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SJi.-^fpOTt

Mm die Gebietsmeisterschast.

Großen-Linden verlor in Wehlar.

Sporto. Wetzlar 05 Tv. Großen-Linden 4:1 (1:0). Die beiden Mannschaften trafen sich am Sonntao in Wetzlar zum ersten Entscheidungsspiel um die Gebietsmeisterschaft der Hitler-Jugend. Der Bann- meuter des Bannes 116, die Mannschaft des Tv. Großen-Linden, verlor dieses Spiel unverdient Der Sportplatz, der in sehr schlechter Verfassung war sowie der wolkenbruchartige Regen ließen kein ein­wandfreies Spiel zu. Bis zur Halbzeit konnte man mit den Leistungen beider Mannschaften zufrieden sein.

.Kurz der Spielverlauf: Das Spiel begann sehr schnell. Zunächst spielten die Platzbesitzer überlegen. Doch langsam macht sich Großen-Linden frei und wird Zeitweise gefährlich vor dem Tor der Platz­besitzer, doch das hohe Gras läßt keinen sauberen Torschuß zu. In der 13. Minute fällt überraschend das erste Tor. Ein schlecht abgewehrter Ball kommt dem Rechtsaußen direkt, vor die Füße. Seine Flanke verwandelte der Halbrechte direkt zum ersten Tor für Wetzlar. Jetzt spielen die Platzbesitzer überlegen. Vier Eckbälle bringen nichts ein. Bei einem Vorstoß der Gäste läßt Spengler eineBombe" los, die der Wetzlarer Hüter durch Robinsonade zur Ecke lenken kann. Der Ausgleich hängt in der Luft, doch immer wieder kann ein Wetzlarer Spieler retten. Bis zur Pause änderte sich nichts mehr. Rach der Pause ist Großen-Linden wieder mehr überlegen, doch alle bestgemeinten Schüsse verfehlten ihr Ziel. Bei einem Geplänkel im Strafraum der Gäste ist es der linke Lauser, der den Ball ins eigene Tor beförderte Nun ist die Niederlage endgültig, und die Wetzlarer, die sich mit dem schweren Platz besser zurechtfanden, kamen noch zu zwei Toren. Sei. einer kurzen Drang­periode kamen die Großen-Lindener zum längst verdienten Ehrentor.

Burgsolms -DfB.-R.-Gießen 0:3 (0:2)

Zum entscheidenden Spiel um den Aufstieg zur Bezirksliga traten die Gießener in ihrer stärksten Besetzung an. Es war klar, daß in Burgsolms nur gewonnen werden kann, wenn jeder Spieler alles hergibt. Und das haben die Spieler dem Verein gehalten. Nach diesem Siege dürfte wohl der Wieder- aufstieg feststehen. Es stehen noch zwei Spiele aus, die in Gießen stattfinden.

Die Grünweißen, die sonst auf kleinen Plätzen nicht ihre sonstige Form erreichten, waren diesmal in bester Spiellaune. Jeder Spieler gab sein Bestes her. In bester Form war Bach, der eines seiner schönsten Spiele lieferte. Sein Tor war eine große Leistung.

Aus dem Spielverlauf ist zu berichten, daß beide Mannschaften etwas nervös begannen. Schon nach zwei Minuten kann man feststellen, daß die Gäste etwas voraus haben. Bach ist etwas zurückgezogen, und gibt gute Vorlagen in seinen Sturm. Schon in der 5. Minute bricht VfB. den Bann. Wieder wird der Sturm durch gute Arbeit der Läuferreihe zum

Angriff eingesetzt. Der Ball kommt zum Rechts- außen Fehling, der den Ball sofort an Heß abgibt, und aus 5 Meter ist der Tormann von Burgsolms zum erstenmal geschlagen. Das Spiel geht auf und ab. Diesmal ist es Bach, der den Ball zu Heß spielt, und wieder muß sich der Tormann des Gastgebers geschlagen bekennen. Burgsolms wirft alles nach vorn, aber der Sturm verdirbt durch Uebereifer einige gute Torgelegenheiten. Bis zur Halbzeit ändert sich nichts mehr.

Nach dem Wechsel setzt Burgsolms alles auf eine Karte. Die Hintermannschaft der Gießener hat bange Minuten zu überstehen. Aber in der 16. Minute nach Halbzeit ist das Spiel entschieden. Diesmal ist es Bach, der sich durchgespielt hat, und aus 15 Meter einen Schuß losläßt, gegen den der Tormann macht­los ist. Die Grünweißen ziehen nun ihre recht gut aufgelegte Läuferreihe zurück und halten das Spiel bis zum Schluß.

Gpielvereinigung 1926 Leihgestern.

Spvgg. Leihgestern I Spv. Lollar I 4:3 (1:3). Spvgg. Leihgestern II Spv. Lollar II 0:3 (0:1).

Der Spielvereinigung 1926 Leihgestern gelang am Sonntag ein beachtlicher Sieg über den eine Klasse höher spielenden Spv. Lollar. Das Spiel der ersten Mannschaften wurde von Beginn hart und schnell durchgeführt, wobei die Einheimischen zu­nächst leichte Feldvorteile hatten. Trotzdem gingen die Gäste durch einen überraschenden Durchbruch in Führung, und ehe sich die Blau-Weißen wieder ge­funden hatten, erhöhten die Gäste auf 2:0. Dies wirkte auf die Platzbesitzer deprimierend. Die besten Chancen wurden von dem Sturm vergeben. Selbst ein Elfmeter wurde von Arnold vergeben. Endlich gelang es dem Linksaußen, durch einen schönen Schuß auf 1:2 zu verkürzen. Aus einem Gedränge heraus konnte Lollar den dritten Treffer erzielen. Mit diesem Stand ging es in die Pause. Nach der Halbzeit merkte man den Einheimischen sofort an, daß sie sich etwas vorgenommen hatten. Sie dik­tierten eine ganze Weile das Spielgeschehen, und wiederum war es der Linksaußen, der eine Vor­lage über den herauslaufenden Torwart ins Netz verlängerte. Die Hintermannschaft der Gäste war auf die Dauer dem ständigen Druck nicht mehr ge­wachsen, sie mußten binnen kurzer Zeit durch den Halblinken und den Halbrechten zwei Treffer hin­nehmen, so daß Leihgestern als knapper, aber ver­dienter Sieger das Feld verlassen konnte. Leih­gestern bot gegen sonst eine schwächere Leistung. Gut schlug sich die Hintermannschaft einschließlich Läuferreihe, während im Sturm lediglich die linke Seite allen -Ansprüchen genügte. Der Halbrechte Arnold wirkte dagegen erheblich schwächer als sonst. Die Gäste hatten ebenfalls in den hinteren Reihen die besten Kräfte, während sich der Sturm nur auf einige gefährliche Durchbrüche beschränken mußte, wobei besonders die Schnelligkeit und die Schuß- freudigkeit des Rechtsaußen auffiel.

ZriihjahrsweMmpfe der ff.

Am Sonntag fanhen auf der Seewiese in Fried­berg die diesjährigen Frühjahrswettkämpfe des Sturmbanns 1/83. ---Standarte statt. Vom Bahn­hof Friedberg führte ein gemeinsamer Marsch durch die Stadt die Stürme Gießen, Wetzlar, Hungen und Friedberg nach dem Sportplatz an der Seewiese, wo nach der feierlichen Flaggenhissung die fried­lichen Wettkämpfe ihren Verlauf nahmen. Der jj* Sport will Breitenarbeit, und so waren die Kämpfe als Mannschaftswettbewerbe ausge­schrieben. Es wurden ausgetragen: Mannschafts­vierkampf, 4X400-Meter-Staffel, 1500-Meter-Lauf und Pistolen- und Kleinkaliberschießen.

Sieger wurden: im Mannschafts-Vier­kampf (Laufen, Kugelstoßen, Weitsprung, Keu­lenweitwurf) Sturm 2/83 Wetzlar;

in der 4X400-Meter-Staffel Sturm 4/83 Fried­berg;

im 1500-Meter-Lauf Sturm 1/83 Gießen;

im Pistolen- und Kleinkaliber.-Schießen Sturm 4/83 Friedberg.

Die besten Einzelsieger im Vierkampf waren: 1. ---Anw. Künstler, 4/83 Friedberg; 2. ---Sturrn- rnann Eisenreich, 4/83 Friedberg; 3. ---Rottens. Schneider, 2/83 Wetzlar.

Die besten Schützen waren 1. ---Unterscharführer Stöcker, 4/83 Friedberg; 2. ---Obersturmführer Reitz 4/83 Friedberg.

Nach den Wettkämpfen war der Sturmbann zum Eintopf zu Gast beim JR. 36 in der Bergkaserne. Anschließend fand in der Burg unter Teilnahme von Ehrenabordnungen der SA., PL., der HI. mit ihren Fahnen der Schlußappell und die Sie­gerehrung statt.

Nachdem der Bürgermeister, Pg. Vieth, den Sturmbann namens der Stadt begrüßt hatte, sprach

der Führer des Sturmbannes I, ---Untersturmfüh­rer Stastny-Hain, zu den angetretenen Män­nern und ehrte die Sieger, denen er zweckmäßige Preise überreichte. Bei unserem sporllichen Wett­kampf, so betonte der Führer »des Sturmbannes, geht es nicht um die Leibesübung an sich, es kommt uns vielmehr auf die ständige und immer fortwäh­rende Bereitschaft zum Kampf, der mit dem 30. Ja­nuar keinen Abschluß gefunden hat. Der schwieri­gere Kampf um die Untermauerung der Macht durch die innere Umformung des deutschen Men­schen hat erst begonnen. Diesem Ziel gilt die Arbeit der --. Die -- weiß sich einig darin mit dem Streben der anderen Organisationen der Partei, mit denen gemeinsam nur das vom Führer ge­steckte Ziel erreicht.werden kann. In diesem Sinne dankte ---Untersturmführer Stastny-Hain den angetretenen Organisationen für ihre Teil­nahme am Sporttag der -- als schönen Ausdruck kameradschaftlicher Zusammenarbeit. ,

Nach dem Treuelied der --Wenn alle untreu werden, so bleiben wir doch treu", sprach der Orts­gruppenleiter der Partei, Pg. Brose. Er unter­strich die Worte des Sturmbannführers.Jeder Nationalsozialist muß Kämpfer sein in dem heuti­gen Kampf der Bewegung um die Reinheit der Idee. Unser Ziel muß sein, den deutschen Menschen so zu gestalten, wie der Führer ihn wünscht und braucht für die Ewigkeit Deutschlands."

Mit dem Gruß an den Führer schloß der Appell. Ein Vorbeimarsch der im Burghof angetretenen Formationen PL., HI., SA. und -- vor dem Hoheitsträger der Partei, Ortsgruppenleiter Pg. Brose, beendete einen erfolgreichen Tag in der stillen Arbeit der --.

Handball im Kreis VIII

Der Tv. Wetzlar schlug sich gegen die Poli­zei Berlin unerwartet gut. MU nur 11:1 wurde der Hafenmeister geschlagen. Damit haben die Spiele um die Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft ihre Erledigung gesunden.

*

Die Entscheidung um den A u f st i e g z u r G a u- flnffeim Bezirk Gießen ist gefallen. Der Tw Lu t - zellinden hat auf eigenem Platz mit 9:6 (4:1) gegen den Tabellenführer Tv. Kesselstadt ver­loren. Damit sind die Hoffnungen der zahlreichen Anhänger, den heimischen Meister in der Gauklasse zu sehen, zunichte. Denn Kesselstadt kann praktisch nicht mehr eingeholt werden. . .

Die Meinungen vor und nach dem Spiel gingen auseinander. Fest stand, daß Lützellinden das Vor­spiel hoch verloren hatte. Unter diesen Umstanden hatten die Platzbesitzer nicht nur die Verpflichtung, den Rückkampf siegreich zu gestalten, sie mußten vor allen Dingen auch beweisen, daß das Vorspielergeb- nis irregulär war und einer Berichtigung bedurfte. Wenn das alles nun nicht gelungen ist, jo kann man das nicht zuletzt einer guten Portion Pech zu- fchieben. Denn genau so gut, wie Kesselstadt ge­wann, konnte auch Lützellinden Sieger werden. Im Gegenteil, die weitaus meisten Chancen hatten ohne Zweifel die Einheimischen, die aber zeitweilig von einem beispiellosen Pech verfolgt waren.

Schon das Ergebnis der ersten Halbzeit gma nicht in Ordnung. Bis dahin nämlich lieferten sich beide Mannschaften einen vollkommen yleichwer- iigen Kamps. Nach der Pause kam Lutzellmden

mächtig in Fahrt. Innerhalb weniger Minuten war der Gleichstand aufgeholt, und es schien so, als würde die Mannschaft einem sicheren Sieg zu- steuern. Leider erfüllten sich die Erwartungen nicht. Kesselstadt überstand die Krise gut, ging seinerseits erneut in Führung und konnte kurz vor Schluß den Vorsprung so-gar auf 5 Tore ausdehnen. Der nun­mehr einsetzende Endspurt der Platzbesitzer konnte an dem Ergebnis nichts mehr ändern. Es war nur möglich, zwei Tore aufzuholen, so daß der Schluß­stand schließlich 9:6 lautete.

Die restlichen Spiele der Bezirksklasse fielen aber­mals durch Punktverzichte aus. Wetzlar-Nie­dergirmes und Münchholzhausen kamen dadurch kampflos in den Besitz der Punkte.

Ein weiteres Aufstiegspiel kam in Atzbach zwi­schen Atzbach und Lich zum Austrag. Lich, das nur mit 9 Mann antrat, kam für den Sieg niemals in Frage. Die Überlegenheit der Einheimischen war sogar so stark, daß zum Schluß ein Ergebnis von 14:2 herauskam.

*

In Heuchelheim trafen sich der To. Heuchel­heim und der Luftwaffensportverein Gießen zu einem Freundschaftskampf. Man kann ohne Uebertreibung sagen, daß die Soldaten das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt und vor allen Dingen gezeigt haben, daß der gute Ruf, der ihnen vorausging, vollauf berechtigt war. Denn obwohl Heuchelheim mit restlosem Einsatz kämpfte, konnten die Flieger knapp, aber verdient mit 8.6 Sieger menbetL

Die GA.-Reikerstandariel 47, Gießen.

Sieger in der Pendelstaffel beim Hallensporlfest der SA.-Gruppe Hessen in Frankfurt a. 211.

Auch in diesem Jahre stellte der Sturm 6/147, Schar 1, Standort Gießen, die 6X60 m-Pendelstaffel für Sondereinheiten. Die Mannschaft, die einen Sattel als Uebergabe tragen mußte, lief in folgender Aufstellung: Scharführer Lipp, Scharführer Heil­mann, Scharführer Münch, Sturmmann Betz, SA.- Mann Marx, SA.-Mann Hinrichs. Die Mannschaft, die gegen sechs Reiterstandarten zu laufen hatte, kann stolz auf diesen Erfolg sein. Ergebnis: 1. Reiter­standarte 147 55 Sek., 2. Reiterstandarte 49 55,8 Sek., 3. Reiterstandarte 48 56,9 Sek.

BfB.-Reichsbahn-Leichtathletik.

Am Sonntag fanden in Marburg, im Rahmen des Mannschaftskampfes Hessen - Preußen Kassel, Universität Marburg, Stadtmannschaft Gießen, Gauausscheidungskämpfe der Frauen statt. Die vier besten Läuferinnen des VfB.-Reichsbahn, Lotti Diehl, Else Ludwig, Elfriede Schmidt und Luise Weder nahmen auf Einladung daran teil.

Lotti Diehl gewann ihren 100-Meter-Lauf in der guten Zeit von 13,5 Sekunden und wurde damit in der Gesamtwertung Zweite.

Else Ludwig gewann ihren 200-Meter-Lauf nach scharfem Kampf gegen ihre Klubkameradin Elfriede Schmidt und wurde mit der Zeit von 30,5 Sekun­den in der Gesamtwertung Dritte. Elfriede Schmidt lief 30,7 Sekunden.

lieber 100 Meter erzielten Else Ludwig 14,2 Se­kunden, Elfriede Schmidt 14,3 Sekunden und Luise Weber 14,5 Sekunden. Auch diese drei müssen bald unter 14 Sekunden kommen, lediglich einige kleine technische Fehler beim Start lassen sie immer zu spät in Schwung kommen. Die Zeit von Lotti Diehl Ssllt neuen persönlichen und Dereinsrekord dar.

uch von ihr wird noch eine Steigerung erwartet.

Tischtennis

der Spielvereinigung 4900 Gießen.

5. V. 98 Darmstadt Gießen 1900 8 :4.

Am Samstag und Sonntag weilte die Tisch- Tennis-Abteilung der Spvgg. 1900 Gießen bei dem S. V. 98 Darmstadt zu Gast. Darmstadts eine Mannschaft, die bereits im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gestanden hat, konnte das Turnier mit 8:4 Punkten gewinnen. Der frühere deutsche Meister Schardt mit seinem Partner Schnabelius gaben hierbei den Ausschlag, konnten diese beiden Spieler zusammen 5 Punkte erringen. Für Gießen gewannen Beil, Reichel, Jung und Günther jeder einen Punkt.

Rund um den Aeroberg.

Am Sonntag starteten die beiden Gießener Fah­rer Heinrich Preis und Willy Neumann beim StraßenrennenRund um den Neroberg" in Wiesbaden. Leider hatte Heinrich Preis durch Reifenschaden in der zweiten Runde das Rennen vorzeitig beenden müssen. Es scheint, als ob der Gießener Fahrer in diesem Jahre geradezu vom Pech verfolgt ist, denn schon bei drei Rennen mußte er wegen Materialschäden aufgeben. Der andere Gießener Fahrer, Willy Ne u m a n n, hatte wieder mehr Glück.

Das Rennen litt stark unter den aufgeweichten Straßen, und es gelang nur dem Schweinfurter Seufert von der X-Klasie die Fahrer der 6-Klaffe, die mit Vorgabe gestartet waren, kurz

vvr dem Ziel noch einzuholen und das Rennest zu gewinnen. Neumann, dem der Anschluß an die 8-Klasse nicht geglückt war, wurde als. Zweiter der ^-Klasse Sechster.

Am Pfingstmontag gehen die beiden Gießener Fahrer in Gütersloh beim reichsoffenen Straßen­rennen über 185. Kilometer an den Start. Trotz des starken Aufgebots von erstklassigen deutschen Amateuren sollten die beiden Gießener doch ehren­voll abschneiden.

Fußball in Klein-Linden.

Klein-Linden I. Heuchelheim I. 1:3 (1:1).

Am Sonntag trug die erste Mannschaft des Turn­vereins Klein-Linden ein Freundschaftsspiel gegen die erste Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim aus. Das Spiel war in der ersten Halbzeit ziemlich ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit litt es sehr unter dem einsetzenden Regen. Klein-Linden ver­paßte vor dem Tor der Gäste manche Gelegenheit, so daß schließlich Heuchelheim als Sieger den Platz verlassen konnte. Wegen des einsetzenden starken Regenschauers mußte der Schiedsrichter das Spiel kurz vor Schluß abbrechen.

Gondergericht in Gießen.

Wegen Deraehens nach § 1 des Heimtückegesetzes verurteilte gestern das Sondergericht" den Michael Henseler aus Büdingen zu einer Gefäng­nisstrafe von einem Jahr. Der 35jährige, schon vielfach vorbestrafte Angeklagte hatte aus ge­meiner Gesinnung niederträchtige, unwahre Aeuße- rungen über führende Persönlichkeiten des Staates getan, die geeignet waren, das Ansehen der Reichs­regierung herabzusetzen. Wenn der Angeklagte sich auch Nicht nachweislich politisch betätigt hatte, so zeigte doch die Verhandlung und die Art der Aeuße- rungen, daß er politisch gesehen ein großer Kommu­nist ist. Eine exemplarische Strafe joar daher geboten.

Das Verfahren gegen den P. W. aus Bad-Nau­heim wurde auf Grund des Amnestiegesetzes ein­gestellt. Auch dieser Angeklagte stellte unwahre Behauptungen auf, die geeignet waren, das An- sehen der Reichsregierung zu schädigen. Da diese Aeußerungen aber nicht aus einer gegen den Staat sich richtenden Gesinnung getan wurden, sondern es sich nur um Schwätzereien handelte, erachtete das Gericht eine Gefängnisstrafe von einem Monat als angemessen, die amnestiert wurde.

Die Frau M. L. aus Stauden hatte sich ebenfalls wegen Vergehens gegen das Heimtückegesetz zu ver­antworten. Die Anklage legte ihr zur Last, maß- gebende Personen des Staates und der Partei sowie den Bürgermeister und andere im politischen Leben der Gemeinde eine Rolle spielende Personen beleidigt zu haben. Die Angeklagte gab lediglich zu, den Bürgermeister beleidigt zu haben. Im übrigen bestritt sie sämtliche ihr zur Last gelegten Behauptungen, die ihr auch nicht nachgewiesen werden konnten, so daß insoweit mangels Beweises Freispruch erfolgen mußte. Bezüglich des von der Angeklagten zugegebenen Sachverhalts war das Gericht der Ueberzeugung, daß die Angeklagte nicht als Staatsfeind anzusehen sei, zumal sie sich schon vor der Machtübernahme für die NSDAP, ein­setzte, und glaubte ihr die Einlassung, daß sie ledig­lich aus momentaner Verärgerung sich zu unpassen­den Aussprüchen habe hinreißen lassen. Mit Rück­sicht hierauf hielt das Gericht an sich eine Gefäng­nisstrafe von drei Monaten als angemessen, es mußte jedoch auf Grund der Amnestie aus Straf- sreiheit erkennen.

Wirtschaft.

ZG.-Farben im Jahre 4937.

8 (7) v. h. Dividende, davon 1 v. H. aus dem letzten Gewinnvortrag. Fwd. Die Verwaltung der JG.-Farbeninduftrie- 21(9. Frankfurt a. M. hat in ihren Sitzungen am 28. Mai beschlossen, der ordentlichen Hauptversamm­lung am 18. Juni die Verteilung einer Dividende von 8 (7) v. H. für das Geschäftsjahr 1937 vor­zuschlagen, wovon 1 v. H. dem Vortrag aus dem Jahre 1936 entnommen werden soll und zur Bil­dung eines Anleihestockes an die Golddiskontbank abzuführen ist.

Rhein-Mainische Börse.

Mitlagsbörfe: Uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 30. Mai. Die Börse setzte zum Wochenbeginn mit freundlicher Haltung ein, wobei die Dividenden-Erhöhung bei JG.-Farben anregte. Zu größeren Umsätzen kam es aber all­gemein nicht. JG.-Farben selbst lagen zeitweise etwas lebhafter mit 160,40 bis 160,25 bis 160,50 (159,50). Im übrigen war die Kursentwicklung un­einheitlich, da weitere Abwicklungsverkäufe bei der Marktenge auf die Kurse drückten. Sa lagen Metall­gesellschaft weiter rückläufig mit 130,75 bis 131 (133,50), ferner ermäßigten sich Rütgerswerke auf 145,65 (146,50), BMW. auf 145,25 (146,50), Rhein­metall auf 143,25 (144), außerdem Daimler, Adler­werke Kleyer, Reichsbank, Schuckert und Canti Gummi bis 0,50 v. H. Montanwerte bröckelten 0,25 bis 0,65 v. H. ab, nur Mannesmann behauptet mit 112,40 und Deutsche Erdöl mit 137,50. Am Elektro­markt erhöhten sich Lahmeyer auf 130,50 (129). Im übrigen wiesen die meisten Marktgebiete zu den ersten Notierungen große Lücken auf.

Am Rentenmarkt bleiben Reichsaltbesitz- Anleihe wegen Ziehung heute und morgen ohne Notiz. Etwas lebhaftere Umsätze wiesen Kommunal- Umschuldung mit 96,30 bis 96,35 (96,25) auf. Pfandbriefe waren bei ruhigem Geschäft unverän­dert. Von Liquidationswerten gingen Rheinische auf 101 (101,25) zurück. Stadt- und Staatsanleihen lagen nahezu unverändert, ebenso wiesen Industrie- Obligationen kaum Abweichungen auf. Schutz­gebietsanleihen erhöhten sich auf 11,93 (11,90). Kommunal-Umschuldung erhöhten sich später dis auf 96,40.

Auch die zweite Börsenstunde brachte den Ak­tienmärkten keine Belebung. Verhältnismäßig lebhaft unter Schwankungen zwischen 160,50 bis 161,25 waren nur JG.-Farben. Metallgesellschaft erholten sich auf 132,25 nach 130,75.

Abendbörse still.

An der Abendbörse ergaben sich mangels Kun­denaufträge keine größeren Geschäftsmöglichkeiten. Im Anschluß an den Mittagsverkehr blieb die Grundhaltung freundlich und zuversichtlich, die Kursentwicklung am Aktienmarkt war jedoch wei- terhin etwas uneinheitlich. Die Veränderungen hiel­ten sich bei etwa 0,25 bis 0,50 o. H. und stellten größtenteils nominelle Anpassungen an den höhe­ren Berliner Schluß dar. JG.-Farben lagen bei etwas mehr Umsatz mit 161,13 (161,25) wenig ver­ändert. MontaMttien riotmteu zumeist 0,25 v. H.

höher, Buderus und Deutsche Erdöl gewannen je 0,50 v. H. auf 112,50 bzw. 138, während Rheinstahl 0,25 v. H. abbröckelten auf 142. Im einzelnen er­höhten sich u. a. Reichsbank auf 193 (192,25), Metallgesellschaft auf 133 , (132,25), Gessürel auf 144 (143,50), Rheinmetall auf 143,75 (143,25), Conti Gummi auf 208,50 (208), RWE. auf 123,50 (123). Adlerwerke Kleyer weiter nachgebend auf 115,75 (116), auch Gebr. Junghans 0,25 v. H. leichter mit 116,75. Renten lagen sehr still. Farben-Bonds blie­ben mit 130,50 behauptet, und im Freiverkehr nannte man Kommunal-Umschuldung mit 96,35 und 96,40.

$ranffurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 30. Mai. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W13 210, W16 213, W19 217, W 20 219; Roggen R 12 190, R 15 193, R 18 197, R 19 199, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste und Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl, Type 812, W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W 20 29,95; Roggenmehl, Type 1150, R 12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizen­futtermehl 13,60; Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R 18 1040, R19 10,50 Mühlen- festpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot, Palmkuchen, Erdnußkuchen nicht notiert; Treber getr., 14 Höchst­preis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel nicht no­tiert, Heu, lose 5,50, drahtgepreßt nicht notiert; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 3,30, ge­bündelt 3, Erzeugerhöchstpreis frei Erzeugerverlade­station.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 31. Mai. (Dorbericht.) Um 10 Uh rroar folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1034 Kälber, 10 Hämmel, 35 Schafe, 5450 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 47, Schüfe 30 bis 40, Schweine 52 bis 57 Mark. Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe und Hämmel mittelmäßig.

Hunhfunfprogramm

Mittwoch, 1. Iuni.

5 Uhr: Fruhmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Cres­cendo von Willy Geißler. Morgenspruch Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Nur Frank­furt: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. 11.40: Volk und Wirtschaft. Forschung im Pierjahresplan: Die Kai- ser-Wilhelm-Gesellschaft. 11.55: Offene Stellen. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskon- Zert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Fiedelhänschen, geig einmal. 16: Doppelkonzert zum 100jährigen Bestehen des Bades Salzschlirf. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.45: Fliegendes Deutschland. 19: Nachrichten. 19.10: Virtuose Musik. 20: Griechisch-italienischer Abend. 22: Nachrichten. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nacht­musik.