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S^ugt, die Maschine zu fassen. Plötzlich droffelt der Flieger den Motor, aber im gleichen Augenblick ommt das Flugzeug m den umhersuchenden Strah- lenkegel des Flakschernwerfers, der seine Beut« iekt nicht mehr freight. Da, was ist das? Aus 3000 Meterhohe kommt der feindliche Flieger direkt auf den Scheinwerfer zugesturzt: deutlich kann die B«. dienungsmannschaft erkennen, daß es sich um eine rweimotorlge Bloch 200 handelt. Die Motoren heu­len wieder auf, und mit Vollgas setzt der Franzose seinen Sturzflug werter.Nun wird er gleich schie­ßen", das ist der Gedanke, den jeder Mann bon der Bedienung in diesem Augenblick hat. Aber ruhia steht dre gesamte Bedienungsmannschaft am Gerät und unentwegt wird der Flakscheinwerfer auf und abgeblendet. Nur noch wenige hundert Meter ist die Maschine jetzt von der Scheinwerferstellung ent- fernt. Da reißt der Pilot das Flugzeug in eine Linkskurve so rasch, daß der Scheinwerfer kaum folaen kann. Ein furchtbarer Knall erschüttert die Lust und gleichzeitig züngeln kaum 500 Meter von dem Flakscheinwerfer entfernt hohe Flammen auf. Zuerst glaubt die Bedienungsmannschaft, der Flie­ger habe eine Bombe geworfen. Doch in wenigen Augenblicken wird es klar, daß das Flugzeug ab- gestürzt ist.

Im Laufschritt eilen die Männer zur Absturzstelle. Zu helfen gibt es hier nichts mehr: die Maschine ist restlos zerstört. Hunderte von Metern weit sind die Trümmerstücke geschleudert worden, und auch die fünftöpfig« Besatzung wurde bei dem Aufprall vollkommen zerschmettert.

Groh ist die Freude bei der Bedienung des Flak- scheimoersersDora", denn sie ist es ja gewesen, die den feindlichen Flieger in dem Augenblick zum Absturz gebracht hat, als er den Scheinwerfer an» «unreifen versucht. Das fortgesetzte Auf- und Ab- blenden hat feine Wirkung nicht verfehlt: der Pilot ist durch den ständigen Wechsel von Dunkel und gleihendem Hell so geblendet worden, daß er sich in der Höhe verschätzte. Er muß die von Wasser­läufen durchzogene Wiese mit den einzelnen dar­überliegenden Nebelschwaden als durchbrochene Wolkendecke angesehen haben. Offenbar wollte er sich durch Kurven in einer solchen vermutlichen Wolkenbank dem ScheinwerferkegÄ entziehen und »u neuem Angriff ansetzen. Dabei war er so tief yeruntergegangen, daß er mit Vollgas in den Boden rannte.

Die Belohnung für We Flak-Scheinwerfer-Bedie- nung, der es gelang, einen feindlichen Flieger zum Absturz zu bringen, blieb nicht aus. Für die ge­samte Mannschaft erhielten der Scheinwerferführer ein Unteroffizier und der K2 der Be- dienungsmann für Höhe und Seite das Eiserne Kreuz, das sie jetzt mit Stolz tragen. Bei der Ueber- reichung der Auszeichnung durch den General gab es noch zwei Tage Sonderurlaub, die natürlich so- fort angetreten wurden. Nur wenige Kilometer von oem Schauplatz des Erfolges sitzt jetzt der Schein­werferführer beiMuttern" und freut sich über den Erfolg, den er Mit seinen Männern erzielen konnte. Hans Jütte.

Oie Front

der deutschen Wissenschaft.

Reichsminister Rust sprach

auf der Münchener Hochschulwoche.

M ü n ch e n, 8. Dez. (DNB.) Auf der Hochfchulwoche der Technischen Hochschule München nahm Reichs- Minister Rust das Wort. Der Minister zog eine Parallele zur Erzeugungsschlacht des deutschen Bauern und des deutschen Arbeiters, indem er dazu aufrief, nicht zu vergessen dieErzeugungs­schlacht" der geistig Schaffenden, die von 15 000 an der Hochschule wirkenden Kräften (5000 Proscssoren unb 10 000 Assistenten, geführt wird. Den Hochschullehrern gebühre ernster und ehr­licher Dank für die Art und Weise, wie sie trotz großer Schwierigkeiten an die Bewälttgung ihrer Ausgaben herangegangen feien. Der große Bedarf für Wehrmacht und Wirtschaft, z. B. an Medizinern, Technikern usw. erheische eine Verkürzung der Aus- bildungszeiten auf ein Mindestmaß. Deswegen fei die Einteilung des akademischen Jahres in Tri­mester eingeführt worden. Nachdem die Notwen­digkeiten des Krieges zunächst dazu geführt hatten, daß nur 5 Universitäten und einige andere Hoch­schulen den Lehrbettieb zum üblichen Datum wieder aufnahmen, die natürlich völlig überfüllt waren, habe die Kriegslage bald die Eröffnung wei­terer Hochschulen gestattet. Bei vermehrter Arbeitszeit und bei der Notwendigkeit, ohne Assi­stenten auszukommen, sei die Arbeit an der wissen­schaftlichen Front heute schwerer denn je. Der Minister versprach, soweit möglich, für einen Ausgleich zu sorgen. Anaesichts der schweren Ausgaben der Hochschulen sei heute die Frage ihrer i Organisation nichtig. Nur daran müsse unbedingt festgehalten werden, daß die Freiheitder For­schung gewahrt oleibe. Der Minister forderte die jungen Wissenschaftler auf, diese Stunde als chre Stunde zu begreifen, und gab ihnen dazu das Wort mit auf den Weg, das er vor drei Jahren zum ersten Male der Arbeit des Hochschulnachwuchses voranstellte:Parole W i s s e n s ch a s tl"

Nr. Goebbels sprach

zu den Führerinnen des BOM.

Berlin, 8. Dez. (DNB.) Am Freitagnacbmittag empfing Reichsminister Dr. Goebbels die Obergau- kuhrerinnen und Amtsreferentinnen des BDM., die in Potsdam zu einem Kursus versammelt sind. Nachdem die Reichsreferentin de. BDM., Dr. Jutta Rüdiger, dem Reichsminister ihre Kameradinnen Dorgeftellt hatte, gab Dr. Goebbels ein Bild der | politischen Situation. Die große Organisation des BDM. habe die Aufgabe, der gesamten weiblichen Jugend ein Beispiel in Haltung, Gesinnung und I < Handlung zu sein, denn auch die Jugend müsse sich oor Augen halten, daß der Krieg nicht nur an der I Front, sondern auch in der Heimat geführt werde. I Eine besonders ernste politische Verantwortung ruhe ruf der nationalsozialistischen Jugendführung. Im Kriege wieg« diese Verpflichtung noch viel schwerer «Is im Frieden.

300 000 Schulkinder führen ein Kriegstagebuch.

Der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes, Gau­leiter W ä ch t l e r, hat die Schuljugend aufgerufen, iie Geschehnisse unserer Tage, wie sie sie sieht und I «riebt, festzuhalten und darzustellen. Das so ent­stehende Kriegstagebuch der deutschen Jugend aller Schulen wird dereinst für die Gemeinschaft des Vol­tes eine Erinnerung fein an den Einsatz von Front imb Heimat. Das Kriegstagebuch der deutschen Ju­gend wird vom NS.-Lehrerbund und demHuf- nit!"-Verlag in einer Auflage von 300 000 Stuck kostenlos an den Schulen verteilt. Es soll in gemein-

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder- vr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen. Pro- vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlsche Unioersitätsdruckerei, R. Lange, K-G., famt Mi in Gießen. Monatsbezugspreis 2.05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illusttierten 15 sif. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 mehr^ur Zeit tft Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 Mtig.

«er Arbeit von allen Schulen und Klaffen, ijglichkeit aber von jedem einzelnen Schuler geführt werden. Es ist kein Aufsatzheft, sondern lediglich ein Merk- und Datenbuch. Die Jungen und Mädel sollen aber ihre Gedanken, Er- lebnisse und Berichte in besonderen Aufsätzen nieber- fcbreiben, die dann in einer besonderen Mappe mit Zeitungsartikeln und ausgeschnittenen Photos ge­sammelt werden. Auf diese Weife wird ein um­fassendes Kriegstagebuch der Jugend zustandekom- men. Die bestgeführten Tagebücher werden nach dem Kriege mit wertvollen Preisen ausgezeichnet.

Wer hat Anspruch auf eine Hausgehilfin?

Nach den Richtlinien des Reichsarbeitsministers ist die Zustimmung zur Einstellung einer Ha-usge hilf in dann zu erteilen, wenn öie Hausfrau schwanger ist, wenn die Hausfrau ihres Gesundheitszustandes wegen die Hausarbeit mcht allein verrichten kann, wenn die Hausfrau das 50. Lebensjahr vollendet hat, wenn dem Haus­halt Personen angehören, die besonderer Pflege und Wartung bedürfen, wenn die Hausfrau durch eine volkswirtschaftlich wertvolle Erwerbstätigkeit oder Berufsausbildung in solchem Maße gebunden rst, daß sie einer Hilfe im Haushalt bedarf, und wenn die Stellung des Haushaltsvorstandes im öffentlichen Leben ihm besondere den Haushalt be­lastende Pflichten auferlegt. Voraussetzung ist im­mer, daß die im Haushalt erforderliche Hilfe nicht von Familienangehörigen geleistet werden kann. Unter ähnlichen Gesichtspunkten ist die Frage zu prüfen, ob Hausgehilfinnen oder Hausangestellten die Zustimmung zur Kündigung erteilt werden kann. Bei der Prüfung wird auch das Deut­sche Frauenwerk mitwirken.

Die Vorschriften finden auch auf Arbeitsverhält­hisse Anwendung, die zum Zwecke der Pflicht- jahrableistung eingegangen sind. Kündigun- gen nach Ablauf des Pflichtjahres soll jedoch grund­sätzlich^ zugesttmmt werden. Wenn Mädchen ihr Pflichtjahr unterbrechen ober nicht an- treten, weil ihre Väter oder Brüder zum Heeres­dienst eingezogen werden unb sie beshald im eige­nen Haushalt unentbehrlich find, kann den Mädchen diese Tätigkeit im elterlichen Haushalt zu­nächst nur bann auf das Pchflichtjahr angerechnet werden, wenn es sich um kinderreiche Fa- mitten handelt. Diesen Mädchen wird eine teil­weise oder vollständige Befreiung vom Pflicht­jahr in Aussicht gestellt, sofern sich infolge der Ein- ziehung.der Väter oder Brüder die wirtschaftlichen ober persönlichen Verhältnisse der Familie so ge­staltet haben, daß eine Befreiung gerechtfertigt er­scheint.

Aus aller Wett.

Jugendlicher Räuber zum Tobe verurteilt.

Dor dem Sondergericht in Graz hatte sich der 17jährige Josef P r a w i tz e r wegen eines am 24. November d. I. in St. Margarethen bei Leb ring verübten Raubüberfalls auf die Eheleute Bucher zu verantworten. Prawitzer, ein wegen Datermißhandlung und Betruges schon uorbeftrafter arbeitsscheuer Burscke, hatte damals unter Aus­nutzung der Verdunkelung das Ehepaar Pucher im Hauseing?ng überfallen, mit einem Holzprügel nie­dergeschlagen und eine Handkasse geraubt. Frau Pucher wurde durch den Hieb schwer verletzt. Wie Prawitzer zugibt, vermuete er in der Handkasse einen Bettag von 1000 RM. Es befanden sich aber nur 79 RM. darin. Prawitzer konnte überführt werden und wurde zum Tode verurteilt.

Verhängnisvoller Schuß.

In Heidelberg-Neuen heim raubte ein tragisches Geschenk dem Professor Dr. Knüpfer den 16jährigen Sohrn Nachdem der älteste Sohn Otto zum Besuch eingetroffen war, erwartete die Familie am Sonntag auch den Besuch des zum Heeresdienst einberufenen Vaters. Inzwischen hatte der älteste Sohn sorgsam das Magazin feiner Dienstpistole herausgezogen und beiseitegelegt, so daß er dem jüngeren Bruder Werner unbedenklich Mechanismus und Gebrauch der Waffe erklären konnte. Der Sechzehnjährige wieder zeigte die in diesem Zustande ungefährliche Waffe der Mutter in der Küche. Das Unglück wollte, daß Werner Knüpfer auf dem Rückweg ins Wohnzimmer auf dem Korridor den beiseitegelegten Rahmen mit noch drei Geschossen erspähte und in die Pistole schob. Als nun der ältere aus der Hand des jüngeren Bruders ahnungslos die Waffe zurück- nahm, löste sich ein Schuß und traf den Sech­zehnjährigen tödlich in die Brust. In wenigen Augenblicken verblutete der junge Mensch in den Armen seines entsetzten Bruders. Der noch in glei­cher Stund« zum Besuch eintreffenbe Vater traf fein Kind als Leiche an.

Ans Rache einen ttuhsiall angezünbek.

Das Sondergericht Königsberg verurteilte den nach § 3 der Volksschädlingsoerordnung ange­klagten 19jährigen Untermelker Fritz Krause aus Maraunen zum Tode. Krause hat am Abend des 1. Dezember den großen Kuh st all des Gutes Maraunen angezündet. Das zum Teil in Fachwerk ausgeführte Gebäude ist bis auf die Fundament« niedergebrannt. 68 Milchkühe, 2 Zuchtbullen, 18 Stück Jungvieh, 51 Läuferschweine, 120 Fuder Wiesenheu und 500 Zentner Wruken wurden ein Raub der Flammen. Schätzungsweise beträgt der für die Dolksernährung entstandene Schaden 200 000 RM. Der Brandstifter gestand, das Ver­brechen begangen zu haben, um si ch am Ober­melker zu rächen. Die Dolksschädlingsverord- nung war ihm, wie er zugab, aus der Zeitung be­kannt.

Großes TNühlenwerk in Oberilalien abgebrannt.

In Bergamo wütete in einer Mühle ein Groß- feuer, das das fünfstöckige Gebäude voll« ft ä n b i g zerstörte und sämtliche Maschinen ver­nichtete. Auch bedeutende Vorräte von Mehl wurden ein Raub der Flammen. Der Schaden wird auf mehr als drei Millionen Lire geschätzt.

Weltgeltung deutscher

Arzneimittel

Einige Jahre nachdem die Gegner aus dem Welt­kriege das deutsche Volk seiner Kolonien beraubt und ihm die Zähigkeit zu kolonisieren abgesprochcn hatten, entdeckten deutsche Forscher ein Heilmittel, das den bedeutungsvollsten Beitrag darstellt, der je für die Wohlfahrt kolonialerVölker geleistet wurde. Sie entdeckten ein Mittel gegen die Schlafkrankheit, die Geißel Afrikas, die jahrhundertelang den schwar­zen Erdteil verwüstet hatte. Damals sprach der eng­lische Professor Huxlcy von der Universität Oxford das bekannte Wort-Die Entdeckung des deutschen Germanin ist für die Alliierten wahrscheinlich viel wertvoller als sämtliche von ihnen ursprünglich ge­forderten Reparationen".

Nicht gegen die Schlafkrankheit allein, auch gegen andere Massenseuchen tropischer Gebiete haben deut­sche Forscher die wirksamsten Waffen geschmiedet. Deutsche Malariamittel vermögen die Malaria, die stch wie ein breiter GUttel des Leidens um die Erde legt, und die heute noch ein Drittel der Menschheit befällt, wirklich zu bezwingen. Ein deutsches Heil­mittel hat die Sterblichkeit bei derKala-Azar, einer Tropenkrankheit, an der allein in Bengalen jährlich eine Million Menschen starben, auf ein geringes Maß herabgesetzt.

Das deutsche Volk, das nicht für würdig befunden wurde, Kolonien zu besitzen, hat der Welt diese Heil­mittel geschenkt, die es ermöglichen, weite Gebiete der Erde, die sonst einem erbarmungslosen Verfall preis­gegeben wären, der menschlichen Besiedlung zu er­halten und die hilflosen Völker vor dem Elend eines immcrwiederkehrendcngraucnvollcnMassensterbens zu bewahren.

Wo immer es gilt, kühn und zäh auf neuen Wegen vorzustoßen, um die Menschheit von den unerbitt­lichen Drohungen ihrer gefährlichsten Krankheiten zu befreien, sind die Energien der deutschen Forschung lebendig. Fast auf allen Gebieten der Heilkunde lassen sich die Namen deutscher Arzneimittel nennen, die Millionen Menschen in allen Teilen der Welt gehol­fen und jenen ehrfürchtigen Ruhm begründet haben, den die deutsche Wissenschaft unter den Kultur­nationen besitzt.

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