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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)

Nr. 5 Zweites Blatt

Mittwoch. 4.Zannar 1959

Aus dem Reiche der Krau.

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

mutterknöpfen) geschlossen und hat

kleinen

einen

Waum6of Iraner"?

roirn m "'..TU im Frühjahr Die Hausfrau bekommt nach einiger ^eil Nyon

arbeiten, beim neuen Bootsanstrich nn F 0 - gewissen Blick dafür, wann der Linoleurn- beim Abtakeln im Herbst u. a. m- ®UIL ~ « Iäu;er gesäubert und wann er wieder eingewachst

Ser Eimnach-z-tt kann mau «bmMfe ober daran denken: keine ö,.

Ätt" rörZ. sa aLt-ine warme Soda-,l°!°nb°u Mittel für di- Lin°l-umpfl-g° °-rwenden! lösung in einem kleinen Schälchen, die Finger wer-

Gebutts- den müss7n Darum sollte jeder Linoleumteppich uyd Immer schmeckt uns Gemüse, nicht wahr? Rosem Mit auch der kleinst- Läufer stets sachgemäß behandelt kohl -rsorderk zun. Putzen kaum Zett M°hrr^e

gebohnert. .....

Damit das Linoleum nicht bruchig wird, muß das mit der Zeit hart werdende Wachs vor allem an den weniger beanspruchten Stellen in gewissen Ab­ständen entfernt werden. Dazu seift man das Lino­leum ein und erreicht auf diese Weise, daß auch harte Krusten verschwinden. Sofort nach dieser Rei­nigung wieder einwachsey und blankbohnern!

Die Hausfrau bekommt nach einiger Zeit schon

Deutsche fühlt die Verpflichtung, zum Wohl des großen Ganzen ein preiswertes Gericht an diesem Tag zu essen, um den ersparten Betrag dem Winterhilfswerk zu geben. Kann sich nicht nun auch jede Familie entschließen, an den restlichen drei Sonntagen ein weniger Zeit kostendes Gericht zu vertilgen, um die so ersparte Zeit der Hausfrau zur Verfügung zu stellen? Wenn man nicht, was an und für sich zu empfehlen wäre, noch einen zweiten Eintopfsonntag einführen will, so soll man doch schnell und einfach zu bereitende Speisen essen. Die feiertägliche Rote der Mahlzeit wird ja nicht durch die Vielheit der Speisen, sondern durch die Art der Zubereitung und des Aussehens erzielt.

Rur die.>wenigften Hausfrauen wissen, daß die zur Linoleumherstellung notwendigen Rohstoffe wie 1 verschiedene andere aus dem Ausland bezogen wer-

erwarten. r m .

Die diesjährige Ernte an Erbsen, Bohnen und Spargel ist infolge der außerordentlich ungünstigen Wachstumsverhältnisse sehr knapp gewesen, während Herbst- und Wintergemüse ausreichend zur Ver­fügung stehen. Schwierigkeiten in der Versorgung mit den genannten Gemüsen können im Januar nur auftreten, wenn es infolge von starkem Frost nicht möglich sein sollte, die Ware zu verladen. In gewisser Beziehung bieten auch die genannten Ge­müsearten, insbesondere in der Form von Sala­ten, einen Ersatz für das fehlende Obst. Aepfel werden, nachdem zum Weihnachtsfest aus den vor­handenen Kühlhausbeständen zusätzliche Mengen auf den Markt gebracht worden sind, nur noch in ge­ringem Umfange zur Verfügung stehen. Daran läßt sich leider nichts ändern; denn die Aepfelernte betrug in diesem Jahre nur 3,5 Millionen Doppelzentner gegenüber 18,1 Millionen Doppelzentner im Vor­jahr. Die Lage auf dem Apfelsinenmarkt dürfte in­folge von Einfuhren aus Griechenland, Brasilien und Spanien günstiger zu beurteilen sein. Die Zwiebelernte war ebenfalls geringer als tm Vorjahr. Da handelspolitische Einfuhren in grö­ßeren Mengen aus Aegypten erst ab April zu er- warten sind, wird die Hausfrau bie_ Zwiebel durch Porree und Schnittlauch ersetzen müssen.

Grundnahrungsmittel stehen dafür in überaus reichem Maße zur Verfügung. Der Verbraucher sollte daher noch mehr als bisher die warme. Abendmahlzeit unter reichlicher Verwendung von Kartoffeln an erster Stelle auf* bem Küchen­zettel erscheinen lassen. Dr. H.

Bubikragen aus bem gleichen Material.

Aus blau-weiß-kariertern Leinen ist die kragenlose Form 3 mit bem kleinen viereckigen Ausschnitt, ben kurzen Aermeln unb ben schmalen Schulterteilen. Die großen Taschen sind wie der Kittel selbst mit großen weißen Knöpfen geschlossen, während der schmale Gürtel seitlich gebunden wird.

H.

werden unter fließendem Wasser abgebürstet, nicht geschabt. Beide Gemüse werden schnell ohne das Zusehen der Hausttau auf einem Asbestteller auf kleiner Flamme gar, Kohlsalat braucht außer zehn Minuten zum Putzen. Schneiden, mit wenig kochen­dem Essiawasser Uebergießen nur einen Augenblick für das Würzen mit dicker Milch, Salz und belie­bigem Gewürz, bann zieht er allein in der Speise­kammer eine Stunde durch. In einer halben Stunde sind unsere unentbehrlichen Pellkartoffeln gar Unb das Fleisch? Wir nehmen für den Sonntag mög­lichst ein kurz zu bratendes Stück ober bereiten es so, baß es ebenfalls keinen Aufpasser, fonbern nur ab unb zu ein Nachsehen benötigt. Inzwischen kann bie Hausfrau sich aber Ruhe gönnen unb ein paar kleine Dinge vornehmen, bie sie freuen unb zu benen sie in 'ber Woche wenig kommt, zu­mal sogar eine Süßspeise schon fertig in der Speise­kammer steht. Einmal ist es ein Pubbing aus DPM", beutschem Pubdingmehl, der am Sams­tag schon gekocht, mit selbsteingekochtem Flieder- beer- ober anberem Obstsaft gegessen wirb Em andermal ist es eine rote Ouargspeise, für die ein halbes Pfund Quarg und ein Viertel Pfund Mar­melade sahnig geschlagen werden. Syf.

Wnterliche Salate.

Don Zohanna Kalbfleisch.

Die Vielseitigkeit der Salatgerichte ist im allge­meinen noch wenig bekannt. Und doch brauchen wir unter Hunderten von Salaten nur diejenigen auszuwählen, die uns. für unseren Geschmack und Geldbeutel am geeignetsten erscheinen. Es gibt kaum ein Kochgut, aus dem die Hausfrau nicht -mit Geschick unb Geschmack einen guten Salat be­reiten konnte. Auch bie Auswahl an Salattunken ist so groß, daß man jeden einzelnen Salat auf bie verschiebenste Art bereiten kann. Solange Frost unb Schnee ausbleiben, stehen uns bie stets beliebten Blattsalate noch zur Verfügung. In kleinen Mengen ist noch Kopfsalat auf bem Markt aber Enbivien, Felbsalat unb Spinat ist reich­lich vorhanden. Hier ist ber letztgenannte noch we­nig bekannt: man schneibet bie Blätter vom Spi­nat nachbem sie entstielt unb gewaschen sinb, m feine Streifen und misch- fie mit einer Tunke von- 1 Eßlöffel kondensierter saurer Milch. 2 Eß­löffel Del. 1 Eßlöffel Zitronen^ft eine femqe- fchnittene Zwiebel unb etwas Salz. Die Tunke muß erst einige Minuten sahmig gerührt wer-

biesen Nägeln! Was tun?- - ...

Schrubben ber Hänbe bringt ben Schmutz, ber sich tief unter ben Nägeln in bie Haut eingemftet hat, nicht bazu, gutartig unb schnell zu verschwinden. Da, meine lieben Hausfrauen, gilt es, einen kleinen Tip anzunehmen und ihn zu befolgen, und ber Ge­burtstagskaffee ist gerettet!

Steht eine befonbers schmutzige und staubige Ar­beit auf bem Tagesprogramm, so, brücke man Dor Beginn ber Arbeit bie Hände fest in em ©tutf einfache Kernseife auch Schmierseife, ehe man sich mit wildem Eifer auf s Bohnern Auf­wischen und Putzen und was ber Haushalt sonst noch für mehr ober weniger vielseitige Dinge mit sich bringt, stürzt. Die auf biese Weise unter bie Nägel gekommene Seife verhindert das Eiiidringen des Schmutzes unb läßt sich nach ber Arbeit berr= lich leicht herausbürsten Dieses einfache Mittel wirkt natürlich auch bei Balkon- und Garten­

nichts Neues zu sagen ist. Weniger geläufig bürfte der Hausfrau die Verwendung von rohem Sel­lerie sein. Diese schmackhafte Knolle schmeckt vor­züglich geraspelt mit ebenfalls fein geraspelten Mohrrüben oder Aepfeln und mit der gleichen Tunke wie beim Spinatsalat angerichtet. Mit Sel­leriegrün bestreut

Ebenfalls weniger bekannt ist roher Sauer- krautsalat, der besonders durch seinen Gehalt an Milchsäure sehr wertvoll und leicht verdaulich ist. Dabei ist er denkbar einfach in der Zuberei­tung. Wir schneiden das Sauerkraut nochmals und geben feingesch'nittene Zwiebeln und Del Daran Eine angenehme Abwechslung ist auch Sauerkraut­salat gemischt mit eingeweckten Bohnen, geraspel­ten Karotten, Kohlrüben, Schwarzwurzeln oder Aepfeln.

Am verwandlungsfähigsten ist der gute, alte Kartoffelsalat. Ihm geben wir mit ben ver- schiebensten Tunken, sei es eine Essig-, Wein- ober Senftunke, eine gekochte ober rohe Mayonnaise, eine Sahnetunke ober eine warme Specksoße, im­mer wieder eine neue Note. Für ben Gästetisch hält er, garniert mit einem Kranz von Tomaten, Enbivien, Felb- ober Rotkrautsalat, aber auch mit

Sonntag-auch fürdieH Mr'n!

Der Sonntag ist ber Feiertag für alle in ber Woche arbeitenben Menschen. Alle können sie an biesem Tag ihren kleinen Liebhabereien und Freu­den nachgehen. Der eine schläft bis 12 Uhr, ber andere badet anderthalb Stunden, der dritte photo­graphiert den halben Tag, und der vierte klebt seine gesammelten Briefmarken ein, nur bie Hausfrau kocht. Sie kocht unb kocht wie jeben Tag, nur noch ein wenig länger, ein wenig mehr und mühevoller. Warum wird eigentlich am Sonntag dreimal so viel gekocht und gebrutzelt wie in der Woche? Muß das sein? Der Sonntag ist ein Ruhetag, ist ber Tag, an bem wir frische Kraft und Lust für bie Arbeit der kommenden Woche sammelst sollen. Das ist die einzige Pflicht, die mir dem Sonntag schulden. Also muß sich die Hausfrau dieser "Pflicht unbedingt unterziehen und darum die Sonntagskocherei auf ein Mindestmaß beschränken.

Denken Sie einmal an den Eintopfsonntag! Jeder

^ftobe und gekochte Gemüsesalate sind fast aus allen Gemüsearten herzustellen, und die Aus- roaDl ist auch im Wint-r red) grofe Sie betet, ch-rn bejonbers ben Ülbenbbrottrld). ^mai bei ber Doriiherqebcnben Butterknappbett zur Zett bas falte Abendbrot in den Hintergrund treten muh. Mtt Pell- oder RöstkartoUeln gereicht sind sie auch ohne Fleisch, ein wertvolles und wohUchmeckendes Gericht. Beginnen wir mit Wirsing, oer rov und gekocht mit einer Tunke von Essig. Oel, 0015 Zwiebeln und gemahlenem Kümmel vorzüglich schmeckt Diese kräftige Tunke verdeckt den etwas strengen Gemüsegeschmack. Während dieselbe Tunke bei eingeweckten Bohnen und gekochtem Rosenkohl, aber ohne Kümmel, den feinen Geschmack biefcr Gemüse am reinsten heroortreten läßt Für an­spruchsvollen Geschmack kann man bie eben er- mahnten Gemüse fomu roh- ober getane Schwarzwurzel mit roher ober gefachter Mayonnaise onrichten Weißkraut- unb R ot- kraut solat mischen wir außer der üblichen Tunte non Essig. Del. Salz und Zwiebeln mit flerätpelten Aepseln ober Weinbeeren. Durch diese B°igabe sind sie leichter verdaulich. Salate von gekochten Gemüsen müssen nor dem ®_enu§ einige Stunden in der Tunke durchziehen wahrend rohe Gemüse und ganz besonders Dlattsalate erst furz vor dem Essen angerichtet werben dürfen.

Db man die rohen Gemüse überbrubt uder mchk. hängt vom Geschmack des einzelnen ab Salat von gekochtem Sellerie ist so bekannt, baß dazu

Sintere Ernährung im Zanuar '

Im Januar wirb bie Versorgungslage auf bem Lebensmittelgebiet keine grundsätzlichen Aenderun- aen erfahren. Ein Ausblick auf die voraussichtliche Entwicklung ber Versorgungslage auf bem Fleisch­gebiet für Das Jahr 1939 wirb erst bann gegeben werben können, wenn die Ergebnisse ber Dezember­viehzählung vorliegen werben. Erst bann wirb zu erkennen sein, welche Aenderungen im Aufbau bes Viehbestandes und welche Ausfälle durch bie Maul- unb Klauenseuche eingetreten sind. Immerhin wer­ben mir auch in ben nächsten Monaten ben Verzehr von Schweinefleisch noch einschränken müssen. Zur Ueberbrürfung wirb Gefrierfleisch ausreidjenb zur Verfügung stehen. Hammelfleisch wirb im Januar zwar in etwas geringeren Mengen auf ben Markt kommen, immerhin aber so ausreiche nbvor- hanben sein, baß es gegenüber Schweine- unb Kalb­fleisch bevorzugt verbraucht werben kann. Die Ver-- sorgung mit Rindfleisch läßt unverminderten Ablauf erwarten. .,

Fette allgemein werden ausreichend vorhanden sein Infolge ber Auswirkungen ber Maul- unb Klauenseuche wirb leider die Butterversorgung im Januar noch nicht die sonst übliche jahreszeitliche Besserung erfahren. Es kommt hinzu, baß bas But- terangeböt auf bem Weltmarkt nicht sehr groß ist unb infolgedessen bie Preise angezogen haben. Wir können bemnach im Rahmen ber handelspolitischen Einfuhrmöglichkeiten nur geringere Mengen an But­ter einführen, als dies bei niedrigeren Preisen Der Fall ist. Bei Speck und Schmalz wird sich die Dersorgungslage infolge der nunmehr beginnenden Hausschlachtungen etwas bessern. Volkswirtschaftlich bleibt es unbedingt notwendig, ben Verbrauch an Fett möglichst einzuschränken und vermehrt von" zuckerhaltigen Aufstrichmitteln (Kunst-sZucker-jHonig, Marmelade) Gebrauch zu machen. Auch wird wie­der eine große Anzahl von Seefischen (Kabeljau, Seelachs, Rotbarsch) am Markt sein. Ebenso laßt bie Karpfenernte ein überdurchschnittliches Angebot

einem Gemisch von fein würfelig geschnittenen ein­gelegten roten Rüben und Aepfeln, bie mit etwas Zitronensaft, Del unb Zwiebeln gewürzt sinb, jeher Kritik stand

Als Resteverwertung bereiten mir aus Nudeln, Makkaroni, Reis unb Hülsenfrüchten stets gern gesehene unb, wenn mit Geschmack zubereitet, auch gern genossene Salate. , '

Eine besondere Stellung nehmen bie Fein­schmeckersalate ein. Unter sie rechnen wir nicht nur bie mit ben verschiebenden Delikatessen gewürzten Fisch-, Geflügel-, Makkaroni- unb Reis- falate, auch ben Fleischsalat in ben verschie­densten Abwandlungen zählen wir dazu.

Selbst auf bie köstlichen D b st s a 1 a t e brauchen wir im Winter nicht zu verzichten. Wenn deutsches Dbft, wie in diesem Jahr, wenig zu haben ist, greifen wir zu Südfrüchten ober Back­obst. Letzteres gibt, 24 Stunden eingeweicht, in Streifen geschnitten, mit etwas Zitronensaft, wenig Zucker und etwas kondensierter oder saurer Milch, einen sehr gesunden und guten Salat. Wenn man eine Brotscheibe damit belegt und geriebene Nüsse überstreut, ist es Kindern ein gesundes und belieb­tes Abendbrot oder Frühstück. *

den hineingetaucht und mit einer Nagelbürste kräf­tig gebürstet; bann wirb mit klarem lauen Wasser nachgespült. J-

Vnoteumbfleße.

Winterdlumen wollen gepflegt sein.

Alpenveilchen und Wundertöpfchen.

Zuerst staub unser Blumentopf in herrlicher Pracht, aber, oh Schrecken, bereits nach wenigen Tagen sind die Blätter gelb geworden, unb dann fiel sogar bie Blüte ab Dabei hat sie boch ben besten Platz im Zimmer gehabt, und wir haben sie täglich so liebevoll begossen. Und doch... ? Ja, vielleicht durfte man sie eben doch nicht täglich gießen, denn jede Blume will ihre besondere Pflege.

Das Sorgenkind unter ben winterlichen Blüten- rounbern ist das Alpenveilchen. Wie oft hört man gerade bei ihnen bie Klage:Bei nur will es nicht gebeihen!" Unb doch ist. das Rezept ganz einfach: Der beste Platz ist das Doppelfenster, weil das Alpenveilchen kühl stehen mochte und viel Licht braucht. Besondere Vorsicht erfordert das Gießen. Während der Blütezeit nicht zu reichlich, aber gleich­mäßig. Vor allem darf das Wasser niemals mit der Knolle in Berührung kommen.

Während ber sogenannte Weihnachtsstern schon um bie Festzett herum zu Enbe geht, beginnt ber Weih n a chts- ober Glieberkaktus im Januar Blüten zu treiben Dieser Kaktus ist ein Kinb ber tropischen Urroälber Brasiliens. So braucht er auch bei uns eine gute Zimmertempe­ratur und möglichst feuchte Luft. Auch sein Platz ist am Licht. Mit dem Düngen muß man in bem Augenblick aufhören, wenn sich bie ersten Knospen zeigen. Nicht zu reichlich begießen, aber niemals bie Erbe ganz austrocknen lassen.

Die großartigsten winterlichen Pflanzen sind Clivia unb Amaryllis. Auf bem Blumen­tisch am Fenster, ber möglichst nie gerückt wird, fühlen sich beide Pflanzen am wohlsten. Vor ber Blütezeit gießt man sie reichlich mit abgestandenem Wasser bas ist eigentlich alles, was sie an Pflege brauchen. Die kleinen neuen Triebe sind stets zu entfernen, da sie sonst ber Mutterpflanze zu viel Kraft nehmen. Die Blüte ist bei beiben so wunderschön, baß man nicht ungebulbig werben bars, wenn bie Pflanzen immer einmal ein Jahr im Blühen aussetzen.

Eine kaum blühenbe, aber burch feine saftigen grünen Blätter immer bekorcttive Winterpflanze ist ber Mottenbaum ober ber Mottenkönig. Eigentlich sollte ihn jebe Hausfrau ziehen, denn er hat bie Dankenswerte Eigenschaft, baß er bie Mot­ten abschreckt, weil Blätter unb Blüten ein Del ent­halten, bas bissen Schädlingen unangenehm ist. In der Pflege ist er außergewöhnlich anspruchslos, wenn man die mit Sand vermischte Mistbeeterde gleichmäßig feucht hält und ab und zu ein wenig Pflanzendünger spendet. Will man bie Pflanze buschig erhalten, muß man sie gelegentlich zurück- schneiben.

Besonberer Beliebtheit erfreut sich in letzter Zeit bas Maiglöckchen im Wundertopf. Zuerst bringt man die Keime im bunflen warmen Raum zum Treiben. Sind sie fingerhoch ausgewachsen, kommt ber Tops an einen Hellen, zimmerwarmen Platz unb wirb in Ab stäuben von einigen Tagen mit abgestandenem Wasser so begossen, daß die Erde gut durchzogen ist. Der Duft unseres Wunder- topfchens macht das Maiglöckchen zum gern ge­sehenen Zimmerschmuck. L. P.

Praktische Kittelschürzen in kleid­samer Form zeigt heute unsere Skizze.

Form 1 ist aus festem, weißem Wäsch­st o s s mit Perlmutterknöpfen und etwas Steppver­zierung an den Taschen, dem Kragen, dem Saum und ben Aermelbünbchen. Die Aermel sinb in Raglanform eingesetzt.

Der Kittel in der Mitte ist aus farbigem, ge­tupftem Waschstoff, boppelseitig (mit Perl-

Dieses Wörtchen bekam man immer zu hören, wenn man in ber Schule mit lagen wir es -art dunkel schimmernden Fingernagelrandern erschien. Was Damals kindliche Unachtsamkeit war, bringt heute manche Hausfrau zur Verzweiflung.

Großer Hausputz Der Keller ist an Der Reihe! Na Das gibt ja einen schrecklichen Dreck, und aus- geredjhet am Nachmittag ist man zum

Z? »Ä unb Äbü'fie Aufgabe möglichst lange «.

Wichtig ist, Daß Linoleum niemals mit sogenann­tenölIöfenDen" Mitteln wie Terpentin, SoDa und stark alkalischen Seifen (wie zum Beispiel Schmier­seife) behandelt wird. Em Abwaschen mit lauwar­mem Wasser, dem man gegebenenfalls einen Löffel von einem guten Waschmittel zugibt, genügt fast immer, um Linoleum wieder sauber zu bekommen. Dann wird der Teppich mit Bohnerwachs einge- wachst und, nachdem er etwas eingezogen ist, blank-