Sie können Ll-Vootsunfälle entstehen und verhütet werden?
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Berlin, 5. Juli. (DNB.) Die Untergänge des amerikanischen U-Bootes „Squalu s" am 23. 5. 1939, des englischen U-Bootes „Theti s" am 1. 6. 1939 und des französischen U-Bootes „Phöni x" sowie die Rettungsversuche hat das deutsche Volk mit großer Anteilnahme verfolgt. Wir bewundern die hervorragende seemännische und technische Leistung der amerikanischen Marine, der es gelungen ist, mit einer neuartigen Taucherglocke sämtliche 33 im Boot noch lebenden Besatzungsangehörige zu retten, nachdem die restlichen 26 anscheinend bereits vorher umgekommen waren. Ebenso sind wir überzeugt, daß auch bei der „Thetis" alles nur Menschenmögliche zur Rettung geschehen ist, ; obwohl hierbei nur vier von etwa 90 Besatzungsund Werftangehörigen dem Tode entronnen sind. Bei dem französischen U-Boot muß wegen der großen Wassertiefe mit dem völligen Verlust von Boot und Besatzung gerechnet werden.
Wie können solche Unfälle entstehen?
teilte den 52 Jahre alten, [eit 1920 in Hamburg. Altona praktizierenden volljüdischen Arzt Dr. Ernst Israel Jacobson wegen vollendeter Rassenschande in fünf Fällen zu der höchsten zulässigen Strafe von 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Mit einer Schamlosigkeit und Hartnäckigkeit ohnegleichen hatte es der Angeklagte in den Jahren 1935 bis 1938 verstanden, deutschblütige Frauen zu verführen, indem /r das Vertrauen, das er als Hausarzt genoß, aufs übelste für seinen hemmungslosen Trieb mißbrauchte. Nachdem er sich als wohwollender Arzt und Helfer aufgespielt hatte, machte er sich seine Opfer gefügig, oder er benutzte ihm als Arzt gemachte vertrauliche Mitteilungen als Druckmittel, um zu fernem Ziel zu gelangen.
ren können.
Welche Sicherungsmaßnahmen sind vorgesehen?
Bei der Konstruktion und Ausrüstung sind uber- -all, wo durch menschliches Versehen oder Materialfehler Versager auftreten könnten, nach Möglichkeit mehrfache Sicherheiten vorgesehen. Bei allen Ein- und Austritten von Luft- und Wasserrohren sind doppelte Verschlüsse vorgesehen, so daß bei Undichtigkeiten oder versehentlichem Ofenlassen des einen Verschlusses immer noch ein zweiter das Eindringen von Wasser beim Tauchen verhindern kann. MehreredruckfesteSchot. t e n bewirken, daß ein etwaiger Wassereinbruch auf
Japan kämpft für die Befreiung Ostasiens
Scharfe ansibriiische Erklärungen.
Die Rettungsmaßnahmen.
Ist ein U^Bootsunfall auf Wasser tiefen über 100 Meter erfolgt, so ist natürlich infolge der großen Tiefen eine Rettung der Besatzung nicht möglich. Dies ist z. B. in größeren Tiefen der Nordsee und im Atlantischen Ozean der Fall. In der Deutschen Bucht und in der westlichen Ostsee jedoch, wo die Torpedoschleßubungen unserer U-Boote stattfinden, sind die Wassertiefen derart, daß ein Aussteig 6 n der Besatzungen ohne fremde Hilfe verhaltms- mäßig gefahrlos erfolgen kann. Hierzu sind für jeden Mann Tauch rett er vorgesehen. Es ist dies ein umzuschnallendes Atemgerät, mit dem aus einer Sauerstofflasche über einen Atemsack sauerstoffhaltige Luft geatmet wird; die aus geatmete Kohlensäure wird in einer Kalipatrone gebunden. Der Inhalt der Sauerstofflasche und die Brauchbarkeit der Kalipatrone dieses Drägerschen Tauchretters reichen für etwa eine halbe Stunde aus. Vor dem Oeffnen der Luken wird durch Fluten tm Dootsinnem derselbe Druck wie außen hergestellt. Da ein schnelles Hochschießen aus großer Tiefe wegen des starken Druckabfalls oft für den Körper gefährlich werden kann, wird durch das geöffnete Luk zunächst eine Seine an einer Boje hochgelassen,
veröffentlicht.
In den Rhein gefallen und ertnmken.
Oberhalb der K o b l e nz er Sch i ffb r uck e lag das Motorboot „Johanna , das eineS ch u l k l a s s e von Mainz noch Koblenz gebracht hatte. Als d e Schüler wieder das Boot besteigen wollten stürzte ein 15jähriger Schüler zwischen Boot und L a n d e st e'q in den Rhein, wobei er noch mit dem Kopf auf die Bordkante aufschlug. D^ Junge wurde schnell abgetrieben und verschwand schon nach ! kurzer Zeit, ehe' Hilfe gebracht werden konnte in den Fluten des Rheins. Es handelt sich um Öen 15jährigen Handelsschüler Heinrich Friedrich P o t h aus Roßdorf bei Darmstadt, den einzigen Sohn feiner Eltern.
Schwere (Beroitterftürme über England.
In zahlreichen Bezirken der britischen Inseln schien, nachdem die Temperatur d°n höchsten Stand seit August vorigen Jahres erreicht hatte, Gewit
Tokio, 6. Juli. (Europapreß.) Der ^panische Kriegsrninister, General I t a g a k i, hat gewisse „dritte Mächte" erneut davor gewarnt, weiterhin auf der Seite Tfchiangkaischeks gegen Japan Stellung zu nehmen. Aus Anlaß des zweiten Jahrestages des Kriegsausbruchs im Fernen Osten veröffentlichte er eine Botschaft an das japanische Volk, in der festgestellt wird, daß selbst nach dem Sturz des chinesischen Generalissimus es Notwendig fern werde, die japanfeindliche Politik dritter Mächte unter allen Umständen zu unterbinden, „um China aus seinem halbkolonialen Zustand zu befreien". Japan müsse den Manovern der für Tfchianqkaischek eingestellten Machte einen Riegel vorschieben. Die Nation muffe bereit fein, mit einer möglichen Weltkrise fertig zu werden. Sie müffe ihren Entschluß zum Ausdruck bringen, ein Ostasien für die D ft a ft a t e n zu ^Jn^einem Artikel stellt der frühere Botschafter Baron F u n a g o f ch i fest, daß Japan die Besprechungen mit England im Namen a l l e r orientalischen Völker führen werde die seit 300 Jahren unterdrückt wurden. Die Verhandlungen würden daher eine kostbare Gelegenheit bilden, die gegenwärtig ungünstige Lage der Orientalen unter fremder Herrschaft wieder auf den naturgegebenen Stand zu bringen. Ein einziger Mißgriff Japans würde zur Folge haben, daß Japan das Vertrauen der ostasiatifchen Völker verliere und daß Japan und die anderen asiatischen Länder weiterhin britischen Herrschaftsgelüsten unterworfen feien. Alle Japaner mupten entschlossen gegen England zusam- menstehen, um es auf die Knie zu zwingen.
Die Londoner Morgenblätter berichten wieder über eine Derschärfungder ant i - britischen Stimmung im Fernen Osten. Der „Daily Telegraph" spricht in einer Meldung aus Hongkong von einer beunruhigenden Zunahme der antibritischen Propaganda. An verschiedenen
Aus aller Wett.
Dr. Maybach 60 Jahre alt.
Am Donnerstag feierte Dr. Karl Maybach, der Erfinder und Konstrukteur der weltbekannten Maybach^Motore, feinen 60. Geburtstag. Nach Vollendung feines Studiums trat er in Die Daimler- Motoren-Gesellschaft in Cannstatt ein, wo fein Vater als technischer Direktor tätig war. Hier arbeitete er an der grundlegenden Entwicklung des Kraftwagens. Als G r a f Z e p p e l i n 1907 daran ging, eigene Motors für feine Luftschiffe zu bauen, wurde Maybach dazu auserfehen, Luftfchiffmotore zu kon- | ftruieren. So wurde er Mitbegründer der heutigen Maybach-Motorenbau-AG.
Als deutscher Auslandsjournalist in Mandschukuo gestorben.
In Dai re n, wo er seit vielen Jahren auf nichtigem journalistischen Auslandspoften stand, ist Hans Tröbst einem Herzschlag erleoen Seme mit feinem Humor pointierten und lebendig geschriebenen Auslandsberichte sind in vielen deutschen Zeitungen erschienen. Im Weltkrieg stand Tröbst als Hauptmann an der Front. Am 9. November 1923 nahm er am Freiheitsmarfch zur Feldherrnhalle teil. Dann ging er nach Athen später nach Bukarest als Ausländskorrespondent eines großen Nachrichtendienste^ Dor mehreren Jahren begab er sich nach dem Fernen Osten. Auch der G. A. hat mehrfach Berichte aus ferner Feder
terftürme ein, die mehrere Menschenleben forderten. In Staffordshire wurden zwei Radfahrerinnen vom Blitze getroffen. Erne wurde auf ber Stelle getötet, die andere mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. In Birmingham stürzte infolge des heftigen Sturmes eine Mauer ein. Fünf Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben, zwei von ihnen konnten nur tot geborgen werden. In Perth wurde ein Militärflugzeug vom (Sturm abgetrieben und ist seitdem v er ch ollen. In Sudwales ereignete sich ein kurzer Erdstoß. Möbelstücke wurden umgeworfen und Bilder fielen von den Wänden.
Jüdischer Rassenschander zv 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Hamburg, 6. Juli. (DNB.) Die Große Strafkammer 6 des Landgerichtes Hamburg verur-
einen oder höchstens zwei Räume beschränkt bleibt. Bei Ausfall der elektrischen Bedienungsanlage für die Tiefenruder können diese sofort auf Handbetrieb umgeschaltet werden. Versagt das elektrische Licht, so kann im gleichen Augenblick eine Notbeleuchtung in Betrieb genommen werden. Außerdem ist jeder Mann mit einer Taschenlampe ausgerüstet. An den Torpedorohren verhindern sinnreiche Verblockungen, daß z.B. der Boden- verschluß am inneren Rohrende geöffnet wird, solange die Mündungsklappe am äußeren Rohrende offenstcht.
Der Albert-Kanal.
Der Dammbruch des belgischen Albert-Kanals,! der vor. einigen Tagen gemeldet wurde, hat über I Belgien hinaus, besonders in Paris und London, höchst unliebsames Aufsehen gemacht. Und warum das? Der Kanal dient sicherlich auch wirtschaftlichen ] Zwecken, indem er das Industriegebiet von Lüttich mit Der Schelde bei Antwerpen verbindet und den] eigentlichen Flußweg stark abkürzt. Aber ebensosehr] ist dieser Kanal als eine militärische Bar-] r i e r e gedacht, um die französische Maginot-Linie ] nach Norden zu verlängern und einen Angriff auf Belgien über den Limburger Zipfel Hollands zu verhindern. Don dem Kanal ist schon seit Jahrzehnten gesprochen worden. Aber erst 1930 wurde er gebaut. Mit einem Kostenaufwand von 250 Mil-1 lionen Reichsmark. Das war für das kleine Belgien ein recht erheblicher Bettag, und er wurde nur aufgebracht, weil Frankreich immer und immer wieder feine militärischen Sicherheitsforderungen in Brüssel vortrug. Im Vorbeigehen sei bemerkt, daß dort, wo der Kanal aus der Nordrichtung nach Westen! abbiegt und einen Höhenzug durchschneidet, starke Befestigungen errichtet worden sind, Deren] Mittelpunkt Das Fort Eyben-Emael ist. Unterhalb Dieses Forts ist für Den Kanal in Dreißig Meter Brette ein Durchstich Des Höhenzuges erfolgt, Der hundert Meter tief in Den Felsen einschneidet. Diese Zusammenhänge machen Die Aufregung in LonDon unD Paris wegen des Dammbruches bei dem Städtchen Hassest erst verständlich.
Der Vertrauensarzt.
Das Reichsversicherungsamt hat eine Dienstanweisung für den vertrauensärztlichen Dienst für die Dersicherungsttäger und somit für die gesamte kassenärztliche Tätigkeit verbindlich er-! klärt. Darin wird feftgefteüt, daß der Vertrauensarzt der ärztliche und sozialmedizinische Berater der Krankenkassen ist. Der Zweck des vertrauensärztlichen Dienstes besteht darin, die Interessen des einzelnen Versicherten mit Denen Der Gesamtheit Der Versicherten in Einklang zu bringen. Dabei ist Der Vertrauensarzt den einzelnen hilfsbe- Dürftigen Versicherten ein fürsorgeärztlicher Berater, verhindert aber eine unberechtigte Inanspruchnahme oder Fehlleituna von Kassenmitteln. Durch frühzeitige Erfassung der Volks-
Bei Bau des Bootes wird nur bestes M a - t e r i a l verwendet. Ebenso sind die Arbeiter besonders ausgesuchte zuverlässige Männer, die sich Der Verantwortung bewußt sino, Die jeDer einzelne von ihnen trägt. Bei Abgabe eines fertigen Bootes an Die Kriegsmarine wirD unter Beachtung befonDerer Sicherheitsbestimmungen im Werftbafsin auf flachem Wasser bei still liegenDem Boot ein Tauchoersuch vorgenommen. Hierbei roerben alle Tüle, vor allem Die Luken und Durchbrechungen des Druckkörpers, eingehend auf D.ichtigke it untersucht. Die Uebernahme durch die militärische Besatzung er.olgt dann nach einer Ueberwasserprobefahrt, die noch vom Werftpersonal ausaeführt wird und bei der alle Teile auf einwandfreies Arbeiten durchprobt werden. Das erste Tauchmanöver erfolgt erst nach gründlicher Ausbildung jedes einzelnen Soldaten auf feiner Tauchstation unter Kontrolle des U-Boots- erprobungskommandos. Dor jedem gewöhnlichen Tauchen wird, abgesehen von Der Kontrolle aller Einrichtungen, noch eine D i ch t i g k e i t s p ro be vorgenommen. Hierzu wird im Boot ein UnterDrucr hergestellt unD am Barometer abgelesen, ob durch irgendwelche Undichtigkeiten Luft nachsttömt. Die Schnelligkeit der Tauchübungen wird allmählich gesteigert, bis das Boot in der Lage ist, aus voller Marschfahrt über Master in wenigen Sekunden zu verschwinden. Es ist so alles Menschen m o g - l j ch e getan, um Verluste von U-Booten durch Tauchpannen zu vermeiden.
Bei Der Ueberwasserfahrt, die mit Dieselmotoren erfolgt, hat dos U-Boot, wie jedes andere Fahrzeug, Auftrieb, da die Tauchzellen mit Luft gefüllt find. Zum Tauchen wird Der Auftrieb beteiligt, indem die Tauchzellen mit W a f f e r „geflutet "werden. Diefelzuluftmast und Auspuff muffen ebenso wie alle Luken und Verschlüsse vorher gut geschlossen sein. Zur Unterwasserfahrt wird auf die elektrischen Maschinen übergegangen, die aus Akkumulatoren gespeist werden, da unter Wasser keine Luftzuführung möglich ist. Die im Boot befindliche Luft reicht für viele Stunden für Die Atmung Der Besatzung aus und Fann bei eintretender Verschlechterung durch Zusatz von Sauerstoff und Reinigung durch Kalipatronen noch längere Zeit hindurch frisch gehalten werden. Das U-Boot kann Tiefen bis zu 100 Meter aushalten. Meist wird jedoch auf Sehrohrtiefe gesteuert, wobei das ausgefahrene Sehrohr noch oben über die Wasseroberfläche hinausragt. Die Diefensteue- rung geschieht mit Hilfe von Tiefenrudern, nachdem das Boot zunächst für die Normaltiefe gut ausgewogen worden ist. Dies an sich einfachen Vorgänge erfordern einen erheblichen Aufwand an komplizierten Geräten. Auf sehr engem Raum sind eine große Zahl von Handrädern, Hebeln und An- | zeigevorrichtungen, Rohr- und Kabelleitungen zu- | jammengebrängt. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß durch falsche Bedienung oder Fehler im Material Versager eintreten, Die infolge Der Unterwasserfahrt Des U-Bootes für Boot unD Leben der Besatzung Dann leicht zu schweren Folgen fuh-
an Der man sich langsam Hochangeln kann. Ist trotzdem Der eine oDer anDere zu schnell an Die Oberfläche gekommen, so mirD er, falls ein U-Boot- Begleitfchiff zur Stelle ist, in eine Druckkammer auf Dem Begleitschiff gelegt unD roieber unter Druck gesetzt. Durch langsames Ablassen Des Druckes werden gesundheitliche Schädigungen vermieden.
Auf den mittleren und großen U-Booten befinDen sich an Oberdeck in druckfeften Behältern zusammen- gefaltete Marcks-Rettungsflöße, Die vom Bootsinnern ausgelöst merDen können. Sie bestehen aus großen, mit einem bestimmten Salz gefüllten Seidenbeuteln, Die bei Der Berührung mit dem Wasser sich selbsttätig prall aufblasen. Auf und an diesen kann die Besatzung sich so lange halten, bis andere Fahrzeuge herangekommen sind. Ferner sind auf allen Booten Notsianalbojen, die ebenfalls von innen zum Aufsteigen gebracht werden können. Sie haben Den Zweck, die Sage Des Bootes anzuzeigen unD eine telephonische Verbindung nach oben herzustellen. Der Grundsatz, daß Die Besatzung Das U-Boot verläßt, sobald es sich als sicher erwiesen hat, daß das U-Boot mit eigenen Mitteln nicht mehr zu heben ist, hat sich als richtig erwiesen. Es besteht immer Die Gefahr, daß die Besatzung vor Eintreffen des Bergungsfahrzeuges durch Einatmen von Stickstoff oder Chlorgas bereits zu entkräftet ist, um sich Dann noch aus Dem Boot herauszuarbeiten. Der „Thetis"-Fall hat dies wieder deutlich gezeigt.
Schleusen und Taucherglocken.
Zum" Schluß seien noch zwei Einrichtungen er- wähnt, die bei einigen anderen Marinen eingeführt sind: die Schleuse und die Taucherglocke. Die Schleuse ist im Boot eingebaut; die Besatzung steigt aus ihr mit umgelegten Tauchrettern aus. Da jeweils nur zwei Mann ausgeschleust werden können, besteht die Gefahr, daß bei einer mindestens 40—50föpfigen Besatzung unter Umständen zuviel Zeit vergeht, bis der letzte Mann ausgestiegen ist. Die Taucherglocke muß mit einem Bergungsfahrzeug zunächst e rft an d ie Unfall ft eile herangebracht werden. Ihr Vorteil ist, daß die Besatzung auch aus größe- ren Tiefen, als die mit Tauchrettern noch möglich wäre, aussteigen kann, und zwar ohne dem Wasserdruck ausgesetzt zu sein. Ihre Verwendung findet jedoch ebenfalls eine Grenze in Der Tiefe, in Der noch Taucher arbeiten können, um die Taucherglocke an das gesunkene U-Boot heranzubringen. Starker Seegang und Strom werden auch dies unmöglich machen. Die Einführung von Taucherglocken erfolgt trotzdem auch bei uns, da kein Mittel zur Rettung gesunkener U-Bootsbefatzun- gen unversucht bleiben soll.
Die vorstehenden Ausführungen sollen zeigen, daß der Dienst auf U-Booten zwar gefahrvoll ist, daß aber auch alles geschieht, um unnötige Verluste zu vermeiden. Es gilt auch hier, wie bei jeder Waffe, den Soldaten zu höchster Einsatzbereitschaft zu er- ziehen. Daß dabei von den U-Vootfahrern, ähnlich wie von den Fliegern, der persönliche Einsatz bereits im Frieden in besonders hohem Maße gefordert werden muh, beruht auf der Eigenart dieser beiden Waffen, deren Besatzungen auch mit Recht stolz darauf sind.
kraukheiten sollen diese einer zweckmäßigen unD umfassenden Behandlung zugeführt werden, um zu verhindern, Daß ideelle unD materielle Werte Dem Dolksganzen verloren gehen. Dies soll auch erreicht werden durch Maßnahmen aesundheitsfür- sorgerischer Art, auch bei Der Erbgefundheits- und Rassenpflege und Förderung der Sozialhygiene. Im einzelnen ist der Vertrauensarzt u. a. zuständig für Die Nachuntersuchung der Arbeitsun - fähigen, die Begutachtung von Anträgen auf Krankenhauseinweisung, Heilstät- I tenbHandlung usw. Bei Der Nachuntersuchung Der Arbettsunfähigen wird die Pflicht Des Vertrauensarztes betont, Dem Versicherten gegenüber feinen Einfluß auf Hebung des Arbeitswillens geltend zu machen. Dabei soll er reaelmaßig Dem Versicherten von einem auf Arbeitsfähigkeit lautenden Gutachten sofort Mitteilung machen.
In letzter Zeit haben verschiedene schwere Unfälle an Eisenbahnübergängen besondere Aufmerksamkeit in Der Öffentlichkeit gefunden. In Der Zeitschrift „Die Deutsche Polizei", erklärt Der Major Der Schutzpolizei, Brösicke, vom Hauptamt Ord- nungspolizei, die Aufstellung von Baken habe zweifellos erheblich zur Sicherung Der Eisenbahnübergänge beigetragen. Man fei bestrebt, auch beschrankte llebergänge deutlich er sichtbar zu machen, indem besondere Scheinwerfer Die Schranken an strahlen oder aber neuartige Schranken mit besonders breiten Querbalken verwendet werden. Zur Zeit seien allein 7000 unbeschranke Ueb ergänze vorhanden. Es werde also eines großen Aufwandes an Mitteln unD Zeit bedürfen, um hier eine wirkliche Besse- runa herbeizuführen. Daß eine Sicheruna durchführbar sei, Dafür seien Das beste Beispiel Die Reichsautobahnen, bei Denen durch Die kreuzungsfreie Führung Der Straßen Die geforderte Sicherung lOOprozentig erfüllt werde. Es fei beabsichtigt, bis 1940 sämtliche Kreuzungen zwischen Reichsbahnstrecken und Reichsstraßen mit Warn-! li djut an la gen zu sichern. Bis jetzt seien schon 400 Wegübergänge durch Bau von lieber- oder Unterführungen u. Dgl. beseitigt worden. An 1101 Kreuzungen mit Reichsstraßen sei die Aufstellung^ von Warnlichtern durchgeführt worden. Bedeutungsvoll fei weiterhin, daß ein Gesetz in Vorbereitung sei, das neue rechtliche Möglichkeiten schaffen solle, um Die U m g e ft a 11 u n g bestehender Anlagen zu verlangen, wenn sie Den Anforderungen an Die Sicherheit Des Verkehrs an Kreuzungen nicht mehr genügten. Alle technischen unD gesetzlichen Sicherungen aber seien vergebens, wenn sie nicht Die Ergänzung Durch Die Ausmerksa m- teit Des Menschen am Steuer fänden. Hier bedürfe es noch einer weit größeren Selbstdisziplin als bisher.
Stellen forderten Die chinesischen Behörden zu offizieller Gewaltanwendung auf, um die „ br111 - chen Imperial i ft en" aus China zu aqen. „Daily Expreß" berichtet aus Hongkong, daß bei den Massendemonstrationen nicht mehr Dschiangkaischek, sondern John Bull als der Erbfeind Japans hingestellt wurde.
Tschiangkaischek will den Widerstand fortsehen.
London, 7. Juli. (Europapreß.) Am zweiten Jahrestag der bewaffneten Auseinandersetzung mit Japan hat Marschall Tschi a n g k a i s ch e k eine Botschaft an das chinesische Volk gerichtet Der Marschall kündigt eine Fortsetzung des Widerstandes gegen Japan an. Gleichzeitig lehnt Tschiangkaischek eine Vermittlung in dem Konflikt ab.
DieKämpfe in der AeußerenMongolei
Tokio, 7. Juli. (Europapreß.) Aus der Aeuße- ren Mongolei melden Die Japaner weite re Er. folge über die sowjetmongolischen und sowietrusti- , schen Streitkräfte. An einer großen Luftschlacht seien 110 sowjetrussische Flugzeuge beteiligt gewesen, von denen zwölf a b g e s ch o s e n worden feien. Seit dem 20. Mai sind nach Angaben des japanischen Kriegsministeriums insgesamt 193 sowjetmongolische Maschinen zerstört worden gegenüber einem japanischen Verlust von nur 16 Maschinen.
Auch Moskauer Blätter bringen Nachrichten über Zusammenstöße an Der wongolisch-man- Dschurischen Grenze. Nach Angaben Der TA««, soll sich am Flusse Chalkin Gol eine förmliche Schlacht abgespielt haben, wobei nicht, wie bisher, nur Die Luftwaffe, sonDern auch Infanterie, Kavallerie, Tanks zum Einsatz gekommen sind. Das Moskauer Kommunique muß eingeftehen, Da^Die sowjetich - mongolischen Truppen von Dem tflufe Chalkin Gol, Der japanischerseits als Grenze angesehen wirD, zurückgeworfen worDen feien.
Eingliederung fällt das Vermögen der betroffenen ff jüDischen Einrichtungen an Die Reichsoereinigung. W Die Verbindlichkeiten Der eingeglieDerten Einrichtungen haftet Die Reichsvereinigung mit ihrem gesamten Vermögen. Juden, die auf Grund Der nachträglich aufgehobenen Satzungsbeftimmungen oder Beschlüsse etwas erlangt haben, sind der Reichs- Vereinigung zur Herausgabe nach Den Grundsätzen | Der ungerechtfertigten Bereicherung verpflichtet.
Die Reichsvereinigung Der JuDen ist verpflichtet, für Die Beschulung Der JuDen zu sorgen. Zu Diesem Zweck hat die Reichsvereinigung Die not- menDige Zahl von Volksschulen zu errichten und zu unterhalten. Sie kann außerdem Mittel- und höhere Schulen, sowie Berufs- und Fachschulen und sonstige Schulen oDer Unter- richtskurse unterhalten, Die Der Ausw a nde- rung Der JuDen förDerlid) sind. Die Reichsoereinigung hat für die Ausbildung und Fortbildung Der Lehrer Der von ihr unterhaltenen Schulen zu sorgen. Die von Der Reichsvereim- qung unterhaltenen Schulen sind Privat schulen. Juden Dürfen nur Schulen besuchen, die von der R-eichsvereinigung unterhalten werden. Sie sind nach Maßgabe Der allgemeinen Schulpflicht z um Besuch Dieser Schulen verpflich t et. bestehenden öffentlichen unD privaten luDifajen Schulen, Einrichtungen Der jüDischen Lehrerbildung und sonstigen jüDischen , Erziehungseinrichtungen werden a u f g e 1 ö ft, wenn die Reichsvereinigung sie nicht übernimmt. Vermögen von Juden, das für den Betrieb der jüdischen Schuleinrichtungen benutzt worden ist, ist der Reichsvereinigung gegen angemessene Entschädigung zu überlassen. Die im Be-! amtenverhältnis stehenden Lehrkräfte der iudi- schen Schulen treten in den Ruhestand. Sie sind verpflichtet, eine von Der Reichsvereinigung der Juden anqebotene Beschäftigung an einer indischen Schule anzunehmen. Andernsfalls verlieren sie Den Anspruch auf Ruhegehalt.
Die Reichsoereimgung hat als Trager der jüdischen freien Wohlfahrtspflege natft Maßgabe ihrer Mittel hilfsbedürfttge Juden so ausreichend zu unterstützen, daß Die öffentliche Fürsorge nicht einzutreten braucht. Sie hat Vorsorge zu treffen, daß für anftaltspflegebeDürftige Juden ausschließlich für sie bestimmte 21 n ft alten zur Verfügung stehen. — Eine Entschädigung für Nachteile, die durch die Durchführung dieser Verordnung entstehen, wird nicht gewährt.
Sicherung
der Cifenbahnkreuzungen.


