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Gießener Leichtathleten in Bad-Nauheim.

An ben Kreismeisterschoften der Leichtathleten des ObSRL.-Krttses, die gestern auf der oon-Tschammer- und-Osten-Kampfbahn in Bad-Nauheim in guter Be­setzung zum Austrag kamen, nahmen als Gäste auch einige bekannte Leichtathleten des VfB.-Reichsbahn Gießen teil. Außer Konkurrenz erzielten sic sehr gute Leistungen, in den meisten Fällen noch die besten Friedberger Leichtathleten übertreffend.

Möll lief die 100 Meter in 11,4 Sekunden vor dem Friedberger Kreismeister A. Glas (Jahn- gemeinde Oberursel), 11,6 Sekunden. Im Weitsprung erzielte Möll 6,17 Meter, der Friedberger Kreis- meister Glas schaffte 6,49 Meter. Für die 200 Meter lief Möll dieselbe Zeit wie der Friedberger Kreis­meister, Feldwebel Anger mann (24,1 Sek.).

In guter Form befand sich auch Dor st. Im 400-Meter-Lauf blieb er mit 52,3 Sekunden vor dem Friedberger Äreismeister Feldwebel Angcr- mann von der Turngemcinde Friedberg (IR. 36),

der 53,5 Sekunden brauchte. Auch im 800-Meter- Lauf war Dorst mit 2:02,4 Minuten Bester des Tages vor dem Friedberger Kreismeifter Gefreiter Seifer (2:06,4 Minuten).

Überraschungen

im Hessischen Aufstiegskampf.

Zwei Spiele und zwei Ueberraschungen das war das Ergebnis der hessischen Fußball-Aufstiegs jpick am ersten Juni-Sonntag. Eine kleine Sen- lation bedeutete die Niederlage, die der heiße Favo­rit Borussia Fulda auf eigenem Platz gegen den Reichsbahn-FSV. Bebra mit 2:3 (2:2) hin nehmen mußte. Die Fuldaer hatten sich zu einer Mann­schaftsumstellung verleiten lassen, die sich nicht be­währte. Damit verloren die Fuldaer die Tabellen­spitze und vielleicht sogar die Aufstiegsmöglich­keit, denn Tura Kassel wird nun ihre Kräfte ver­doppeln. Im zweiten Kampf schlug Phönix Bad Vilbel den SC. Wirges knapp, aber verdient, mit 1:0 (1:0) und kam so zu seinen ersten Gutpunkten.

Deutschland in der Europa-Schlußrunde.

Mäßiger Betrieb aus den Handballseldem!

Mit Ausnahme des Treffens TD. Heuchelheim MSV. Barbara Gießen, das noch am Samstag aus triftigen Gründen abgesagt werden mußte, kamen die vorgesehenen Kämpfe der Pokalrunde zum Austrag. Während TV. Hörnsheim durch einen Sieg über den TV. Hausen in die Vorschlußrunde kam, konnte sich der TV. Garbenheim dadurch in die zweite Zwischenrunde qualifizieren, als er den TV. Dillenburg hoch bezwang. Das Treffen Heuchelheim gegen Barbara wird am kommenden Samstag nachgeholt.

Tv. Hausen TV. Hörnsheim 5:11 (3:5);

TV. Garbenheim TV. Dillenburg 19.-6 (8:2).

Man hatte angenommen, daß es Hörnsheim schwerer fallen würde, in Hausen zu siegen. Hausen war aber diesmal gegenüber seinen sonstigen Lei­stungen nicht wiederzuerkennen. Das kommt umso deutlicher zum Ausdruck, als Hörnsheim stark ersatz­geschwächt antreten mußte und das Spiel zum Schluß nur noch mit 9 Mann bestritt. Bei Hausen vermißte man ein zweckmäßiges und flüssiges Stür­merspiel und den unbedingt notwendigen Drang nach dem Tor. Beides ist dringend erforderlich, wenn man gegen einen Gegner, wie ihn nun Hörns­heim einmal darstellt, gewinnen oder aber zumin­destens gut abschneiden will. Allerdings kam Hörnsheim, wie bereits erwähnt wurde, diesmal

auch bei weitem nicht an feine sonstige ßeiftinrg heran.

Die Garbenheimer Mannschaft verfügt über eine Stürmerreihe, die ihresgleichen^sucht. Das kam wieder einmal deutlich bei dem Spiel gegen Dillen­burg zum Ausdruck, Während sich die Gäste ab­mühten, blieb Garbenheim im Spiel und schoß seine Tore aus allen Lagen. Mit diesem Sieg hat sich Garbenheim die Berechtigung zum Eintritt in die 2. Zwischenrunde (Spiel gegen Niedergirmes) erkämpft.

Zu einem Freundschaftsspiel trafen sich in Hochelheim

TV. Hochelheim und TV. Gambach 12:4 (7:0)

Beide Gegner kamen auch während der ganzen Spielzeit nie richtig in Schwung. Die Gäste traten zudem mit einer stark ersatzgeschwächten Mann­schaft an und zeigten wenig. Hochelheim beschränkte sich darauf, einen Vorsprung zu sichern und jede Technik außer acht zu lassen.

Die Lehrgangsarbeit des Fachamtes Handball sirr das Sommerhaibjahr begann am letzten Sonntag mit einem Uebungsleiter-Lehrgang auf dem MTV.- Platz in Gießen. Weitere derartige Zusammenkünfte folgen an den nächsten sieben Sonntagen. Da­zwischen wird NSRL.-Lehrer Spengler die Hand­baller des Kreises VIII. betreuen.

Englands Navispokolspieler geschlagen

Rreichlich Pech hatten die Engländer am ersten Tage des Vorschlußrundenkampfes der Europazone im Davispokal-Wettbewerb gegen Deutschland. Char­les Höre, der stärkste Spieler der Briten, erlitt am Freitag beim Training eine schmerzhafte Muskel­zerrung im Rücken und war trotz aller ärztlichen Bemühungen am Samstag noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. So wurde nichts aus dem mit be­sonderer Spannung erwarteten Kampf zwischen Hare und Roderich Menzel. Beim Stande von 6:0, 6:1 für den Deutschen war der Engländer am Ende seiner Kräfte und gab auf. Den zweiten Punkt für Deutschland holte anschließend Heinrich Henkel, der dem Engländer Ronald Shayes keine Chance ließ und sicher 6:2, 6:3, 6:1 gewann. Nach dieser 2:0-Führung der Deutschen war der Sieg und da­mit der Eintritt in die Europa-Schlußrunde schon ziemlich sicher.

Sieg auch im Doppel.

Der schon nach den Einzelspielen am Samstag nicht mehr zweifelhafte deutsche Sieg im Davis­pokalkampf gegen England wurde am Sonntag im Doppelspiel vollendet. Heinrich Henkel / Georg von Metaxa schlugen Englands Doppel

S h a f f i / W i l d e in drei glatten Sähen inner­halb einer knappen Stunde 6:4, 6:2, 6:2. Mit der 3:0-Führung ist Deutschlands Einzug in die Europa- Schlußrunde vollzogen. Hier wird voraussichtlich Jugoslawien unser Gegner fern, das Treffen findet dann vom 27. dis 30. Juni in Agram statt.

Massenandrang bei Rot-Weiß im Berliner Grüne­wald, ein prachtvolles Wetter und ein herrlich schönes Spiel das waren die äußeren Äenn- zcichen des Kampfes, der Deutschland den Sieg über die tradikionsreichst^ Tennisnation bescherte. Unsere Gegner mußten diesmal völlig auf Hare verzichten, der dem Spiel auf der Tribüne bei­wohnte und die Hoffnung cmssprach, wenigstens noch am Montag gegen Heinrich Henkel spielen zu kön­nen. Das Doppel war so recht nach dem Geschmack der Zuschauer. Obwohl die Deutschen nach dem sieb­ten Spiel des ersten Satzes ihre Ueberlegenheit aiis- ipiclten, verlor das Gesamtbild doch nie den Ein­druck eines von beiden Seiten mit aller Wucht und Rasse durchgeführten Kampfes. Hervorragende Ein­zelleistungen Shaffis und Wildes riefen ebenso große Begeisterung hervor wie das ausgezeichnete Mannschaftsspiel der Deutschen. Georg von Metaxa scheint sich endlich gefunden zu haben und auf dem besten Wege zu sein, seine große Form des Vor­jahres zu erreichen.

Vorschlußrunde zur deutschen Fußball-Meisterschast.

Admira Wien gegen Hamburger SV. 4:1 (2:1). Im Frankfurter Vorschlußrundenspiel um die deutsche Meisterschaft, das bei tropischer Hitze vor 40 000 Zuschauern durchgeführt wurde, enttäuschte der Nordmarkmeister Hamburger SV. seine Dielen Anhänger ganz gewaltig und völlig verdient siel der Sieg, wenn auch zahlenmäßig zu hoch, an die Wiener Admira. Ueberragenöe Leistungen wurden auf beiden Seiten nicht geboten, aber die Adrnira- Elf war doch spielerisch besser und ihr Sturm ver­stand es ausgezeichnet, aus den groben Deckungs- jehlern der Nordmärker Kapital zu schlagen.

Der HSV. scheiterte an der Schwäche feiner Ab­wehr (die Verteidiger deckten schlecht und griffen stets viel zu spät an!) und an der Unzulänglichkeit seines Sturmes. In der ersten halben Stunde des Spiels gab es nichts besonderes. Admira lag etwas mehr im Angriff, aber die Torhüter wurden nicht ernstlich auf die Probe gestellt. Innerhalb von fünf Minuten fielen aber dann drei Treffer, zwei für Admira und einer für den HSV. Gerade war ein Hahnemann-Freistoß abgewehrt worden, da kam der Wiener Rechtsaußen Vogl durch eine Regel­widrigkeit an einem HSV.-Verteidiger in den Besitz des Balles. Es flankte flach, Hahnemann und Stoi­ber ließen das Leder zu dem freistehenden Durspekt, der von der Strafraumgrenze flach und unhaltbar einschoß. Zwei Minuten später kam der Ball von Hahnemann über Stoiber zu dem freigelaufenen Linksaußen Schilling, der das 2:0 besorgte. Der HSV. antwortete mit heftigen Angriffen, und als Noack eine Flanke Sikorskis famos auf nahm und unhaltbar verwandelte, hieß es nur noch 2:1. Der Stampf flaute schnell wieder ab, aber nach der Pause legte sich der HSV. mächtig ins Zeug, ohne aber den naheliegenden Ausgleich schaffen zu können.

Nach einer Viertelstunde machten sich die Wiener frei und Übernahmen bald wieder das Kommando. Durspekt ging an den linken Flügel und sein famoser Drehschuß besiegelte in der 27. Minute das

Schicksal des HSV. Noch einmal raffte sich der HSV. auf, aber ein zählbarer Erfolg war ihm nicht vergönnt. Sieben Minuten vor dem Ende ging Hahnemann unwiderstehlich durch die HSV.-Reihen und nach einem 70-Meter-Dribbling (!) schob er das Leder zum vierten Treffer an Warning vorbei ein. Es gab noch eine Ecke für den HSV., dann war Schluß.

Schalke O4-OresdnerSC.3:3 (2:1)

Während sich in Frankfurt die Wiener Admira durch einen 4.1-Sieg über den Hamburger SV. die Teilnahmeberechtigung am Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft erkämpfte, nahm das zweite Vorschlußrundenspiel zwischen Schalke 04 und Dresdner SC., dem im Berliner Olympia-Stadion 100 000 Zuschauer beiwohnten, trotz verlängerter Spielzeit mit 3:3 (2:1) Toren einen unentschiedenen Verlauf. Bereits am nächsten Sonntag, 11. Juni, wird wiederum im Olympia-Stadion das Wiederholungsspiel steigen, in dem der Gegner der Admira ermittelt werden soll. Das End­spiel um die deutsche Meisterschaft, das zum 18. Juni nach Berlin angesetzt ist, wird wahrscheinlich um 8 Tage verschoben und erst am 25. Juni stattfinden.

Schalke 04 hatte im Kampf gegen den Sachsen- meister eine große erste halbe Stunde, in der eine 2:0-Führung herausgespielt wurde. Der DSC. holte aber noch vor der Pause ein Tor auf und glich in der zweiten Hälfte nicht nur auf, sondern ging sogar 3:0 in Führung. In dieser Zeit waren dieKnap­pen", die so wundervoll begonnen hatten, arg in Nöten. Aber schon kurz nach dem Führungstor des DSC. schafften die Westfalen den Ausgleich, so daß die reguläre Spielzeit 3:3 schloß. In der Verlänge­rung gab Schalke 20 Minuten den Ton an und war zeitweise sogar drückend überlegen. Aber den West­falen gelang ebenso wenig, wie in den letzten zehn Minuten dem mit letzter Kraft stürmenden Sachsen- meister. Nach 120 Minuten Kampf trennte man sich 3:3 und nun soll die Entscheidung in acht Tagen an gleicher Stelle fallen.

Lebhafter Kamps um das gelbe Trikot.

Am Samstag Siebelhoss. Vauh Spurtsieger. Schulte bummelt.

Bei der Deutschland-Radrundfahrt hat am Sams­tag, als die dritte Etappe von Kottbus nach dem 246,6 Kilometer entfernten Breslau zu erledigen war, das gelbe Trikot seinen Besitzer gewechselt. Der Holländer Schulte, der Sieger der beiden ersten Etappen, fing sich diesmal in seinen eigenen Stricken: nachdem er wieder seiner seltsamen Taktik entsprechend gemächlich am Ende des Feldes einhergefahren war, rüstete er viel zu spät zum Schlußangriff und büßte schließlich fünf Mi­nuten ein. Das begehrte Trikot des Spitzenreiters trägt nun der junge Dortmunder Hermann Sie­be 1 h o f f, der vielleicht die Entdeckung der dies­jährigen Fahrt wird. Der Dortmunder, der auf den ersten Etappen vorzügliche Plötze belegte, muß feine führende Stellung allerdings mit Umbenhauer und Dubron teilen, die zeitgleich mit Siebelhoff im Kampfe liegen. Die dritte Etappe stellte unerhörte Anforde­rungen an die Teilnehmer, denen zwar die spiegel- glatien (zeitweise fast an eine Rennbahn erinnern­den) Straßen sehr willkommen waren weniger aber die während der ganzen Etappe unvermindert starke Sonne. Spurtsieger wurde der Dortmunder Bautz, der in der Gesamtwertung aber nur we­nige Plätze nach vorne gerückt ist.

Ausländer am Sonntag in Front.

Kilomclerlcmg und in dcn Städten sogar in dop­

pelten und dreifachen Reihen standen am Sonntag die Zuschauer in den Straßen und begrüßten die 67 Deutschlandfahrer auf ihrer Fahrt oon Breslau ins Sudetenland. Besonders stark war die Anteil­nahme der jüngsten Reichsbürger, die überall für Getränke und Wasser gesorgt hatten und den Fah­rern einen überaus herzlichen Empfang bereiteten.

Große Ueberraschungen gab es auf dieser Etappe, die von Breslau über Waldenburg, Hirschberg, Schreiberhau, Gablonz nach Reichenberg führte. Auf der 219,3 Kilometer langen Tagesstrecke muß­ten schwere Steigungen im Riesengebirge von 600 Meter Höhenunterschied überwunden werden, und ebenso gefährliche Abfahrten stellten höchste Anfor­derungen nicht nur an die Fahrer, sondern auch an das Material. Tief auf den Lenker gebeugt, rasten die Fahrer durch die Serpentinen, so daß sämtliche Begleitfahrzeuge nicht mehr mitfamen.

Das gelbe Trikot wechselte wieder feinen Besitzer. Siebelhoff sah man schon wenige Kilometer hinter Breslau, wie er sich mit Magenbeschwerden wand, und im Ziel betrug sein Rückstand fast eine halbe Stunde. Auf der dicht belagerten Spurtstrecke in Reichenberg behauptete sich G r y j s o 11 e in 6:34:58 Std. knapp vor dem Schweizer Zimmermann, während die beiden Holländer Schulte und Middelkamp mit nahezu fünf Minuten Rück­stand die sieben Mann starke Derfolgergruppe, in der sich als einzige Deutsche Oberdeck und Sztrakati befanden, ins Ziel führten.

Gießener lugend im Reichsjportwettkamps.

Der gestrige Sonntag war für unsere Stadt auf dem Gebiete der Leibesübungen ein Großkampf­tag erster Ordnung. Es wurde auf breiter Front gekämpft. Neben der SA., die aus Anlaß des Standarten-Sporttages um den Sieg in vielen Wettbewerben kämpfte, war es vor allem die Ju­gend, die im Reichssportkampf der Hitler-Jugend ihre körperliche Leistungsfähigkeit bewies. Nach­dem am vergangenen Samstag das Jungvolk und die Jungmädcl auf den Plätzen des VfB.-Reichs­bahn und der Spielvereinigung 1900 das Feld be­herrschten und in Drei kämpf en um den Erwerb der Siegernadel rangen, War der gestrige Sonntagvor- mittag Kämpfender Hitler-Jugend und des BDM., ebenfalls auf den Plätzen der genannten beiden Vereine,, vorbehalten.

Die Wettkämpfe konnten, dank der tatkräftigen Unterstützung von Kameraden aus dem Reichsbund für Leibesübungen, wie auch zahlreicher Lehrkräfte aus den Schulen unserer Stadt, rasch und reibungs­los durchgeführt werden, so daß bereits um die Mittagsstunde die Wettkämpfe abgeschlossen werden kanten. Aus dem Waldsportplatz, der in seiner schönen Lage inmitten von Tannen und Fichten ein idealer Schauplatz war, wie auch auf dem Sportplatz der Spielvereinigung herrschte ein Leben und Treiben, das jeden Zuschauer mit großer Freude erfüllen konnte. Mädchen und Knaben in schmuckem Dreß der Hitler-Jugend standen ober lagerten auf den geräumigen Sportplätzen in Gruppen beieinander, harrten ihres Aufrufes und beobachteten gleichzeitig die Leistungen ihrer Ka­meraden und Kameradinnen mit kritischen Augen. Von jedem Wettkämpfer und von jeder der jungen Wettkämpferinnen wurde ein Dreikampf verlangt. Die Hitlerjungen starteten über 100 Meter, bestrit­ten einen Weitsprung und einen Keulenwurf. Die Mädchen liefen je nach der Altersklasse über 60 bzw. 100 Meter, zeigten ebenfalls Weitsprünge und hatten außerdem noch den Lederball zu werfen. Jede einzelne Leistung wurde registriert und die Leistungen einer jeden Mannschaft zusammengerech­net. Es wurden erfreuliche Leistungen erzielt und eine stattliche Anzahl der Wettkämpferinnen und der Wettkämpfer können mit der Siegernadel aus­gezeichnet werden. Die Bewertung, die nach Alters­klassen erfolgte, ließ jedem Teilnehmer Gerechtigkeit widerfahren.

Bisher liegen uns die Ergebnisse der Kämpfe des Jungvolks vor, die wir nachstehend ver­öffentlichen.

Die beste Mannschaft des Jungstammes 1/116? Jungenschaft 7, Orchester, Fähnlein Spielschar (21), mit 1861 Punkten.

Die zehn besten Einzelkämpfer: 1. Lynker, Fhl. 3, 295 Pkte.; 2. Reinwein, Fhl. 1, 278 Pkte.; 3. Kley, Fhl. 1, 272 Pkte.; 4. Brückner, Lehrfähnlein, 264 Pkte.; 5. Stiller, Fhl. Spielschar (21), 262 Pkte.; 6. Frey, Fhl. 1, 256 Pkte.; 7. Hill, Lehrfähnlein, 255 Pkte.; 8. Arnold, Lehrfähnlein, 251 Pkte.; 9. Reinwein, Fhl. 1, 249 Pkte.; 10. Zollmann, Fhl. 3, 248 Pkte. Zusammen 191 Einzelsieger im Jung- stamm, außerdem noch 50 Sieger bei dem Drei­kampf der Führer. Jeder Teilnehmer, der mehr ol$ 80 Punkte erreicht, ist Sieger und erhält eine Sie- gernaöcl.

Die besten Leistungen in den Fähnlein:

Fähnlein 1: Beste Mannschaft: Jgschft. 3 rnif 1858 Punkten, beste Einlesieger: 1. Reinwein 278 P.; 2. Kley 272 P.; 3. Frey 256 P.

Fähnlein 2: Beste Mannschaft: Jgschft. 8 mit 1719 Punkten, beste Einzelsieger: 1. Becker 235 P.; 2. eFiling 20 P.; 3. Zimmer 204 P.

Fähnlein 3: Beste Mannschaft: Jgschft. 7 miü 1858 Punkten, beste Einzelsieger: 1. Lynker 295 P.z 2. Zollmann 248 P.; 3. Wehrum 226 P.

Fähnlein 4: Beste Mannschaft: Jgschft. 2 mit 1755 Punkten, beste Einzelsieger: 1. Wagner 224 P.; 2. Schreiner 219 P.; 3. Ragaller 216 P.

Fähnlein 5: Beste Mannschaft: Jgschft. 3 mit 1662 Punkten, beste Einzelsieger: 1. Spanier 233 P.; 2. Meurer 214 P.; 3. Unverzagt 208 P.

Fähnlein Spielschar (21): Beste Mann­schaft: Jgschft. 7 Orchester mit 1861 Punkten (Jung­st ammeister), beste Einzelsieger: 1. Stiller 262 P.; 2. Junker 231 P.; 3. Werner und Jörg 230 P.

Lehrfähnlein: Beste Mannschaft: Jgschft. 3 mit 1850 Punkten. Beste Einzelkämpfer: 1. Brückner, 264 P., 2. Hill, 255 P., 3. Arnold, 251 Punkte.

Die Ergebnisse aus den Wettkämpfen der Führer­schaft: Die Führerschaft eines jeden Fähnleins bil­dete eine Mannschaft und bestritt den Dreikampf der HI.: 100-Meter-Lauf, Keulenweitwurf und Weit­sprung.

Beste Mannschaft: Fähnlein 4 mit 2328 Punkten. Beste Einzelkämpser: 1, Hallstein, 346 P., 2. Wolkewitz, 311 P., 3. Hainer, 303 Punkte. Die beiden ersten Leistungen kommen in die Reichsent- scheidung.

Wirtschaft.

Neuregelung der Zigarrenherstellung.

Fwd. In der Deutschen Tabakzeitung vom 31. Mai 1939 wird ein vom 23. Mai datiertes Schreiben des Preiskommissars an die Fachuntergruppe Zi- aarreninbuftrie veröffentlicht. Damit erklärt sich der Preiskommissar damit einverstanden, daß mit Rück­sicht auf die am 1. April 1939 erfolgten Kon­tingentskürzungen Zigarren, Zigarillos und Stum­pen im Ausmaß bis zu 10 v. H. verkleinert und ihre Fassons entsprechend geändert werden. Der durch die Einsparung von Rohtabak erzielte Mehr- ertrag ist jedoch ab 1. Juli in Höhe von 1 v. H. vom Umsatz an eine noch zu bestimmende Stelle abzuführen. Um den Uebergang van der Herstellung billigerer Zigarren zu teueren Preislagen zu ver­hindern, darf der Warendurchschnittspreis in der Zeit vom 1. Oktober 1936 bis zum 30. September 1937 höchstens um 7 v. H., der Warendurchschnittspreis des Jahres 1938 in keinem Fall überschritten wer­den. Die bisherigen Abnehmerpreise dürfen keines­falls dabei erhöht werden. In den Preislagen van 4 bis 10 Rpf. zusammengenommen muß jeder Her­steller anteilsmäßig mindestens die gleiche Stück­zahl Herstellen, wie in der Vergleichszeit 1936/37. Das damals bestehende Verhältnis in der Fabri­kation zwischen Fabrikmarken einerseits und Han­delsmarken anderseits muß von jedem Hersteller aufrechterhalten werden. Eine Qualitätsverschlechte­rung, insbesondere die Verarbeitung gewalzter Rip­pen, darf nicht vorgenommen werden.

Mein-Mainische Börse.

Sehr still.

Frankfurt a. M, 3. Juni. Zum Wochcnschluß war die Geschäftstätigkeit noch geringer als an den Vortagen. Das Publikum blieb nahezu völlig fern. Teilweise erfolgten von dieser Seite kleine Abgaben, so daß am Aktienmarkt die Haltung zwar un­einheitlich, vorwiegend aber leicht rückläufig war. IG. Farben jedoch weiterhin gut behauptet mit 149,90 (149,75), Scheideanstalt bei kleinem Umsatz 1,25 v. H. fester mit 202,25. Von Montanwerten blieben Vereinigte Stahl mit 101 gehalten, während Mannesmann auf 105,13 (106)/ Rheinstahl auf 128,40 (129,25) und Hoesch auf 108 (108,25) abfielen. Erneut matt lagen Daimler Motoren mit 125,50 (127). Sonst kamen noch Gesfürel mit 129^25 (129,75), Cement Heidelberg mit 140,50 (141) West­deutsche Kaufhof mit 104 (104,25) und Reichsbank mit unverändert 178,50 zur Notiz.

Renten lagen ebenfalls ruhig. Von variablen Wetten befestigten sich Reichsbahn-Vorzugsaktien

auf 122,25 (122), für Reichsaltbesitz ruht infolgü Ziehung die Notiz. Dekosama I unverändert 136, Steuergutscheine lagen erheblich ruhiger. Serie II halbamtlich 97,75 und 97,80 (97,90). Im Telephon­verkehr Serie I weiter ermäßigt auf 101,20 (101,50). Pfandbriefe lagen ruhig. Von Stadtanleihen 4,50 v. H. Mainzer 96,40 (96). Industrie-Obligationen! z. T. 0,13 bis 0,25 v. H. erhöht.

Der weitere Verlauf blieb äußerst still. Daimler erholten sich auf 126 nach 125,50; das Bezugsrecht wurde mit unverändert 3 v. H. notiert.

Der Frei verkehr war umsatzlos. Tagesgeld sehr leicht mit 2,25 (2,50) v. H.

Zwei Zungen ertrunken.

Vom Kameraden mit in die Tiefe gezogen.

LPD. Dillenburg, 3. Juni. Zwei Dillen« burger Jungen im Alter von 16 und 12 Jahren schwammen im He ifterberger Weiher, als plötzlich an einer tiefen Stelle der jüngere einen Schwächeanfall erlitt und um Hilfe rief. Der ältere Jung schwamm sofort hinzu, doch wurde er bei dem Versuch, den Kameraden zu retten, von diesem offensichtlich so stark umklammert, daß er selbst unterging und mit i h m ertrank. Die Leichen konnten bald darauf geborgen werden.

Rundfunkprogramm

Dienstag, 6. Juni.

5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk' auf! 6; Nachrichten. 6.05: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Bäder­konzert. 9.30: Nur Freiburg: Nachrichten. 10: -Schulfunk. Suomi Land zwischen Norden und Osten. Hörszenen einer finnischen Reise. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Das Ständchen nach Tisch ... (Jndustrie-Schallplat- ten und Eigenaufnahmen.) 16: Nachmittagskonzert. 17 bis-17.10: Neues für den Bücherfreund. 18: Volk und Wirtschaft: Vom Zeitalter der Technik. 18.15: Mutterglück im Gestüt Erlenhof (I). 18.30: Romantische Chormusik. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Fort mit den Grillen, fort mit den Sorgen, luftig ist das Wanderblut ... 20: Nachrichten. 20.15: Lustige Volksmusik. (Industrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 20.45: Der dritte Mann. Hör­spiel von Frank F. Braun. 22: Nachrichten. 22.20t Politische Zeitungsschau. 22.35: Tanz und Unter­haltung. 24 bis 3: Nachttonzert,