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Faksimile des Briefumschlags des berüchtigten englischenPropagandagenies" King-Hall, der ausgerechnet den Führer der Danziger Hitler-Jugend mit einem seiner lächerlichen Briefe beehrte. Interessant ist die Aufschrift mit dem BestimmungsortDanzig-Gerrnany". (Scherl-Bilderdienst-M.)

wenn von drüben her immer wieder versucht wird, das Vertrauensverhältnis zwischen dem großdeut­schen Volk und seinem Führer zu erschüttern. Das ist wohl noch eine Erinnerung an die Vergangenheit, in der nicht ohne Mitwirkung der westlichen Demo­kratien das deutsche Volk parteipolitisch gespalten und damit ohnmächtig und willenlos war. Das kommt nicht wieder! Das deutsche Volk, Ar­beiter und Soldaten, Bauern und Handwerker so­wie alles, was wirkt und schafft, sind z u einer festen Gemeinschaft verbunden. Daß diese Verbundenheit zwischen Arbeitern und Sol­daten besonders stark ist, dafür ist die Rede des Generalobersten von Brauchitsch in der Rüstungs- Werkstatt zu Düsseldorf ein Beweis, der noch ge­steigert worden ist dadurch, daß die Arbeiter dem, was der Oberbefehlshaber des Heeres zu ihnen sagte, lebhaft und beifällig zugestimmt haben. Zugestimmt vor allen Dingen, daß das großdeutsche Volk und sein FührerdenFriedenwol- le n, daß sie aber auch entschlossen sind, vor keiner Einschüchterung zurückzuwei- chen. Es ist Soldatenart, nicht viel Worte zu machen, aber es ist die Art deutscher Soldaten, nicht nur zu handeln, sondern auch zu denken.

Frankfurter Goethe-Preis 1939 für Geheimrat Larl Bosch.

(Aufnahme: Archiv.)

LPD. Frankfurt a. 21L, 10. August. Der verwallungsrat zur Verleihung des Frankfurter Goethe - Preises hat durch einstimmigen Beschluß den Goethe-Preis des Jahres 1939 Herrn Geheimrat Professor Dr. Carl Bosch zuerkannt. Die Ehrung gilt dem großen Chemiker und Tech­niker, der durch seine Kenntnisse und durch seine Tatkraft nicht nur unser Dissen von der Natur erweitert, sondern auch durch sie dem Vaterlande in der Not entscheidend geholfen hat. Die feierliche Aeberreichung des Preises erfolgt nach den Bestim­mungen der Satzung am 28. August, am Geburtstag

Goethes, In den Räumen des Frankfurter Goethe- Hauses am Großen Hirschgraben.

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Earl Bosch wurde am 27. August 1874 in Köln geboren. Er durchlief die Oberrealschule und ar­beitete dann ein Jahr lang praktisch in einer Formerei in Schlesien. 189496 studierte er in Eharlottenburg Maschinenkunde und Hüttenwesen, danach Chemie in Leipzig, wo er 1898 promovierte; er blieb noch ein Jahr als Assistent in Leipzig, bis er 1899 bei derBadischen Anilin- und Sodafabrik" in Ludwigshafen als Chemiker eintrat, wo er in der aufbluhenden Indigo - Abteilung Verwendung fand und fein konstruktives Talent verwerten konnte. Noch mehr war das der Fall, als 1908 von Pro­fessor Fritz Haber das Verfahren zur synthe­tischen Darstellung von Ammoniak erworben wurde. 1913 war die Arbeit soweit gefördert, daß das erste Ammoniakwerk in Oppau in Betrieb genommen werden konnte. Der weitere Ausbau war im wesent­lichen Boschs Werk während der folgenden Kriegs­jahre. Das zweite große Ammoniakwerk in Leuna wurde 1917 betriebsfertig.

Bosch kam rasch in leitende Stellungen bei seiner Firma; 1911 erhielt er Prokura, 1914 wurde er stell­vertretender Direktor, 1916 Vorstandsmitglied und war seit 1919 Vorsitzender des Vorstandes und da­mit Leiter einer der wichtigsten deutschen Produk­tionsstätten. Seit der Vereinigung der deutschen chemischen Industrie zu der IG. Farbenindustrie AG. war er Vorsitzender des Vorstandes dieses Konzerns. Aehnlich weltbekannte Bedeutung wie das Haber­

Bosch-Verfahren hat das Bergin-Verfahren (Her­stellung flüssiger Kohlenwasserstoffe aus Kohle) ge­wonnen, das die IG. auf Boschs Betreiben 1924 übernahm; in den Leuna-Werken wird die Durch­führung des Verfahrens ermöglicht.

Bosch lebt, nur seiner Arbeit hingegeben, äußerst zurückgezogen in Heidelberg. Die Ehrungen zahl­reicher wissenschaftlicher Organe, die Verleihung von vier Ehrendoktortiteln sowie seine Berufung in den Vorstand des Reichsoerbandes der deutschen Indu­strie und in den Generalrat der deutschen Wirt­schaft (1933) kennzeichnen seine hervorragende Be­deutung für die deutsche Wirtschaft. Nach dem Tode des Geheimrats Duisberg übernahm Bosch im April 1935 den Vorsitz im Verwaltungsrat der IG. Farbenindustrie AG.

Büchertisch.

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Freude, Zucht, Glaube. Handbuch für die kulturelle Arbeit im Lager. Im Auftrage der

Reichsjugendführung der NSDAP, herausgegeben und bearbeitet von Claus Dörner. 256 Seiten, 80 Bilder. Ganzleinen 3,80 RM. LudwigDoggen- reifer Verlag, Potsdam. (207) Für die aktive Führerschaft in HI. und BDM. ist das in einer bedeutend erweiterten Neuausgabe erschienene Buch unentbehrlich geworden, da es alle Fragen, die beim Vorbereiten und Durch führen eines Lagers auf. tauchen können, mit praktischen Beispielen und Ma- terialangaben beantwortet; es sieht seine Aufgabe darin, vom Lageraufbau über die Gestaltung eines Lagertages, über die Morgenfeier und Flaggenhifsung, über den Nachmittag und Gemeinschaftsabend bis zu den Sonderausgaben des Elternabends, der Musikarbeit, der Lagerbücherei und der gemein­schaftlichen Dorfveranstaltung hinzuführen. So er- füllt es die Forderung des Reichsjugendführers, praktische Vorschläge und Hinweise für die Durch­führung der Hitler-Jugend-Lager zu geben, und enthält die Summe aller Erfahrungen auf dem Gebiete der Feier- und Freizeitgestaltung, wie sie bisher in dieser Uebersichtlichkeit, Sachkenntnis und Vollständigkeit kaum niedergeschrieben wurden.

Dr. Sandro Simbach: Roh- und Werk, stofse, Gewinnung, Verarbeitung und wirtschaft, liche Nutzung. Band 2, Felix Höhne, Inge- nieur: Nicht-Eisen-Metalle. 62 Seiten mit 42 Abb. Halbleinen 1,80 RM. Verlag I. I. Arnd, Leipzig CI. (139) Der Verfasser schildert das Wesen der Nichteisenmetalle; er beschreibt ihre Ge­winnung und Verwertung, erklärt die Bedeutung der Normung metallischer Werkstoffe und weist die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten für Nicht­eisenmetalle nach.

Wetterbericht

Mit der Ausbildung eines sich durch Süddeutsch- land westostwärts erstreckenden Hochdruckrückens hat sich auch bei uns freundlicherer Witterungscharakter durchgesetzt. Die Zufuhr feuchter Meeresluft ließ st- doch am Donnerstag noch zu vereinzeltem Auf. treten meist unbedeutender Niederschläge kommen und läßt auch für die Folge noch nicht allgemein niederschlagsfreies Wetter erwarten.

Vorhersage für Samstag: Häufig auf. geheitert, doch besonders nach Norden hin noch Regen möglich; bei Winden aus meist südlicher bis westlicher Richtung tagsüber warm.

Lufttemperaturen am 10. August: mittags 19,8 Grad Celsius, abends 18,8 Grad; am 11. August: morgens 15,5 Grad. Maximum 20,5 Grad, Minimum heute nacht 13,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. August: abends 18,6 Grad; am 11. August: morgens 16,3 Grad. Niederschläge 0 Millimeter. Sonnenscheinüauer 1,1 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange.

Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. V.: Ernst Blum- schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 1939 : 8855. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezuas. preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkauss- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Jllu- ftrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Gießen, den 11. August 1939.

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Die trauernden Hinterbliebenen:

Marie Burger und Kinder.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank, insbesondere dem Herrn Pfarrer für die wohltuenden Worte am Grabe.

Dr. Franz Geyer

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