Vie Wehrmacht sucht Gebrauchshunde.

Das Oberkommando des Heeres beabsichtigt, die huppen mit Hunden im weitesten Umfange schnell aiszustatten. Deshalb haben sich alle Besitzer von Me- und Mischlingshunden v.on 50 bis 70 Zenti- nvter Schulterhöhe in der Zeit vom 13. bis 28. Ok- Oer 1939 schriftlich oder mündlich an ihr zustän- dizes Polizeimeldeamt zu -wenden. Hierbei haben \u anzugeben: 1. Zahl, Alter und Geschlecht ihrer .fynbe; 2. Rasse und eventuelle Zuchtbuchnummer-. 3. etwaiger Abrichtestand (z. B. Meldehund) und utgelegte Prüfungen; 4. etwaiae bisherige Zucht- Verwendung (z. B. Zuchthündin). Zu melden sind ale Hunde, die am 1. 4.1939 das erste Lebensjahr vollendet und das 5. Lebensjahr nicht überschritten heben. Für die eventuelle Abgabe des Hundes wird eine angemessene Vergütung nach festgesetzten Richt­linien gewährt. Die Unterlassung der Anmeldung ist strafbar.

Im Lustschuhraum nicht rauchen.

Gestützt auf einen Fall aus der Praxis, wo fitrfe Raucher während des Aufenthalts im Luft- s^utzraum die Erlaubnis erbeten und von allen Anwesenden auch erhalten hatten, eine Zigarette zu rauchen, nimmt das Organ des Reichsluftfchutz- bmdes,Die Sirene", nochmals klärend hierzu Stellung. Als einziger hatte nämlich der Luftschutz- wrt trotz der allgemeinen (Erlaubnis das Rauchen vrboten. Dieses Verbot wird in derSirene" als riytig bezeichnet. Da man bei Fliegeralarm nicht wisse, wie lange man im Luftschutzraum bleiben misse, dürfe der zum Atmen notwendige Sauer­stiff nicht durch Rauchen, offenes Licht ufw. ver- tnucht werden. Es feien sogar alle überflüssigen Acwegungen, die erhöhte Atmung verlangten, zu «meiden. Der Luftschutzwart müsse das Rauchen ig Luftschutzraum untersagen.

streifen usw. vorfinden. Sie sollte jede Gelegenheit wahrnehmen, die ungenutzten Früchte einzusommeln und sie zu einem hochwertigen Brotaufstrich zu ver­arbeiten. Falls sofortige Verarbeitung nicht möglich ist, können die Hagebutten getrocknet und später zu dem genannten Zweck verwendet werden.

Rezepte für die Zubereitung von Hagebutten­marmelade sind bei allen Dienststellen des Deutschen Frauenwerks erhältlich.

Giesen-Klein-Linden.

Am Samstag, 14. Oktober, kann Polizeidiener i. R. Friedrich Iung II. in seltener geistiger und körper­licher Frische seinen 8 0. Geburtstag feiern, lieber vier Jahrzehnte Iona versah er mit Gewissen­haftigkeit und Treue das Amt eines Polizeidieners in unserer Vorortgemeinde. Diele Jahre lang war er Vorsitzender des Kriegervereins Klein-Linden, den er mit starkem Interesse und großem Geschick leitete. Der Geburtstagsjubilar zählt auch zu den Ehren­mitgliedern des MännergesangvereinsEintracht", dem er seit seiner Jugendjahre angehört hat. Trotz eines hohen Alters nimmt er noch rege an den Geschehnissen der Gegenwart teil, und körperlich ist er noch so rüstig, daß er bei der guten Obsternte in diesem Herbst, auf die hohe Leiter steigend, die Ernte bergen half. Wir wünschen dem allseits be­liebten alten Herrn noch einen schönen Lebensabend.

Untere fortschrittlichen Landwirte sind gegenwär­tig damit beschäftigt, ihre Silos mit Kartof­fel n zu füllen. Infolge der Aufklärung in den letzten Jahren wurden in unserem Vorort 13 Silos, kleineren und größeren Inhalts, zur Einsäuerung von Kartoffeln errichtet. Die Landwirte haben die Vorteile dieser hervorragenden Einrichtung kennen­gelernt und möchten nicht mehr aus sie verzichten. Die meisten allerdings wünschten, sie hätten ihre Silos noch größer geballt, als dies der Fall ist.

Gießener Wochenmorktpreife.

* Gießen, 14. Okt. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten:. Molkereibutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 13, A 12%, B 12, C 11%, D 10%, Wirsing, % kg 5 bis 7, Weißkraut 4 bis 5,

Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Unter­kohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat, i/io 10 bis 12, Tomaten, % kg 10 bis 20, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 35 bis 60, Kürbis 6 bis 8, Kar­toffeln, kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,45 RM., Aepfel, kg 10 bis 25 Rpf., Falläpfel 5, Birnen 10 bis 25, Pfirsiche 15 bis 30, Zwetschen 10 bis 12, Tauben, das Stück 50 und 70, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 25, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf.

*

** Si 1 berne Hochzeit. Der Derwaltungs- sekretär Adolf O ck e l und Ehefrau Margarete Wilhelmine Mel, geborene Zimmer, wohnhaft Am Kugelberg 29, begehen am Montag, 17. Oktober das Fest der silbernen Hochzeit. Herr O ck e l ist der Gießener Bürgerschaft kein Unbekannter; er war lange Jahre bei dem Sozialamt und beim städt. Elektrizitätswerk beschäftigt, jetzt ist er beim Stan­desamt tätig. Durch sein stets freundliches, entgegen­kommendes Wesen hat er sich die Achtung und Wert­schätzung weiter Dolkskreise erworben. Dem Jubel­paar, das zu den langjährigen treuen Beziehern des Gießener Anzeigers gehört, gilt auch unser herz­licher Glückwunsch zur Silberhochzeit.

** Verkehrs st örung. Heute morgen gegen 9 Uhr gerieten in der Bahnhofstraße ein Lastkraft­wagen und eine Straßenbahn aneinander. Der Lastkraftwagen wurde zwischen Straßenbahn und Bordstein eingeklemmt. Der Fahrplan der Straßen- ba'hn geriet dadurch für kurze Zeit in Unordnung. Schließlich gelang es aber doch, den Lastkraft­wagen wieder flott zu bekommen, sodaß auch die Straßenbahn die Fahrt fortsetzen konnte. Es ent­stand nur geringer Sachschaden.

** Richtigstellung. Bei dem morgigen ge­meinsamen Platzkonzert der beiden Musikkorps der Luftwaffe vor dem Stadttheater wird für die Dar­bietung Nr. 5 an Stelle derFest-Ouvertüre" von Lortzing dieRakoczy-Ouvertüre" von Keler-Bela gespielt.

Aus der engeren Heimat

Die

Wegen Wilderei verhaftet.

der

Lier Gebote für Fußgänger in verdunkelten Straßen.

>ro|enarten, so z. B. der Hund*, »der Hecken- werden in weiten Teilen des Reichsgebiets und Klptsüchlich in Süddeutschland seit langem zu wohl- tzmckenden Marmeladen verarbeitet, od.r zur hnstelluna van Suppen und Tee verwendet. Neuere lirersuchungsergebnisse haben der [cfjon tDEit nei- kteten Verwertung der Hagebutten > Mgszwecke auch eine wissenschaftliche D^rundu. g Iijeben. Denn es hat sich gezeigt, daß W^utten I»t) mehr Vitamin C enthalten als beispielsminse e Apfelsinen oder die schwarzer> 2°>>anmsbeeren, ' als sehr vitaminreich gelten. Besonders v°I- |t laßt sich der Bitamingehalt der H-lAutten h'd) die Zubereitung als. Marmelade sur die Er Mrung ausnutzen. Bei richtiger ^^stell g Mebubtsnmarmelade so viel von diesem^rksvm.n k-iutzstllss enthalten, daß schon eine v-rhaltm-mntz'g I-'mg- Menge zur Deckung des Tagesbedarf- an ilamin C genügt. Hagebuttenmarm-lad« wird sich »i allem im Winter und in d-n Fruhinhrsnwnaten s nützlich erweisen, wenn frisches Genius- und tblt al» Vitamin E-Ouelle knapp sind oder gänzlich

den Gebieten, in denen die n0*

»-t-t durch einheitlich geleitete Samme^kKonen» i kB werden, wird die Hausfrau d.e fX

Reise gelangenden Früchte an nieten ' li. an öffentlichen Wegen und Platzen, an H

Unfälle auf dem Lande.

Der Landwirt Heinrich Brücke! III. in L a n g- ra x m & ftürite beim Obstpslücken von der Leiter und erlitt einen Bruch des linken Fußes. Ebenfalls beim Obstpflücken verungüickte die ^fahrige Schü­lerin Gundel K n o r z m K i n z e n b a ch. Das Kmd stürzte so unglücklich ab, daß es einen ^hulter^ LtU 1 Jtitt Der Hilfsarbeiter Heinrich Storck sÄE s» '.L »

+ Grünberg, 12. Oft. In einer Sitzung der G a l l u s m a r f t k o m m i s s i ° n wurde nach ein- gehender Besprechung b-schlosien, b e n D ie 4) 06 - ijen Gallusmarkt abzuhalten Wah- rend sonst die Marktkommission daraus bedacht war, ' ' , 1 ______»iöfor s)Urfniir«;ftanbe und be=

0 Lollar, 10. Okt. Am Sonnta-g wurden auch hier im Rahmen einer würdigen Feier, die im Gast­hausZur Traube" stattfand, 5 0 Mütter mit dem vom Führer gestifteten Ehrenkreuz der deutschen Mutter ausgezeichnet. In einer Ansprache zeichnete Ortsgruppenleiter Becker ein Bild der deutschen Mutter. Ferner trug der BDM. zur Ausgestaltung der Feier bei. Leider konnten noch nicht allen Müttern, die zur Auszeichnung vor­geschlagen sind, die Ehrung zuteil werden. Die noch ausstehenden Ehrenkreuze sollen bei einer späteren Gelegenheit verteilt werden. Am Sonntag erhielten folgende Frauen das Ehrenkreuz: 1. Stufe (gol­denes): Christine Abel, geb. Fuchs, Adolf-Hitler- Straße 93; Elisabeth Deines, geb. Krömmelbein, Lumdaftrahe 17; Marta Hasfennflug, geb. Leidorf, Mainzlarer Weg 38; Sophie Klinkel, geb. Göbler, Adolf-Hitlex-Slraße 17; Marie Krombach, geb. Lindenstruth, Bleichstraße 10; Elisabeth Leinweber, geb. Karber, Adolf-Hitler-Straße 197; Karoline Petrasch, geb. Kramer, Adols-Hitler-Straße 173; Susanne Ruhl, geb. Größer. Daubrinqer Straße 27; Margarete Schneider, geb. Himmerich, Kirch­straße 21; Katharina Zecher, geb. Schäfer, Adolf- Hitler-Straße 146. 2. Stufe (silbernes): Mar- garefe Brokopf, geb. Lindenstruth, Adols-Hitler- Straße 181; Luise Dietz, geb. Müller, Adolf-Hitler- Straße 50; Christine Espich, geb. Vogel, Adolf- Hitler-Straße 70; Margarete Geiß, geb. Opper, Adolf-Hitler-Straße 195; Anna Hammel, geb. Nik- laus, Adols-Hitler-Straße 181; Elisabeth Klinkel, geb Schlapp, Adols-Hitler-Straße 72; Dorothea Läufer, geb. Klees, Adols-Hitler-Straße 99; Mar­garete Munzert, geborene Rechts, Adols-Hitler- Straße 193a; Margarete Naumann, geb. Schupp, Aus dem Stein; Katharina Rechts, geb. Rain, Bleichstraße 20; Anna Richebächer, geb. Fuchs, Saubringer Straße 31; Margarete Stecker, geb. Alb ach, Adols-Hitler-Straße 180; Luise Wagner, geb. Felde, Adols-Hitler-Straße 144; Emma Wolff, geb. Schermuly, Lumdastraße 20. 3. Stufe (bronzenes): Dorothea Bierau, geb. Schlapp, Saubringer Straße 22; Karoline Christ, geb. Ben­der, Saubringer Straße 25; Katharina Saab, geb. Schwalm, Adolf-Hitler-Straße 151; Helene Sort, geb. Kaiser, Saubrin-gcr Straße 35; Helene Erbe, geb. Seibel, Bergstraße 21; Katharine Espich, geb. Rain, Saubringer Straße 21; Katharina Frank, geb. Happel, Lumdastraße 9; Luise Fuchs, geb. Heu­ser Adols-Hitler-Straße 28; Margarete Fuchs, geb. Schlapp, Adols-Hitler^traße 112; Juliana Heberer, geb. Hofmann, Leo-Schlageter-Straße 17; Karoline

Hattenrod zog sich bei seiner Arbeit an der Hobelmaschine schwere Handverletzungen zu. Der Hilfsarbeiter Karl Krombach in Launsbach stürzte bei feiner Arbeit von einer Leiter ab und erlitt Rippenbrüche. Sämtliche Verunglückten wur­den in die Gießener Chirurgische Klinik ausge­nommen.

Mühle und Sägewerk Stockhausen niedergebrannt.

* Stockhausen (Kreis Lauterbach), 14. Okt. Am gestrigen Freitag fielen die Mühle und das Sägewerk S t o ck bei Stockhausen (Kreis Lauterbach) einem Großfeuer zum Opfer. Sämtliche Gebäude des Anwesens, bis auf das Wohnhaus, brannten bis auf die Grundmauern nieder. Die Flammen fanden überall im Anwesen reiche Nahrung, denn in der Scheune lag viel Strvh und Heu, in der Mühle lagen Mehl und Getreide, und die leicht ent­zündliche Einvichtung konnte den Flammen auch keinen Widerstand entgegensetzen. Das Sägewerk trug weiter dazu bei, den Brand zu vergrößern, der insbesondere in diesem Teil des Anwesens beson­ders dadurch geschürt wurde, daß ein Lager von etwa 100 Zentner Kohlen, das zur Heizung der Dampfmaschine bereitlag, Feuer fing und nicht gelöscht werden konnte. Die Stallungen des An­wesens wurden ebenfalls ein Opfer der Flammen. Vom Wohnhaus wurde der Dachstuhl vernichtet. Die gonze Brandstätte, die etwa 500 Meter vom Orte entfernt liegt, bietet einen Anblick wüster Zer­störung. Trotz des energischen Einsatzes der örtlichen Feuerwehr von Stockhausen und zahlreicher rasch herbeigegeeilter Wehren der Nachbarschaft gelang es nicht, des Feuers Herr zu werden. Der Scha­den, der durch das Großfeuer entstand, beläuft sich auf mindestens 60 000 bis 70 000 RM. Die Brand­ursache konnte bisher nicht feftgeftellt werden. Die Kriminalpolizei Gießen nahm an Ort und Stelle die notwendigen Ermittlungen auf.

Landkreis Giesien.

eingeliefert.

Dbschied von der Schule.

)( L a u b a ch , 13. Okt. Nachdem Rektor D ö l l am 28. September sein 25. Lebensjahr vollendet hat, trat er infolge Krankheit ab 1. Oktober in den wohlverdienten Ruhestand. Geboren zu Alten- Buseck empfing er seine Vorbildung 3um Lehrer­beruf in der Präparandenschule zu Lich und im Lehrerseminar zu Friedberg, wo er am 22. Februar 1894 sein Examen bestand. Seine erste Verwen­dung fand er in Mittel-Seemen im ehemalige Kreise Schotten. Als definitiv angestellter Lehrer war er in Wohnfeld, Melbach und seit 1905 in Laubach tätig Am 12. November 1921 wurde er Rektor der hiesigen Schule. Herr Döll war ein tüchtiger Päda­goge, der auch bei den schwierigen Verhältnissen der einklassigen Schule glänzende Ergebnisse in feinen Klassen erzielte. Mancher junge Lehrerkamerad konnte sich bei ihm Rat und Lehre holen. Was er feinen Schülern gewesen, werden sie ihm allezen danken. Mögen sie nie vergessen, wie er aus Liebe streng war, um sie zu tüchtigen Deutschen zu er­ziehen. Er genoß das volle Vertrauen seiner Vor­gesetzten und war lange Zeit Mitglied des Kreis- schulamtes Schotten. In der Lehrerorganisation war er wiederholt leitend tätig. Als großer Freund des deutschen Männergesanges leitete er mehrere Jahre einen Gesangverein seiner Stadt Laubach, und half auch nachdem er den Sirigentenftab niebergelegt hotte, immer wieder bereitwilligst ous^ Als Kirchen- vorstandsmitglied lag ihm auch das Wohl der Kirche am Herzen. Sie Stadt Laubach weiß feine außer­ordentlich erfprießliche Tätigkeit zu würdigen.

(frrtfnberacr rft 1039

vkdunkelte Straße tritt, kann zunächst nichts fehen. Dcrum muß jeder, wenn er aus dem Haufe kommt, feil Auge zunächst an -bie Dunkelheit gewöhnen. Ci|t dann darf er sich auf den Weg machen. Bei Dmkelheit achtlos auf die Fahrbahn zu treten, ist immer gefährlich.

Der Fußgänger kann das beleuchtete Fahrzeug fton von weitem erkennen. Der Fahrzeuglenker ficht dagegen den Fußgänger entweder überhaupt richt, ober nur auf ganz kurze Entfernung. Daher hm der Fußgänger die Pflicht, sich vor dem Betre- ler der Fahrbahn zu vergewissern, daß sich kein Fchrzeug nähert.

3. Aus der Gehbahn haben die Fußgänoer Rück­et aufeinander zu nehmen. Es ist der Grundsatz yi beachten: rechts gehen, links überholen.

4. Sehr gefährlich ist es, andere Personen mit Üschenlampen anzuleuchten. Die auf diese Weise mftanbenen Blendwirkungen haben schon vielfach m Unfällen geführt. Wenn sich der Gebrauch von Lcschenlarnpen nicht vermeiden läßt, sind sie so zu Mten, daß der Lichtschein kurz auf den Boden fällt. Dir Gebrauch von nicht abgeschirmten Taschen- Impen ist verboten.

Der WeihnacdtSbaum 1939.

Mit Zustimmung des Reichssorstmeistei's hat der Nchsbeaustragte für Holz die erforderlichen An­ordnungen zur Marktregelung für den Absatz von Mihnachtsbäumen 1939 getroffen. Es sind alle Airbereitungen unternommen, um auch in diesem Ähre den Bedarf des deutschen Volkes an Weih- rcif)t5bäumen befriedigen zu können. Ein größeres Mihnachtsbaumkontingent wird diesmal aus den Wildern des Sudetengaues kommen. Der Klein- lertauf an die Bevölkerung wird je nach der ört­lichen Anweisung beginnen. Der Absatz von Weih- rochtsbäumen hat nach Größenklassen zu erfolgen. h zugelassenen Kleinhändler erhalten befonbere Nirktausweise. Dor dem veröffentlichten Termin lirfen sie keine Weihnachtsbäume verkaufen Jeder gelassene Weihnachtsbaum-Kleinhandler erhalt oi Standschild mit Preisverzeichnis, das sichtbar ttii Stand anzubringen ist. Jeder zum Verkauf auf- ft'tellte Weihnnchtsbaum ist mit der betr. Grotzen- Ase, noch Art und Preis auszuzeichnen -Der «iitrlfäntiler ist verpflichtet, an feinem Verkaufs- toib einen brauchbaren Maßstab bereitzuhalten, m jederzeit' auf Verlangen eines Käufers die 8iöße des Baumes nachweisen zu können.

verwertet Hagebutten!

Lollar, 13. Okt. Ein hiesiger Einwohner, wegen Wilderei und verbotenen Waffenbesitzes bereits vorbestraft ist, machte sich in den letzten Tagen erneut der Wilddieberei schuldig. Er schoß an zwei verschiedenen Tagen im Revier am Lollarer Kopf je einen Hasen. Das erlegte Wild verstand er ungesehen heimzuschaffen und zu ver­werten. Beim Schuß auf den zweiten Hasen wurde er bemerkt. Die sofort eingeleiteten Ermittlungen der Gendarmerie hatten die Uebersührung des Wil- berers zur Folge. Die zum Wildern benutzte Schuß­waffe hatte er im Walde versteckt, wo sie nach längerem Suchen aufgefunden wurde. Der Wilderer wurde nach Gießen in das Untersuchungsgefängnis

Verdunkelungsmaßnahmen machen allen Dlksgenossen die größte Disziplin im abendlichen urt) nächtlichen Straßenverkehr zur Pflicht. Jeder- Mnn beherzige folgende Mahnung:

1. Jeder, der aus einem Hellen Raum auf die

Auf Veranlassung des Reichsgesundheltsfuhrers, Gtoatsfefretär Sr. Conti, und im Einvernehmen j reno \omi und be­

im dem Deutschen Frauenwerk wendet sich die. durch Heranziehung vieler Verkaussltaiwe »»

kn Hinweis an die deut chen Hausfrauen: I Heimat, unk Valksf-I- au

irausfrau, verwerte di- Hagebutten! Von d n. ,na( d-mErnst d-rZ-ü -nNpre-Y-no ia) Ndfrüchten, die für di« menschliche Ernährung m den elgentlichen Markt v-pyranie , h,

Mracht kommen, verdienen die Hagebutten: noch . Mttwvchmorgsn dem anschlietzend denn

Mkere Beachtung als bisher. D.-I- beerenarügenmarkt 7s j^it^ der Stadt folgen

dl ausfehenden, aromatifchen Fruchte ^rfchwde^^ der Kr^ Annahme aus dah

her Marktplatz und der dicht dabei liegende Kirchen- vlatz wohl imstande sind, alle Marktstanbe auszu­nehmen, da infolge der Verbrauchsregelung für viele Waren nur eine beschrankte $al)l ^n ©tan- s._n 41ir Ausstellung gelangen werden. Die Markt- kommisfivn befch^otz noch, die fonst . Übliche Ero s, nnnasseier am Dienstagabend aüsfallen zu lassen und^ ebenso von der Aufhängung des Wimpel­schmuckes abzusehen.

Heinrich, geb. Schüller, Adolf-Hitler-Straße 177; Anna Hörstel, geb. Rösecke, Mainzlarer Weg 36; Anna Lynker, geb. Schneider, Adolf-Hitler-Straße 154; Katharina Moos, geb. Mohr, Lumdastraße 6; Margarete Muth, geb. Schmitt, Bleichstraße 1; Martha Norwig, geb. Agel, Gießener Straße; Eli­sabeth Rohrbach, geb. Jung, Daubringer Straße 8; Helene Schieferstein, geborene Klinkel, Gießener Straße 6; Margarete Schmidt, geb. Schmidt, Adolf- Hitler-Straße 7; Katharina Schomber, geb. Schmidt, Adolf-Hitler-Straße 68; Annemarie Stahl, geb. Fasel, Lumdastraße 2; Karoline Schultheis, geb. Schwalb, Adols-Hitler-Straße 127; Anna Schupp, geb. Kaletsch, Bleichstraße 13; Ottilie Schwalm, geb. Horn, Adols-Hitler-Straße 114; Marie Zeug, geb. Heibertshausen, Saubringer Straße 5; Elisabeth Zipp, geb. Sondermann, Mainzlarer Weg 34.

5 Lich, 14. Oktober. Dieser Tage hatte die Orts­gruppe der NSDAP, die hiesigen Zellen zu einem gemeinsamen Zellenabend in die hiesigen Lichtspiele geladen. Nach der Bekanntgabe ver­schiedener Verlautbarungen durch Ortsgruppenleiter Kuhn und dem Hinweis, sich gerade jetzt als poli­tische Soldaten des Führers zu zeigen und alles da­für einzusetzen, daß ein zweiter Verrat unserer Heimat wie 1918 unmöglich werde, sprach Zellen­leiter O. Zimmer zu einem Thema, das das Judentum in seinem wahren Licht erscheinen ließ. Mit dem Treugelöbnis zum Führer fand der Abend seinen Abschluß. Das Deutsche Rote Kreuz, das gerade in der Gegenwart wieder überragende Be­weise seiner Hilfsbereitschaft an der Front sowie in der Heimat erbringt, trat dieser Tage auch in un­serer Stadt wieder einmal an die Oeffentlichkeit. Im hiesigen Lichtspielhaus führte die Kreisstelle Gießen des DRK. eine Filmvorführung durch überErste Hilfe bei Verletzungen und künst­liche Atmung". Den erläuternden Vortrag hierüber hielt Regierungsmedizinalrat Dr. T r a u t m a n n (Gießen). Im zweiten Teil des Abends sprach der Redner dann noch über das ThemaKampfstoff­verletzungen". Der Leiter der Ortsgemeinschaft Lich des DRK., Dechant Kahn, dankte dem Redner für feine vortrefflichen Ausführungen und schloß den Abend in der üblichen Weise.

Allgemeine Schutzimpfung gegen die Maul- und Klauenseuche.

Nachdem die aktive Schutzimpfung gegen Maul- und Klauenseuche mit dem auf der Insel Riems erzeugten Impfstoff ihre Wirksamkeit und Zuverlässigkeit erwiesen hat, steht ihrer all* gemeinen Anwendung nichts mehr im Wege. Nach einem Erlaß des Reichsinnenministers kann der Schutzstoft nunmehr zu Ringimpfun- gen um Seuchenherde oder zu Schutz­impfungen großer geschlossener unverseuch­ter Bezirke eingesetzt werden. Zum Sperr­bezirk sind in der Regel geschlossene Ortschaften und ihre Feldmarken, bei Streusiedlungen gegebenen« falls Ortsteile einschließlich der Feldmarken zu er­klären. Die Austtallung kann in Weidegegenden ausnahmsweise auf die Tiere der verseuchten Wei­den beschränkt werden, wenn kein ausreichender Stallraum zur Verfügung steht oder Futtermangel herrscht. Von der Impfung innerhalb des Sperr­bezirks sind nur in den letzten vier Wochen natür­lich durchfeuchte oder innerhalb der letzten sechs Monate nachweislich geimpfte Tiere auszunehmen.

In den letzten Wochen ist die Tendenz der Mauk- und Klauenseuche wieder leicht ansteigend, was mit den besonderen Verhältnissen dieser Zeit, insbeson­dere mit den großen Viehbewegungen, zu erklären ist. Auch in Holland hat die Seuche wieder zuge­nommen. Immerhin handelt es sich bei der jetzigen Zunahme nur um einen Bruchteil des Dorjahrs­standes, und es ist auch erfahrungsgemäß im drit­ten Jahre eines Seuchenganges ein bedrohlicher Umfang nicht mehr au erwarten. Der großzügige Einsatz der Schutzimpfung wird dazu beitragen, daß die Seuche nunmehr schnell zum völligen Erlöschen gebracht wird.

Wirtschaft.

Fwd. Ablösungsanleihe der ehern. Provinz Oberhessen. Sie Hessische Staats- schuldenverwastung veröffentlicht im Reichsanzeiger N. 238 vom 11. Oktober 1939 die Nummern der bei der Ziehung gezogenen Auslosungsrechte der Ab- läsungsanleche der ehern. Provinz Oberhessen, die ab 31. 12. 1939 zum Achtfachen des Nennwertes nebst 5 v. H. Zinsen vom 1. 1. 1926 bis 31. 12. 1939 durch die Hess. Staatsschuldenverwaltung in Darmstadt eingelöst werden.

Mein-Mamische Börse.

lUiffagsbörfe eher schwächer.

Frankfurt a. M., 13. Okt. Die Börse begann zwar mit Zurückhaltung und nur kleinem Geschäft, hatte aber zunächst noch einige kleine Kaufaufträge ouszuführen. Am Aktienmarkt war die Ent­wicklung etwas uneinheitlich, da auch einige Ab- gaben erfolgten. Die Veränderungen hielten sich dabei meist unter 1 v. H. Im Verlaufe überwogen jedoch Rückgänge, da nach den gestrigen Käufen im Schlußverkehr Glattstellungen vorgenommen wurden und die Zurückhaltung mehr und mehr Oberhand bekam. Im einzelnen setzten u. a. IG. Farben mit 156 (156,65), Deutsche Erdöl mit 129,25 (129,75), Vereinigte Stahl mit 91,75 (92,25), Rhein- metall mit 111 (111,75), Hoesch mit 105 (105,50) und nach Pause Harpener mit 138,50 (140) ein. Andererseits befestigten sich Mannesmann auf 99,75 (99,50), Bekula auf 151 (150,75), Gesfürel auf 131,75 (131,50), Ilse Genuß auf 146,50 (146), Scheideanstalt auf 206 (205,50), AG, für Verkehr auf 102 (101,50) und Feldmühle Papier auf 100,90 (99,75).

Am Rentenmarkt erfuhr das Geschäft eine weitere Schrumpfung, doch verblieb weiterhin kleine Kaufneigung. Reichsbahn-Vorzugsaktien gewannen 0,50 v. H. auf 123,50, Dekosama II 0,25 v. H. auf 157,75, Reichsaltbesitz lagen mit 133,75 behauptet, ebenso Dekosama I mit 138,25. Liquidations-Pfand- briefe zogen meist bis 0,25 v. H. an, auch Gold­pfandbriefe hatten weiterhin Nachfrage, ebenso ver­schiedene Industrie-Anleihen. Frühe Fälligkeiten der Steuergutfcheine I lagen etwas schwächer.

In der zweiten Börsenstunde war die Geschäfts« stille nahezu vollkommen, und die Kurse bröckelten größtenteils leicht ab. Vereinigte Stahl 91,50 nach 91,75, Mannesmann 99,50 nach 99,75, Rheinmetall 110,50 nach 111, Feldmühle Papier 100,40 nach 100,90, Gesfürel 131 nach 131,75 usw. IG. Farben mit 156 jedoch behauptet. Bei den später notierten Papieren überwogen Rückgänge bis 1 v. H.

Frankfurter Sd?lnchtoiehmarft

Frankfurt a. TL, 12. Okt. Auftrieb: Großvieh 1547 (gegen 1064 am 5. 10.), darunter 384 (162) Ochsen, 213 (200) Bullen, 532 (409) Kühe, 418 (293) Färsen. Kälber 465 (636), Hämmel und Schafe 27Q